Skip to main content

Full text of "Anatomische, physiologische und physikalische Daten und Tabellen zum Gebrauche für Mediciner [electronic resource]"

See other formats


INST. PSYCH. 





UN1VERSITY OF LONDON 

INSTITUTE OF PSYCHIATRY 

DE CRESPIGNY PARK, 
LONDON S.E.5 



LIBRARY 

VIERORDT, H. 

Anatomische, physiologische 
und physikalische Daten und 
Tabellen zum Gebrauche für 
Mediciner. 1893. 



CLASS MARK 

ACCESSION NUMBER 



h/Vie 
608 



9*9 

ANATOMISCHE PHYSIOLOGISCHE 
UND PHYSIKALISCHE 

DATEN UND TABELLEN 

ZUM GEBRAUCHE FÜR MEDICLNER 

VON 

Dr HERMANN VIERORDT 

PROFESSOR DER MEDICIN AN DER UNIVERSITÄT TÜBINGEN 



ZWEITE VOLLSTÄNDIG UMGEARBEITETE AUFLAGE 



J 

VERLAG VON 



ENA 

GUSTAV 
1893 



FISCHER 



Vorrede zur zweiten Auflage 



Später, als die günstige Aufnahme erwarten liess, welche das Buch 
bei seinem Erscheinen im Juni 1888 gefunden, tritt die zweite Auflage 
in veränderter Gestalt an die Öffentlichkeit. Zwar ist an dem Haupt- 
plan des Werks nichts wesentliches geändert, höchstens da und dort der 
Versuch gemacht worden, den Stoff übersichtlicher anzuordnen, im ein- 
zelnen aber ist, unter Wegfall alles dessen, was entbehrlich scheinen 
konnte, das ganze Zahlenmaterial einer vollständigen Durchsicht und 
Neubearbeitung unterzogen worden, mit dem ausgesprochenen Zweck, 
möglichste Vollständigkeit und damit ein Bild unseres Wissens über- 
haupt zu bieten. Die Abschnitte von den Organgewichten, die Anatomie 
des Verdauungskanals, die umfangreichen Kapitel des Kreislaufs und der 
Atmung, der Verdauung und Ernährung, die Physiologie der Schwanger- 
schaft und Geburt sind im besonderem Masse verbessert worden. Dabei 
kann ich so wenig, wie bei der ersten Auflage, die an sich selbstver- 
ständliche Bemerkung unterdrücken , dass für den thatsächlichen Wert 
der einzelnen Angaben die Autoren selbst verantwortlich zu machen 
sind. Die „Thatsachen", so wie sie sich darbieten, sind ja durchaus 
nicht von gleicher wissenschaftlicher Dignität und gerade bei nicht 
wenigen der Untersuchungsmethoden, die sich mit einem gewissen Stolz 
den Titel der „klinischen" beilegen, will es oft scheinen, als ob von 
der alten Forderung des Asklepiades (Celsus III, 4) wohl das 
„Celeriter" und „Jucunde", nicht immer aber das „Tuto" massgebend 
gewesen sei. Sicherlich muss in unseren Zeiten eine Methode, die 
(auch von solchen, die sie gar nicht kennen und üben) als „umständ- 
lich" und „zeitraubend" ausgegeben wird, der einfacheren weichen, die 
durch rasche Häufung von Einzeluntersuchungen oft genug zur Popu- 
larität, damit aber immer noch nicht zu der nötigen wissenschaftlichen 
Genauigkeit sich erhebt. Ich habe es deshalb nicht unterlassen, da, 
wo es von Bedeutung ist, die Methode namhaft zu machen, die bei der 
Untersuchung in Anwendung gekommen ist. Immerhin wird es dem 



aufmerksamen Leser nicht entgehen, wie emsig, besonders auch im 
klinischen Interesse, auf gewissen Gebieten gerade in den letzten Jahren 
gearbeitet worden ist. 

Mit Dank verzeichne ich die freundliche Unterstützung die mir 
von verschiedenen Seiten in liebenswürdigster Weise geworden ist So 
hat mich Herr Prof. Grützner in verschiedenen schwierigen Kapiteln 
des physiologischen Teils, Herr Prof. Hüfner im Kapitel der Haema- 
tologie, Herr Dr Camerer in Urach im Abschnitt Stoffwechsel beraten 
Dem besonderen Interesse, das mein verehrter väterlicher Freund, Prof 
und Senator Jac. Moleschott in Rom, dem Buch gleich bei seinem 
ersten Erscheinen entgegenbrachte, verdankt dasselbe an den ver- 
schiedensten Stellen wertvolle Verbesserungen und Ergänzungen. Zwar 
konnte ich im Interesse des Buchs, das seinen Umfang ohnedies schon 
um ein Dritteil vergrössert hat, seinem sicherlich berechtigten Wunsche 
nicht entsprechen, es möchten auch chemische Grundzahlen, Löslich- 
keitsverhältnisse, Formeln etc. aufgenommen werden, und darf vielleicht 
zur Entschuldigung anführen, dass eben praktisch-klinische Zwecke dem 
Buch seine erste Entstehung gegeben haben. Im übrigen verzeichne 
ich es mit begreiflicher Genugtuung, dass die ganze Anlage des Buchs 
gerade auch von kompetenter physiologischer Seite Billigung und An- 
erkennung gefunden hat. 

Ein wohlwollender Beurteiler des Buchs (Prager medicinische Wochen- 
schrift 1888 Nr. 34) hat von ihm ausgesagt: „es ersetze dem wissen- 
schaftlich thätigen Arzt eine ganze Bücherei". Möge es auch in der 
neuen Bearbeitung dieses Lobs sich würdig erweisen und den , der es 
zu Rate zieht, bei richtiger Fragestellung nicht im Stiche lassen. 

Tübingen, Weihnachten 1892 



Hermann Vierordt. 



Inhaltsübersicht 



I. Anatomischer Teil 





Seite 




Seite 


Körperlänge 


3 




69 


Dimensionen des Körpers 


8 


Kindsschädel 


71 


Körpergewicht 


11 


Verdauungsapparat .... 


72 


Wachstum 


17 


Respirationsorgane .... 


85 


Gewicht von Körperorgarien 


20 


Harn- und Geschlechtsorgane 


87 


Dimensionen und Volumen 




Haut, Haargebilde .... 


93 


von Herz, Lunge, Leber . 


31 


Ohr 


99 


Körpervolumen und Körper- 




Auge 


101 




34 


Nase 


108 


Specifisches Gewicht des Kör- 




Nerven 


108 


pers und seiner Bestand- 




Gefässsystem (ohne Herz) 


112 


teile 


37 


Lymphgefässe und -Drüsen . 


118 


Schädel und Gehirn 


41 


Vergleich zwischen rechter 




Wirbelsäule samt Rücken- 




und linker Körperhälfte 


119 




59 


Embryo und Fötus . . . 


120 


Muskeln 


62 


Vergleich zwischen beiden 




Skelett 


64 


Geschlechtern 


122 


Brustkorb . 


65 






II. Physiologischer und physiologisch-chemischer Teil 




Blut und Blutbewegung . . 


125 


Stoffwechsel beim Kind . . 


277 


Atmung 


165 


Muskelphysiologie .... 


288 


Verdauung 


180 


Allgemeine Nervenphysiologie 


300 


Leberfunktion (ohne Gallen- 




Tastsinn 


305 


bildung) .... 


203 


Gehörssinn 


314 


Perspiration und Schweiss- 




Gesichtssinn 


316 


bildung . . . 


204 


Geschmackssinn 


323 


Lymphe und Chylus . . . 


209 


Geruchssinn 


325 


Harnbereitung 


214 


Physiologie der Zeugung 


326 


Wärmebildung 


238 


Festigkeit des Schlafs . . 


354 


Gesamtstoffwechsel . . . 


249 


Sterblichkeitstafel .... 


357 



-Vi- 



lli. Physikalischer Teil 





Seite 




Satt« 


Thermometerskalen .... 


361 


Wärme 


368 


Atmosphärische Luft . 


364 


Schallgeschwindigkeit . . . 


369 


Specifisches Gewicht . . . 


365 




369 


Dichte u. Volum des Wassers 


367 


Elektrische Masse und Ein- 




Schmelzpunkte .... 


367 


heiten 


369 


Siedepunkte .... 


368 


Elektrischer Widerstand . . 


370 



Anhang 



Praktisch -medicinische Analekten 



Klimatische Kurorte . . . 373 
Temperatur der Speisen und 

Getränke 374 

Dauer der Bettruhe . . . 374 
Inkubationszeit der Infek- 
tionskrankheiten .... 375 
Maximaldosen ..... 377 
Medicinalgewicht . 381 

Medicinalmass 382 

Dosenbestimmung nach den 

Lebensaltern 382 

Letale Dosen differenter Stoffe 383 
Traubenzucker im diabeti- 
schen Harn 385 



Exsudate und Transsudate . 386 
Elektrischer Leitungswider- 
stand des Körpers und 

seiner Teile 387 

Erregbarkeitsskala der Nerven 

und Muskeln 389 

Festigkeit der Knochen . . 391 
Massstäbe für Sonden, Bou- 



gies, Katheter 



Druckfehler u. Berichtigungen 
Alphabetisches Sach-Register 



391 



392 
393 



I. 



Anatomischer Teil. 




Vlerordt, Dat. u. Tabell. f. Med. 2. Aufl. 



Körperlänge des Erwachsenen 

a) Männer 

171 cm C. G. Carus 1 )] 
173 „ Schadow 2 ) 



173 „ Zeising3) } rund ™ cm 
173 „ Krause 4 ) 
Vorstehende Zahlen gelten nur für besonders wohlgebaute Individuen. 

Mittelgrösse der Bevölkerung, berechnet aus grossen Zahlen 5 ): 



Frankreich 


154 


cm 


Oesterreich 


155,3 


n 


Italien 1 
Spanien j 


156 


n 


Belgien 


157 


r> 


Deutschland (Baden) 


157 


n 


„ (Preussen) 


162,1 


n 


Nord-Amerika | 


160 




England | 


n 


Schweden 


160,8 


» 



Sachsen (Füsiliere, Rekruten) 162 Frölich 6 ) 

20j. Württemberger 165,1 0. Köstlin 7 ) 

20— 21j. „ (Füsiliere) 167 Fetz er 8 ) 

21j. Bayern (Mittelfranken) 165,1 J. C. Majer 9 ) 



1) Proportionslehre 1854 p. 9. 

2) Polyclet oder von den Massen des Menschen 3. Aufl. 1877 p. 56. 

3) Nova Acta Acad. Caes. Leop.-Carol. natur. curios. Bd. 26, 2. Abtheilung 1858 p. 783 ff. 

4) Handbuch der menschlichen Anatomie II. Bd. 3. Auflage 1879 p. 9. 

5) Morache, Artikel „Militaire" in D e c h a m b r e ' s Dictionnaire encyclopedique 
des sciences mddicales II. Ser. VII. Bd. 1877 p. 731. 

6) Militärmedicin 1887 p. 227. 

eingerechüe D t greiCh Württember e n - B<L L Abth ' 1884 P- 43 - ~ Die Mindermässigen sind 

8) üeber den Einfluss des Militärdienstes auf die Körperentwicklung 1879 p 22 

9) (Bayerisches) Arztliches Intelligenz-Blatt IX. Bd. 1862 p. 353. 

1* 



4 



Anatomischer Teil 



21j. Bayern (Bez. Tölz) 
21j. „ (Oberbayern) 
Badener: Grenadiere 

„ Füsiliere 
18 — 24j. Hessen-Nassauer 
20j. Schleswiger 
Mecklenburger (Rekruten) 
18— 23j. Ostfriesen 
Schweizer (?) 
Pariser 

30— 50j. Belgier 
20j. Italiener il ) überhaupt 

(Extreme : Venetien 165, Sardinien 158,5) 
18j. Nordamerikaner 162,6 
25j. „ 171,4 

Japaner 158 — 159 



170 

170,5 

181,6 

162,2 

168,47 

169,2 

168 

169,25 

167,8 

166,5 

168,6 

162 



Höfler i) 
Daffner ») 
0. Amm on 3 ) 

n 

F. W. Beneke *) 

Meisner 5 ) 

derselbe 6 ) 

H. Busch-) 

C. E. E. Hoffmann ») 

Tenon 9 ) 

Quetelet 10 ) 



Baxter 12 ) 

n 

Balz 13 ). 



Vergleich zwischen Rekruten und vollkommen Erwachsenen 

in verschiedenen Ländern 



Rekruten 



(H. Bircher) 14 ) 



Männer über 
31 Jahre 
(B. A. Gould) 16 ) 



1. 


Vereinigte Staaten, Indianer 


172,5 




2. 


„ „ Weisse 


171,8 


174,1 


3. 


Norwegen 


171,3 


(173 — 176,07) 
je nach dem Staat 


4. 


Schottland 


170,3 




5. 


Englisches Amerika 


170,2 


171,58 


6. 


Schweden 


169,9 


171,35 


7. 


Irland 


169,5 


170,53 


8. 


Dänemark 


169,3 




9. 


Holland 


169,2 




10. 


Ungarn 


169,1 





1) Der Isarwinkel 1891 p. 152. 

2) (Bayerisches) Ärztliches Intelligenz-Blatt XXVI. Bd. 1879 p. 558. 

3) Beilage z. Allgemeinen Zeitung 1888 (Nr. 27) p. 395. 

4) Virchow's Archiv 85. Bd. 1881 p. 177. 

5) Archiv für Anthropologie XIV. Bd. 1883 p. 240. 

6) ibid. XIX. Bd. 1890 p. 317. 

7) Grösse, Gewicht und Brustumfang von Soldaten 1878. 

8) Lehrbuch der Anatomie I. Bd. 2. Aufl. 1877 p. 49. 

9) Archives d'Hygiene publique X 1833 p. 27. 

10) Anthropom6trie 1870 p. 177. 

11) Atlante statistico del Regno d'Italia. Roma (Ministerio di Agricoltura etc.) 1882. 

12) Statistics, medical and anthropological 1875. 

13) Die körperlichen Eigenschaften der Japaner 1883. 

14) Die Rekrutirung und Ausmusterung der schweizerischen Armee 1885. 

15) Investigations in the military and anthropological statistics of American soldiers 
1869. (76 632 Europäer, 166 848 Amerikaner.) 



Körperlänge 



5 



Rekruten 



Männer über 
31 Jahre 
(H. B i r c h e r) (B. A. G o u 1 d) 



169,1 

169,0 
168,6 



170,16 



169,51 



169,41 



11. England 

12. Deutschland 

13. Russland 

14. Schweiz 

15. Westindien. 

16. Frankreich 

17. Italien 

18. Südamerika 

19. Spanien 

20. Portugal 

Den Ahschluss des Längenwachstums setzt Gouldnach 
Untersuchung an mehr als 1,1 Millionen Individuen 
für Nordamerikaner 
Irländer 



Engländer 

Schotten 

Franzosen 

Skandinavier 

Deutsche 



168,6 
168,4 
168,3 
167,6 
167,3 
166,7 
166,2 



in das 31. — 34. Jahr 



29. 
28. 
27. 
25. 
23. 



Liharzik (Wien) nimmt das 25., Villerme das 23. Jahr an. 



b) 


Weiber 


30 — 50j. Belgierinnen 


158 


Quetelet x ) 


Norddeutsche 


162,6 


Krause 2 ) 




166 


Zeising 2 ) 




166 


Schado w 2 ) 


Pariserinnen 


150,6 


Tenon 1 ) 




156,6 


H o ff mann *) 



> rund 160 



Der weibliche Körper ist 8 — 16 cm kürzer als der männliche. Quetelet rechnet 
16 /ie ^ es letzteren. 



Körperlänge des Neugeborenen 

(cf. pag. 12) 

überhaupt Knaben 
47,1 *Gr. Wagner 3 ) — Königsberg 47,4 

48 Zeising 3 ) 

49 *Schröder 4 ) — Bonn 

49,5 *Brumm ers tädt 6 ) — Rostock 



Mädchen 

46,75 



1) 1. p. 4 cit. 

2) L p. 3 cit 

3) Beobachtungen über Gewicht und Maasse der Neugeborenen. Dissertation 1884. 

4) Lehrbuch der Geburtshilfe 9. Aufl. 1886 p. 60. 

5) Bericht aus der Grossherzogl. Centrai-Hebammen- Anstalt. Rostock 1865 p. 47. 



* 



6 



Anatomischer Teil 



51 
51,2 



t\ n A hart 


Mädchen 


50 


49,4 


50 


49,5 


50,2 


49,4 


50,6 


50 


51,5 


50,5 



überhaupt 

*Quetelet 1 ) — Brüssel 

Russow 2 ) — St. Petersburg 
*Kezmarsky 3 ) — Pest 
*Issmer*) — Dresden 
besser 6 ) — Breslau 
*Hecker 6 ) — München 

Mittel nicht ganz 50 cm. 
Kinder Erstgebärender sind durchschnittlich um 0,43 cm kürzer, 
die Mehrgebärender * (F a s b e n d e r) 7 ). 

Ein Zwilling ist durchschnittlich 47,5 cm lang *(Fesser) 5 ). 

Durchschnittliche Grösse in den einzelnen Lebensjahren 







*Quetelet 8 ) 


Z e i s i n g 


*) Beneke 10 ) 






männlich 


weiblich 




beide Geschlechter 


Neugeborener 


50.0 


49,4 


48,5 


49—52 


I 


Jahr 


69,8 


69,0 


75,7 


68—72 


2 


Jahre 


79.1 


78,1 


86,3 


80—81 


3 


»i 


86,4 


85.4 


95,o 


88—90 


4 


>, 


92,7 


9i>5 


102,5 


96 


5 


>) 


98.7 


97,4 


108,4 




6 


») 


104,6 


103,1 


115,0 


103 — 105 


7 


>» 


110,4 


108,7 


121,4 


112 


8 


»i 


116,2 


114,2 


125,4 


Kotelmann 11 ) 
männlich 


9 


»i 


121,8 


119,6 


126,0 


9 — IO. J. 128,58 


10 


»i 


127,3 


124,9 


130,5 


130,75 


1 1 


?■ 


132,5 


130,1 


132,3 












136,0 


I35,o6 


12 


>» 


137,5 


135, 2 


139,91 


13 


>» 


142,3 


140,0 


143-7 








146,9 






H3,09 


H 


» 


144,6 


148,6 










148,8 




148,88 


15 


»» 


I5I.3 


i54,o 












161,5 


154,19 


16 


>» 


155-4 


152,1 


16. — 17. J. 161,65 



als 



1) 1. p. 4 cit. 

2) Jahrbuch f. Kinderheilkunde und physische Erziehung N. F. XVI 1881 p. 86. 

3) Mittheil. a. d. geburtsh.-gynäkol. Klinik in Budapest üb. d. Jahre 1874 — 82. 1884. 

4) Archiv für Gynäcologie Bd. XXX 1887 p. 277. 

5) Gewichts- u. Längenverhältnisse der menschl. Früchte. Dissert. 1873. p. 10, 11, 15. 

6) Monatsschrift f. Geburtskunde und Frauenkrankheiten 27. Bd. 1866 p. 286. 

7) Zeitschrift f. Geburtshülfe und Gynäkologie III. Bd. 1878 p. 278. 

8) 1. p. 4 cit. Diese Tabelle weicht von denjenigen etwas ab, die Quetelet 
sonst mitteilt; s. „sur l'homme et le developpement des ses facultas 1836. Tome II 
pag. 49 ff., übersetzt von V. A. Riecke: über den Menschen und die Entwicklung seiner 
Fähigkeiten. 1838 p. 363—366. 

9) Anmerkung 3 auf S. 3. 

10) Die anatomischen Grundlagen der Constitutionsanomalieen des Menschen 1878 p. 272. 
— Es ist jeweils der Schluss des Jahres gemeint. 

11) Zeitschrift des königl. preuss. statist. Bureaus 1877. Messungen an Hamburger 
Gymnasiasten. 



Körperlänge 



7 



17 


Jahre 


18 


i> 


19 


»» 


20 


,» 


25 


i» 


30 


»i 


40 


>» 


50 


>> 


60 


»» 


70 


i> 


80 


11 


90 





Quetelet 
männlich weiblich 



Z e i s i n g 



159.4 
163,0 

165,5 
167,0 
168,2 
168,6 
168,6 
168,6 
167,6 
166,0 
163,6 
l6l,0 

Vom 50. — 90. Lebensjahre 
(s. o.) ca. 7 cm betragen 



154,6 164,0 

156.3 167,2 
157,0 169,0 

157.4 I7if5 
157,8 21 Jahre 173,1 

158,0 

158,0 

158,0 

157,1 
155,6 
153,4 
I5 1 , 0 

nimmt die Körpergrösse ab, die Verminderung kann 



Durchschnittliehe Grösse (cm) der Kinder 

von (5) 6 bis 15 (20) Jahren. 



männlich 


weiblich 








CO 








CO 






O 


— N 
DI 


a 
a 


5 « 

— t SJ 


,d 

O 


CM ' 


a 
a 

öS 


■* 0 

U co 
CO N 


Alter 


TS 


M 


eS 

a 


CO -kJ 
CO .r* 
• 7—* r— « 


T3 


>> 

co 


a 


— • -*-* 

CO 

CO — 1 




Ei 
•0 


< 


CO 
• l-< 

t- 




Ei 
O 


M 


CO 

u 


— Ä 




CO 




&3 




CO 




w 


5-6 


105,6 


(HO) 




108,6 


104,9 








6-7 


III,I 
116,2 


116 




110,1 


(113) 




107,9 


7-8 


121 




112,6 


115,6 


116 




112,0 


8-9 


121,3 


126 


120,1 


117,6 


120,9 


123 


118,8 


116,7 


9 — 10 


126,2 


131 


122,4 


122,1 


125,4 


127 


123,0 


121,5 


10— 11 


131,3 


133 


126,3 


126,7 


130,4 


132 


129,5 


126,1 


11 — 12 


135,4 


136 


129,9 


130,6 


135,7 


137 


131,0 


131,0 


12—13 


140,0 


I40 


134,4 


135,5 


I4!,9 


143 


135,5 


135,5 


13— H 


145,3 


144 


137,7 


140,1 


H7,7 


148 


139,9 


141,6 


14-15 


152,1 


I49 


141,2 


144,1 


152,3 


153 


143,5 


H5,5 


15 — 16 


158,2 


156 






155,2 


157 






16—17 


165,1 


162 






156,4 


159 






17—18 


168,0 


167 






157,2 


160 






18—19 


169,3 


170 






157,3 


160 






19—20 




171 








162 






20 




172 








160 







In 6 Jahren (7. — 13.) Gesamtwachstum überhaupt 28,3, in 1 Jahr 4,7 (Lands- 
berger) 5 ). In der Hauptschulzeit ist das Wachstum der Mädchen um ca. 1 / 2 cm pro 
Jahr stärker, als das der Knaben. 



1) The growth of children 1877. idem (supplementary investigation) 1879. 13 691 
Knaben, 10 904 Mädchen in Boston (Amerika). — Kleider nicht abgerechnet (s. p. 13). 

2) Redogörelse för den hygieniska undersökningen 1885 (Text) p. 528. 14 817 Knaben, 
3209 Mädchen (Schweden). In deutscher Bearbeitung von Burgerstein: Schulhygieni- 
sche Untersuchungen 1889. Ferner: Verhandlungen des X. internationalen Medicinischen 
Congresses. Berlin 1890 Bd. I 1891 p. 111 u. 113. 

3) Archiv für soziale Gesetzgebung und Statistik I. Bd. 1888 p. 98, auch separat: 
Untersuchungen über die körperliche Entwicklung der Fabrikarbeiter in Centralrussland. 

4) Zeitschrift des Königl. Sächsischen Statistischen Bureaus. 34. Jahrg. 1890 p. 28. 
10 343 Knaben, 10 830 Mädchen des Schulinspectionsbezirk Freiberg. 

5) Biologisches Centralblatt VII. Bd. 1887 p. 288 u. 313. — Posener Schulkinder. 



8 



Anatomischer Teil 



Tagesschwankung der Körpergrösse, bedingt bei aufrechter Haltung durch 
Druck auf die Zwischenwirbelscheiben und Knorpelüberzüge der Gelenke, Zunahme der 
Krümmung der Wirbelsäule, Abflachung des Fussgewölbes , tieferes Eintreiben der Gelenk- 
kopfe in die Hüftpfanne; die Abnahme beträgt im allgemeinen 1 cm (Frölich) 1 ) kann 
aber bis 4 (Busch) selbst 5 (Merkel) gehen. Für 13 — 16j. Knaben ca! 1 cm 
(M a 1 1 1 n g - H a n s e n) z ). 

Längenwachstum in den ersten Monaten 

Kinder des Oldenburg'schen Kinderhospitals in St. Petersburg 
(Russow) 3 ) 

15 Tage 1 Monat 2 Monate 3 4 5 6 7 8 9 101112 
cm 5° 54 58 60 62 64 65 66 67,5 68 69 70,5 72,0 

Nach d'Espine und Picot 4 ) beträgt die Zunahme bei 49,6 cm 
Länge der Knaben und 48,3 cm Länge der Mädchen 
im 1. Monat 4 cm 
» 2. „ 3 „ 

„3. „ 2 „ , in den folgenden je 1,0—1,5, im 1. Jahr 19,8, im 
2. 9,0, im 3. 7,3, im 4. und 5. je 6,4, in den zehn folgenden Jahren je 
6,0 cm. 

Dimensionen des erwachsenen Körpers 6 ) 

Bei 130 Männern und 120 Weibern fand Hoff mann 6 ) im Mittel 
für das 22. — 80. Lebensjahr: 





Männer 


Weiber 


0/o (Topinard) 7 ) 


Kör per länge (s. 0.) 


167,8 


156,5 




100 


Stammlänge 


98,5 


93,7 




52,5 


(Scheitel bis Damm) 








Ko p f höhe 


18,5 


17,4 




13,3 


(Unterkieferwiukel z. Scheitel) 










Halslänge 


24,6 


23,4 




4,2 


(Hinterkopf bis Dornfortsatz des 


O 




7. Halswirbels) 






© < 




Rumpfläng e 


61,6 


58,2 




35,0 


(vom 7. Halswirbel bis zum Damm) 








Beinlänge 8 ) 


103,0 


98,4 




47,5 


(Hüftkamm bis Fusssohle) 










Armlänge 8 ) 


74,2 


69,2 




45,0 



(Schulterwölbung bis zur Spitze 



des Mittelfingers) 



1) 1. p. 3. c. p. 139. Selbstbeobachtung. Alter 45 Jahre. 

2) Perioden im Gewicht der Kinder und in der Sonnenwärme 1886 p. 60. Der 
bleibende Höhenzuwachs ist dabei nicht mitgerechnet. 

3) 1. p. 6 c. 

4) Grundriss der Kinderkrankheiten, deutsch von Ehrenhaus 1878. 

5) Ausführliche Angaben in grosser Zahl s. bei E. H a r 1 e s s , Lehrbuch der plasti- 
schen Anatomie, 2. Aufl.. herausgegeben von R. Hartmann 1876, p. 440 ff. 

6) 1. p. 4 c. 48 und 49. 

7) Revue d'anthropologie Ser. III, Tome IV, 1889 p. 392. „Canon" der Proportionen 
des erwachsenen männlichen Europäers. 

8) Weiteres s. u. Die Beinlänge variiert bei verschiedenen Nationen um 5,6 , die 
Armlänge um 5,7. 



Dimensionen des Körpers 



9 



Schulterbreite 1 ) 

(zwischen den Wölbungen der 
Schultern) 

Hüftbreite 

(zwischen den äusseren Abteilungen 
der Dariribeinkämme) 



Männer 

39,1 



30,5 



Weiber 0/ 0 (To p i n a r d) 2 ) 
23,0 



35,2 



31,4 



18,8 



Die Extremitäten ergeben in ihren einz einen Abschnitten: 



Oberarm 

Vorderarm 

Hand 4 ) 

Bein bis zum Trochanter 
Oberschenkel 



% 

31,2 (32) 3) 29,0 (30) 3 ) 19,5 
24,6 (27) 22,8 (24) 14,0 
18,4 (20) 17,4 (18) 

89.8 84,8 

41.9 (43) 39,8 (37) 



vom Trochanter 
bis zum Knie 



11,5 



20,0 



Unterschenkel 


39,6 (43) 
bis zum 
gelenk 


37,8 (36) 

Fuss- 


23,0 


Eusshöhe 


7,8 


7,8 


4,5 


(unterhalb des äusseren Knöchels) 








Einige andere Dimensionen nach K 


r aus e 5 ) 




[Gesamthöhe 173,4 


JlO/,dj 


1 A A O/n 


Vom Scheitel bis zum Nabel 


69 


65 


40 2 ) 


Höhe des Kopfes vorn 


22 


20 




„ „ „ hinten 


14 


13 




Höhe des Halses (vorn) 


11 


10 




Breite „ „ 


11 


10 




Dicke „ „ 


11 


10 




Umfang „ 


34 


32 




Brustmaasse s. u. 








Höhe der Regio sternalis 


19 


18 




Höhe von der Herzgrube bis 








zum Nabel 


18 


18 




Höhe vom Nabel zum Schamberg 14 


16 




Höhe des Nabels über dem Boden 






60 


Umfang des Bauchs um die re- 








giones iliacae 


70 


73 




Umfang des Bauchs um die Hüft- 








beinkämme 


81 


84 





1) Weiteres s. u. Die Schulterbreite variiert bei verschiedenen Nationen um 6,3 0/ 0 . 

2) Anmerkung 7 auf p. 8. 

3) Die eingeklammerten Zahlen nach Krause. 

4) Die Spitze des Mittelfingers bleibt hei herabhängendem Arm von der Kniescheibe 
14 cm entfernt (b. Neger nur 5— 8) — Krause, Anatomie III p. 16, 9 0/ 0 (Topinard). 

5) Anatomie II p. 9. 



10 



Anatomischer Teil 



Männer Weiber 0/ 0 



Umfang des Oberarms 28 26 

» Vorderarms am oberen Ende 27 24 

» » » „ unteren „ 19 18 

Breite des Handgelenks 6 5 

Umfang „ 18 16 

Breite zwischen den Trochanteren 34 35 

Umfang des Oberschenkels 

an seinem oberen Ende 51 49 

in der Mitte 47 41 

an seinem unteren Ende 35 32 

Umfang des Knies 34 32 

„ „ Unterschenkels unter dem Knie 31 28 

„ der Wade 37 34 

Länge des Eusses 26 23 15 
(von der Ferse bis zu den Zehen) 



Proportionen eines mittelgrossen Mannes (Schadow) 1 ). 

(Jede Kopflänge = 8" = 21 cm rund.) 



cm 



1) Die ganze Länge eines Mannes \ 8 K fl" 166 5 

„ Länge der ausgebreiteten Arme 2 ) | 1 

2) Einschluss der Face ) <1( _ _ 

. des Profils \- llt > K <Ä» « 

3) Brustwarzenbreite 1 
Schlüsselbeine 

beide Kniee dicht aneinander j = 1 Kopflänge 21 
halbe Schulterbreite 

4) Hals en face 

Deltoides^n \ = ^ Theile der Kopflänge 10,5 

» Profil j 
5; Länge des Halses 

„ „ Schamteils 
Höhe des Fusses f = ^ Ko P fläll g e 8 

Vom äussern bis zum innern Knöchel face J 

6) Länge des Oberarms face ) • 

. , . pro« } = 1 5 /s K °P fl -« e 34 

7) Länge des Ellbogens 
Breite unter den Rippen en face \ = l 1 /* Kopflänge 
Länge des Fusses profil 



1) l. p. 3 c. p. 57. 

2) b. Topinard 104,4 0/ 0 der Körperlänge. 



Körpergewicht 



11 



cm 



länge 



8) Breite beider Waden en face 

des Schulterblatts bis zur Brust profil \ ~ JjLT * 24 
„ vom Glutaeus bis auf die Schani profil 

9) Länge der Hand 
Vom Lendenwirbel bis zum Nabel profil \ = 7 / 8 Kopflänge 18,5 
Lenden oben profil 

10) Länge vom Handgelenk bis zum Ansatz 

der Finger 3 x / 2 
Breite oberhalb des Ellbogengelenks f ~8~ Kopflängen 9,2 
„ unterhalb „ „ 

11) Tussbreite = V 2 Kopflänge 10,5 



Körpergewicht des Erwachsenen 

a) Männer 

64 k Krause 1 ) Schwankungen von 42 
— 84 (nach Knochen- und Muskelbau, 
Magerkeit oder Fettleibigkeit) 





61,35 


» 


Hoffmann 2 ) 


Belgier 


60—70 


n 


Quetelet 3 ) 


Sachsen (Rekruten) 


58,5 


n 


Frölich*) 


„ (Freiwillige) 


62 


» 




21 j. Bayern (Mittelfranken) 


58,7 




J. C. Major 4 ) 


21j. „ (Oberbayern) 


63,25 


n 


Daffner 4 ) 


18 — 24j. Hessen-Nassauer 


63,074 


» 


Beneke 4 ) 


20— 23j. Ostfriesen 


65,1 


n 


Busch 4 ) 


20 — 21j. Württemberger 








(Füsiliere) 


64,97 


j) 


F etzer 4 ) 


belgische Rekruten 


57 


n 


Jansen 5 ) 


englische Rekruten 


58 


>? 


Aitken 6 ) 


Japaner ca. 


55 


)) 


Bälz 4 ) 



(rundes) Mittel für den Erwachsenen: 65 k 



„ „ „ deutschen Rekruten 62 k (Frölich), 
b) Weiber 

52 k Krause 1 ) Schwankungen von 38 — 76 (s. o.) 
52,7 „ Hoffmann 2 ) 
52—56,, Quetelet 3 ) 



1) 1. p. 3 cit. p. 11. 2) 1. p. 4 cit. p. 53. 3) 1. p. 4 cit. p. 357. 

4) l. p. 3 und 4 cit. 

5) Etüde sur la taille, le perimetre de la poitrine et le poids des recrues 1877. 

6) On the growth of the recruit and young soldier 1862. 



12 



Anatomischer Teil 



Körpergewicht des Neugeborenen 

(cf. p. 5) 



überhaupt 


*Quetelet 1 ) — Brüssel 


tun 1 1 n I i /* l» 


weiblich 


— 


g 


3100 


3000 


3128 


» 


Spiegelberg ' ■) — Breslau 


3201 


3056 


3172 




Witzinger 8 ) — Bern 


3228 


3108 


3179 


» 


*Schröder 1 ) — Bonn 






3188 


)> 


Fei. W ol ff 3) _ Basel 






3214 


n 


Altherr 4 ) — Basel 






3250 


» 


C. Martin 5 ) — Berlin 






3275 




*Hecker 1 ) — München 






— 


n 


*Issmer 1 ) — Dresden 


3320 


3214 


— 


n 


Ed. v. Siebold 6 ) — Göttingen 




3250 


3306 


n 


Schütz 7 ) — Leipzig 


3399 


3236 


3333 


?> 


Ingerslev 8 ) — Kopenhagen 


3381 


3280 




n 


*Kezmarsky 1 ) — Pest 


3383 


3284 


3355 


r> 


Gregory 9 ) — München 


3386 


3331 


3415 


n 


*G. Wagner 1 ) — Königsberg 


3479 


3339 


3465 


n 


*Brummerstädt 1 ) — Rostock 








n 


Scanzoni 10 ) — Würzburg 


3530 


3430 




n 


G. Veit 11 ) — Rostock 


3545 


3440 


3527 


» 


Peterson 12 ) — Upsala 


3595 


3455 



Kinder Erstgebärender sind durchschnittlich leichter, als die Mehrgebärender; nach 
*Fasbender um 189 g, C. Martin und d'Outrepont je 144, Heck er 140, 
Spiegelberg 120, Veit 109. Das Mittel aus diesen Angaben ist 141 g. 

Als runde Ziffer könnte in Mitteleuropa angenommen werden : 
für Neugeborene überhaupt 3250 g 
„ Knaben 3333 „ [als Merkzahl] 

„ Mädchen 3200 „ 

Ein Zwilling ist 2501 g schwer *(Fesser) 1 ). 

Durchschnittsgewicht eines männlichen Zwillings 2554 g 
„ „ weiblichen „ 2425 „ 



1) 1. p. 5 und 6 cit. 

1 a) Lehrbuch der Geburtshilfe, herausgegeben von W i e n e r , 2. Aufl. 1882 p. 84. 

2) Uber die Stirnfontanelle und den horizontalen Umfang des Kopfes beim Neuge- 
borenen. Berner Dissertation 1876. 

3) Uber die Gewichtsverhältnisse Neugeborener. Münchener Dissertation 1883. Fälle 
vom Jahr 1873—82. 

4) Über regelmässige Wägung der Neugeborenen 1874. — Fälle vom Jahr 1868 — 73. 

5) Monatsschrift für Geburtskunde und Frauenkrankheiten 30. Bd. 1867 p. 428. 

6) Monatsschrift für Geburtskunde und Frauenkrankheiten 15. Bd. 1860 p. 337. 

7) Beiträge zur Geburtshülle, Gynäkologie und Paediatrik. Festgabe für Cred6's 
Jubiläum 1881. 

8) The obstetrical Journal of Great Britain and Ireland III 1876 p. 705. 

9) Archiv für Gynaekologie II 1871 p. 48, auch [Münchener] Dissertation s. a. : über 
die Gewichtsverhältnisse der Neugeborenen. 

10) Lehrbuch der Geburtshilfe I. Bd. 1849 p. 95. 

11) Monatsschrift für Geburtskunde und Frauenkrankheiten VI. Bd. 1855 p. 141. 

12) Upsala läkareförenings förhandlingar XVIII 1882. 



Körpergewicht 13 

Körpergewicht (k) in den einzelnen Lebensjahren * (Quetelet) 1 ). 

(Kleider abgerechnet.) 



männlich weiblich 







altere labeile ') 


ältere 


Tabelle 


Neugeborener 


3.1 


3,2 


3 


2,9 


0— I 


9 


94 


8,6 


8,7 


2 


11 




11 


10.7 


3 


12,5 


12.5 


12,4 


11,8 


4 


H 


14,2 


13,9 


13 


5 


159 


158 


15,3 


14.4 


6 


i 7) 8 




16,7 




7 


19,7 


20,5 3 ) 


17,8 


(20.7) b ) 


8 


21,6 


22,8 


19,0 


21,6 


9 


23-5 


26,2 


21,0 


25,0 


IO 


25,2 


24,5 29,3 


23,1 


23.5 269 


Ii 


27 


303 


25,5 


29,4 


12 


29 


32. 2 


29 


31,9 


13 


33-i 


34,5 


32,5 


35,9 


H 


37,i 


376 


36.3 


39,6 


*5 


41,2 


43,6 42,3 


40 


4°, 4 


16 


45-4 


46,8 


43,5 


48,9 


'7 


49,7 


52.3 


46,8 


51,6 


18 


539 


57.6 


49,8 


54,6 


19 


57-6 


61,3 


5 2 ,i 


56,3 


20 


59,5 


60,1 63,3 


53-2 


52,3 54,4 


21 


61,2 


65,2 


54,3 


57,7 


22 


62,9 




54,8 




23 


64,5 




55.2 (0 




2 S 


66,2 


62.9 


54-8 


53,3 


27 


65,9 




55,1 




3^ 


66,1 


63,6 


55,3 


54,3 


40 




63,67 




55,2 


50 




63,5 




56,16 


6o 




61,9 




54-3 


70 




59 5 




5L5 


80 




57-8 




49,4 


90 




57,8 




49-3 



Für 9— 15jährige Knaben findet Maliin g-Hansen 4 ) (Kopenhagen) im Jahrescyklus 
3 Perioden des Körpergewichts, eine 4 1 / 2 monatl. Maximalperiode von August bis Mitte 
Dezember, eine ebenso lange Mittelperiode bis Ende April, eine 3monatliche Minimal- 
periode bis Ende Juli. Die tägliche Gewichtsentwicklung ist in der Maximalperiode 4mal 
so gross, wie in der Mittelperiode, und beträgt pro Kopf fast 20 1 / 2 g. 

Die Kleider berechnet Quetelet 5 ) beim männlichen Geschlecht 
auf Vis» beim weiblichen auf 1 / >4 des Gesamtgewichts. Roberts 6 ) 
nimmt für Erwachsene rund 9 Pfd. = 4083 g an. Kotelmann 7 ) 
rechnet (bei Gymnasiasten) V 20 de s Körpergewichts. 

Bowditch 8 ) rechnet für 5—8 Jahre 6,5—7,2% des Körperge- 
wichts bei Knaben (6,5—7,5 bei Mädchen), für 9—12 Jahre 7,9—9,9 
(6,8—6,9), für 13—15 Jahre 7,8—8,4 (5,8—7,3)%. 

Nach Bowditch 8 ) ist das Gewicht der Knaben grösser bis 



1) Anthropometrie p. 346. — Die Tabelle aus der älteren von 1835 und einer zweiten 
von 1840 kombiniert. 

2) 1. p. 6 cit [Ri eck e] p. 366. 

3) A. Key 1. p. 7 c. — Verhandlungen etc. p. 112 u 114 

4) 1. p. 8 cit. p. 29 5) 1. p. 6 c. [Riecke] p. 365. 

6) A manual of anthropometry 1878. 

7) 1. p. 6 c. 

8) 1. p. 7 c. 



14 



Anatomischer Teil 



zum 12. Jahr, dann überwiegt vom 13. 
Gewicht der Mädchen um 1,7 k. 



15. das durchschnittliche 



Verhältnis des Körpergewichts zur Körperlänge (Quetelet) J ). 

Männer 



Körperlänge 


Gewicht 


1 wi e* Y\ t 

VI C W IL II l 


(m) 


V ' 


• u a 11 g 6 


°>5 


3.2 


6. 19 


0,6 


6.2 


10.33 


o,7 


93 


1327 


o,8 


n,36 


14.2 


o,9 


13,5 


15 


1,0 


15,9 


15,9 


1,1 


18,5 


16,82 


1.2 


21,72 


18,10 




26,63 


20,04 


i,4 


34,48 


24.63 


i.S 


46,29 


30,86 


i,6 


57-15 


3572 


i,7 


63.28 


37,22 



Weiber 




Gewicht 


Gewicht 


00 


: Länge 


2,91 


6.03 


9.06 


12.94 


11,21 


14 01 


J 342 


I4,9i 


15,82 


1582 


18,30 


16.64 


21,51 


17,82 


26.83 


20.64 


37,18 


26.63 


48 


32 


56,73 


3545 


65.2 


38 35 



^raube ; recnnet bei wohiproporüonierten Körpern für 1 k Gewichtszunahme etwa 
ö cm Hohenzunahme (genauer 2,9139). 

Verhältnis von Gewicht, Körperlänge und Brustumfang 

(Bornhardt) 3 ). 
Bezeichnet H die Körpergrösse, C den mittleren, üher die Papillen 
gemessenen, Brustumfang (cm), P das Körpergewicht in k, so ist das zu 
erwartende Gewicht des Erwachsenen (welches bei kräftiger Konstitution 
überschritten wird) 

HC 



für mittlere Konstitution P = 



240' 



Körpergewicht in den 12 ersten Lebensmonaten 





a) Bouchaud 4 ) 


b) nach 


Fleischmann 6 ) 




Ge- 


täg- 
liche 


Ge- 


täg- 
liche 


Mittel der 
täglichen 




wicht 


Zu- 


wicht 


Zu- 


Zunahme 






nahme 




nahme 


(ab- 










gerundet) 


Neugeborener 


g 


g 


g 


g 


g 


3250 




3500 






I. Monat 


4000 


25 


4550 


35 


30 


2. 


4700 


23 


55oo 


32 


27 


3- - 


5350 


22 


6350 


28 


25 


4 - 


5950 


20 


7000 


22 


21 


5- - 


6500 


18 


7550 


18 


18 


6. - 


7000 


17 


7970 


14 


15 


7- - 


7450 


15 


8330 


12 


13 


8. - 


7850 


13 


8630 


10 


II 


9 - 


8200 


12 


8930 


10 


II 


10. 


8500 


10 


9200 


9 


9 


ii. 


8750 


8 


9450 


8 


8 


12. 


9000 


8 


9600 


6 


7 





c) Peterson 6 ) 




täg- 
liche 


mittlere 


Ge- 


tägliche 


Zunahme 


wicht 


Zu- 


in den 4 




nahme 


Quartalen 


g 


g 


g 


3558 






4611 


35 


I 


5479 


29 


29 


6181 


25 




6664 


16 


II 


7123 


15 


14 


7459 


II 




7757 


10 


m 


81 15 


12 


11 


8469 


12 




8896 


14 


IV 


9141 


8 


10 


9413 


9 





1) Pbysique sociale II 1869 p. 94. 2) Anatomie II p. 11. 

3) St. Petersburger medicinische Wochenschrift 1886 p. 108 u. 196 u. 1888 p. 416. 
Die, an Rekruten gewonnenen, Werte sind für metrisches Mass umgerechnet. 

4) De la mort par inanition et etudes experimentales sur la nutrition chez le nouveau- 
ne. 1864. 

5) Uber Ernährung und Körperwägungen der Neugeborenen und Säuglinge. 1877. 

6) 1. p. 12 cit. — 7 Fälle (2 Knaben, 5 Mädchen). 



Körpergewicht 



15 



Körpergewicht in den 52 ersten Lebenswochen 1 ). 





Durch- 


Rektificierte 




Durch- 


Kektiüciert 


Woche 


schnitts- 


Vergleichs- 


Wocne 


schnitts- 


Vergleichs 




werte 


werte 




werte 


werte 


I 


3228 


1000 


21 


6390 


(1904) 


2 


3367 


1035 


22 


6497 


1937 


3 


3412 


1096 


23 


675 1 


1964 


4 


3532 


1135 


24 


6785 


1996 


5 


3802 


"99 


25 


6925 


2037 


6 


3931 


1250 


26 


7026 


2067 


7 


4103 


1301 


28 


7187 


2125 


8 


4259 


1363 


30 


7446 


2192 


9 


4440 


1421 


32 


7622 


2262 


10 


4600 


1472 


34 


7842 


2328 


ii 


4755 


1521 


36 


8042 


2376 


12 


4874 


1565 


38 


8232 


2426 


13 


5022 


1613 


40 


8344 


2508 


14 


5i5i 


1659 


42 


8480 


2549 


15 


5315 


1700 


44 


8615 


2590 


16 


5529 


1768 


46 


8760 


2633 


17 


5659 


1808 


48 


8846 


2669 


18 


5748 


1844 


50 


9102 


2709 


19 


5864 


1881 


52 


(10172) 


(2748) 


20 


6072 


1928 









Weitere An 
„Stoffwechsel des 



gaben über das 
Kindes". 



Körpergewicht des 



= 2 3 / 4 im Vergleich 
zum Anfangsgewicht. 

wachsenden Kindes s. unten heim 



Körpergewichtsveränderungen in den ersten Lebenstagen 

a) nach Gregory 2 ). 

Abnahme Zunahme 
Stunden g Stunden g 

$-'39 £3}3.T, 4} 33 

251 

20\ 

16] 





Stunden 




48 

60 


-60 1 
-72 / 


3- 


Tag 


72- 

84- 


-84 \ 
-96 / 


4- 


Tag 


96- 

108- 


-108} 
— 120/ 


5 


Tag 


120 

132- 


-I32\ 
-144/ 


6 


Tag 



50 

36 



b) Nach Schütz 2 ) verliert der 3306 g schwere Neugeborene in den ersten Lebens- 
tagen 178,1 g = 5,39 0/ 0 des Anfangsgewichts und erreicht dasselbe wieder am 10. Tage, 
indem er vom 3. — 9. Tage um 160,7 g zunimmt. 

c) Gewichtsverlust (g) bei 

früher Abnabelung später Abnabelung 

Zahl Zahl 

der Fälle der Fälle 
Zweifel 8 ) 25 211 (65—335) " 156,7 (70—265) 

Hofmeier 4 ) c. 1 0/ 0 weniger als bei 

früher Abnabelung 
May ring 6 ) x 8 0 



1) Tabelle teilweise nach K. Vierordt, Physiologie des Kindesalters (Gerhardt's 

Handbuch der Kinderkrankheiten 1 Bd. 1. Abtheilung 2. Aufl. 1881) p. 241. Es ist 

das Ende der Woche gemeint. Geschlecht, Konstitution, Ernährungsweise ist im einzelnen 
Fall nicht berücksichtigt. 

2) 1. p. 12 c. 3) Centraiblatt für Gynaekologie II 1878, p. 1. 4) ibid. p. 409 
5) Ueber den Einfluss der Zeit des Abnabeins der Neugeborenen auf den Blutgehalt 

der Placenten. Erlanger Dissertation 1879. 



16 



Anatomischer Teil 



V i o 1 e t x ) (in 11 Tagen) 

. , o | pro 1 Kilo 

AndrejewM I T i 

Q . . J a > \ Imtial- 

bteinmann") t , , x 

' J gewii'ht 



frühe Abnabelung 

Zahl 
der Fälle 

68 33 

4° 57.46 
35 57.4 



späte Abnabelung 

Zahl 
der Fälle 

53 36 

62,56 
44 68,5 



Gewicht, Länge und Brustumfang 

von Kindern im Alter von 1 — 30 Monat (Schmid-Monnard) 4 ). 



Knaben 


Mädchen 


Alter 


Gewicht 


Grösse 


Brust- 
umfang 


Gewicht 


Grösse 


Brust- 
umfang 


Monat 


& 


cm 


cm 




cm 


cm 



I 

2 

3 
4 

5 

6 

7 
8 

9 
10 
11 
12 
13 
14 
15 
16 

17 
18 

19 
20 
21 

22 

23 
24 

2 5 
26 

27 
28 

29 
30 



3 45i 

4 108 

4 840 
5670 

5 868 
6802 
7017 
7 152 

7 579 

8 312 
8 412 
8 588 

8 479 
8897 

8 825 

9 4H 
9810 
9650 
9818 

9 973 
9911 

10 344 
10 299 

io547 

10 542 

11 133 
1 1 100 
1 1 000 

11 150 
11 407 



50,6 (52,5) 4 ) 

54.i (55.8) 

55. 6 (58,3) 
59,9 (60,8 ; 

60.5 (62,2) 

63.0 (63) 
64,4 (66,7) 

66.1 (66,3) 
67,4 (69,3) 

65,9 (674) 

69.6 (69,4) 

71,0 (70,2) 
70.7 
72,2 
73 

74- i 
76 

74, 6 
76,1 

77,5 

75- 7 
78.2 

78,1 

78,8 

80 

81.6 

80 

82 

82,5 

837 



31.8 

35 
36,6 

39 
37.7 

40,3 
40.2 

42,3 

4i,5 
42,2 

42,6 

43,2 

43 

43- 7 
43.7 
44 
45 
45 
45-2 
46,1 

44- 9 

45- 4 
45 
45.5 
46.9 

47.1 
47.2 

46 

46,3 

47.1 



(34.9) 4 ) 
(36,7^ 
(39,3) 
(4L2) 

(41,2) 
(41,5) 
(42,7) 
143-0) 
(44-2) 
(437) 
(46,o) 

1457) 



3 2i9 

4 002 

4 792 

5 409 

5 866 

6 426 

6855 
6936 

7 396 
7 527 
7 588 

7 756 

8 277 
8 350 
8 200 

8 807 

9 164 
9219 
9247 
9087 
9 261 
9887 
9 700 

10 106 
10058 
10336 
io 508 

10 150 

11 100 

10 829 



50,1 
53,8 
57-5 
59,3 
61,0 
62,2 
64.0 

64.9 
66,9 
67,0 
67,0 
68,1 



(5o,5) 4 ) 

(52.8) 

(55-6) 

(58.o) 

(60,2) 

(61,8) 

164-2) 

[7i] 
(67,2) 

(69,5) 
(7o,7) 
(70,5) 



71,8 
70.9 

70-5 
72.5 
738 
74.1 

73-8 
74.6 

75-2 
77-7 
77.0 

79-5 
79 2 
804 
800 
80.0 
83.5 
83-4 



31.4 (33.0) *) 

34.5 (35.6) 
36,2 (37,6) 

37-5 (39,2) 

38.8 (40,6) 

38.9 (4i,8) 
39.8 (43,4) 
39,8 (44,0) 

40.4 (43.0 
41.0 (44.6) 

41.0 (44.5) 

41. 1 (43,7) 

42- 3 
42.3 
42.3 

43- 3 
43-6 
44.2 
44.1 

43.5 
43,3 
45-2 
45- r 
45-5 
45 o 
45-9 
457 
44.8 
46,1 
47 1 



1) Virchows Archiv 80. Bd. 1880 p. 361, auch Berliner Dissertation 1879: über 
die Gelbsucht der Neugeborenen und die Zeit der Abnabelung. 15 weitere Falle mit 
Gewichtsverlusten von 365—1090 g sind ausser Rechnung geblieben. VatarAnrm >r 

2) Zur Lehre von der Unterbindung der Nabelschnur bei Neugeborenen. St. Petersburger 

Dissertation 1880 (russisch). iaai 

3) Über den Zeitpunkt der Abnabelung Neugeborener. Dorpater Dissertation 1881. 

P ' 5 % Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung. N F. 33. Bd. 1892 
p. 346-48. 823 Knaben, 736 Mädchen (Frankfurt a. M.). Erweiterung einer alteren 
Tabelle Lorev's, ibid. 27. Bd. 1888 Tafel II (und pag 339). - Die ( Zahle 
treffen Kinder in Halle a. S., 67-72 Knaben , 58 Mädchen. - Sämmtl.che 
wurden gestillt. 



Kinder 



Wachstumsnormen 



17 



Wachstumsnormen bis zum 25. Jahr (Liharzik) 1 ) 



„Zeit- 
perioden" 



Neugeborener 



I 



u 
o 
Qu 



o 
K 



I 



— 

o 
a. 



3 
4 
5 
6 

7 
8 

9 

10 

ii 

12 

13 

14 

IS 
16 

17 
18 

19 

20 
21 
22 
23 

24 



(männliches Geschlecht) 



Ende 
der Zeitperioden 
in Monaten 



3 
6 
io 

15 
21 

28 

36 
45 
55 
66 

7« 

91 

i°5 
120 

136 
153 
171 
190 
210 
231 

253 
276 

300 



Länge 
des ganzen 
Körpers 
cm 

50 2 ) 
7o7 12 

n% 

ff*- 

97 
103 
109 

115 
121 

127 

133 

139 

145 

151 

157 

163 

165 
167 
169 
171 
173 
175 2 ) 



Länge des 
Ober- und 
Unterschenkels 
cm 

18 
21 

24 
27 
30 

33 
36 

39> 

43/ / 1J 
477i2 

51% 

55 2 / 12 

29 

66% 



7 ° 6 ß 
74*/i2 

787« 
82 

8» 6 /u 
83 

83 6 / 12 
84 

847 12 
85 



Umfang 

der 
Brust 
cm 

36 
39 
42 

45 
48 
5i 
54 
56 
58 
60 
62 
64 
66 
68 
70 
72 
74 
76 
78 

8i7, 
85 

887» 
92 

99 



LI 



Die Wachstumsnorm für den Kopf s. u. bei „Schädel und Gehirn". 



Wachstum des Ober- und Unterkörpers 

Teilt man den Körper in einen, durch den Hüftbeinkamm getrennten 
Oberkörper und Unterkörper ab und setzt die Gresamthöhe (Scheitel bis Fuss- 
sohle) = 1000 (s. a. p. 8), so ist das relative Verhältnis nach Z e i sin g 3 ) : 

Oberkörper : Unterkörper 



Neugeborener 


500 


500 


I Jahr 


478 


522 


2 ji 


457 


543 


3 ,i 


439 


56i 


5 » 


415 


585 


8 „ 


397 


603 


13 .. 


382 


618 


60 „ 


369 


631 



Liharzik (s. 0.) teilt in Oberlänge (Scheitel bis oberen Rand der 
Schossfuge) und Unterlänge (Schossfuge bis Fusssohle) ab : 



1) Das Gesetz des Wachsthumes und der Bau des Menschen, die Proportionslehre 
aller menschlichen Körpertheile für jedes Alter und für beide Geschlechter. 1862. Bei 
L. sind noch weitere, im ganzen 20, Beobachtungsreihen einzusehen. 

2) Für das weibliche Geschlecht sind für jeden einzelnen Wert dieser Kolumne 
2 cm abzuziehen. 

3) 1. p. 3 cit. 

Vlerordt, Dat. u. Tabell. f. Med. 2. Aufl. 2 



18 



Anatomischer Teil 



männlicher Neugeborener 
Ende der I. Epoche 
Mitte der II. 
Ende der II. 
,. .. HI- 



Alter 



I 8 / 4 Jahr 
77 2 Jahre 

WU >- 
2 5 



Oberlänge 


Unterlänge 


cm 


cm 


3° 


20 


52 


39 


63.5 


63,5 


75 


88 


81 49,5 


7o 94 50,5 % (Topi 



Beim weiblichen Geschlecht ist für die Ober- und Unterlänge je 1 cm abzuziehen. 



Absolutes Längs- und Breitenwachstum nach Zeising 2 ) 
in 3jährigen Perioden (cm) 



Längswachstum 


Neu- 
geborener 


0-3 


3-6 


Jahre 
6-9 


9—12 


12-15 


Gesamt- 
wachstum bis 
z. 15. Jahr 


Weiteres 
Wachstum bis 
z. Stillstand 


v. Scheitel bis z. Orbitalrand 


6 


2,6 


o,9 


0,1 


0 


0 


3,6 i 


0,1 


vom Orbitalrand bis zum 


















Kehlkopf 


6 


4,4 


i,9 


0,2 


1,1 


o,6 


8,2 


1,5 


Kopfpartie (Summe der vor- 














11,8 


1,6 


hergehenden) 


12 


7 


2,8 


0,3 


1.1 


0,6 


Kehlkopf bis Achselhöhle 


3,9 


4,7 


1,4 


0,7 


1 3 


i,4 


9.5 


2,2 




8,3 


6 R 


KU 


0,5 


i-3 


2,1 


12.4 


4-5 


Oberarm 


6,6 


9.3 


3,3 


3.6 


0,6 


3.4 


20.2 


2,2- 


Vorderarm 


7-5 


8,0 


4,4 


4.6 




2,3 






Hand 


6,0 


4.2 


o,7 


2,2 




i.9 






Obere Extremität (Summe 
















6,9 


der 3 vorhergehenden) 


20,1 


21-5 


8,4 


10,4 


(1,3) 


7,6 


; 49,2 


Oberschenkelpartie (v. Hüft- 
















6,1 


beinkamm bis z. Knie) 


i5> 2 


147 


9.3 


7,9 


4,9 


8,1 


44.9 


Unterschenkelpartie (v. Knie 


















bis zur Fusssohle) 


9-i 


13,3 


4,6 


1,6 


2,4 


5.8 


27,7 


3,9 


Pusslänge 


8,1 


5 


3 


i,5 


2.5 


4 


16 


i,9 


Breitenwachstum 

Kopf 

Hals 

Schulter 

Brustkorb in der Höhe der 
Herzgrube 

Hüften in der Höhe der 
Trochanteren 

Gegend der stärksten Waden- 
dicke 

Grösste Fussbreite 


9,7 
6,6 

13,7 

i°,5 

10,5 

3.3 
3-3 


2,7 
0,6 

9.3 
5.5 
8,1 

3,3 
2,7 


1,2 
0,8 

3.8 

2,6 

2.4 

0,6 
1.4 


0,6 
0,8 
5,2 

3.8 

4,0 

0,7 
0,6 


9 — 15 Jahre 

0,8 
0,3 
4 

3,6 
2,8 

1,3 
1 


5.3 

2,5 
22,3 

15,5 
17,3 
5,9 

5,7 


i,4 
2,8 

144 

5,2 
6,2 

3,4 
0,6 



Setzt man die Längsmasse des Neugeborenen = 1, so erhält man für den 
wachsenen 8 ) : 



Gesamthöhe 3,57 

Beinlänge 4,7 Brustkorb 3,2 

Armlänge 3,57 Kopflänge 1,89 



1) 1. p. 8 c. 2) 1. p. 3 c. 

3) Nach Angaben von Seiler, Schadow, Carus, Zeising (s. p. 



Organgewichte 



19 



Gewicht und Länge einzelner Körperteile für einen inuskelkräftigen 

Mann (E. Harles s) 1 ) 



Gewicht 

absolut 



Länge 



einfach 

ge- 
rechnet 



relativ a ) nac h H. 



Ganzer Körper 

Oberrumpf 

Unterrumpf 

Ganzer Rumpf 

Oberschenkel \ 

Unterschenkel 

Fuss J 

Obere Extremitäten $ Neugeborener 

Untere ,, ,, 

Ganze untere Extremität 

Oberarm 1 , , , 
, T , einfach 
Vorderarm > , 

[ gerechnet 



(Hand = 1) 
118,46 
42,7 
12,145 
54.845 
13.25 
5,2 

2,17 



Hand 

Ganze obere Extremität 
Kopf 



20,62 

3,833 
2,15 
I 

6,983 
8,44 



PO 
64,0 

23,07 
6,56 

29, 6 3 
7,16 
2,81 

i,I7 
0,188 
0,366 
11,14 
2,07 
1,16 
o,54 
3,77 
4,56 



b) nach Braune 2 ) 
u. Fischer 

■ W 
58,7 



Neugeborener ^(Valentin) 4 ) | Mittel aus 
„ (A r n 0 v 1 j e v i ö) 6 ) J je 2 Fällen 

„ 2 (Valentin) 



25,06 
6,8 

3.09 
1,05 

(Valentin) 3 ) 



10,94 
1,98 

1-34 
0,49 

3,8l 
4,H 
o,750 
0,788 

0,641 



Gesaint- 
körper 

= IOOO 

225,82 

8l,I 
306,9 
259,99 
248,405 

34,74 



570,3 

7 1 1,06 

'73,07 
117,62 

501,75 
122,7 
(mit Hals) 



der Hand 

= 1 

8,50 

i,9 
0,69 

2,59 
2,21 
2,111 
0,29 



4,85 

i,79 

i,47i 
1 

4,261 
1,043 



1) Lehrbuch der plastischen Anatomie 2. Aufl. herausgegeben von Hartmann 1876 
p. 305. — Die absoluten Gewichte berechnet aus den relativen. — Der Kopf macht c. */ 17 
— Rumpf mit Hals 1 / 3 , beide Arme mit den Schultern 1 / 6> beide Beine mit den Hüften 
3 / 7 des Gesamtgewichts aus. — Absolute Längsmasse s. 0. p. 8 — 10. 

2) Abhandlungen der math.-phys. Classe der K. sächs. Gesellschaft der Wissenschaften 
XV. Bd. 1890 p. 569. 

3) Nachträge zur zweiten Auflage vom Lehrbuche der Physiologie des Menschen 1851 
p. 83. 

4) Lehrbuch der Physiologie des Menschen II. Bd. 3. Abtheilung 2. Aufl. 1850 p. 283. 

5) Das Alter, die Grössen und die Gewichtsbestimmungen der Fötalorgane beim mensch- 
lichen Fötus. Münchener Dissertation 1884 p. 57. 



2* 



2Q Anatomischer Teil 

Gewicht einiger Körperorgane im normalen Erwachsenen 



Beobachter 



Ge- 
schlecht 
Alter 



Körper- 
gewicht 

00 



c 
u 

o 



rs: 
Ii 
V 

03 



Lungen 



Leber 



Nieren 



Schwann 1 ) 
Huschke - 

Ginge s ) 
Krause 4 ) 



Dursy 6 ) 
E. Bischoff 7 ) 



Biosfeld 8 ) 

(Kasan) 
36 Männer 
8 Weiber 

Dieberg 9 ) 

(Kasan) 

Birch- 
Hirschfeld 10 

57 Fälle 



42j- d 

erwachsene 
Männer 

29J* d 
33J d 

d 

2 



42j. d 
33J- d 



Thoma 11 
Gocke 12 



f 



s. Tabelle bei 

„Schädel 
und Gehirn' 



Rohes Mittel 



d 

2 



19—60 

(vorher 
gesunde 

Ver- 
unglückte 
und Selbst- 
mörder) 



d 

2 



d 

2 

d 

2 



60 



60 



62,25 
69,6 

(eingerechnet 
3,4 Blut- 
verlust) 

60,7 
52.6 



58 
58,6 



"3 1 



1629 
«355 

H32 
1315 



1321 
1370 



1346 
ii95 



1332 



63-14 



1406 
1270 

i358\ 
1235) 

1374 
1260 





r. 


1. 




r. 1. ] 




290 


1290 


1572 


255 


125 










134 142,6 




275 


279 


245 


1145 
1450 


122 122 
I4O 140 


206 
"5 


292 


682 
541 


6iq 
482 

1 


1871 
(800—2100 
Frerichs) 6 ) 


(1 17 bis 175) 


248 




718 


529 


1981 


I30 137 


I2ö 


332 


247 


228 


1598 

(mit Galle) 


128,2 180,8 


131,3 


346 
310 


578 
600 


545 
465 


1617 
1570 


I50 IÖI 
137 HI 


176 
187 


367 


648 


562 


1692 


IÖI 162 


298 








1624 




154 


340 


572 
360 


478 
326 


1691 
1482 


299) 

1 beide 
273 ( Nieren 
251J 


161 
172 


313 
310 


5*3 
500 


441 
424 


1579 
1526 


277 
264 


H9 
180 



1) Memoires de l'Acaddmie de Bruxelles XVI 1843 p. 52 u. XVII 1844 p. 107. 

2) Sömmerring's Lehre von den Eingeweiden und Sinnesorganen umgearbeitet von H 
(vom Baue des menschlichen Körpers V. Bd.) 1844 p. 310. 

3) Atlas der patholog. Anatomie 1850 I Einleitung p. 4 u. 5. 

4) Anatomie II p. 958 ff. 5) Klinik der Leberkrankheiten I 2. Aufl. 1861 p. 

6) Lehrbuch der systematischen Anatomie 1863 p. 516. 

7) Zeitschrift für rationelle Medicin 3. Reihe XX. Bd. 1863 p. 75. 

8) Henke's Zeitschrift für Staatsarzneikunde 88. Bd. 1864 Tafel III zwischen pag 

Casper's Vierteljahrsschrift für gerichtl. und öffentliche Medicin 25. Bd. 1864 p. 127. 
10 Gerhardfs Handbuch der Kinderkrankheiten IV. Bd. 2. Abtheilung 1880 p. 668. 

11) Untersuchungen über die Grösse und das Gewicht der anatom. Bestandteile des 
menschlichen Körpers 1882 p. 182. [Mittel aus eigenen und fremden Untersuchungen.] 

12) Über die Gewichtsverhältnisse normaler menschlicher Organe. Munchener Disser- 
tation 1883. 



18. 



64 



Organgewichte 21 

Absolutes Gewicht einiger Organe im wachsenden Körper 

(H. Vierordt) ») 



Männlich 



Alter 


Zahl der Fälle 


Gehirn 


Zahl der Fälle 


Herz 


Zahl der Fälle 


Rechte Lunge 


Zahl der Fälle 


Linke Lunge 


Zahl der Fälle 


Leber 


Zahl der Fälle j 


Nieren 


Zahl der Fälle 


S 

IPV* 

s 


0 Monat 


36 


38r 


6l 


23,6 


52 


30,2 


52 


23,9 


IO 


141,7 


13 


23,3 


IO 


10.6 


I 


5 


463,8 


7 


17,2 


2 


26 


2 


27,5 


2 


100,5 


2 


26 


2 


10 


2 3 


8 


548,9 


3° 


17,1 











— 


3 


I3 2 ,3 


3 


30,1 


3 


II 


4 5 6 


7 


632,4 


27 


22,6 


13 


42,3 


II 


45 


5 


148,7 


6 


44,1 


5 




789 


5 


740 


28 


29,4 


I 


62,3 


3 


53 


5 


219,2 


4 


46,7 


4 


l6,5 


10 11 






6 


33-74 


I 


102,8 






1 


4°4 


I 


53,i 


— 




1 Jahr 


17 


944,7 


15 


41,2 


10 


83 


11 


73,6 


11 


333,5 


11 


72,8 


10 


20.'? 


1V4 


1 


782 


1 


44,4 


— 




— 


— 


— 


— 


I 


54,5 


— 




11 1 2 


3 


1019.7 


1 


47-5 





— 


— 


— 


2 


333,5 


4 


72,8 ; 


2 


20 C 




1 


1078 


3 


46,5 








— 


— 


1 


412 


2 


80,5 


2 


?I 


2 


27 


1025,4 


45 


5i,9 


27 


101,5 


27 


82,1 


28 


428,2 


28 


90,6 


26 


AI 2 




2 


"59,5 


2 


53,3 


2 


137 




— 


— 


— 


3 


121,4 


— 




3 


x 9 


1108,1 


30 


64.8 


15 


138,3 


15 


118,1 


17 


484,7 


18 


102,1 


16 


H-J>7 


3Vi 


1 


1249,5 


1 


57,7 








— 


— 


— 


1 


100,8 


— 




4 






3i 


74>i 


18 


156,5 


19 


147,4 


18 


588,5 


23 


107,7 


16 


C2 Q 


5 


16 


1263,4 


19 


81 


13 


130 


15 


110,6 


15 


538,8 


H 


114,6 


13 


C7 2 


6 


10 


!359»i 


6 


84,9 








— 


5 


614,8 


7 


106,8 


4 


60 


7 


14 


1348,4 


18 


93-3 


II 


189,9 


11 


172 


11 


688 


12 


128.3 


10 


62,6 


8 


4 


1377,6 


3 


95 







— 


— 


2 


650 


3 


126.8 


2 


62 C 


9 


3 


1425 


6 


108,3 


3 


190 


3 


167,6 


4 


701,7 


5 


156 


3 


f\1 C 


10 


8 


1408,3 


9 


127,7 


6 


236,3 


6 


250,5 


7 


836,7 


8 


160,8 


5 


87.8 


11 


7 


1359,9 


11 


140,9 


7 


236,4 


7 


229,4 


9 


870,4 


8 


171,5 


8 




12 


5 


1415,6 


( l 


97,5) 


3 


240 


3 


175 


3 


880 


3 


i57,5 


3 


TO 


13 


8 


1486,5 


7 


164 


5 


249,9 


4 


208,8 


6 


1036 


6 


212,9 


5 


ou 




12 


1289 


8 


216,1 


7 


414,6 


7 


283,5 


7 


1188,7 


7 


233,7 


4 


70 


15 


3 


1490,2 


7 


199,4 


5 


382,6 


4 


367,7 


5 


1306 


5 


239,7 


3 


T A C 


16 


7 


H35,i 


11 


229,4 


9 


419,5 


9 


327,8 


10 


1339,2 


10 


247,7 


10 


I 53-7 


17 


15 


1409,2 


17 


250,9 


11 


429,9 


11 


343 


12 


1481,5 


14 


274.9 


12 


H5,6 


18 


18 


1421 


16 


243,1 


13 


485 


13 


382 


13 


1509,6 


11 


271,6 


13 


176,2 


19 


21 


1397,2 


20 


293,1 


15 


533,8 




456,7 


15 


1644.6 




273 9 


10 


166 


20 


14 


'444,5 


15 


305,3 


9 


513,6 


9 


448,9 


11 


1560,8 


11 


296,4 


2 


186,2 


21 


29 


1412,1 


26 


297,1 


20 


486,5 


20 


457-4 


21 


1626,9 


22 


323,5 


23 


168,1 


22 


26 


1348,3 


24 


312,5 


19 


526,2 


17 


472,i 


20 


1675 


21 


306,9 


18 


148,9 


23 


22 


1397-3 


22 


292,9 


16 


5io 


16 


436 


17 


1528,3 


18 


281,8 


16 


!53,7 


24 


30 


1423,9 


28 


308,8 


20 


524,4 


20 


437,4 


22 


i847,7 


22 


289,5 


23 


177,4 


25 


25 


M30,9 


28 


300,6 


17 


512,6 


20 


482,3 


17 


1819 


18 


305,9 


15 


163 


Summe 

der 
Fälle 


448 




|s9© 




350 




346 




336 




36i 




298 





1) Diese und die folgenden Tabellen aus: Archiv für Anatomie und Physiologie. 
Anatomische Abtheilung. Supplement-Band 1890 pag. 62 ff., woselbst auch die Quellen 
genauer angegeben sind. Die Haupttabellen beziehen sich auf 2729 männliche, 2707 weib- 
liche Individuen. 



22 



Anatomischer Teil 



Absolutes Gewicht einiger Organe im wachsenden Körper (H. Vierordt) • 

We ibli ch 



1 

Alter 


Zahl der Fälle 


Gehirn 


Zahl der Fälle 


s 
1* 


Zahl der Fälle 


Rechte Lunge 


Zahl der Fälle 


Linke Lunge 


Zahl der Fälle 


Leber 


Zahl der Fälle 
1 II 


Nieren 


b 
O 
T3 

36 

N 


s 


o Monat 


38 


3*H< 2 


59 


24 


53 


3 x i9 


53 


23,4 


10 


1 A M 
IÖ4 


20 


23,1 


16 


10,8 


I 


7 


402,9 


12 


15.2 










2 


108,5 


2 


22,5 


2 


21.5 


2 3 


7 


5 2 7.4 


33 


17.2 


1 


3° 


2 


29 


2 


122,5 


3 


35,2 


3 


14,5 


4 5 6 


0 


575.4 


tA 

zu 


21,4 


x f. 

10 


44 


4 


35 


7 


101,7 


7 


3°,3 


8 


n.3 


ft. Q n 

789 


3 


77M 


18 


27,5 


2 


55 


2 


-> 8 r 
3o,5 


2 


220,5 


3 


50,5 


3 


t9 


10 1 1 


3 


693.3 


O 


33-3 








44 


3 


239 


r 

5 


Ar a 

01,0 


3 


25 


I Jahr 


11 


n 


1 0 


32,8 


7 


73.6 


7 


74-5 


9 


275.5 


IO 


57,7 


8 


20.5 


»1/ 
1 7« 


1 


Q— Q Q 
070,8 


























1 Ii 


4 


88n 8 


4 


42.3 










1 
j 


357,3 




75,7 


3 


3i 


1 8/ 


2 


960.7 






















— 




2 


20 


960,7 


5 2 


S 1 ^ 


~ - 


IOO,5 


z o 


°7 


2C 


4 r 7.5 




92,1 


24 


38,6 


.1/ 
2 ,2 


7 


f rtAn 8 
I 000,0 


5 


59.3 


T 
L 


100,3 


2 


87 8 


e 


473.3 


c 

D 


88 A 
oo, 0 


5 


3i,i 


3 


23 


1040,2 


36 


59.7 


T A 

14 




'5 


II4 


TO 


445 




99,3 


16 


42,2 


■» 1 / 

3/2 


2 


IOöO,7 j 


2 


57.i 


I 


170,1 






1 


417,2 




92,9 







4 


!3 


H38,7 


r 8 

lo 


69 


IU 


H7.5 


T T 


123,6 


l 1 ■ 


555 




ri 5>4 


11 


50,9 


5 


19 


1220,9 


3° 


80,3 


t8 


IöO 


r Q 
Iö 


*37 


19 


566,3 


-2 


104 


17 


47,9 


O 


1 1 


I2 64.5 




89,2 


9 


t8A "7 

100,7 


9 


170,7 


IO 


042 




1Z 9,3 


10 


53-5 


7 


0 
8 


1295.8 


A 

0 


81,4 


0 


224,7 


Q 
O 


IÖO 


O 

8 


OoO, 0 


9 


'33,6 


8 


59,i 


0 


9 


1150,1 


r r 

l l 


106 


5 


210 


5 


170 


6 


734 


A 


r 08 c 


5 


65 


9 


I 


1242,6 


4 


123,3 


4 


T 8A T 

100,7 


4 


I8 5 


4 


795 


4 


I 333 


4 


67,5 


10 


4 


1284,2 


2 


120 


2 


270 


2 


260 


2 


850 


2 


160 


2 


85 


11 


I 


1238 


5 


114,4 


3 


200 


3 


290 


3 


902,5 


3 


! 5o 


3 


87,5 


12 


2 


[245,2 


I 


110 


1 


329,5 


1 


297,7 


1 


807,9 


2 


204,8 


1 


127,6 


!3 


3 


1255-9 


2 


142,5 


2 


220 






2 


810 


2 




(2 


67,5) 


14 


5 


'345 


8 


i73< 8 


5 


300 


5 


207,5 


5 


1025 


5 


190 




— 


15 


8 


1238,1 


8 


250,1 


6 


353.3 


6 


330,8 


6 


1420 


8 


235 


5 


121,7 


16 


15 


1272,8 


10 


264,3 


6 


332,5 


7 


343,1 


8 


i54i 


8 


253,4 


6 


118,2 


17 


18 


1236,7 


16 


334.4 


12 


391 


12 


312,2 


12 


1435,7 


13 


277 


12 


129,1 


18 


21 


1324,6 


23 


2336 


12 


369,1 


12 


308,3 


14 


1478 


18 


281,1 


13 


134,4 


19 


15 


1233.7 


H 


264,1 


10 


469,4 


10 


374,4 


10 


1459,7 


10 


268,5 


9 


136,9 


20 


33 


1228,4 


28 


242,5 


22 


437-7 


22 


365.4 


25 


1568.4 


24 


257,8 


23 


145,6 


21 


3i 


'319.7 


22 


250,6 


18 


486,9 


18 


416,6 


19 


1568,9 


18 


281.2 


18 


135.4 


22 


16 


1282,6 


«9 


251,6 


12 


413,9 


12 


350,2 


14 


1443.4 


14 


247 


14 


133.2 


23 


26 


1277.5 


22 


258.5 


'S 


473,3 


15 


373,6 


17 


I5H.8 


17 


275,3 


16 


141,9 


24 


33 


1248,6 


22 


284,1 


18 


462,9 


18 


422 


21 


1756,6 


20 


302,9 


20 


142,1 


25 


33 


1224,3 


26 


260,7 


15 


458,2 


15 


416,9 


18 


1664 


«5 


291,4 


15 


173,3 


Summe 
der 
Fälle 


468 1 

1 


h 




328 




323 




329 




35i 




3°5 





Organgewichte 



23 



Procentisches Gewicht der Organe im Vergleich zum Körpergewicht 

(H. Vierordt) 

Männlich 1 ) 



Alter 


Körper- 
gewicht 2 ) 

K 


Gehirn 


Herz 


Rechte 
Lunge 


Linke | 
Lunge 


Leber 


Nieren 


Milz 


0 Monat 


3-1 


12,29 


0,76 


0.94 


o,77 


a r n 

4,57 


0,75 


n 1 a 


I 


3.40 


13.64 


0,51 


0,7b 


O,ol 


2,96 


0,76 


0,29 


2 3 


4-45 


12,33 


0,48 






2,97 


0,67 


0,25 


4 5 6 




10,76 


0,38 


0,72 


0,7D 


2,5 2 


o,75 


0,2,5 


7 8 9 


7.4 1 


9.99 


0,40 


0,84 


0,72 


2,96 


0,63 


0,ZZ 


10 II 


8,23 




0,41 


1,22 




4,92 


0,65 




I Jahr 


9.o 


10,50 


0,46 


0,92 


0,02 


3.70 


r\ Q T 

0,81 


0,23 




8,96 


9,73 


0,50 








0,01 






9,66 


10,56 


o,49 






3.45 


0,75 


°,3 2 




10,36 


10,41 


o,45 






3,98 


0,78 


0,30 


2 


11,0 


9,32 


o,47 


0,92 


0,75 


3.89 


0,Ö2 


o,39 




10,92 


10,01 


o,49 


!. 2 5 






1,11 




3 


12,5 


8,86 


0,52 


1,11 


0,94 


3,88 


0,o2 


o.37 


4 


14,0 


9,50 


o,53 


1,12 


1,05 


4,20 


0,77 


0,38 


5 


i5»9 


7,94 


0,51 


1,09 


0,00 


3,39 


0,72 


0,36 


O 


- » O 

17,8 


7,63 


_ . O 

0,48 






3.45 


0,60 


o.34 


7 


i9,7 


6,84 


o,47 


0,96 


0,87 


3,49 


0,65 


0,32 


8 


21,6 


6,38 


0,44 






3. QI 


0,59 


0,29 


9 


23.5 


6,06 


0,46 


0,81 


0,71 


2,99 


0,66 


0,27 


10 


25,2 


5,59 


0,51 


o,94 


o,99 


3.32 


0,64 


o,35 


II 


27,0 


5,04 


0,52 


— 00 

0,öö 


0,85 


3.22 


0,64 


0,26 


12 


29,0 


4,88 


(0,34) 


0,83 


0,0O 


3.03 


0,54 


0,24 


13 


33.1 


4,49 


0,50 


0,75 


0,63 


3,i3 


0,64 


0,26 


14 


37,1 


3.47 


0,58 


1,12 


0,76 


3.20 


0,63 


0,19 


1 S 


41,2 


3.62 


0,48 


o,93 


0,89 


3.17 


0,58 


o,35 


10 


45,9 


3>i6 


0,51 


o.93 


0,72 


2,95 


o.55 


o,34 


17 


49.7 


2,84 


0,51 


0,86 


0,69 


2,98 


o,55 


0,29 


18 


53.9 


2,64 


0,46 


0,90 


OJI 


2,80 


0,50 


o,33 


19 


57,6 


2,43 


0,51 


o,93 


o,79 


2,86 


0,48 


0,29 


20 


59.5 


2,43 


0,51 


0,86 


o,75 


2,62 


0,50 


0,31 


21 


61,2 


2,31 


o,49 


o,79 


o,75 


2,66 


o,53 


0,27 . 


22 


62,9 


2,14 


0,50 


0,84 


o,75 


2,66 


o,49 


0,24 


23 


64.5 


2,16 


0,46 


o,79 


0,68 


2,37 


o,44 


0,24 


25 


66,2 


2,16 


0,46 


o,77 


o,73 


2,75 


0,46 


0,25 



1) Weiblich cf. 1. p. 21 c. p. 92. 

2) Gewicht nach Quetelet und Lorey (s. p. 13 u. 16 Anmerkung 4). Es sind 
wieder die ursprünglichen Gewichte von Qu. eingesetzt, bei denen die Kleider schon in 
Abzug gebracht sind. 



24 



Anatomischer Teil 



Wachstum des Körpers und der Organe im Vergleich zum 
Neugeborenen (H. Vierordt). 



Männlich 1 ). 



Alter 


Körper- 
gewicht 


Gehirn 


Herz 


Rechte 
Lunge 


Linke 
Lunge 


Leber 


Nieren 


Milz 


o Monat 


I 


I 


I 


I 


I 


1 


I 


I 


I 


I,IO 


1,22 


o,73 


0,89 


I,IO 


0,71 


1,12 


0,94 


2 3 


1-44 


1,44 


0,72 


— 


— 


o,93 


1,29 


1,04 


4 5 6 


l,9i 


1,69 


0,96 


1,41 


1,88 


1,04 


1,89 


1,27 


7 8 9 


2,39 


i,94 


i> 2 5 


2,03 


2,22 


i,55 


2,00 


1,56 


10 II 


2,65 


— 


1,43 


3,4° 


— 


2,85 


2,28 


— 


I Jahr 


2,90 


2,48 


i»75 


2,76 


3,o8 


2,35 


3,i2 


1,92 




2,89 


2,01 


1,88 


— 


— 


— 


2,34 


— 




3»!2 


2,67 


2,01 


— 


— 


2,35 


3,12 


2,88 




3,27 


2,83 


i,97 


— 


— 


2,91 


3,45 


2,92 


2 


3-55 


2,69 


2,20 


3,36 


3,44 


3,02 


3,99 


4,08 




3-52 


3,04 


2,68 


4,54 


— 


— 


5,21 


— 


3 


4,03 


2,91 


2,75 


4,58 


4-94 


3,42 


4,38 


4,33 


3V. 


— 


3,28 


2.44 


— 


— 


— 


4,33 


— 


4 


4-52 


3 49 


3-14 


5,18 


6,13 


4,i5 


4,62 


4,95 


5 


5.13 


3,3 2 


3,43 


4,35 


4-63 


3,8o 


4,92 


5,40 


6 


5,74 


3-57 


3,6o 


— 


— 


4,34 


4,58 


5,66 


7 


6,35 


3-54 


3,95 


6,29 


7,20 


4,86 


5,5i 


5,9i 


8 


6,97 


3,62 


4,02 


*± £ 


— 


4,59 


5,44 


5,90 


9 


7,58 


3,74 


4-59 


6,29 


7,01 


4,95 


6,70 


5,90 


IO 


8,13 


3,7o 


5,4! 


7,82 


10,44 


5,90 


6,90 


8,28 


Ii 


8,71 


3,57 


5-97 


7,83 


9,6o 


6,14 


7,36 


6,73 


12 


9-35 


3-78 


(4,i3) 


7,95 


7,32 


6,21 


6,76 


6,6.0 


13 


10,68 


3,90 


6,95 


8,27 


8,74 


7,31 


9,H 


8,12 


H 


n,97 


3.38 


9,16 


1373 


11,86 


8,39 


10,03 


6,60 




13-29 


3-91 


8,45 


12,67 


15,38 


9,22 


10,29 


13,68 


16 


14 81 


3-77 


976 


13,89 


1372 


9,45 


10,63 


H,5o 


17 


16,03 


3-70 


10,63 


14,23 


14,35 


10,46 


11,80 


1374 


18 


17,39 


3,73 


io,33 


16,07 


15,98 


10,65 


11,66 


16,62 


19 


18,58 


3,67 


11.42 


17,67 


19,11 


11,61 


11,76 


15,66 


20 


I9,i9 


3-79 


12,94 


17,01 


18,78 


11,01 


12,72 


17,57 


21 


19 74 


3,7i 


12,59 


16,10 


I9,H 


11,48 


13,88 


15,86 


22 


20,29 


3-54 


13,24 


17,42 


1975 


11,82 


I3,i7 


14,05 


23 


20,81 


3,66 


12,42 


16,89 


18,24 


10,79 


12,09 


14,50 


24 




3-74 


13,09 


17,36 


18,30 


13,04 


12,42 


16,70 


25 


21.36 


376 


12,74 


16,97 


20,14 


12,84 


13,12 


15-38 



1) Weiblich cf. 1. p. 21 c. p. 94. 



Organgewichte 



öo' 

a 
© 

Hl 



O 

05 



o 

00 



O 
N 

a 

o 

^ N 

N 

•I-I 

© 
© 



g 
© 



N 
U 
© 

w 



o 
u 

•I-I 

cd 

© 

Ö 

a 
o 
> 

■8 

•IH 

fr 

© 



*L '53 .2 

(0 



CÖ 



S -a 

a 



0) 

cd 
»9 



C5 



a 



ja 

u 

'S 
Es 



cd 
<s 



CS 

a 

o 

J3 



J3 
_cv 

"3 
e 

:cS 

a 



:3 



N 

es 

w 



g ja 



£ 
o 



— 

'S 



o 

. J3 
J3 o 

ffl 



B 
u 

CD 

Ü3 



T3 

>> 

O 

03 



ja ja 

a 
a 

w 

a s 



13 
►» 
o 

0Q 



INI 



5-2 



vO 
00 



I I 



O 

CO o 



o 



LO tJ- 
6 « 
PI O 



o 

CO 



vO 
m o\ 



00^ 
tri 
N 

00 



00 Ov 'S - *t" «O w 
PI N N PI P» N M 



00 
pT 



CS 

I 

so 



00 M ON00 O CO* 

es pi o m m O ro 
CO cO CO PI PI co N 



o\ 
pT 

<=> 



vO nh Ovh «lO i-i 

O **■ Tt-vO m * rO CO 

N «OVO LO00 Ov tn vO 

N (M PI PI N « PI H 



■d-vo n oo Oman 
ooo o * * co >i 

N N PO PO PO PO PO 



00 

CO 

PJ~ 

ON 
PI 



qs^T vc ; oo oo m i-j 

O pi «Ovo m o cö co 

NO O m (C|N O OS 

N PO CO PO CO CO PO I 



co O O CO ii 
coco *0 tN PI 
PI PI PI N w -> 



00 
«•> 

pT 

ON 



Bin O n 

«• N m NN 
N N N N N M M 



VO 
CO 



vO uovO »O co Ov 
OVO «NN 
CO co co co co PI 



00 
p^ 

cö 
N 
O 



On 



vO 



ja 
u 

0) 

es 
cd 

CÖ 

CD 
-Ö 
'S 
J3 



CA 



oovoooiovoo S -3 a 
iovd n- t»- - ovoo 3 -S 'S -S 

co co co CO CO N PI t..S~ " 



OOOOOOOiPS^ 

co ^- vovo r^oo »o> " 

I | I I I ISS I -H 

00OO0'-i-Oif5 lu 
PI co * uivO P- :3 CO 



'S 

s 

. p— < 

«■ » 
. a 

>a cd 
"2 a 

o 

B Sf 
V <u 
-•J 
M 
V 



IN 



a =3 
2 b 
S o 
o ^ 

s 5 
■5 * 



a *» 

00 . ^ 



o 



" J3 8 

SJ « e 

CO ^ ~ 

J3 TO «J 

• ■* iE 00 _ 
*> a a 
n r 
<2 a a> 
a e 



CO »3 



T3 

a 

o 



>£5 cj 



CD -4 
»O t— 



S 2 

» _ .tu 



o 
o 
ca 



P9 



CJ 

So § 
ä » 



TO 

TO 



U3 



CS 

PS 

CO 
— 



O "TS 

00 



a 

CO 

ja 

u 



c 

tu 

ja 

o 

CO 



VI 

a . 

.2 g -ö 

■p ^ *^ 



a 
es 



pel 



ja 

■ — - o 

CO 

? § 

.2 a 

a to 
a c« 
'ö 

'Ö CD 

CO 



w CD 

'O _L ° 

-« — « 



B 



CD *-> 

a w 

.& o 

S m in 

o M 



es 
u 

"ja 
o 



O- q 



O 
CO 
. CO 

^ - 1 

O O 

W .'S 

CD 

ja ja 
2 a 

u 

TO "2 

co a 

"® 
. O 



na 



ja * 
d< a _: W Q 



cd CS 



_'M 



-J CfJ TO -di io co t- 




26 



Anatomischer Teil 



Gewicht des Verdauungskanals und der Speicheldrüsen l ) 
in verschiedenen Lebensaltern 



Alter 


Beobachter 3 ) 


a 


seröhre 


Igen 


ndarm 


tdarm 


M 
w 

O. 


ixillaris 


igualis 


treas 






N 


'3 

X 


a 


a 

IS 

P 


O 

Q 


a 


m 

a 


x> 
a 

to 


a 

at 


Neu- 
geborener 








m *7 ,1 
III. / ,4 

w. 7-5 


m.34 46 16,25 

(beide) 
w. 43 60 15,5 


Speicheldrüsen : 


6,5 


m. 2,05 
w. 4,0 


I Monat 


Huschke 8 ) 






10 — II 


w. 41 


w. 17,4 










3 Jahr 








45-50 


202 


154 










10 M 


£i. ijiscnon 


















m. 78 


21 „ 




















m. 69,6 

irr »7^ r* 


22 „ 


£. Bischoff 












Speicheldrüsen: w. 65,5 


w. 00 


24 




m. 51,2 






w. 564 


w. 451 










25 » 


Schwann 


















m. 56 


26 „ 


Theile 4 ) 


m. 64,8 


















33 .» 


£. Bischoff 


m. 94,1 




183 


713 


370 


r. 21,9 
1. 17,4 


r. 8,6 
1. 8,6 


r. 3-0 
1. 2,7 


89,7 


35 


Theile 4 ) 


m.65,1 


















42 


— 


m.79,4 


51 


202 


780 


480 


30 


4 




90 


zw. 
30 und 45 


G. v. Liebig 


m. 8 1,6 

(mit 
Gaumen) 










Speicheldrüsen : 


8 9.75 


105 


53 Jahr 


Schwann 


















w. 97 


56 


n 


















m. 99 


Er- 
wachsene 
Männer 


Huschke 3 ) 






170-232 


682 


438 










Er- 
wachsene 


Krause 5 ) 












22,5-29,2 


7,3-11 


2,5-3,8 


66—102 



1) Diese und die 2 folgenden Tabellen im wesentlichen nach meinem p. 21 cit. Aufsatz 
( p> 80 — 88). Autoren: Huschke, Schwann, Gluge, E. Bischoff, Dursy (s. p. 20), Va- 
lentin, Arnovljeviö (p. 19), Lorey, E. Brandt, A. Busch, A. W. Volkmann, 6. v. Liebig, 
Th. v. Bischoff. 

2) Die Beobachter sind nur namhaft gemacht, wenn sie ausschliesslich für die betr. 
Rubrik in Betracht kommen. 

3) 1. p. 20 c, p. 63 und 110. 

4) Gewichtsbestimmungen zur Entwickelung des Muskelsystems und des Skelettes beim 
Menschen 1884 p. 170 in Nova Acta der Leop. Carol. Akademie Bd. 96 Nr. 3. 

5) 1. c. II p. 948 ff. 



Organgewidite 



27 



a 

O) 

V« 

o 



S H 

a S 

:o« :3 

EH "° 



ö • 'S 

«> n « 

o» ja M 
3 » 3 



£ i 



öS 

s 

s 

o 
4* 

u 
:3 

« 



*" 4= 
CG ^ 



3 v, 
44 3 
3 öS 



3 a> 
43 13 OJ 



a> 
-*-» 

a 
P 



3 

CS 

w 



43 
C 
CD 

M 



in 

P) 



OO 
0» 



00 

p» 



P) 
ro 



vT) 
CO 



o" O" 



O-t Ol 



o 3 



OvvO 
8 * 



► 
u 

CO 

vo a 

<- Ol 



> 
u 
cp 

a — n 

VO43 CS 
N £ CO 



CO 



I 3 
CO 



O 

p^ 



ro 
O 



Ov 

pC 



3 
Q 



a * 



vO 
PO 

3 
s 



3 

OJ 

52; vo n 
vo 



_0 00 



OJ 
SO. 
V* 
p^ 3 



«J- 

Tj" VT) 

•SS* 



3 3. w 



OJ 



oj 



a 



3- 

* 
3 

tu 



CO 



C9 



1/1 ? u-i 

M N fe - 

ä iE 1^° 

u 

CD 



0 






O 












- 








3 












N 
h 


LT) 




3 


Ö 














0 




p< 


CO 





CO 

. — 

* 53 



es 



S 



s 



CO VO 

vnvd^o 
O vo co 

CO * * 

. . 00 

3 £ 



o> o 

10 o 
vo co 
■5h 00 



O 
00 

o 



'S- 

HH IO *-* 

VO 00 00 
CTn 



N vO 
O CJ\ 

p« P^ 



VO 
vO 
00 



10 LD r< 

P- o 
P» p^ u-i 



a * 



O vO 

00 00 
1-1 Ov 
p» « 



N 








O 


00 


p^ 


p> 


M 






vO 


ON 


00 


O 


P^ 


N 


t-l 


CO 


P) 



N ^vo 
■^-=3 P^ 



10 
O 



O CO 

,00 p» _ 

. P) ^ 

a tc 

CO H 
CO 



o 

vO 



O 
P^ 
10 

N 



00 
Ov 

IT) 

00 



vo 
P^ 



o 

00 

■3- 



I vO 

l — O - 
I Ov P-. 

a ä 



10 

p^ 
00 

CO 



■S.5 

.2 M 



5« 
o 
43 

o 



W 



es 

o 

3 44 

9 s 

Cd .i-l 
^ PP 

•2 > 

M 43 
H 



Sfcl 
o 
43 
U 



o 
44 

.2 « 



44 



3 

. 3 

h a 

«'S 



5ö 
o 
44 

• IH 

w 



44 
H 



S 44 

• * s 

H j to 

3 > 

>44 

H 



> 'S 



o 
3 ^ 

öS -S 

^ w 

■g ► 

M 43 
H 



es 

44 

H 



p 



3 

kl 
o 

43 
, a 
OD 
3 
<t> 



u , 

43 - 
09 

vO r-. 



11 p) 
p» N 



vO 

p« 



CO 
CO 



CO 



VO0O N TT 
CO«** 



CO 

PI 



10 

o Hso 2. 

CO vo 



CO * VO 
VO VO I 



v£) 



a 

I 



- 

'S 



00_ 

I 

-* 

o" 

3 
oj 
3 



4? f 

bC . . 
3 ODO 
« CM 

?5 O ■« 

a" 



44 

OS 



3 
3 



öS 
T3 



.9 ö 

S 1 

43 I 

CO t— 

M o 

CJ 

O 



09 

«> 3 
■~ o 

m 
ca 

•3 



1 ^ 

3 
3 



■5 

oj — 

® 
*•» 

o 

VC3 *J 
. *aj 
P<4ä! 
>- 

t- -s 

M g 

S) 0J 

S ^ 

.2 
£ 'S 

"5 ■_ 

CJ OJ 

a 3 



3 
oj 
3 
oj 

o 

43 
OJ 
OD 
3 
oj 



:3 

-3 

ca 
3 

a 



tt * M 

3 <N o CO 
5 V« -3 <M 

04 1 « 

0^.3 



3 vC5 



43 
CJ 
0J 
3 

& 

43 

O 
=3 

>5 



3 öS 

OJ £ 

43 "S 
OJ 

— . >-> 



4? ~ ^ 
3 
Oh 



00 
tM 



T3 
T3 

a 

OJ 
43 

CO 



— CO 

od a 



CM 



* vT 

OJ H 

.3 ► 



28 



Anatomischer Teil 



c 

B 
— 



er 
a 

c 



3^ 



(>Co ^ ui 

1 ' f; - U> K> K) W fc> 

g F O ^ 
0 Sl < -" 


10 11 

M O OCsl M K> M MM 


0 * » ? 

Cn <E 
~ = Os W - f 

l § 


Alter 


Schwann 
Ginge 

A. Busch 

G. v. Liebig 
Schwann 

Krause 


M 

, w 

O 


= s z = P I 


Cd 

<s 
0 
er 
m 
0 
er 


193 
(Cowper'sche 

Drüsen 1,5) 






~. ~ - 

s. ~ 

vi ?V p 
O cn 
-T i 6 


— 

s~ p 

CA 
O 


(9 

M 




hfl 

O 
■ 

|P 


O nhO *>* = 0 4> OOm 4* 

CS Cji ~ . - - - j -. 

1 Ow+ 0 \o 
s 1 OJ 

Ol 

<— t-o 


N 'TT' 
n4> (O 

osv> 5l 


p 

"bo 


M 

n 
0 

Cb 
CS 
D 


9 

4.8-6,6 

burten 2,4) 




O 
4> 

- 1 
O 

"bo 


K 

©" 

"< 

09 
rr*- 
O 
O 


222 
(fettfrei) 






fD r-. 
1 


1 » 

CC Cn 


^BBM B 3 B 3 
4» ~~ 

OO^t WW p Crv cn p>Cn 
4^ Cn m "O **** 
2 cn cn 


== ^B<B<S<B 

M 

W CO JO K> psOJ 4» p _00 

~r\ »To "n Cn "Ö O O 00" 
u s— cn cn cn 


er 

s 

c 

cn 


e 1 * B B B * 

" * MW m 4* mm 11 

5=3 a i on "bo 0 "b Ol 


P 


< B 

sO 4k 

"vi 00 

cn cn 


P-g° 


4 B B .< 
*■ m 
eeso ^ -°° so 00 0 

OS 

1 5 

-sj P 
O 


4 B 5 5 M < B * 

00 00 N> M W M W U M W kl 

Cn os o>b OW 

^— . cn Co 
* 

5* 


* * * B * B * B * B 

W Co |0 «CO IO WWU1M 

"io Co -fc> i> Co io "bscn M O 
Cn Co 4* oocn CO Cn cn 


B « 
r- es 

es £ 


M 

Os 








On OS CO 

0 M 0 






s 0 

Cn rr 

M * 

B 



I. 

o 



< 
o 

B 

w 

p 

B 

I 

0 

B 
B 

© 

OD 
O 

E 

o 

& 

g- 

p 
•Ö 



B 
B 
& 

P. 

o 

B 

OD 

O 

Os? 



O 

00 
OD 



OD 

CD 

B 



Organgewichte 



29 



euqo) omaras 



smnA"qj, 



iu;q9£) 



asnippnqos 



(ajnsH 9aqo) 
ijj'Braagjion'a; 



U3UBAQ 



agsiup 
-pqoigdg 



ZJ9H 



■laqgq 



U9J9IÜ 



9q9M93 

«9j;nBqj9iaQ 
pun ^ubjj 



pan h98bj^ 



S«9J3);UBJ 



ngpoji 



bc 

«3 
•iH 

fr 
CO 

O 



■3 



rj- PO 
in CT 
in t-» 
CS oo 
in 



in 

O 't 



m t*» 
po 



I-H CT 

od >d 
PI 



CT> 

« cf 

OO PO 
PO ^J- 



m 

OO^OO^ 

PO 
po 



in 
m m 

in CT* 
po 



oo in 
Ö 



m in 

\C\d 
p^ 



vO *£>_ 

pö cT 

PI O 

m 



t-t CT 
l-H OO 



PO CT\ 

po in 
d O 

PO 



O po 



i- CT> 

m ct> 

CT 



m 
p^ 

i-T m 

l-H *0 

\0 P-~ 



in tJ- 

PO 



in m 



pÖ pC 
CT* 



in 

vO~ PI 
P^ PO 

r>» p^ 

00 
PI 



00 

0~ CT. 



i3 <N 
•S CO 



CS 
OD 



13 

a 

3 

i i 

oo CO 
0 



oo 
a 
-3 



3 

et 

a 

83 
bß 
o 

N 



PO PO 

«"oo" 

00 00 



PO l-i 
N O 

cf cf 



•<*• PI 
PI O 

cf cf 



pl o 

d cf 



CT.VO 

PI I- 



\£> m 
« O 
O" O" 



00 vO 

« o 

cf cf 



\0 PI 

PI l-l 

o o 

cf d 



w PI 
PI >-. 

ö cf 



P^ «*• 

d d 



p-» m 
m r-» 

<f pi 



d d 



Tt- m 

PO PI 

cf d 



m o 



PO p-» 
p>. 

CT !>. 



- O 



00 
PO pC 



►h m 

t-H I-H 

d cf 



in O 

q 

in po 
pi 



vO 

PI 00 
O O 

O cf 



m 



00 



PO 
PO 



3 
<s 
b 

03 
Ih 

o 
-o 

<B 
OB 
3 
03 

a> 
•3 

s 

es 
-o 

8 
o 
>■ 

cd 

-3 

u 

JSS 



Ol 



03 
T3 



OB 
09 



09 
fU 

u 

lO 

a 

et 

00 
03 

o 

pfl 

's 

3 

a 



Q 



00 



00 



PI 

CT* 



PI 



P^. 
PI 



CT 
pi 
p> 



PO 



PI 



u 

03 U 

a a> 

oj 3 

- <o 

O m 
-Q — 

V u 
OB »S 

3 fr 



3 V 
D 3 

O Ol 

'S "o 
bß 03 
3 



3 
09 

a o3 

3 

■s s 

03 

„ OB 
'S 



0) i-H 

a » 

09 



in 

>-. . 

oo *J 

§ "S 

SP- 

O 91 

3 

3 ^ 

03 ' — 

03 *-» 

bB 03 

»h ,yi 

C3 

3<) 

>h Q3 

:3 3 

tffr 

3 >- 

03 » 

8 

«— « 

CO «; 

5 fr 



s s 

.« 3 
03 03 



on co co 



O 

s .2 

03 00 

a * 

3* 



2 u 



.2 

'S 8 



:3 



03 

►H 03 

. fr 

oo' _ 

(M OB 

I S 

CO OD 



3 OB 

03 irH 

.2 3 

N 

3 

03 00 

-3 S 

.2 -3 

'S 

:§ g 

a * 

.„ öS 

03 "3 
.o 

OJ J 

•t; ° 

-3 ^ 
'fr 

03 03 

O E -1 

CO 3 

T3 03 

s « 

00 . 
03 
8h 



OB 



3 03 
f-l 

CM u 

. 3 

Q, s 

8 .2 

"03 &< 
'S 03 

H .SP 
8 

C 03 

* 3 

3 « 

C 3 

03 

r2 N 

03 8 

f-H CS 

l.§ 



H i 

03 N 

^ a 
8 'öÖ 

OB^ 

bB-2 

J£ 03 
C3 

: 2 a 

3 41 
« § 
S o 

2 -° 

3 03 
"3 bß 

'5 » 

.S 03 
3 ^ 



03 

Ä o^ 
ü -8 



3 

N 8 

. — . 03 

ä a 

Ol 03 

'S s 
§ E 

d 

m a 

H-a 
03 

"* 03 

J»s bß 

CO od 

»H 

8"^ 

*ä> a 

-M — 

oo 

I £ 
^ 3 

s « 
£ ß 

£ i 

r* 03 

8 co 
03 in 
na 03 

03 l> 

03 03 
bt 8 

bx, 3 

03 *i 
j= 3 

Bl 03 
8 i 
<J 3 

03 ES 
03 

Ä m 

C3 CO 

u 3 
3 03 

es . 

Ii 



03 8 
13 03 

-3 

a 3 

03 <— 

— * 

B 00 

►H bß 

c^T CO 
Sh (M 
o *~ 

M 

2 || 

03 

bä 8 
" 03 

- 8 

03 

e >h 

03 O 
— 

2 ?„ 
t; ob 

S g 

03 ® 
03 

CO «O 

es . 

2 ^ 

8 03 

•*■ -* 

IM 
«3 



03 



s 2 

ig g 

CO CO 

8 .3 

03 C3 

> 03 

a 'S 

03 -O 

00 

co a 

jej o 

03 — 

- 03 
■— 

- * 
8 Q. 

bB S 



05 



g oo 

P —H 



bC 



OB 



^ a 

■*-» 03 

03 a 
a g 

h3 

C3 O 

- 03 
03 « 

3 .„ 

03 

CO 



u 8 
8 > 



> 8 
■ 03 

H-» 

« 2 

o 07 

I 

a 0 

3 co 

a - 

a a 

O 3 
JA 



= 3 
t. - 
03 .= 

> :o3 
3 ^ 
CQ co 

oö"g 

3 H-> 

CO = 

gffl 

'S a 

CO 
CO 



3 « 



bß 

s « 

■s s 



S öS N 



W S 

Q 



-2 § 

■3 * 

öS u 

£_, 03 

^ -3 

03 B 



0-*H 
- C3 
3 

2^ 



CO 

3 

S3 <— 

CN cg 

H cO 



Qco 8 
03 ■*-> 



03 

c" 

03 

•3 
B 
öS 



bß 

B 3 

03 »< 

6 „ 

a ä 

O 03 

8 Su 



3 ~* 

03 -§ 
00 CO 



bß 

O 
O 
-* 
t- 

3 
O 
> 



.2 3 

H3 ü 



- - 'S 'S 
> 10 Q Q 



30 



Anatomischer Teil 



Gewichtsverhältnisse der einzelnen Herzabschnitte bei beiden 
Geschlechtern (Wilh. Müller) 



Körper- 
gewich t 
(k) 



a) Vergleich zwischen beiden Herzhälften 1 ) 

Septum 



Freier Abschnitt des 
rechten linken 
Ventrikels 



Berechnete Werte für 
rechten linken 
Ventrikel 



Männer 



30.1—40 


40,4 


75,7 


547 


58,2 


114,7 


40,1—50 


47.1 


84.5 


63,2 


66,0 


128,8 


50,1—60 


55.6 


103,4 


73-9 


76,9 


155,3 


60,1—70 


61,6 


120,7 


84,1 


86,9 


178,8 


70,1—80 


66,6 




90,5 


945 


194,6 












Mittel 








Weiber 






20,1—30 


28,9 


5 2 >9 


40,3 


41,1 


78.7 


30,1—40 


37,7 


66,8 


9 50,4 


52.9 


101,2 


40,1—50 


4i»9 


79.9 


57.5 


597 


120,0 


50.1 — 60 


49.7 


92,7 


65-9 


69,7 


138,8 


00,1 — 70 


56,5 


97.4 


757 


76,7 


158,0 



„Funktioneller 

Index" 
(rechts : links) 



0,508 

o,5l7 
0,498 

o,495 
0,486 
0,508 



0,509 
0,522 
0.497 
0,509 
0,501 
0,506 



Mittel 



b) Vergleich zwischen Vorhöfen und Ventrikeln 2 ) 



K ö r p e r - 






„Atrioventri- 






,,Atrioventri- 


gewicht 


Vorhöfe 


Ventrikel 


cularindex" 


Vorhöfe 


Ventrikel 


cularindex" 


00 






(Vorhof : Ventrikel) 






(Vorhof : Ventrikel) 


30,1—40 


35.1 


171,5 


0,2088 


315 

36,9 


154.5 


0,2077 


40,1—50 


39.4 


195.8 


0,2038 


183,6 


0,2026 


50,1 — 60 


44,0 


233,3 


0,1921 


41,1 


2IO,5 


0,1943 


60,1—70 


50.4 


264,2 


0,1934 


44-9 


224,3 


O.2057 


Alter 














(Jahre) 














21—30 


34.2 


200,3 


0,1561 


28,4 


179.3 


0,1605 


31-40 


36,2 


210,9 


O.I74O 


31.2 


181,4 


0,1742 


41-50 


38,5 


212,3 


0,l866 


39 5 


198.O 


0,2021 


51 — 60 


43.8 


196,9 


O,20I5 


38,2 


180,2 


0,2120 


61—70 


49,5 


224,6 


0,2286 


45-3 


205,0 


0,2307 


71—80 


5^0 


206,7 


0,2503 


49,o 


215,6 


0,2355 



Bei Neugeborenen übertrifft das Gewicht des rechten Vorhofs das des linken, im 
Beginn des 2. Monats sind sie gleich und bleiben es im 1. Lebensjahr. Vom 2. Jahr ab 
überwiegt die Masse des linken Vorhofs, die Differenz beträgt von der Zeit der Geschlechts- 
reife an das ganze spätere Leben hindurch ca. 5,5 0/ 0 (W. Müller) 8 ). 



Die Masse sämtlicher Klappen beträgt im Mittel 4 ) 
0,020 der gesamten Muskelmasse des Herzens 
0,024 „ Muskelmasse der Kammern. 

Vom Septum rechnet Müller 5 ) 0,3021 für die rechte Herzkammer 

0,6979 „ „ linke „ 



1) 1. p. 25 c. p. 214. 

2) „ „ „ „ p. 165. 

3) „ „ „ „ p. 171. — Vergl. nächste Seite. _ ~ 

4) „ „ „ „ p. 45. — Uber den Flächeninhalt der Klappen s. nächste beite. 

5) ,, P- 54. 



Dimensionen des Herzens 



31 



piimgB jjiixiöUolüliüi-i 


r\e*a TTfvr^flnH A ^ (GUI) 






AlünnAr Weiher 


insgesamt 


Mittlere Körperhöhe 


1ß0 7 1 AQ a 

1 < >— . 4 l*3|t) 


157 


Jj_öli6 cies imKerL vöiiLiiKtJib j 


9 4- 9 5 


9,5 


n r 1 11*1 

Muskeldicke „ „ „ 


17 16 
l,< x,o 


1 6 


/Mitt» dpr Ventrikelhöhle) 




9,4 


Hone des recnten „ 


9,6 9,1 


Muskeldicke „ „ „ 


0,6 0,4 


0,5 


Höhe des Herzens (linker Ventrikel) 






: Körperhöhe 


1 : 17,3 ») 1 : 15,7 ») 


1 : 16,5 3 




Umfang Flächeninhalt 6 


Mündungen der Ventrikel 4 ) 


in cm in 


cm 2 


Männer Weiber Männer 


Weiber 


T.inkA«! Ocstimn venosum 


10,9 10,4 9,67 


8,7 


» » )) 


11,2 (Wulff 6 ) 




a ftfin o su m 


8,0 7,7 5,16 


4,52 


Rechtes „ venosum 


12,7 12,0 12,9 


11,29 




12,2 (Wulff 6 ) 




arteriosum 

jj ^ ctix uvi luu liui 


9,2 8,9 6,45 


6,45 


T^l ä pli pti i n Vi a 1 f. rl pr TYTi tra.l VI annfi 

J_ 1 C\ O -LI V.. -1-1 -L -Ii -LI CAi 1 U V-l Ol X'Xi l'l Cli.Il 1 Ct U U v 


20,3 cm 2 




Triousnidalklaüüe 

jj ■ X J W LI O |J X VA vv-l A ^ u J-' J--' V_/ 


21,6 „ 




Mn^kplmasse des linken Ventrikels 






: der des rechten (s. p. 30) 


ca. 1 : 2 (Valentin) 7 ) 


Muskelmasse des rechten Vorhofes 






: der des linken (s. p. 30) 


1 : 1,53 




Krause (1. c. p. 962) rechnet 


: cm 




Höhe des linken Ventrikels 9,5 




Grösster Durchmesser unterhalb der Basis 6,7 




Wanddicke 


1,1-1,4 




Länge des rechten Ventrikels 




vorn 10,8 




hinten 8,5 




Durchmesser an der Basis 


8,8 




Wanddicke 


0,5—0,7 




Höhe des linken Vorhofes 






hinten 


6,1 




vorn 


4,7 





1) Mittheilungen aus dem patholog. Institute zu München herausgegeben von Buhl 
1878 p 28 und 29. — 62 Männer, 38 Weiber, hauptsächlich zw, 21.— 30. Lebensjahr. 

2) Altere Angaben über Dimensionen des Herzens bei Bizot, Memoires de la societd 
medcale de l'observation I 1837 p. 262—411; vgl. Schmidt's Jahrbücher 24 Bd. p. 254. 
— Weiteres bei M erb ach, De sani cordis dimensionibus. Dissertation Lipsiae, 1844. 

3) Die Buhl 'sehen Zahlen sind nicht richtig berechnet. 

4) Mittel aus Bestimmungen von R e i d (The London and Edinburgh monthly Journal 
of medical Science 1843 p. 295) und Peacock, ibid. 1846 p. 101, die Werte nach unten 
abgerundet. 

5) Es sind die Radien für die den Umfängen entsprechenden Kreise und deren Areal 
berechnet. 6) Nonnulla de cordis pondere ac dimensionibus. Dorpater Dissertation 1856. 

7) Zeitschrift f. ration. Medicin I Bd. 1844 p. 317. 



32 



Anatomischer Teil 



die übrigen Durchmesser 
Septum ventriculorum, Dicke 

„ atriorum, grösste „ 
Pars membranacea septi „ 

» „ „ Höhe 

• ,, ,, „ Breite 

Länge des linken Herzohrs 
Sinus venarum cavarum (rechter Vorhof) in 

allen Richtungen, Durchmesser ca. 
Sinus venarum pulmonalium (linker Vorhof), 

Wanddicke 



c m 

4,7 

0,9—1,2 (Luschka 1 ) 
0,25 

0,15-0,2 
0,9 (0,4-1,4) „ 
1,7 (1,1-2) „ 
4.1 



5,4 



0,5 



Die „normalen" Klappen der Pulmonalis waren in 1 Fall, wo bloss 2 Klappen 
sich vorfanden, 3,5 cm breit (S t i n t z i n g) 2 ), in 4 anderen Fällen mit einer überzähligen 
4. Klappe 1,8—2,3 breit, 1,5—1,7 cm tief (Delitzin) 3 ) [Angaben über die normalen 
Verhältnisse liegen nicht vor] 

Entleert und mässig 
zusammengezogen 



Länge des Herzens 
(von der oberen Wand des linken Vor- 
hofes bis zur Spitze) 
GrÖSSte Breite (unterhalb des Sinus 

circularis) 
(Gewöhnliche Breite 
Dicke (von der vordem z. hintern 
Fläche) unterhalb des Sinus cir- 
cularis 
Umfang daselbst 



12,9 



9,5 



Massig und gleich- 
förmig ausgedehnt 

14,9 



6,8 



10,8 
8,1) 



8,8 
24,4 



Volumen des Herzens 



a) 



Männer 
Weiber 



B eneke 4 ) 
290—310 cm 3 
260—280 „ 



im ganzen 



Krause 5 ; 

268 (218—358) cm 3 
Auf 100 cm Körperlänge ergeben sich 150 — 190 cm 3 Volum. 

b) die einzelnen Abteilungen (B eneke) 6 ). 



Männer 
Weiber 



Linker Ventrikel 

155 
128 



Rechter Ventrikel 

72 
62 



Erwachsener 7 ) 143—212 
Neugeborener 7 ) 6 — 7 



160- 
8- 



-230 
-10 



Vorhöfe 

51 
42 

1. 100—130 
r. 110—185 
1. 4_5 r . 7- 



Summe 

278 

232 



-10 



1) Die Anatomie der Brust des Menschen 1863 p. 343—345. 

2) Deutsches Archiv für klinische Medicin 44. Bd. 1889 p. löl. 

3) Archiv für Anatomie und Physiologie Jahrg. 1892 Anat. Abtheilung p. 112. 

4) 1. p. 6 c. p. 24. 

5) Anatomie II p. 963. 6) Über das Volumen des Herzens 1879 p. 36. 

7) Hiffels heim; und Robin, Journal de l'anatomie et de la physiologie L1864 
419. Bestimmungen nach Wachs-Ausgüssen der Höhlungen. 



Dimensionen der Lungen 



33 



Dimensionen (mm) und Volum der Lungen 1 ) 



Männer 



Weiber 



Höhe an der äussern Fläche 

» » » inn6rn 
Durchmesser von vorn nach hinten 

Querdurchmesser an der Lungenwurzel 

» » Basis 
Volum der luft- 
leeren Lunge 
(b. 1023—1300 absolutem 
u. 1,056 spezif. Gewicht) 
mässig luftgefüllte 

Kadaverlunge 
bei stärkster Füllung 

Über Vitalkapacität u. s. w 



rechts 


links 


rechts 


links 


271 


298 


216 


230 


162 


176 


135 


156 


203 


176 


176 


162 


95 


81 


88 


74 


135 


129 


122 


108 



793—1230 cm 3 (rechts 516—624, links 456—585) 



etwa 3mal so viel (r. 1577—1990, 1. 1408—1805) 



» 5157 > 
u. bei „Atmung". 



4364. 



Relatives Verhältnis des Lungenvolums zum Herzvolum und 
zur Körperlänge (B e n e k e) 2 ) 



Herzvolum 



0— Ii Tage 


3,5- 


-4 


II Tage — 3 Monate 


4 - 


-5 


Schluss des I. Lebensjahrs 


5 " 


-6 


2. i, 


5 - 


-6 


3- 


5 - 


-7 


4- 


6 




5- 


6,6 




7- 


7,i 






7,3 




bei vollendeter Entwicklung 


6,2 




im reifen Mannesalter 


5-5 





esp. 



Körperlänge 
1,4—1,6 

2,2 — 2,7 

3,o-3-7 
3-1— 3-7 
3-5-4,° 

4.2— 4,7 

5.0— 6,0 

5.3— 6,2 
6,2—6,9 
8,2—9,9 

8.1- 9,9 



Volumen, Länge und Kapacität einiger Körperorgane in 
verschiedenen Lebensaltern (Beneke) 3 ) 



Alter 


Durchschnittl. 
Körperlänge 
(cm) 




Volum (cm 3 ) 




Länge (cm) 


Kapacität (cm 8 ) 


des j 
Herzens 


beider 
Lungen 


der Leber : 


U 
O 

•v 


beider 
Nieren 


Jejunum i 
u. Ileum 


des Dick- j 
darms 


Ides Magens 


Jejunum 
u. Ileum ' 


des Dick- 
darms 


Neugeborener 


49 


22,5 


43-5 


128 


I2.5 


20,5 


274 


50 


35 


174 




l£ — 2 Jahre 


77 


42,5 


231 


320,5 


38,8 


72 


460 










6 - 6| ., 


109.25 


8l,5 


497 


56l 


5° 


104 


548 


115 


1090 


2490 


1725 


144—15 


150 


161,6 


958 


1079 


91 


207 


655 




— 






19 —21 


164 


259 


1333 


1195 


109.5 


252 


141 




7610 


7010 


241-31 „ 


161.25 


300 


1542 


1463 




268 












47 —7i 


171. 5 


281 


1686 


1591 


137 


205 


718 


174 


2980 


6202 


4858 


Neugeborener 4 ) 


52 


20 


90 


155 


IO 


23,5 












„ (Eckerl ein) 5 ) 






53 



















ferner 4 ) : 



Gehirn 
400 



Magen 
7,5 



Darm 
40 cm 8 



1) Krause, Anatomie II p. 958. 2) 1. p. 6 c. p. 112 u. 113. 

3) Constitution und constitutionelles Kranksein 1881 p. 24 u. 25. Die auf 24 Indi- 
viduen, worunter 10 weibliche, sich beziehende Tabelle ist vereinfacht, die obigen Zahlen 
sind Durchschnittswerte der einzelnen Gruppen. Die [] Zahlen bei Beneke sind nicht 
mit eingerechnet. 4) Arnovljevic, 1. p. 19 cit. 

5) Zeitschrift für Geburtshülfe und Gynaekologie XIX Bd. 1890 p. 147. Mittel aus 4 
Vi eror dt, Dat. u. Tabell. f. Med. 2. Aufl. o 



/ 



34 



Anatomischer Teil 



Volumen der Lungen und der Leber in verschiedenen Lebensaltern 

(Wesen er) x ) 





männlich 


weiblich 




6 

V ■■ 


Volum 


beider 


Volum 


IT 


Volum 


beider 


Volum 




Lungen 


der Leber 


Lungen 


der Leber 


Alter 


bß 
c 




a v 
n tm 

« a 




g be 






_ cp 

S w> 
0 c 




E Ss 




:o3 
1- 


3 
i—i 


0 2 




a 

0 ; cS 


a 


3 


©2 


4M 
3 


0 s 




O) 

fi* 


0 

CO 


~ s. 


"o 

CO 


0 x 

T-C <B 

^ °« 


CS 

0, 


'o 

CO 

£> 


2 Qu 


"o 

CO 

X> 


2 5 

— m 




10 


cS 


3 -'O 


et 


'S ,J- 
5 10 


:o 


cd 


3 : ° 


CS 






M 








* M 


w 




§ — 


' T-- 


* K 


Keife Totgeborene 


50,1 


52,5 


101,3 


137,3 


272,5 












Erste II Lebenstage 










50,2 


64 


127,0 


127,5 


256,0 


II. Tag bis Ende 














des 3. Monats 


53,8 


io 9,5 


20O,5 


133,2 


242,5 


55,1 


1 18.8 


214,2 


159.8 


288,8 


4. Monat bis Ende 


















des I. Jahrs 


65 


210 


3I97 


254.3 


389,2 


62,2 


157,9 


251,5 


215,5 


340,8 


2. Lebensjahr 


73,7 


261 


354.7 


344,5 


470 


76,6 


262,5 


340,6 


308,1 


401,2 


3. 


81,7 


3H,7 


395,3 


368,8 


451,2 


82,4 


3I7,3 


382,7 


400.3 


485,6 


4- 


93,5 


449 


491. I 


511,2 


549,i 


96,2 










5- 







' 


— 


— 


439 


451-5 


499 


509 


6. 


102,1 


480,5 


471 


564,3 


534-8 












7- 


116,1 


659,6 


566,9 


669,5 


575,1 


— 








— 


— 


7—9- 


122,5 


719,3 


589.2 


759 


636,2 












9.— 11. 


122,2 


HQÖ.,2 


4.87,1 


8t2,t; 


701,6 


— 










15- 


145,2 


771.3 


530.6 


1034,7 


709,9 












16. 


159,8 


1362,2 


847,8 


1115,6 


703.4 












17- 


I 59,° 


1001,2 


6i5 


1 181,4 


723,7 


152,2 


1062,3 


687,5 


10137 


666,8 


18. 


165,7 


1148,2 


697,2 


1194 


727,6 


160,5 


"54-3 


728.9 


1546 


9709 


19- » 


170,2 


1193,7 


701.6 




818,1 












20. 


171,6 


1804,2 


1058,1 


1761,2 


1019 


162,5 


1229.5 


760,6 


1482.5 


9ii,3 


21. 


170,8 


1621 


932,9 


1578 


924,5 


160 


1290 


805.3 


1261 


819.6 


22.-25. 


168,7 


1655.5 


987,9 


1509,2 


892,8 


158,7 


1304,6 


8I9.8 


H3i,6 


896.7 


25.— 30. 


168,9 


1702,6 


1019,4 


1490,8 


880,6 


157,7 


1464,6 


9257 


1417,1 


897.7 


30—40. „ 


169,5 


1788,6 


1063,9 


1582,1 


93*,9 


157,7 


i379,3 


870,2 


1373,4 


884 


40.— 50. „ 


167.7 


1648,2 


988,9 


1569,1 


933-3 


158,2 


1326 


834,6 


1362,1 


852,4 


50. — 60. „ 


169,8 


1610,3 


955,8 


H75 


868,8 


158,3 


1315 


824,7 


1089 


690,9 


60.— 70. „ 


169 


1764 


1046,4 


1340,8 


795,4 


159.6 










70.— 80. „ 


167,2 


1555,2 


922,1 


1280,5 


758,4 













Körpervolumen und Körper Oberfläche 

Y 0 lum e n: 

Krause 2 ) bei 64 k Körpergewicht 57110 cm 8 

„ 52 „ „ nicht ganz */ 20 m 3 

E.Hermann 3 ) „ 64,83,, „ 69 415 cm 3 

(21—40 Jahre) 

„ 54,75 „ „ 60160 „ 

(11—20 Jahre) 

Neugeborener (berechnet bei 3,1 k Körpergewicht 3 440 
und 0,90 specif. Gewicht). 



atelektatischen Lungen ausgewachsener Totgeborener. Durchschnittsvolum künstlich mit 
Luft gefüllter Lungen Neugeborener = 102 cm 8 . 

1) Über die Volumverhältnisse der Leber und der Lungen in den verschiedenen Lebens- 
altern, Marburger Dissertation 1879 p. 28. 

2) Anatomie II p. 12. 

3) l. p. 31 Anmerkung 1 cit. p. 4. 



Volumen und Oberfläche des Körpers 



35 



Quetelet 71900 cm 3 

Meeh 1 ) 

bei 20 — 45j. Männern 

stärkste Exspiration tiefste Inspiration 

59028 cm 3 61856 cm 3 

insgesamt bei 9 — 49j. männl. Individuen 

49 023,3 cm 3 51350,7 „ 

Körperoberfläche: 

C. F. Th. Krause 2 ) ca.15843 cm 2 (15 □Fuss par. Mass) 

Fubini und K-onchi 3 ) 
(1,62 m grosser, 50 k schwerer Mann) 16 066,85 „ 

Tunke 4 ) 16517 „ (15 2 / 3 „ „ „) 

(Valentin 5 ), 3tägiges, 44 cm 
langes, 1,77 k schweres Mädchen 1219 „ ) 



Die genauesten Angaben rühren von Meeh 1 ) her: 



Alter 


Körper- 
länge 
(cm) 


Körper- 
gewicht 

(g) 


Gesamtoberfläche 
(cm 2 ) 


auf 1 k Körper- 
gewicht kommen 
cm 2 Oberfläche 






(abgerundete Zahlen) 


6 Tage 


50 


3 020 


2 504,8 *) 


829 


Monate 


66 


6766 


4 221,6 


624 


I Jahr 2Y2 Mon. 


74 


9 5H 


5 345 


562 


2 3 / 4 Jahre 


82 


13 594 


6278,5 


462 


6 Jahre 8^ Mon. 


102 


17 500 


8018,2 


458 


9 Jahre 1,8 Mon. 


112 


18750 


8 546-7 


456 


9 Jahre IO Mon. 


"4.5 


19313 


8 795.9 (8854,7) 


456 


137g Jahre 


137,5 


28 300 


11 883,1 


420 


15 Jahre 9% Mon. 


152 


35 375 


14988,5 


421 


I7 s / 4 Jahre (sehr kräftig) 


169 


55 750 


19 205,5 


344 


20 Jahre 7 Mon. (gut pro- 






18695.3*) 




portioniert) 


170 


59 500 


3H 


26 J. 3Y 2 Mon. (kräftig) 


162 


62 250 


18959.6 (19204,3) 


303 


beinahe 36 J. (korpulent) 
36 J. 3 2 / s Mon. (sehr mager) 


171 


78 250 


22 434,9 *) 


287 


158 


50 000 


17 587,4 (17 414.7) 


352 


45 Jahre J 1 /^ Mon. 


160 


5i 750 


17 993,5 (i8i57,6) 


348 


66 Jahre 


172 


65 500 


20281,5 (20 171,7) 


310 


(sämtlich männliche In- 










dividuen) 











Die eingeklammerten Zahlen sind aus der Summe der Werte der einzeln bestimmten 
rechten und linken Seite erhalten , die anderen aus Verdoppelung des Werts der rechten 
Seite. 

*) Von diesen Fällen ist in der übernächsten Tabelle genaueres Detail angegeben. 



1) Zeitschrift für Biologie XV 1879 p. 448. 

2) Wagner 's Handwörterbuch der Physiologie II Bd. 1844 p. 131. 

3) Untersuchungen zur Naturlehre des Menschen und der Thiere XII 1881 p. 26. 

4) ibid. IV 1858 p. 36. 

5) 1. p. 19 c. Anmerkung 3 p. 88. 

3* 



36 Anatomischer Teil 

Berechnetes Verhältnis der Körperoberfläche zum Körpergewicht'). 

Ge ™ cht Körperoberfläche Oberfläche (cm 2 ) 

(k) ) (cm 2 ) pro 1 k Gewicht 

f* :u? vi 

2 J,h ™ »,3 6028 Hl 

I 4> 2 7 020 49c 

r 9,i 8 552 450 

2 4>5 10095 4I2 

29,8 H505 386 

14 » 38,6 13670 354 

Erwachsener 62,9 ^936 ,0? 



4 

7 

10 
12 



(25 Jahre) 



Oberfläche einzelner Körperabteilungen (Meeh) 3 ). 

(cm 2 ) 

Neugeborener 20Y 2 j. Mann 
(s. o.) 



K °pf 227,4 



719 

62 '3 297,7 



no.9 625,0 
549-9 



36j. Mann 


Erwachsener 


(s. 0.) 


(nach Funkes. 


803,8 


989 


456,6 






1238 




1278 


2941,6 


78i,5 


664 


678,6 


56l 


538,5 


425 


1998,6 




2012,5 


1321 


1269,2 


1092 


669,3 


660 


5016,8 





Hals 

Brust, Bauch, Hals 

Nacken, Rücken, Gesäss 

Rumpf 334) 8 

Oberarm IIO)9 

Vorderarm 77 fi 

Hand 67,7 465,4 

Obere Extremität 256,2 1640,3 

Oberschenkel 120,8 1643^5 

Unterschenkel 107,3 I 477>5 

Fuss 82,5 668^ 
Untere Extremität (samt 

„Beckengegend") 371,7 4585,2 

Die Messungen beziehen sich auf die rechte Körperseite. 

Die oberen Gliedmassen samt dem oberen Eumpfteil (nach oben vom 
Schwertfortsatz, unt. Rippenbogenrand, 1. Lendenwirbel) machen V 3 der 
Gesamtoberfläche aus, die übrigen 2 / 3 entfallen auf Kopf, Hals, unteren 
Eumpfteil und untere Gliedmassen. 

Berechnung der Körperoberfläehe aus dem Körpergewicht. 

Man findet die Oberfläche (in cm 2 ) nach Meeh für alle Lebens- 
alter hinreichend genau nach der Formel 

12,312 x 

wobei G das gefundene Gewicht in g ausdrückt. (Für Kinder und 
Knaben ist die Konstante genauer mit 11,97 anzusetzen.) Für die 
Rechnung bequemer ist die Formel 

12,312 X G 0,6666 

NB! Log. 12,312 = 1,0903286 Log. 11,97=1,0780942. 

1) Tabelle nach K. V i e r 0 r d t , Physiologie des Kindesalters p. 386. Die Berechnung 
nach Meeh s. diese Seite unten. 

2) Gewicht nach Quetelet 1. p. 6 c. [Riecke] p. 366. — s. o. p. 13. 

3) 1. c. p. 35 Tabelle IV und V. Es sind nur drei der 16 Meeh'schen Fälle im Auszug 
mitgeteilt, entsprechend etwa den Körperabteilungen auf p. 19 vorliegender Schrift. 



Specifisches Gewicht des Körpers 37 

Specifisches Gewicht des menschlichen Körpers und seiner Bestandteile *) 

a) Gesamtkörper 

Krause 2 ): 

bei ruhiger Eespiration nach massigem 

Ausatmen 1,0551 (hohe Zahlen!) 

bei gänzlicher Luftleere der Lungen und 

des Darmkanals 1,1291 „ 

Hermann 3 ) : 

an normalen Leichen im Mittel 0,9213 
und zwar für 11— 20jährige 0,9021 
„ 21—40 „ 0,9345 

Meeh 4 ): 

4 Kinder im Alter von 6| — 13$- Jahren 

in willkürlicher Atmungsstellung im Mittel 1,01241 (Grenzen 0,97756 

bis 1,07933) 

7 Männer von 16 — 45 Jahren 

bei stärkster Exspiration im Mittel 1,02802 (Grenzen 1,01313 

bis 1,05727) 

dto. bei vorausgesetzter tiefster Inspiration im Mittel 0,96702 (Grenzen 0,94457 
(unter Zurechnung der Vitalkapacität bis 0,9846) 

zur stärksten Exspiration) 

b) Die einzelnen Organe und Gewebe 5 ) 

Autor 

Knöcherner Schädel 1,717 

Röhrenknochen: Spongiosa 1,2429 {W. Krause u. G. Fischer) 5 ) 

Rindensubstanz 1 ,9 304 
Fibrocartilago intervertebralis 

der Lendenwirbel 1,092—1,104 
Ligamentum nuchae (elastisches 

Gewebe) 1,1219 {IV. Krause u. G. Fischer) 

Nucleus gelatinosus der Wirbel 1,062 (Davy) 6 ) 

Gelenkknorpel 1,0951 {W. Krause u. G. Fischer) 

Muskulatur 

quergestreift 7 ) 1,0414 (1,0382—1,0555) 

glatt 8 ) 1,0582 (1,0573—1,0591) 

Sehnengewebe 1,1165 {IV. Krause u. G. Fischer) 

Fascia cruralis 1,0767 „ „ „ 



1) Das spezifische Gewicht der Körpersäfte (Blut, Harn etc.) ist im physiologischen Teil zu suchen. 
Nachstehende Tabelle betrifft vorwiegend die „festen" Gewebebestandteile. 2) Anatomie II p. 12. 

3) 1. p. 34 cit. 4) 1. p. 35 cit. p. 449. Es sind hier nur Mittelwerte berechnet. 

5) Zumeist nach Krause's Anatomie II p. 950 ff., wo meist das ganze Organ (mit Bindegewebe, 
Fett, Blutgefässen) bestimmt ist. — Vergl. auch W. Krause und G. Fischer, Zeitschrift für ration. 
Medicin 3. Reihe 26. Bd. 1866 p. 306 ff.), wobei das (blutleere) eigentliche Parenchym, in folgender 
Tabelle als „8 u b s t a n z" bezeichnet, gemeint ist. 

6) Transactions of the medico-chirurgical Society of Edinburgh 1829 Vol. III p. 436 ff. 

7) Krause, Anatomie I p. 80, s. a. u. bei „Elasticität der Muskeln". 8) ibid. p. 98. 



38 



Anatomischer Teil 



Epidermis der Fusssohle 

„ „ Dorsalhaut des 
Daumens 
Leder vom Rücken eines Mannes 
Panniculus adiposus vom Menschen 
Haar (Frau) 

„ -weiss (von einem Greis) 

„ (Hottentottin) 
Daumennagel 
Ohrknorpel 

Glandula lacrymalis (Substanz) 
Auge: 
Augapfel 



Cornea 
Linse 



Humor aqueus 

Glaskörper 
Schneidezähne 

Wurzel 

Krone 
Parotis 

Glandula submaxillaris 



sublingualis 



Schilddrüse 



1,190 



1,100- 

1,394 

0,971 

1,280—1,293 

1,290 

1,345 

1,197 

1,097 

1,0583 



1,022 —1,0302 

1,0212—1,0216 

1,091 

1,076 

1,079 

1,100 

1,121 

1,0053 

1,0089 

2,240 

1,950 

2,380 

1,0551 

1,0455 (Substanz) 
1,0487 

1,0408 (Substanz) 

1,0481 

1,0655 

1,0453 (Substanz) 



Lungensubstanz 6 ) (luftleer, Gefässe 
massig gefüllt) 
„ (möglichst ohne Bronchialästchen) 1,041 
Kehlkopf : Schildknorpel 
Ringknorpel 



1,0450—1,0560 



1,103 



1,06 



Autor 
{Davy) 



{Kap ff) 1) 

{Davy) 

n 
n 



(Huschke) 2 ) 
{Fr icke) 2 ) 
{Davy) 

n 

{Chenevix) 3 ) 
{Davy) 
{Nunnely) 4 ) 

{Giacosa) 5 ) 
{Davy) 

n 
n 



{Toldt) 7 ) 

{E. ffarless)*) 



1) Untersuchungen über das specif. Gewicht thierischer Substanzen. Tübinger 
Dissertation 1832. 2) 1. p. 20 c. p. 656. 

3) Transactions of the American Pharmaceutical Society held at Philadelphia 1803 
p. 195. — Annales de Chimie XLVIII p. 74. 

4) Quarterly Journal of microscopical science 1858 p. 138. 

5) Archivio per le scienze mediche VI 1882 p. 29. 

6) Eine hepatisierte Lunge 1,0345 (Kap ff), eine durch Pleuraexsudat vollständig 
komprimierte 1,054 (Toldt). 

7) Studien über die Anatomie der menschlichen Brustgegend 1875 p. 66. 

8) Wagner's Handwörterbuch der Physiologie IV. Bd. 1853 p. 512. 



Specifisches Gewicht der Organe 



39 



Thymus 

V e r d a u n g s k a n a 1 : 

Speiseröhre (unterer Teil) 
Magenwand 

an der Cardia 

am Pylorus 
Dünndarm 1 ) 

Duodenum 

Jejunum 

Ileum 

Dickdarm (Flexura sigmoidea) 
Leber 



Pankreas 

Milz 

„ bei Kindern 
Nieren 

Rindensubstanz 

Marksubstanz 
Nebennieren 

Hoden 

Tunica albuginea 
Prostata 
Ovarium 

Uterus 

Brustdrüse (weibl.) 
Herz: 

linker Ventrikel 

Pericardium 
Arterien: 

Aorta descendens 

Art. hypogastrica 
„ cruralis etc. 

Anfang der Aorta thoracica 
nach Entfernung der Adventitia 



1,0299—1,0352 



1,040 



1,048 
1,052 

1,047 
1,042 

1,041—1,044 

1,042 

1,0721 

1,0572 (Substanz) 

1,056 

] ,0462 

1,0470 (Substanz) 

1,0579 (Substanz) 

1,059—1,066 

1,0520 

1,0489 

1,0439 

1,0163 

1,0538 (Substanz) 
1,0435 

1,0448 (Substanz) 

1,088 

1,0452 

1,0515 

1,0446 (Substanz) 

1,052 

1,0455 

1,049 
1,014 



1,060—1,086 

1,086 
1,077 



Au tor 

(Davy) 

(Davy) 

>? 

(Davy) 

r> 
M 

(Smidt) 2 ) 



(Smidt) 



{Davy) 



(Davy) 



1) Die aus der Leiche herausgeschnittenen, z. Teil mit Luft, z. geringeren Teil mit 
Flüssigkeit gefüllten, Därme haben ein specif. Gewicht von c. 0,5. Mündl. Mitteilung von 
Schatz, cit. bei Wendt, Archiv der Heilkunde XVII 1876 p. 529, auch Rostocker 
Dissertation (Leipzig) 1876 : Über den Einfluss des intraabdominalen Druckes auf die Ab- 
sonderungsgeschwindigkeit des Harns. 2) Virchow's Archiv 82. Bd. 1880. p. 11. 



40 



Anatomischer Teil 



Venen: 

Vena cava infer. 
„ renalis 
„ cruralis 
„ saphena magna 
Lymphdrüsen 
6e hirn: 

ganzes Gehirn (Mann) 

» » 
Subencephalon (Unterhirn) d. h. 
verlängertes Mark, Brücke, 
Vierhügel 
Grosshirn (als Ganzes) 
graue Substanz 
weisse „ 
(Vorderlappen der) Hypophyse 
Zirbeldrüse 
Kleinhirn 
Dura mater 
Rückenm ark 
graue Substanz 
weisse „ 
Ganglion cervicale supremum 
Nervus ischiadicus 

„ „ (mit Bindege- 

webe) 
Nerven überhaupt 
Placenta 
Nabelschnur 



Autor 

1,061—1,071 (üavy) 
1,0139 

1,0386 (Bischof) J ) 

1,0415 (Danilewsky) ») 

1,0387 
1,0361 

1,0313 2 ) y 

1,0363 

1,0657 

1,047—1,050 (Lyons) 3) 
1,0321 

1,090 (Davy) 

1,0343 

1,0382 

1,0231 

1,0377 (W. Krause u. G. Fischer) 

1,046 (Kap ff) 

1,028 {Krause) 4 ) 
1,034—1,038 

1,0475 (Kap ff) 
1,058 



Schwerpunkt des Körpers 

W. und Ed. Weber 5 ) fanden ihn bei einem 166,92 cm langen 
Mann : 

8,77 cm über der beide Schenkelköpfe verbindenden Drehungsachse 
0,87 ,, in vertikaler Entfernung (kopfwärts) vom Promontorium 

94)77 » »1 »i >» von der Ferse 

7 2 , I 5 '» 1» >> ,» vom Scheitel, d. h. 



1) Sitzungsberichte der K. bayer. Akad. der Wissensch, zu München 1864 Bd. II 
p. 347. 

2) Centralbl. f. die medic. Wissenschaften XVIII, 1880 p. 241. Die graue Substanz 
der Stammganglien, etwa des Corpus striatum, ist höher im spezif. Gewicht als die Gross- 
hirntheile, wegen Beimischung von weisser Substanz. Häufig besteht ein Unterschied im 
spezif. Gewicht beider Hemisphären. 

3) Eeport on the pathology of the diseases of the army in the east 1856. 

4) Krause, Anatomie I p. 363. 

5) Mechanik der menschl. Gehwerkzeuge 1836 p. 116. 



Körpergewicht 41 
0,432 relative Entfernung vom Scheitel 

0,426 „ u » » beim Erwachsenen! Harless i) 

0,422 „ „ „ „ b. 6 8 / 4 j. Madchen J 

Nach Abnahme beider Beine liegt der Schwerpunkt ungefähr in der Hohe des tscnwert- 
fortsatzes oder des unteren Endes des Brustbeins. 

4,7 cm, über der Höhe der Hüftgelenksmittelpunkte, bei „Normalstellung" (Braune 

u. 0. Fischer)*). 

Schädel und Gehirn 

Gewicht des knöchernen Schädels 

Krause 3 ) 

Männer: Mittel 731 g 1 ^ Unterkiefer> Grenzen 468 _i 0 81 g 
Weiber: „ 555 „ J 

Unterkiefer allein: 
Männer 88 g 

Weiber 58 „ 

Sonstige Angaben 4 ) (ohne Unterkiefer): 

Männer: Mittel c. 600 g 
Grenzen 450—800 „ 
Weiber: Mittel c. 500 „ 
(Das spezif. Gewicht 1,717) 

Dicke der S ch ä d e 1 ka p s e 1 

Krause 3 ) 

an der Protuberantia occipitalis externa 15 mm 
am Schädeldach 5 — 7 „ 

an der Schläfenschuppe 2 „ 

an Stellen mittlerer Stärke (nach H e n 1 e) 3 — 4 „ 

Oberfläche des Schädels 4 ) 

wird taxiert (s. a. 0. pag. 36) 

Erwachsener c. 670 cm 2 

Neugeborener c. 245 „ 

6— 8monatliches Kind 5 ) 315 „ (Huschke) 5 ) 

I Jahr altes „ 389 „ 

I I 443 

Äussere Durchmesser des knöchernen Schädels 3 ) (cm) 

Männer Weiber 

Längendurchmesser zwischen Glabella und Protube- 
rantia occipitalis externa 20 18 

Vorderer {temporaler) Querdurchmesser zwischen den 

Spitzen der Alae magnae des Keilbeins 12 11 



1) Abhandlungen der mathemat.-physikal. Classe d. K. bayr. Akademie der Wissen- 
schaften 8. Bd. 1. Abtheilung 1857 p. 75 u. 273. 2) 1. p. 19 cit. 

3) Krause, Anatomie II p. 65. 

4) Artikel Schädel- und Kopfmessung in Eulenburg's Keal-Encyclopädie der ge- 
sammten Heilkunde 2. Aufl. XVII. Bd. 1889 p. 372. 

5) Schädel, Hirn und Seele nach Alter, Geschlecht u. Rasse 1854 p. 29. 



42 



Anatomischer Teil 



Hinterer {parietaler) Querdurchmesser zwischen 

den Tubera parietalia 
Höhendurchmesser zwischen Foramen occipitale 

magnum und Scheitel 
Höhe oder Länge des Gesichts von der Nasen- 
wurzel bis zum Kinn 
Breite zwischen den Wangenbeinen 
„ Jochbogen 
„ Unterkieferästen 
Mentoparietal-Durchmesser zwischen Kinn und 
Scheitel 

Weitere absolute Maasse nach Benedikt 's 1 ) 
Zusammenstellung : 
Grösste Länge des Schädels (s. o.) 

v » „ Neugeborener (beide 
Geschlechter) 
Grösste Breite des Schädels 2 ) Mittel 



V 



Männer 


Weiber 


16 


14 


13,5 


13 


12 


11 


11 


10 


14 


13 


10 


9 


24 


22 



Grösste Höhe des Schädels vom vorderen me- 
dianen Punkt des Hinterhauptsloches zum 
höchsten Punkt des Scheitels Mittel 



17,5 — 18,5 c. 0,5 kürzer 

12 

14,6 
(13,58—15,6) 

14,2 {Weisbach,Äby)*) 
14,0 {Zuckerkandl)*-) 



13,5 
(12,0—15,0) 



Radien ausgehend vom vorderen medianen Punkt 
des Hinterhauptsloches 
zur Nasenwurzel — Länge der Schädelbasis 10 0,7 kü 



urzer 



zum unteren Ende des Nasenstachels — Länge 
der Gesichtsbasis 

zum unteren medianen Punkt des Oberkiefers 

zum vorderen Bregma i. e. dem vordersten End- 
punkt der Sagittalnaht (s. o. Höhe des Schädels) 



(9—11 

9,2 
(8,1-10) 
9,4 
(8—10,5 

13,3 
(12,1-14,7) 



0,8 kleiner 



1,0 kleiner 



1) Eulenburgs's Realencyclopädie 1. c. p. 373 ff. Viele der Werte nach Weisbach 
(Beiträge zur Kenntniss der Schädelformen österreichischer Völker) , Wiener medic. Jahrbücher 1864 
und 186.7. 

2) Uber den „Längenbreitenindex" s. u. 

3) Weisbach, 1. c. — Äby, Die Schädelformen der Menschen und Affen 1867. 

4) Zur Morphologie des Gesichtsschädels 1877. 



Schädelmessung 



Männer 



zum hinteren Bregma i. e. dem hintersten Punkt 

der Sagittalnaht 11,2 

(10,1-12,9) 

zum hintersten medianen Punkt des Occiput 9,4 

(8-10,4) 

zur Mitte der Prominentia occipitalis externa 8,2 

(7,3-9,1) 

zum hinteren medianen Punkt des Hinterhaupts- 
loches — mediane Länge des Hinterhauptsloches • 3,5 

(3,1-4,1) 

dasselbe nach Daily 1 ) 3,5 — 3,6 

Radien ausgehend von der Nasenwurzel 
zum unteren Ende des Nasenstachels — Nasenlänge 5,7 

(4-6,3) 

do. nach Broca 2 ) Mittel 5 

zum untersten medianen Punkt des Oberkiefers, 

7,0 
(6,1-8,3) 



43 

Weiber 
0,4 kleiner 



einschliesslich des Randes der Alveole 
ohne den Rand der Alveole 



0,8 kleiner 



zum medianen Punkt zwischen den Stirnhöckern 
Stirnköhe 

zum vordersten Endpunkt der Sagittalnaht 
Vorderhauptshöhe 

zum .hintersten Punkt der Sagittalnaht 

zum hintersten medianen Punkt des Occiput 
Sehne der Längswölbung 



6,6 
(6-7,7) 

6,1 
(5,5-6,7) 

11,2 
(10,1-12,2) 
17,2 
(16—18) 

17,4 
(16,5-18,5) 
17,0 



viel kleiner 



0,7 kleiner 



zur Mitte der Prominentia occipitalis externa 

(16,1—18,5) 

zum hinteren medianen Punkt des Hinterhauptsloches 13,5 

(12,7-14,1) 

zum untersten medianen Punkt des Kinns — grösste 

Gesichtslänge oder Gesichtshöhe (Zuckerkand 1) 12,4 

(11—13,5) 

Andere mediane Sehnen 
vom vorderen zum hinteren Endpunkt der Sagittal- 
naht — Sehne der Sagittalnaht 11,1 0,6 kleiner 
(9,5 — 13) 

1) Dictionnaire encyclopödique des sciences medicales par Dechambre I Serie Bd. XXII 
1879. Art. Craniologie p. 657. 2) ibid. p. 660. 



44 



Anatomischer Teil 



Männer Weiber 

vom hinteren Endpunkt der Sagittalnaht bis zur 

Mitte der Protuberantia occipitalis externa 6,2 0,3 kleiner 

von der Protuberantia occipitalis externa zum hin- 
teren medianen Punkt des Hinterhauptsloches 4,6 0,3 kleiner 

(3,3-6) 

Lange des harten Gaumens 5 ? 0 0,3 kleiner 

(4,1-6) 

Eadien ausgehend von der Mitte einer biauriculär en Quer- 
achse, welche die Grübchen am hinteren Ursprung der Jochb ein würz el 

verbindet (Punkt k von Benedikt) 

Männer Weiber 

zum untersten medianen Punkt des Oberkiefers ohne den 



Rand der Alveole 


10,2 




(9,5-11) 


zum unteren Ende des Nasenstachels 


9,8 




(9—10,5) 


zur Nasenwurzel 


9,9 




(9—10,5) 


zum vorderen Endpunkt der Sagittalnaht 


11,7 ' 




(11-12,6) 


zum höchsten Punkt des Scheitels 


11,7 




(11—15,5) 


zum hinteren Endpunkt der Sagittalnaht 


9,7 ' 




(9—12,5) 


zum hintersten medianen Punkt des Occiput 


8,4 




(7,2-9,2) 


zur Mitte der Prominentia occipitalis externa 


7,5 




(6,5-8,5) 


zum hinteren medianen Punkt des Hinterhauptsloches 


3,8 




(3,1-4,5) 


(zum vorderen medianen Punkt des Hinterhauptsloches 


1,4) 



Radien ausgehend vom Nasenstachel 
Nasenlänge s. p. 43. 

zum untersten medianen Punkt des Oberkiefers ohne Alveole 1,15 
, s ; (0,7-1,6) 
zum vorderen Endpunkt der Sagittalnaht 16,0 

(15,3—16,8) 

„ hinteren „ „ „ 19,1 

(17,9—20) 

zum hintersten medianen Punkt des Occiput 18,2 

(16,5—19,9) 



Schädelmessung 



45 



Männer 



Weiber 



zur Mitte der Protuberantia occipitalis 

externa 



17,1 



(16-18,1) 

zum hinteren medianen Punkt des Hin- 12,7 

terhauptsloches (11,5 — 13,5) 

Lineare Breitenmaasse 

grösste Breite s. p. 42. 

geringste Stirnbreite zwischen den untersten 

Punkten hinter der Linea semicircularis 9,6 

(8,8-10,7) 

Vorderhauptsbreite (Weisbach) zwischen 
den Vereinigungspunkten der Kranz - 
naht mit den Keilbeinflügeln 11,3 

grösste Stirnbreite (weiter nach oben als 

die vorige) 12,3 

(11,1-13,5) 

Ohrenbreite (W e i s b a c h) zwischen beiden 

Warzen-Schläfennaht winkeln 13,5 

Ohrenbreite (Benedikt) zwischen beiden 
Grübchen am hinteren oberen Rande 
der knöchernen äusseren Ohröffnung 12,1 

(11,2-13) 

lnterparietalbreite, grösster Abstand zwi- 
schen beiden Tubercula parietalia 13,2 

(12,1-14,8) 

Warzenbreite zwischen den tiefsten Punk- 
ten beider Warzenfortsätze 10,4 

(9,5-12) 

Hinterhauptsbreite zwischen den Lambda- 
Warzennahtwinkeln 

grösste Hin terh a up tsloch- Breite 

>j » 
grösste Jochbogenbreile 



11,1 



(9,7-12,5) 
3,0 
(2,5-3,7) 



0.4 kleiner 



0,1 kleiner 



0,4 kleiner 



0,2 kleiner 



0,7 kleiner 



0,5 kleiner 



2,9— 3,0(Dally) 



13,2 

(12,1-14,5 

obere Gesichtsbreite zwischen den äussersten 

Rändern der Stirn-Jochbeinnähte 10,5 

(9,7-11,7) 

grösste Breite des Oberkiefers zwischen den 
unteren Enden der Yereinigungsstellen 
der Jochbeine mit den Jochfortsätzen 
des Oberkiefers 9 2 

(8,2-10,2) 



0,9 kleiner 



0,5 kleiner 



0,6 kleiner 



/ 



46 



Anatomischer Teil 



kleinste Breite des Oberkiefers zwischen den 
Übergangsstellen des Körpers des Ober- 
kiefers in den Processus dentalis 6 07 

(5,4-6,6) 

grösste Gaumenbreite 3 3 

(3,2-4,8) 



Männer Weiber 



0,2 kleiner 



2,1 



Breite der Nasenwurzel zwischen den 
obern Endpunkten der Oberkiefer- 
Thränenb einnäht 2 1 

, h ;:• (1,6-2,7) 

grosste Breite der Nasenöffnung (Broca) 1 ) 2,5 

B ogenmasse 
Horizontaler Schädelumjang (hervorragend- 
ster Punkt des Hinterhaupts, von Stirn- 
höcker oder Glabella frontis oder 
Arcus superciliaris) 

Erwachsener 52 50 

(49,1—54,5) 

Neugeborener 2 ) 34 34 

Ende des 1. Jahrs 42 

1% Jahre — 42 

10 „ 49 47 
Jochwurzelbogen (von einer Jochbein- 
wurzel zur andern) (29 — 34) 

Erwachsener *) 31,5 

Neugeborener 20 20 

Ende des 1. Jahrs 25,5 

1— ly Jahre — 25 

Ende des 3. Jahrs 28,0 

7 Jahre — 27 
12 „ 30 — 

Längsuinfangsbogen (von der Nasenwurzel 1,5 kleiner 

bis zum hintern medianen Punkt des 

Hinterhauptsloches) 36 — 37 

(34,1—39) 

bei typischem Schädel sich zusammen- 
setzend aus (a — c); 
d) Medianer Stirnbogen (Nasenwurzel bis 
zum vordem Endpunkt der Sagittal- 

naht) 12,5 12,0 

(11,1-14,9) 



1) Dictionnaire encyclopedique 1. p. 43 c. p. 660. 

2) Nach der 1. Auflage der Realencyclopädie XII. Bd. 1882. Artikel „Schädelmessung". 



Schädelmessung 



47 



Männer Weiber 

Neugeborener c. 8 

Ende des 10. Monats 10 — 

„ „ 12- „ - 10 

„ „ 5. Jahrs 11,5 — 

„ „ 8. „ 12 11,5 

„ „ 14- „ - 12 

b) Scheitelbogen (vom vordem zum hin- 
tern Endpunkt der Sagittalnaht) 12,5 H>9 

(10,1—14,4 

Neugeborener 9 

8. Monat 10 — 

10. „ - 10 

1£ Jahre 11 — 

4 — 11 

8 „ 12 
20 „ - 11,9 

c) Hinlerhauptsbogen (vom hinteren End- 
punkt der Sagittalnaht zum hintern 
medianen Punkt des Hinterhaupts- 
lochs) 11,3 10,6 

(9,1-13) 

Inlerparietalbogen = Bogen von der Nasen- 
wurzel zur Protuberantia occipitalis 
externa *) minus der Summe von Stirn- 

und Scheitelbogen (25 cm) 6,09 

(4,6-7,6) 

Eigentlicher Hinterhauplsbogen (von der 
Protuberantia occipit. ext. bis zum 
hintern medianen Punkt des Hinter- 
hauptslochs) 5,16 

(4-6,5) 

Bogen der Hinterhauptsbreite {querer Hinter- 
hauplsbogen) 13,45 

(11,5—15) 

Der Unterkiefer: 
Höhe von den Alveolaren zum untern 

medianen Rand (Zuckerkand 1) 3,2 

(2,8-3,9) 

Breite zwischen beiden Winkeln 9,9 9,1 

(8,5-11,5) 



1) sog. „Längsumfang des Grosshirnschädels" ; er misst für Männer 31,9 — 31,6 (29,2 — 34,5), 
für Weiber 1,0 weniger. 



48 



Anatomischer Teil 



Männer Weiber 

Grösse des Winkels 1 1 n 7 o na 

XXt V • grösser 

(95—136°) 

Höhe des aufsteigenden Aslcs = Linie vom tiefsten 
Punkt des halbmondförmigen Ausschnitts am 
untern Eand des Winkels parallel dem hintern 
Astrand &fi ^ 

(4-6) 



19,5 



Länge von einem Winkel längs des untern Bandes 

zum andern 21 1 

(18,5—23,5) 

Innere Durchmesser des Schädels (Krause) 1 ) 
Unterer Längsdurchmesser zwischen Foramen coecum 

und Protuberantia occipital ext. 15 13 5 

Oberer Längsdurchmesser zwischen den Mitten der 

Crista frontalis int. und der Linea cruciata super. 

ossis occipitis 17 15 
Querdurchmesser zwischen den Vereinigungen der 

Partes petrosae und squamosae der Schläfenbeine 11,5 11 

mhe 12,1 11,9 

Schädelformen und S ch ä delin d ic es 
Längenbr eitenindex oder Breitenindex 100 Q 

(,,L.Br.r ( ) = — ZT - ' wo L die Län S e 

des Schädels (p. 41 u. 42) und Q die Breite zwischen 2 je am weitesten 
von der Medianlinie entfernten Punkten bezeichnet. 

Internationale Bezeichnung der Schädelindices 2 ) 

Gruppe Index 

Dolichocephale Hauptgruppe 1 55,5—59,5 (Extreme Dolichocephalie) 

2 60,0—64,9 Ultra-Dolichocephalie 

3 65,0 — 69,9 Hyper-Dolichocephalie 

4 70,0—74,9 Dolichocephalie 
Mesocephale Hauptgruppe 5 75,0 — 79,9 Mesocephalie, Mesaticephalie 
Brachycephale Hauptgruppe 6 80,0 — 84,9 Brachycephalie 

7 85,0—89,9 Hyper-Brachycephalie 

8 90,0—94,9 Ultra-Brachycephalie 

9 95,0—99,9 (Extreme Brachycephalie) 
Beim „Kopf" ist, verglichen mit dem Schädel, der L.Br.I. um 2( — 3) 

höher zu rechnen. 



1) Anatomie II p. 55. 

2) Korrespondenzblatt der deutschen Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und 
Urgeschichte XVII. Jahrgang 1886 Nr. 3. 



Körpergewicht 49 

Längenbreitenindex für den menschlichen Schädel im allgemeinen c. 80. 
Für die in der Hauptsache brachycephalen (jetzigen) Deutschen 1 ) 
findet Weisbach 81 

(für Czechen 82,6) 

den weiblichen Schädel mehr brachycephal 83,1. 
Längenhöhenindex oder Höhenindex = ^j—, wo H die Höhe 



bezeichnet. 



Index 

Hypsicephalen über 75 

Orthocephalen 70—75 
Platycephalen 
(Chamaecephalen) 



unter 70. 



Orbitalindex 2 )= wo Ho den vertikalen (Höhen-), B den 

horizontalen (Breiten-) Durchmesser des Eingangs der Augenhöhle be- 
zeichnet. 

Index 

Hypsiconchen über 85 (gelbe Rassen) 

Mesoconchen 80 — 85 

Platyconchen unter 80 (schwarze Rassen) 

Weisbach findet den „Augenindex" = 84,6 

Zuckerkandl bei Männern = 82,5 

„ Weibern = 87,8 

beim Kind ist er = 100. 

Nasalindex oder Nasenindex 3 ) 100 Bn 

,-r, * — — — , wo Bn die Breite der 

(B r o c a) Hn 

Nasenöffnung, // deren Höhe oder Länge (s. p. 43 u. 46) bezeichnet. 
Platyrhinen — schwarze Rasse 58 — 53 

Mesorhinen — mongolische und meiste 

amerikanische Rassen 52 — 48 
Leptorhinen — weisse Rassen (und 

Eskimos) 47 — 42 — Indo-Europäer Europas 

46—47 (Broca) 

Scapular index 100 Bs 

(Broca) = — Z — ' W ° L Länge, Bs die grösste Breite des 

Schulterblattes bezeichnet. 

Europäer 65,2 (Flo wer)— 65,9 (Broca) 
Neger 68,2 (Broca) —71,7 (F low er) 



1) Über deutsche Schädel bei Krause, Anatomie III p. 6. 

2) 1. p. 48 c. p. 685. 

3) ibid. p. 679. 

Vlerordt, Dat. u. Tabell. f. Med. a. Aufl. 



50 



Anatomischer Teil 



Infraspinalindex 
(Broca) 



100 Bs 



wo Bs wie eben, L { die Länge der 
Fossa infraspinata bedeutet. 



Europäer 87,8 (Broca)— 89,4 (Fl o wer) 
Neger 93,9 „ —100,9 

Schädel winkel J ) 
Camper'scher Gesichtswinkel , einge- 
schlossen von einer den Boden der 
Nasenhöhle und äussern Grehörgang 
einerseits und den hervorragend- 
sten Teil der Stirn über der Nase 
und das vorderste Jugum alveolare 
des Oberkiefers berührenden Linie 
andererseits. 

Orthognathie 
Prognathie 



v. Jhering's Profilwinkel, die eine Linie 
vom Mittelpunkt des äussern Ge- 
hörgangs zum unteren Rand der 
knöchernen Augenhöhle derselben 
Seite, die zweite von der Stirn- 
nasennaht zum hervorragendsten 
Punkt des Zahnfortsatzes des Ober- 
kiefers derselben Seite. 

Orthognathie 

Prognathie 

Opisthognathie 

.ßroca'scher (ophryo-spinaler) Gesichts- 
winkel, die senkrechte Linie vom 
Mittelpunkt des unteren Stirn- 
durchmessers zum Nasenstachel 

Daubenton 'scher Occipitalwinkel 2 ), ge- 
bildet von einer vom hinteren Rand 
des Hinterhauptlochs zum unteren 
Rand der Orbita gezogenen Linie 
einer- und der Ebene des Hinter- 
hauptlochs andererseits 



80° und darüber — Europäer 80° 
weniger als 80° — Neger 70° 
(bis herab zu 65) 



89—91° Deutsche im Mittel 90° 
76° u. mehr 
91° u. mehr 



75—77,67° bei Weissen 

74,86° bei ozeanischen Negern 



3° (Daubenton) 
weisse Rassen : negativ bis 6 (B r o c a) 



1) s. Bessel-Hagen, Archiv f. Anthropologie Bd. XIII 1881 p. 269, auch Königs- 
berger Dissert. 1881: Zur Kritik und Verbesserung der Winkelmessungen am Kopfe. 

2) s. Topinard, Elements d' Anthropologie generale 1885 p. 812 ff. 



Kopfmasse 



51 



Sphenoidalwinkel (Welcker), gebildet von Linien, 
die vom Hinterhauptloch (Vorderrand) und von der 
Sutura naso-frontalis zum Ephippium gezogen sind. 



Gesichtswinkel l ) (W e i s b a c h) 
Nasalwinkel 1 ) (Weisbach, Welcker) 
Basalwinkel (Topinard 1. c.) 



Deutsche 


134° 


Neger 


1440 


Männer 


Weiber 


73° 


76° 


67° 


66° 


44° 


43° 



Kopfmasse (Benedikt) 2 ) 
die kephalometrischen Masse sind ca. 6 0/ 0 höher zu setzen, als die kraniometrischen, 

(s. p. 41 ff.) 



Horizontalumfang 

(fast 3 cm mehr, als am Schädel, B r o c a) 
Breite und Länge mindestens 1 cm mehr als 

am Schädel 

Ohrumfang 

Neugeborener 
1 Jahr alter 
7 — 12j ähriger 

Längsbogen am Kopf 

(bis zur Protuberantia occipit. externa) 

Medianer Stirn- und Scheitelbogen je 

Interparietalbogen 
Querer Hinterhauptsbogen 



Männer 
cm 

55 



32,8—33 
22 
26 
30—31 
33 

etwas über 

13 

(12—15) 
6 



Weiber 
cm 

53 



reichlich 
1 

weniger 



34 



12,5 



5,6 



14—14,5 13,5—14 



Liharzik's Wachstumsnorm für den Kopf 

In den 6 Zeitperioden der I. Epoche (s. p. 17) 

je c. 2 3 / 7 cm, 

also bei 3 3cm Horizontalumfang des Kopfes eines Neu- 
geborenen am Ende des 21. Monats 13 cm mehr = 
In den 12 Perioden der II. Epoche je c. 1 / 4 „ 

also am Ende des 171. Monats (12-^- Jahr) 3,5 „ mehr = 
In den 6 Perioden der III. Epoche je c. 1 / 2 „ 

also am Ende des 300. Monats (25. Jahr) 2,75 „ mehr = 



46 cm 
49,5 „ 



52,25 „ 



1) Die Winkel sind gebildet von den Verbindungslinien der Nasenwurzel, zum Alveo- 
larfortsatz des Oberkiefers zwischen den innern Schneidezähnen und von da zum Vorder- 
rand des Foramen occipitale magnum. Die Summe der Seiten dieses Profildreiecks beträgt 
beim Mann 263, beim Weib 245 mm. Archiv f. Anthropologie III 1868 p. 78. 

2) 1. p. 46 cit. (1. Auflage). 

4* 



52 



Anatomischer Teil 



Im 1. Jahr Wachstum in die Länge und Breite 
vom 1, — 8. Jahr: Längenwachstum 

Breitenwachstum 
„ 8. — etwa 20. Jahr : Länge und Breite 



3 cm 
2,0 



2,5 



Rauminhalt des Schädels (cm 3 ) 



Mitteleuropäische Rasse l ) im Mittel 
obere Grenze 
untere „ 
Weisbach rechnet 
Welcker 2 ) (Hallenser Schädel) 
Huschke 3 ) ( Jenenser Schädel) 
Ferner ergiebt sich 

neugeborene Knaben 
Ende des 1. Lebensjahrs 
ungefähr im zehnten Jahr 



Männer 

1500 

1750 

1200 

1521,6 
Mittel 1450 
Mittel 1550 

385— 450 
700—1000 
ca. 1300 



Weiber 

1300 

1550 

1100 

1336,6 

1300 

1300 



J. Ranke 4 ): 

Münchener Stadtbevölkerung 
nach dem Geschlecht gemischt 

Altbayrische Landbevölkerung 
nach dem Geschlecht gemischt 

Man bezeichnet als 

nannocephal Schädel unter 

emmetrocephal „ von 1300 — 1400 

encephal „ „ 1500—1699 

megalocephal „ „ 1700 u. mehr 
(Kephalone von V i r c h o w) 



1523 



1503 



1442 



1419 



1361 



1335 



1300 cm 3 Rauminhalt 



Hirngewichte 5 ) verschiedener Nationen und Rassen (g) 



Deutsche 

1424 



Engländer 

1422 



Franzosen 

1322—1333 



Litauer 

1319 



Schotten 

1309 



Weisbach 6 ) (österreichische Soldaten) : 
Deutsche Norditaliener Slaveu 

1324 1365 1321 



Hindus 

1006—1176 



Ungarn 

1296 



1) L. p. 41 Anmerkung 4 c. p. 371. 

2) Untersuchungen über Bau und Wachsthum des menschlichen Schädels 1862. 

3) L p. 41 cit. p. 47. 

4) In „Beiträge zur Biologie", Festgabe für T h. v. Bischoff 1882 p. 301. 

5) Krause, Anatomie II p 862. 

6) Archiv für Anthropologie II 1867. 



Hirngewicht 



53 



Nach Davis x ) 





Männer 


Weiber 


Europäische Rasse 


1367 


1204 


Ozeanische „ 


1319 


1219 


Amerikanische „ 


1308 


1187 


Asiatische „ 


1304 


1194 


Afrikanische „ 


1293 


1211 


Australische „ 


1214 


1111 



Das im Gehirn circulierende Blut beträgt, etwa */ l6 seines Volumens. 



Absolute Mittelgewichte des Gehirns bei 20— 80j ähr ige n 
Europäern verschiedener Volksstämme 2 ) 



(s. a. p. 20 und 25) 



Beobachter 




Männer 


Weiber 


Krause 3 ) 


Hannoveraner 


1461 


1341 


F. Arnold 4 ) 


Badener 


1431 


1312 


Reid 5 ) 
Peacock 5 ) 




1424 


1262 


| Schotten 


1423 


1273 


Sims 6 ) 


Engländer 


1412 


1292 


Ti ed emann 7 ) 


Badener 


1412 


1246 


Quain 8 ) 


Engländer 


1400 


1250 


GL H. B ergmann 9 ) 


Hannoveraner 


[1372 


1272] 


Rud. Wagner 10 ) 


(Verschiedene) 


1362 


1242 


Th. v. Bischoff 11 ) 


Bayern 


1362 


1219 


S ap p ey 1 2 ) 


Franzosen 


1358 


1256 


Huschke 13 ) 


Sachsen 


1358 


1230 


Ho ffmann 8 ) 


Schweizer 


1350 


1250 


Biosfeld 14 ) 


Russen 


1346 


1195 



1) Philosoph. Transactions Vol. 158 Part II 1869. 

2) Über das Gewicht der, wie es scheint, von einzelnen Beobachtern, z. B. Sims, 
B o y d , mitgewogenen Arachnoidea und Pia mater s. u. p. 55. Die [ ] Zahlen betreffen 
Gehirne Geisteskranker. 

3) C. F. Th. Krause, Anatomie 1844 — die 3. Auflage giebt II p. 964 1432 resp. 
1315 g an. 

4) Handbuch der Anatomie des Menschen 2. Bd. 2. Abtheilung 1851 p. 693. 

5) 1. p. 31 Anmerkung 4 cit. 

6) Medico-chirurgical Transactions (of the Royal med. and Chirurg. Society of London) 
Vol. XIX 1835 p. 353 ff. 

7) Über das Gehirn des Negers, verglichen mit dem des Europäers und des Orang- 
Utang 1837. 

8) Hoffmann's Anatomie IV. Bd. 1. Auflage. 

9) Allgemeine Zeitschrift für Psychiatrie IX. Bd. 1852 p. 366. 

10) Vorstudien zur Morphologie und Physiologie des menschlichen Gehirns als Seelen- 
organ 1860 Abhandlung I. 

11) 1. p. 26 c. Tabelle I 

12) Traite d'Anatomie descriptive T. III 2^ 6dit. 1871 p. 42. 

13) 1. p. 41 cit. p. 157 ff. 

14) 1. p. 20 cit. 



54 



Anatomischer Teil 



Beobachter 




Männer 


Weiber 


Clendinning 1 ) 


En ctl tt.u cl Ar 


1333 


1197 


Dieberg 2 ) 


ii uoocu 


1328«) 1238 


Boyd 3 ) 


Engländer 


1325 


1183 


Parchappe*) 
Lelut 5 ) 


l Franzosen 
J 


[1323 
1320 


1210] 

? 


W. Hamilton 6 ) 


Schotten 


1309 


1190 


Meynert 7 ) 


Österreicher 


[1296 


1170] 


P aris ot 8 ) 


Franzosen 


1287 


1217 


Weisbach 9 ) 


Deutsch-Österreicher 


1265 


1112 



Gesamtmittel i 358 1235, Differenz 123 

„ ohne die [ ] Werte 1362 1238, „ 124 

also das männliche Gehirn um 10% schwerer, als das weibliche. 
Uber das spezifische Gewicht des Gehirns s. p. 40. 
Über das Hirngewicht im kindlichen Alter s. p. 21 u. 22. 

Hirngewicht und Körpergewicht (Th. v. Bischoff) 10 ) 

Körpergewicht Hirngewicht 





Männer 


Weiber 


20 kg 




4.47 % 


30 „ 


3-7 % 


3.37 .. 


40 >, 


2,98 „ 


2,70 „ 


50 .» 


2,5 ., 


2,29 „ 


60 „ 


2,16 „ 


1.99 ,. 


70 „ 


1.99 » 




8O „ 


i,59 ,» 





Calori 11 ) rechnet Hirngewicht : Körpergewicht bei Männern 
1:46—50, bei Frauen 1:44—48, Reid 12 ) vom 25.— 55. Lebensjahr 
bei Männern 1 : 37,5, bei Frauen 1 : 35. 

Hirngewicht und Körpergrösse 
Marshall 13 ) rechnet für (englische) Männer auf 1 cm Statur- 
Unterschied 4,4, für Weiber 2,3 g Hirngewicht. 

1) Medico-chirurgical Transactions (of the Royal medical and chirurgical Society of 
London) 1838 Vol. XXI p. 33. 

2) 1. p. 20 cit. — Bischoff 1. p. 25 cit. p. 12 möchte aus den D i eb e r g ' sehen 
Tabellen 1352 statt 1328 für das Männergehirn berechnen. 

3) 1. p. 25 c. 

4) Kecherches sur 1' encephale, 1 er Mem. 1836 u. Traite theorique et pratique de Ia 
folie 1841. 

5) Gazette medicale de Paris V 1837 p. 146. 

6) s. A. Monro III The anatomy of the brain etc. 1831 p. 4. 

7) Vierteyahrsschrift f. Psychiatrie Jahrgang 1867/68 p. 125. 

8) Comptes rendus de la societe' de medecine de Nancy 1867 p. 160. 

9) Archiv f. Anthropologie I. Bd. 1866 p. 191 (die Gehirnhäute sind nicht mitgewogen). 

10) 1. p. 25 cit. p. 32. 

11) Memorie dell' Accademia delle scienze dell' instituto di Bologna Ser. seconda T. X 
1871 p. 35. 

12) 1. p. 31 Anmerkung 4 cit. 

13) Proceedings of the royal Society of London 1875 p. 564. 



Gehirn 



55 



Gewichtsverlust des Gehirns im Alkohol 
schlägt Th. v. Bisch off x ) nach längerem Liegen in 30— 50gradigem 
Weingeist auf rund 42 7o des noch vorhandenen Gewichts an. (Bei vor- 
her ganz Gesunden ist übrigens bloss c. 30% anzunehmen.) 

Gewicht der Gehirnhäute und Gehirnflüssigkeit 2 ) 

Die im Schädel und in den Hirnhöhlen 

befindliche Flüssigkeit bei Gesun- g 
den schwankt (Th. v. Bisch off) 2 ) 41—103 
Pia mater und Arachnoidea allein 

(Th. v. Bisch off) 2 ) 25—40 
Dura mater (E. Bischoff) 3 ) 33j. & 42 22j. ? 40 

Arachnoidea, Pia mater, Plexus cho- 

rioidei und ablaufendes Blut 50—60 (Huschke) 

32—72 (W e i s b a c h) 
38 (Hagen) *) 
22 (Marshall) 5 ) 

Liquor cerebrospinalis 125—156 (Cotugno) 6 ) 

62—372 (Magen die 7 ) und 
L o n g e t) 
75 (Luschka) 8 ) 
82 (Eich. Wagner) 9 ) 



1) 1. p. 25 c. p. 79 Anmerkung. 

2) ibid. p. 17. 

3) 1. p. 20 cit. pag. 80 und 92. 

4) Der goldene Schnitt in seiner Anwendung auf Kopf- und Gehirnbau, Psychologie 
und Pathologie 1857 p. 67. — 29 g auf das grosse, 9 auf das kleine Gehirn. 

5) s. vorige Seite. 

6) De ischiade nervosa commentarius Neap. 1764. 

7) Eecherches physiologiques et cliniques sur le liquide cephalo-rachidien 1842. 

8) Die Adergeflechte des menschlichen Gehirnes 1855 p. 162. 

9) Virchow's Archiv 124. Bd. 1891 p. 301. 



56 



Anatomischer Teil 



Gewicht, Dimensionen, Volumen ein 

a) im Erwachsenen 
Breite 



zelner Gehirn t eile *) 



Grosshirn 

Mittel hirn a ) allein 
Unterhirn 8 ) 

Brücke mit verlängertem 
Mark (u. Vierhügeln ?) 

nach R e i d 

nach Hoffmann 
Vierhügel 
Verlängertes Mark 

Brücke 

,, (Weisbach) 



(Gluge) 4 ) 
Kleinhirn 



Gewicht 
g 



(Gluge) 4 ) 
Pedunculus cerebri 

Infundibulum 
Hypophyse 
Chiasma opticum 
Bulbus olfactorius 
Dritter Ventrikel 
Sehhügel 

Streifenhügel 

Zirbeldrüse (H u s c h k e) 
Commissura mollis 
Fornix 
Balken 



Seitenventrikel 

Ammonshorn 

oberes Ende der Klaue 
unteres „ „ „ 

Breite der Hirnwindungen 



21,7 
169 



159 



o,5 



0,218 



Länge 
mm 
162 — 172 



26 
mehr als 
26 



28,2 

27»9 
3,7 
6,1 

17 
16,6 



16 
23 

29 



41 

(Mittellinie) 
68 

(neben der 
Mittellinie) 

c. 23 

7 
7 
7 

7-9 
c. 27 

41 
68 

9-11 
7 
27 
81 

(vom Knie bis 
zum Wulst) 

41 



mm 
123 — 142 



25 

27 (oben) 
18 (unten) 
36 



115 



16 (hinten) 
23 (vorn) 

14 

9— 11 

5 

4- 5 

14 (vorn) 
18 (hinten) 
II (Kopf) 
5 (Schwanz) 

5- 7 

9— 11 
34 — 41 (vorn) 
54 (hinten) 

18 (vorn) 
27 (hinten) 



Dicke 
mm 
102 — 108 

(Höhe) 



Volumen 



cm' 



<f "85 

9 1072 



24 



9 
16 

(sagittal gemessen) 
25 
54 

(Höhe neben der 
Mittellinie) 

(Höhe an den 
Rändern) 



c. 20 

1,7—34 
6-7 
5 

H 

18 (vorn) 
23 (hinten) 
25—29 (Kopf) 
5 (Schwanz) 

5 
4 
4 

5—7 (Körper) 
9 (Knie) 
14 (Wulst) 

2-5 



6 
16 

162 



9 — 
16—18 7 

5-17 

Für die Dura m a te r rechnet Th. v. B i s c h 0 ff 5 ) bei 1455 cm 3 Schädelinnenraum 122,5 cm» 
= 8 , 42 % des gesamten Raums, R. Wagner (1. c.) für Dura 59 cm 8 , Pia 44 cm 8 (bei 1400 g 
Gehirn und 1450 cm 8 Schädelinhalt).] 



1) Krause, Anatomie II p. 965." 

2) Mittelhirn = verlängertes Mark mit Brücke und Vierhügel. 

3) Subencephalon = das Hinterhirn ohne Kleinhirn und das Mittelhirn. 

4) 1. p. 20 cit. — 1 29j., 2 21j. Männer. 

5) 1. p. 25 c. p. 73. Es liegen 4 Beobachtungen zu Grunde. Für die Hirnsinus allein mögen 
50 -60 cm 8 zu rechnen sein. 



Gehirn 



57 



b) bei Kindern (Danielbekof) 1 ) 



männlich weiblich 

g g 

Gewicht des Gehirns 415.25 3°9> 2 4 

(Gewicht des Rückenmarks 3,93 3,84) 

Pons Varoli mit Medulla oblongata 5,63 5,53 

Kleinhirn 28,12 27,99 

Beide Hemisphären 381,5 365,72 



°/ 0 Verteilung der einzelnen Hirnteile auf die Masse 
des G-esamthirns (Th. v. Bischoff) 

für Deutsche 2 ) von Bischoff untersuchte 

im Mittel Männer Weiber Franzosen 

Grosshirn 13 70 1233 1381 

Kleinhirn 176 156 176 

d. h. ein relatives Kleinhirngewicht 



von 



12,9 0/0 (^) 12.8 0/c (~) 12-8 o/o (Jg) 



Ferner beträgt vom Gewicht des Gesamthirns 3 ) 

Stirnlappen 28,81 0/ G 

Scheitellappen 36,75 ,, 

Hinterhauptslappen 10,05 „ 

Schläfenlappen 13,63 „ 

Stammlappen mit Insel 9,73 ,, 



(98,97) 

Brücke (bei Deutschen) 1,5 0/ 0 (Weisbach) 



Oberfläche des Gehirns (H. Wagner) 4 ) 



Gewicht des 
frischen 
Gehirns 



g 



Oberfläche in cm 2 

insgesamt in den 

(beide freiliegend Furchen 



Ober- 
fläcbenent- 
wicklung 5 ) 



Hemisphären) 

2210 72I 

2196 726 

1877 628 

204I 689 

<? 24377 * 2 "7 

cf 2302,1 $ 1982,1 



verborgen 
1489 
1470 
1249 
1352 



2,47 
2,29 

2,36 

2,43 



Kliniker Fuchs 1499 
Mathematiker Gauss *49 2 
ein Handarbeiter 1273 
29jährige Frau 1 185 

brachycephale Italiener (C a 1 o r i) 6 ) 
dolichocephale ,, 

Danilewsky') berechnet für 2 Fälle (von 1240 und 1324 g Hirngewicht) bloss 
1588 und 1692 cm 2 , Baillarger 8 ) nimmt 1700 cm 2 an. 



1) Materialien zur Frage über das Gewicht und das Volumen des Gehirns und der 
Medulla oblongata bei Kindern beiderlei Geschlechts. St. Petersburger Dissertation 1885 
(russisch). — 200, durchschnittlich 1 Monat alte, Kinder. 

2) 1. p. 25 cit. p. 98. Daselbst noch weitere Angaben. 

3) ibid. p. 102. 

4) Massbestimmungen der Oberfläche des grossen Gehirns. Göttinger Dissertation 1864. 

5) Bedeutet die in cm 2 ausgedrückte Fläche , welche auf 1 g Gehirn kommt. Die 
4 Menschengehirne, in Alkohol aufbewahrt, waren auf 895, 957, 771, 864 g reduciert, 
im Mittel also um 38 0/ c ( s . a . p. 55). 

6) 1. p. 54 cit. 41 Gehirne. 

7) Centralblatt f. die medicinischen Wissenschaften 18. Jahrgang 1880 p. 244. 

8) Recherches sur l'anatomie, la physiologie et la pathologie du Systeme nerveux 
1872 p. 428. 



/ 



58 Anatomischer Theil 

Verteilung der grauen und weissen Substanz im Gehirn 
Bourgoin 1 ) 

Förster 2 ) (Mittel aus 5 Bestimmungen) 
Danilewsky») (Mittel aus 4 Bestimmungen) 

Conti 4 ) 3 Männer von immer höherem Alter 



graue Substanz 


weisse Substanz 


57 >? °/« 


42,3 <>/ 0 




40,9 „ 


bl,b „ 


38,4 „ 




A P. Aü 

4o,(jy „ 


49,53 „ 


50,47 „ 


l 46,67 „ 


53^33 n 


57,7 % 


42,3 % 


69,24 „ 


30,76 „ 


90,4 „ 


9,6 „ 



undes Mittel für den Erwachsenen 
3jähriger Knabe (Conti) 
9tägiges Mädchen (Forst er) 

G-rösste Tiefe der Hirnfurchen (Pansch) 5 ) 

a) Totalfurchen 

mm 

Fissura (Fossa) Sylvii ramus posterior 23 (bei dem Sulcus Rolando) 

5 , » » anterior 20 (5—20 lang) 



„ occipitalis 


23 


„ calcarina 


12 


„ hippocampi 


? 


b) Rindenfurchen 


Sulcus Rolando s. centralis 


(16— )23 


„ parietalis 


23 


„ frontalis 


16—18 


„ temporalis 


22 


„ olfactorius 


13 


„ occipito-temporalis infer. 


? 


„ calloso-marginalis (s. medialis 




fronto-parietalis) 


(10— )16 


„ frontalis superior links 


(11-;15 


rechts 


8—19 



Grosshirnwindungen (Engel) 6 ) 

mm 

Breite der Gyri 5—17 (4—23) 

bei jugendlichen Individuen 8 — 10 
„ alten Männern 8 
„ „ Frauen 7 

1) Journal de pharmacie et de chimie. 4. Se>. T. III 1866 p. 420. 

2) 1. p. 52 Anmerkung 4 cit. p. 23. 

3) 1. p. 57 c. p. 243 

4) Internationale Monatsschrift für Anatomie und Histologie II Bd. 1885 p. 39. 

5) Modell des menschlichen Grosshirns 1878 Tafel I und II. — Die Furchen und 
Wülste am Grosshirn des Menschen 1879 Tafel I und II. 

6) Wiener medic. Wochenschrift XV 1865 p. 549. 



Gehirn 59 



Dicke der Hirnrinde 1 ) (mm) 



Beobachter 


männlich 
rechte | linke 
Hemisphäre 


Mittel 


weiblich 
rechte | linke 
Hemisphäre 


Mittel 


Jensen 2 ) 
Bucknill und 

T u k e 3 ) 
Conti 4 ) 
Franceschi 5 ) 
Donaldson 1 ) 

,, am lobus occipital. 6 ) 
Engel 8 ) ) 
Riebet 7 ) > 
Danilewsky 8 ) J 

Zahl de 


2,29 
2,479 
2,91 
2,62 

überha 
r Gai 


2,21 
2,474 

2,94 
2,65 

upt 

1 glie 


2,91 

2,03 
2,25 
2,48 

2,94 

2,2- 

3 
2 

n z eil 


2,24 

2,463 
2,89 

2,54 
-3,7 
,0 

,5 

en 


2,25 

2,457 
2,92 

2,48 


2,24 
2,46 
2,91 



Tetraederförmige in der Grosshirnrinde c. 2000 Millionen 
(etwa 1 Million auf 1 cm 2 ). 

Meynert u. a. rechnen etwa 1200 Millionen Ganglienzellen in der 
Grosshirnrinde und 4800 Millionen mit denselben zusammenhängende Fasern, 
grosse multipolare Ganglienzellen in der Kleinhirnrinde etwa 10 Millionen. 

Donaldson 1 ) rechnet auf 1 / 1 0 ö mm 2 eines 0,02 mm dicken Schnitts 
im Durchschnitt 2 Zellen mit einem Querdurchmesser von 12 (.1. 

Topographie der Hirnlappen 
a) im Verhältnis zum Schädel 
Stirnlappen geht 42 mm über die Sutura coronalis nach hinten. 

Schläfenlappen „ 12 „ „ „ „ squamosa nach vorn. 

Hinterhauptslappen „ 15 „ „ „ „ lambdoidea nach vorn. 

b) zum Sulcus Rolando 

Das mediale Ei)de des Sulcus Rolando liegt 111 mm, das laterale 71 
hinter dem vorderen Ende des Stirnlappens und 49 resp. 89 mm vom 
hinteren Ende des Hinterhauptlappens entfernt. 

Länge der "Wirbelsäule 

a) im Erwachsenen (s. p. 64) 

Höhe = 2 / 5 der ganzen Körperlänge. 

Mann Weib 

69—70 66—69 



1) Tafel II (und I) bei Donaldson (The American Journal of Psychology Vol. IV 
Nr. 2. Dec. 1891 p. 248—294). 

2) Archiv für Psychiatrie V. Bd. 1875 p. 577. 

3) Psychological medicine, 4 th Edit. 1879. 

4) Internationale Monatsschrift für Anatomie und Histologie I Bd. 1884 p. 395. 

5) Bulletino di scienze mediche di Bologna 1886 p. 153. 

6) The American Journal of Psychology Vol. IV Nr. 4 August 1892. 

7) Structure des circonvolutions cerebrales 1878 p. 172. 

8) 1. 1. c. c. 



60 



Anatomischer Teil 



Den Biegungen folgend erhält man für die einzelnen Abteilungen: 
Halsteil 11—12 Lendenteil 19 
Kückenteil 27—30 Kreuzteil 15—16 

r a H /nT entfÄHt aUf die Zwis <*enwirbelscheiben % am Halsteil 3 cm, Rückenteil 6, 
.Lendenteil o cm. ' 

Die Höhe der W i r b el k ör p e r nimmt vom 3. Halswirbel bis 5. Lendenwirbel von 14 
auf 29 mm zu der Sagittaldurchmesser von 14 auf 35, der Querdurchmesser von 21 auf 
55 mm (Henle). Die Körper der Brustwirbel sind hinten durchschnittlich 2 mm höher 
als vorn. 

b) in verschiedenen Lebensaltern *) 

Verhältnis zur Kör- 
perlänge (= 1000) 

Neugeborener 19,2 (Bouland 2 ), Langer 8 ) 384 

Ende des 3. Jahrs 31,7 „ 368 

5 Jahre 33,5 (Bouland, Moser 1 ) 300 

6 l / 2 „ 33,0 (Langer) 285 

9 „ 41,0 327 

11 » 41,0 297 

14 » 44,0 289 

Iß 1 /, n 45,6 281 

Erwachsener 4 ) (s. a. o.)59,7 357 

(bei 169,8 Körperlänge) 

Mass der Beweglichkeit der Wirbelsäule (Lohr) 5 ) 
57° im Mittel (33—82) = Winkel zwischen der stärksten Rück- 
wärts- und grössten Vorwärtsbeugung, gemessen an jungen Männern. 

Gewicht der Wirbel (g) 

Frisches Skelett Trockenes Skelett 

(Dursy) 6 ) (Bardeleben)') 
schwerster leichtester schwerster leichtester 

7 Halswirbel 144 7 ter (28) 3*er (,6) 52,2 9 ,or (9,9) i ster (5.7) 

12 Brustwirbel 623 n ter u. i2ter(8i) 2ter u . ßter ( 34 ) 176,2 i2 ter (2i,4) 3 ter ( r o,7) 
5 Lendenwirbel 526 3 ter ("2) 5 ter ("x>) 154,1 3 tar (33)3 i ster (26, 4 ) 

Mittel 54 16,8 



1) Die Tabelle nach E. Moser, über das Wachsthum der menschlichen Wirbelsäule, 
Strassburger Dissertation 1889 p. 91. Es ist die freie Wirbelsäule, ohne Kreuz- und 
Steissbein gemeint (s. a. o.). 

2) Journal de l'Anatomie et de la physiologie VIII 1872 p. 359. 

3) Denkschriften der kaiserl. Akademie der Wissenschaften in Wien. Math.-natur- 
wissenschaftl. Classe 31. Bd. 1872 p. 1. 

4) Mittel aus 5 Bestimmungen, worunter solche von W. & Ed. Weber (1. p. 40 cit.) 
und R a v e n e 1 (s. nächste Seite). 

5) Münchener medicinische Wochenschrift 37. Bd. 1890 p. 73. 

6) 1. p. 20 cit. p. 507 und 508 (42j. 172 cm grosser Mann). 

7) Beiträge zur Anatomie der Wirbelsäule 1874 p. 42 (Mittel aus 4 männl. Wirbel- 
säulen). 



Wirbelsäule, Rückenmark 



61 



Querschnitt des Wirbelkanals (Äby) 
am 2. Halswirbel 
7 

in der Mitte der Brustwirbelsäule 
am 5. Lendenwirbel 
„ 3. Kreuzbeinwirbel 
Durchmesser des Wirbelkanals 
von vorn nach hinten 
im Halsteil 

„ Rücken- und Lendenteil 
an den "Halswirbeln 
bei den übrigen 



quer 



3.8 cm 2 

2.9 „ 
2,3 „ 
3,2 „ 
0,8 „ 



14 mm 
16 „ 
20 „ 
16 „ 



Dimensionen des Rückenmarks (cm) 



Länge (Ravenel) 1 ) 
im Halsteil 
„ Rückenteil 
„ Lendenteil 
„ Kreuzbeinteil 

Dicke von vorn nach hinten 

Breite 

an der Halsanschwellung 
„ „ Lendenanschwellung 

Volum 33 cm 3 . 

Fissura longitudinalis anterior 
„ „ posterior 



Männer 

9,9 
26,2 
5,1 
3,6 



Weiber 

10,0 
22,9 
5,7 
3,1 



44,8 



41,7 



0,9 
1,0-1,1 
1,4 



1,2 



2 — 4 mm tief 
4—6 „ 



Centralkanal 0,022 — 0,22mm weit; im Dorsalteil 0,045 in sagit- 
taler, 0,1 in transversaler Richtung (B. S tili in g). 

Ventriculus terminalis 8 — 10 mm lang, 0,6 — 1 mm breit, 
0,4 — 1,1 mm tief. 

Anzahl der Knochen im menschlichen Körper 2 ) 

Schädel 
Gehörorgan 



Gesicht 

(Zungenbein einfach gezählt) 3 ) 
Wirbelsäule 

(Steissbein einfach gezählt) a ) 

Brustkorb 

(Brustkorb einfach gezählt) 8 ) 
Schultergürtel 
Oberarme 
Vorderarme 



7 

6 
15 



26 

25 

4 
2 
4 



Handwurzeln 16 
Mittelhände 10 
Finger mit 10 Sesambeinen 38 
Hüften 2 
Oberschenkel 2 
Unterschenkel 6 
Fusswurzeln m. 2 Sesambeinen 16 
Mittelfüsse 10 
Zehen mit 6 Sesambeinen 34 



Summa 223 Knochen 



1) Zeitschrift f. Anatomie und Entwicklungsgeschichte Bd. II 1877 p. 347. 

2) Krause, Anatomie II p. 15. Die paarigen sind doppelt gezählt. 

3) Zählt man die einzelnen Stücke des Zungen-, Steiss- und Brustbeins, so erhält man 
für das Skelett 232 statt 223 Knochen. 



62 



Anatomischer Teil 



Anzahl der Muskeln (Krause) 1 ) 



am Kopf 
„ Hals 

an Nacken und Kücken 
„ der Brust 

„ „ oberen Extremität 
am Bauch 
„ Becken 

an der unteren Extremität 
Hierzu Eingeweidemuskeln 



paarige 

26 
16 
90 
27 
49 

6 

1 
62 



unpaar 
1 





Mann 


39 


5 




Weib 


38 


6 


Gesamtsumme: 


Mann 


316 


7 




Weib 


315 


8 



Gewicht der einzelnen Muskeln (Dursy) 2 ) 

(42j. 62,25 kg schwerer Mann) 

Kaumuskeln 166 
Halsmuskeln incl. Levator scapulae 392 
Rückenmuskeln 1708 
Brustmuskeln 536 
Bauchmuskeln 1074 
Sacro-spinalis (Extensor dorsi communis) 437 
Pectoralis major 347 
Deltoides 411 
Arm- u. Rumpfarmmuskeln (beider Seiten) 8016 
Triceps brachii und Anconaeus 428 
Strecker d. Vorderarms u. d. Hand zus. 637 



Kopf- und Rumpfmuskeln 
= 3876 



Beuger „ „ „ „ 

Beinmuskeln (beider Seiten) 
Ileo-psoas 
Glutaeus maximus 

„ medius 
Rectus femoris 
Beide Vasti 
Adductor magnus 



Verhältnis 42% : 58% 
877 / oder 1 : 1,38 

18682 
580 
1230 
472 

324 \ Unterschenkelstrecker 
1952 J 2276 
747 



1) Eingerechnet sind die besondere Namen führenden Muskelköpfe. — Anatomie II p. 155. 

2) 1. p. 20 cit. p. 512 ff. — Für schwach gebaute Weiber ist etwa die HSlfte anzu- 
nehmen. Sehr ausführliche Angabe bei F. W. T heile, 1. p. 26 cit. p. 156—171. 



Muskeln 



63 



Semitendinosus 

Semimembranosus 

Biceps femoris 

Gracilis 

Sartorius 

Tibialis anticus 

Triceps surae et Plantaris 

Tibialis posticus 

Dorsalbeuger eines Fusses 

Plantarbeuger „ „ 

Von den Skelettmuskeln 
zur Bewegung des 
der 



1 7 7 \ Unterscbenkelbeuger 
307 i (samt Gracilis und Sar- 
torius) = 1317 i) 
Verbältnis der Strecker zu 
den Beugern 63 : 37 



} 



415 
281 j 
137 ) 
162 
828 
118 
2721 
1218] 

dienen (Ed. Weber) 2 ) 
Kopfes und Rumpfes 
oberen Extremitäten 
unteren „ 



Verbältnis 
oder 



18 
1 



16% 
28 „ 

56 „ 



81 
4,5. 



Dimensionen der Muskelfaser (mm) 



a) Quergestreifte: 
Primäre Muskelbündel 
Muskelfaser 



Muskelkästchen 
Sarkolemkern 

Anzahl derselben pro mm 3 

b) Glatte: 
Muskelfaser » 

Muskelkästchen (im Oesophagus) 
Kerne 



0,5 — I dick 
20 — 40 lang 

0,06 breit (Muse, biceps brachii) 
(0,048—0,072) 

0,021 — 0,07 breit (Krause) 

0,011 — 0,034 „ mimische Muskeln (Kölliker) 
0,0026 lang, 0,0019 breit (Krause) 
0,006—0,011 lang (Kölliker) 
10 000 — 18000 (Auerbach) 3 ) 

0,045 — 0,225 lang (Kölliker) 
0,004 — 0,007 breit ,, 

0,015—0,038 lang, 0,0019—0,0038 breit (Krause) 
o,002 lang, 0,002—0,003 breit (J. Arnold) 



Muscularis des Darms 

Längsschicht 

Kreisfaserschicht 
Tensor chorioideae 
Wand der Lungenbläschen 
Darmzotten 



Länge 

der Fasern der Kerne 

(Mo lesch ott)*) 



0,219 
0,214 

0,053 
0,046 
0,040 



0,020 
0,020 

0,015 
0,017 



1) D. hat hier falsch gerechnet, indem er nur 1257 g zählt (die 3 eigentlichen Beuger 
zu 839 statt 899). Hiernach ist auch die Verhältniszahl korrigiert. 

2) Berichte über die Verhandlungen der k. sächs. Gesellschaft der Wissenschaften zu 
Leipzig, mathematisch-physische Classe 1. Bd. 1849 p. 79. 

3) Virchow's Archiv 53. Bd. 1871 p. 262. 

4) Untersuchungen zur Naturlehre des Menschen und der Thiere. Jahrgang 1859 
VI. Bd. (1860) p. 402. 



64 



Anatomischer Teil 



Dimensionen und Gewicht der Skelettknochen ») 



» 

des 
>i 

der 



Ganzes Skelett — Höhe 
Höhe des Kopfs (Hinterseite) 

Zähne 

Senkrechte Länge der Wirbelsäule 

(vergl. p. 59) 
Länge des Brustbeins (s. u.) 
„ „ Schlüsselbeins 

Schulterblatts (Basis) 
Breite „ „ (oben) 

Länge des Acrornion 
Humerus 
Ulna 
„ des Radius 
„ der Hand 
Höhe des Hüftbeins 

Breite der cristae ossis ilium 

Länge des Femur 

„ der Kniescheibe 

„ „ Tibia 

„ „ Fibula 

„ des Fusses 
Höhe „ 

Winkel des Collum femoris mit 
der Diaphyse 

Dimensionen und 



Männer 
cm 

162—172 
14 



70 

18—20 
14,2 
16 
12 
6 
32 
26 
24 
20 
22 

28 

55 

4 
39 
37 
24 

7 



Weiber 
cm 

151—162 
13 



68 

16—17 
13,6 
14 
10 
5 
30 
23 
22 
18 
19 

30 

43 

4 
34 
33 
22 

6 



Gewicht 1 ) 
des betr. 
Knochens 

e 

9814 2 ) 

1115 2 ) 
38 (Schultz)») 
62 (Dursy)*) 

1556 2 ) 

80 
41 
134 



308 

99 

90 
126 
958 

d. ganze Becken 
(ohne Kreuzbein) 

940 

39 
530 

78 
325 



127—135° 112- 

Gewicht der Wirbel p. 60 
,, ,, Rippen p. 65 



-125» 



Gesamtlänge des Skeletts in den einzelnen 
Lebensjahren (Toldt) 5 ) 



im 


1. 


Jahr 


50—72 


im 11. 


Jahr 




128—136 


5) 


2. 


» 


68—81 


n 12- 


n 




133—141 




3. 


n 


78—89 


n 13- 


n 




138—145 




4. 


n 


85—98 


„ 14. 






142 — 150 


« 


5. 


rt 


94_104 


„ 15- 






145—157 


n 


6. 


n 


102—112 


„ 16. 


n 




148—165 


n 


7. 


n 


106—116 


„ 18. 






152—167 


n 


8. 


n 


112—121 


b. erwachsenen 


Mann 


157—180 


» 


9. 


n 


117—127 


n 


n 


Weib 


153—166 




10. 


n 


123—131 







1) Dimensionen nach Krause, 1. c. p. 947. Gewicht nach Dursy, 1. c. p. 507 ff, 
frisches Skelett des 42j., 172 cm grossen Mannes (s. a. p. 60). 

2) Mit Zähnen, Zwischenwirbelscheiben, Rippenknorpeln ; erstere sind bei Kopf resp. 
Wirbelsäule ebenfalls mitgerechnet. 

3) Bemerkungen über den Bau der normalen Menschenschädel etc. 1852 p. 60 43 g für 
die oberen, 15 für die unteren Zähne, der obere erste Mahlzahn 2,3, die unteren Schneide- 
zähne je 0,5 g. 4) 1. c p. 507 — 36j. Mann. 

5) Maschka's Handbuch der gerichtlichen Medicin 3. Band 1882 p. 559. Zusam- 
mengestellt nach eigenen Angaben und solchen von Quetelet, Zeising, Liharzik, 
F. W. Beneke. 



Brustbein, Rippen 



65 



Verhältnis der Volumina der Knochensubstanz (= 1) 
und der Markräume (H. Friedrich) 1 ) 

obere Extremität untere Extremität Rippen 
25j. Mann 0,92 1,163 0,661 

82j. „ 1,54 2,65 2,015 

Verhältnis von jung : alt 1 : 1,67 1 : 2,28 1 : 3,08 



Dimensionen des Brustbeins 





Dicke 


Krau. 
Breite 


S6 2 ) 

Länge 


Peter- 
möller 8 ) 
Länge 


W intricn*) 
(gesamte Länge) 
cm 


insgesamt 

Manubrium 
Corpus 

Processus xipho- 
ides 


o,8 

0,2 


bis zu 6 
var. 

var. 


£ 18—20 

9 16—17 

4,6 

? 9 
var. 


5(4,4—6,5) 
7, 2 5 — ^.ö 6 


9,94 Jahre 10,7 
11,12 „ 12,62 
12, 5 „ 11,25 
12,97 „ 12,02 
14,37 „ 11,42 

24,64 „ <$ 17,41 

24,8 „ 9 16,2 
63 „ 16,6 

82,2 „ 15,6 
86,5 „ 15,8 


Verhältnis des Ma- 
nubrium zum 
Corpus 

O/o Länge des 
Brustbeins zur 
Körperhöhe 


Strauch 5 ) 

c? 1:2,65 
v 1:1,4 

cf 

2 


Dwight 6 ) Petermöller 3 ) 
I : 2,04 I : 2,06 
I : 1,92 

I : 1,89 

9,98-9,56 7 ) 
9,26—9,17 



Länge der Rippenknochen (Luschka) 8 ) 
in gerader Linie der concaven Fläche nach in gerader Linie der concaven Fläche nach 





cm 


cm 




cm 


cm 


I 


5 


8,5 


VII 


20 


30,1 


LT 


8,5 


18,8 


VIII 


23,6 


32 


in 


12,5 


24,3 


IX 


21,1 


29 


IV 


14,7 


27,2 


X 


17,7 


27,4 


V 


16,9 


27,3 


XI 


14,9 


20 


VI 


18,7 


29,5 


XII 


10,4 


11,3 



Gewicht der Rippen mit den Knorpeln (D u r s y) 9 ) 

14 wahre Rippen 472 g 

10 falsche „ 202 „ 
die schwerste ist die 7 te mit 52 g (wovon 23 auf den Knorpel), die leich- 
teste die 12 te mit 4 g. 



1) Die Markräume in den Extremitätenknochen eines 25jährigen und eines 82jährigen 
Mannes. Rostocker Dissertation 1890 p. 23 — 39. 

2) 1. c. II p 34. 

3) Über den sog. Geschlechtstypus des menschlichen Brustbeines. Kieler Dissertation 
1890 p. 22. 

4) Krankheiten der Respirationsorgane 1854 p. 82 — inVirchow's Handbuch der 
spec. Pathologie und Therapie 5. Bd. 1. Abtheilung. 

5) Anatomische Untersuchung über das Brustbein des Menschen. Dorpater Disser- 
tation 1881. 6) The Journal of anatomy and physiology Vol. XV. 1881 (P. III) p. 327 

7) Dwight, idem op. Vol. XXIV (P. IV) 1890 p. 527. 

8) Die Anatomie der Brust des Menschen 1863 p. 97. 

9) I. p. 20 c. p. 509, vergl. p. 64 Anmerkung 1. 42j. Mann. 

Vi er or dt, Dat. u. Tabell. f. Med. 2. Aufl. 5 



66 



Anatomischer Teil 



Äussere Dimensionen des Brustkorbs (Krause; 1 ) 

Vorderwand | 16 19 

Hinterwand l in Ruhelage 27 — 30 
Seitenwand I 32 



Innere Dimension des Brustkorbs (cm) 

zwischen Incisura sternalis des Brustbeins und 

1. Brustwirbel 5 — 6 

vom Manubrium sterni bis zur Wirbelsäule, 

Skelett , 0 — 2 Jahre 2 — 3 (Pott) 2 ) 

zwischen der Mitte des Brustbeins u. 6. Brustwirbel 12 — 15 

„ Schwertfortsatz und 12. Brustwirbel 15 — 19 

„ Knorpel der 4. und Winkel der 7. Eippe 16 — 20 
Querdurchmesser zwischen dem 1. Rippenpaar 9 — 11 

„ „ „ 6. „ 20 — 23 

„ 12. „ 18—20 

Horizontaler Umfang in der Mitte der Höhe 65 — 76 



Brustumfang 

Exspirationsumfang (cm): 
Mittel : 82 (Fröhlich) 3 ) Arme wagrecht, unter den Brustwarzen 
und dicht unter dem Schulterblattwinkel 
„ 82,2 (Krug) — 30— 40j. Männer 

„ 81,8 (Fetz er) 4 ) über die Brustwarzen und den Schulter- 
blattwinkel (Hangarm-Stellung) 
Mittelwerte 76—85 — Extreme 70—95 

Hauptmittel: 82 — für Weiber kann 76 gerechnet werden. 

Der untere Exspirationsumfang (Höhe des Schwertknorpels 
und der 6. Rippe) beträgt 76, bei Weibern 70. 

Nach Wintrich 6 ) übertrifft bis zum 25. Jahr der obere Brustumfang zunehmend 
(von 0,6 — 7,6 cm) den unter en, vom 63.-87. Jahr wird der untere grösser als der obere, 
steigend von 0,1 — 4,7 cm. — Der mittlere Umfang ist bis zum 15. Jahr nur um etwas 
geringer als der obere, vom 25. an nimmt er (beim Mann) ab bis zu 3 cm, um im Alter 
im Verhältnis zum oberen wieder zu steigen. — Bei Weibern sind die Unterschiede zwischen 
oberem und mittlerem Umfang geringer. 



1) Anatomie II p. 90. 

2) Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung N. F. 34. Bd. 1892 p. 128- 

3) Virchow's Archiv 54. Bd. 1872 p. 352. 

4) 1. p. 3 cit. 

5) 1. p. 65 c. p. 80. 



Brustmasse 



67 



Inspirationsumf ang: 
Mittel: 89 (Fröhlich) 
90,7 (Krug) 

89 (Fetz er) — mittlere Werte 86—95, Extreme 76—100. 

Bei Rechtshändigen ist die Peripherie der rechten Seite, bes. unten, um */ 2 — 2 cm grösser 
als die der linken, bei Linkshändigen ist die linke der rechten gleich oder nur wenig grösser 
(Corbin 1 ), Woillez 2 ), Wintrich) 3 ). 

Brustspielraum (Unterschied zwischen tiefster Aus- und Ein- 
atmung) 
Mittel: 7 (Fröhlich) 
8,5 (Krug) 

8 (Fetzer) — mittlere Werte 8 — 10, Extreme 4—12. 
Neugeborene 1,2 [Inspiration 33, Exspiration 31,#] — Eckerl ein 4 ) 
Breite des Thorax (Costal- oder Querdurchmesser): 

Männer 25—26 Weiber 23—24 
oben (i. e. höchste zugängliche Stelle der Achselhöhle) 25,8 
mitten (Höhe der Brustwarzen) 26,1 
unten (Schwertfortsatz und Knorpel der 6. Bippen) 25,8 
Neugeborene in Ruhestellung , 4 cm unter der Achselhöhle 

(Eckerlein) 4 ) 9,8 
Neugeborene in Buhestellung , sagittaler Durchmesser an 
der prominentesten Stelle des Sternum (Eckerlein) 8,7 



1) Gazette medicale de Paris 1838 p. 129. 

2) Recherches pratiques sur l'inspection et la mensuration de la poitrine 1838. 

3) 1. p. 65 c. p. 83. 

4) 1. p. 33 c. p. 138, 141, 143. Die Beobachtungen erstrecken sich bis zum 9. resp. 
6. Lebenstag. 



G8 



< 

cd 



B 
Ä 
S 
3 



cd £ 
2 <». 



g-s. 

•-« n 

CD B" 

es 
hrj B 

-» 
O 



CD 

CD 
CO 00 



B CO 

O: 
» 2 

ö 
E 

CD 

B* 

3 

CD 



p 

B 
CL- 



OU 
o 
B" 

CD 



o 

B~ 
p £ 

5» N 



CD 

s 

CD 



2 CO 
^ CO 

^ B 
2. B 

» 2 

w p 
2 B 

» 5 

rj- &, 
£0 Ol 
N Od 

§ 2 
er 

CD_ 

5J 

CD 

B 

«1 

o 
►1 

es 

es 
B 



CD 
"1 

B 
B 
B 
Od 

N 

4 



CD 



CA 

Ol Q- 

CD B 
p CO 



CD 



32 

O: 

CD 



CD 

B 



H 

f> 
o* 

CÜ 

S 

c/i 
o 
B1 
B 

So 

er 

o 



> 

CD 
=- 

er. 

CD 



CD 
3 



!0! 

N 
CD 
3 



CD 



O- 

CD 



O 
CT 
CS 
l-J 
CD 
B 



3 

CD 



B 
i 

O. 
CD 

CO 

w 



5' 

CD 



es 



CS 
CO 

w 

2 

CA 
<r»- 
CT 
CD 

B 

BT 
O: 
•t 
►O 

CD 
3 



CD 
1 



Durch- 
schnitt 

Minimal- 

mass 
für eine j 
militär- 
taugliche 
Brust 


Niedere 
Werte 

Mittlere 
Werte 

Hohe 
Werte 




I 


2 - - 
b 1 1 

3 I-, _ 

2. on 

% tn cn 


* * 

►n O: 
cs o: H 
B w >o 

01 a> 
CD 

i 


cn 
O 


«f» o * 

tu Cn 
B 1 

. 1 ' 

B £ o 


(T? o' "B 

i 


cn oo 

1 " 

00 


00 ^> 

er* cr\ o 

p 1 1 

B oo ^» 

B cn cn 


CO 

*B_ 

so y. 
ET. ' 

o 

B 


bfl 

lf 
B 

CO 
(-t- 

B 

B 

5? 
p 


o 


vO 00 -vj 
CT* Q\ On 

1 1 
a >X) oo 
B cn cn 


01 

*B 

Ma 

-1 l-l 

» B 

e-fr 1 

o' 

B 


CO 

o 


B 1 

l-l vj 

B o 


3 B. ^ 
B ® £ 

B r ä 


Hfl 
Cn 


M M M 

Cn M O 
1 1 

? Cn cn 


o 
er 

CS 
CS 

•1 

M 


Sagittaldurchmesser 
(Sterno-vertebraldurchmesser) 


n 

CJ\ — 
^ Ol 


^ *H H( 

B 1 1 

p 00 Cn 
P cn cn 


B 

r*- 

CD* 
►1 
CD 
•1 

ta 


l-l 

« 00 
oo ~* 
00 cn 


M M II 

>-i Co cn 
1 1 

a P 

P cn cn 


B 
B 
p* 

CD 
CD 


CT\ - 


CfJ K) M 
ih CW 

P | 1 

B *8 «S 


o 
er 

CS 
"I 
CD 

CO 


B 
o 

B 

(Tt- 

t» 
»— ' 

& 

? 

B 

N 
CS 
B 


CM 

CM in 


Oi CM 

O cn O 

P 1 1 

„ OJ CM 

3 vo ^ 


B 

p* 

CD 

CD 
«- 


*° 00. 


(0 >-i — 

CM vO 

1 1 
- M " 
B M CO 


B 
B 

CS 
►< 
CS 
cn 


oo 

00 4»- 

° Ü> 




g § §■ B 
| 5; x B 
2 r 


w 

00 

o 
o 


• CM N 
CT» cn O 
O Cn O 

O o o 

F 4b CM 
Cn Cn 

? 8 8 


CA 

•o 

B 3: 5 w 

B » S". cd 
co co o 1 

CD p 

CO 
1 



►3 

er 
© 

© 

-ei 

S 
OQ 

© 

© 
© 

td 

P 

OB 

B 
P 

03 
00 
© 

© 
<-»• 

N 
© 



Beckenmasse 



69 



Beckenmasse (cm), 
a) Äussere Dimensionen 

Mann- Weib- 
lich 2 ) lieh *) 

Querdurchmesser zw. d. Labia int. d. Cristae 

oss. ilium 25,7 25,7 

?j n n Spinae anter. super. 

d. Cristae oss. ilium 24,4 24,4 



[Baudelocque'scher Durchmesser = Conjugata 
externa, Grube unter dem Dorn des letzten 
Lendenwirbels bis zur Vorderseite der 
Schamfuge 17,6 



Abgerundete 2 );M a s s e 
(für geburtshilfliche Zwecke) 

29 (äussere Ränder 
der Cristae) 



26 (nach aussen vom 
Ansatz der Sehne 
des Sartorius) 



18,3 20V 4 (19—20 Sp)*)} 



b) Beckeneingang 

Conjugata vera, gerader Durchmesser vom Pro- 
montorium z. oberen Rand der Symphyse 10,8 

Conjugata diagonalis, Promontorium bis Ligam. 

arcuat. inferius 12,2 

Querer Durchmesser zwischen den Lineae 

arcuat. infer. ossis ilium 12,8 

Schräger Durchmesser vom Tuberculum ilio- 
pectineum z. Amphiarthrosis sacro-iliaca der 

anderen Seite 12,2 12,6 

Distantia sacro-cotyloidea, vom Promontorium 
bis zur Gegend über der Pfanne 

Umfang des Eingangs 40,6 44,7 



11,6 
12,9 



13,5 



11 

- (12,5 Sp) 
13V, 

12»/ 4 (12*/ 2 Sp) 
9 

— (c. 40 Sp) 



10,8 



12,2 



c) Beckenweite oder Beckenhöhle 

Gerader Durchmesser von der Mitte der hintern 

Fläche der Symphyse bis zur Vereinigung 

zwischen 2. und 3. Kreuzb ein wirb el 
Querer Durchmesser zwischen den in aufrechter 

Stellung höchstgelegenen Punkten der Ace- 

tabula 

Schräger Durchmesser von der Incisura ischiad. 
maj. zum obern Umfang des Sulcus obtura- 
torius des Schambeins 



12 3 /, 



12?/, (12 Sp) 



(13,5 Sp) 



1) Die auf das knöcherne Becken sich beziehenden Zahlen nach Krause, Anatomie II p. 122 
„wohlgestaltete Körper norddeutscher Abstammung". Für zartgebaute weibliche Körper von 150 cm 
und weniger Länge sind von obigen (weiblichen) Massen 5 — 9 mm abzuziehen. 

2) Nach Schröder's Lehrbuch der Geburtshilfe 9. Auflage 1866 p. 1 ff. und p. 524 ff. 

3) Die mit Sp bezeichneten Werte nach Spiegelberg's Geburtshilfe 2. Auflage [s. o. p. 12] 1882 p. 9 ff. 



70 



Anatomischer Teil 



d) Beckenenge 

Mann- Weib- Abgerundete Masse 
lieh lieh (für geburtshilfliche Zwecke) 

Gerader Durchmesser von der Spitze des Kreuz- 
beins bis zum Scheitel des Arcus pubis Iii/ 
Querer Durchmesser zwischen beiden Spinae 

ossis ischii 8,1 9,9 10V 2 (10 Sp) 

Umfang 365 42 

e) Beckenausgang 

Gerader Durchmesser von der Spitze des Steiss- 

beins bis zum Ligament, arcuat. infer. 7,4 9 9— 9V 2 (9,5—11,5 Sp) 

Querer Durchmesser zwischen den Tubera ischii 81 108 11 

Schräger Durchmesser von der Mitte des Liga- 
ment, sacro-tuberosum bis zur gegenüber- 
stehenden Synostosis pubo-ischiadica (11 Sp) 

Umfang 28,4 32,5 

dto. bei zurückgedrängtem Steissbein 32,5 36,5 

Länge des Kreuzbeins nach der Biegung seiner 

vordem Fläche 13,5 11,7 

Breite des Kreuzbeins oben 10,8 10,8 

Länge des Steissbeins 3,2 2,7 

Höhe des Beckens (vom Tuber ossis ischii bis 

zur Crista ossis ilium) 21,7 19,6 



f) Neigung des Beckens 

60° (55 — 65) beträgt der Winkel, den der gerade Durchmesser des Becken- 
eingangs mit der Horizontalen bildet (Inclinatio pelvis). 

Beim weiblichen Becken steht das Promontorium 9,5 — 9,9 cm höher, als der 
obere Rand der Symphysis pubis, die Spitze des Steissbeins 1,4 — 1,8 cm höher als 
der untere Band des Ligament, arcuatum inferius. 

Die Achse des Beckeneingangs, rechtwinklig auf die Conjugata, welche auf das 
Ende des Steissbeins trifft, bildet mit der senkrechten Mittellinie einen Winkel von 
60° (55— 65), "mit der Horizontalebene von 30° (25—35). 

Die Normalconjugata, von der vorderen Fläche des 3. Kreuzbein wirb eis 
bis zum oberen Rand der Schambeinfuge, bildet mit der Horizontalebene einen sehr 
konstanten Winkel von 30°. 



Ligamente, Kindsschädel 71 

Dimensionen einiger Ligamente (mm) 

Länge Breite (Arens) 1 ) Dicke (K r a u s e) 2 ) 

6 60 7 — II am Ursprung 

Lig. ileo-femorale 100 ^ (R r a u s e) 2j 4 _ $ „ Ansatz 

Tragfähigkeit 2 ) 250 kg 

, teres femoris 27 (Kraus e) 2 ) 

ischio-femorale (Kr ause) 2 ) — 10— 20 . 8 . 6 

' Smbernati Mann 14-18 m 7~H (an d. Basxs) (K r a u s e) *) 

13,6 (Hyrtl) 4 ) 
43 (40—52) (Jastschinski) 6 ) 

" Weib 38 (34—43) » 

9 (Hyrtl) 4 ) 

Tendo Achillis 1 10 lang (Luschka 50), 15-25 breit, 5-6 dick (Krause) 6 ) 

Tendo Achims ^ ^ 2SO _ 300 kg (V a 1 e n t i n) 6a ) 

Masse des Kinds schädels (cm) 
(runde Masse für geburtshilfliche Zwecke — Schröder) ?) 
Gerader (fronto-occipitaler) Durchmesser von Glabella frontis bis zum 

vorspringendsten Punkt des Hinterhaupts 11 V4 

Grösster querer (biparietaler) Durchmesser 9 */ 4 
Kleiner querer (bitemporaler) „ 

Grosser schräger (mento-occipitaler) Durchmesser, vom Kinn bis zur 

Nähe der kleinen Fontanelle 12 V 2 

Kleiner schräger Durchmesser (Diametros suboccipito-bregmatica) vom 

Kinn bis zur Nähe der kleinen Fontanelle 9 x / 2 

Senkrechter Durchmesser (Diametros trachelo-bregmatica), vom Scheitel 

bis zur Schädelbasis ^ 

Schädelumfang 34 ^! 



2 



Durchschnittsmasse 8 ) der grossen Fontanelle (cm) 

Alter C. L. Elsässer 9 ) M. Rohde 10 ) 

I — 3. Monat 2,51 2,21 

4—6. „ 3,12 2,46 

7—9- » 3» 6 3 2 -35 

10—12. „ 3,11 2,87 

(I3—I5- » 2 >°3 2 > 2 ) 
Lind 11 ) rechnet für den Neugeborenen 1,95 cm. 
Fehling 12 ) findet im Durchschnitt 1,99 cm, und zwar 

für Knaben 2,0 cm 

„ Mädchen 1,98 ,, 

„ Kinder Erstgebärender 2,07 „ 

,, ,, Mehrgebärender 1,88 „ 



1) Beitrag zur Anatomie des Lig. ileo-femorale. Greifswalder Dissertation 1878. 

2) Anatomie II p. 129 u. 130. 3) ibid. p. 260. 

4) Handbuch der topographischen Anatomie 3. Auflage 1857 II p. 393. 

5) Internationale Monatsschrift für Anatomie und Physiologie VIII. Bd. 1891 p. 426. Gemessen 
vom inneren Rand des Ramus horiz. oss. pubis bis zur Mitte des freien Randes des Ligaments. 

6) 1. c. II p. 283. 6») Lehrbuch der Physiologie des Menschen I. Bd. 2. Aufl. 1847 p. 34. 

7) 1. p. 5 cit. p. 62. 

8) Es ist je die Entfernung zwischen der Mitte zweier paralleler Seiten gemessen und aus beiden 
Bestimmungen das (abgerundete) Mittel genommen. 

9) Der weiche Hinterkopf 1843. 

10) Die grosse Fontanelle in physiolog. und patholog. Beziehung. Hallenser Dissertation 1885. 

11) Die Fontanellen und Maasse des Schädels. Berliner Dissertation 1876 p. 23. 

12) Archiv für Gynaekologie VII 1875 p. 515. 



72 



Anatomischer Teil 



Beziehungen zwischen Schädelumfang und Weite der Stirnfontanel] 

(Witzinger) 1 ) 



e 



Länge der reifen 
Frucht 



cm 




Fontanelle 



cm 




35 


und mehr 




)> 


„ weniger 




35 


und mehr 




)i 


„ weniger 




35 




unter 


35 
35 




unter 


35 




über 


34 




unter 


34 





cm 



5i 

5o 

49 

48 

unter 
48 



2,66 

2 -45 
2,25 

1.59 

2-5 

2,1 

2,13 

1,96 

2,23 

1,92 



Mundhöhle 

Entfernung der Schneidezähne 

von der Wirbelsäule im Mittel 
(C. Dem nie) 2 ) Männer 

Weiber 

Zeit des Zahndurchbruchs 



Mittlere Weite 
2,56 

i,95 
2,26 
2,02 

i,99 

Durchschnitt 2,156 

cm 
8,2 
8—9 
7,3—8 





a) E 


rste Den 


t ition 






Bezeichnung der 
Zähne 


Bednaf 3 ) 


A. Vogel 4 ) 


Steiner 5 ) 


Welcker 6 ) 


A. Ba- 

g i n s k i 7 ) 



innere untere Schneide- 
zähne 

1. Pause 

obere Schneidezähne 
1) innere, 2) äussere 

2. Pause 

1) vordere obere Backen- 
zähne 

2) äussere unt. Schneide- 
zähne 

3) vordere untere Backen- 
zähne 

3. Pause 
Eckzähne, 

obere, sodann untere 

4. Pause 
hintere Backenzähne 
obere und untere 



4 — 7. Monat 

4 — 8 Wochen 
8. — 10. Mt. 

6—12 Woch. 



12. — 14. Mt. 



3 — 4 Monate 
18.— 20. Mt. 

3 — 8 Monate 
28. — 34. Mt. 



4.-7. Mt. 

3—9 Woch. 
8. — 10. Mt. 

6—12 Woch. 
12. — 15. Mt. 



bis z. 18. Mt. 
18 —24. Mt. 

bis z. 30. Mt. 
30.— 36. Mt. 



5.-7. Mt. 
9.— II. Mt. 

13—15. Mt. 

18.— 20. Mt. 
26.— 30. Mt. 



6.-8. Mt. 
(innere) 



7.-9 Mt. 
(äussere) 

1) u. 3) 
12. — 15. Mt 

16.— 20. Mt. 

20. — 24. Mt. 



3 — 10. Mt. 
(Mittel 7._ Mt.) 

1) 9.— 16. Mt. 

2) 10. — 16. Mt. 



2) 13 — 17. Mt. 
1) u. 3) 
16.— 21. Mt. 

16 —25. Mt - 



23 —36. Mt. 
(Mittel 24^30) 



1) 1. p. 12 c. Zusammengestellt aus den dortigen Angaben. 

2) Versuche über die Erreichbarkeit der Halswirbel von der Mundhöhle aus. Berliner Disser- 
tation 1891. 3) Lehrbuch der Kinderkrankheiten 1856 p. 23. 

4) Lehrbuch der Kinderkrankheiten 3. Aufl. 1867 p. 10. 

5) Compendium der Kinderkrankheiten 2. Aufl. 1873 p. 244. 

6) Archiv f. Anthropologie I. Bd. 1866 p. 114. 

7) Lehrbuch der Kinderkrankheiten 1883 p. 8. 



Zähne, Speicheldrüsen 



73 



b) Zweite Dentition (Welcker) 1 ) 

erste Mahlzähne 7- Jahr Eckzähne IJ. -13. Jahr 

innere Schneidezähne 8. „ hintere Backenzähne II,— I|. » 

o ., zweite Mahlzähne 13 — 1D> 



äussere 



vordere Backenzähne 10. 



dritte „ 18—30. „ 



Durchschnittliche Zahl der Milchzähne in verschiedenen 
Altersstufen (W oronichin) 2 ) 

Mädchen 
o,3 

Durchschnitt für die 
letzten 6 Mouate des 'g 
I. Jahrs V 

cT ^.56 % 

* *' 44 4,3 

5,3 
6,0 

7,6 

7 5 

Durchschnitt für das g~ 
2. Lebensjahr 

Cf 8 ' 6 ° 12 2 

9 8 - 6 5 

12,5 
13,9 
14,6 



Alter 




K na b e n 


6 Monate 






7 






0,7 


8 






1,2 


9 






2,1 


10 






2,4 


1 1 






3,6 


I Jahr 




4,5 


,, ,, 


1 Monat 


5,5 


„ 


2 


,, 


6,3 


>» 


3 


>> 


7,i 


,, 


4 




8,0 




5 




9.4 


,, ,, 


6 


», 


9-7 


„ ,, 


T 
1 

8 


,» 


10,6 


,» 


,, 


12,2 


,1 ,> 


9 




13-0 


» >, 


10 




14,1 


,, ,, 


11 




i5>° 



Das folgende vielfach nach Krause, Anatomie II p. 952 ff. und Nachträge zur all- 
gemeinen und mikroskopischen Anatomie 1881 p. 145 ff. Viele der, wo nichts bemerkt, 
in mm ausgedrückten Daten sind von Henle, Kölliker, Frey; nicht wenige sind 
durch Umrechnung aus dem Linienmass gewonnen, woraus sich die scheinbar irrationellen 
Zahlen erklären. 

Grlandulaelabiales: Ausführungsgänge an der Mündung 0,28 weit. 

Schleimhaut Epithel 
Mundhöhle 0,3 mm 0,6 mm 

Harter Gaumen 0,4 „ 0,4 ,, 

Zahnfleisch 1 — 3,4 dick. 

Tonsillen: 20 — 25 lang, 10 dick, 15 breit. 

Drüsenschicht des weichen Gaumens 7 — 9 dick. 

Speichel- 
drüsen 



Parotis 



Glandula sub- 
m axillaris 

Glandula sub- 
ungualis 



Höhe 
mm 

65 

vorne 47 
hinten 34 

20 



Breite 
35 

16 



Dicke Volumen 
(cm 8 ) 

25 (Luschka) 8 ) 20,8—27,8 
vorn 7 — 9 
hinten 27 



Aus führungsgang 
Länge Dicke Lumen 



41 (Länge von 
vorn n. hinten) 



6,6—9,9 



68 



54 



mm 
0,9 



i,4 



7 18 41 (dto.) 



2,2 — 3,3 Ductus Bar- 
tholinianus 25 
die stärkeren Ductus 
Riviniani 4 — 5 



1) Archiv für Anthropologie I Bd. 1866 p. 114. 

2) Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung N. F. IX. Bd. 1876 p. 99. 
6836 Knaben, 6810 Mädchen (St. Petersburg). 

3) Die Anatomie des menschlichen Halses 1862 p. 183. 



n 
n 



74 Anatomischer Teil 

Zunge 

Epithel (am Rücken) bis 0, 9 dick. 
Stratum musculare longitudinale 3 — 4 dick. 

» n transversum bestellt aus c. 100 Muskellamellen 

(Hesse) *). 
Septum fibrosum 7—11 Höhe und Breite 

Glandulae linguales anteriores 5—7 Durchmesser, Ausführungsgänge 5—7 

(Blandin'sche Drüse) 
Papillae filiformes 0,6 lang 0,2 dick (vorne 4—6 auf 1 mm») 

fungiformes 0,7 „ 0,6—0,7 „ (am Kopf) 
lenticulares 0,5 hoch 1,0 breit 

circumvallatae Stiel 1,3 — 2,3 Durchmesser 

(9— 14 an der Zahl) Kopf 1,8—2,8 breit 

Wall 0,9 „ 
Foramen coecum 8 tief. 

Papilla foliata, 7 mm lang (Krause) 

Geschmacksknospen derselben: Anzahl 1500 
(T u c k e r m a n n) 2 ) (in jeder Papille) (4monatl. Kind) 
Länge 0,075 
grösste Breite 0,0375 

Balgdrüsen der Zungenwurzel, Durchmesser 1 — 5, Öffnung 

0,5 — 1 (Krause), Anzahl (Ostmann) 3 ) 

durchschnittl. Grösse durchschnittl. Anzahl mittl. Schwankungen 
der Zungenwurzel für 1 cm 2 auf 1 cm 2 

Erwachsener 17 cm 2 4 1,6 

Kinder (1% J.) 5 „ 10,5 3,69 

Verhältnis 3,4 : I I : 2,6 I : 2,3 



Schlundkopf (Luschka) 4 ) 



mm 



Länge (von der Pars basilaris des Hinterhaupts bis zum 5. Hals- 
wirbel) 140 
Breite der Hinterwand am oberen Ende 44 
Tiefe des Schlundkopfs „ „ „ (vom Tubercul. pharyn- 

geum bis zur hinteren Grenze des Vomer) beim Mann 20 

Dicke der Schlundkopfwand 2*/ 2 

Muse, constrictor infer. in der Mittellinie hoch 70 — 80 

Acinöse Schleimhautdrüschen gross 1 — 2 



1) Zeitschrift für Anatomie und Entwicklungsgeschichte I. Bd. 1875 p. 88. 

2) The Journal of Anatomy and Physiology. Vol. XXII 1888 (P. IV) p. 499. 

3) Virchow's Archiv 92. Bd. 1883 p. 119, auch Berliner Dissertation 1883: Neue 
Beiträge zu den Untersuchungen über die Balgdrüsen der Zungenwurzel p. 25. 

4) Der Schlundkopf des Menschen 1868. — Die Anatomie des menschlichen Halses 
1862 p. 192 ff. 



75 

Speiseröhre und Mundlänge 

Cavum pharyngo-nasale i) 25 hoch, oben 17, unten 34 tief 

Capacität 14 cm 3 

, " " 15 lang, 6 (in maxirno) breit 

Bursa pharyngeal x ° l * &> f 

. , , 1 • u\ Wand" 0,5 — 1,5 dick 
(nicht typisch) „wanu v, , 



Dimensionen der Speiseröhre und Mundlänge (cm) 

a) Länge 




Erwachsene 



24,5 -25 10 ) 
u. zw. Halsteil 4 — 4,5 

(S a p p e y) 
Hrustteil 16—19 
Brust-Bauchteil 2 



1) Die Anatomie des menschlichen Kopfes 1867 p. 361. 

2) Schlundkopf p. 24. 

3) 1. p. 19 Anmerkung 3 cit. p. 88. 

4) Du calibre de 1' oesophago et du catheterisme oesophagien. These de Paris 1874. 

5) Anatomie des Oesophagus und Beitrag zur Lehre von der carcinomatösen Ver- 
engerung dieses Organs etc. St. Petersburger Dissertation 1887 (russisch). 

6) Der kindliche Oesophagus, seine Anatomie, sein Wachstum ... mit Berücksich- 
tigung der Wachstumsverhältnisse ... des Dickdarms. Münchener Dissertation 1889 p. 19. 
Die nach der Körperlänge angeordnete Tabelle II vereinfacht. 

7) Anatomie II p. 959. 

8) Die Anatomie der Brust des Menschen 1863 p. 330. 

9) (Wiener) medizinische Jahrbücher Jahrgang 1883 p. 342, 343. — Weiber scheinen 
durchschnittlich eine etwas grössere Länge zu haben. 

10) = 15% der Körperlänge und 26% der Länge der Wirbelsäule. 



t 



76 



Anatomischer Teil 



b) Breite, Tiefe und Umfang (cm) 



Mouton 1 ) 
dilatiert nicht dilatiert 



Morosow 1 ) 
frontal 8 ) sagittal 8 ) 



Klaus») 
frontal 
(Kinder s. o. 



Eingang 

unterhalb des Ringknorpels 
4 cm oberhalb der Kreuzungs- 
stelle 

Kreuzungsstelle mit dem 

linken Bronchus 
Niveau des Aortenbogens 
in der Höhe des IV. Brust- 
wirbels 

4 cm unterhalb der Kreu- 
zungsstelle 
„unterhalb" derselben 
Durchtritt durch das Dia- 
phragma 

Cardia 

im allgemeinen: 



i.9 
3.5 

3.5 



Gypsabguss 

1.4 
1,7 

2,1 



2,3 (1,65) 1,6(0,65) 



2 .3(i,8) 1,9(0,8) 
2,4 i,9 



1,8 
i,49 



3,o 



3.o 



2,5(1,5) 
(ringförmig) 

2.5 1,4 2,13 

(Neugeborener 0,4) 
sagittal 1 ,2 (leer) 1 (L uschka) 1 ); 0,9, mit Aus- 

2,7 (massig aufgeblasen)/dehnung b. z. 2,c (Krauset 
frontal 1,8 (Krause) ' ' 

Umfang (Laim er) 4 ) 

an der weitesten Stelle der „Spindel" 6—9, höchstens Ii 
„ „ Verengerung 2 cm oberh. d. hiatus oesophageus 6 (5— 9) 
(unt. Ende der Spindel) 
Muscularis der Speiseröhre zusammengezogen 1,8 mm dick 
Acinöse Drüsen 0,4—1 „ breit 



Magen (cm) 

Gewicht p. 26. Spezif. Gewicht p. 39. Erwachsener Neugeborener 

Länge vom Fundus bis zum Pylorus 27 — 32 8 (Allix) 6 ), 4-5 (Güntz) 6 ) 
„ der Achse nach gemessen 

(Luschka)') 34 5,5 (Arno vlj evic) 8 ) 
Distanz von der kleinen zur grossen 

Kurvatur _ 1,4—2,3 (Güntz)«) 

3,25 (Arn 0 vlj evic) 

im mittleren Teil 9 — 11 
am Fundus 12 
„ Antrum pylori 4 — 5 
Weite von Cardia und Pylorus 3 

Durchmesser von vorn nach hinten — 0,7 — 2,0 

Entfernung beider MagenöfFnungen von 1» (Güntz) 6 ) 

einander — 1^8 — 1,4 



1) s. vorige Seite. 2) 1. p. 75 cit. p. 21 Tabelle III. Mittel aus 30 Fällen. 

3) Die Werte beziehen sich auf Gypsabgüsse , die eingeklammerten auf gefrorene 
Leichen. 

4) 1. p. 75 c. p. 336, 334. 

5) Etüde sur la physiologie de la prämiere enfance 1867 p. 92. 

6) Der Leichnam des Neugeborenen in seinen physischen Verwandlungen (Leichnam 
des Menschen I. Teil) 1827 p. 80, 81. Die zweite Zahl gilt nach erfolgter Nahrungsaufnahme. 

7) Die Anatomie des menschlichen Bauches 1863 p. 181. 

8) 1. p. 19 cit. p. 51. 



Kapacität des Magens 



77 



Kapacität des Magens im Erwachsenen 

a) Bestimmungen an der Leiche 
Sömmerringi) 5—11«. Schüren*) 2430 cm» 

Brinton 2 ) 3130cm 3 Beneke 5 ) 2677 „ 

Luschka 3 ) Männerc.2i/ 2 -2 3 / 5 l C.A.Ewalde) 250-1680cm» 

Weiber l 3 / 4 

Rohes Mittel (ohne Weiber) 3300 

b) Bestimmung am Lebenden (Ost) 7 ) 
eingepumpte aufgefangene eingegossenes ausgehebertes 
Luft 1 Wasser 
18—58 Jahr 2700 1830 2533 2267 

Es wird gerechnet als mittlere Kapacität: 

Rosenheim 8 ) 1700 cm 3 

Ewald 1600—1700 „ 

Kapacität des kindlichen Magens (cm 3 ) 

Woche Ende des im 

1. 2. 3. 4. 8. 12. 16. 20. 40. 1. Jahrs 2. 6-7. Jahr 

Frolowsky 9 ) . 50 70 105 112 158 167 178 180 253 

Fleischmann 10 ) 46 72 80 140 400 

Beneke") 35—43 I53~ 160 74° io 90 

(14. Tag) 

Areal der Innenfläche: c. 3000 cm 2 (Custor), s. a. p. 81 
30j. Mann 763 cm 2 , lOj. $ 505, Neugeborener 52,7 (Toi dt) 13 ). 
Muscularis 1 

Zottenfalten der Schleimhaut 0,07-0,1 hoch, 0,05—0,7 breit. 
Magenwand, zusammengezogen (samt Falten), bis 13 dick (Luschka) 1 2 ). 
Epithel 0,02 dick. Drüsen 0,6 lang. 

Anzahl der Drüsen 13 ): 30j. S 25179 000 Neugeborener 1955170. 
Mündungen der Drüsen 0,02—0,01 von einander entfernt. 



1) Sömm errin g - H us c h k e 1. p. 20 c. p. 54. 

2) Krankheiten des Magens, aus dem Englischen von H. O. Bauer 1862 p. 2. 

3) 1. p. 76 p. 182 (umgerechnet aus Medicinalpfunden ä 350 g rund). 

4) Über Lage, Grösse und Gestalt des gesunden und kranken Magens. Münchener 
Dissertation. Schwerte 1876 p. 22. 5) 1. p. 33 Anmerkung 3 cit. p. 53 (16 Fälle). 

6) Klinik der Verdauungskrankheiten. II. die Krankheiten des Magens 1888 p. 38. 

7) Beiträge zur Bestimmung der Capacität des Magens. Dorpater Dissertation 1891 
p. 47. 5, bei den Wasserbestimmungen 3, Fälle. [Bei Nr. IV in Spalte II 2850 in 2175 zu 
verbessern.] 

8) Pathologie und Therapie der Krankheiten des Verdauungsapparates 1. Theil : die 
Krankheiten der Speiseröhre und des Magens 1891 p. 24. 

9) Materialien zur Anatomie des Verdauungsapparates der Säuglinge. St. Petersburger 
Dissertation 1876 (russisch). 10) Klinik der Pädiatrik I 1875 p. 17. 

11) Deutsche medicinische Wochenschrift VI. Jahrgang 1880 p. 448. 

12) Die Lage der Bauchorgane des Menschen 1873 (Text) p. 13. 

13) Sitzungsberichte der math.-naturw. Classe der K. Akademie 82. Bd. 3. Abtheilung 
(Wien 1881) p. 93. 



78 



Anatomischer Teil 



Absolute Länge des Darms und seiner Hauptabschnitte 
in verschiedenen Lebensaltern (m) 



Alter 


Beobachter 


gesamter 
Darm 


Jejunum u. 
Ileum 

I7r, Vr.) 


Dünndarm 


Dickdarm 


Neugeboren 

bis zu 14 Tagen 


Güntz l ) 
Huschke 2 ) 
Schwann 8 ) 
Valentin *) 
Arnovljevic 6 ) 
Frolowsky 6 ) 
Beneke 7 ) 


4.5 
3.5 2 5 




3,5 
m. 2,93 

2,0 

2,77 
2,628 

(ohne Duodenum) 


°,43 
0,46 

0,44(ohneCoecom) 

0,42 
0,486 


9 Tage — 1 Monat 

3 Wochen 
I Monat 

234 Monate 

4 5 6 „ 
Säuglinge b. z. 8 Mon. 
789 Monate 

10 II „ 

I J. — I J. 10 Mon. 


Klaus 8 ) 
Huschke '-' ; 
Klaus 8 ) 

>i 

Frolowsky 6 ) 
Klaus 

i> 






w. 3,41 
3,48 


0,627 

0,515 

0,71 

0,768 

0,83 

0,6l 

0,874 

0,994 
1,04 


2 Jahr 
3 

37, .. 

6— 12„ 


Beneke 7 ) 

Klaus 8 ) 
Beneke 






5,2261 (ohne 
4,784 | Duoden.) 

5,168 
(ohne Duodenum) 


0,894 
1,205 
1,705 


Kinder b. z. 15 Jahren 

Erwachsene 

20j. Mann 

>» ,1 

23J- ., 

25J- n 

4 2 J- „ 
53j. Frau 

56J*. Mann 
Männer 30 — 75 J. 
Weiber 33— 74 „ 

»» 


Roissenn 9 ) 

11 

Gluge 10 ) 
Schwann a ) 

J . * . MecKel 11 j 

Cruveilhier 12 ) 
Luschka 1S ) 
Hoffmann 14 ) 
Krause 15 ) 

Beneke 7 ) 
Tarenetzky 16 ) 
Frolowsky 6 ) 


J' 2 5| ohne 
m. 8,41 > Duo- 
w. 7,8 ij denum 

9.97 
IO,8o 
10,0 
10,40 

".5 
9.65 

10,85 
m. 7,58 
w. 6,28 

8-9 
8 

7.987 
7.997 


527 
6,97 
6,37 

— 

c. 3 c. 4 
5,5-6,2 
[4,2-8,5] 
6,465 


7.695 
5.649 

3-8(20') 
7,85 
7,0—7,5 

3 

6,0 


, .. 1 (ohne 
A '44 ( Rectum) 
1,44 J 
2,280 

i,3 —i,7 
1,57—2.2 

1,2 —1,5 

1,522 
1,50 




Sappey 17 ) 
M. Beck 18 ) 






8,8 


1,65 
m. 1.37 
1.33 



1) 1. p. 76 c. 2) 1. p. 20 c. p. 109. 3) 1. p. 20 c 4) 1. p. 19 Anmerkung 3 c. p. 88. 
5) 1. p. 19 c. 6) 1. p. 77 c. 7) 1. p. 33 Anmerkung 3 c. p. 34—36 u. 53. 

8) 1. p. 75 c. Die nach dem Alter geordnete Tabelle I vereinfacht. 

») Ein Beitrag zur Kenntnis der Längenmasse des deutschen Darms. Dorpater Dissertation 
1890 p. 33. 10) 1. p. 20 c. 

11) Deutsches Archiv für die Physiologie Bd. III 1817 Tabelle p. 160. 

12) Traitö d' Anatomie descriptive 5me Edit. par See et Cruv. fils II. Bd. 1874 — 76 p. 136 u. 150. 

13) Die Anatomie des menschlichen Bauches 1863 p. 202 und 222. 14) 1. p. 4 c. p. 556 ff. 
15) 1. p. 3 c. p. 446 u. 453. 16) Memoires de 1' Acadömie imperiale des sciences de St. P<5ters- 

bourg. Vlle Ser. T. XXVIII Nr. 9 (Beiträge z. Anat. d. Darmkanals) p. 52. 

17) TraUe" d'Anatomie descriptive. IV. Bd. 1874. 

18) Private Mitteilung. Anatomische Anstalt zu Tübingen 1891 — 10 Männer, 3 Weiber. 



Relative Länge des Darms 



Relative Länge des Darms und seiner Hauptabschnitte 



>s wird = 1 gesetzt 


Autor 


Alter, Körpergrösse 
(cm) 


gesamter 
Darm 


Dünndarm 


Dickdarm 


lörperlänge 

>» 

» 

iiif je 100 cm Kör- 
perlänge 

do. 


Spigelius x ) 

Meckel'-) 

Druveilhier 2 ) 
Sappey a ) 

Huschke 4 ) 
Roissenn 2 ) 

Beneke 2 ) 

jj 
n 
11 
i) 

Roissenn 2 ) 
Beneke 3 ) 

Beck 2 ) 


Erwachsene 
Männer 
Weiber 
Erwachsene 

11 
it 

Männer 
Weiber 

Erwachsene 

7. Jahr 

3. „ 

2. „ 
Neugeborene 
Kinder 

Erwachsene 

von 166,7 durch- 
schnittl. Länge 

Männer 168 cm 

Weiber 153 „ 


6 

4,86 

4,3 2 
6 

6 — 7(samtMa- 
jen u. Speiseröhre 

6-7 

c "1 (ohneDuo- 
p , \ denum u. 
5>3J Rectum 



7,0(ohne Duo- 
denum u. Rectum) 

479 


4,5 
5,i 

5,5-6,0 
6,6 

5,7 
387,5 


91,5 

82,5 
88,66 


(ohne 


Duodenum) 


(Oberkörper (Kopf- 
jcheitel b. Sitzhöcker) 
SStammlänge (Scheitel 
! bis ob. Rand des 1. 
! Steissbeinwirbels) 


Henning *J 

Tarenetzky 2 ) 

11 
11 
>i 
Ii 

Roissenn 2 ) 


jij r WÄCiiooiic uiiu. 
Kinder 
Erwachsene 
Kinder b. z. 16 Jahren 

,, ,, 11 I Jahr 
Franzosen 
Russen 

Erwachsene (Deut- 
sche) 


10 

7,2 
7,6 
6,6 

9,6 
94 

10 (ohne Duo- 
denum u. Rectum) 


c 
0 

7,5 




■kleine Rumpflänge 

(vom 7. Hals- bis I. 
Steisswirbel) 


Roissenn 2 ) 

11 

11 


Männer 
Weiber 
Kinder 


15 6 i Duoden ' 
i 3>° ("und Rec- 

19,0 J tum 


11,4) (ohne 
II,0 V Duo- 

16,0 J denum ) 


2 '5] (ohne 
2,6>Rec- 
2)9 J tum) 


Dickdarm 


Meckel 2 ) 

Huschke 
Frolowsky 

11 

Huschke 

11 

Frolowsky 


30 — 75j. Männer 
33— 74J- Weiber 
Erwachsene 

11 

Säuglinge b. z. 8. Mon 
3wöchentl. Mädchen 
Neugeborene 

11 




4,4 

4>!7 

4,i 

4 

5,7 

5 

6 

6,6 





1) De humani corporis fabrica libri decem. Lib. VHI cp. IX (Frankofurti 1632 p. 293). 

2) 1. p. 78 c. 

3) 1. p. 77 Anmerkung 11 c. p. 436. 

4) Centralblatt für die medicinischen Wissenschaften XIX. Jahrgang 1881 p. 434. 



80 



Anatomischer Teil 



*J Ol C H 



-Q fr 

oo g 

P g 
B 



N S- 



(5 

er 

CA 
(t> 

s 

CS 



00 



tn o 



Pf 

r g 

o « 

CD 



00 
00 



B Z 



Ct> 
Oj CL 

« § 

oo E. 



fr- 
ei 
5 

CD 
►1 

&r 
a 

D 

CR 

oo 

SS 
B 



fr: 



s 5 



3* 



• CD T3 



Ol 

to 



00 

CD 



• CR 

B 



CD 

öl 
CO 



SB >o 

an? • 

oo • os 

oo ' 

m 
" 

CS ' 

Cb -] 

• CS 

•? fr 

B 

tf- B 
w g 

• 9? 
B 
B 



O 
Ol 

M 

to 



IC 



»3 

cd 
er 

CA 
CD 
B 
es 



CA 
N 

B 

-P» 

v£> 

t, 
80 
er 

CD 
B 



B 

& 

CD 

H 
— • 

CA 
N 

B 



=- 
8» 
B* 
•< 

CD 
B 



w öS 

3 £ 

Ss <W 
CD CD 

er er 

CA O 
CD "1 

B a 
cd B 
CD 



bd 

CD 
CS 



< % 

es f» 

ET. 0 

• § 



Q 
►< 

B 
er 
es 



H 

S 
es 
B 
CO 
e* 
N 

K 



t-" 

B 

CD 

er 
pf 
p 



SS 1 

DS >— 

Co B 

co sT. 



fr 

B 



to 

o 



Qj CD 
CD O 

*i D 

fr § 

CD «1 

er cd 

Ca 
CD 

B 3 
Ss 

CD 

B* 



CD 
O 

a 
< 

CD 

H 

CD 

t/2 
CO 



o 

B 

o 

CL 
CD 

B 
S 

B 



«An 



VI O 



o o 



CA 

in'"' 
B i-l 

CA 

< w o 

• CT» 
H 

CO 

CA 



Cn 



- N I 



I ' 

OO 



O 

o 

CD 
CD 
B 

B 



a B 
B " 



g 



hg n 

H H M » 



cn co ' f 

SS CA B- 

g B 

© CD 



I I I 



2 

sr 

X 
B 
»1 

PS 



enj 

B 

o 



i? 

a> 

2. 
d 

N 

<D 

B 

o 

> 
er 

03 

o 



© 

a 

a> 

OD 

b 

P 

B 

00 



et 



" g s 

P 



I s> 



w 

CD 
CD 
r*- 
B 

B 



00 

o 



5,^ 



s g g g 

a- ss bs ss 

5. M N M 

B.^B. 00 B' B'T I 
a oa on j=; ov a I i l 

B B B B 



Ca) 



a= 

B 



oo 



B 

CT? 
CD 



o 

CD 
CD 



CO 



7 

os 
I 

00 



O 



p 
VI 



O 
■vi 



p 

I 

P 
VJ 



CD 



5 



Darmkanal 

Kapacität und Flächeninhalt des Darmkanals 



81 





Zahl 


cm 3 




cm 2 






der 














Fälle 


Beneke ') 


Custor 2 ) 


Sappey 3 ) 


Passow') 


Valentin 6 ) 



[.•tagen 
iitünndarm 



' Dickdarm 



pp«iseröhre 

ioecum u. Pro- 
cessus vermi- 
formis 
\2olon 
Rectum 



16 
18 



13 



2677 
5809 



5024 



Max. Min. 

4810 1480 
8600 3250 



9260 2675 



auf je 50 Ti Ge- 
wicht kommen 
Darmkapacität 
(Beneke) 7 ) 
bei Kindern bis\zu 12 
Jahren 5000— 9000, 
beim Erwachsenen 
3700—4400 



30OO = 20,05 % 
8500 = 5 6 ,75 % 



5000 
(ohne Zotten 6 ) 
u. Palten) 
II 000 
(mit entfalteten 
Valvulae con- 
niventes) 



Äby 3 ») 
Dünndarm 
(bei 672 cm 
Länge) 
II 600 



5769 
(Kinder 
1984) 



62 
385 

154 
10 

insgesamt 61 1 



6 

126 

22 



Umfang und Durchmesser des Darms (cm) 





Umfang 


Durchmesser 






Cruveilhier 8 ) 


Luschka 9 ) 


Krause 10 ) 


Hoffmann u ) 










ausdehnbar bis 




Duodenum 


13 


12 


3,4 


4,7 


4-6 


/ejunum am Anfang 


17^5 




12,8 


2-7 


3,8 


4—4.5 


,, in der Mitte 


n-5 




abnehmend auf 








,, am Ende 


9-5 




9-8 








Ideum 








2-3—2.5 


3-4 


2,5—3 


XJoecum 










c. 6—8 


Frenze von Coecum 












und Colon 


27 


28,5 








^Oolon ascendens 


18 


20 5 








transversum 


'5 








,, descendens 


»4 


14-5 








■ ^lexura sigmoidea 


14 










iectum 


8,5 




4 


6 




Ampulle desselben 


•2.5 











1) 1. p. 33 Anmerkung 3 cit. 53. 

2) Archiv für Anatomie und Physiologie 1873 p. 478. 

3) 1. p. 78 cit. 3») Der Bau des menschlichen Körpers 1871 p. 541. 

4) Über das quantitative Verhalten der Solitärfollikel und Peyer'schen Haufen des Dünndarms, 
BBerliner Dissertation 1883. 

5) 1. p. 19 Anmerkung 3 c. p. 88. 3tägiges 1770 g schweres, 44 cm langes Mädchen, s. a. p. 35. 

6) Die Oberfläche der einzelnen Zotten s. p. 82. 7) 1. p. 77 Anmerkung 11 c. p. 448. 

8) 1. p. 78 c. p. 133, 136, 150. Beim Dickdarm Mittel aus 2 Beobachtungen. 

9) 1. p. 78 c. p. 202, 205, 222. 10) 1. c. II p. 959. 11) 1. p. 4 c. p. 557, 560, 569. 
Vierordjt, Dat. u. Tabell. f. Med. 2. Aull. ß 



1 



L 



82 Anatomischer Teil 

Zahl der Zotten, Follikel und Peyer'schen Haufen im Dünndarm 
Zotten (Krause) *) 



Duodenum 

und 
Jejunum 
Ueum 




Solitärfollikel 
(Passow) 2 ) 

berechnete 



auf 25 cm 2 Schleim- 
haut 



Gesamt- 
zahl 
(Darm- 
fläche 
8. p. 81) 



Peyer'sche Haufen 



Passow ') 



Krau- 
se 3 ) 



mehr als , 

' 2 Milli- 
onen 

fast 

Die einzelne Zotte hat 
eine Oberfläche von 
0,3 — 0,7 mm 2 



11,277 Erwachs 
33,561 Kinder 



Lusch- 
ka 4 > 



2600 
2670 



17—81 Jahre 18,9 
(0- 4 i) 

16 Tage— 9 J. 21.8 
(5-30) 



IO—60 



20—30 



Anzahl und Dimensionen (mm) der Palten, Zotten und Drüsen des Darms 



Falten im Dünn- 
darm 



Zotten im Jejunum 
pro I mm 2 

Zotten im Ileum 
pro 1 mm 2 

Zotten im"| 

Jejunum I nu ^ 

> 0,9 mm 
Zotten im strecke 
Ileum ) 

Brunner'sche 
Drüsen im Duo- 
denum auf I cm 
Strecke 

Lieberkühn'sche 
Drüsen, Länge 

dto. Breite an der 
Basis 

Lieberkühn'sche 
Drüsen auf 0,9 
mm Strecke 

Lieberkühn'sche 
Drüsen d. Dick- 
darms auf 0,9 
mm Strecke 



(Gundobin) 5 ) 




Neu- 
geborener 


Er- 
wachsener 




Neu- 
geborener 


Er- 
wachsener 



(Sap p ey 
766 — 900) 



200 — 400 
(Kinder unter 
I Monat) 

4 Monate 
17—26 16—20 8—16 

15—23 12—15 7—12 



9,i 
6,9 
6—34 



0,095-0,110 0,2-0,3 



6—8 

5-6 
3—12 



0,016—0,035 
14—16 

11 — 13 



0,045—0,050 
10—12 

9(-io) 



dto. 
auf 25 |jl 2 

Lieberkühn'sche 
Drüsen im Rec- 
tum 

Dickenverhältnis 
Schleimhaut : 
Muskelschicht 
im Dünndarm 



Anzahl der Solitär- 
follikel auf 4 cm 2 
Dünndarm 

dto. auf4 cm 2 Dick- 
darm 

berechnete Ge- 
samtzahl d. Fol- 
likel bei 3284, 12 
cm 2 resp. 764 
Dünndarmfläche 

dto. bei 1006,08 
resp. 152,43 cm 2 
Dickdarmfläche 



20-22 
(2 Monate) 

IO - 12 



23 : 26 



Säuglinge 
nicht über 
4 Monate 

20,7 



67-5 
3953-7 



2572,22 



16—18 
8 

27 : 41 

Er- 
wachsener 

6,2 

18,6 
5080,2 

4678,27 



1) 1. c. II p. 455. 2) 1. p. 81 c. 3) I. c. III 1880 p. 141. 

4) 1. c. p. 78 p. 219. 

5) Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung. N. F. 33. Bd. 1892 p. 439 ff. 



Darmwand, Leber 



83 



Massverhältnisse der Darmwand und ihrer Drüsen (mm) 

(Krause) 1 ) 



Wandung des Dünndarms dick 



Serosa : dick 
Muscularis : Längsfaserschicht 
Ringfaserschicht 

Submucosa 
Schleimhaut 

im Duodenum und Jejunum 

Zotten: 0,6—0,8 lang 

0,4 breit 
0,1 dick 

Lieberkühn'sche Drüsen 

Brunner'sche „ 

Peyer'sche Haufen 

(bes. im unteren Ileum) 

einzelne Follikel im Dünndarm 



1 mm 

2,0—2,5 (Fritz Hoffmann) 2 ) 
0,09—0.14 



0,19 



0,38 
0,45—0,9 
0,11-0,14 



Solitärfollikel (im Jejunum) 



Bauhin'sche Klappe 
Wandung des Dickdarms 
Taeniae s. Ligamenta coli 
Muscularis mucosae 
Schleimhaut des Rectums 
Muskelschicht 
Plica transversalis recti 
Muse, sphineter ani internus 



H o f f m ann 
0,45—0,5 
0,6—0,7 
0,3-0,5 
0,4—0,5 

im Ileum 
0,5—0,6 lang 
0,3 breit 
0,09 dick 
0,2—0,3 
0,3—1 

lang 7 bis 80—130 (Max. 330) 3 ) 
breit 7—20 
dick 0,5 — 1 (Krause) 

0,4—2,2 (Kölliker) 
0,6—3 (Krause) 
0,1—1,09 



lang 



Höhe 
Breite 

dick 



0,4- 



-0,8 



(Fr. Hof fm ann) 



14 



1 — 1,5 (letzt, an den Taeniae) 
2- 



3, breit c. 10 



0,03 
0,8 
mehr als 2 
hoch 14 



dick 



2—3, breit 7—9. 



Leber 

Volumen im Mittel 1720 4 ) (1504—1944) cm 3 

Gewicht p. 20 — 25 Spezifisches Gewicht p. 39 Neugeborener 

Länge 320 mm 115 (Arn o vlj e vi c) 

Breite (vom stumpfen zum 

scharfen Rand) 190—210 

dto. Neugeborener 88 (Grünt z) 74 „ (1. Lappen 59) 



1) Anatomie II p. 959. 

2) Die Follikel des Dünndarmes beim Menschen. Münchener Dissertation 1878. 

28j. Hingerichteter. 3) Anatomie III 1880 p. 141. 

4) Krause, Anatomie U p. 959 die dortige Zahl corrigirt s. a. o. p. 33 u. 34. 

6* 



84 



Anatomischer Teil 



Grösste Dicke (näher dein 
stumpfen Rand) 

dto. Neuge- 
borener 

Incisura interlobularis 

Porta hepatis 



65—75 



82 

40 tief 
50 lang 

V. portarum s. u. „Durchmesser der Venen" 

Venae intralobulares 0,027—0,07 (Krause) 

„ interlobulares 0,018—0,036 
Leberläppchen 1,1—2,3 lang, 0,8—1,5 breit 

Leberzellen 0,022 „ 0,017 

Interlobuläre Gallengänge 0,035—0,064 Durchmesser 
Ligamentum teres 9 breit 6 dick 

„ ductus venosi c. 3 „ 30 — 40 lang 
Ductus venosus beim 

Neugeborenen 2,7—5; 3 dick, 12 lang (Luschka) 1 ) 

Ductus hepaticus (i. e. S.) 25 lang (Luschka) 2 ) 4,5—3,6 dick) 



cysticus 35 
choledochus 68 



„ (Krause) 



2,3 weit V (Kr aus e) 
5,6-7,5 „ I 



Länge 

Weite am Fundus 
in der Mitte 

Kapacität 
Wandung 
Drüsen 



G a 1 le nblas e 

80—110 — Neugeborener 32 (Güntz) 

34 

23 

33—35 cm 3 (entsprechend 33,5—37 g Galle) 
1—2 dick 
1 Durchmesser. 



Pankreas 

Volumen 66—103 cm 3 

Gewicht p. 26. Spezif. Gewicht p. 39. 

Länge 190—220 

Dicke (in der Mitte) 15 

Breite 40 

Durchmesser des Ductus im Kopf 2,3 



Neugeborener 

(Güntz 1 
54 

16(?) 
20 



1) Die Anatomie des menschlichen Bauches 1863 p. 343. 

2) ibid. p. 251. 



Milz, Kehlkopf 



85 



Milz 



Gewicht p. 20—25. Spezif. Gewicht p. 39. 
Volumen 238 cm 3 (193— 296) s.a. p. 33. 
Länge 2 ) 120 Luschka 1 ) 

Breite 2 ) in maximo 75 „ 
Dicke 30 „ 

Milzfollikel 0,35 gross 



Neugeborener 

Güntz Arnovljevio 



40 
18 
14 



51 

25 



45 
70 

40 (Luschka) 
40 
30 

18,25 
23,2 
c. 24 



Dimensionen des Kehlkopfs 

Männer 

Höhe: vom tiefstliegenden Punkt des Ring- 
knorpels bis zur höchsten Stelle des 
Schildknorpels (ohne Cornu super.) 
bei aufgerichtetem Kehldeckel in 
der Mittellinie 

B reite: 

Tiefe: grösste Tiefe 

am unteren Rand des Schildknorpels 
Stimmbänder 4 ) : Ruhelage 

im gespannten Zustand 
(Gesamte) Glottis 
Ringknorpel: Höhe in der Mitte 
,, hinten 
gerader Durchmesser 
Dicke der Platte 
Schildknorpel : grösste Höhe 
Breite 

oberes Horn 
Giessbeckenknorpel : Höhe 

Breite (an der Basis) 
Santorini'sche Knorpel 
Wrisberg'sche Knorpel 
Sesamknorpel 
Cartilago epiglottica 

Weizenknorpel im Ligamentum thyreo - hyoi 

deum laterale 
Ventriculus laryngis: 

Mündung in den Kehlkopf 

Blindsack ragt nach oben 



Weiber 



3° 

48 (Luschka) 8 ) 

35 
37 

24 (Hoff mann) 
12,6 (Joh. Müller) 5 ) 
15,6 n 



18 



(Luschka) 3 ) 



5-7 

21 
18 

5 

27 
37 

15 lang 
16 
9 
5 

7 — 9 lang, 2 breit, I dick 
3 lang, 1 breit » 
27 — 36 lang, 16—25 breit, 1% dick 



12 



5 lan g 



20 

io(— 17) 



13 lang 

viel weniger als beim 
Mann 



Breite 
Acinöse Drüsen 



bis zu 



8 



0,2 — 1 (Acini selbst 0,068—0,09) 
Luftröhre und Hauptbronchien 



Luftröhre (vom 4. Hals- — 5. Brust- 
wirbel) rund 
Luftröhre beim 2jährigen 
Rechter Bronchus 
Linker 



Länge 



Breite 



Tiefe 



120 (95—122) 20—27 16—20 
c. 5 Durchmesser (Symington) 6 ) 
25—34 18 16 

41—47 16 14 



1) 1. p. 84 c. p. 271. 

2) Krause giebt höhere Werte (14—15 cm für die Länge, 8—10 cm. für d. Breite). 

3) Der Kehlkopf des Menschen 1871 p. 58. 

4) S. auch unten bei Muskelphysiologie : „Stimmritze in ihrer Verschiedenheit nach den 
Lebensaltern und dem Geschlecht". 

5) Handbuch der Physiologie des Menschen. Zweiten Bandes erste Abth. 1837 p. 200. 

6) The topographical anatomy of the child 1887 p. 63. 



86 



Anatomischer Teil 



Wände der Luftröhre 2 dick 

zur Kompression der Luftröhre eines 1 Jahr alten Kindes sind 750-1000 g Gewicht er- 
forderlich (Scheele) 1 ) 

Querschnitt der Luftröhre 
Querschnitt des rechten Bronchus : dem 
des linken (beide an der Bifurkation 



1,5—2,5 cm 2 



gemessen) 
Knorpelringe 

knorpelfreie hintere Wand 
an der Luftröhre 
am rechten Bronchus 
„ linken „ 

Schleimhaut aller 3 Röhren 

Glandulae tracheales 



= 100:78,4(Brauneu.Stahel) 2 ) 
3,4—4,5 hoch, 11 dick 

12 breit 

18 „ 

16 „ 
0,5 dick 



1,1 — 1,7 im Durchmesser. 



Lungen 



Volumen p. 33 und 34. 

Gewicht p. 20—24. 

Spezif. Gewicht p. 38. 

Dimensionen p. 33. 

Lumen der kleinsten Bronchien 

Kleinste Lungenläppchen 

Mehrere solcher = einem sekundären 

Läppchen von 
Alveolen 3 ) 

bei mittlerer Füllung etwa 
Zahl der Lungenhläschen 3 ) 
Areal der atmenden Lunge 

wovon auf die Blutkapillaren 



0,18—0,22 

1 im Durchmesser 

°- 10 „ 
0,12-0,38 „ 
0,2 mm 

1 700—200 Millionen (Huschke) 4 ) 
gegen 200 m 2 3 ) (2000 □') 
c. 150 „ (Küss) kommen. 



Schilddrüse 

Volumen 25 — 30 cm 3 

Gewicht p. 28. Spezif. Gewicht p. 38. 



Isthmus 
Seitenlappen 

in der Mitte breit 
dick 

Läppchen 
Follikel 



18 breit und hoch, 9 dick 
54—68 lang 

27—31 (der rechte oft mehr) 
14—18 

0,5—1 

0,045—0,1. 



1) Zeitschrift für klinische Medicin. Supplement zum XVII. Bd. (Festschrift für Leyden) 
1890 p. 50. 

2) Über das Verhältnis der Lunge .... zu den Bronchien. Sitzungsberichte d. K. 
sächs. Gesellschaft d. Wissenschaften. Math.-physik. Klasse 1885 p. 326—332. 

3,/Zuntz (Hermann's Handbuch der Physiologie IV. Band 2. Theil 1882 p. 90), 
berechnet den Inhalt eines Alveolus zu 0,00414 mm 8 , seine Oberfläche zu 0,126 mm 2 ; die 
Zahl der Alveolen zu 725 Millionen und ihre Gesamtoberfläche zu 90 m 2 . Letztere beide 
Werte dürften wohl zu klein sein. 

4) S ö m m e r r i n g - H u s c h k e 1. p. 20 c. p. 268. 



Thymus, Nieren 



87 



Dimensionen des Thymus 
Volumen 4—23 cm 3 . 

Länge 54-83 (Krause) 

von der Geburt bis zum 9. Monat 59,1 (Friedleben) 1 ) 
vom 9. Monat „ „ 2. Jahr 69,6 „ 
„ 3. Jahr „ „ 14. „ 84,4 
B r e i t e in der Mitte 27—41 
oben und unten 7 — 9 

Im Erwachsenen ist das dem Thymus entsprechende, wesentlich aus Fett bestehende 
Gebilde 85 lang, 5—20 dick (W al d e y e r) 2 ). 

Dimensionen der Nieren 

Neugeborener 

Volumen einer Niere 149 (112— 183) — s.a.p. 33 Güntz Arnovljevic 
Länge 108-114 (Luschka 3 ) 103) 45 40 

Breite 54— 63, am oberen Teü oft 72 27 25 

Dicke 34—45 23 — 

Tunica albuginea 0,1—0,2 dick 

Rindensubstanz 9 (Toldt) 4 )— 10 dick 

„ zw. Kapsel und 

Pyramidenbasis 8,5 [Grenzwerte 4 u. 1,2] — Fl et c he r L ittl e 5 ) 

Marksubstanz 16 (Toi dt) dick 

beim Neugeborenen Rinde 1,8 Mark 8,31 dick 
3monatl. Kind „ 2,8 „ 10,2 „ 

Gewundene Harn- 
kanälchen 0,05 Durchmesser 

Gerade „ 0,045 „ 

Glomeruli 0,2 

Pyramidenfortsätze 0,4 dick 

Harnporen d. Papillen 0,7 tief 

Nierenbecken 140 — 180 weit 

Ureteren 320—340 lang (Luschka 270) 3 ), 5 — 6 weit 

Sp altf örmige Mündung 
in der Blase 2 lang, 14 von einander und 180 vom Orificium 

intern, urethrae abstehend. 



1) 1. p 27 Anmerkung cit. 

2) Sitzungsberichte der k. preuss. Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Jahrgang 
1890. Erster Halbband p. 433. 

3) Lage der Bauchorgane des Menschen 1873 (Text) p. 31 und 32. 

4) 22j. Mann. Sitzungsberichte der K. Akademie zu Wien. Mathematisch-naturwissen- 
schaftliche Classe LXIX. Bd. III. Abtheilung 1874 p. 145. — Daselbst noch andere Masse, 
auch fötale. 

5) The Journal of anatomy and physiology Vol. XXII 1888 (Part IV) Proceedings . . . 
p. XXVI. 



88 



Anatomischer Teil 



Gewicht, Dimensionen, Kapacität der Harnblase 
Gewicht (E. Bischoff)i): 33 J. Harnblase, Harn- 
leiter, Harnröhre mit Penis !93 
22j. $ Harnblase, Harnleiter, Genitalien 226 
Neugeborener m. Harnblase, Genitalien, After 200 

„ w. Harnblase, Harnleiter, Harnröhre 35,5 [ 

Höhe (vom Grund zum Scheitel) 50— lOo" mm 

^ re i ite 40-90 „ 

Dicke von vorn nach hinten 40—70 
Natürliche Kapacität beim lebenden Erwachsenen 200—400 cm .3 

Männer Weiber 

bei absichtlicher Urinretention 7 10 6501 Mittelwerte 

nach Untersuchungen an der Leiche 735 680| (Hoff mann) 2 ) 

beim Neugeborenen (F reudenstein) 3 ) 

männlich 20 cm 3 lauf 1 k Kör- 

weiblich 21,7 „ } pergewicht 

Wandung im kontrahirten Zustand 15 (Luschka)*) 12) dick 

„ in massig ausgedehntem Zustand 3—4, am Trigonum 6 

Schleimhaut q i 

Epithel 0,06—0,1 

Acinöse Drüsen 0,09—0,54 grosse 
Männliche und weibliche Harnröhre s. u. p. 89 u. 92 

Nebennieren 

Volumen 4,9—6,6 cm 3 

Höhe 20 — 34 mm 

Breite 41 — 54 

Dicke (von vorn nach hinten) 3—6, an der Basis 9 (linke meist etwas 

schmäler und höher, als die rechte) 
Rinde 0,28—1,12. 

Männliche Geschlechtsorgane 

Hoden: 

Volumen 14 — 24 cm 3 
(Nebenhoden 1,9). 

Gewicht p. 28. Spezif. Gewicht p. 39. 

Corpus Highmori von oben nach unten 18 — 27 lang 

hiDten l } breit 

vorn 2 J 

Samenkanälchen 0,2 Durchmesser 
Anzahl der von diesen gebildeten Läpp- 
chen des Hodens 100 — 200 6 ) 
Gesamte Länge der Samenkanälchen 276 — 341 m 

Innere Fläche „ „ 867— 2142 cm 2 [Henle 5 ) 1867 cm 2 ] 

1) p. 20 c. p. 79, 91, 97, 101. 

2) Anatomie 2. Auflage I p. 619. 

3) Untersuchungen über die makrometrischen Grössen der Harnwerkzeuge neugeborener 
Kinder. Marburger Dissertation 1861. 

4) 1. p. 87 c. p. 32. 

5) b. Krause, Anatomie II p. 961 Anmerkung. Die Henle'sche Angabe verbessert. 



Geschlechtsorgane 



89 



Coni vasculosi 

Vasa efferentia 

in der Spitze des Conus 
in der Basis 

Samenfäden 1 ) 0,052—0,062 lang 
Kopf 0,0045 „ 

Mittelstück 0,006 „ 
Schwanz 0,041—0,052 „ 

Nebenhoden (gestreckt) 
Kopf 

mittlerer Teil und Schwanz 
Dicke (von vorn nach hinten) 

Canalis epididymidis 

Vas deferens (Samenleiter) 
Mittelstück 



9—14 lang 

0,4 — 0,6 dick 
0,2 



0,002 — 0,003 breit, 



0,001 — 0,002 dick 
0,0007 — 0,001 ,, 
feiner als das Mittelstück 



68—81 lang 
10 breit, 6,8 hoch 
5,6—6,8 breit 

2,3—34 

6,5 — 10 m lang, 0,2 — 0,4 mm dick 
ca. 300 lang (gestreckt 400 — 450) 

2,5 — 3 Durchmesser, Lumen 0,6 — 0,8. 



MännlicheHarnröhre:im Erwachsenen 1 50— 1 70 lang, u. zwar pars prostatica 23—27 

„ membranacea 18 — 23 



cavernosa 



110— 120 



Alter 
Neugeborener 

1—6 Tage 
3 1 /., Monate 
6 
(7 

4^2 Jahre 

5 
5 
6 

10—13 



Autor 
Ballantyne 2 ) 
Sappey 3 ) 
J a r j a v e y 4 ) 
Symington 5 ) 



j» 
1» 
>> 



Sappey 8 ) 
Symington 6 ) 
Jarjavey 4 ) 
Erwachsener: am Orificium internum 
in der Mitte der pars prostatica 
pars membranacea 



Länge (mm) 
60 
60 

50-55 [45-60] 
62 
70 
67) 
87 

90 und 94 
70 
82 

100— 115 

5 weit 

Ii » 
7 



cavernosa (oberhalb des Bulbus) 14, dann 7 — 9, schliesslich wieder etwas mehr. 
Orificium externum 5 weit (6 — 7 lange Spalte) 

Littre'sche Drüsen 0,7 — I 

Samenbläschen: 41 — 45 lang, 16 — 18 breit, 9 dick. 

Der die Samenblase darstellende Schlauch ist HO — 140 lang, 5 — 7 weit. 
Ductus ejaculatorii 20 lang, am Anfang über 2, an der Mündung 0,8 breit. 
Colliculus seminalis 9 — II lang, am oberen Ende 2 — 3 hoch und breit. 
Prostata: Volumen 15 cm 8 . Gewicht p. 28. Spezif. Gewicht p. 39. 
im Mittel 27 lang (23—34) 
45 breit (32—47) 

20 dick (14 — 23) — sagittal gemessen 
Drüsenläppchen (Lobuli) 1,1 — 1,7 lang, 0,8 dick 
Durchmesser der Acini 0,21—0,25 

Mündung der grösseren Ductus prostatici (auf dem Samenhügel) 0,15 Durchmesser 
Vesicula prostatica II — 14 lang, 0,6 breit, 2,2 hoch 

Cowper'sche Drüse: 5 — 9 im Durchmesser (Gewicht s. p. 28) 

Hauptausführungsgang 4,5 — 6,8 lang, anfangs 1,5, an der Mündung 0,5 weit 
Acini 0,07 — 0,09 

Penis: Gewicht (mit andern Organen) p. 88. 

im erigirten Zustande 
Volumen 60 cm 8 278 cm 8 

Länge 90 — HO mm 210 mm 

Breite und Dicke 27 40 — 45 

Glandulae praeputiales 0,3 — 0,7 



1) Krause, Anatomie I 1876 p. 259. 

2) Edinburgh medical Journal 1890 (October) p. 313. 

3) 1. p. 78 c. IV. Bd. p. 673. 

4) Recherches atiatomiques sur l'uretre de l'homme 1856 p. 41. 

5) 1. p. 85 c. p. 71. 



90 



Anatomischer Teil 



Weibliche Geschlechtsorgane 
Eierstock (Krause) 1 ). 

Gewicht p. 28. — Spezif. Gewicht p. 39. 



bei Jungfrauen 

„ Frauen von 35 — 40 Jahren, 
die geboren haben 
Tunica albuginea 
Menge der Follikel 

bei ßjährigem Kind 
,, Iojährigeun Mädchen 
Primärfollikel 
(Primärei 
Sekundärfollikel 
Graafsche Follikel 
Reifes (menschliches) Ei 
Dessen Zona pellucida 
Keimbläschen 



Länge Breite Dicke 
41 — 52 20—27 10 — 11 



27—41 14 — 16 7—9 
0,1—0,5 diclt 



Volum 
(cm") 

4-5 

2,5 



Keimfleck 
(Keimkern 



400 000 (S a p p e y) 

36 000 (H en le) 
0,03—0,04 
0,025) 
0,5—0,6 

bis 10—12 (also c. 400 mal so gross, als die Primärfollikel) 
0,1 — 0,3 Durchmesser 
0,014—0,028 — 0,04 dick 
0,028—0,04 Durchmesser 
0,007 

0,0023 „ ) 



Dimensionen der Ovarien (mm) 
(Mittelwerte nach P u e c h) 2 ) 
a) in verschiedenen Lebensaltern 



Neugeborene 



6. — 11. Jahr 
13—15- „ 
I9--35- » 

(22 Fälle, meist an akuten Krankheiten 
gestorbene) 
Mittel aus beiden Ovarien 4 ) 





rechts 






links 






19,8 






18,2 


[18 Gün 


Länge 


Höhe 


Dicke 


Länge 


Höhe 


Dicke 


26,7 


9 


4-4 


24 


8,4 


4,5 


29,6 


15 


IO 


25 




9,3 


36.5 


18 


13,7 


35 


16,7 


I3.i 



35,7 Länge 



17,3 Höhe 



13,4 Dicke 



b) vor und während der Menstruation 







rechts 






links 






Länge 


Höhe 


Dicke 


Länge 


Höhe 


Dicke 


4 Tage vor der zu erwartenden 














Menstruation (Ra ci b or s ki) B ) 


50 


23 




50 


38 




Unmittelbar (1 Tag?) vor der 














Menstruation B ) 


43 


38 




41 


16 




Während der Menstruation 










I. 2. Tag 


45 


36 


26 


41 


24 


12 


IL 3- „ 


38 


18 


8 


38 


29 


22 


III. Ende der Menstruation 














(u. zugleich Tag des Todes) 


47 


30 


24 


42 


20 


12 



Parovarium höchstens 20 breit 

Tuba Falloppiae lang 

bei Neugeborenen 

uterines Ende 

Ostium uterinum 
„ abdominale 

Wand 



grössere Fimbriae bis zu 15. 



119 (84 — 180) — rechts meist etwas länger als 
20—30 (Ballantyne) 6 ) — 36 (Güntz) 3 ) 
0,5 — 0,6 (innerer) Durchmesser 
I 
4 

I mm dick (Luschka) 7 ) 



links 



1) Anatomie II p. 961. 

2) 1. p. 27 Anmerkung 1 c. p. 493. 

3) 1. p. 76 c. p. 82. 

4) Weitere Angaben anderer Autoren s. P u e c h , 1. c. p. 505. 

5) Traitö de la menstruation 1868 p. 64 und 62. Die Werte des 2. Falls umgerechnet 
und abgerundet. 

6) 1. p. 89 c. 7) Die Anatomie des menschlichen Beckens 1864 p. 339. 



Gebärmutter 



91 



Gebärmutter (Krause) 
Gewicht 41, nach Geburten 102— 117 g. Spezif. Gewicht p. 39. 

Volum 35-50, nach Geburten 86-102 cm 3 (in der Schwangerschaft, nach der Geburt 
s. „Physiologie der Zeugung"). 

bei Jungfrauen nach Geburten 

Länge vom Fundus zum Orificium uteri 

74—81 87-94 
25—30 (Symington) 1 ); 38 (Güntz) 2 ); 33—36 

(Hach) 8 ); 33 (Legay)*) 
u. zw. Körper 9, Hals 24 



externum 
beim Neugeborenen 



,, 6 Jahr 

„ 13 •• 
Breite am Fundus 

,, bei Neugeborenen 
Dicke (grösste) unterhalb des Fundus 

„ bei Neugeborenen 
Cervix : lang 
breit 
dick 

(an der dünnsten Stelle, Grenze zwi- 
schen Corpus und Cervix 
[Cervikalkanal s. u.] 
Wanddicke 

vorn und hinten am Corpus und in 

der Mitte des Fundus 
an der Cervix 
Höhle des Uterus 
am Fundus 

in der Mitte des Corpus 
von vorn nach hinten 
Länge 

„ (nach dem Climacterium) 
Orificium internum 
Cervicalkanal 

[Cervix s. 0.] 
Orificium externum 

in querer Richtung 

von vorn nach hinten 



28 
3° 
34-45 

18 (Güntz) 2 ) 
18—27 
ii,3 
29-34 

25 
16 — 20 

2 weniger) 



54—61 
32—36 

etwas mehr, wie nebenstehend 

27-32 
18,25 



9-11 
7-8 

23 breit 

8 „ 
2,3 tief 

52 (Schnepf) 5 ) 

56 8 ) 
2,3 Durchmesser 

7 breit 

5 tief 

9 lan g 
2 breit 



14 — 16 
8-9 

27 breit 

II i, 

2—5 tief 

57 5 ) 
62 5 ) 

9 breit 
6 tief 

16 — 18 lang 
5 breit 



Ende der Schwangerschaft: Gewicht 700 g 

Volum 5960 — 6160 cm 8 , wovon 1000 auf die Substanz des Uterus selbst kommen 
Höhe 320 
Breite 270 
Dicke 140 

Wanddicke am Corpus und Fundus bis zu 27 
Ligamentum uteri rotundum Ii dick 

„ „ latum oben 9 1 bre; . - n d(jr Beckenachse 5 hoc h 

unten 5 J 

Schleimhaut im Fundus und Corpus I — 2 dick bei jugendlichen Individuen, vor Eintritt einer 

Menstruation 5 — 7 

in der Cervix 2 — 3 

Uterindrüsen 0,9 lang, 0,1 dick. 



1) 1. p. 85 c. p. 10, 31. 

2) l. p. 76 c. p. 82. 

3) Über Lage und Form der Gebärmutter. Dorpater Dissertation 1877 p. 28. 

4) Developpement de l'uterus jusqu'ä la naissance. These de Lille 1884 p. 39. 

5) Archives genörales de m6decine 1854 Vol. I p. 579. 



t 



92 



Anatomischer Teil 



Vagi n a 



Länge an der hinteren Wand (vom Hymen 
bis zum oberen Punkt des Fornix) 
an der vorderen Wand 

bei Neugeborenen 

„ 13jährigen 

Breite 
Wanddicke 

Epithel der Schleimhaut 
Papillen 



70—80 
55— 6 0 

2 5— 35 (Ballantyne) 1 ) 
55 vordere Wandl ~ 
65 hintere „ J Sym.ngto»*) 

30 
2 

0,15—0,2 

0,13 — 0,18 lang, 0,056—0,076 breit. 



Schamlippen 

Grosse Talgdrüsen 0,5 — 2 gross 

Kleine » 0,2—0,25 

auf der äusseren Fläche c. 100 auf I cm 2 

„ „ inneren „ c. 100—150 ,, „ 



Clitoris (Krause) 1 ") 



Länge des Corpus 
Dicke „ „ 
Länge der Crura 
Dicke „ „ 
Durchmesser der Glans 
Gesamtvolum 



18 

5 
40 
5 

4—7 

2 cm 8 



im erigirten Zustande 
29 
9 

45 
8 

6-9 
6 cm 8 

(Corpus allein vergrössert sich 
auf das Fünffache). 



Weibliche Harnröhre 



Länge 
>) 
>> 

Weite 



27-40; 34 (Uffelmann) 4 ) 38 (S y m i n g 1 0 n) 2 ) 
6 Jahre 25 ,, 

*3 » 35 

7 

Wanddicke 5 

Dicke der glatten Längsmuskelschicht 0,7 
,, „ Ringmuskelschicht 0,5 
,, „ Schleimhaut 0,13 
Bulbi vestibuli (im injicirten Zustand der Venen) 30—35 lang 

in der hintern Hälfte 11 — 19 breit, 9—16 dick 

Bartholin'sche Drüsen — Gewicht einer jeden 1 — 1,3 (T ije d e m a nn) 6 ) 

Länge 14 — 16 

Breite g — II 

Dicke 5 — 7 

Ausführungsgang 15— 18 lang. 



Brüste 

Gewicht : p. 28. Spezif. Gewicht : p. 39. 

Grösste Länge (entlang dem Rand des Muse, pectoralis) 
Senkrechte Höhe 
Dicke (in sagittaler Richtung) 
Sinus lactiferi 
Ductus ,, 

Mündung der Ductus 
Acini 



Volum 223 cm 3 . 

128 
III 
54 

5 — 7 Durchmesser 

1,7—2,3 
0,6 weit 

0,12 (0,08 — 0,l6) 



1) 1. p. 89 c. 

2) 1. p. 85 c. p. 10, 31. 

3) Anatomie II p. 524. 

4) Zeitschrift für rationelle Medicin 3. Reihe XVII. Bd. 1863 p. 262. 

5) Von den Duverney'schen, Bartholin'schen oder Cowper'schen Drüsen des Weibes 
1840 p. 13. 



Bauchfell, Haut 



93 



Männliche Brustdrüse und -warze. 
Gewicht (80 Individuen, 1— 137g (Grub er)" 1 ) im Mittel! 13,587—13,637 
10-70 J. alt) r. 12,287-12,362 

„ (Luschka) 2 ) höchstens 0,5 g 
Durchmesser 7,7 (3—21) (Krause) 

Höhe der Papille 2—5 „ 

Dicke „ „ 3 „ 

Drüsenkörper 11 — 16 breit „ 

5 dick 

Die einzelnen Läppchen 0,6—1 Durchmesser 

Bauchfell 
Parietales Blatt 0,09—0,13 dick 
Viscerales „ 0,045—0,067 „ 

Oberfläche wird gleichgeschätzt der der äussern Haut = c. 1,6 m 2 (s. p. 35). 

Haut (Krause) 3 ) 
Gewicht: p. 27. Spezif. Gewicht p. 38. Oberfläche p. 35. 
Fettloses Unterhautbindegewebe: dick 
an den Augenlidern ] ^ 

am oberen und äusseren Teil des Ohrs j ' 

Kopfschwarte 5—6 (Merkel)*) 

und zwar Haut 2 
Panniculus adiposus 2,5 
Galea 1 ' 5 
am Penis *V 
Panniculus am Schädelgewölbe, an Stirn und Nase 2 

im übrigen 4 ^ 

bei Fettleibigen bis zu 

30 

Dicke der ganzen Bauchwand 5 ): 

vorne und seitlich 15 — 30 

hinten (Medianebene) 90 — 110 
in der Lendengegend 60 — 70 

Corium: 

an den Augenlidern, dem Praeputium, der innern 

Seite der Labia majora 
Glans penis 

Gesicht, Ohren, Penis, Hodensack, Warzenhof 0,7—1 

Nase 1)0 

Stirn 1,5 

im übrigen gewöhnlich 1,7 — 2 

Rücken, Gesäss, Fusssohle (Handteller) 2 — 3 

1) Memoires de l'Academie imperiale des sciences de St. Peterbourg Tome X 1867 
(Nr. 10 1866 p. 9) [„gr" Gewicht als gramm genommen; es ist als „weit" über den 
Luschka' sehen Daten stehend angegeben], 2) Die Anatomie der menschlichen Brust 
1863 p. 251. 3) Anatomie II p. 300 ff. 4) Handbuch der topographischen Anatomie 
I. Bd. 1885-1890 p. 12 (23jähr. Hingerichteter). 5) 1. c. II p. 529. 



0,6 



94 



Anatomischer Teil 



Hautpapillen (Krause) 1 ): 

Basis und Höhe 0,07 
Grössere Papillen an der Volarfläche von Hand, 

Fuss und Fusssohle 0,1 0,2 

Hand- und Fussrücken 0,09 
Gesicht , Hals , an den meisten Gegenden des 

Kumpfes und der Extremitäten 0,07—0,05 

Glans penis 0,06 — 0,1 

Auf 1 mm 8 an der Volarfläche der Finger 80 Papillen 

am Handteller 40 „ 
über ,, Tastkörperchen" u. s. w. s. u. b. Tastsinn" 

Epidermis: 

Tiefe und mittlere Schicht 0,03 — 1 

Äussere oder Hornschicht 0,03 — 2 

Ganze Dicke der Epidermis an den meisten 

Körperstellen 0,07 —0, 1 7 

An Gesicht, Augenlidern, Hand- und Fussrücken, 

Hodensack 

Vorderseite des Halses, der Brust, des Bauches, 

der Beugeseite von Arm und Schenkel, Warzen- 

hof, Praeputium, Glans penis 
Volarfläche der Hand 
Fusssohle 

Unter der Ferse und am vorderen Ende des 
Mittelfusses, unter den Köpfen der Mittelfuss- 
knochen 2 

Gewicht der Epidermis 488,5 g (Moleschott) 2 ) 

f 14,35 g (mit 12,2 Hornstoff und 2,1 Stickstoff) 2 ) 
Tägliche Abschuppung der Epidermis j 6 g (mit 0)71 g Stickstoff — Funke 3 ) 

Schweissdrüsen (Krause) 4 ): 

Drüsenkörper 0,17—0,35 Durchmesser 

in der Achselhöhle 0,75—1,25 bis selbst 3,9 

Gesamtzahl der Drüsen c. 2 Millionen 

ihr Volumen etwa 80 cm 3 
Gesamtquerschnitt der Mündungen 38 cm 2 




1) Anatomie II p. 299. 

2) Untersuchungen zur Naturlehre des Menschen und der Thiere XII. Bd. 1881 p. 226 
s. a. Archivio per le scienze mediche Vol. III 1879 Nr. 15. 

3) 1. p. 35 c. p. 52. 

4) Anatomie II p. 302. 



Schvreissdrüsen, Haar 



95 



Auf 1 cm 2 kommen 



XlclLlU. 1 V Olcll HaLiLLOJ 


373 


-C USS ( x iEHlDal llaLillcj 


366 


TTiinrl (T-i li pk p,n ^ 


203 




178 


oiirn 


172 


"\7n-pr1 ovq rm /~Rpn CPSPltP, 1 
V Ol Llul dl IIA ^JJDUgOöciuüy 


157 


T}m<af, nnfi Rauch 


155 


Vorderarm (Streckseite) 


149 


Fuss (Bücken) 


126 


Ober- und Unterschenkel (mediale Seite) 


79 


Wangen 


75 


Nacken, Rücken, Gesäss 


57 



Haar J ) 

Haarschaft 0,6 mm — 1,5 m lang, 0,007— 0,17 dick. 

Das einzelne Haar kann ein Gewicht von 60 g tragen, lässt sich um etwa 
V s der Länge dehnen, diebleibende Verlängerung bei 20% Ausdehnung 
beträgt c. 6%. 

Haarbalg 3,3 (2,7—3,8) lang (Chapuis und 

Moleschott) 2 ) 

Durchmesser der dicksten Stelle 0,3 (Chapuis und Moleschott) 
Länge der Fasern der Haarbalg- 
muskeln (arrector pili) 0,167 
Haarwurzeln bei d. feinsten Haaren 0,4 lang 

„ dickeren „ 2 — 4 „ 
grösster Durchmesser der Papille 0,103 (Moleschott) 2 ) 
Länge „ „ 0,213 



breit Krause dick (Wilson) 



3\ 



Haupthaar 0,05-0,09 0,04—0,06 0,020—0,165 

Bart 0,1—0,2 0,07—0,09 0,100—0,214 

Cilien 6—12 lang 0,1 0,09 0,034—0,156 

Vibrissae 0,13 0,09 

Lanugo 0,0016 0,0012 

Schamhaar 0,054—0,135 

Verhältnis der Wurzelscheide zu der Haardicke 

(Wertheim) 4 ) 
Kopfhaar 1,7 : 1 

Backenbart 0,8 : 1 

Schnurrbart und Augenbrauen 0,7 : 1 

1) Krause, Anatomie II p. 303 ff. 2) Untersuchungen zur Naturlehre des 

Menschen und der Thiere VII. Bd. Jahrgang 1860 p. 327 ff. 

3) On the menagement of the skin. 2. Edition 1847. 

4) Sitzungsberichte der K. K. Akademie der Wissenschaften. Math. - phys. Klasse 
L. Bd. 1. Abtheilung Jahrgang 1864 (Wien 1865) p. 302. 



96 



Anatomischer Teil 



Gesamtzahl der Haare auf der behaarten Kopfhaut 80 000, am 
übrigen Körper 20000. 

Das Kopfhaar der Trauen wiegt 300 g; man rechnet für dasselbe 
140 000 blonde, 109 000 braune, 102000 schwarze, 88 000 rote Haare 
(s. a. u.). 

Auf 1 cm 2 rechnet man Haare (Krause): 
Scheitel 171 
Hinterhaupt 132 
Vorderhaupt 123 
Kinn 23 
Schamberg 20 

Unterer Teil des Vorderarms 13 ( w °U h aare auf der 

Volarfläche c. 50) 

Rücken des fünften Mittelhandknochens 11 
Vorderfläche des Oberschenkels 8 
Auf gleicher Fläche zählt man 86 schwarze, 95 braune, 107 blonde 
Kopfhaare (Withof) *). 

Lebensdauer der Haare bei 18 — 26j. Personen (J. Pincus) 2 ) 

an den kurzen Haaren der Randstreifen der 

Kopfhaut 4 — 9 Monat (P i n c u s) 2 ) 

an der Kopfhaut überhaupt (berechnet auf) 2 — 4 Jahre „ 

Cilien 100—150 Tage (Moll) 3 ) 

Wachstum der Haare 

a) nach der Länge (mm) 
Kopfhaare: täglich 0,2 — 0,3 

Barthaare (Berthold) 4 ): 

(46 Jahre) beim Schnitt nach 

36 Stunden 24 Stunden 12 Stunden 

berechnet pro Jahr 142 168 22Ö 

„ Tag 0,39 0,46 0,62 

b) nach dem Gewicht (g) — (Moleschott) 5 ) 

Kopfhaare: täglich bei 18— 26j. Jünglingen 0,20 (0,14—0,28) 

„ 32 u. 45j. Mann 0,14 

bei 2monatl. bei monatl. Schnitt . Mittel aus 

in 28 Tagen 4,69 5,44 i 5 Indivi- 

100 : 116 I duen 



1) De pilo humano dissertatio prima secunda. Duisburg 1750, 1752. 

2) Virchow's Archiv 37. Bd. 1866 p. 28 und 27. 

3) Bijdragen tot de anatomie en physiologie der oogleeden. Utrechter Dissertation 1857. 

4) Archiv für Anatomie, Physiologie und wissenschaftliche Medicin Jahrgang 1850 
p. 156. 

5) 1. p. 94 c. p. 190 ff. 



Haare 



97 



Barthaare täglich 0,046 

bei 24stündigem bei 12stündigem Schnitt Iz-d ^^qI^I) 
in 7 Tagen 0,334 0,373 t { 

100 : 112 J 

c) in den einzelnen Jahreszeiten , 

Frühling Sommer Herbst Winter 
Kopfhaare 5,85 g 5,45 4,39 4,30 (Mole s c hott) ■) 

136 : 127 102 : 100 

Barthaare in j na L M °" ^6 "« 8 ' 126 ( Berthold ) *) 

105 : 100 

in 1 Jahr 4,24 g 3,59 g | 

„ inje28Tagen 0,65 0,55 j> (M 0 1 e S C h 0 1 1) 2 ) 

118 : 100 ) 

d) bei Tag Barthaar etwa J / l6 mehr > als hei Nacht (Berthold). 
Täglicher Ausfall bei 18— 26j. Männern und Weibern 38—108 

Haare (Pineas) 3), bei 35j. Frau in 3 Tagen 220, bei 20— 30j. pro Tag 
90, hei 50— 60j. 120 u. mehr (Pincus) 4 ). 
Der frei vorragende Teil der Cilie wird 
in 3 Wochen 4*/ 2 mm 
„ 4 „ 5*/ 4 „ 

» 5 1 /* » 7 » 
„ 7i/ 2 „ 8% » 
„ 20 „ 11 „ lang (Donders) 0 ) 

(Weiteres über die Cilien s. p. 102). 



Blonder und brünetter Typus in Mitteleuropa 

(Vircho w) 6 ). 

Eine mehr als 10 Millionen Schulkinder umfassende Statistik ergiebt 

die Mischtypen machen mehr als die Hälfte aus — von den reinen 

Typen: 

blond 7 ) 
Deutschland 3i,8o0/ 0 
Österreich 19*79 
Schweiz II, 10 

Belgien — 



1) s. vorige Seite. 

2) l. p. 94 c. p. 208 u. 207. Selbstbeobachtung (53 Jahre). 

3) s. vorige Seite. 

4) Archiv für Anatomie, Physiologie u. wissenschaftl. Medicin Jahrgang 1871 p. 64. 

5) Archiv für Ophthalmologie IV. Bd. Abtheilung I 1858 p. 2. 

6) Sitzungsberichte der K. preussischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Jahr- 
gang 1885. Erster Halbband p. 39. 

7) Unter „blond" sind mit Ausnahme der belgischen Statistik , wo bloss „helle", also 
auch graue, Augen zugelassen waren, verstanden : blonde Haare, blaue Augen, weisse Haut. 

Vierordt, Dat. u. Tabell. f. Med. 2. Aufl. 7 



brünett 

I4>°5 % 

23.17 

25,70 

27,50 



98 



Anatomischer Teil 



In Deutschland findet sich im speciellen: 

blond 



43,35 % 

42,75 

42,64 

42,63 

42,03 

41,03 

41,00 

33-5 

32,5 

25-29 

24,46 

18,44 



brünett 



Schleswig-Holstein 
Oldenburg ( 
Pommern 

Mecklenburg-S trelitz 
Mecklenburg-Schwerin 
Braunschweig 
Hannover 
Lippe-Detmold 
Reuss j. L. 
Reuss ä. Ii. 

Württemberg 24,46 
Elsass-Lothringen !8,44 

Talgdrüsen: 

Die grösseren a. d. äussern Nasenhaut 2 lang, 1,1—1,5 breit mit 16 20 Acinis 



Norddeutschland 

Mitteldeutschland 
Süddeutschland 



12- 7 n/ 0 

18-13 
25-19 



kleineren Drüsen 



0,6 — 0,8 Durchmesser „ 5 — 6 



Dicke 

am freien Ende 
im Nagelfalz 



Nägel 

0,03—0,4 
0,67—0,9 
0,14—0,27 

Papillen im Nagelfalz 0,16 — 0,22 lang 

Wachstum der Nägel 

a) nach der Länge (mm) 
Tägliches Wachstum an den Fingern 
» n » » Zehen 

„ „ „ der grossen Zehe 

„ den Fingern 

Von der Lunula bis zum freien Rand erneuert sich der Nagel (Dufour) 1 ) 
am kleinen Finger in 121 Tagen (147 Berthold) 2 ) 



0,086 
0,04 



0,06 (W. Krause) 
0,0991 (Dufour) 1 ) 



(108—136 
(155 



an den 3 mittleren Fingern „ 120 — 132 „ 

am Daumen „ 138 „ 

an den Zehen „ 180—300 „ 

„ der grossen Zehe über 1 Jahr. 

b) nach dem Gewicht (g) — sämtliche Fingernägel 

täglich in 28 Tagen in 1 Jahr 

Mann 37 Jahr 0,0057 2,086 (Mole s ch 0 tt) 3 ) 

derselbe 53 Jahr 0,0050 0,140 1,825 

c) nach den Jahreszeiten (Längsmessungen): 

Frühling Sommer Herbst 
Mann 46 Jahr 131 : 

„ 37 „ 107 : 125 : 107 

derselbe 53 Jahr 116 

(nach dem Gewicht) 



Winter 

100 (Berthold) 
100 (Moleschott) 
100 



1) Bulletin de la sociöte vaudoise des sciences naturelles Tome IX 1872. 

2) 1. p. 96 c. rechte Hand. 

3) 1. p. 96 c. p. 218 ff. 



Ohr 



99 



d) an d. r e c h t e n Hand schneller als an d. 1 i n k e n = 1,05 : 1 (Berthold) 
am Daumen „ „ am Mittelfinger = 1,43 : 1 

„ kleinen Finger = 1,05 : 1 „ 

Ohr (mm) 

Gewicht p. 27. Spezif. Gewicht des Ohrknorpels p. 38. 
Auricula: Länge 56 Breite 30 

Concha 23 hoch, 19 breit, in der Mitte 12 tief 
Schweissdrüsen 0,14 Talgdrüsen 0,2—2,2 

Äusserer Gehörgang (vom Eingang bis zum Trommelfell) 27, 
und zwar 9—11 knorpliger Teil (i/ a ) 
16 — 18 knöcherner „ ( 2 / 3 ) 
Eingang 9 hoch 5 breit 
Weite 1 ): knorpliger Teil 8 Höhe 5 Breite 
knöcherner „ 10 „ 6 „ 
Ohrenschmalzdrüsen (Drüsenknäuel) c. 1 
Länge der oberen Wand 23 
„ „ unteren „ 29 
n „ hinteren „ 24 
n „ vorderen „ 28 
An der unteren Wand beträgt der Knorpel c. 2 / 5 der ganzen Länge, an 
den übrigen Wänden ^g. 

Durchschnittliche Kapacität des äusseren Gehörgangs 
rechts 1,07 cm 3 (Hummel) 2 ) 
links 1,05 „ 
Paukenhöhle: Höhe (von oben nach unten) 14,5 

Breite ( „ vorn „ hinten) 10 
Tiefe (in transversaler Richtung) 4 — 4,5 
Trommelfell: 0,1 dick, 10 hoch, 9 breit — Areal c. 50 mm 2 
der untere Rand um 7 medianwärts gelegen gegenüber dem oberen 
„ vordere „ „ 4,5 „ „ „ „ hinteren 

Winkel mit der Achse des äussern Gehörgangs 55 °. 
Sinus tympani 2 tief 

Fenestra ovalis Länge 3, Breite 1,5 
„ rotunda 1,5 — 2 Durchmesser 
(mit Membrana tympani secundaria) 
Tuba Eustachii 32— 38(— 45) lang, hiervon 

9 — 11 auf den knöchernen Teil 
23 — 27 „ „ knorpligen „ 
Weite des knöchernen Teils 2 
„ an der Verbindung des knöchernen 

und knorpligen Teils 1 



1) Nach Luschka, Anatomie des menschlichen Kopfes 1867 p. 443. 

2) Archiv für Ohrenheilkunde XXIV 1887 p. 263. — Untersuchung an 100 20— 24jäh- 

7* 



100 



Anatomischer Teil 



Ostiuin tympanicum 5 hoch, 3 breit 
„ pharyngeum 7 „ 5 „ 

n » Entfernung vom Schädelgrund 7 (Luschka) 1 ) 

Entfernung von der hinteren 
Wand des Schlundkopfs 14 „ 

» » Entfernung von dem hinteren 

Ende d. äusseren Nasenlochs 62—68 „ 

Gehörknöchelchen (Zuckerkandl) 2 ) 
Hammer 7 — 9,2 lang 

Processus brevis 1,6 

„ longus 2,5 — 2,8 

Manubrium 5 
Amb'oss : Crus breve 4,8 — 5,3 

„ longum 3 — 5,2 
Steigbügel: 3,2 — 4,5 lang 1,8—3,5 breit 

Länge der Basis 2,6 — 5,3 
Breite des Crus rectilineum (vorderer Schenkel) 0,5 — 1 
„ „ „ curvilineum (hinterer „ ) 0,5 — 1,2 

Labyrinth: Rauminhalt c. 210 mm 3 , wovon 3 / 5 auf die Schnecke. 
Vorhof: sagittaler Durchmesser 5 — 7 
vertikaler „ 4 — 5 

transversaler „ 3 — 4 

a) Knöchernes Labyrinth: 

Canalis semicircularis superior (osseus) 14 lang 1,4 hoch 0,9 breit 

„ „ inferior 16 „ 1,1 „ 0,9 

„ „ lateralis 9 „ 1,5 „ über 0,9 „ 

Die Ampullen der genannten Kanäle 2,7 „ 1,6 tief 2,3 

Aquaeductus vestibuli osseus 1 _ , 
* l 4—7 lang 

„ Cochleae „ 

Meatus auditorius internus 9 — 11 lang, enger als der externus. 

b) Häutiges Labyrinth: 

Sacculus ellipticus 3,8 lang, 2 im Durchmesser 
Canales semicirculares membranacei 0,6 hoch oder breit, 0,4 dick 
(cf. oben die Canales semicirculares ossei, die 4mal so weit sind) 
ihre Ampullen 1,7 Durchmesser 
Sacculus rotundus 1,5 grösster Durchmesser, 1 dick 
Canalis reuniens 0,7 lang, 0,22 weit, Wandung 0,015 
Otolithen 0,01 lang, 0,006 breit und dick (auch weniger) 



rigen Soldaten. — Gleichheit der Kapacität bestand in 60 "/o* Minimum 0,7, Maximum 
1 ,6 cm 8 . Die Kapacität wächst im allgemeinen mit der Körperlänge. 

1) Die Anatomie des menschlichen Halses 1862 p. 210, 211. 

2) Archiv der Ohrenheilkunde XI. Bd. 1876 p. 1. 



Ohrlabyrinth 



101 



Aquaeductus vestibuli membranaceus 0,15 Lumen (die einzelnen Schen- 
H kel 0,1) 

Wand 0,03 dick 
Cavitas aquaeductus vestibuli membranacei 10 lang 5 breit 
Schnecke: Durchmesser der Basis 9 
n der Cupula 1,8 

Achse der Schnecke (von der Mitte 

der Basis bis zur Cupula) 5,6 lang 

Ductus cochlearis 28 — 31 lang 

in I. Windung 0,8 breit, 0,5 hoch 

„ n. „ 0,7 „ o,5 „ _ • 

Der Inhalt des Querschnitts des Ductus cochlearis vermindert sich nach oben im Ver- 
hältnis von 3:2. 

Lamina spiralis in der I. Windung 1,2 breit 0,3 dick 

„ „ HL „ 0,6 „ 0,15 „ 

Crista „ » » » 

„ „ III. „ 0,2-0,25 „ 

Membrana vestibularis 

s. Reissneri „ „ LT. „ 0,7 „ 

Gehörzähne in der I. Windung 0,045 lang 0,009— 0,011 breit 0,0067 dick 

„ „ IH. „ 0,033 „ 0,012 „ 

Sulcus spiralis 0,06—0,07 hoch 

Ganglion spirale Cochleae bis 0,22 dick 
Membrana tectoria 0,2 — 0,23 breit 

Zahl der Fäden in der Zona pectinata (bei 33,5 Länge der 

Membrana basilaris) 13 400 

lang 

Zahl der Gehörzähne 1 ) (s. o.) 2700 

„ „ Innenpfeüer 6600 0,05 

„ „ Aussenpfeiler 4950 0,066 

inneren Haarzellen 3630 0,018 1 Haare der Haarzellen 
l " äusseren „ 19800 0,048 J 0,004 lang 

„ „ Foramina nervina 3300 
Waldeyer 2 ) rechnet 20000 Corti'sche Zellen 
Hensen 3 ) „ 16400 

Auge (mm) 

a) Augenhöhle und Adnexa des Auges 
Kubikinhalt 30 cm 3 (27— 33) 4 ) 

Höhe und Breite 33—36 an der weitesten Stelle (7 von der vorderen 

Öffnung entfernt) 

1) Krause, Anatomie I p. 135. 

2) W. in Stricker' s Handbuch der Lehre von den Geweben II 1872 p. 959. 

3) Archiv für Ohrenheilkunde VI. Bd. 1873 p. 17 u. 31. 

4) Gayat, Annales d'oculistique 70. Bd. 1873 p. 5. 



102 



Anatomischer Teil 



Höhe 33 (Weiber 34), Breite 39 (3G— 44) (Benedikt)') 
Tiefe von vorn nach hinten 47 

Vorderer Endpunkt der Achse beider Orbitae etwa 62 von einander entfernt. 
(„Orbitaldistanz" = Entfernung der äussern Orbitalwände s. u. b. „Gesichtssinn") 
„Orbitalindex" s. o. p. 49. 

Haare der Augenbrauen 7—16 lang, 0,1 breit, 0,9 dick. 
Augenlider: 

Gewicht (E. Bischoff) ») rechts 2,1, links 2,5 g 

Länge der Augenlidspalte bei Männern 30 (bei Weibern etwas weniger) 

Lidhöhe und Lidspalte in verschiedenen Lebensaltern (Fuchs) 8 ) 

(mm) 



Alter 
(Jahre) 


Höhe des oberen Lids 
(vom freien Lidrand bis 
zur Mitte der 
Augenbraue) 


Ausdehnung der Lidhaut 
(durch Zug an den Cilien 
bis auf) 


Länge der 
Lidspalte 


O— I 

3-6 
6 — io 

10 — 20 
20—80 
Gesamtmittel 
dto. (ohne I. Jahr) 


12,5 
17,6 
24,1 

23.4 
24,06 

21,5 
22,17 


18,5 
28.7 

35,5 
37,9 
43,4 
36,7 
37,9 


18,5 

23,9 

24,95 
26.8 

2 7,56 

25,5 

25.95 



Haut der Augenlider: Dicke der einzelnen Schichten s. p. 93 und 94. 

Tarsus des oberen Lids 1 dick, 20 lang, in der Mitte 9 breit 

unteren „ (dünner u. weicher) dto. „ ,5 
Abstand des lateralen Augenwinkels vom Rand der Orbita 5—7 
Meibom'sche Drüsen 0,07—0,9 dick, 

Ausführungsgang 0,11 — 0,28, Acini 0,1—0,4 Durchmesser 
Der Cilien tragende Saum der Augenlider am oberen Lid 2 hoch 

„ unteren „ 1 



Cilien: am oberen Lid 8 — 12 
„ unteren „ 6 — 8 
„ oberen „ 



7—9 lang, 0,1 breit, 0,09 dick 



unteren 



11 lang (Mähly)*) 
7 

Zahl der Cilien: 

am oberen Lid 140 — 150 (Donders) 5 ), zuweilen über 200 (Mähly) 4 ) 
„ unteren „ 50—75 „ gegen 100 „ 

(ihre Lebensdauer und Wachstum s. p. 90 und 91). 
Conjunctiva: Abstand des Fornix von der Lidspalte am oberen Lid 22 — 25 

„ unteren „ 11 — 13 



1) 1. p. 41 Anmerkung 4 c. p. 388 und 389 

2) 1. p. 20 c. p. 80. 33j. Mann. 

3) Archiv für Ophthalmologie 31. Jahrgang Abtheilung II 1885 p. 100. Die Tabelle 
gekürzt und Mittel berechnet. 

4) Beiträge zur Anatomie, Physiologie und Pathologie der Cilien. Basler Dissertation 
1879 p. 21. Beilageheft zu den Klinischen Monatsblättern für Augenheilkunde XVII. Jahrg. 

5) Archiv f. Ophthalmologie Bd. IV 1. Abtheiluug 1858 p. 286. 



Thränendrüsen, Augapfel 



103 



Acinöse Drüsen 0,3 — 0,5 

Acini 0,04—0,06 Durchmesser 

Ausführungsgänge 0,3—0,6 lang 
Dicke des Tarsalteils 0,26—0,35. 
Glandula lacrymalis superior 201ang, 11 breit^sagitt. 6 dtokl^ p 2? 
f „ inferior 9 — 11 „ 8 „ 2 „ j 

Acini 0,035—0,05 Durchmesser Spezif. Gewicht p. 38 
Thränenpunkte der obere 0,25 weit, der untere etwas weiter 

„ bei Kindern (Heinlein)' 1 ) „ 0,15-0,2 „ „ „ oft „ „ 
Thränenkanälchen 9 lang, 0,6—1 im Durchmesser (engste Stelle 0,1) 
„ bei Kindern (H einlein) 1 ) 5—6, das untere 0,6 länger als das obere 



Thränensack 



11 lang, 5—6 breit, Wand 0,75 dick, Schleimhaut 
0,15 dick, Flimmerepithel derselben 0,05 
Thränennasengang 18 — 23 lang, 3 — 4 weit, 

Mündung 3 weit (wenn kreisrund und dann 16 über dem 

Boden der Nasenhöhle liegend) 
Schleimhaut 0,5 — 1,5 dick 
Caruncula lacrymalis: Talgdrüsen derselben 0,45 — 0,56 gross. 

b) Augapfel 

Volumen 6,6 cm 3 . Gewicht: p. 27. Spezif. Gewicht p. 28. 
Äussere Augenachse (von der Vorderfläche der Cornea 

zur Hinterfläche der Sclera) 
Innere Augenachse (von der Vorderfläche der Cornea 

zur Hinterfläche der Retina am Grund der Fovea 

centralis) 

Grösster horizontaler Durchmesser des Bulbus im 
Äquator 

Schräger Durchmesser: durch den Mittelpunkt der 

äusseren Augenachse und das Hinterende des 

Corpus ciliare 
Äquatorialer Umfang des Bulbus (M.) 
Tiefe der vorderen Kammer, vom Hornhautscheitel bis 

zum vorderen Linsenpol (s. a. u. p. 106) 



24 2 ) 

23 
24,3 



24 
72,2 



zwischen den 
• Aussenflächen 
der Sclera 



3,7 



Cornea: Spezif. Gewicht p. 38. 

Radius der Vorderfläche* 

(mit Berücksichtigung der Ellipticität) 

Dicke in der Augenachse 
nahe dem Rande 



7,8 (7,785) 



0,9' 
1,1 



1) Archiv für Ophthalmologie XXI. Bd. 3. Abtheilung 1875 p. 1, auch Erlanger Disser- 
tation 1875 : zur makroskopischen Anatomie der Thränenröhrchen. 

2) Diese und eine grössere Zahl der folgenden das Auge betreffenden Angaben nach 
Flemming, Text zur Karte des menschlichen Auges 1887 p. 8 ff., auch nach Merkel 
[M.] 1. p. 93 c. p. 282. Krause (Anatomie II, p. 953 ff.). 



104 



Anatomischer Teil 



Durchmesser der Basis* (vom Beginn des 
undurchsichtigen Scleragewebes gemessen c. 12 

Durchmesser der Basis zwischen den Mitten 

der Durchschnitte des Canalis Schlemmii c. 11,5 

Membrana Descemeti durchschnittlich 0,013—0,02 dick 
(in der Mitte dünner als am Rande) 

Circulus venosus ciliaris 0 25 

Sclera: Dicke hinter der Sehachse 0,8 (0,7 — 1) 

„ im Äquator 0,4 

„ in der Ciliargegend 0,6 

Lamina cribrosa aussen (od. hinten) 3,8 weit 

» innen 1,8 „ 

Chorioidea: Dicke der pars vasculosa 



hinter dem Äquator 


0,2 




0,14—0,2 


Länge des Ciliarmuskels im Mittel 


3 


Grösste Dicke des Corpus ciliare (in der 




Höhe der Plicae) 


1,1 


Grösste Dicke der Iris (1 — 1,2 vom Pupil- 




larrand) 


0,4 


Dünnste Stelle der Iris (nahe der Ciliar- 




befestigung) 


0,2 


Durchmesser der Iris 


11 


(an der Nasenseite um 0,5 schmäler) 





Das mit * Bezeichnete wird späterhin in der Dioptrik des Auges (s. u. „Gesichts- 
sinn") Erwähnung finden. 

Abstand der Mittelpunkte der Pu- 
pillen beider Augen 59 (auchmehr,höchstens68) 
Grössere Blutgefässe der Iris 0,03 — 0,075 Durchmesser 
Musculus sphincter pupillae 0,8 breit, 0,1 dick 
[ „ dilatator „ 0,006—0,1] 

Nervus opticus: Chiasma s. p. 56. 

Gewicht (E. Bischoff) r. 0,4, 1. 0,3 (33j. Mann) 

Dicke anfänglich 4,5 (Krause) 

an der stärksten Einschnürung in der 

Lamina cribrosa 1,35 (Flemming) 

2 mm hinter der Lamina cribrosa 3,2 

Dicke der Vagina externa des Opticus 0,5 (Krause) 



Sehnerv 



105 



Länge (orbitaler Teil) 



dto. 



29,3—31,6 (Arlt) *) 
29 (Paulsen) 2 ) 
25—27 (Vossius) 3 ) 
Männer Weiber Mittel (Weiss) 4 ) 
23,8 (20—30) 



23,19 



24,27 

Abstand des Endes des Fo- 
ramen opticum von der In- 
sertion des Sehnerven am 

Bulbus 19,60 17,81 18,5 (15—23) (Weiss)*) 

27 (Arlt) 1 ) 
Länge 26 (Paulsen) 2 ) 

Querschnitt des Sehnerven (mm 2 ) 7,71 (6,2—8,76) (Salzer)*) 

9,1 (ohne Hülle) (W. Krause) 6 ) 
WOVOn 5,67 auf die Nervenbündel 
20— 57j. Männer 12,3 (9,07—16,32) (Donaldson u. Bolton) 7 ) 
40— 63j. Weiber 10,46 (8,74—11,61) 
"Verhältnis von Tractus : Nerv, opticus 1 
n „ Nervus : Tractus 1 

Durchmesser der Papilla im Mittel 
„ „ Fovea centralis 

„ „ Macula lutea 

Abstand der grössten Tiefe der Excavatio 
papillae n. optici vom Grund der Fovea 
centralis 

Anzahl der prismatischen Nervenbündel 
(im N. opticus) c 
Anzahl der Opticusfasern c 



1,20 (Grudden) 8 ) 
: 0,83 

1,6 (1,5-1,7) 

0,2 

2,2 bis höchstens 



3,9 



800 

. 40 000 stärkere(K u h n t) 9 ) 

438000 (Salzer) ») 
1000000 (Krause) 10 ) 
wovon wenigstens 400 000 stärkere u. feinere (Krause) 11 ) 
Nervenbündel im N. opticus 0,108—0,144 dick 

Foramen cribrosum 0,03 — 0,05 „ 



1) Die Krankheiten des Auges III. Band 1856 p. 28. 

2) Archiv für Ophthalmologie 28. Bd. Abtheilung I 1882 p. 226 u. 231. 

3) Berliner klinische Wochenschrift 22. Jahrgang 1885 p. 200. 

4) Beiträge zur Anatomie der Orbita I 1888 p. 50 (40 Fälle). 

5) Sitzungsberichte der K. Akademie der Wissenschaften zu Wien. Math. -naturwissen- 
schaftliche Klasse 81. Bd. III. Abtheilung 1880 p. 1. 

6) Archiv für Ophthalmologie 26. Jahrgang Abtheilung II 1880 p. 102. 

7) The American Journal of Psychology Vol. IV Nr. 2 1891 p. 224. — Berechnet aus 
Table I. 6 (weisse) Männer, 3 Weiber. 

8) Archiv für Ophthalmologie 25. Jahrgang Abtheilung I 1879 p. 45, auch in: Gud- 
den's gesammelte und hinterlassene Abhandlungen, herausgegeben von Grashey 1889 
p. 163. 

9) Archiv für Ophthalmologie 25. Jahrgang Abtheilung I 1879 p. 267. 

10) Anatomie I p. 165. 

11) Die allerfeinsten, doppelt contourirten, sind nicht mitgerechnet (s. Anmerkung 9). 



106 



Anatomischer Teil 



Nervenfasern 0,0011-0,0045 dick 
die stärkeren 0,004 im Mittel(K rause) 
Linse: Gewicht 0,28—0,29 g. — Spezif. Gewicht p. 38. 
Grösste Breite (im Äquator) 9,1 
„ Dicke (in der Achse)* 3,6 
Radius der Vorderfläche* io 
„ ., Hinterfläche* Q 
Abstand des Linsenrands von den Pro- 
cessus ciliares 0,5 0 6 

Linsenkapsel in der vorderen Hälfte 0,011—0,018 dick 

hinteren „ 0,005—0,007 „ 
Canalis Petiti (Krause) 1 ) 

Breite in radiärer Eichtung 0,9 — 1,1 

Tiefe in sagittaler „ 1,1 (1,0—1,2) 
(von der Zonula ciliaris bis zur Hyaloidea) 

Grösste Weite 1,6 (Schön) 2 ) 

» „ 1,4 (Fr. Haase) 3 ) 
Glaskörper: Gewicht 6,7 — 8,3 g 

Grösster Durchmesser in der Richtung 
des grösseren Diagonaldurchmessers des 

Bulbus 22,1—23,1 mm 

Senkrechter Durchmesser 20,7 — 21,8 

Membrana hyaloidea 0,0005 dick 
Humor aqueus: 

Menge 231 — 323 mm 3 (einige Tropfen) 
Gewicht 0,233—0,325 g 
Spezif. Gewicht 1,0053. 
Vordere Augenkammer: 

Grösster Durchmesser in der Frontalebene 11 
Tiefe in der optischen Achse (vom Centrum 
der Hinterfläche der Cornea bis zum vor- 
deren Pol der Linse, 3 (in der Leiche weniger) 
Hintere Augenkammer: 

Frontalebene vor den Processus ciliares 10 

zwischen zwei Processus 9 — 9,5 

Grösste Tiefe 0,4 

Retina: 

Dicke der frischen Retina 

an der Macula lutea 0,38 (0,4 Merkel) 



1) Anatomie II p. 954 ff. 

2) Archiv für Ophthalmologie XXXII. Bd. 2. Abtheilung 1886 p. 150. 

3) Über den Canalis Petiti des Menschen. Rostocker Dissertation 1889 ; es ist der 
Abstand der Zonulablätter-Insertion auf der vordem und hintern Linsenkapsel gemessen ; 
ein Raum von 0,9 bleibt vollständig frei von Fasern. 



Retina, Augenmuskeln 



107 



im Hintergrund und am Äquator des 
Bulbus 

in der Gegend der Ora serrata 
(postmortale Plica centralis retinae 



0,15- 
0,09- 



-0,19 (0,3 M.) la ) 
-0,15 (0,2 M.) 



5 lang, 1 hoch) 



Anzahl der Pigmentzellen 

Zapfen (Neugeborener) 



Anhang. 



inneren Körner 
Stäbchen 

Zapfen im gefässlosen Teil 

der Macula lutea 
Zapfen der Fovea centralis 

„ überhaupt 

Dimensionen des kindlichen Auges 



7 000 000 
3362000 (Salzer) 1 ) 
auf 0,01 mm 2 132—138 „ 
„ „ „ 150 (Ol. du Bois- 
Eeymond 2 ) 
90000000 (Krause) 
130000000 „ 
J 9000 „ 
| 13000 (Becker) 3 ) 
4000 (W. Krause) 
7 000000 



Augenachse beim Neugeborenen 
Linse: (Petit 5 ) u. Jäger) 



17,53 (Jäger) 4 ) 

vorderer hinterer 
Krümmungsdurchmesser 



7monatlicher Fötus 

9 » « 
Neugeborener (E. v. Jäger jr 

8 Tage 

9 .» 
12 Jahre 

20 



6,7 


5,6 


9,0 


6,7 


11,2 


7,8 


16,8 


11,2 


13,5 


10,3 


12,3 


IO,0 


13,5 


10,3 



Achse 



3,5 

4,5 

4,5i 

4,5 

5-i 

4,5 

4,5 

5,6 

5-6 



c) Augenmuskeln (Volkmann) 6 ) 

Länge (mm) Gewicht (g) Querschnitt (mm 2 ) 

Musculus rectus superior 
„ inferior 
,, internus 
,, externus 
obliquus superior 
,, inferior 

Der Rectus internus, der schwerste der Muskeln, wird vom Rectus externus übertroffen, 
wenn man die Sehnen und sehnigen Ursprünge hinzurechnet. 



41,8 


o,5H 


n,34 


40,0 


0,671 


15,85 


40,8 


o,747 


17,39 


40,6 


o,7i5 


16,73 


32,2 


0,285 


8,36 


34,5 


0,288 


7,89 



1) 1. p. 105 c. p. 22. la) s. p. 103 Anmerkung 2. 

2) Uber die Zahl der Empfindungskreise in der Netzhautgrube. Berliner Dissertation 
1881 p. 28 — älterer Mann. 

3) Archiv für Ophthalmologie XXVII. Abtheilung I 1881 p. 18. 

4) Über die Einstellungen des dioptrischen Apparates im menschlichen Auge 1861 p. 14. 

5) Histoire de l'academie royale des sciences. Annee 1730 avec les Mömoires de 
mathdmatique et de physique (Paris) 1732 p. 4. 

6) Berichte der K. sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Leipzig. Mathem.- 
physikal. Classe XXI 1869 p. 57. — Weitere Angaben bei Th eile 1. p. 26 c. p. 168, 169. 



108 



Anatomischer Teil 



Nase (mm) 

Septum cartilagineum 1,5, vorn bis 2,5 dick 

Areal des Eingangs in beide Nasenöffnungen 2 cm 2 (J. R. Ewald) 1 ) 
Nasenhöhle: Boden 40 lang 

32 breit 

Höhe bis zur Lamina cribrosa 47 
Länge der Seitenwände von vorn 
nach hinten (in der Mitte ihrer Höhe) 63 
hoch breit 
Choanen (je) (18-)26 (12— )13 (Luschka) 2 ) 

25 14 (Merkel) 3 ) 

Kubikinhalt 34,2 (26—41) cm», r. 15,7, 1. 18,5 (Braune und Clasen) 4 ) 



Andere Höhlen des Schädels (mm) 



Höhe Breite 

Stirnhöhle (Arnold) 5 ) 27 34 

Sinus sphenoidales 
e t hmo i dal es 

maxillares (R eschreite r) 6 ) 36 
„ 5 — 6j. Mädchen 



Eingang des Sinus maxillaris 



16 



Tiefe 



10 (9 — 14) 



25 

20 (Länge) 



33 

25 (Symington) 7 ) 



Inhalt 

(cm 8 ) 

5 

6, l\ Mittel- 
n A werte 



Anzahl der Nerven im menschlichen Körper 

Einzeln genannt werden, mit Ausschluss der als Rami und Ramuli 
bezeichneten, 360 — 400 (welche doppelt zu zählen sind). 

Im besonderen zählt man : 
12 Nervi cerebrales 

8 Nervi spinales cervicales 
12 „ „ dorsales 

5 „ „ lumbales 

5 „ sacrales 

1 Nervus spinalis coccygeus 

31 (selten als Varietät 32) Rückenmarksnerven. 



1) Archiv für die gesammte Physiologie 19. Bd. 1879 p. 465, auch Strassburger Disser- 
tation 1880 : der normale Athmungsdruck und seine Curve. 

2) Die Anatomie des menschlichen Kopfes 1867 p. 362. — Der Schlundkopf des 
Menschen 1868 p. 28. Die () Werte in: Anatomie des menschlichen Halses 1882 p. 214. 

3) 1. p. 93 c. p. 331. 

4) Zeitschrift f. Anatomie und Entwicklungsgeschichte II. Bd. 1876 p. 24. — Coz- 
zolino (II Morgagni 1886 Nr. 3) findet das linke Cavum nasale verengt, während sonst 
die 1. Nasenhöhle um 2 — 4 cm 8 geräumiger angegeben wird. 

5) Handbuch der Anatomie des Menschen I Bd. 1844 p. 406. 

6) Zur Morphologie des Sinus maxillaris 1878 p. 32. 

7) 1. p. 85 c. 13. 



Hirnnerven 



109 



Paserzahl und Querschnitt der Hirnnerven 

(dicke und feine Fasern) 

für 3.— 12. Hirnnerven c. 100000 auf jeder Seite (Krause) 1 ) 
und zwar: 

Olfactorius (Donaldson u. Bolton) 2 ) 
männlich weiblich 

Tractus 2,289 1,853 mm 2 

Bulbus 7,74 7,68 „ 

Opticus (s.p. 105) 12,30 10,46 „ 

Oculomotorius 2 ) 3,22 2,63 „ dicke Fasern 15000 (Krause) 1 ) 
Trochlearis 2 ) 0,389 0,389 „ „ 1100-1200(H.Rosenthal)3) 

2147 (Merkel) 
Trigeminus (portio minor) starke 9000 — 10000 
Abducens dicke und mittlere 2000 — 2500 (Rosenthal) 

3600 (Tergast) 
Facialis dicke 4000—4500 (Eosenthai) 

G-lossopharyngeus feine 3500 — 4000 „ 

Vagus feinere 4000 „ 

dickere 5000 
Accessorius feinere 1300 — 1400 „ 

dickere 2000—2500 „ 
Hypoglossus dicke 4500 — 5000 „ 

Die peripheren in das Rückenmark eintretenden Nervenfasern 

für beide Körperhälften betragen über 800000 

Dicke der Nervenfasern 
im Mittel 0,0072 mm (Krause) 4 ) 

Dimensionen der wichtigeren Nerven 5 ) (mm) 

Olfactorius: vertikaler Durchmesser am An- 
fang c. 4 
der prismatische Querschnitt 

(weiter vorn) 1,5-2 Seitenlänge 

Bulbus olfactorius 7 — 9 lang, 5 breit 

Opticus p. 104 und 105. — Chiasma opticum p. 56. 
Oculomot orius 3 
Trochlearis höchstens 1 



1) Anatomie I p. 402 und 472. 

2) 1. p. 105 c. ; im wesentlichen dieselben Individuen. 

3) De numero atque mensura microscopica fibrillarum elementarium systematis cerebro- 
spinalis symbolae. Dissertatio. Vratislaviae 1845. 

4) Anatomie, Nachträge zum ersten Band 1881 p. 164. 

5) Zumeist nach Krause's Anatomie. 



110 



Anatomischer Teil 



1,7 dick 
3 



Trigeminus: 

Portio major anfangs 6 
„ „ beim Heraustritt am Pons 3,8 
„ minor 2 
Ganglion Gasseri 
N. ophthalmicus (Ramus I n. trigemini) 

N. ethmoidalis posterior (s. spheno-ethmoidalis) 
N. maxillaris s u p e r i o r (Ramus II n. trigemini) 
n n inferior ( „ III,, „ ) 

Plexus supramaxillaris 
Ganglion oticum 
N. lingualis 
A b du c en s 

Facialis beim Eintritt in den Canalis facialis 

Ganglion geniculi 

Chorda tympani 
Acusticus (nach Kreuzung beider Wurzelbündel) 
Glossopharyngeus 
Vagus 

(Ganglion jugulare 
unterhalb des Ganglions 
Plexus ganglioformis 
N. laryngeus superior 
„ recurrens 

Accessorius (nach Vereinigung aller Wurzel- 
fäden) 

Hy p oglossus 

Dicke der Stämme der Spinalnerven schwankt zwischen 0,8 — 8, 

lumbalis V 8 als der dickste ; es folgen 

sacralis I 7 

lumbalis IV 

cervicalis VII 5,6 

sacralis II 



der gesamte Stamm mit 
beiden Wurzeln) 
8 breit, 4 dick 

16 breit, 3 dick 
3 

0,1 

5 breit, 

6 n 
2 

5 lang, 3 breit 
2 (Luschka) 
1,7 
2 

2 breit an der Basis 
0,5 
3 

1,4 
5 

5 dick) 
2 

14 lang, 5,6 dick 
2 (Luschka) 
1— lVa (Bothe) x ) 

1,5 
2 



N 



cervicalis V, VI, VIII 5-4,5 
lumbalis II, III 



cervicalis II, III, IV 4 — 3 
dorsalis I 
sacralis III 



1) Private Mitteilung. Anatomische Anstalt zu Tübingen. 1888. 



Spinalnerven, Sympathicus 



111 



dorsalis X, XI, XII 
lumbalis I 3 
dorsalis II bis IX 
sacralis IV 
cervicalis I 

sacralis V 1 
coccygeus 



N. phrenicus 



thoracicus longus 
perforans Casserii 
axillaris (in der Achselhöhle) 
medianes „ „ „ 



1,5 (Luschka) 1 ) — der linke etwa x / 7 länger 

als der rechte. 

1,7 (Bothe) 2 ) 



2,8 
3,2 
4,2 



N. ulnaris 
radialis 

ileo-hypogastricus 

ileo-inguinalis 

genito-cruralis 

obturatorius 

cruralis 

saphenus major 
ischiadicus (stärkster Nerv) 
peronaeus (in der Kniekehle) 
tibialis 
pudendus 



In den Muskelnerven überwiegen 
(Krause) 3 ) 

Grenzstrang des Sympathicus 
Ganglion cervicale superius 



„ oticum 
„ maxillare 

Splanchnicus major 
„ minor 

Plexus coeliacus 



3,3 „ 
5,3 „ 
2 

weniger als der vorige 

2 

2 

5 

1,6 (Bothe) 

6 dick, 11—14 breit 

3,8 (Bothe) 

4,8 

2,3 

die dickeren Nervenfasern im Verhältnis 10:1 

2 — 4 (Bothe) 2 ), übrigens sehr wechselnd 
14—18 lang, 7 breit, 3—5 dick 
(manchmal 
40—50 „ ) 
spezif. Gewicht 1,0377 
5 lang, 3 breit 
3 ,, 2 „ 
1,2 (Bothe) 
0,7 

80 breit, 30 hoch von unten nach oben 



1) Der Nervus phrenicus des Menschen 1853 p. 18. 

2) s. vorige Seite. 

3) Anatomie I p. 470. 



112 



Anatomischer Teil 



Umfange der grossen Gef'ässe (mm) 
in verschiedenen Lebensaltern (B e n e k e ) 1 ) 



Alter 


» a> iL 
-r. oj 


tu 

.2 "-3 
u a 
5 0 


t. T3 

0 a 
< 2 


Aorta 
oracica 


rta ab- j 
minalis 


Iliaca 
communis 


Carotis 
communis 


Subclavia 




Q 2 


5| 

Q, 


ÖS 




0 0 


dextrajsinistra 


dextrajsinistra 


dextrajsinistra 


Neugeborener 
Ii — 2 Jahre 
6-6f „ 

I41-I5 n 
19 — 21 ,, 

24 »• 3 1 >, 
47—71 ,, 


49 
77 

109,25 

150 
104 
161,25 

I7I-5 


23.5 

37 
43 
5i 
59 
64 
67 


18 

344 

39 

48 

54,5 
60 

73 


14,25 

22,6 
28 

34 
41 
43 
54 


I2 ,75 

H,5 

18 

2 4-5 
29 

3i 

40 


8,5 
9.8 
12 

17 
20 
21 

27.5 


7,5 

9 
12 

17 

19,6 

19,5 
26,5 


8 

14,1 
16,8 
17,8 

17,5 
20 


8 

14,9 

13,6 

17 

17,3 

17,5 

21 


8,75 
13 
15,9 

19,7 
22 

27 
29 


8,75 
12 

Ii 

19 

22,5 

28 


20 — 74j. Männer 2 ; 

(Schiele -W i e- 
gandt) 2 ) 

IO— 8oj. Weiber 2 ) 


168,2 
i57,i 


73,i 
73-6 


72,5 
68,2 


57,9 

hinter der 
Subclavia 
sinistra 

53.3 


38,3 

über der 
Teilung 

33,2 








20,9 
am 
«9,1 


Urspn 


26,7 j 

ing 
23,1 


21— 3oj. (Buhl) 3 ; 




2 72 


74 £ 76 
$ 72 



















Mittlerer Durchmesser einiger grösseren Arterien (mm) 
in verschiedenen Lebensaltern (Thoma) 4 ) 



Alter 


Arteria 
pulmonalis 


Aorta 
ascendens 


Aorta 
renalis 


Carotis 
communis 
dextra 


Subclavia 
dextra 


Renalis 
dextra 


Femoralis 
dextra 


Reifer Neugebo- 














rener 


9 


8,2 


5,5 


3- 1 


23 


1.5 


1,6 


I. u. 2. Jahr 


13,3 


11,8 


6,5 


3,9 


2,9 


2,4 


2,3 


3- u. 4- „ 


139 


13,5 


6.8 


4-3 


34 


2.8 


2,9 


5 — 10 Jahre 


157 


15.1 


7,8 


5,o 


3-7 


3,2 


34 


17—20 „ 


21,3 


20,7 


11,2 


5,9 


5,2 


4-8 


5,o 


23-29 „ 


24,0 


22,4 


133 


6,7 


6.2 


5-3 


6.2 



Durchmesser der wichtigeren Arterien (Krause) 5 ) 

(mm) 

Herz und Herzhöhlen s. p. 31 u. 32. 



Arteria coronaria cordis dextra 
„ „ „ sinistra 

Aorta ascendens 

Sinus quartus der Aorta ascendens 

Arcus aortae 

Aorta descendens thoracica 

„ „ abdominalis 

Aorta über der Teilung beim 
Neugeborenen 



3,6 
2,8 

dick lang 

32 (Wanddicke 1,6) 50—70 
72 grösste Lichtung (Luschka) 

45—54 



24 
23 
20 
20 
17 



oben 
unten 
oben 
unten 



190—220 



150 



6-7 



1) 1. p. 33 Anmerkuug 3 c. p. 24, 25. 

2) Virchow's Archiv 82. Bd. 1880 Tabelle II zw. p. 36 u. 37, auch Berner Dissertation 
(Berlin) 1880: über Wanddicke und Umfang der Arterien des menschlichen Körpers. 

3) 1. p. 31 c. 4) 1. p. 20 c p 213. 5) Anatomie II p. 574 fl\ 



Aorta und ihre Äste 



113 



Wanddicke der Aorta a) 33j. Mann 1,498 (Valentin) 1 ) 
b) Schiele-Wiegandt 2 ) 



über den Klappen 
hinter der Subclavia sinistra 
über der Teilung 



Gesamtquer schnitt 
der Wand (mm 2 ) 
Männer Weiber 
100,6 9°> 8 

66.4 6 5 

36.5 32,2 



Media -f- Intima 

(mm) 
Männer Weiber 

1.4 ^3 
1,1 1,2 
0,9 0,9 

Für die Intima, auch der grössten Arterien, lässt sich im Durchschnitt 0,03 mm 
rechnen (Heule); in höheren Lebensjahren ist die 3— 4fache Dicke anzunehmen. 

Die Adventitia schwankt gewöhnlich zwischen 0,3 und 0,4 mm Dicke und nimmt 
im höheren Alter nur wenig zu. 

Crista aortica (Schwabe) 3 ) 

bis zu 14 J. Erwachsene 

grösste Länge 13 — 2 S 2 4 7° 

„ Breite 1,0—2,6 2,4—18,0 

Entfernung vom Ursprung der Aorta 10 — 24 30 — 45 



Art. bronchiales 
oesophageae 

mediastinicae posteriores 
intercostales 



Durchmesser (mm) 

1 —2,3 
0,6—1 
0,6 

2 8 3 4 ( von oDen I Rimus dorsalis I 

' nach unten > Art. intercosta- 

zunehmend j Iis posterior 2.3 — 2,8 



phrenicae inferiores 


2,3 


coeliaca 


9 (14 lang) 


coronaria ventriculi sinistra 


4,5 


hepatica 


5,6 


coronaria ventriculi dextra 


1,5 


gastro-duodenalis 


3,4 


pancreatico-duodenalis sup. 


1,8 


gastro-epiploica dextra 


3 


Ramus hepaticus dexter 


3,4 


„ „ sinister 


2,8 


lienalis 


6,2—6,7 


gastro-epiploica sinistra 


2,3 


mesenterica superior 


9,6—10,1 


„ inferior 


3,8 


suprarenales mediae 


1 


renales (s. p. 112) 


5,6—6,8 


Männer Weiber 


Umfang 


10,9 11,1 
0,38 0,38 


Dicke der Media + Intima 


Querschnitt der Wand in mm 2 


4- 2 4 4-52 



(Schiele-Wiegandt) 2 ) 



1) Lehrbuch der Physiologie des Menschen 1. Bd. 2. Aufl. 1847 p. 831. 

2) 1. p. 112 c, die zweite Decimale ist weggelassen. — Uber die wechselnde Wand- 
dicke verschiedener Arterien s. Stahel, Archiv für Anatomie und Physiologie, anat. 
Abtheilung 1886 p. 45. 

3) Untersuchungen über die Anatomie und Genese einer am aufsteigenden Teil der 
Aorta constant vorkommenden leistenförmigen Prominenz (Crista aortica). Hallenser 
Dissertation 1887 p. 11. 

Vierordt,, Dat. n. Tabell. f. Med. 2. Aufl. 8 



114 



Anatomischer Teil 



Durchmesser (mm) 
Art. spermaticae internae 2,3 

lumbales 2,3 — 2,8 

sacralis media 2,8 
Arteria anonym a 14; 20, selten bis 50 lang 

carotis communis dextra 9 ; 80 lang (Luschka) 
(s. p. 112) 
» » sinistra 8,6; 113 „ 

n » Dicke der Intima 0,084 (Lu c k) x ) 

O— 4jährige 0,005 (Sack) 2 ) 
32— 42jährige 0,095 „ 
46— 65jährige 0,085— 0,120 (Mehner t) 3 ) 
n » sinistra (am Ursprung) : 

Männer Weiber 
Dicke der Media -f Intima 0.77 0,77 "I 

Querschnitt der Wand in mm 2 16 15 j (S ch 1 e 1 e- Wie gan d t) <) 

Bei Erwachsenen bis zu 30 Jahren und 160—170 cm Innendruck von 1 0/ 0 Koch- 
salzlösung : 

Querschnitt 0,69 cm 2 (ET. v. Hösslin) 6 ) 
Wanddicke 0,29 mm 

Carotis externa 5,6 (Anfang) 

4,5 (Ende) 

thyreoidea superior 3,4 

pharyngo-basilaris 1 

lingualis 3,4 

maxillaris externa 4 

occipitalis 2,8 

auricularis posterior 1,7 

temporalis superficialis 2,8 

maxillaris interna 4,5 

meningea media 2,3 

Arteria carotis interna 6,2 (die linke meist etwas stärker), 60 lang 

Bulbus caroticus internus 7 — 10; 10 — 14 lang 

ophthalmica 1,7 

centralis retinae 0,3 

communicans posterior 1,5 

chorioidea 1 

corporis callosi 2,8 

fossae Sylvii 4,5 

Subclavia dextra (s. p. 112) 11 (Anfang), 9 (Ende); 841ang(Luschka) 

sinistra 10 110 „ „ 

„ erste Portion (bis zum inneren Rand 

des Muse, scalenus ant. r, 25 1. 45 „ „ 

„ sinistra (am Ursprung) : 



1) Über Elasticitätverhältnisse gesunder und kranker Arterienwände. Dorpater Disser- 
tation 1889 p. 25. 2) Über Phlebosklerose und ihre Beziehung zur Arteriosklerose. 
Dorpater Dissertation 1887 p. 19. 3) Über die topographische Verbreitung der Angio- 
sclerose. Dorpater Dissertation 1888 p. 16. 4) 1. p 112 c. 5) Arbeiten aus dem 
pathologischen Institut zu München herausgegeben von Bollinger 1886 p. 361. 



Arterien der Extremitäten 



115 



Durchmesser (mm) 

Männer Weiber 



Dicke der Media + Intima 
Querschnitt der Wand in mm 2 

vertebralis 

maminaria interna 

truncus thyreo-cervicalis 

transversa colli 

thoracica suprema 

Axillaris 

thoracico-acromialis 

thoracica longa 

subscapularis 

circumflexa humeri anterior 
„ „ posterior 

Brachialis 



0,69 1 
16,4 / 



(Schiele-Wiegandt) 



o,74 
20,1 

4,5 
3,4 

5,6; 7—14 lang 
3 

2,3 

9 (Anfang) 7 (Ende); 110 lang 

2,8 

3 

4 

1,5 
3,4 

7 (Anfang) 



5,6 



(Ende) 





Männer 


Weiber 




Umfang 


10,1 


8,2 


(Schiele-Wiegandt) 


Dicke der Media -f- Intima 


0,56 


0,46 


Querschnitt der Wand in mm 2 




3,93 




profunda brachii 


3,4 






collateralis ulnaris superior 


1,7 






radialis 


4 






» 


am Ursprung 


am Handgelenk 




Mäuuer 


Weiber 


Männer Weiber 


Umfang 


6.6 


56 


5» 1 4.6 


Dicke der Media + Intima 


0,42 


O.36 


0,39 0,3 1 


Querschnitt der Wand in mm 2 


2,83 


2,l8 


2,02 1,45 




(Schiele- 


W i e g a n d t) 


ulnaris 


5 






Arcus volaris subliruis 


2,8' am 


Ulnarrand, 1 am Radialrand 


„ „ profundus 


1,1 


„ 




aca communis 


11—12; 


5 — 7 lang, die rechte meist um 



Abgangswinkel von der 
Aorta abdominalis 



7 länger 

65° im männlichen Geschlecht 
75° „ weiblichen 



(Bei 160 — 170 cm Kochsalzlösung Innendruck : 



Querschnitt 
Wanddicke 

Hiaca communis beim Neuge- 
borenen 
Hypogastrica 3 ) 
B-amus posterior 
„ anterior 
Länge 



1,09 cm 2 (v. Hösslin) 2 ) 
0,32 mm 

4—5 

7 ; kaum 30 lang 
5 

5,6 

42 (Mann) 33 (Weib) Jastschinski*) 



1) Die Anatomie des menschlichen Halses 1862 p. 336. 

2) 1. p. 114 c. p. 361. — Erwachsene bis zu 30 Jahren. 

3) Bei der reifen Frucht ist die Hypogastrica dicker, als die Hiaca externa, 3 : 2 mm. 

4) 1. p. 71 c. p. 444 Anmerkung, je 120 Messungen für jedes Geschlecht. 

8* 



116 



Anatomischer Teil 



Durchmesser (mm) 

Art. umbilicales (Chorda s. u.) 3—4,5 (beim ausgetragenen Kind) 



ileo-lumbalis 
sacrales laterales superior 

et inferior 
obturatoria 
glutaea (superior) 
ischiadica 

[Chorda arteriarum umbili- 

caliuni 
vesicalis superior 
vesicalis inferior 
uterina 

haemorrhoidalis media 

pudenda interna 

helicinae 
Iliaca externa 

„ „ beim Neugeborenen 

Art. epigastrica inferior (profunda) 

circumflexa ilium (profunda) 
Cruralis (s. p. 112) 

am Ligament. Pouparti : 
Umfang 

Dicke der Media + Intima 
Querschnitt der Wand in mm 2 
Bei 160 



2,3 

2,3 
2,8 
5 
4 



2 — 3 breit im Erwachsenen] 
1,7 

2,8 (in der Schwangerschaft 7) 
1,7 
3,4 
0,2; 



9,6; 



2,5—3 



2 — 3 lang 
90—100 lang 



2,8 
2,3 

9. 



später 7,5 (am Schlitz des M. ad- 
ductor magnus) 



Männer 
19,1 
o,7 
H 



Weiber 



(Schiele-Wiegandt) 



170 cm Kochsalzlösung Innendruck : 
Querschnitt 0,72 cm 2 
Wanddicke 0,32 mm 



epigastrica superficialis 
circumflexa ilium superficialis 
pudendae externae 
profunda femoris 
articularis genu suprema 
Poplitea 

tibialis anterior 
„ posterior 

Art. pulmonalis (s. p. 112) 
„ „ Wanddicke 

dto. 



15,5 ) 
0,6 \ 

9,6 j 

| (v. H ö s s 1 i n) 



1,7 
1 

1,7- 
7 

2,3 



-2,3 



7, später 6,2; 190 lang 



3,4 



5, später 4,5 und 3,4 
28; 55 lang 
1,1 

1,058 (Valentin) 1 ) 
Männer Weiber 

Dicke der Media -f Intima 1,1 i,o<; /c , , . , Tir . . 

/-» 1 • 2 o. o (Schiele-Wiegandt) 

Querschnitt der Wand in mnr 81,1 74,8 v 6 ' 

Valvulae semilunares der Pulmonalis s. 0. p. 32. 



1) 1. p. 113 c. — 33j. Selbstmörder. 



Durchmesser der Venen 



117 



Kamus dexter l ) 
n sinister 1 ) 
Art. pulmonalis b. Neugeborenen 
Ligamentum arteriosum 
(enthaltend) Chorda ductus ar- 
teriosi (Botalli) x ) c 
Ductus arteriosus beim Neu- 
geborenen 

Durchmesser 

Vena coronaria cordis magna 
Cava superior 
V. anonyma dextra 
„ sinistra 
V. jugularis communis 
Bulbus v. jugul. commun. 
Sinus transversi 

„ occipitalis superior 

„ rectus 

„ spheno-parietalis (Ende des 
Sinus cavernosus) 
Vena cerebralis magna (Graleni) 
V. facialis communis 

jugularis externa 

subclavia 

basilica 

cephalica 

mediana 

azygos 
Cava inferior 

„ „ an der Leber b. 

Neugeborenen 
Valvula Eustachii 
V. iliaca communis 
., externa 
hypogastrica 

cruralis (femoralis commun.) 
Poplitea 
saphena magna 



isser mm 

21; 50 lang (Luschka) 
19 ; 35 „ „ 
4,0 

2—3; 9 lang 
2 

6,8 

einiger Venen 

10— 11 

23; 7 lang 

16; 14—27 „ 
16; 50—70 „ 

11— 12 

20 Durchmesser 
bis 10 

1 — 2 vorn (am Foramen coecum) 
bis 9 hinten 
4 

4 
5 

6; 14—27 lang 
5—6 
12 
5 
5 
6 

8 (am oberen Ende) 
34 (im Eoramen quadrilaterum und 
und Herzbeutel); 240 lang 

29 unterhalb der Leber 

4,3—7,0 
7—11 breit 
16—17 

12— 14 

9 

c. 12 2 ); 40—50 lang (Luschka) 
9 

8 (am oberen Ende) 
5 (am Unterschenkel) 



1) Nach Arnold hat beim 6monatliehen Embryo jeder Ast 4 mm Durchmesser, der 
Ductus arteriosus Botalli 5,6 (Krause, Anatomie II p. 557). 2) „Kleinfingerdick". 



118 



Anatomischer Teil 



Vena saphena parva 
Vv. hepaticae (2 — 3 an der Zahl) 
coronaria ventriculi (superior) 
mesenterica superior (s. magna) 

„ inferior (s. parva) 

lienalis 
Vena portarum 

„ „ Neugeborener 

„ umbilicalis an der Leber 
„ „ rechter Ast 

Ductus venosus s. p. 84. 
„ pulmonalis dextra superior 
„ media 
(mündet in die vorige) 

„ inferior 
„ pulmonalis sinistra superior 
„ inferior 



Durchmesser mm 

3 (Luschka), 5 (Krause) 
14—18 

6 
11 
6 
10 

16; 70 lang 
3,5-5,1 
6,8—10 | 

4^0 5 5 [ Neugeborener 



16 
10 

14,3 } die 4 Stämme c. 14 lang 
13 
14 



Ductus thoracicus 



Capillaren s. u. b. „Blutbewegung" 
Ly mphgef äs se 

meist 3, am Ende 3,5; 380 — 450 lang 
(Hoffmann) 1 ) 
Cisteriia chyli 7—9 ; 27—54 lang 

Truncus lymphaticus comm. dexter 2 ; 14 lang 

Zahl der oberflächlichen Lymphgefässe (Krause) 2 ) 
an der oberen Extremität c. 15 
„ „ unteren „ c. 30 

„ „ tiefen Lymphgefässe 

an der oberen Extremität c. 12 
„ „ unteren „ 8 

Zahl der Lymphdrüsen, 
soweit sie in den Handbüchern besonders benannt sind, kann für den 
menschlichen Körper auf 300 — 400 veranschlagt werden, rund ca. 3 5 0 
Für die am Lebenden palpablen Lymphdrüs en stellt Dietrich 3 ' 
folgendes Schema auf: 

Occipital- Hals- Axillar- Kubital- Inguinal- 
drüsen drüsen drüsen drüsen drüsen 



Häufigkeit des Vor- 
kommens 54% ioo o/o 92,70/0 96,30/0 

Anzahl 1—2 7—8 3—4 2 n 

Häufigkeit 0,68 O/o 74,70/0 68,90/0 81,7% 

Anzahl 1 2—3 1—2 1—2 



100% \ 
8-9 / 



Kinder bis zu 
12 Jahren 



92,0 °/ 0 i Erwachsene 
7 | über 21 Jahre 



Anzahl der Zellen im erwachsenen menschlichen Körper 

(C. Francke) 4 ) 

insgesamt (ohne Blutkörperchen) 5 ) rund 4 Billionen (3,996 Bill.) 



1) Anatomie H. Bd. 1. Abtheilung 2. Aufl. p. 251. 2) Anatomie II p. 559. 

3) Sitzungsberichte der pbysikalisch-medicinischen Societät in Erlangen. Sitzung v. 
19. Juli 1886. Die Untersuchung geschah an 439 (gesunden) Soldaten und Realschülern. 

4) Die menschliche Zelle 1891 p. 27. 5) s. u. p. 134- 



Vergleich beider Körperhälften 



119 



Einige vergleichende Daten 
zwischen 

rechter linker 
Körperhälfte 
vergl. p. 20, 33, 36, 59, 67, 90 u. s. w. 
relatives Gewicht der Muskeln (Ed. Weber) 1 ) 



am Kopf und Rumpf I 
an der oberen Extremität I 
,, „ unteren „ i 
Es sind schwerer an der oberen Ex- 
tremität 2 ) 

Knochen um 0,4 0/ 0 des Körpergewichts 
Muskeln „ 0,5 „ n 
an der unteren Extremität 2 ) 

Knochen um 0,2 O/o des Körpergewichts 
Muskeln „ 0,5 » 71 » 



0,992 = I O/o Differenz 
0,936 = 6 



0,929 = 7 
insgesamt 0,9527 = 5 



7) 
)! 
J) 



)) 
)1 
77 



Hirnhemisphäre 



21.8 g schwerer (E. Bisch off) 3 ) 
I >93 g » bei Männern] 
0,03 g „ „ Weibernj 
0,72 g bei männl. 1 Monat alten Kindern 
0,65 g „weibl. Kindern (Dan ielbekof) 5 ) 



, c u u 1 ij j 

□1„ 4 .\(Mittel- 



Linke Hemisphäre häufig grösser, als die 

rechte (H. Demme) 6 ) 
Linke 3,7 g schwerer (Boyd) 7 ). 



Nervus phrenicus 

| */ 7 länger, als der rechte. 

Nervus recurrens (laryngeus inferior) 

Länger, als der rechte. 

Arteria subclavia 
84 mm lang | 1 10 lang, 1 mm dicker, als die rechte. 

Arteria carotis interna 

Linkerseits etwas stärker. 



Nie ist die rechte Lunge gleich schwer 
oder leichter , verglichen mit der linken 
(Braune und Stahel) 8 ). 

Die rechts von der Mittellinie gelegenen 
Eingeweide (Leber etc.) sind um mehr 
als 470 g schwerer , als die linksseitigen 
(Struthers) 9 ). 



Niere 



5,6 O/o schwerer, als die rechte (Huschk e) 10 ) 
1,083 (Thoma) 11 ) 



1) L p. 63 c. 

2) Mittel aus 4 Leichen. — E. Bischoff 1. p. 20 c. und G. v. Lieb ig, Archiv 
für Anatomie und Physiologie 1874 p. 96. 

3) 1. p. 20 c. p. 80. 

4) Bei Topinard 1. p. 50 Anmerkung 2 cit. p. 582. 

5) 1. p. 57 c. 

6) Ueber ungleiche Grösse beider Hirnhälften. Würzburger Inauguralschrift 1831 p. 42. 

7) 1. p. 125 c. 8) 1. p. 86 c. 

9) Edinburgh medical Journal 1863 p. 1086. 

10) 1. p. 20 c. 

11) 1. p. 20 cit. p. 50 ff. und p. 196. 



120 



Anatomischer Teil 





Alter 


T o 1 d t *) 


His 8 ) 


Hecker 4 ; 


Schröder 6 ) 


Länge des Fötus 


Länge 
(In runden 
Zahlen) 


1 Gewicht 6 ) 


1. Monat 


12.— 13. Tag 5,5 im langen Durchm. 

3,3 „ kurzen ,, 
(Reichert) 

Mitte und Ende der 3. 

Woche 4,4 (Cos t ei 
Anfang der 4. Woche 7,5 (A 11 e n Tho mps 0 n) 
Gegen Ende der 4. 

Woche 13 (Kölliker) 


7—7.5 
(Ende des 
Monats) 




7-8 
(Ende des 
Monats) 




2- „ 


Beginn der 5. Woche 15 (Wochen Wachs- 
tum 5) 

Ende der 8. „ 35 g r ö s s t e s r e la t i- 
(von der Scheitelwölbune ves Wachstum' 
bis zur Schwanzspitze) 


8,9 

(Anfang d 
Monats) 




8-9 
bis 

25 




3. „ 


Ende des Monats 70 




bis zu 9oj 70 — 90 


5—20 




120 2 ) 




„ „ 170' 100—170 


bis 120 


5. „ 


200 2 ) 




>, 270 


180—270 


Durch- 
schnitts- 
werte 
284 


6. „ 


300 grösstes absolu- 
tes Wachstum! 




„ 34° 


280 — 340 


634 • 


7- „ 


350 




» i. 3 8 ° 


350—380 


1218 


8. „ 


400 




,» 4 10 


425 


1900 


9. „ 


450 




» 44° 


1 

467 


2500 


10. „ 


500 9 ) 




„ 470 


490—500 | 


3100 



Den Wassergehalt des Fötus giebt Fehling 7 ) auf 97,54 °/ 0 an, bei der Geburt fällt er 
auf 74,7 °/ 0 . 

1) Prager medic. Wochenschrift 1879 p. 121 und 133. 2) Uebergang vom Embryo zum 

Fötus bei 130 — 160 (His). 3) Anatomie der menschlichen Embryonen II 1882 p. 44. 

4) Monatsschrift für Geburtskunde und Frauenkrankheiten 27. Bd. 1866 p. 286. 5) 1. p. 5 

c. p. 59. 6) Die Gewichtsangaben der Autoren weichen bedeutend von einander ab; das Ge- 

wicht ist übrigens für die Altersbestimmung der Früchte von untergeordneter Bedeutung. 7) Es ist 



121 



!Knochenkerne des Fötus in den einzelnen Monaten (mm und g) 



Feh- 
ling 7 ) 

Gewicht 


Auftreten der Knochenkerne 
(Toi dt) x ) 




* 






4 


• 


20 




120 





285 




635 


Ende fersen- 


I220 


AnrangJ " D * " 

3 mm 
(Durch- 
messer) 

Ende \ Sprung- 
1 b g i u 


I/OO 


Anfang/ «$g£ 

4—7 

(in sagittaler 
Richtung) Ende : * ^4 

Durchmesser) 


2240 


Anfangl untere 
oder >E p i p h y s e 
Mitte jd. F em ur 

6 — 10 5 — 6 

Ende : 2,5 


3250 


9—12 7,9 

Ende: 4,8 Ende: Ende: Ende,: 

(längster Würfel- obere Epi- obere Epi- 
nnrehmener) b e • n 8) physe des physe des 

1 mm Schienbeins 8 ) Humerus 8 ) 
(häufig) (selten) 



die letzte Woche des Monats gemeint. — Archiv f. Gynaekologie XI. Bd. 1877 p. 523. Die Beobach- 
tungen sind in Leipzig gemacht. 8) Das Vorhandensein dieser (3) Ossifikationspunkte spricht für Reife 
der Frucht, nicht aber das Fehlen gegen dieselbe. 9) Die Beinlänge der Frucht beträgt am Ende des 
3. Monats etwa 30, des 4. 55, des 5. 80, des 7. 110, des 9. c. 150, des 10. 180 mm (s. K. V i er 0 r d t, 
Grundriss der Physiologie des Menschen 5. Aufl. 1877 p. 696. 



L22 



Anatomischer Teil 



Einige Vorgleiche 1 ) 
zwischen 



männlichem 



weiblichem 



Geschlecht 



Körpergrösse 
(s. p. 3 ff.) 

16 / 16 (Quetelet) 
weiblicher Körper 8 — 16 cm kürzer, als der 



männliche 



/20~ 



-) 7 



18 



Kleidergewicht 
des Körpergewichts 



7: 



24 



1358 g 



H im gewicht 
(Mittel aus zahlreichen Bestimmungen) 



1235 S 



Horizontalumfang 
Kubikinhalt 



Knöcherner Schädel 2 ) 
(cf. p. 41 ff.). 

96 °/ 0 (Welcker) 3 ) 



Längenhöhenindex (Länge = IOO) 

Schädellänge 6 ) 
Schädelbreite 
Horizontalumfang 
Längsumfang 
Länge der Schädelbasis 
Abstand der Foramina stylo-mastoidea 85 
Abstand der Tubera parietalia 131 



73,9 
83.9 
180 

146 

521 
371 

98 



Abstand der Tubera frontalia 57 mm 



Breite des harten Gaumens 


39 


37 


Länge des harten Gaumens 


49 


44 


Breite der Augenhöhlen 


39 


38 


Höhe der Augenhöhlen 


33 


33 


Höhe des Gesichts (Nasenwurzel 


— Al- 




veolarrand) 


71 


64 


Jochbreite 




123 


Obere Gesichtsbreite 




IOI 


Höhe der Choanen 




23 


Breite der Choanen 


28 


28 



89.7% 

85,4%, (Busk)*) 
70,1 (Welcker) 
79,4 (Ecker) 5 ) 

172 
142 
498 
35° 
93 
78 
131 mm 
relativ zur Schädelbreite 
,, „ Schädellänge 



2,5 °/o. 

3,4 °/o we i ter von 
einander entfernt. 



55 mm 
relativ zur Schädelbreite 
„ „ Schädellänge 



0,3 fa /o. 

8,9 °/ 0 näher bei- 
sammen 



1) Vieles ist im frühern Text, nicht selten in ausführlicher Tabellenform, mitgeteilt. 

2) Nach Krause, Anatomie II p. 945. 

3) 1. p. 52 c. p. 66. 

4) Archiv f. Anthropologie Band XI 1879 p. 391. 

5) ibid. Bd. I 1866 p. 81. 

6) Weisbach im Archiv f. Anthropologie Bd. III 1868 p. 59 ff., woselbst noch 
weiteres Detail über Schädelmasse. 



II 

Physiologischer 

und 

physiologisch -chemischer Teil 



Blutmenge. 

4 ? 5_5 k (für den Erwachsenen) = 1 / 13 des Körpergewichts. 
Im besonderen wird die Blutmenge angegeben: 



7,7 


% 


= 1 / ia des Körpergewichts 


(Th. L. W. 


7,i 


,, 


= Vi* " 


J 


' Bischoff) 1 ) 






= Vs » 


1 


(Ed. Weber und 


12,5 


,, 


I, 


Lehmann) 2 ) 


5,26 


,, 


= 7l9,3 " 


,, 


(Welcker) 8 ) 






= 7,5 


[Vi*' Viel •> 





bei sofortiger Ab- 
nabelung 

bei Abnabelung nach J> (S c h ü c k i n g) 4 ) 

mehreren Minuten = i/ g [i/ 7 , i/ io , i/ u ] I 

Der direkt bestimmte Gewinn an Blut durch späte Ab-l (S c h ü ck i n g) 5 ) 

nabelung ist 6o gJ(Luge) 6 ) 
a) 63,6 b) 62,3 „ (Hofmeier) 7 ) 
Erstgebärende 41 g (13— 110), Mehrgebärende 59(0—114) „ (Illing) 8 ) 

38 „ (Andrejew) 9 ) 

Rohes Mittel 54 g ' 



1) Zeitschrift f. wissenschaftl. Zoologie VII 1856 p. 331 ; IX 1857 p. 65 (26j. Mann). 

2) Lehmann, Physiolog. Chemie, 2. Aufl. II 1853 p. 234. 

3) Zeitschrift f. rationelle Medicin 3. Reihe IV. Band 1858 p. 158. " 

4) Berliner klinische Wochenschrift 16. Jahrgang 1879 p. 582. 

5) ibid. 14. Jahrgang 1877 p. 5. 

6) Über den zweckmässigsten Zeitpunkt der Abnabelung der Neugeborenen. Rostocker 
Dissertation 1879. 

7) a) Centraiblatt für Gynaekologie III. Bd. 1878 p. 409. b) Zeitschrift f. Geburtshülfe 
und Gynaekologie IV 1879 p. 114. 

8) Über den Einfluss der Nachgeburtsperiode auf die kindliche Blutmenge. Kieler 
Dissertation 1877 p. 27. 

9) 1. p. 16 c. 



126 



tue 
a 
3 
4< 



a 

cd 
« 



43 

"S 
ü 



— 



a 



T3 
O 
4= 



3 
C 
4= 

U 

43 



43 

CD 



.5# = 

OD I I 



03 



o 

a 
a 



VO VO 



C 
CD 
43 

3 
<u 
Q. 
u 
■■o 

4* 
+-> 
_3 

5 
» 



o 
o 

O N 

►4 vo 



© 



cd 



:0 
Hl 

a 

<x> 
© 

















© 


o 






'S 

© 




£ 


lobi 


§H 


ti 


O o 


o 


O o- 


g 


o vo 




S v© 

IT) OS 



00 
VO 

O 



sO 
SO 

o 



o 

sO 

o 



o 

Ol vosO so 
uiO WO 
O « O i-i 

1 a I a 

2 '3 2 "S 

es es 



o 

VO 

o 



o 
vo 
o - 



VO 

vo 

o 



N 
VO 

o 



OS 

o 



vo 

O 



sO 
vo 

2 >nn 
I *o" 

I vo vo 
sO vo O O 

rCg-- 1 - 
o - 1 



IT) 
O 



I ^ os h? 
I mm? 
O p ° 



(S1 

vo ' 
O 



VO 

O 



so 

o 



Os 
vo 

2 o 

I o 

00 
uo 
O 



CO 

LT, 

o 



LO 

O 



so I 

o 



o 

WO 

o 



o 

so 

o 



VO 

o 



so 
O 

l/J 

q vo 

i- ro 
vo 
O 



so_ Tt- 
rö 

vo vo 
O O 



vo vo 

n 



sO 
VO 
O 

I Ov 
vo *0 
so O 
vo """ 
O 



Roy 

Pyknometer 


OD 

es 

43 

o 

09 
(1 
CD 

a 
a 

CS 

w 


Roy 

Schmaltz 






o o o 
Ph Ph PS 


Schmaltz 


Hammerschlag 

Schmaltz 
Hammerschlag 

Schmaltz 


sO 


o 

vo 


ro 




M 






00 


PO 




oo 










O vo csi 
p) « rO 


CO 

CD CO 

g - 2 

O N 

•-» p 

CD 
Vi 

>> 2 
O 43 

iJ CO 


Hock 3 ) 
und 
Schlesinger 


Lloyd Jones 
Peiper 4 ) und 
Jahn 6 ) 
Lloyd Jones 


Denis i; j 

(de Commercy) 


«°° 

3 ►> ™ ö „ 

• l-< p> CO 

N Q " CO p 

CD . CS 

pq Ha' W ü 


CD 

CD — 

fl 2 

O 

o öo 
•£ .2 
> %™ 

© • 


5 

— . — .CD 
£ ° 

» CD t-j 

a 2 * 

■X .2 


00 

. 2 43 <T- 

<C CD CS ™ ^ 

bo aß § 

OD CD ^c fl 2 

°= =*3 « 

SO oo 



4= 

v, 

CD 

— U 

43 = 

CS C 

N 3 

a 



< 



60 
3 



4= 

BS 

"s 

I 

Csl 



00 

O 

rO — I 

I I I «i 

n r^so — 



□ 

CS 
4i 



c 

CD 



o o 


CSI 




VO 


1 1 


ro 


vo 
ro 


f 
1 


O 






lO 


CS! — 






rO 



VO 

S I 

OS 

S 04 



00 := O O 00 

rj- Q. Tt- VO 



3 
- 



O 00 o 
n »- rsi 



sO 
VO 

I 

CS 



127 



in 
"3 
*n 

x> 
co 

T3 
3 

M 



ro 
in 
O 



O 

vO 

VO 2 

I 

m I 
O * 
- m 

O 



O 



m 
o 







N 








vO 




in 


CN 


O 


o ^ 






T 


in O 


O 


vO 




O vo 




c 


00 


i-i O 






LT) 
O 





^ ^vO 

Ö vO 
>o in O 

O O ii 



m 
m 

o 



CS 

a 

dB 
o 

co 



cd 

. a 

M CO 



o 



kl 
co 



N 



0) 

s 

o 
c 
,m 

co M Ph 



ce 

a 



in 



Ol 



13 
S3 
3 



Vi -~ 
CD 0 
PhjB 
05 



CD 
Vi 

2 ^i 

3 CD 



cd 
CM 



co 

CD 

a 

o 

t-s 



o o 

H> Vi 

U -v £ Vi 

•ö S ö 3 ,2 



^ 00 

— t» CD 

NO 
CO ±J 1-5 

3. 9 >> 



5 ö S "S ,£ S o °" 3 -g ° 



- «3 

o d 
•i Jd 

< CO 



00 

m 



00 

m 



i-i CS 



vO 



vO 
vO 



m 
vO 



m 
m 



O in 



O ^ 
VO i-i 



T3 

s 
d 



«5 
CO 



CO 
CO 
CO 



ö 

o 



d 



OS 
CO 



El, 



o 

10 
CO 

a) 

d 
o 
f> 

d 

CD 

rO 

0) 
hC 
CD 

bD 
co 
d 

öS 

V 
CD 
,B 

aT 

d 
d 
ja 



OS 
CO 



CM 
co 



a 

CD 

ja 

cj 



,B 
H 



CD 

,b 

CD 

a 

ja 
Vi 



CO 

00 



bp 

3 



CO 



H 3 

CM 
CM 



CO 



CD 

o 



a 

o 



CD 



3 v< 



CD 

,3 

v 
CD 
T3 



CD 

o. 

Vi 

es Q 

CM 



öS tu 

co 0 

v-, >* 



CD CO 

CO CD 

2 'd 

3 e 

CO e 



k> n3 v« 
PB _i i-i 



V 

3 

N 
CD 

bD 

:cS 



CD 

CQ 



,co - a 
es ^ 



— — Cu 



eo 

CO 

d 

3 



o 

i£5 
CO 



d 

CD 

03 CO 

g CO 

O -l 

a 
< 

.2 co 

3 1-1 



Ol 
CO 



— 

CM 
OS 
00 



T3 

M 

cd 

CM 



3 



C5 
CO 



t3 

CD 



Vi 
•3 



bJD 
3 
O 
ü 



CD 
T3 



rl d 

CD 

e 



Ol 
CD 

'S 

CQ 

CO 
CD 
'O 

00 

d 

3 
S 



a 

CD 

s 
e 

cd 

CO 

3 



CD 
:3 



B 
3 



CM 
CM 



OS 
CO 



3 

0 



Vi 

CD 
— - 

es 

Oh 
V 

o 

p 



2 -cä 

3 
SC 



,B 



3 

■ CD 
CD 

*^ 4-> !>• 

a = oo 5 

3 § ■ 00 
^< g °" o 

t- M _ -C 

■ ä.§ *|> 

i-i "Ö 



T3 

CQ 
d 

3 

<! 



CD 

a 

o 

H 2 

•ö ^ 
a . 



i 1 CO 



0) 
> 



c3 



co d 

* 5 

M CD 

i-i —; 

> % 

|5 

o -d 

CO u 
CD 

j: .d 
«<-i a 

O CD 
OD 

"* § 
2^ 
§ b 

vX « 

^3 Vi 

CD 

CD *- 

■Ö i? 



.2 S 
.2 a 

■d 

CD " 

co br 

e 

cd « 

CO .— 

CO 



• CD 

CM « 

— I CD 

es 

CO 

^ d 

cd 

d o 



CO ■ ^ 



0 a 
'5 o 

a 2 

3 "u 

•B .2 

'S 

CX CD 

„, ja 

<D CO 

1 £ 

3 CD 

CO "U 

CO ro 

CD 3 

S. «s 



CQ fe 

CD 

bß 
bo cd 

O bJD 



CO .-. . 
O t TJ 

co - M 
• El, . 

_, ß CM 
CD i—i 
OS 1^3 

oo o — ; 



CD 



o 
: oo 



l-H o 

c3 . 



a o 

CS ;3 

bJD 2 



bC 
ccj v. 



bJD » 

bo 



CO 
lO 
iO 

o a, 

■<H1 T- 1 

OS 
• CO 

. bc 
O- B 



£ 
e 

CD 

h* 



V 

CD 

e 

co c2 
* n 

. CD 
CO 

00 E 

'-i CD 

br 

§•3 

CD 



CD 
T3 



o. 5 



" a a 



00 ii 
t-i CD 



a, u 



CO 



M - ^ 



S bc 

'3 § 



£ 'S 



:o 
fei 



T3 

es "d 
ÄC3 
o 

Ii 



_ CO 

CS ^ 

l-S H 

> d 



CO _ 



i: os 
■r oo 



Mg 



CJ c- 



fB S 



CD 



fB 

e ' J 

- cc 
d 

i— i ^* 

CS o 
Ü o 

„CD W 

o 



CS 

CJ 

S CO 

2 .2 
■3 -° 

X3 v, 

° s 



« V, 

CD tu 



rv 03 

n 

« co -3 
- - .S2 

Vi V 
CD 2 

e M 
bc 2 

- 33 03 
"ä > -B 

C4 ^ O 



CD 

■B 

CD 
u 
03 
CD 



B 

a -b 

-i B 

CS 3 

CD M 

M 5 

CJ 

bß u 

3 *~ 
XI 'S 

B 'S 

CD "3 

r-i CO 
-1—1 

3 'S 



2 -d *a 



cc 

cd 



CD > 
-B _£ 
CJ o 

.CO u 

'ja <J 

i> CO 

u\ 

CD O 
B -3 

CD CJ 



cm a 

-B 

co 



CJ "Sl 

co CO 

B * 

™ 'o 



-a 

cq 



• ~ CD 

-* v, ja 

CJ CO 

3 CD 



Vi Q. 
'S 

^ CD 

> ■« 
'd 

CD fl 

rB " 

CJ CD 

co 
"B 

d CD 

CD N 

CD Ä 



v a 

QJ CD 

C bl 

Q fe 
o d 

CD 

CD 3 
03 

CO Vi 
2 

^ - 

2 CO 

3^ 

cd CQ 

^ CO 
CO ® 
CD *d 

■° bD 

cd a 

co 3 

N 
-u» 
CS CD 



<6 B 

^ CD 

cd a 

> a 

es 

CS CO 

*; 3 

■g N 

03 CD 

3 -3 



rtN«)!0<|lO<0l>* ffl OrtNC(5-*i0 00'Cj> 



OS 
CM 



OH« 

CM CM CM 



/ 



128 



Physiologischer Teil 



Specifisches Gewicht des Serums 

Berzelius ') 1027—1029 
Nasse 2 ) 1028—1029 

Hammerschlag 3 ) Erwachsene 1029 1031 

Hock und Sohle singer 3 ) kleine Kinder 1026—1031 

Manner Weiber 

Becquerel und Rodier 4 ) 1028 10274 

C. Schmidt 4 ) 1029,2 1026,1 

Arronet 5 ) 1028,3 

Schneider 5 ) 1029,6 

Mittel: 1028,5 1027,9 

Specifisches Gewicht des Plasmas 

1027 

Mann 1031,2 Weih 1026,9 (C. Schmidt) 

Blutverteilung in den einzelnen Organen des Körpers (J. Ranke) 6 ) 
Es enthält im ruhenden Tier (Kaninchen) von der Gesamtblutmenge : 

frisch getödtet lebend 

1. Milz 0,23 o/ o 

2. Gehirn und Rückenmark 1,24 

3. Nieren jfa „ l,9i Q / c 

4. Haut 2, 10 „ 
5 Gedärme 6,30 

6. Knochen 8,24 

7. Herz, Lunge und grosse Blutgefässe 22,76 

8. ruhende Muskeln 29,20 

9. Leber 29,30 „ 24,0 <>/„ 
Es lässt sich rechnen : 

von der gesamten Blutmenge vom GesamtstofFwechsel 

für die grossen Kreislauforgane 1 L — 

„ die Leber */ 4 i/ s 

,, die ruhenden Muskeln 1 / 4 1 j 3 

,, die übrigen Organe */ 4 *J 

In den Blutgefässen der Haut des Kindes cirkulieren fast 2 / 3 (?) der gesamten 
Blutmenge 7 ). 

Wassergehalt des Blutes für beide Geschlechter 





Männer 


Weiber 


Le.Canu 8 ) 


79,19 


82,17 


Derselbe ») 


78,93 


80,44 


Denis 1 u ) 


76,7 


78,7 


Becquerel und Rodier 5 ) 


77,9 


79,11 


Arronet 5 ) 


78,03 




Schneider 5 ) 




80,11 



Mittel 78,i:> 80,11% 



1) 1. p. 127 c. p. 62. 2) 1. p. 127 c. p. 127. 3) 1. p. 127 c. [Centralblatt] p. 875. 

4) 1. p. 127 c. p. 29 u. 32. 5) 1. p. 127 c. 

6) Die Blutvertheilung und der Thätigkeitswechsel der Organe 1871 p. 80 u. 81. 

7) Reitz, Physiologie, Pathologie und Therapie des Kindesalters 1883 p. 53. 

8) Nouvelles recherches sur le sang 1831. — Etüde chimique sur le sang humain. 
These de Paris 1837. (Nouvelles etudes sur le sang 1852.) 

9) Journal de Pharmacie et des sciences accessoires XVII 1831 p. 548. 
10) 1. p. 126 c. 



Blutanalyse 



129 



Analyse des Gesamtbluts (0. Schmidt) 1 ) 

25j. Mann 30j. Frau 

Wasser 788,71 (779) 82 4,55 (790 

Feste Stoffe 211,29 175-45 

Albumin- und Extraktivstoffe I^^ 8 * 57-93 . 

Fibrin 3-93(2,2) 1,91 ; 2 (S chn eide r) 

„ Neugeborener 1,209 (F. Kr ü g er) 2 ) — 

Hämatin 770/ 7,19 , ■ 6,qq/ , 

Eisen 7,7 °\ 0,51(0,565) ° ,99 \ 0,49(0,511) 

Salze 7-88 8,62 
und zwar : 

Chlornatrium 2,701 34 T 7 

Cblorkalium 2,062 1,623 

Schwefelsaures Kalium 0,205 °> I 93 

Phosphorsaures Natrium 0,457 0,267 

„ Kalium 1,202 0,835 

„ Calcium 0,193 )o,4l8 

,, Magnesium 0,137 J 

Natron 0,921 1,522 

Kali — °<34° 



Gewichts- und Volumproeente der Blutkörperchen 



Autor 


Zahl der Fälle 


Männer 


Weiber 


Bemerkungen 


männl. 


weibl. 








€. Schmidt 3 ) 


I 


I 


5I>3°2 


39,624 




Welcker 4 ) 






36(-3») 




Volumprocente berechnet aus dem 








Gesamtinhalt der Blutkörperchen pro 












1 mm 8 


Arronet 3 ) 


9 




47,88 




Blut defibrinirt 


Wanach 3 a ) 


4 




46,25 






Schneider 3 ) 




II 


34-96 


Blut defibrinirt 


Judson Da- 


55 


8 


51,618 


44 


Volumprocente 


land 5 ) 




(44-66) 


(36-49) 




Niebergall 6 ) 


5 


I 


46,4 


39 




Francke 7 J 






37,8i9 


berechnet aus dem Gesamtinhalt der 








„geformte Masse" 


Blutkörperchen (pro 1 mm 3 ) 



1) 1. p. 127 c. p. 29 und 32. Die () Werte von Becquerel und Eodier. 

2) Über das Verhalten des fötalen Bluts im Momente der Geburt. Dorpater Dissertation 
1886 p. 37, auch Virchow's Archiv 106. Bd. 1886 p. 17. Blut der Vena umbilicalis, 
4 männliche, 6 weibliche Kinder. 

3) 1. p. 127 c. 3 a ) s. nächste Seite Anmerkung 2. 

4) Zeitschrift für rationelle Medicin 3. Reihe XX. Bd. 1863 p. 267. 

5) Fortschritte der Medicin. 9. Bd. 1891 p. 833. Die Männer waren 21—47, die 
Weiber 22 — 47, durchschnittlich 25 resp. 28 Jahre alt. Untersucht wurde mit dem Haema- 
tokrit. 

6) Correspondenzblatt für Schweizer Ärzte. 22. Jahrgang 1892 p. 106. — Haema- 
tokrit. 

7) 1. p. 118 c. p. 255. 

I 

Viorordt, Dat. u. Tabell. f. Med. 2. Aufl. 9 



130 



Physiologischer Teil 



Vergleichende Analyse von Blutkörperchen und Plasma resp. Serum. 

(C. Schmidt) x ) 



Wasser 



Kö'rperchen Plasma Serum 

681,63 901,51 



feste Stoffe 318,37 98,49 

Albumin- und Extraktivstoffe 296,07 81.92 



Faserstoff 



8,06 



Hämatin f 1 ■ n , 9 

Eisen I5.02| l Z°H 

unorganische Salze 7^8 8,51 

und zwar (Wanach) 2 ) Gesamtblut 

™ &t *. mm (0,815) 1,85 (1,977) 344 (3-395) 

lum 3.07 (3-073) 1.82 (1.774) 0,2 (0,237) 

Lhlor - - 2.59 (2,693) 3-53 (3,467) 

Analyse der Leukocyten (Li lie n f el d) 3 ) 

(Thymus des Kalhs) 
Trockensubstanz = 1 1,49 0/ 0 

in letzterer: Lecithin 4.51 

Gesamtphosphatgehalt 3,036 Fette 4.02 

Gesamtstickstoffgehalt 15.05 Cholesterin 4,40 

Eiweissstoffe 1,76 Glykogen 0,80 

Leukonuklein 68,78 Silberverbindung der Nu- 

Histon 8,67 kleinbasen 15,17 

Eiweissstoffe und Fett des Blutserums (Hammarsten) 4 ) 

Feste Stoffe Eiweissstoffe Para- Serum- Lecithin, Fett, 
überhaupt globulin eiweiss Salze 
9,207 7,620 3,103 4,516 1,588 

Ferner beträgt der °/ 0 -Gehalt des Bluts an: 

Traubenzucker 0,117 % (d- Bernard) 5 ) 

Harnstoff 0,016 „ (Picard) 6 ) 

Lecithin 0,0844,, (Jüdell) 7 ) 

Cholesterin 0,041 „ „ 

Blutasche 





Jar 


i s c h 8 ) 


Verdeil 9 ) 




I 


II 


III 


Kali 


26,55 


12,71 


n-39 


Natron 


24,11 


34-90 


36.24 


Kalk 


0,90 


1,68 


1,88 


Magnesia 


0,53 


0.99 


1.28 


Eisenoxyd 


8,16 


8.07 


8,80 


Chlor 


30,17 


37-63 


34-23 


Schwefelsäure (SO 3 ) 


7,ii 


1.70 


1.66 


Phosphorsäure (P 2 0 5 ) 


8,82 


9 37 


1 1,26 


Kohlensäure 




i-43 


0.96 


für Chlor abzuziehender Sauerstoff 


6,92 


8.48 


7.70 




100,0 


100.0 


100,0 



1) 1. c. 25j. Mann (s. o.). 2) Über die Menge und Vertheilung des Kaliums, Na- 
triums und Chlors im Menschenblut. Dorpater Dissertation (St. Petersburg) 1888 p. 17. 
Aderlassblut gesunder Männer. Die ( ) Zahlen Mittel aus zusammen 8 Versuchen von 
Wanach (4), C. Schmidt und Arronet (je 2). 

3) Archiv für Anatomie und Physiologie, physiologische Abtheilung 1892 p. 173 (Ber- 
liner physiolog. Gesellschaft vom 1. April 1892) „erste Analyse einer normalen tierischen 
Zelle" (!). 4) Archiv für die gesammte Physiologie XVII 1878 p. 459. 

5) Comptes rendus des söances de l'acad^mie des sciences 83. Bd. 1876 p. 370. 

6) De la presence de l'uröe dans le sang. These de Strasbourg 1856 p. 27. 

7) Medicinisch-chemische Untersuchungen, herausgegeben von F. H 0 p p e - S e y 1 e r. 
3. Heft 1868 p. 389. 8) Medicinische Jahrbücher, herausgegeben von der k. k. Gesellschaft 
der Ärzte. Wien 1877 p. 39. 9) Annalen der Chemie und Pharmaeie LXIX 1849 p. 89. 



Blutgerinnung 



131 



Vergleichende Analysen von Lebervenen- und Pfortaderblut s. u. bei „Leber- 
t' unk Hon". 

Über Blutgase s. u. bei „Atmung". 



Alkalescenz des Bluts 

(für 100 cm 3 ) 

Mittel Grenzwerte 
Canard 1 ) 239 mg Natriumhydroxyd 203—276 
Mya und Tassinari 2 ) 516 „ 

R. v. Jaksch 8 ) 280 „ 260-300 
Jacob 4 ) 21 — 50j. Männer 330 ,, 

M 20— 55j. Weiber 290 

,, 8 — 13J. Kinder 177 » 

Fr. Kraus 6 ) 199 » 162—232 

Rumpf 6 ) - 182-218 



Zeitliche Verhältnisse der Blutgerinnung 

Das aus der Ader gelassene Blut gerinnt nach Hewson 7 ) in 3 — 4 
Minuten. 

Nach H. Nasse 8 ) verhält sich die Gerinnung des Aderlassbluts in 
ihren Einzelphasen: 

Mittel 

Männer Weiber Grenzen 

a) Bildung eines Häutchens 

an der Oberfläche 3 Min. 45 Sek. 2 Min. 50 Sek. (l 3 / 4 — 5, höchstens 6') 

b) Bildung einer das flüssige 
Blut einschliessenden 

festen Haut 5 „ 5 2 » 5 » 12 »> (2—6, „ 7) 

c) Gerinnung zur Gallerte 9 „ 5 „ 7 » 4° >< (4 _ I0 > " I2 ) 

d) Weitere Gerinnung und 
erste Auspressung von 
Serum aus dem festen 

Blutkuchen 11 „ 45 „ 9 .» 5 » (7 — 13, » l6 ) 

e) Vollständige Trennung 
von Blutkuchen und 

Serum 10 — 48 Stunden 

Im allgemeinen ist das Blut des Gesunden innerhalb der ersten 10 Minuten ge- 
ronnen. 



1) Essai sur l'alcalinite" du sang dans l'etat de sante et dans quelques maladies. These 
de Paris 1878. 

2) Archivio per le scienze mediche Vol. IX 1886 p. 379. 

3) Zeitschrift für klinische Medicin XIII. Bd. 1887 p. 353. 

4) Alkalimetrische Untersuchungen des Blutes bei Gesunden und Kranken. Greifs- 
walder Dissertation 1888 p. 10. 

5) Zeitschrift für Heilkunde X. Bd. 1890 p. 118. 

6) Centraiblatt für klinische Medicin 12. Jahrgang 1891 p. 448. 

7) An experimental inquiry into the properties of the blood 1771. 

8) Handwörterbuch der Physiologie etc. herausgegeben von R. Wagner, I. Bd. 1842 
p. 103. . 

9* 



132 



Physiologischer Teil 



H. V i e r o v J t ') ermittelte nach Beobachtungen an kleinen, durch 
Hautstich entnommenen, Blutproben an sich selbst (Alter 23 1 / 4 Jahr) 

T»gWMit _ "«"lere Bemerkungen 

Gerinnungszeit »emerKungeu 
9 1 / — IO 1 / h morgens 9> 6 3 Min. kurz vor dem Frühstück 

12 , U ~l L T iUaßS u 8 ' 84 " » » » Mittagessen 

1 74 — 2 /« ^'unden nach dem Mittagessen 10,19 „ nach dem Mittagessen 

7-81' abends 8,12 „ vor dem Abendessen 

nach Mitternacht 9.65 „ „ „ Schlafengehen 

Endraittel 9,28 

Beim Neugeborenen fand F. Krüger 2 ) die Dauer der Gerinnung = 18 Min. 

1 Sek. (Beginn nach 45 Sekunden, Ende nach 18 Min. 46 Sek.) 

Dimensionen, Oberfläche, Bauminhalt und Gewicht der roten 

Blutkörperchen 



o 

3 
< 



in "j 

« § 



Ol 

in 



0) 
w 

■il 



bß 



o 



1- 

o 



1 roten Körperchens 



<D so 

- W 

:cc © 

33 J= 

0) ■ — 

.0 3 

0 S 

1 09 



S & 



Welcker 3 ) 
Francke 4 ) 
Hayem 6 ) 

Thoma 6 ) 

Laache ') 
Gram 8 ) 

Norwegen 
Italien 

Gräber 9 ) 

Friedrichson 10 
Neubert u ) 
Bethe 12 j 
Mittel 
Engelsen 13 ) 



7.74(7,14—7,90) 
7,9 

7.5 (6-8,8) 
fa f957 0 7.S i-9,6i 
., 8 3 »/ o7 ,86_9,26 

8.5 (6,5-9) 
cf 7,842 (7-8) 

8,5 

7,0-7,5 

7.88 (6,5-94) 
$ 7,83 (6,5-9,3) 

7—9 
7,73 

6.6 — 9,24 
7,8 

8,60 (8,31 — 9,03) 



1,9 
1,98 



0,99 



72,217 
74.033 



I* 1 
128 

126,414 



cm 
6,40 
6,3207 



m' 
2816 
2781,108 



zw. v. d. mittlem [7,5] 75%, v - d. grossenu. kleinenje 12°/ 0 
82 „ 13 5% (Gram) 8 ) 
absolutes Gewicht 
I Blutkörperchens 0,0000798 Milligr. (Welcker) 8 ) 
Differenz zwischen Spezifisches Gewicht 
M ^"%sf^ ^88,5 (1088-1088,9) (C. Schmidt)*) 
Durchmessers im allge- 1 105 (W eicker) 3 ) 

meinen = 2,64 JA beim 
Menschen und vielen 
Säugetieren (Bethe) 



— Neugeborene 



1) Archiv der Heilkunde XIX 1878 p. 201—203. 

2) 1. p. 129 c. 

3) 1. p. 129 c. p. 271 u. 274. Daselbst p. 258 noch andere ältere Angaben. 

4) 1. p. 118 c. 

5) Comptes rendus des seances de l'Academie des sciences 83. Bd. 1876 p. 82. 

6) 1. p. 20 c. p. 225. 

7) Die Anaemie (Universitäts-Programm) 1883 p. 16. 

8) Undersogelser over de rade Blodlegemers Starrelse hos Mennesket. Kopenhagener 
Dissertation 1883 p. 31 — 34; auch: Fortschritte der Medicin II. Bd. 1884 p. 33. 

9) Zur klinischen Diagnose der Blutkrankheiten 1888 p. 33. 

10) Untersuchungen über bestimmte Veränderungen der Netzhautcirculation bei Allgemein- 
heiden. Dorpater Dissertation 1888 p. 25. 

11) Ein Beitrag zur Blutuntersuchung etc. Dorpater Dissertation 1889 p. 25. 

12) Morphologische Arbeiten, herausgegeben v. S c h w al b e I. Bd. (2. Heft 1891) p. 229. 

13) Undersagelser over Blodlegemernes Antal, Haemoglobinmaengde og Storrelse. Ko- 
penhagener Dissertation 1884 p. 54. — 11 männlich, 4 weiblich. 



133 




134 



6 
S 



CD 

"3 <D 



es Cu 



£1 
■3 
O 



3 



o 



cd 

T3 CD 



:s3 



<D 

o 
— 



o 

*-» 

s 

<3 



o o o o o o 
o o o o o o 

lo O O roO O 
N wi * K ►» N 
-< O O O u-i O 



i/l o\ C» ^* W \0 
"1 Tj- *J- ^- in rt- 



O 00 O O 

N M M 



mO O m 

I I I 

O On 00 OO 

NW H H 



CS 
—r 

-o 

00 



CO 

tSJ 

I 

öS 

a 

o 
H 



CS 

s 

o 
H 



CA 

"S 
C4 



O 



u 

CD 



** fd JT 

. 3 " od u 

S * 'S H H .H p, 

■2 in fc SN (ä 

fti O [14 «j p< W co 



o 


o 




O O O O oo 


o 


o 




o o o o o 


o 


o 




O O O O 


o 


o 


vn 


O O eo O 


o 


— ■ 


vO 


Ol m DJ 


LT) 


o 








LT) 




l/l * Ifl ifl ^ 



o o 



o o 



Hill 



U1 LT) 
^- CO 

I I 



rrf • — CD 
2 O 09 

© s 

.2 

> £ S 



S 

CS 

H 



N 
CD 
03 



cS 



CO 

CO 
•l-t 

CD 
N 

£ s 

H K 



3 

p 



CD 
« 

r—i 

CD 



3 

CD 
CO 

s 

CD 

co 



>» CD . " 

CS »W gj Ofi O 

« (-5 «J W >-> 



3 

,3. 
ü 



a 

CD 

.d 
o 

h 
© 

& 

:0 

E3 
i—i 

w 

•Ö 

CD 
ÖJO 
fl 
CD 

a 
! 

in 
cd 

Ö 



-t-3 

I — I 



o 

O 
O 



09 

CU s 

d «s 

= a 

— k 



s I 



C75 
CO 



00 



OJO 

M 

CD 



V 
•*■» 
3 
i— • 

03 

CO 

e» 
"3 



0) 

bo 

a 
s 



■3 
= 

j- 
cu 

> 
o 

'S 



© 

3 
3 

S 



= 



00 
00 



6J5 

'5 



n 
o 



CS 



C5 
CO 
CO 



CS 
ix 

CD 



3 
CD 

o 

3 
CS 

US 



00 

00 



T3 

CQ 

ci rj 

CO 

C(5 

r-c Jj£ 

O 

a "o 
M 

— CD 
03 

« §L 

-4-1 P^» 

OJ O 

c :g Ä 
M a 



— 



0) 

<N 'S 
CQ 

h 

CD 
■3 



Ol • — 

^ <» 

J> 
'5c «: 
JS -3 

Q 

O 

öS 

3 bo 

3 0h 

co 3 

Li 

CD C 

°5 

3 CD 

V 
CD « 

yr». 

:aS cd 
t- — ' 

CD 03 



co ■* 



135 



5 
S 



o o o 

o o o 

o o o 

0\ o 

\Q 00 M 



o o 
o o 
o o 

° s 

rnvO 
^-00 



m o o o o o 

w o o o o o 

ON o o o o o 

j uo>o ooo o - 

« O ^-00 *O00 OvDOOvOOO N Q~ "2 « 



o o 
o o 
o o 



M( <1KM ^f- O O ON 'S" C C4 NifltOO\<T *roo 



o o 

o o 

o o 

N O 



o o o o 
o o o o 
o o o o 



m 
o> 

— 3 



=3 I ( ^_Mi-iNi-i | - |MW,HMMMMir>HH 

I IM 



Ö 
<D 
h 

•s 

'S? 
fl 

CO 

(D 

fl 

a> 

fl 
i— i 
© 

N 

fl 
«i-t 

© 

fl 
© 



ja 
o 



ja 
u 
n! 

J2 
O 
0) 

a 



'S 

P4 

(3 
P 



0 



OD 



- £ S "P <d 
co co Ph co 



s? 

DO 
• i-4 
«4 

'S 
p 

fl ^ P 'S -S 

a) p <p h <d PN 

• 3 § Ö 5 g ,§ 
W co co co 2 co P 
fl 
o 
W 



OD fl 

9 ^ 



03 £ 

P4 P 



03 -4) 

I 'S 

fl -03 
"(DO, 

(-1 S? 

® <2 

CO P 



es 

33 

J3 
o 
so 

V 
00 

fl 

oj 



ü rfl 

< 1-5 



* 

in 



CS CO ~ to 00 O I O ")« 



in «- 1 

MMN 



in 

N 

* I * * 
rO O O CO 
N N N N 



OO 
N 

I # * * 

in n in O m o 
i-h CW3 t-. C^OO 



fl 

CD 

■d 

O 
f-i 

O 

JO 
fl 

t-H 

PI 

fl 
© 

o 

Vi 

•u 

CD 



N 
fl 

«1 



J3 
o 

V 

o 
cn 
o> 

o 
.2 

'S 

J4 



2 



o o o o 
o o o o 
o o o o 

m O m O 



O O O 

o o o 
o o o 

cy> m O 



Tt-O ^-inmmommNOO 
O\oo m m Ooo Q\ in 00 m « 



O O 
O O 
O oo 

* M 
O N 



o o 
o o 

O AO 

o - 

O " 



OOOOOOroOOOOO 
OOOOOO^-OOOOO 
000000>-iOOOO«~- 
mw O + ts O t^oo 
O m CJ* in f)0O vO Oh n 



5- f~-00 v£) O^O O OO CO «nm 



^-uim-t* + inm<nm-^->nminrt-mm-* 



^ «d- 



u 

13 _« 



MNM w^-^-lMl-l^Ol>-'-|^^l-| , -''^■M^^»- ,, - l •- | 

i-i 



03 



ja 



es 

:o3 



a ^ 

'S 

03 
J= 
o 
o 

pg 



oi p4 

O "2 fl £ fl 

••"« T 1 CO .i-l 

(—4M f— I f-H 

»PH £ £ a> 

CO P CO CO CO 



Qß fl 

.Sa 

•a « 

a> -m 
W co 



-10 
•H 
P 

- - P, 
fl 
P 



fl 

Ol 

, fl 

M 

c 
CO 



eS 

09 
■ >-< 

U 

'S 
P 

3 'iH 

«P 
O 

pg 



§ 

m 

. fl 

M 

CS 
CO 



03 
fl 

ja 

o 

03 

03 
J= 

fl 
03 
p— i 

J3 
sS 
s 



o 

fl 
CS 

cn 

CO 



CO 



OS 



fl< 
SS 



CO 

eo 



C4 



03 

0! " 

< <~i 



in m 



n * r in i^.oo 



r4- * rT^* ***** I I _ 

O ** 'S" CO N CJ\ *iri ts CT> O O O O <^ O t-~.00 N 
Mi-ll-ii-iNi-iNNNNO'^ _ mrO mv£3 i ^ t^.00 



136 



Physiologischer Teil 



Anzahl der roten Blutkörperchen im ersten Lebensmonat 

*kein Geschlecht angegeben 



Alter 



männlich 



Beobachter 



•o - 

3g 

rt - 



pro I mm" 



vor der Geburt 
5'— 3 / 4 Stunden* 
nach der Geburt 
3 1 /,— 3 Stunden* 
I 1 /,, Stunden 
Neugeborene 
i) 

früh abgenabelt* 
spät „ 
dto. 48 St. später 
früh abgenabeh* 
spät 

dto. am 9. Tag 
spät abgenabelt* 
Neugeborene 
25' 



I 
9 
9 
1 



Stunde 
Stunden 
Stunden 
Tag 
19 Stunden 

2 5 

Tag 
Tage 



1 

3 

3 » 

4 » 

5 n 

6 „ 
5-8 Tage 
l — 14 „ 
2-14 v 

15 Tage* 

16 „ * 
20 „ * 
28 „ * 



Duperie l ) 
Bayer '-) 

i) 

Duperie 
Engelsen *) 
Hayem 3 ) 



Helot 4 ) 



Porak 5 ) 
Töniesseii G ) 
Bayer 6 ) 



Duperie 
0. Otto 7 ) 

v. Hoffer 8 ) 
Bayer 

v. Hoffer 
Duperie 
Sorensen 9 ) 
E. Schiff 10 ) 



Bayer 



10 

6 
8 



18 
18 



6 262 000 
4 410 000 



1 

3 

HO 

102 



5 
5 
6 

5 

5 
5 
5 
5 
5 

mehr 
mehr 
6 
2 
5 
4 

Ü 

5 
6 

5 
5 
5 
5 
5 
5 
5 
5 
5 

—5 
3 
4 
5 
4 



433 000 
704 000 
250 000 
368 000 
087 000 
576 000 
519 000 
080 715 

983 347 
300 000 
845 435 
486478 
340 000 
390 000 

610 000 
470 000 
440 000 
828 000 
496 000 

611 000 
720 000 
410 000 
070 000 
794 600 
61 1 000 
769 500 
825 465 
540 850 
996 000 
960 000 
150 000 
000 000 
290 000 



Alter 



weiblich 



Beobachter 



pro 1 mm" 



I Stunde 
3 Stunden 
Neugeboreue 



37 2 -3 8 / 4 St.(?)< 
67,-9 „ * 
1° 

IS 

22 

I Tag* 
l 

I „ * 

1 * 

2 Tage 

2 * 

3 i) 
3 
3 

4 n 
4 ., * 

4 „ * 

5 „ * 

5 » * 

6 „ * 
6 * 



# 
* 
* 
* 



7 * 

# 

* 

8 * 

8 „ * 

9 ». * 

9..* 

10 „ * 

11 H * 

4 Tage 
6 „ 
13 » 
1 — 14 11 
15 



Duperie 1 ) 

Engelsen 1 
Töniessen ,: ) 
Demme u ) 

Bayer 2 ) 

»» 

Duperie 
Otto 7 ) 

n 

Duperie 

Schiff 

Duperie 

Bayer 

Duperie 

Bayer 

v. Hoffer 

Duperie 

Bayer 

Duperie 

Bayer 

v. Hoffer 

Duperie 

Bayer 

Duperie 

Bayer 

Duperie 

Bayer 

Duperie 

Bayer 

Duperie 

Bayer 



Snrensen 9 
Duperie 



5 239 000 

5 580 000 

6 208 000 

6 559 407 
5 650 000 
— 5 860 000 
5 433 000 

5 173 000 
4 836 000 

6 910 000 

4 440 000 

5 952 000 

6 031 428 
5 084 000 

4 929 000 

5 1 10 000 
5 084 000 
5 500 000 
5 233 000 
5 394 000 

4 924 000 

5 47 1 000 
5 128 000 
5 748 600 
5 6 1 1 000 
5 600 000 
5 080 000 

4 672 000 

5 828 000 
5 557 000 

4 1 70 000 

5 3°5 000 
4 820 000 
4 833 000 
4 610 000 
4 720 000 

4 980 000 

{5 290 000 
4 150 000 
4 280 000 

5 560 800 
5 859 000 



1) I. p. 133 c. 2) Über die Zahlenverhältnisse der rothen und weissen Zellen im Blute 
von Neugeborenen und Säuglingen. Berner Dissertation 1881 p. 13 und 18. 

3) Comptes rendus des seances de l'Academie des sciences 84. Bd. 1877 p. 1167. 

4) Union medicale de la Seine införieure. Annee 1877. 

5) Revue mensuelle de m^decine et de Chirurgie 1878 Mai, Juin. 

6) Uber Blutkörperchenzählung beim gesunden und kranken Menschen. Erlanger Disser- 
tation 1881 p. 14. Methode Thoma-Zeiss. 

7) Uber Blutkörperchenzählungen in den ersten Lebensjahren. Hallenser Dissertation 1883 p. 19. 

8) Wiener medicinische Wochenschrift 33. Jahrgang 1883 p. 1067. 9) 1. p. 133 c. 
10) Zeitschrift für Heilkunde XI. Bd. 1890 p. 38, auch in : Mathemat. und naturwissenschaftl. 

Berichte aus Ungarn VIII. Bd. 1890 p. 122. Methode Thoma-Zeiss. Die Werte für die einzelnen 
Tage s. u. p. 147. 11) Achtzehnter medizin. Bericht über die Thätigkeit des Jenner'schen 

Kinderspitales in Bern im Laufe des Jahres 1880 (1881) p. 40. Methode Thoma-Zeiss. 



Farblose Blutkörperchen 



Dimensionen, Oberfläche und Rauminhalt der farblosen Blutkörperchen 





Autor 


Durchmesser 


Ober- 
fläche 

M- 2 


Inhalt 




absolut 

pro 
I mm 8 


weisses Blutkörper- 
chen im Mittel 

einkernige runde 
kleine Zellen 
(Lymphocyten) 

einkernige grosse 
Zellen 

viel- und gelappt- 
kernige grosse 
Zellen 

und zwar : 

basophile 

neutrophile 

eosinophile 


Francke 1 ) 

i? 

»1 
,, 


94 

6,4 (5,2—7) 

II (-12) 
Kern 7 

II 


128,6799 
3 8 o,i336 

380,1336 


434,94 

137,258 
696,911 

696,911 


20 O/o 
5% 

75% 

20 o/ 0 
400/0 

TC (1\ 0/n 




Blutscheibchen 
basophile 
neutrophile 
eosinophile 

eosinophile Ele- 
mente 

dto. bei Greisen 


)! 
>> 
»J 

Canon 2 ) 

Zappert 3 ) 
Canon 


grösster 2,9 
kleinster 1,45 

(Dicke 0,28) 


16,513 


5,1878 


2,n O/o 
(0,3—4,19) 

IV2-4 1 /, % 
2,09 


60 — 20O 


Mengen -Verhältnis 
der einkernigen : 
den mehrkernigen 


Einhorn 4 ) 

Gräber 5 ) 

Neubert 5 ) 
Löwit 6 ) 

Francke 1 ) ( s . o.) 
Rieder 7 ) 
Hayem 
Uskow 8 ) 








28,5 O/o 
(22,23—44,30) 
<$ 26,1 (18,3—36,2) 
$ 22,87 (15,6—29,4) 

45,4 (0 
2°>3% [Selbstbeobach- 
tung H,8°/ 0 ] 

25 % 

27 — 30 °/ 0 der weissen 
23 : 70 (+ 7 eosinophile) 
18: 75 (+6 „ ) 



1) 1. p. 118 c. p. 237—240, p. 246—257. 

2) Deutsche medicinische Wochenschrift 18. Jahrgang 1892 p. 206. 

3) Centraiblatt für klinische Medicin 13. Jahrgang 1892 p. 388. 

4) Über das Verhalten der Lymphocyten zu den weissen Blutkörperchen. Berliner Disser- 
tation 1884 p. 14. — 8 20 — 44jährige Männer. 

5) 1. p. 132 c. 

6) Sitzungsberichte der mathemat.-naturwissenschaftl. Classe der K. Akademie der Wissen- 
schaften 92 Bd. 3. Abtheilung Jahrgang 1885 (Wien 1886) p. 97 u. 98. 

7) Beiträge zur Kenntniss der Leukocytose und verwandter Zustände des Blutes 1892 p. 27. 

8) Das Blut als Gewebe: St. Petersburg 1890 [russisch]. 



138 



£ 

S 
o 

M 

CD 0) 

.sp i 

-« £ 

o 
o 
o 



3 



:cc5 

> 



4) 



S 
a 



cd 



'S ■} 3 



o 

cd 



o 
3 



Ol 

o 



s 

CD 

bc 

R 
3 

s 

£ 



cd 

n 



= 

:o 



co 



»1 
bc £ 

00 M N 

cnT cö •>£ 



ro 
vO 



O 
ro 
fO 



o 

CO 



O 
vO 



N NO O 
0 0 0 
■<i- On O 



M - vO N 
«1 CO H 00 
N N » O 



O 

LT) - 

OO 



co tv. 
O 

vO NO 



O 1^ 
n (o 



On O 
O co 



o 

LT) 

I 

o 

vO 



8 



O On 
co c^ 
co NO 



O 
O 
O 



o 




o 


s ° 


o 


o 


o 


S o 


o 




o 


o o 




1 


o 


o on 


o 




ON 


00 vO 




o 
o 


00 






o 


IT) 





o 

nO O 

vO o 



O N 0O 

O N CO 

N fO m 

in lfl vo 



00 





O 


o 








O 


o 








o 


o 










8 






oo 


On 




oo 


00 

ON 


o 






o 


N 




1 


1 


o 


oo 




O 


o 


o 


O 




O 


o 


o 


"d- 




o 


o 


in 


CO 




o 


o 










o 








o 



















o 
o 

ON 

ro 



nO 
O 



LO 



O O 
O O 

CM \D 
>-0 



















00 


O 
























o 






















CO 


o 






o 






00 


>- * 




o 


o 






o 


CO 


o 


NO 


v-> 




i-O ro 


i— i 


o 


o 




1 


o 


N 


IN 




n 


O 


CO 


OO 




CO 


1 




o 


O 


vO 


u-> 


u-> 


UO 




vO 


NO 




o 


o 




LO 


















NO 


o 






















ON 


o 


u 






























w 






M 














CO 



N 


© 

u 
3 




"ÖS 

tu 


:oä 


e 




bc 


oiso 


O 

o 


[SS 




Cd 





WO ^ 

-a> 

9h m _a M 

-® S J5 -» 

3 O Ä 3 

q s a « 



03 j3 



ü _ 

3 n 

o 



. — . 
O t- 

oä ® p öS 



o> cd 3 



N 
CD 
CO 

3 



cq o 



1 

c« 
u 
pq 

= 

3 

u 

o 

I — ' 

3 

u 



INI IN 



IN CO ^1- 
N N N 



u-> 



— vO On N 
W CN1 CM u 



m 

(M 



CD 
00 



in o 

. rO 
vO vO 



CT; 



o 
o 

in 

CO w O 1^ vO >-< 
00 | O >o * O 
in I N ts ro \0 

O 

O 

N 



rf 



vO N 00 ro « <=> 
vO O 00 m CO 



O 
O 
O 
m 
p» 
N 
in 



o 

8 

o 

o 
o 

vo 

I 

o 
o 
o 
o 
o 
o 

in 



3 
5 

CO 

a 

cd 

O 

O 
m 



a 

cd 
n3 





o 


ro 


oo 


o 


Hl 




o 


»H 




H-t 


o 




OO 


oo 




o 


o 


<*- 


m 





oo 
oo 



o o 

o o 

o o 

Ov M 

O w 

PO » ^ 



o 

8 

o 
o 
o 



«i- <d- 



o 
o 

CS 
vO 



o 
o 
o 



oo 



O 
O 
O 

O ro 



O vo 
O 
O 
ro 



O r-» O O O O 

^- ro O O O O 

ts m O O 

oo oo ^- vo m vo 



Ov rt" 



,2 5 

<" SS- 
o 

O co 



fl 

a) 

■3 
p 



6a 



CP tt> Vi ,-1 O 

■ a> . ki 5 R o 



öS 

B oa <d S 
, £ _2 -a S 
J3 OS 3 S 'S :cS o 

Hfc>wttpqa>Sö H 



Ol 

•ß 

•3 

p 



o ~© 

o ö 

« p 



o 

CD V 



ei 
- 

cd 



öS 
CD 

s 



cd 

N 
eS 



CO 



CO 



ÖJO 

a 

öS 

— 

es 
1-5 



CM 
«5 

d> 

• 2 

to 00 

CO 1-1 
. CO 

ei 

00 A, 

t- 

00 CD 

O CD 
* — »— t 
öS 
o 

'S 

»CD 

a 



oo 



T-H -s 

T3 'S IS 

03 3> 
i-i t- 

CD "~ 
CD 

13 CO 00 

fj l" t- 

CO 00 



> o 

\-* CM 
kl 

M SV1 

2 00 

2 oo ü -§ m m 

a > — s S 2 



2 -« 

CD U 



5 .2 « 

^ CO 

«. 2 - 

cd £ eS 

^ £ .2 



£ • 2 
00 iä H _ 

*a O 



o 

CS 
00 



eS 

3 : 
o 

a 

öS 
o 



r I cd 



o o o 

ro ro ro 



1 i i L t 

H N « H H N 
ro 



00 

m 



CM 

m 



OO 

0\ N 00 ^ 

O * ^ N I 
ro « 

vO 



■ eS 
. ■ Ca 

<^ 3 S 3 

«, ^ oo N 

CD u S U t- 

co oo oo y co g 
CO eo »H 3 "5 <! 

• . cd • « 

, / ^ s — — >H CM 

HCOlOfOlrtHH 



CO 
CO 



ja 

CD 

CO 

.■tS a, 

CD 



/ 



140 Physiologischer Teil 



Mengenverhältnis der weissen und roten Blutkörperchen bei Frauen 



Alter 
(Jahre) 


Autor 


Methode 


Zahl 
der 
Fälle 


pro 
weiss 


I mm" 
rot 


v emaii- 
nis weiss 
: roth 
= I : 




»7 


Duperie *) 




I 


5300 


5 766 000 


1088 




21 


»» 






5500 


5 332 000 


970 




24 


11 




1 


5100 


5 487 000 


1076 




11 


Halla 




1 


6650 


5 177 °oo 


778 






Duperie 






4500 


5 952 000 


1322 


Hilf T C\C\C\ farhic/f» TorVtlrkca ■ 
alXl 1UUU lew Ulgc lal UIUSC . 


19 und 27 


Moleschott 2 ) 










4 U D 


O f Q TICCür H ai> Mflneff lio + mr» 

Zj^j öu&acr uer lucusiruHiion 


dieselben 


ji 










24.7 


A wälir pn fl HpryplKpn 


27 


Duperie 




I 


C TOO 


c 8 co 000 


1 1 AQ 




28 


)i 




I 


42OO 




T30Ö 






Schaper 




IO 




4 602 OOO 


^74. 

0/ T 




2 6—33 


Bouchut und 
Duhrisay 




4 


5481 


4 165 725 


745 




35 


Halla 




1 


6851 


4 80 t: OOO 


7°3 




14—38 


Moleschott 2 ) 










389 


2,6 ausser der Menstruation 


19—40 


Gräber 




5 




4 5i7 5°° 


547 




41—61 


Stensen 1 ) 




7 






727 




70 


Duperie *) 




1 


5600 


4 482 OOO 


800 




80 


it 




1 


54OO 


4 619 000 


855 




94 


>» 

Mittel (rund) 




1 


6lOO 

6500 


4371 OOO 

4 900 OOO 
(s. p. 134) 


717 
750 





1) D u p e r i e - S0 r en s e n 1. p. 133 c. 

2) 1. p. 139 c. 



141 



:oS 
J3 
t- 

cd 



O 
kl 



'S 



J3 

o 



a> 



u 
o 

a 

-0 



cd 



I 5 

: * CO 

rQ CO 

55 '3 

> is 



o 



o 



a 
a 

:cS 
S 



- 

o 
a 



< 



CO O tN — 

vovo r-~oo 



im O *iflO 0,0 N 
O» m iß vo CO „ v£> CO 



O vn ' 
OO 00 _ 

M M IH C« •— < ■ f — « 



o o 
o o 
o o 

»-I 1-1 

co 



o o 
o o 
o o 

tN t-~ 

t-l \Q 

t^OO 

■ch <=t- 



o o 
o o 
o 



o o 
o o 



\0 ■>*■ ON 



CD 

S 

a 

CD 

p 



-o s. a a §< 

POOP T-t 

O P P P P « 



* * 



* * 

H - ; ; 
CS 

H 

o o 

O O tN vo 



c« r 
i-a 



I-I l-t l-t O 

rOvO C7\ tN 



'H W ff, 



M <N N CO IN (OtsNiO VO |>.\0 Tj>00 
>cf-00 f^OO CO COO "-• VO i-i vo VO <N vO «tf - 
votNvoi-^oii-'OOM'-iW'-ifN cOvO 



O O O O O 
O O O O O 
O O O O O 

(OO <*■ ^ VO 

CO CO o o o 
"ch O CO tN 00 
'S- vOvO O "ch 



O O 

o o 
o o 

OS VO 
vo l-l 



CT* 
tN 



O O 
O O 
tN O 



o o o 
o o o 

O O On 



o 
o 

tN 



OO 00 tN 00 co 



o 

o o 

t^-oo 
\0 C\ 



:2 o 

s 

a . 
P o 



o q o 

-CD J3 -<0 CD J3 

•r> O cd O 

!S m !S a 18 

-8 -S "2 o <° 

P<<— i P< r i-i 

P H P tfl H 



CS 

CO 

• i-4 

P=r- 
; _: ^ 

- CD 
« CD 

5« 

o 
a 
o 

M 



o 
oo 

00 



CT> 
t— 
00 
1 — I 

CO 

1 'S 

CO 1-5 

t- CO 
CD CD 
T3 



;£ cS 



a 
- 

CD 

M 



CD 

a 

eS 



CD C 

'S "" 

C 'TS 

CD öS 

U £2 

.« cO 

P- CD 

» 'S 

i- C 

CD •« 

T3 ^ 

C M 

a 

CD 

CD -° 

<=> 2 

N S 

cd a 

tm cd 

"a ^ 

CS 



a 
— 

a 



CD 
bp 
:cS 

ja 

Eh 



a 

5ö 



0) 
J3 



cä 
S3 



o 
J= 

:a 



J2 



PC 

CD 



CS 

c 
o 

S 

tN 

. <" 
- •_ 

öS öS 



CD 

es 

<N 



1c 
vo 

11 VO 



tN VO N M VO00 OS O i-i 



tN (S i l-i 
M >-h 



.2 
^ 0 
.5 

oö oi .2 

^ et) Tj 

CD 

ä d. a 

» o o Ö 

W CO CO CO r 
CO (I) M et) S 
rH <p 
N 
J3 

CO 



o tS5 



C 

CD 
CO 
CS 

a 

CD 

.SP 
'S 

.•a 



CD 
cS 
= 



o 
a 



a 

3 



:ci 

CO 
CD 



O 

CM 

a 
a 



a 2 

o 



P< A a< a 



H N CO io 



ja 
EH 

CD 

o 

CD 



B CO 

a 

CD 

s 



142 



a £ 

2 * 

CU 'S 

> Et 



o 
Fi 



J3 



cp 



35 

fr 



o 

"S 



-P tn 
co 05 

i> fr 



co 
-*-» 
o 



o 



Es 



-a 

u 

a 
a 

s 



o 

«35 



LT) 

t*5 



O 

O *r> r* 



r*5 

1-^ 



O O 

o o 
o o 
o\ o 

r*5CO 
N u-> 

lo IT) 



88 

o o 

vO o 



o o o o 
o o o o 
o o o o 

O NOO + 

o 

LT) 



*J-vO t$- u->vO 



8 

o 
oo 
r» 
oo 



8 



O O vO 
O O « 

LT) -d-00 

O CO M 

m m 



O 
o 

o 



o 
o 



OvO vO r*5 

N M H 



MO O 

n- o 

o-wo oo 



O "lO MO 
O " O N N 

CO O O (S 



O 5*5 

o - 

,t ! 



-05 -US 0 

Kl I- ti 

•05 ; »-IB r 

3 03 53 . 

p pq n o 



P ST^ 

:2 S 3 • 
-Ö 'S -53 | S 

; P< OD P. 8 >> ~ 
P P P 05 eS 



2- 
E ^ n 

g -05 05 

;S ftt» 
05 53 eo 

p p pq 



2 : c * 



« 

• a |> a 

05 53 .05 



q 

9) 05 
OB 

3 53 £ - 

co co _ <w 

H 

MONO 



P 

V 

o 

0) 



tue 



05 
HC 
03 

.. f*5 



# 
05 

05 

Em 



# * 



SP " 

.* CO | 

toE-i 

53 < 



<j Mm 

I CO eo | 

I 

ro mvO ^J- : CO h C5CO u-i 



oo O 
w r*5 

I 



00 lt> c*>vO 00 OvvO NNmionca*h^O>mO , « O 

h (<) ir> O rovO vO 00 u-> r*5 ^foo 00 00 N «M CT* r*500 Ov t* - 



o 


o 


O 


o o 


O 


O O 


o 


o 


O 


o o 


O 


O O 


o 


o 


o 


o o 


O 


O O 


CV1 


<*■ 


CO 


o - 


vO 


vO 


vO 


o 


N 




CT- 


>-( 


M 




OO 


M vo 




CO vO 


vO 










vO 1T5 



o 
o 
o 

«i- 

vO 
f*5 

O 



O 
O 

o 
I ° 

I ü 



OOOOfONOO 
OOOOvOvOOO 
M.'d-NvOOOi-iO 



O O O rovO OOOOOt*5«0"lNO 
OOO00'*-OOOO0Om.*3-ON-«O 
vOrt-Of^r^COOOO'MOOOvOO 

C^vo »oo O O + h o<N « inO O 

^„fjMHwHMrlW f^»lM<HHM* 



h d h h 

-qj 05 -05 05 

53 od 53 03 

p pq p pp 



-05 _ 05 .05 o 
.05 05 05 . 05 05 X 05 

. P< >> OD Pi p-,*-" r 
" 53 * H 53 <fi .oä 

p w w p pq O pq 



.05 

Im »4 

.05 CD 

S 53 öS 

o p pq 



- ° 2L - ° 

4-3 CO +9 

O pq O 



M 

53 £3 

XJ 05 

05 13 

CD § 

(H OO 

O 



« rovO 



es 



o 

05 

OOv| 



05 

CSD 

CO 

Eh 

vO 



CJO 
• eo 
'Eh 



* < 05 

a H ei : 



CO 



- - .n 



CO 



05 
60 
oi 
Eh 



IOM f)* 



'\o r oo o m< n -*vo vo 



Haemoglobin 



143 



Mengenverhältnis der weissen : roten Blutkörperehen 
in verschiedenen Gefässen 

Milzarterie 1:2170 (Hirt) 1 ) 1 Kälber 

Milzvene I : 60 ,, /(nüchtern) 

I: 102 (Frey) 2 ) — an Pneumonie gestorbener alter Mann 

1:4.9 (Vi er or dt) 8 ) — Hingerichteter l 1 ^ Stunden n. d. Tod 

Pfortader I : 73» [524] (Hirt) 1 ) 1 Kglber 

Lebervene 1 : 136 ,, J 



Haemog lobin 

Formel (Pferdeblut): C n2 H M0 N^MS^ 0 245 (Z i no f fs k y) *). 
100 Teile trockenes Haemoglobin enthalten 5 ): 

Min. Max. 

0 51,15 -54.87 % P^rd 

H 6,76 — 7,38 ,, Pferd Schwein 

O* 19,54 — 23,42 „ Rind Pferd 

N 16,17 — 17.94 ,) Hund Pferd 

S 0,39 — 0,68 „ Pferd 

Fe 0,335- 0,47 „ 

* Sauerstoffabsorption des Haemoglobins s. u. bei Blutgase". 

Haemoglobin = 40,4 Gewichtsprocente der roten Blutkörperchen (Hoppe-Seyle r) 6 ) 
(s. a. p. 129) 95,4 ,, „ organischen Bestandteile der roten Blut- 

körperchen. 

0/ 0 -H aemoglobingehalt wird berechnet aus dem 0/ 0 - E i s e n g e h^a 1 1 a; 
des Blutes (s. p. 129) nach der Formel 

x ■ 100 (Z i n 0 f f s k y) *) ; früher galt x ' 100 



o,335 °'4 2 



Vorbemerkungen zu den Haemoglobinbestimmungen 

Die in den folgenden Tabellen verzeichneten, mit den verschiedensten Apparaten er- 
mittelten, Haemoglobinwerte sind nur in sehr bedingter Weise unmittelbar mit einander zu 
vergleichen. Die zumeist im 2. Absorptionsband des Oxyhaemoglobins gewonnenen Ex- 
stinktionskoefficienten (e) lassen sich auf absolute Werte für 10 0 Gewichtsteile 
bringen unter Zugrundelegung des von Hüfner') mit seinem neuesten verbesserten Ap- 

c 

parat (für Rinderblut) gefundenen Absorptionsverhältnisses (— =) -4' 0 = 0,001 312 (für 

X 546,3 — 535,1 im dunkelsten Teil des zweiten Absorptionsbands). Bei lOOfach ver- 
dünntem Blut wäre demnach mit 13,12 zu multiplicieren. (In den Tabellen sind die von 
den Autoren selbst vorgenommenen Umrechnungen beibehalten.) 

Im übrigen muss A für jeden einzelnen Apparat ein für allemal bestimmt und jeweils 
die Reinheit des Haemoglobins durch Untersuchungen der entsprechenden Spektralbezirke 
e ' 

(Konstante — 9 = 1,557 für Menschenblut) kontrolliert werden. 



1) Archiv für Anatomie , Physiologie und wissenschaftliche Medicin. Jahrgang 1856 
p. 190 und 192. 

2) Lehrbuch der Histologie und Histochemie 3. Aufl. 1870 p. 118 Anmerkung 5. 

3) Archiv für physiologische Heilkunde 13. Jahrgang 1854 p. 410. 

4) Über die Grösse des Haemoglobinmolecüls. Dorpater Dissertation 1885 p. 28 und 
27, auch Zeitschrift für physiologische Chemie X 1886 p. 33 und 32. 

5) Zusammenstellung bei P. Schiefferdecker und A. Kossei, Gewebelehre mit 
besonderer Berücksichtigung des menschlichen Körpers. 1. Abtheilung 1891 p. 398 : Ana- 
lysen von Bücheler, Hoppe-Seyler, Hüfner, Jaquet, Kossei, Nencki u. 
Sieber, J. Otto, Zinoffsky. 

6) Zeitschrift für physiologische Chemie XV. Bd. 1891 p. 181. 

7) [Hüfner] Anleitung zum Gebrauche des Hüfner'schen Spektrophotometers etc. 1892 
p. 20 u. .19. 



144 Physiologischer Teil 



Haemoglobingehalt des Bluts bei Männern 



Alter 

1 1# .um cy 


A utor 


Zahl 
der 

Fäll*» 


: 

JJicllluUG 


Ex- 
stinetions- 
Coefficient 
V,/,« Verd. 


% 


absolut 
pro IOO cm 3 


rote Blut- 
körperchen 
pro I mm" 


(10 — 20) 


Bierfreund *) 




Fleischt 




82,7 






l6 — 20 


Leichtenstern 2 ) 


10,16 


Vierordt 


1,232 
1,001 






20 
21 


Gräber 8 ) 
Wiskemann 1 1 


1 

2 


,, 




12.884 


4 925 000 


21 


Reinert a ) 


1 






H.27 ^ 


<; 3 22 600 


22 


19 


1 




1,117 




24 


11 


2 




1,198 








21 — 25 


Leichtenstern 


10,10 


II 


1,311 

1,209 








25 


Wiskemann 4 ) 


1 












xsecc|uerei uiia 
xvuuier 




berechnet aus 














Eisengehalt des 






12.09 — 1^,07 








Bluts v. Preyer 










Preyer G ) 




Preyer 






13.58 






Convert 7 ) 


2 








14.. 










chemisch 










Quinquaud 8 ) 


4 


(Sauerstoff-Ab- 






I2 ,5 






Malassez 9 ) 




sorption) 










10 


Malassez 






12,9 


4 310 000 




Zäslein 8 ) 


9 


Hüfner 






16.7 


5 013 100 




Tumas 3 ) 




Malassez 






12 




Masjoutin 10 ) 


35 


Fleischl 




110 








Neubert 8 ) 


1 1 




105 








Schaper s ) 


1 1 


jj 




93 




5 225000 


26 










(85-98) 






Gräber 


1 


Vierordt 




!3,9 2 9 


5 995 000 


27 


Wiskemann 


1 


?i 


1,121 




21—28 


Engelsen 3 ) 


16 


Glan 






15,62 


5 684 000 


18-3O 


Stierlin 3 ) 


10 


Gowers 




95-9 


5 752600 


20—30 


Bier freund 




Fleischl 




92 




26—30 


Leichtenstern 


12.3 


Vierordt 


1,392 






19—35 


J. Otto 3 ; 


25 


Hüfner 




14-57 


4 998 780 


33 


Wiskemann 4 ) 


1 


Vierordt 


1,002 






31—35 


Leichtenstern 2 ) 


10,5 


1 1 


I ,4 I 9 








36 


Gräber 




11 




12,041 


4750 000 


30—40 


Bierfreund 




Fleischl 




88 






36—40 


Leichtenstern 


10,7 


Vierordt 


1,388 








42 


Gräber 


1 








13,014 


5 185000 


20—45 


Laache 


3° 


Malassez 






11,2 


4 974 000 


41—45 


Leichtenstern 


5>5 


Vierordt 


1,363 








40—50 


Bierfreund 


Fleischl 




84 






46—50 


Leichtenstern 


4.4 


Vierordt 


1,180 








52 


Gräber 


1 


J! 






13,9808 


5013 000 


51-55 


Leichtenstern 


2.3 


)1 


1,200 








50—60 


Bierfreund 


Fleischl 




88,6 






56—60 


Leichtenstern 


M 


Vierordt 


1,243 








über 60 




2,3 


»• 


1.398 








dto. 


Bierfreund 




Fleischl 




85 






80—107 


Masjoutin 


13 


n 




102 
(95 — "5> 







1) Archiv für klinische Chirurgie 41. Bd. 1891 p. 16. 2) Untersuchungen über den 

Haemoglobingehalt des Blutes 1878 p 29. Bei den Fällen bezieht sich die erste Zahl auf das 
männliche, die zweite auf das weibliche Geschlecht. 3) 1. p. 133 c. 4) Zeitschrift für 

Biologie XII. Bd. 1876 p. 442. ,5) 1. p. 127 c. 6) Die Blutkrystalle 1871 p. 117. 

7) Correspondenz-Blatt für Schweizer Ärzte II 1872 p. 301 (mitgeteilt von Naunyn), auch in: 
De l'hemoglobine et des ses rapports quantitatifs dans diverses maladies. [Berne.] Neuchätel 1872. 

8) Comptes rendus de l'Academie des sciences, Tome 76 1873 p. 1489. 9) 1. p 133 c. 
10) Vratsch 1887 p. 611 (russisch). 



Haemoglobin 



145 



Haemoglobingehalt des Bluts bei Weibern 



Alter 
(Jahre) 


Autor 


Zahl 

der 

Fälle 


Methode 


Ex- 
stinctions- 
coefficient 

V.oo Verd - 


% 


absolut 
pro IOO cm" 


rote Blut- 
körperchen 
pro I mm 8 



17 
18 

19 

(10—20) 

20 
21 
22 

23 

H 

24 
25 

20—25 



35U.60-70 



26 

27 
28 

29 

I8—3O 
20 — 30 
2O—30 

18- 32 

19- 35 
19-35 

35 

18—40 
30—40 
40 

40-50 
50—60 
60 u. mehr 



Wiskemann *) 


1 


Vierordt 


o,934 








)» 


I 


>! 


0,852 








Gräber 2 ) 


I 


', 




öl 


12,0425 


3 934 500 


Bierfreund x ) 




Fleischl 








Wiskemann 


1 


Vierordt 


o,934 








11 


I 




o,939 








)i 


I 


)! 


0,989 














o,937 






4 800000 


), 

Gräber 2 ) 


1 


7, 


1,048 




12,077 


Wiskemann 


1 


)! 








II 


1 


,1 


1,003 


85.4 






P. Meyer 3 ) 


10 


Fleischl 






5 900 000 




berechnet aus 










.Dotl^Ucici ) 




Eisengehalt 






n,57—i3>69 




UDU. XvUUloi 




von Preyer 








Preyer *) 




Preyer 






12,63 (Gewichtsprocente) 


t£Uinc&o j 


2 


spektrocolori- 
metrisch 






IS,3 — H»9 2 




Quinquaud *) 


4 


chemisch 






10,76 




Scherpf G ) 


3 


Vierordt 






12,78 




Masjoutin *) 
Bernhard 7 ) 


17 


Fleischl 




100 






20 


i) 




80,25 




4 458 000 


Schaper 8 ) 


10 


,, 




83 










(72—95) 






Wiskemann *) 


1 


Vierordt 


0,978 










1 




°>95 2 




12,566 




Gräber x ) 


1 


i) 






4 475 000 


Wiskemann *) 


1 


11 


0,949 








Stierlin 9 ) 




Gowers 




87 




4 994 000 


Bierfreund x ) 




Fleischl 




80,7 






Dubner 10 ) 


10 


Gowers 




94 




5 219 000 


Reinl 8 ) 


10 


Fleischl resp. 
Glan 




95 


12,24 


4 497 300 


J Otto 9 ) 


2 5 


Hüfner 






13,27 


4 584 7o8 


Oppenheimer 11 ) 


14 


Gowers 




95 


13,366 


4 480 000 


Gräber 2 ) 


1 


Vierordt 






4 440 500 


Laache 2 ) 


30 


Malassez 






9,9 


4 430 000 


Bierfreund x ) 


Fleischl 




76,6 






Gräber 


1 


Vierordt 






13,054 


4 937 500 


Bierfreund l ) 




Fleischl 




78 






,, 




,, 




79 






>, 




,) 




78 







1) 1. p. 144 c. 2)' 1. p. 132 c. 3) 1. p. 134 c. 4) 1. p. 127 c. 

5) 1. p. 126 c. 

6) Zeitschrift für klinische Medicin IV. Bd. 1882 p. 575. 

7) Münchener medicinische Wochenschrift 39. Jahrgang 1892 p. 221. Arbeiterinnen und 
Dienstmädchen. 

8) 1. p. 133 c. 

9) 1. p. 133 c. 

10) Münchener medicinische Wochenschrift 37. Jahrgang 1890 p. 537, auch Münchener Disser- 
tation 1890 : Untersuchungen über den Haemoglobingehalt des Blutes in den letzten 4 Monaten 
der Gravidität und im Wochenbette p. 8. 

11) Deutsche medicinische Wochenschrift 15. Jahrgang 1889 p. 861. 
Vierordt, Dat. u. Tabell. f. Med. 2. Aufl. IQ 



146 



Physiologischer Teil 



Haemoglobingehalt des Bluts im Kindesalter 

(vom 1. Monat an) 



Alter 




Zahl der Fälle 


Vierordt 






rote Blut- 


Autor 


männ- 


weib- 


(7 10 o V *r- 
düunung) 


Gowers 


Fleischl 


körperchen 






lich 


lich 






pro I mm* 


10 Wochen 


Leichtenstern 1 ) 




1 


i<35i 










i) 




I 


1307 










?i 




1 


1,360 










»i 


I 


1 


1,222 








3 — 9 Monate 


WldOWUZ i ) 










65-87 




9 » 


Stierlin 8 ) 


I 






69 


3 940000 


2— II „ 


Hock u. Schle- 












singer 4 ) 










55-68 




Ya — 1 Jahr 


Leichtenstern 1 ) 


5 


2 


1,075 






1 4 — 22 Monate 


tlocK u. Scnle- 














singer 










65-85 




2 Jahre 


Leichtenstern 


2 


2 


i>°54 






2 /2 '' 


O LlcrillL 




1 


90 




5 450 000 


3 » 


Lieicnbenstern ) 


1 


4 


!»037 




3 >» 


Stierlin 




2 


79 




5 860 000 


,1/ 






1 




90 




5 310000 


4 j> 


1 ai nti D favn 

jjeiciiten stern 


1 


3 


1,072 




4 » 


Stierlin 


2 




79 




5 155 000 


2 —5 II 


WluOWllZ ) 








62 — HO 


2 —5 >» 


Hock u. ocnle- 
















singer 4 ) 










65-95 




5 i " 


Leichtenstern 


2 


2 


1.054 






SV* » 
SV» » 


Stierlin 




1 


77 




5 70O 000 




1 






80 




4 830 000 






2 






79 




4 999 000 


AI/ 






1 




75 




5 140000 


0 


i> 




1 




67 




4 480 000 


O 1 / 

8 7 9 » 




1 






7i 




4 850 000 


9 






1 




90 




6 000 000 


t in 


HifirfVp'nTid ^ 

UiClllCUUU J 


m. 








/4 




I-IO „ 


1) 




w. 






73 




6—io „ 


Leichtenstern 1 ) 


5 


3 


I,H5 








6— io „ 


Widowitz 2 ) 










86—110 




6— io „ 


Hock u. Schle- 














singer 4 ) 










68-95 




4— Wk Jahr 


Stierlin 8 ) 


9 






81 




5 232090 


h7 2 


»i 


1 






82,1 




5 448 000 


27l— X 5 Ii 






10 






10—15 „ 


Widowitz 














11— 15 .1 


Leichtenstern 1 ) 


8 


7 


1,106 


90 — 110 







1) 1. p. 144 c. 

2) Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung N. F. 27. Bd. 1888 p. 383. 

3) 1. p. 133 c. 

4) L p. 127 c. [Anmerkung 4]. 



Haemoglobin 



147 



Haemoglobingehalt des Bluts im ersten Lebensmonat 





Alter 


Autor 


Zahl der Fälle 
männl. weibl. 


Vierordt 

(Vtoo Ver " 
düunung) 


Fleisch! 


absolut 
pro IOO cm 8 


rote Blut- 
körperchen 
pro I mm 8 



Neugeboren 
2 — 7 Stunden 

i) 
n 

12 Stunden 

17 
36 

34-79 „ 

1 Tag 

2 „ 
» i) 
3 

»> » 
4 

i» >> 

5 .. 

6 „ 

7 „ 

8 „ 

» » 

2Std. — 9 Tage 

9 Tage 

10 „ 

11 tt 
11 i> 

11 
11 
t) 



>i 
II 



12 

13 ,1 

I — 14 Tage 

14 Tage 

1» 11 
3 Wochen 

4 



Engelsen *) 
Reinl 2 ) 
Möhring 

Tietze 4 ) 

Wiskemann 6 ) 

Leichten8tern 5 ) 

Tietze 4 ) 

E. Schiff 6 ) 

Leichtenstern 5 ) 

Schiff 

Leichtenstern 5 ) 
Schiff 6 ) 
Leichtenstern 
Schiff 6 ) 



11 

Leichtenstern 5 ) 
Wiskemann 8 ) 
Schiff 
Reinl 2 ) 



Schiff 6 ) 

Leichtenstern 5 ] 

Wiskemann 

Schiff 

Tietze 4 ) 

Schiff 



Leichtenstern 6 

Schiff 6 ) 

Leichtenstern 



3 

14 



IS 



15 



10 



10 



10 



12 



6 

6 
6 

110 



1.343 
1,827 



2,000 

1.933 
1,842 



1,689 
1,265 



1,619 
1,303 



1.524 

1,420 
1,452 



über 120 
I40,7I(!) 

144.27(0 
120 



über 125 
104,6 



104,2 
100,1 

96,5 
94,0 

94,5 
93,5 

97.7 
96,3 



96,0 

"5 

89,6 

9L3 
91,6 

95,8 
90,8 



23,7 
i5, 6 4 



16,06 
13,81 — 20,08 



5 523 530 



6 03 1 428 

5 928 500 
5 996 000 

5 992 145 
5 800 972 
5 828 850 
5 865 000 



5 795 166 
4 638 100 

4 240 000 
— 6 582 000 

5 836 000 



5 755 150 

S685956 
5 57 0 362 
5930 141 

5 825 465 
5 540850 



1) 1. p. 132 c. — Glan's Methode. 

2) 1. p. 134 c. p. 70. 

3) Über die Veränderungen des Gewichts, der Temperatur und des Haemoglobingehalts bei 
Neugeborenen. Heidelberger Dissertation Erfurt 1891 p. 47. 

4) Über den Haemoglobingehalt des Blutes unter verschiedenen Einflüssen. Erlanger Disser- 
tation 1890 p. 13. 

5) 1. p. 144 c. 

6) 1. p. 136 c. 



10* 



148 



ja 

u 

CO 

s 

"5 



— 

O 

'S 

o 



et) 

a 

O 
CO 



o 



CS 



V« 

a 

CO 



o 

.a 

o 

CO 
t—t 

o 



CO 

10 
CO 

CD 



E 

s 



o 
*H 
a. 



CO i 

g O » SP 

a .2 .2 > 2 

-° s a §§ 

O *3 cu 

o 

0 

CO 

sä 

tu 



§ CO 

2 g 

3 - 





o 




8 


vO 


o 






o 






** 








O 


vO 






vO 




CrS 


t> 


o 






ov 


CO 






vO 




1 — 














































N 

Oh 












































CO 


VO 




o 


O 


VO es 






O 




CO 


Ol 


CN 




PO 


PO 


Ov tri 






<*• 




evs 




w 




o 


Ov 


oo es 






in 


— 






IT) 




vO 


vo 


vo r- 


CSD 
















M O 






CO 


CO 












vO iO 


vo 00 


o 




. CO 


OV 














""t 't' *C? 




















>-H >-4 






M 









a 



u 

CS 
B 

• iH 

CD 

« 



s 
s 



o 

Ol 



c 



CD 

o 

9 

PH 



Ov 

O* 
vO 
O 



o 

•ä vo 
-H O 

CO 



CO 
- 00" 
Ol O 



» 5> 

Iii 
«II 



vO 

M 



0\ LTJ 
ON 0\ 
OO VO 



CS 

Ov 
vo 



Ov 

CN 



CO 
CS 



evs 



PO 
vO 



VO Ov 
PO CS 



O 

CO 



vO 
vO 



£1* 
SCV9 



vo £ oo c 
po£ <n £ 

f 3 

.£ CS 



PS 



CS O *H 



ro 

VO 

ro 



ro 
t— i 

d 



PS 



PO 
vO 

OS 

o 

PO 
PO 



vO 
Ov 
vo 

PO 



1^ 

>-< 

Ov 
vO 
CM 



O 

o 
o 

PI 

vo 
CN 



O 

o 
o 
•d- 

vo 



PS 



o 
o 

vo 
VO 
VO 

■cj- 



O 
O 
O 

PO 
VO 



OS 



o 
o 

VO 
PI 

? 
vo 



5 



PS 

<s o 
<=> o ü 

csvo fc, 

OS 

1^- VO 

Ol 



° o 

00 o 
vO O 
PO 
_L OO 

ZL° 
vo 



o 


O 


o 


O 


o 


O 


PO 


vO 




hH 




o 


VO 


vo 



5 o — 

. 

£, °v _,. ^ 
SF p^ 
'5 o ö; 

» I 7 
< o i 



o 





PS, 


o 




o 


— 


o 


CS 


o 


es 


oo 


CO 


CO 




vo 





M 

o 

s = 

2:Si= O j. 

o 

Bs" Ü 
N o o 

►1 PO 



o 
:3 

CO ^ 

^3 - 
SO 
j4 u 

=3 . 

ja - - 0 
•'S o o 

> cü S « 

a 

Hc»t3 
c» w ; 
CO 

PO 
I * 
r» 



ja 



a 

CD 

ro 
CO 
CO 

bc 

öS 



3 



9 
CS 
CO 
CO 

CO 

bO 

CS 



o 

CS 

a 
a 

a 

o 



a 

CS 
CO 
CO 
CS 
bO 

CS j- 



T3 

-et— > 



CS 
bD 
cS 



J= 

ty 

CS 

a 

a 
a 



149 



CO — N 

I ■* 

<=> o 
<=> rfi 
« v> 



CO 

od" 
J O 

1/9 
I 



oo_ 
oo 

•c o 
OO M 



I 



CO 
1< 
«H 


IT) N 

vo p> 

M 


o> 




ro 

























o 


O 




o 


o 


O 


o 


O 




ro 




CO 


un 


CO 


t-H 


"ch 


vo r- 






VO 


00 


VO 
























N 




<* 


vO 


1-4 


rO 




vO <=> 


in 




CO 


oo 


o 




00 


(S oo 


ro 




<N 






vn 


o 


oo r- 






*>. 


vO 




r^ 


*»» 


O o\ 






t- 




VO CO 


vO O 










VO 




VO 


^- 


«ch 




<d- 


"£ 'f 'T 




*t "1: 




















O CD 




c- oo 


(Po 










«-J- 






ro 




ro 


o 








O 


VO 




l-O 


vO 




vO 




M 


VO 




O 


O 




vT) 




O* 


t-t 


o« 




ro 




O 




t-t 


ro 


«N 


OO 


O 


N 


ro 




ro 


ro 


ro 


ro 


■<*■ 


H 


M 




t-i 


i-i 








d 


d 




o~ 


o" 


d 


d 


o 


o 


o 




O 


o 


o 


o 


o 




o 




o 


o 


o 


o 


o 


8 


o 




o 


o 


o 


o 


o 


o 


a\ 


1 PS 


r» 


vO 


00 


vO 


ro 


o 


oo 




oo 


o> 




o 


oo 


ro 


ro 




OV 


ro 




ro 


N 


vo 


vn 






vo 


VO 


u-i 


VO 



PS, 

o <=> 

o <=> 

o s=> 

O o> 

vo ex 

vo «5 



o 
o 
o 

ro 

00 



o 

vO ui 
rf00 
d 

vO 



CD 

m 
a 



a 


a 




a 




a 






CD 


OD 






CD 






CO 


CO 




0» 




CO 






CO 


CO 




CO 




CO 






CD 


CD 




CO 




CD 






tag 


bo 

CS 
-t-t 




iide 




TS 

a 






.Mit 


Mit 


nds 


Abe 




Ab« 




achts 


TS 
- 


* a 

CD 

* TS 


CD 
J2 




J3 






O 
03 


et 


A 


00 


ch 




a 


d. Ii 


ich 


.0 

VO 


00 




od 

a 




Ol 




a 




-i 




I Std 






ro 










ro 
1 




1 






& 


























VO 




N 









ro vO 
N I I 



r~ VO O VO VO vo 

bCvO t>. t~».00 Ov 
O I I 



I I 



VO VO Ö vo VO 
vovO r^. Iv.00 



o O ro vo O 
•r - vo vo vo vovO 

P o o o o o 

CD h4 H-t l-< »-H t-H 

0 I I I I I 

OO O ro vo r-» 
. - «d- VO VO vo VO 

g O O O O O 

X HH M t-H *H M 

a. 

CO 



N 

CO 

ft 
03 

0 



C3 
© 

CcO 

fl 

•lH 

^2 
O 

'S, 
o 

a 

(D 
C3 

w 

O 

03 

& 

N 
öß 

•r-l 
N 
© 

PP 



.2^ 

rO O- 

J2 o vo O vo vo 
bC ro ro ^J- >d- vo 
o 

S 

CD 
03 

s 



I I I 



vo O vo Ö io 



'S «5 

a — 

CD 

S P 

• oo 

U CO 
co 



VO00 O VO00 
ro rO ^1- -d" 
O O O O O 

(-( I— I hH hH I— I 

I l I I l 

ro vooo O vo 
orowi^-Tj- 

o o o o o 



00 



00 n 
CO ^ 



oä 
bC 
Ii 

CD cd 
• Ä . 'S 



a 

CD 

o ■ ■ 
u 

CD ^ 

v, 
:o 

fc£j 



^3 83 
•es a 



CD ^ 

a 

5 



a 

CD 

O 
v< 

a 

5 a 
ö 

CD 

■u CD 



, CD 



CO ® g 

s *> . 

— CV1 t> 

CO 



«1 
CD 

a 

CD 

CO 
CO 

eS • 



a 

• i—i 

3 



$ 3 . * " •= 
3 _§ 10 -s w 3 



o 

<d ■ . a 

CO X! O-to Q. CD 
CD +3 50 ^V"i 
rt) «I . V -' 

■2 -/j -a — -a ^ 
"3 £ ü 

Ä C5 <1 W -w 

'5b . ^ P 

»1 O ^ cd 

«'S 

CM O O 
g ^ - > S eo 
M^d . O rt 

a a . ä . 
^ a . ü - * 

Ja ^ 



' 05 S 



CO 



o 

CO 

bD ° 

CS 

Vi iH 

CD 

£> • CO CD 



es 



a 

.2 

CS J- 



CD 

CO 
CO 



GM 



CO 



.a3 S 

a, .« co a 

^ ü Vh m 

■* . ho m 

tH t> 



bo 

a 

3 

CJ 



W) co 

a 
s 



Ii 

CO JO 



'S lg« 

CD -O O _4, 

«3 » 2 



a 

O, > CD 

o>a -5 
_• ^ a 

a co 
11 

2S 



CO 

a 45 

CD "Ö ■ 

CO 

CO CO 
CD CD 

bo *; 

-u CD 



a 

<D 

s 



cd <Z3 
bp 

'bb 
:cS 



_5 " ^ § £ 

*äa° 

CD q 
-"CO) 

ja 

. u CD 

• 3 S. 



CD 

bpo 

- 'bim 
:cS 00 

CO 

Oi 



co 



« 13 

eo evi 'S 

H » g 

00 «jj 

CO 

- g | 

, v, '—• O 

^ es ja 3 fc 

« 2 00 3 a 

CO »> ■ — 

'fl -t3 

- . n co 

Q IO O.I-H r-t 



a .« 

® a 

s "S 
es a 

ja a 

^ CD 

B M 

CD 

a 



CD 

ia 
a 
3 

a 

CD 

a 



150 



00 
O 

et 
Ii 
M 



o 

a 

bD 
— 

eo j= 
o 



o. » 
es O 

bo S 

§ - 

P a 
o 
> 



»-> 

CD 
-O 
O 
öS 
Xi 
H 



u 

3 
O 

x> 
S 

JS 
EH 



-fi 
:3 



bc 
c 
3 
bc 
« 



d 
o 

•i-t 

53 

o 

<D 

N 
Fi 

© 

■d 
© 

00 

cä 
■d 

a 
i— i 

© 

N 
0 

• ri 

© 

d 
d 

OS 

a 
s 

e3 
bO 

o 

•1-1 

-d 

u 

ü 

DO 

© 
■d 

ÖD 



© 

d 



0 

pH 

es 
S 



"° ,0 

S l 
oo O 

in 

H es 



I 5 
. ■*-» 

=- S 

-O 

Cv 
CO 

s 

-4-1 

CD 

*- u 

CO 



OS 

S 



5 g 



raauia jimauoj 

J9p J8T1BQ 



H £ 
bo 



aip qojnp 

9AJnOSSOJSZi9JJ 



•iH 



aspuij 

-^Q U18pU8J8q 

-cu jTauqos jn* 
airaBaSotpJBQ 



§ g -uopjriog uoa 
£ qdujSoipjBQ 



o 

ä 



cS 





U 
CO 




c 


J= 




erzt 


o 

to 

1—. 


luss 


n 


ne 


-E 

o 


cj. 


i£ 




öS 


B 




s 


cd 




o 








CD 










ü 




> 


O 





OQ 
U 
CD 
13 
Ö 

o 

n 



3 v, 
CD .2. 

'S ö 

es 

SCO 
09 
TS 



CD 
CD 



CD 
TS 

CD 
73 

O 
J3 

4-3 

CD 

g 



bc 
3 

Im 

CD 

CO 

'Sc 



IN 

tv. 



00 O 



1 I 



pocxT 

CO 



tS- vy-i 
i-n ro 
CTn 

tN ro 



o a c. 

<- o 

I J5 I 
Ov O CO 
M > Ti- 
ll CD II 



CO 
IN 



o 



er 

tri 
O 
O 



u-i O 
vO O 



H 1 " 



1^ 



C4 PO 
vO CO 

o' d 



tri ro 

o' o~ 



00 
o 
o" 







CO 








ü 


00 M 


'XI 


N 00 




CO 


N O 


0" 0" 







o 
o 

I tJ-OO 

I, H O 

CO ro 



MD 

o 



n O O 



CO00 



vO 

ro OO 
m o 

CO 

O o" 



0O 

M 10 

o> i^ 
tri t*- 

o" o" 



O 





O 


00 






VN 




M 


N 


»n 


00 


vO 


CO 


O 


tT 


O0 


O" 


0" 


d 


d 



CO 

OV 

o 

o~ 



Ov 
Ov 
O 



LO 

ro 



00 
vO 

CO 

o" 



00 
lO 



<N 00 

m in 

M O 

o" 



00 


Ov 


00 




Ov 


CO 


CO 


tv, 


0 


N 


CO 


vO 


d 




d 


o~ 



N 
Ov 
O 

d" 



tvl 
<cf 



Ov 

»V. 

O 

o" 



vO 
00 
IT) 



Ov 

d 



o\ 
o 
00 



N 

tv. 

o 



VO 
VO 

o 



CJ 

« 
00 



00 



CO 
vO 



tJ- ov Oi 

00 O ^ 

q | 

— ,_: m a O eo 

ZIj cd «=> 
6>P 



00 m 
00 00 

o o 



- n 

CD cd 

_r o 

« > 

ö S 



Ov 
O 

o" 

I 

IT) 

o 





tv. 








N 




t-t 




CO 






tv. 


d 


Ov 


> 


T 


1 


tS- 


Ri 


tv. 


1— 1 


0' 


CO 




0 

CO 


CO 




tv. 


Ov 




O 




d. 




d 



ES- d 



0.2 

O a 



00 

o 



N 

(3 

CD 

er 

CD 



Ol, 



CD 

s 
a 

öS 

u 

CD 

0) 



iä CD * 

■*-» 



.3 2 S 

'S OS 

S C C 

'So .2 S 

03 



CD 

'S 

CO 
CS 



3 
öS 

OL, 



,co O 
O > 

I £ 

> ® 
tu 

CO " 
CD t. 
T3 CD 

CD 

O CD 

« s 

«3 M 



bc 
a 
3 

J3 



N 

CO 



CD 
> 



bD 

a 
3 

a 

:0 
an 

c 

L5 



3 
4 





luss 1 


dem 1 
nalis 


bD 

e 


rQ 

CO 
00 


0 


3 
u 
u 


— 

CD 
Q. 


> a 


CS 


D. 
es 


05 

+-» -u 

1- >- 


Verr 


S 

* 


0 0 



CD • 
V CO 
1— — 

, , Ol 

I — I 11 

CD *Ö 

5 5 - 









C0 


• 


OQ 


eo 






Ii 


CM 






.0 
—1 




o. 


OS — • 










CO ® 




U 


e 




CO > 


-* 


CD 


1 


DO 


H OS 


CM 


CO 

ff 


< 
• 









5 





m fr- 
US hU 

a. ~ 

CO g 

I 

2 « 

CO 
CD 

bo bc 

CS 

S-S 
S g 
»2 3 

— CD 

öS 

c s- 

<D O 

53 g 

» • 

CS 

C ov 
« — 
bc 



bC 
3 



M .2 

CD Q 

'5k. h 
c « 

o u 
'« » 

£| 

•e :S 
0 Lei 
cS " 

>> cd 

5 2 

w tfi 

<Q 

ii 

CS - 

a cd 

L. 3 

3 es 
° P 



0 M< t, 

^ co " 

> 00 ja 

cd eo y 

•- -1 Z ■ 

CM S O 

. 0 3 

- 1* ® ' 

g 

eo « : 

"3 es v 

cd 50 * 

• 5 e> 

.5 » js*. 

•1 a r 

T3 O 

CD CD 



ja 
o 
3 



c 

»5 <» 

CD 3 
cv •— ' 

.2 j= 

Q. * 
cö 3 



-er 



3 -= 



o 2 a 
j= 8 • 

«- «- s, 

b; 

^, co J3 
c— C Oa 



o ~z 

CO '3 



— Ml 

o ?n 



CD 

bc 

^4, I ^ 
00 

z. tri 
es 

CO ^ 

00 

« 

L-, •= 

| - 1 03 
CD i 

CD 

gCQ 
m a 



CO 



00 

DO 



CO 

CM 



— 



3 *- 

B o & ® 

CD R ._ 



C3i cS 

C- TS 
^ CD 

£:D 

CM 

_a 

|'S . 
'S ^* 

c- 

g 73 • 

eo a a, 
eo a , 
—1 i 

-2 bD' 

3 a ( 



CD - 

g • 
_ Q. 



tv. 

CO 



CD > 

cd 

o 2 

CD 

u — 

o 

> -2 



1 1 

< CD 

J3 « 
CD 3 

^ < 

3 .2 

" La 

*! 

, — n CD 

rt a 
a 

o 
^cl 



j= 'St, 

sl 

< .2 
s ^> 

ü Ol, 

CO 

3 :3 

CD £ 

eo-g 



e> cd cS 

•5 SP^ • 

<u - . 

• I—. 

.2 c cj ? 

ff CD CO * 
— .— cy 

e> 



:3 



ea j2 
00 n 



23 



^ E £ 

■g 3 ■. 

g o.2 

^v. B ^ 
tv. J3 o 

ü T-t 

CD 
■4 
CR 



Pulsfrequenz 



151 



Normale Zahl der Herzschläge und Pulse 

71—72 pro Minute (A. W. Volkmann) 1 ) 



Erwachsener 

und zwar 20—24 Jahre 
24—55 „ 



71 (244 Fälle) 

72 (681 „ ) 



Pulsfrequenz in verschiedenen Lebensaltern 

a) Mittelwerte des männlichen Geschlechts 
nach Quetelet 2 ) 



Jahre 
O 
5 

10—15 
15—20 
20—25 
25-30 
3°—5o 



136 
88 
78 
695 
69.7 
71 
70 s ) 



Beim weiblichen Geschlecht ist 
die Pulsfrequenz grösser 
1 — 4,5 Schläge pro Minute. 
Dalquen 4 ) rechnet im Minimum 3, 
im Maximum 10 Schläge mehr. 



b) Pulsfrequenz beider Geschlechter (Guy) 1 ) (Steffen) 5 ) 

Jahre männlich weiblich 



2—7 
8 
9 

10 

11 

12 

13 

14 
8—14 
14—21 
21—28 

28-35 
35-42 
42—49 

49-5 6 
56-63 
63—70 
70-77 
77-84 



97 
90 
82 
86 
84 
82 
80 
78 
76 
78 
73 
70 8 ) 
68 
70 s ) 
67 
68 
7o 3 ) 
67 
7i 



83 



1) Die Haemodynamik nach Versuchen 1850 p. 427. Eigene Beobachtungen und solche 
von Guy, Artikel „Pulse" in The Cyclopaedia of Anatomy and Physiology edited by 
R. Todd, Vol. IV 1852 p. 184 (Ruhe, sitzende Stellung) p. 182—184 und Nitzsch, 
De ratione inter pulsus frequentiam et corporis altitudinem habita. Dissertatio Halae 1849. 
Eine ähnliche Tabelle bei Dalquen (s. Anmerkung 4) und Volkmann 1. c. p. 436. 

2) 1. p. 6 c. [Riecke] p. 395. 

3) Eine schon von Joh. Keppler, Opera omnia, edidit Ch. Frisch Vol. VI 
1866 p. 248 für den erwachsenen Mann (Weib 80) aufgestellte Mittelzahl. 

4) Die Schwankungen der Pulsfrequenz im gesunden Zustande. Giessener Dissertation 
1868 p. 22. 

5) Klinik der Kinderkrankheiten III. Band (Krankheiten des Herzens) 1889 p. 8. 



152 



Physiologischer Teil 



c) Mittlere Pulsfrequenz in verschiedenen Altersklassen 

beim Kind 1 ) 



Jahre 



J34 
110,6 
108 

1081 98 (Barth ez 
103/ u. Iii! liet) 2 ) 
unter 100 (Steffen) 6 ) 
98 



Schwankungen zwischen 
Maximum u. Minimum 
59 
52 
50 
44 
53 




84 (B. u. R.) 



86,8 



58 
56 

45 
46 

52 
52 
56 
45 
48 



Minimum 

IOI 

84 

84 
80 
80 



70 

72 
72 

72 
68 
56 
60 
67 
66 



d) Pulsfrequenz im ersten Lebensjahr 



Ende des Fötallebens 
I. Lebensstunde 
I. Tag 

I.— 8. Tag [10 Min. — 
4—7. Tag 
I. Woche 



2. 
3' 



15—30 Tage 

1. — 2. Monat 

2. -6. „ 
6.— 12. „ 
12.— 21. „ 

im I. Jahr 



31. T.] 



männl. 
141 
133 
113 
113 
114 



x 33 — I 44 s - Physiologie derZeugung, Pulsfrequenz des Fötus) 
136 4 ) (Smith in New- York) 
126,5(97—156) (Jacquemier) 6 ) 

123 (Gorham) 8 ) 

124 (Le t 0 u r n e au) 7 ) 

125 (Mignot) 8 ) 

128 (Gorham) 

123 (Elsässer) 9 ) 

133,4 

131,4 
weibl. 

130 (A. Trousseau) 

» } 148 (Gorham) 

127 
126 

HO (Steffen) 8 ) 



,1 



135 (Gorham) 



\10\ 



1) Vereinfachte Tabelle nach Vierordt, Physiol. d. Kindesalters p. 308, zusammen- 
gestellt nach Guy, Nitzsch, Volk mann (1. p. 151 c), Rameaux, Memoires cou- 
ronn^s .... publies par l'Academie Royale des sciences .... de Belgique T. XXIX 
1858, Classe des sciences. — Die Tabelle bezieht sich auf 934 Individuen. 

2) Trait6 des maladies des enfants. Deuxieme edition, Tome premier 1853 p. 34. 

3) 1. p. 151 c. p. 9. 

4) In den ersten Lebensstunden, nicht unmittelbar nach der Geburt, wo im Gegenteil 
die Frequenz öfters zu sinken scheint (Le Diberder, Smith), werden hohe Pulsfrequenzn 
beobachtet, von Elsässer 144,3 im Mittel, von Bouchut in der 4. Minute 140 — 208. 

5) De l'auscultation appliquee au Systeme vasculaire des femmes enceintes, 

These de Paris 1837. 

6) London Medical Gazette XXI 1837 p. 324. 

7) Quelques observations sur les nouveau-nes. These de Paris 1858 p. 12. 

8) Recherches sur les ph6nomenes de la circulation etc. chez les nouveau-nes. These 
de Paris 1851. 

9) Erster Bericht über die Ereignisse in der Gebäranstalt und in der Hebammenschule 
des Catharinenhospitals zu Stuttgart von 1828 -1835. 

10) Journal des connaissances medico-chirurgicales. 9 e annee 1841 p. 28. 



Pulsfrequenz 



153 



Körperlänge und Pulsfrequenz 

a) Beobachtete Pulsfrequenzen (A. W. Volkinann) 1 ) 



mittlere Körpergrösse 
(cm) 

unter 50 

50 — 60 

60—70 

70—80 

80—90 

90 — IOO 
IOO — 1 10 
110 — 120 
120 — 130 
130—140 
140—150 

150 — 160 
160—170 
170—180 
180 — 190 
190—200 

über 200 



Pulsfrequenz 
pro Minute 

I5I.5 
139,8 
126,6 
116,5 
110.9 
106,6 
IOI,5 

93,6 

92,2 

87,7 
85,1 
77.8 

73, 2 
7i,9 
72.5 
73,4 



(darunter junge 
Potsdamer Gardisten) 



Dauer eines Pulses 
in Sekunden 

0.40 
0,43 
0,47 
0,52 
0.54 
0,56 

0.59 
0,64 

0,65 
0,68 
0,71 

o,77 
0,81 
0,83 
0,83 
0,82 



71,2 



0,84 



b) Aus den Körperlängen berechnete Pulsfrequenzen 
für die 13 ersten Lebensjahre 

Nimmt man als Pulszahl für den männlichen Erwachsenen 73, als 
Körperlänge 167,5 cm, so ist nach Eameaux die gesuchte Pulsfrequenz für 



eine jüngere Jahresklasse von der Körpergrösse X — 



73V 167,5 945,3 



y r y x 

Die folgende Tabelle nach Vier or dt, Physiologie des Kindesalters 
p. 309. 

Übrigens wirken die Lebensalter nicht bloss durch Vermittlung der Körpergrösse, 
sondern auch noch in anderer Weise. Bei gleicher Körperlänge haben die durch stärkeren 
Stoffwechsel ausgezeichneten jüngeren Altersklassen die grössere Pulsfrequenz (s. a. bei a). 
Eine diesbezügliche Tabelle bei Volkmann, 1. c. p. 433. 













Berechnete 




Beobachtete 


Körperlänge 


Berechnete 


Körperlänge 


Pulzfrequenz 


Jahre 


Pulsfrequenz 


(cm) nach 


Pulsfrequenz 


(cm) nach 


73\/ 175 




(s. p. 152) 


Quetelet 


(s. 0.) 


L i h a r z ik 












VT 


Neugeborener 


134 


50 


133,7 


50 


I50 


I 


HO,6 


69,8 


H3» 1 


80,07 


119 


2 

3 


108 
108 


79,6\ _ 0 
86,7/- 83,1 


{103,7 


93-53 
103 


109,9 
104,9 


4 


103 


93 


98 


110.8 


IOi,i 


5 


98 


98,6 


95 


118 


97,9 


6 


92.1 


104,5 


92,4 


124 


95-6 


7 


94-9 


110,5 


89,9 


129,8 


93,4 


8 


88,8 


116 


87,8 


135-2 


9L5 


9 


91,8 


122,1 


85,6 


140,2 


89,9 


10 


87,9 


128 


83,5 


145 


88,4 


11 


89,7 


133-4 


81,8 


1494 


87,1 


12 


87.9 


138,4 


80,3 


153,8 


85,8 


13 


86,8 


H3,i 


79,o 


158 


84,7 


(25 


73 


167,5 




175 


73) 



1) 1. p. 151 c. p. 431. 



154 



Physiologischer Teil 



c) Einfluss der Körperlänge au 
Gleichheit des Alters 



f die Pulsfrequenz bei 
(Volkmann) *) 



Lebensjahr 
I 

2 

3 
4 
5 
6 

7 
8 

9 

10 

ii 

12 

T 3 

14 

15 
16 

18 
19 

20 
21 

22 

23 
2 4 

25 

25-30 
30-35 
35-40 
40-45 
45-50 

50-55 
55-60 
60—65 



Gruppe, 
(kleinerer 



459 - 
715- 
785 — 
814- 

785- 
950- 
1064— 
1070 — 
1115- 
1194- 
1 170— 
1224 — 
II 12 — 
I328- 
I 121 — 
1336- 
H35 — 
1475- 
1455 — 
I428 — 
I499- 
I464- 
I467- 
I461 — 
I460 — 

1383- 
I466 — 
I4OO — 
I520- 
I4OO — 
I481 — 
I444- 
I50I- 



1 (mm) 
Wuchs) 

538 
766 
872 
930 
000 



040 

145 
174 
236 

260 
320 
370 

420 

448 

526 
560 
608 

656 

700 
668 
690 
702 
740 
656 
689 

645 
689 
646 
660 
700 
616 
620 
630 



Beobachtete 
Pulsfrequenz 

146,5 
124 

113,2 

111,7 

106 

102,5 

101 

97 
90 

93 
88,5 

913 

87,6 

89,5 
81 

81,86 

80,4 

76,2 

76 

77 

76,6 

75 
69,6 

73 

75 

71,6 

68,7 

72,3 

72,4 

74 

73,i 

76,3 

78 



Gruppe II 
(grösserer Wuchs) 

538-750 
772-847 
878—950 
930-991 
IOOO — 1 155 
IO40— 1 150 
1145 — 1295 
1180 — 1280 



1250 

1268 

1320- 

1376- 

1420- 

I448- 

1350- 

1560- 

1626- 

1663- 

1702- 

1670 

1702- 

1705- 
1741- 
1668- 
1704 
1648- 
? _ 

1647- 
1665- 
1702- 
1625- 
1623- 
1630- 



-1427 

145' 
-'495 

i 4 b7 
-1562 
-1770 
-1631 
-1780 
-1812 
-2125 
-2183 

1942 
-1992 
-1992 
-1972 
-1976 

1966 

1835 
1836 
-1822 

1765 
-1930 
-1714 
-1808 

1800 



Pulsfrequenz 

123,1 
Iii 
104.3 
HO 2 
IO2.3 

99,9 
938 
98 
89 

88 

85,9 
81 

89-3 
86,6 
81 

84,4 
82,9 

757 

78,7 

73 

73 

7i 

71,2 

7i 

65 

70,3 

64,1 

68 

66,5 

72 

64 

75>4 

75,4 



Rasse und Pulsfrequenz (Grould) 2 ) 

Die mittlere Pulsfrequenz betrug bei: 

708 Mulatten 76,97 8284 weissen Soldaten 74,84 

503 Indianern 76,31 1503 Vollblutnegern 74,02 



Sonstige Einflüsse auf die Pulsfrequenz 

Bei horizontaler Lage und Ruhe 65,01, bei vertikaler Hal- 
tung und Ruhe 74, nach Muskelbewegung 83,77 (R. v. Vivenot) 3 ). 
Liegen 66,62, Sitzen 70,05, Stehen 78,90 (Guy) 4 ). 
Im Stehen 14 (2—34) Schläge mehr als im L i e g e n (S c h a p i r 0) 6 ) 

Ausnahmen, selbst Umkehrungen, dieser Regel sind nicht so selten. 



1) 1. p. 151 c. p. 429. 

2) 1. p. 4 c. 

3) Zur Kenntniss der physiologischen Wirkungen und der therapeutischen Anwendung 
der verdichteten Luft 1868 p. 336. 

4) Guy's Hospital Reports Vol. III 1838 p. 96. 

5) Wratsch II 1881 p 493 (russisch) — Untersuchung an gesunden Soldaten. 



155 

Pulsfrequenz XxJlJ 

Bei 6 ö—Ujährigen Kindern (mittl. Alter 8,6 J.) fand Heilbut 1 ) 
eine mittlere Differenz zwischen Liegen und Sitzen von 18,6. 
Leichte Bewegung steigert den Puls um 10—20 Schläge, 
starkes Laufen auf 140 und mehr; die Steigerung bleibt — 1 
Stunde lang merkbar (Lichtenfels und Fröhlich) 2 ). 
Nahrungsaufnahme (s. a. u. b. „Chemismus des Atmens"). 

Durch die Mittagsmahlzeit resp. die „Verdauung" Steigerung um 
8_20 (16) Schläge. 

Mittagsmahlzeit ohne Wein um 13,1 (Vier or dt) 3 ) 
„ mit „ „ 17,5 

Mittl ere Steigerung der Pulsfrequenz durch die Mahlzeiten 

(E. Smith) 4 ) 

Gesamtmittel 

6 8 33 36 39 •Ja»™ Pu i s Respiration 

Frühstück 8V 2 h 14,6 16,6 16.3 13 I2 '3 )5 J-f 

Mittagessen I2 1 /, 9.3 17.6 10,6 11,5 11,3 12 2,1 

Thee 5V1 5.6 8,3 6.3 7,3 3 6,1 2,1 

Abendessen S 1 / 2 ohne bemerkenswerten Einfluss 

Die Steigerung tritt innerhalb I ( — 2) Stunden ein. 

Bei Aussetzen der Mittagsmahlzeit (nach 7stündigem Pasten) Ver- 
minderung um 1—2 Schläge (Vi e r o r d t) 3 ). Nach lOstündigem 
Pasten, morgens früh, beobachteten Lichtenfels und Fröhlich 
69,3 Schläge, 6 Stunden darauf 50, nach weiteren 4 Stunden 53,3. 
Barometerstand. Steigen des Barometers um 1 1 / 4 cm vermehrt die 

Pulsfrequenz um 1,3 p. Minute (Vieror dt) 3 ). 
Verschiedene Tageszeiten: 

Morgens ist der Puls frequenter als abends um 10 Schläge (G-uy 5 ), 
Selbstbeobachtung, sitzende Stellung) (64—54). 

Bei 9 übrigens kranken Frauen (mittl. Alter 25,4 Jahre) fand Heil- 
but 1 ) eine Differenz von 3,6. 

Schlaf: 2— 21tägige Kinder 87 (76—104) — Valleix 6 ). 

Bei Brustkindern fand A. Vog el 7 ) im Mittel 109 (92—136) Pulsschläge. 

Trousseau 8 ) giebt an: 

wachend schlafend 

14 Tage — 6 Monate 140 121 

6—21 „ 121 112 

All ix 9 ) giebt bei Neugeborenen eine Verminderung bis zu 40 
Schlägen an. — 

Über die Beziehungen zwischen Atem- uiid Pulsfrequenz s. u. 



1) Über Pulsdifferenz. Tübinger Dissertation 1850 p. 16. 

2) Denkschriften der K. Akademie der Wissenschaften in Wien. Mathemat. -natur- 
wissenschaftliche Klasse Bd. III 1852 Abtheilung II p. 113. 

3) Physiologie des Athmens mit besonderer Rücksicht auf die Ausscheidung der Kohlen- 
säure 1846 p. 93, 194 u. 257. 

4) Medico-chirurgical Transactions of the Royal medical and chirurgical Society of 
London XXXIX 1856 p. 44—47. Übersetzt im Archiv des Vereins für gemeinschaftl. 
Arbeiten zur Förderung der Heilkunde III 1858 p. 505. Weibliche Individuen mit Aus- 
nahme des 36). Beobachters. 

5) Guy's Hospital Reports Vol. IV 1839 p. 64. 

6) Clinique des enfants nouveau-nes 1838, übersetzt (Klinik der Kinderkrankheiten) von 
Br essler 1839 p 8. — 11 Knaben, 2 Mädchen. 

7) 1. p. 72 c. p. 14. 24 Individuen. 

8) 1. p. 152 c. 

9) 1. p. 76 c. p. 71. 



/ 



156 Physiologischer Teil 

Einer bestehenden Körpertemperatur (T) entspricht nach 
Liebermeister 1 ) mit grosser Annäherung eine Pulsfrequenz- 

p = 80 -f 8 (7'— 37). 

Portpflanzungsgeschwindigkeit des Pulses (m) 









In der Richtung 
nach der 0 b e r e n 


Bei Anhalten 


In der Rich- 


Beobachter 


Alter 


etc. 


des Atems und 


tung nach der 








Extremität 


Pressen 


unteren Ex- 










tremität 


Landois 3 ) 


22j. cf 
Puls 


170 cm 
65 


5.772 




6,431 


Moons a ) 




8 8,4 8,5 


7.3 7 7,6 




Grunmach 4 ) 


Erwachsener 
(raittelgross) 


5,123 


4,278 


6,620 


Grunmach 6 ) 








Richtung nach der 


C II 


»» 




c 9 


Carotis c. 6,6 


Grunmach *) 


ioj.J 1 133 
Puls 


cm gross 
96 

Zahl der 
Fälle 


3.636 


5,486 


E. H Weber 6 ) 




9.24- 


-7,92 




Tb.acb.er 7 ) 


7-15 


3 


4.63— 5-55 






u 


24—36 


7 


5,71—8,62 






,j 


40—46 


5 


7,01—8,54 







Verspätungsintervalle der Pulse (Sekunden) 



Beobachter 




Weg 
(cm) 


Erwachsene 


Weg (cm) 


Kinder 


Landois 2 ) 


I. Herzton 


: Axillarpuls 


30 


(0,137) 








.» 


: Radialis 




0,224 






»» 




: Pediaea 




o,356-(o,349) 






„ 


Axillaris 


Radialis 


50 


0,087 








»> 


• Pediaea 




0,212 






Grunmach 


Herzstoss 


Carotis 




0,10 






Czermak 8 ) 


,, 






0,087 






Thacher 7 ) 


dto. 


24 — 36 Jahre 




C,IOO 


7 — 15 Jahre 


0,096 




». 


40-46 „ 




0,141 




ioj Knabe s.o. 














(Grunmach) 


Grunmach 4 ) 


Herz 


Radialis 


83 


0,162 


60 


0,165 


Czermak 8 ) 




• ,i 


0,159 




Grunmach 




: Pediaea 


145 


0,219 


124 


0,226 


Czermak 


11 


», 


0,193 






Carotis : 


Radialis 




0,094 




0,072 


Grunmach 


1.1 


., 




0,07 








., 


: Pediaea 




0,114 




0,120 


Czermak 


,, 






0,117 








Radialis 






0,018 




0,055 


Grunmach 4 ) 


,. 


' ,, 




0,05 






Der linke 


Eiadialpuls ist gegen dei 


1 rechte 


n verspätet um 


0,01—0,03 


Sekunden 



(Beaunis) 9 J 



1) Händbuch der Pathologie und Therapie des Fiebers 1875 p. 467. 2) Die Lehre 
vom Arterienpuls 1872 p. 298—303. Die () Werte aus den andern berechnet. 3) Die 
Pulscurve 1878 p. 111. 4) Archiv f. Anatomie und Physiologie, physiol. Abtheilung 
1879 p. 431 u. 430. 5) Virchow's Archiv 102. Bd. 1885 p. 70. 6) Berichte über 
die Verhandlungen der K. sächs. Gesellschaft der Wissenschaften zu Leipzig. Mathemat.- 
physische Classe. Jahrg 1850 p. 196. — Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Spannungs- 
wellen für Kautschukschläuche wurde zu 10 — 18 m pro Sekunde bestimmt (E. H.Weber, 
Donders, Marey); Moens fand 12—16 m. 7) 1. p. 150 c. 8) Mitthei ungen 
aus dem physiologischen Privatlaboratorium in Prag 1864 p. 24 [Gesammelte Schriften 
I. Bd. 2 Abtheilung 1879 p. 715]. 9) Nouveaux t'lements de physiologie humaine. 

2Smc edit. tome second 1881 p 1027. 



Blutdruck 



157 



Celerität des Pulses 

Die Expansionszeit der Arterie verhält sich zur Kontraktionszeit beim Gesunden 

"ach "er (jltzt ILpHwte'n) Katadikrotie der normalen Pulswelle verhält sich Expansion: 
Kontraktion bezüglich der Zeit = 1 : 5-10 (Kive, Landois). 

Blutdruck 

a) in den Arterien (Vi e ro r dt) 2 ) 
Er lässt sich schätzen in den grossen, dem Herzen nahen Ar- 
terien: 

Quecksilber Blutsäule 
im Neugeborenen =111 mm = 1443 mm 
„ 3jährigen = 138 „ = 1794 „ 
„ 14jährigen = 171 „ = 2223 „ 
„ Erwachsenen = 200 „ = 2600 „ 
Bei Amputierten (!) fand J. Faivre 3 ): 
Eemoralis eines 30jährigen Manns 1 12Q mm Quecksilber 
Brachialis „ 60 „ „ j 

„23 „ „ HO „ 

Ferner ermittelte vor Amputationen Albert 4 ) für 
Art. tibial. antica (peripherer Teil) 100—160 mm Quecksilber 

beim Aufrichten eine Steigerung von 10 — 20 „ „ 
Esmarch'sche Einwickelung am andern Bern steigert den Blutdruck um 
15 mm. 

H. v. Hösslin 5 ) rechnet, unter der Annahme, dass die der stärksten 
Krümmung der Dehnungskurven entsprechende Gefässweite die mittlere 
Weite während des Lebens darstelle, für 1% Kochsalzlösung: 
beim Erwachsenen: für die grossen Arterien 1650 mm 

„ Pulmonalarterie 260 — 370 „ 

beim reifen Eötus: „ Carotis 900 „ 

„ Cruralis und Hypogastrica 500 — 900 „ 
Messungen mit Basch's S phy gm omanome ter : 
Art. tempora Iis superficialis (Eckert) 6 ), wobei links meist der 
Druck etwas höher: 

mm Quecksilber 

2_2i/ 2 Jahre 97 

3 „ 98 

4— 4*/ 2 „ 99,5 

5 „ 104 



1) Die Lehre vom Arterienpuls in gesunden und kranken Zuständen etc. 1855 p. 100. 

2) Physiologie des Kindesalters p- 316. 

3) Gazette medicale de Paris XXVIe annee 1856 p. 727. 

4) Medicin. Jahrbücher, herausgegeben von der K. K. Gesellschaft der Arzte, Jahr- 
gang 1883 p. 249. 

5) 1. p. 114 c. p. 359. 

6) Wratsch Bd. III 1882 p. 220 ff. (russisch). — Beobachtungen aus dem Elisabeth- 
Kinderhospital in St. Petersburg. Mittel aus beiden Temporales. 



158 



Physiologischer Teil 



2—6 „ {^rn/ieim) 1 ) .99,4 

6 ~ 6 72 r> 108 

7 » 110 

8 „ 111,5 
#— 72 „ (Jrnheim) 1 ) 108,9 
9-13 „ 116,4 
Erwachsene 174 
(20— 30j. Frauen) 

Art. brachialis 135, radialis 115, Differenz 10—30 mm (Rabino- 
witz) 2 ). 

Radialis: mm Quecksilber 

Gesunde Männer 145—180 v. Bäsch 3 ) 

Gesunde überhaupt 135 — 160 „ ' 

100— 130 (70— 150) Z ad ek *)_ Christeller *) 

kräftiger Mann . 133,8 (132—140) Friedmann 6 ) 

minder kräftiger Mann 119,8 (119—123) 

Frauen 140—150 Zadek 4 ) 

4|j. Knabe 44 „ 

10j. „ 56 

16£j. Jüngling 100 

Zur Unterdrückung des Radial- 
pulses ist erforderlich eine Be- 
lastung von 419 (300—600) g Waldenburg 7 ) 

550 (480—650) „ Schob el 8 ) 

über den Druck in den Lungengefässen s. u. bei ,, Atmung" fin. 

b) in den Kapillaren (N. v. Kries) 9 ) 
Nagelglied des Fingers: mm Hg 

Hand 49 cm unter dem Scheitel 37,7 
» 20,5 „ „ „ „ 29 
„ in Scheitelhöhe 24 
,, 84 cm Abstand vom Scheitel 54 



1) Zeitschrift für klinische Medicin 5. Bd. 1882 p. 383. 

2) Blutdruckmessungen an unverletzten Gefässen des Menschen und der Thiere. Königs- 
berger Dissertation 1881 p. 34. 

3) Zeitschrift für klinische Medicin II 1880 p. 96, III 1881 p. 513. 

4) ibid H 1880 p. 514 u. 515, auch Berliner Dissertation 1880: Die Messung des 
Blutdrucks am Menschen mittelst des Basch'schen Apparates. 

5) ibid. III 1881 p. 33, auch Berliner Dissertation 1880: Uber Blutdruckmessungen 
am Menschen unter pathologischen Verhältnissen. 

6) Medicinische Jahrbücher, herausgegeben von der K. K. Gesellschaft der Arzte, Jahr- 
gang 1882 p. 200 u. 201, je lOtägige Beobachtung. 

7) Die Messung des Pulses und Blutdrucks am Menschen 1880. — (Pulsuhr.) 

8) Ein Beitrag zur Messung des Blutdrucks, sowie der Stärke und Grösse des Pulses 
am Menschen. Greifswalder Dissertation 1883 p. 26. Messung mit Landois' Angiograph. 

9) Berichte der sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften. Muthemat. -physische 
Classe XXVII 1875 p. 149, auch: Arbeiten aus der physiologischen Anstalt zu Leipzig, 
mitgetheilt von C. Ludwig X. Jahrgang 1875 (1876) p. 69. Die Messung geschah mit 
Glasplättchen, die bis zum Blasserwerden der Haut belastet werden. 



Blutdruck 



159 



mm Hg 

bei normal durchströmtem Finger bis 

zum „Weissdruck" 70,5 = 9,93 g (8,75-11,45) g 

Natanson *) 

bei umschnürtem Finger 114 — 143 

Am Ohr 20 

Kapillardruck kann = V 2 — Vö des arteriellen Drucks gesetzt werden. 

c) in den Venen 

c. »/ao des -Drucks der betreffenden Arterie. 

In den grossen Venen nahe dem Herzen gilt der Druck im allge- 
meinen für negativ bei der Inspiration, für positiv bei der Exspiration. 
Doch bemisst ihn Schatz 2 ) in der Vena cava inferior in der 
Höhe der Nierenvenen für den Erwachsenen auf mindestens -+- 20 cm 
Wasserhöhe. 

Einfluss der Körperhaltung auf den Blutdruck 

Schapiro 3 ) ( Sphygmomanometer ) : 

im Liegen 123 — 148 mm Quecksilber 
„ Stehen 113 — 133 „ „ 
Friedmann 4 ) (Sphygmomanometer) : 

Stehen : Sitzen 1 : 1,03 
Sitzen : Liegen 1 : 1,06 
Stehen : Liegen 1 : 1,10. 

Widerstandsfähigkeit und Elasticität der Klappen und Gefässe 

a) Klappen 

Zum Zerreissen der Sehnenfäden der Valvula mitralis ist er- 
forderlich ein Druck von l 1 / 2 Atmosphären 

für die Semilunarklappen der Aorta 19, 20, 25 cm Quecksilber (P otain) 6 ) 
„ „ „ „ Pulmonalis 11,8— 46,8 cm „ (Barie) 6 ) 

b) Ber stungsdruck der Gefässe (Grehant u. Quinquaud) 7 ) 
Im Augenblick des Berstens beträgt der Druck auf 1 cm Arterien- 
rohr vom Menschen 13 — 25 k, und zwar sind im allgemeinen die Arterien 
um so resistenter, je kleiner ihr Kaliber. 



1) Über das Verhalten des Blutdrucks in den Capillaren nach Massenumschnürungen. 
Königsberger Dissertation 1886 p. 38, auch mitgeteilt von L. Hermann in: Archiv für 
die gesammte Physiologie 39. Bd. 1886 p. 386. Druckfläche am Pinger 10,5 im 1 Dauer 
der Belastung 15 — 20 Minuten. 

2) Archiv für Gynaecologie V. Bd. 1873 p. 217. 

3) 1 p. 154 c. 

4) 1. p. 158 c. 

5) L' Union mddicale 45me annee 1891 (Nr. 101) p. 279. 

6) Revue de medecine 1881 p. 132. 

7) Journal de 1' anatomie et de la physiologie 2lme annee 1885 p. 287. 



160 



Physiologischer Teil 



Eine normale Art. carotis oder femoralis berstet bei 7—8 Atmo- 
sphären Druck (unter patholog. Verhältnissen schon bei 5, selbst 3—2). 

Die Venen eines Tiers bedürfen zum Bersten eines etwas grösseren Drucks, als die 
Carotis desselben Tiers. 



Es reisst: 
Jahre 
21, 30 (m.), 70 
21, 70 (w.) 
41 (w.) 
21 (w.) 



c) Zugfestigkeit 



Arteria femoralis bei 140 166 
Vena „ „ 97 149 

n 358 
„ saphena int. „ 311 



170 g (Wertheim) 1 ) 



„ (Valentin) 2 ) 
„ (Wertheim) 1 ) 



d) Dehnbarkeit der Arterien 



Beobachter 



Bezeichnung 
des Gefässes 



Alter und 
Geschlecht 



ursprüngliche 
Länge (mm) 



Belastung 
50 | 200 | 1000 g 
Verlängerung auf 



Polotebnow s ) 

Hiller 4 ) 
0. Israel 6 ) 
Roy 6 ) 



» 



Luck 7 ) 



Femoralis 



Aorta de- 
scendens 

Aorta abdo- 
minalis 

Querstreifen 
aus Aorta 



Iliaca externa 

Carotis com- 
munis 



22 J. m. 



normale 
Männer 

*h 
9 

22 
26 m. 

71 

76 



75 

[Länge nach 
der Entlastung] 



50 
(5 bl- eit) 



105 mm 120 
[751 [80] 



75 g 

69,5 



(IO breit) 
18 

25 
30 
28 

45 
49 

höchste Dehnung I = I >228 

bei 24 cm Queck- > 

silber I = 1,306 



100 g Belastung 
27 
37,4 
43 
41-5 
52.5 
59-8 



165 mm 
[81] 



21,6 o/ 0 



O/o Verlängerung 
50 
49,6 

43-3 
48,2 
16,6 
22,0 

der äussere Durch- 
messer bei 2 cm 
Hg = I 



e) Elasticitätscoefficient (k pro 1 mm' 2 ) 

Arteria femoralis (30j. Mann) 0,052 (Wertheim) 1 ) 
Arterie überhaupt 0,0726 (Wundt) 8 ) 

Aorta descendens (E zunehmend mit der Belastung !) — Moens) 9 ) 
Dehnung in die Quere bei 100—450 g Belastung 0,0435 — 0,310 
„ „ „ Länge „ 100—1000 g „ 0,020—1,130 



1) Annales de chimie et de physique Ulme Serie tome 21 1847 p. 394. 

2) 1. p. 113 c. p. 791. 

3) Berliner klinische Wochenschrift 5. Jahrgang 1868 p. 362. 

4) Über die Elasticität der Aorta. Hallenser Dissertation 1884. 

5) Virchow's Archiv 103. Bd. 1886 p. 471. 

6) The Journal of physiology III 1881 p. 125. 

7) 1. p. 114 c. p. 21 u. 25. 

8) Lehrbuch der Physiologie des Menschen 4. Auflage 1878 p. 32. 

9) 1. p. 156 c. p. 105. 



Blut 



161 



Kreislaufszeit, oirkulierende Blutmassen, Herzarbeit 

nach Vi er ordt 1 ) 



Alter 



Berech- 
nete 2 ) ^ ^ 

Zeit des 
T , . durch eine pr. Sekunde 
Kreis- 



Blutmenge (g) 



Arbeit 
der 
j linken 

in 1 Minute cirkulierend Herz- 



Kammer- in die durch die 

1 aufs in Systole Aorta über- Kapillarität 
Sekunden entleert getrieben der grossen 

Blutbahn 



Puls 

Neugeborener 134 

(3,2 k schwer) 
3 Jahre 108 

(12,5 k) 
14 Jahre 87 

(34,4 k) 
Erwachsener 72 

(63,6 k) 
dto. (72 *) 72 



durch 
1 Kilogr. 
Körper 



kämm er 

pro 
Sekunde 
in 
k. m. 

0,0292 



12,1 9,06 20,2 1 214 379 

15.0 35,4 63,7 3823 306 0,1143 
18,6 97.4 H 1 8 474 2 4Ö 0,3134 

22.1 180 216 12 960 206 0,5668 8 ) 
60,9 51 + 1,8 61,2+2,2 3672 + 130 51 (Tiger atedt)*) 



Die systolisch ausgetriebenen Blutmengen (g) 



D.Passavant 5 )] 
Th. Young 6 ) j 
Volkmann 7 ) 
Vieror dt s ) 
Huxley 
A. Eick 9 ) 
Hoorweg 1 °) 
Tigerstedt 4 ) 



(Schlagvolum des Herzens) 
l 1 / 2 Unzen 



45 
45 

188 cm 3 = 1 / 4 0 0 des Körpergewichts 

180 

100 

53—77 

47,1 = 44,7 cm 3 

51 = 0,00027 des Körpergewichts 
69 berechnet aus der vermuteten Kreis- 
laufsdauer 



1) Physiologie des Kindesalters p. 314 und 316. 

2) Sie ist nach Vi er ordt (Die Erscheinungen und Gesetze der Stromgeschwindigkeiten 
des Blutes 1858, 2. Ausgabe 1862 p. 130) beim Säuger im Mittel gleich der Zeit, inner- 
halb welcher das Herz 27 (26 — 28) Schläge vollendet. 

3) Rund = 7180 Pferdekraft (ä 75 k. m,). 

4) Mittheilungen vom physiologischen Laboratorium in Stockholm, herausgegeben von 
R. Tigerstedt 8. Heft 1891 p. 242 (aus Skandinavisches Archiv für Physiologie III. Bd.). 
— Die Werte abgeleitet aus Versuchen am Kaninchen. 

5) Disputationum anatomicarum selectarum Vol. VII collegit etc.. Albertus v. 
Haller (Göttingae) 1751 p 332 (§ 5) in: Dan. Passavant, Dissertatio inauguralis 
mechanico-medica de vi cordis (1748). 

6) Philosophical Transactions of the Royal Society of London for the year 1809 
Part 1 p. 5. 

7) 1. p. 151 c. p. 209 Anmerkung. 

8) 1. c. [s. Anmerkung 2] p. 104. 

9) Untersuchungen aus dem Laboratorium der Züricher Hochschule 1869 p. 66. 
10) Archiv für die gesammte Physiologie 46. Bd. 1890 p. 179. 

VlerorUt, Dat. n. Tabell. f. Med. 2. Aufl. ]_\ 



/ 



162 



Physiologischer Teil 



Druokkraft und Arbeit beider Ventrikel 

Die Druckkraft verhält sich rechts : links 
2:5 (Goltz und Gaule) 1 ) 
1:3 (Beutner 2 ), Marey). 
Eechnet man die systolisch ausgetriebene Blutmenge zu 180 g, den 
Aortendruck zu 200 mm Quecksilber = 2 1 / 8 m Blut (nach unten abge- 
rundet), so erhält man, unter der weiteren Voraussetzung, dass die Arbeit 
des rechten Ventrikels = */ 3 3 ) der des linken sei: 

für den linken Ventrikel pro Sekunde 0,54 k. m. 

„ 24 Stunden 46 656 „ „ 
» » rechten „ „ „ 15 552 „ 

Arbeitsleistung für b e i d e V e n t r i k e 1 in 24 Stunden 62 208 k. m. 

Unter der Annahme, dass der rechte Ventrikel und die Vorhöfe 1 / s 
der Arbeit des linken Ventrikels leisten und der Voraussetzung eines 
Mehr an Sauerstoff von 7,15 °/ 0 im arteriellen Blut und eines Sauerstoff- 
verbrauchs des Herzens von 5°/ 0 (Tagesverbrauch 5251), schätzt Zuntz 4 ) 
die tägliche Herzarbeit auf 20000 k. m., die bei angestrengter 
Muskelthätigkeit sich entsprechend (4 — 6fach) erhöht. 

Geschwindigkeit der Blutbewegung in den Gefässen 

a) In den Arterien 
Sie kann für die Carotis auf c. 260 mm veranschlagt werden, eigent- 
liche Durchschnittswerte sind bei den sehr wechselnden Geschwindigkeiten 
für die einzelnen Gefässgebiete schwer aufzustellen. 

In grösseren Arterien bewirkt die Herzsystole eine Geschwindigkeits- 
zunahme von 20 — 30 °/ 0 (Vier ordt) 5 ). 
Volkmann giebt für das Pferd an: 

Carotis 300 mm, Maxillaris 232 mm, Mefatarsea 56 mm. 

b) In den Kapillaren 

0,5 — 0,8 mm pro Sekunde (Mittelschicht) bei Säugern, 

für die Netzhautkapillaren des Menschen 0,6 — 0,9 mm (Vierordt) 5 ). 

Der Transspirationskoefficient für Menschenblut ist im Mittel 0,41 (C. A. 
Ewald) 0 ), wenn der des Wassers = 1 ist. 

Der Durchmesser eines Kapillargefässes ist c. 0,009 (0,007 — 0,01 
Krause) 7 ). 



1) Archiv für die gesammte Physiologie XVII 1878 p. 100. 

2) Zeitschrift für rationelle Medicin N. F. II 1852 p. 118. 

3) Rob. Mayer nahm 1 : 2, Vierordt 3:5 an. 

4) Berliner klinische Wochenschrift 29. Jahrgang 1892 p. 367. Sitzung des Vereins 
für innere Medicin in Berlin, vom 21. Dezember 1891. 

5) 1. p. 161 Anmerkung 2 c. p. 148 u. 112. 

6) Archiv für Anatomie und Physiologie, physiologische Abtheilung 1877 p. 224 u. 1878 
p. 604, wo 0,46 angegeben ist. 

7) Anatomie I p. 318. 



Blut 



163 



Der Querschnitt sämtlicher EL örp er kapillar en ist auf 
c. 4300 cm 2 (wovon 1720 auf die ruhende Wandschicht) berechnet wor- 
den (Vier or dt) er ist somit mehr als 800mal so gross als der der 
Aorta ascendens, dieser zu rund 5 cm 2 genommen (s. o. p. 31). 

Bei einer durchschnittlichen Länge der Kapillaren von x / 2 uim lässt 
sich die in der gesamten Kapillarität der grossen Blutbahn vorhandene 
Blutmenge = 215 cm 3 taxieren (Vierordt) x ). 

c) In den Venen 

Von der Blutgeschwindigkeit in den Arterien nicht wesentlich ab- 
weichend (Cyon und Steinmann) 2 ), im übrigen sehr wechselnd. 

In der V. jugularis des Hunds fand Volkmann 3 ) 225 mm (Carotis 
des Hundes 205—329). 



Intensität der Herztöne des Menschen (H. Vierordt) 4 ) 

Die Einheit des Schalls stellt ein 1 mg schweres Bleikugel eben dar, das aus der 
Höhe von 1 mm auf eine 2400 g schwere Zinnplatte fällt. Das Mass der Schallstärke 

berechnet sich nach der empirisch gewonnenen Formel p . A°> 5 9, wo p das Gewicht des 
Kügelchens, h die Fallhöhe bezeichnet. — Die Werte sind Mittelzahlen, gewonnen an 36, 
meist männlichen, Individuen. 

4—50 Jahre 21—38 Jahre 



L 


Ton 


an 


der Herzspitze (Mitralis) 


1) 


752 


i) 


768 


n. 


n 


n 


n n 


5) 


447 


5) 


479 


i. 


n 


» 


„ Aorta 


8) 


234 


8) 


259 


IL 


n 


n 


n n 


4) 


513 


±) 


481 


I. 


n 


» 


„ Tricuspidalis 


3) 


576 


2) 


602 


n. 


n 


über dem rechten Herzen 


6) 


400 


6) 


422 


i. 


n 


an 


der Pulmonalis 


7) 


327 


7) 


332 


n. 


n 




n n 


2) 


624 


3) 


568 



Absorptionskoefficient der Blutgase 

a) für "Wasser (0°, 760 mm Druck) 

Kohlen s aue rstoff Stickstoff Beobachter 



0° C 1,7967 0,04890 0,02348 Winkler 6 ) 

15 1,0020 0,03415 0,01682 ,, 

37—37,5 °>5 6 9 — " — Setschenow 6 ) 

39,0 0,5283 — — Zuntz 7 ) 

40 — 0,02306 0,01183 Winkler 6 ) 



1) Grundriss der Physiologie 5. Aufl. 1877 p. 160. 

2) Melanges biologiques de l'academie imperiale de St. Petersbourg VIII 1871 p. 53. 

3) 1. p. 151 c. p. 195. 

4) Die Messung der Intensität der Herztöne 1885 p. 60 und 61. 

5) Zeitschrift für physikalische Chemie 9. Bd. 1892 p. 173. 

6) Mömoires de 1* academie imperiale des sciences de St. P6tersbourg XXVI Nr. 13 : 
Die Kohlensäure des Blutes 1879. 

7) Beiträge zur Physiologie des Blutes. Bonner Dissertation 1868. 

11* 



164 



Physiologischer Teil 



b) für Blut 
Kohlen- „ 

säure Sauerstoff Stickstoff Beobachter 
Hammelblut 1,547 - Zuntz') 

(1052 spec. Gewicht) lo° 

Kulbsblut 1 1,626 — _ 

(1038 spec. Gewicht " 
für Körpertemperatur 0,0262 0,0130 Loth. Meyer 2 ) 



°/ 0 -Gasgehalt des Menschen- und Tierbluts 

[Eine umfassende Gasanalyse des Menschenbluts fehlt] 

arteriell (Pf lüg er) 4 ) venös Zuntz 6 ) 

venös (Kraus) 8 ) 0° 1 m Druck Differenz gegen 
Carotis Femoralis arterielles 
Kohlensäure 33-374 28,7 29,5 + 9,2 (8,2) 

Sauerstoff (31,34-35-96) 13,9 13,99 —8,15(7,15) 

Stickstoff 1,4 1,5 



Gasgehalt des Serums 

{Auspumpbare Kohlensäure 39,9 0/ 0 p f l ü g e r c ) 
Gebundene „ 7,1,, 

Sauerstoff 0,1 „ Zuntz 7 ) 

Stickstoff 0,2,, Pflüger 

2,2 



Kohlensäure im Blut und Serum 

JCruor 46,8 °/ 0 CO 2 Zuntz 7 ) 

Hund | Serum 53,8 „ 

JBlut 46,55 „ „ Fredericq 8 ) 

Pferd | Serum 55,04 „ „ 



Sauerstoff des Hämoglobins und Spannung der Blutgase 

1 g (Hunde-)Hämoglobirj vermag bei 0° und 1 m Druck 1,2! cm 8 
Sauerstoff (= 1,59 cm 3 bei Atmosphärendruck) zu binden (Hüfner) 9 ). 



1) 1. p. 163 c. 

2) Zeitschrift für rationelle Medicin N. F. 8. Bd. 1857 p. 256 , auch Würzburger 
Dissertation (Göttingen) 1857: Die Gase des Blutes. 

3) 1. p. 131 c. p. 118 Aderlassblut der Mediana. 5 20 — 56j. Individuen. 

4) Archiv für die gesammte Physiologie I Bd. 1868 p. 288 und 289. Hund. 44 Ana- 
lysen von Carotisblut, 27 von Blut der Femoralis von Setschenow, Schöffer, 
Sczelkow, Nawrocki, Hirschmann, J. Sachs und eigene. 

5) Hermann' s Handbuch der Physiologie IV. Bd. 2. Theil 1882 p. 37 und 38. 
Berechnetes Mittel aus Tierblutanalysen von Schöffer, Preyer, Pflüger, A. Ewald, 
Finkler, P. Bert, Mathieu & Urbain. Die () sind corrigiert. 

6) Über die Kohlensäure des Blutes 1864 p. 11. Arterielles Blut. 2 Analysen. 

7) Centraiblatt für die medic. Wissenschaften V 1867 p. 530. 2 Analysen. 

8) Recherches sur la Constitution du plasma sanguin 1878 p. 49. 8 Analysen. 

9) Zeitschrift für physiolog. Chemie I 1877—78 p. 389. 



Atmungsfrequenz 



165 



Sättigung des Bluts mit Sauerstoff zu 9 /io tritt bei Zimmer- 
temperatur bei einem Partialdruck von 14—16 mm, bei Körpertemperatur 
erst bei einem solchen von c. 100 mm ein (P. Bert) *); bei 15 mm (und 
Körpertemperatur) ist das Blut nur etwa zur Hälfte mit Sauerstoff ge- 
sättigt. 

Spannung der Kohlensäure des Sauerstoffs 
(Str assb urg) 2 ) 

im normalen. Arterienblut 2,8 % 3,9 % einer Atmosphäre 

„ venösen Herzblut 5,4 „ 2,9 „ „ „ 



Atmung 

Atmungsfrequenz pro Minute 

Erwachsener 16 — 18 Atemzüge 

20 (16—24) Hutchinson 3 ) 

19,35 (Euef) 4 ) 

16 Quetelet 5 ) 

13,5 Funke 6 ) 

12 (11,9) Vierordt 7 ) 

Neugeborener (wachend) ca. 40 

(58) (Gorham) 8 ) 
46 (Rennebaum) 9 ) 
44 (Quetelet) &), (Allix) 10 ) 
35 (Mignot) 11 ) 
23—44 (Monti) 12 ). 



1) La pression barometrique 1878 p. 683 ff. 

2) Archiv für die gesammte Physiologie VI 1872 p. 96. Hundeblut. 

3) Artikel „Thorax" in T o d d ' s Cyclopaedia of Anatomy and Physiology Vol. IV 
1852 p. 1085. 1731 Individuen. 

4) mitgeteilt von Rameaux, 1. p. 152 Anmerkung 1 c. p. 27 u. 28. 100 18 — 40j. 
Arbeiter der Strassburger Tabaksfabrik. Puls 77, 89. 

5) 1. p. 6 c. [Riecke] p. 395 und 394. 

6) Lehrbuch der Physiologie 2. Auflage 1. Bd. 1858 p. 369. 

7) 1. p. 155 c. p. 19. Bei vollkommener körperlicher Ruhe. 75,5 Pulse. 

8) London medical Gazette Vol. XXII 1838 p. 203. 

9) Die Athmungscurve des neugeborenen Menschen. Jenenser Dissertation 1884 p. 29. 

10) 1. p. 76 c. p. 25. 

11) 1. p. 152 c. 

12) Österreichisches Jahrbuch für Paediatrik IV. Jahrgang 1873 (1874) p. 175. 



/ 



166 



Physiologischer Teil 



Bespiration und deren Verhältnis zum Puls in verschiedenen Lebens- 



altern (s. a. p. 151, 152, 155) 


Alter 


Beobachter 


Ge- 
schlecht 


Respiration 
pro Minu 


Puls 

te 


Respira- 
tion : Puls 

1 : 



)) 
>( 



6 Wochen 
bis zu 3 Jahr 

1 — 4 Jahre 

2- 5 
5 
6 

8 

6 — io 
6V.-H 

IS — 20 
20—25 
25—30 

33 
36 
39 

30—50 „ 
Erwachsener 



Ii 
» 



Salathe *) 
Allix 2 ) 
Monti 2 ) 

Barthez und Rilliet 8 ) 

Quetelet 2 ) 

E. Smith 4 ) 

Barthez und Rilliet 
Rameaux 5 ) 
Quetelet 



Smith 4 ) 



Quetelet 2 j 



m. 
w. 
w. 

m. 
m. 
in. 
m. 
w. 
m. 
w. 
m. 



52 
35-40 
20—36 
20—32 

26 

20,6 

20,8 
20—28 
21,5—24,9 

20 

18,7 

16 

18,3 

17,8 

17,8 

18,1 

(18— )16 



130 



94. 2 
80 



6 9,5 

69,7 

7i 

73,4 
72,2 

61 
70 
72 



2,5 



3,38 

4-5 

3,9 



3,48 
3,73 
4,44 
4 

4,1 

3,4 
3,87 
(4-)4,5 



Sonstige Einflüsse auf die Atmungsfrequenz 

Körperhaltung: (Guy) 6 ) bei 64 Pulsen 

Liegen 13, Sitzen 19, Stehen 22. 
Neugeborener atmet bei senkrechter Körperlage 1 / 3 häufiger. 
Nahrungsaufnahme (s. a. p. 176) steigert die Atmungsfrequenz; wäh- 
rend der „Verdauung" ist sie 1,72 Atemzüge p. Minute höher (wenn 
vorher 7 Stunden lang keine Nahrung zugeführt war), die Mahlzeit, bei 
gewöhnlichem Regime, steigert, ob mit oder ohne Wein, um 1,22 (V i e r- 
ordt) 7 ). 

Aussetzen der Mittagsmahlzeit bedingt Verminderung um c. V 2 Respi- 
ration (Vi er or dt) 7 ). 

Temperaturerhöhung der Aussenluft vermindert die Respiration 
für 1 0 C pro Minute etwa um 0,054. Bei 8,47° wurden 12,16, bei 
19,4 11,57 Respirationen im Mittel gefunden (Vierordt) 8 ). 

Barometerstand. Ein Steigen des Barometers um c. l 1 /^ cm ver- 
mehrt die Atemzüge um 0,74 p. Minute (Vierordt) s ). 

Jahreszeit. Im Frühling ist die Frequenz um 32% grösser, als Ende 
Sommer (E. Smith 9 ). 



1) Recherches sur les mouvements du cerveau. These de Paris 1877. 

2) 1. 1. p. 165 c. c. 

3) TraUe" . . . des maladies des enfants. 2eme edition, tome premier 1853 p. 39. 

4) 1. p. 155 p. 37 u. 40. 

5) 1. p. 152 Anmerkung 1 c. 

6) Dr. Hooper's Physician's Vademecum. New edition etc. by Guy 1842. 

7) 1. p. 155 c. p. 93—95. 

8) 1. p. 155 c. p. 257 und 79. 

9) Proceedings of the Royal Society of London Vol. IX 1859 p. 613. 



Atmungsfrequenz, Atmungsgrösse 



167 



Schlaf (s. a. p. 179) 

Im schlafenden Erwachsenen Verminderung der Atungsmfrequenz 
um c 1 / (Q u e t e 1 e t). Beim K i n d ergiebt eine Zusammenstellung : 

Gorham 1 ) Allix 1 *) 
Schlaf Wachen Schlaf 

senkrechte z. Theil wagerechte 
Körperhaltung 

Neugeborene bis zum 10. Tag 41 5 8 4 6 37 

3 _ 4 Wochen (A. Vogel) 2 ; 26,4 — — 

c — 10 Monate — — 44-3 37 

4~« „ 26 38 38,4 29,9 

2-4 Jahre 2 3 ,S 28,5 37,6 29,3 

Verschiedene Tageszeiten (s. a. p. 176 u. 179). — Vier- 
ordt) 8 ): 

Morgens sinkt die Atemfrequenz bis Mittag (10 h 11,9, 12 h 11,5) 
steigt unmittelbar nach dem Mittagessen (lh 12,4) 
erreicht ein Maximum eine Stunde nach demselben (2 h 13,0) 
und sinkt dann wieder bis zum Abend (7 h 11,1). 
Guy (s. o.) giebt morgens 17, abends 18 an. 

Atmungsgrösse 

pro Exspiration (bei ruhigem und un- 
befangenem Atmen) „Atmungsluft" = 500 cm 3 (Vi er or dt)*) 

pro Minute pro Stunde pro 24 Stunden 

bei 12 Atemzügen 6000 cm 8 360 000 cm« 8640OOO cm» 

nach Regnard 6 ) bei einem Mann 

von 160 cm Höhe u. 60 k Gewicht 55° OOO-600 000 I 3200000 

— 14 400 000 

pro Inspiration bei 18— 29j. Individuen (Gr aziadei) 6 ) 

pro Viertelstunde 
männlich 143 300 cm 3 

(114 200—171 300) 
weiblich 142 700 cm 3 

(114 200—197 500) 

die tägliche Schwankung nach E. Smith 7 ) II 469 500 

— 22 939 IOO 

Neugeborene pro Inspiration 40— 50 cm 3 (All ix) 8 ) 

„ Exspiration (E ck e r 1 e i n) 9 ) 35 

1. Tag 2. Tag 8. Tag 9/10. Tag 
pro Minute ruhiges Atmen 1400 21 00 2600 — 

(E cke r lei n) 9 ) (51 Respirationen) 

tiefes Atmen 1700 3OOO 3200 3300 

Schreien (42 Resp.) 2500 



1) 1 p. 165 c. l a ) 1. p. 76 c. p. 26 und 20G. 

2) 1. p. 72 c. p. 15. 22 Individuen. 3) 1. p. 155 c. p. 70 und Tafel am Schluss. 

4) Genau 507 bei 37° und 758 mm Druck (=446,5 b. 0° und 760 mm) nach zahl- 
reichen Versuchen. 1. p. 155 c. Ältere Angaben bei Vierordt, Artikel Respiration in 
Wagner 's Handwörterbuch der Physiologie II 1844 p. 836. — Wesentlich höhere Werte 
bei allerdings nur 6,3 Atemzügen giebt Speck (Archiv für experimentelle Pathologie und 
Pharmakologie XII 1880 p. 19 und 24), nämlich 1135 und 1031 cm 8 . 

5) Recherches exp6rimentales sur les variations pathologiques des combustions re- 
spiratoires 1879 p. 135 und 143. 6) Gazzetta degli ospitali 1886 Nr. 89 u. 90. 

7) The Lancet 1857 Vol. I p. 480 (Sitzung der Royal Society vom 30. April 1857). 

8) 1. p. 76 c. p. 31. 

9) 1. p. 33 c. p. 165 u. 166. 



168 



Physiologischer Teil 



1,11 
1 

1,13 



E. Smith 2 ) 

pro Minute 



8733 3 ) 
7373 3 ) 

13091 
16844 

5767 3) 



1,18 
1 

1,9 
2,3 
7») 
0,8 



Einflüsse auf die Atmungsgrösse 

Körperhaltung und Bewegung 

Panumi) Hutchinson 

pro Atemzug 

Sitzen 630 (446—611) = 1 
Liegen 743 (622—907) = 1,18 
Stehen 850 (758—1021) = 1,35 
Gehen 2 Meilen (3,2 km) pro Stunde 

» 3 » (4,8 „) „ „ 
grosse Anstrengung (Tretrad) 
Schlafen 

Jahreszeit: im Frühling die Atmungsluft grösser um 80% als^Ende 

Sommer (E. Smith) 4 ) 
ferner ist: 

Atmungsluft gesteigert pro Minute (Vierordt) 5 ) 

um 

durch Mittagsmahlzeit 

„ Körperbewegung (als Nachwirkung) 
„ Abnahme der Aussentemperatur 
um 1° C 

[bei 8,47 0 6672 cm 3 p. Minute 
„ 19,40 0 6016 „ „ „ ] 
„ Steigen des Barometers um l*/ 4 cm 586 
verringert durch Eüllung des Magens insofern, als grosse 
Elüssigkeitsmengen die Quantität der Exspirationsluft um je 1 cm 3 pro 
24 cm 3 Flüssigkeit verringern (Gerhardt) 6 ). 



c. 680 cm 3 (s.a.p. 176 u. 177) 
c 300 „ 

60 ' 



Zeitliche Verhältnisse der Atmung 



Vierordt und 
G. Ludwig 7 ) 
Mosso 8 ) 

J. E Ewald 9 ) 
Eennebaum 10 ) 
dto. 

H. Weber 11 ) 

Dauer eines ga 



Frequenz etc. 

7 Jahre 
20-51 „ 

im Schlaf 



Inspiration : Exspiration und 

19-24 



Pause 



10 




IO 




8 


12 


IO 


12 


1 1 


12 


9 


IO 


9 


13 


36,7 


63,3 


(40,9 %) 


(59,i o/o) 



vacat* 
5 



13 
46 

Neugeborene 
58 

Neugeborene 

nzen Atemzuges beim Erwachsenen 3—3,8 Sekunden (Valentin) 12 ). 

1) Archiv für die gesammte Physiologie I 1868 p. 152. 4 Erwachsene. 

2) Philosophical Transactions of the Royal Society of London for the year 1859 Part 
II p. 709. Mittlere Atmungsgrösse = 647 cm pro Respiration. 

3) s. Anmerkung 7 auf vor. Seite. 

4) 1. p. 166 Anmerkung 9 c. 5) 1. p. 155 c. p. 256 u. 257, 79. — Die Werte 
Vierordt's beziehen sich auf 37° C und 28" par. = 758 mm Barometerstand. 

6) Lehrbuch der Auscultation und Percussion 4. Aufl. 1884 p. 100. 

7) Archiv für physiologische Heilkunde 14. Jahrg. 1855 p. 259. 4 männliche Versuchs- 
personen. 8) Archiv für Anatomie und Physiologie, physiolog. Abtheilung 1878 p. 441. 

9) 1. p. 108 c. p. 477. 10) 1. p. 165 c. p. 28 u. 29. 11) Über physiologische 
Athmungsbewegungen des Kindes im Uterus. Marburger Dissertation 1888 p. 13. 
12) 1. p. 113 c. p. 532. Berechnet nach Quetelet. 



Vitalkapacität 



169 



Übersieht über die Lungenkapacität 



Maximal- 
füllung 
des Re- 
spirations- 
apparates 



Den 



Residualluft („rückständige Luft") I20O cm 8 

Reserveluft („Ergänzungsluft") IÖOO 

Atmungsluft 500 

Komplementärluft („Hilfsluft") 1670 , 

Ventilationskoefficient (Gröhant) 1 ) 0,113 

schwer abschätzbaren Luftraum von der 



I 



Pulmonal- 
kRpacität 
(Gre- 
ll a n t) *) 



! 



2800 cm 3 

Vitalkapacität 
(Hutchin- 
son) 2 ) 
3370 cm a 



der Bronchiolen in die 
unter 130 (Zuntz) 3 ). 



Nasenöffnung bis zum Ubergang 
Infundibula kann man auf c. 100 cm 3 veranschlagen, jedenfalls 



Vitalkapacität des Erwachsenen (cm 3 ) 

Männer 

Hutchinson 2 ) (Engländer) 377° 
F. Arnold 4 ) 172 (resp. 160) Grösse, 85 (82) Brustumfang 3660 

Rosenthal 5 ) (für den Kontinent) c. 3200 
Schneevogt 6 ) (Holländer) für 150 cm Körpergrösse [ 2 35°] 

Waldenburg 7 ) (mittlere Grösse) 3000— 4000 

Knauthe 8 ) für 165— 175 cm Grösse 3500— 4000 
Pick 9 ) 



2800 (1800— 3900) 



Weiber 

2550 
c. 2500 
2000 
2000 — 3000 
2000 — 3000 



Mittel c 3400 



2500 



Alter 

Jahre 

3-4 
5-7 
8-9 

10 

11 

12 

13 



Vitalkapacität bis zum 19. Jahr (cm 3 ) 

Schnepf 10 ) Wintrich 11 ) Pagliani 12 ) Kotelmann 13 ) Verhältnis 13 ) 

(Strasburg) Alter (Erlangen) (Turin) (Hamburg) - des " der 



4OO—500 
900 

1383 
I350 

1845 
1863 

2131 

2489 



Erwach- 
sener 
(170 cm 
gross) 



Jahre 

7 
9 
10 
11 
12 

13 
14 
15 
16 

17 
18 

19 



m. u. w. 



1396 
1840 

1452 
1694 
1480 



m. w. 
(ärmere (Erzieh- 
ungsin- 



Bevöl 
kerung) 

1660 
1770 
1860 
2045 
2IOO 
2445 
2485 
2660 

3115 
3125 



stitut) 

15OO 

1585 
1776 
I930 
2IOO 

2233 
2223 

23OO 
2325 



3891 





Jährliche 


Thorax- 
umfangs 


Körper- 
länge 




Zunahme 


zur Vitalkapacität 


1771 


94 
157 
155 

93 
226 


26,9 


13,8 


1865 


27,6 


H,3 


2022 


29,1 


14,2 


2177 


30,5 


15.6 


2270 


3L4 


15.9 


2496 


261 


32,8 


16,8 



495 
301 



43,5 



23.3 



3300 



1) Journal de l'anatomie et de la physiologie I 1864 p. 522. 

2) Medico-chirurgical Transactions of the Royal . . . Society of London. Vol. XXIX 
1846 p. 138, übersetzt von Samosch 1849: von der Capacität der Lungen und von den 
Athmungsfunktionen etc. 3) 1. p. 164 Anmerkung 5 c. p. 100. 

4) Über die Athmungsgrösse des Menschen 1855 p. 112. 

5) Hermann's Handbuch der Physiologie 4. Bd. 2. Theil 1882 p. 268. 

6) Zeitschrift für rationelle Medicin N. F. 5. Bd. 1854 p. 27. 

7) Die pneumatische Behandlung der Respirations- und Circulationskrankheiten etc. 
2. Aufl. 1880. 

8) Artikel Spirometrie in Eulenburg's Realencyclopaedie 2. Aufl. 18. Bd. 1889 p. 509. 

9) Zeitschrift für klinische Medicin 16. Bd. 1889 p. 24. 

10) Gazette medicale de Paris 1857 Nr. 21, 25, 39. 

11) 1. p. 65 c. p. 87. 

12) Untersuchungen zur Naturlehre des Menschen und der Thiere XII. Bd. 1881 p. 913. 

13) 1. p. 6 c. 



/ 



170 



Physiologischer Teil 



Vitalkapacität und Körpergröase (Arnold 1 ) u. a.) 

Körperlänge Vitalkapacität 

( cm ) (cm 8 ) Differenz 

«54.5 — 157 2635 

J 57 —159,5 2841 206 

159,5—162 2982 I J I 

162 -164,5 3167 5 

164,5-167 3287 120 

167 —169,5 3484 197 

169,5—172 3560 

172 —174,5 3t>34 

*74,5— 177 3842 

l 77 —179,5 3884 

179,5—182 4034 

4454 



182 



74 
208 
42 

150 
420 



Durchschnitt 3484 für je 2% cm Länge in cm 8 
auf 1 cm Differenz in der Körpergrösse kommt somit ein durchschnitt- 
liches Mehr von 44 cm 3 Ausatmungsluft. Arnold 2 ) berechnet (wie 
Simon) für 17 — 30jährige Männer eine Zunahme von je 150 cm 3 für je 
2 1 / 2 cm Körperlänge, also 60 cm 3 pro 1 cm, für Weiber 40 pro 1 cm. 

Schnepf 3 ) (männliches Geschlecht) und Wintrich 4 ) (beide Ge- 
schlechter) geben an: 

Ta u ro cm 8 für lern cm 3 für 1 cm 

J a n r e „ .. .. Jahre Tr .. 

Korpergrosse Körpergrösse 

unter 6 4,5 (Wintrich) 16— 18 20,65 

6-8 9,5 6,5—9 18—20 23,40 

8—10 11,4 9 — 11 20—25 23,25 

10—12 12 11 —13 25—30 22,98 

12—14 14,17 13 —15 40—50 21 
14 — 16 16,44 

Fetzer 6 ) fand im Mittel für : cm cm 3 

kleine Rekruten (157 — 165) 3800 

mittelgrosse „ (165,5 — 175) 4 000 

grosse „ (175,5 u - mehr ) 44°° 

Für 20 — 40 Jahre rechnet Wintrich pro 1 cm Körperlänge 
bei Männern 22 — 24 cm 3 I 

„ Weibern 16-17,5 „ ] Vi&evenz 6-6,5 cm 3 

^ _,. _ . / (Vitalkapacität) \ , 

Der Ziemssen sche Quotient I V~ ; — I verlangt für 

V Körperhöhe ) 

eine gesunde Lunge bei Männern über 18, bei Weibern über 12 
(Com et) 6 ). 

1) 1. p. 169 p. 30. Mittel aus 204 Beobachtungen von Hutchinson, G. Simon 
(Über die Menge der ausgeathmeten Luft bei verschiedenen Menschen etc. Giessener 
Dissertation 1848) und eigenen. 17 — 30j. Männer. 

2) 1. c. p. 27 u. 112. 204 männliche Fälle von Hutchinson, Fabius (De spiro- 
metro ejusque usu. Amsterdamer Dissertation 1853, im Auszug in: Zeitschrift für rationelle 
Medicin N. F. 4. Bd. 1854 p. 281 ; für die 116 Weiber Fälle von Fabius, Simon, Arnold. 

3) S. vorige Seite. 

4) 1. p. 65 c. p 98. 

5) 1. p. 3 c. p. 164 u. 165. 

6) Einige spirometrische Beobachtungen nebst einem Rückblick auf die bis jetzt auf- 
gestellten Methoden zur Bestimmung der physikalischen Vitalcapacität. Münchener Disser- 
tation 1884 p. 44. 



Vitalkapacität 



171 



Sonstige Einflüsse auf die Vitalkapacität 

Körperhaltung (Hutchinson) 1 ) 

Bauchlage 3608 = 0,96 Sitzen 4182 = 1,11 
Kückenlage 3772 = 1 Stehen 4264 = 1,13 

Wintrich 2 ) fand an sich selbst (175 cm Grösse) im Sitzen und 
Stehen 4040 cm 3 , in Rückenlage 4020 , bei schwächlichen Individuen 
Differenz zwischen Liegen und Stehen von 100—300 cm 8 . 

Nah rungsaufn ahme: Verminderung durch dieselbe 80 — 200 cm 3 

(Wintrich) 2 ) 
} Verminderung durch dieselbe 100 — 200 „ 

(Arnold) 3 ). 

Körpergewicht ohne besonderen Einfluss (Arnold) 3 ). 
Brustumfang: für je 2 1 /» cm Brustumfang Zunahme um 150 cm 3 
(Arnold) 3 ). 

Rumpf in halt: Das aus Thoraxumfang und Bumpfhöhe approxi- 
mativ berechnete Eumpfvolumen (ff) steht zur gefundenen Vitalkapacität (L) 

in nachstehendem Verhältniss - (Lungenkapacitätsquotient) 

insgesamt Männer Weiber 

C. W. Müller (Landbewohner)*) 6,94 6,98 6,89 
„ (Stadtbewohner) 8,05 — — 

Schönfeldö) — 7,74 8,59 

Alter: Maximum im mittleren Alter, vom (30. — )35. Jahr (Hut- 
chinson), von da an fällt die Kapacität pro Jahr durchschnittlich um 
24 cm 3 , nur im Lustrum 45 — 50 schneller, d. h. 58 pro Jahr. Gresamt- 
ahnahme 890 cm 3 . Von der Pubertätszeit bis zum 25. Jahr jährliche 
Zunahme 32 cm 3 , vom 25. — 30. Jahr nur noch 3 cm 3 (Arnold nach 
Hutchinson) 8 ). 

Gr e schl echt (s. a. p. 169 u. 170): Bei sonst gleichen Verhältnissen 
ist die Vitalkapacität der Weiber = 3 / 4 von der der Männer zu setzen. 



1) 1. p. 169 c 

2) 1. p. 65 c. p. 100. 

3) 1. p. 169 c. p. 59, 47 und 56. Die Angaben für den Brustumfang sind aus 202 
Fällen von Fabius und Simon berechnet. 

4) Die vitale Lungencapacität und ihre diagnostische Verwerthung. Göttinger Disser- 
tation (Leipzig) 1868. 

5) Ein Beitrag zur Lehre von der Spirometrie. Berliner Dissertation 1882 p. 23. 

6) 1. p. 169 c. p. 81 berechnet aus 1775 Fällen. 



172 



Physiologischer Teil 



Residualluft 

cm 8 

[Goodwyn 1 ) 1787,6] 

Davy ). 672 bei einer Vitalkapacität von 3493 

[Gröbant 8 ) incl. Reserveluft (s. p. 169) 2190— 3220J 
[Le Fort 4 ), die nach Eröffnung des Thorax 

von selbst entweichende Luft = 750] 

Le Fort, nach dem Collaps in der Lunge 

zurückbleibend 330 
B.Jacobson 6 ) (verbessert v. L. Hermann) 914,5 
K 0 c b s c 

Be renstein 7 ) 7 6 4 Männer 796 

1» Weiber 478 

Verhältnis der Residualluft zur Vitalkapacität 1 : 4—5 

Gad ö ) rechnet den Residualluftraum = 0,58 (0,50—0,65) der Vitalkapacität. 



Respiratorische Bewegungen des Brustkorbs (mm) 

(s. a. p. 66 — 68) 

a) Absolute Exkursionen (Sibson) 9 ) 

bei ruhigem bei sehr tiefer 

Atmen Einatmung 

auf der Mitte des Brustbeins zwischen den Gelenken 

der zweiten Rippen 0,8 — 1,5 25 

am Knorpel der 2. Rippe 0,8 — 1,8 55 

>, ), 5. „ 0,5 — 1,8 23,8 

an „ 6. „ 0,8—1,3 15 — 17.5 

„ „ untersten Stelle des Brustbeins 0,5 — 1,5 23,8 

„ „ 10. Rippe 2,3—2,5 I5—I 6 ,3 

in der Mitte des Bauchs 6,3 — 7,5 22,5 — 25 
Sternoclaviculanoinkel bei Inspiration grösser um links I 

rechts 



\ifl] (Oft er ding er) 10 ) 



1) On the connexion of life with respiration etc. 1788, übersetzt von Ch. F. Michaelis 
1790 : E. Goodwyn's erfahrungsmässige Untersuchungen der Wirkungen des Ertrinkens, 
Erdrosseins etc. — Bestimmung an 4 Leichen. 

2) Researches, chemical and philosophical chiefly concerning nitrous oxide and its re- 
spiration 1800, übersetzt [Nasse] etc. chemische und physiologische Untersuchungen über 
das oxydirte Stickgas und das Athmen desselben. 2. Theil 1814 p. 78. 

3) 1. p. 169 c. 

4) Recherches sur l'anatomie du poumou chez l'homme. These de Paris 1858 p. 51. 

5) Archiv für die gesammte Physiologie 43. Bd. 1888 p. 440. 49j. u. 53j. Mann. 
Bestimmung an der Leiche. 

6) Zeitschrift für klinische Medicin 7. Bd. 1884 p. 497 u. 498. Mittel aus Bestim- 
mungen an 3 Männern. 

7) Archiv für die gesammte Physiologie 50. Bd. 1891 p. 363. 16 Männer, 3 Weiber, 
ferner : Ein Beitrag zur Bestimmung der Residualluft beim lebenden Menschen. Dorpater 
Dissertation 1891 p. 43, wo 807 statt 796. 

8) Tageblatt der 54. Naturforscherversammlung zu Salzburg 1881 Nr. 8. 

9) Medico-chirurg. Transactions XXXI 1858 p. 353. Die mit S.'s ,,Cheast-measurer" 
gewonnenen Werte sind umgerechnet. 

10) Über die Stellung des Schlüsselbeins und deren Veränderung beim ruhigen Athmen 
etc. Hallenser Dissertation 1883 p. 26 und 21. Die Spitze des Winkels liegt in der 
Incisura semilunaris des Brustbeins, die Schenkel sind eine von dort zum prominirendsten 
Punkt des Akromialendes der Clavicula gezogene Linie und die Mittellinie des Brustbeins. 
Der Winkel beträgt im Mittel rechts 105,3°, links 105,7. 



Thoraxbewegung 



173 



b) Relative Exkursionen des Brustbeins und Epigastriu 
bei beiden Geschlechtern (Riegel) 1 ) 



Männer 




Weiber 








Griff 


Körper 


Schwert- 
fortsatz 


Epi- 
gastrium 




Schwert- 
fortsatz 


Griff 


Körper 


gastrium 


I 
II 
III 
IV 
V 
VI 




I 
I 

i,3 
1,8 

1,2 
1,1 


i,5 
i,i 

IO 

3,7 

i,5 
i,8 


4.5 
6,6 

12 

ii,4 
6,8 

7,2 


I 
II 
III 
IV 
V 
VI 




x,8 
i,5 
1,4 
5 

i,i 

3,8 


1,2 

1,3 
3,1 
i 

2,5 


0,73 
0,63 

i,5 
1,9 
1,6 
1,8 


Durch- 
schnitt 


I 


1,2 


3,3 


8,1 




I 


2 ,4 


1,7 


i,3 6 



c) Atmungsdruck 
(mm Quecksilber) 



Beobachter 


Art 
der Atmung 


Verhalten des 
Eespirationstractus 


Inspiration 


Exspiration 


Valentin 2 ) 


möglichst ruhig 


Atmen durch den Mund, Nase 




3,6 


geschlossen 


4 






Ausatmen durch Mund und Nase 




3,6—5,4 






zugleich 




+ 62 


Hutchinson 3 ) 


gewöhnlich 




— 50 




„schwach" 




- 38 


+ 5° 


Donders 4 ) 


ruhig 


offener Eespirationstractus 


— I 


+ 2—3 


,, 


tief 


luftdichter Abschlufs von Mund 
u. Nase, Manometer im Nasenloch 


- 57 


+ 87 


J. E.Ewald 5 ) 






0,1 


0,13 






— 0,2 


+ 0,2 


Mordhorst 6 ) 




ruhiges Atmen 


(Grenzwerte : 








- 0,5 


+ 5) 


Eichhorst 7 ) 


ruhig 




Männer — 44 
Weiber 26 


+ 60 
36 




forcirt 




— 60 bis 70 


80 



1) Deutsches Archiv für klinische Medicin XI 1873 p. 379. 

2) 1. p. 113 c. p. 530 u. 531. 

3) 1. 165 c. p. 1061. 

4) Physiologie des Menschen, aus dem Holländischen von Fr. W. Theile I. Bd. 1856 
147 u. 414. 

5) 1. p. 108 c. 

6) Deutsche medicinische Wochenschrift 13. Jahrgang 1887 p. 44 u. 45. 

7) Lehrbuch der physikalischen Untersuchungsmethoden 3. Aufl. I. Bd. 1889 p. 194. 



174 Physiologischer Teil 

Lungen elasticität und intrapleuraler Druck 



Hutchinson ') 
Donders 2 ) 



Perls :i ) 
Aron 4 ) 



29 j. Mann 

Ende einer gewöhn- 
lichen Exspiration 
gewöhnl. Inspiration 
tiefe 

für beide Lungen 

39 j. Frau mit rechts- 
seitigem Empyem 

Liegen 

Sitzen im Bett 
Sitzen auf dem Stuhl 
Sitzen bei möglichst 
entfalteten Lungen 



Quecksilber mm Wasser 
4-5 
7-5 



[6] 

9 \ taxierte 
30 / Werte ! 



61 
100 



66 



intrapleuraler Druck 
— 4,5 bis — 6,85 mm Queck- 
silber 



Inspiration 

— 4 

— 4.52 

— 5- 1 

— 6,8 S 



Exspiration 

— 1,9 

— 2,5 

— 3 

— 3,9 



wenn 
Luft = I 



Sauerstoff 
Stickstoff 
Kohlensäure 



Diffus ionsgeschwindigkeit 
für Stickstoff = 0,85 
„ Sauerstoff = 1,60 
„ Kohlensäure = 45,1 

°/ 0 Zusammensetzung der Atmungsluft 
Einatmungsluft Ausatmungsluft 
Gewichtsteile Volumteile Volumteile Temperatur 

23 % 20,96 o/ 0 I5 , 4 0/ 0 36,3° 

77 79,o 79,3 

0,03-0,04 4,3 (5,5—3,3) (Vi er or dt) 

Temperatur der (Aus -)Atmungs- und Nasenluft. 





Art der Atmung 


Temperatur (C °) 


bei Nasenatmung 




mehr als bei 






eingeatmet ausgeatmet 


Mundatmung 



Valentin 5 ) 

>> 
>) 

Grehant ?) 



Morell 
Mackenzie 7 ) 

Aschenbrandt 8 ) 

Kayser 9 ) 
Bloch 10 ) 



Einatmung durch 

den Mund 
Einatmung durch 
die Nase 
Mundinspiration 
Naseninspiration 



+ 0,6 bis 20° 
- 6,3 
+ 4*>9 
0 



22" 



8° Od. 12° 



IO— 12 v 



35-9-37.5 
29,8 

38,1 
339 



H.4 l 

|2,0 / 



3 

32 

3<M- 

[,,über 
c. 31 



35,3 

Thermometer in 

Pharynx 
30,2 | Erwär- 
30"] > mung in 
I der Nase 



i,5 



o,5 
i,5—2,° 



Die ungefähre Erwärmung der Inspirationsluft (Temperatur = t) in der Nase giebt 
für den (nichtfiebernden) Gesunden die Formel (Bloch): E = 5 / 9 ( 3 ? — 



1) 1. p. 165 cit. p. 1059. 

2) Zeitschrift für rationelle Medizin N. F. III. Bd. 1853 p. 315 [u. 1. p. 173 cit. 
p. 400]. 

3) Deutsches Archiv für klinische Medizin VI. Bd. 1869 p. 25. 

4) Virchow's Archiv 126 Bd. 1891 p. 523. 

5) 1. p. 113 cit. p. 843. 

6) Recherches physiques sur la respiration de l'homme. These de Paris 1864 p. 29. 

7) Die Krankheiten des Halses und der Nase, übersetzt von Fei. Sem on. II. Bd. 
1884 p. 515. 8) Die Bedeutung der Nase für die Athmung 1886. 

9) Archiv für die gesammte Physiologie 41 Bd. 1887 p. 132 u. 133. 
10) Zeitschrift für Ohrenheilkunde 18. Bd. 1888 p. 215. 



Atmungsgase 

Absorbierter Sauerstoff (g) pro Stunde (Hirn) 1 ) 

Alter Gewicht (kg) Ruhe Bewegung 

Mann 42 Jahre 85 32,8 >4 2 >9 

42 63 27,7 120,1 

47 73 27 128,2 

18 „ 52 33.2 92,5 

Weib 18 „ 62 27 108 



175 



Absorbierter Sauerstoff pro Minute bei Ruhe und 
verschiedener Gangart (Zuntz) 2 ). 



ruhiges Stehen 
fast horizontaler Gang 
Gehen bergauf 

für 1 m Weg 
„ 1 km Steigarbeit 



Weg 
(m) 



Steigarbeit 
kg 



Sauerstoff- 
verbrauch 
cm 3 

263,75 
763.0 
1253,0 

Sauerstoff 



Kespirat. 
Quotient 



74.48 32.27 
67,42 4°3.72 

0,1095 cm 

1.4353 

Grenzwerte (bei 4 Versuchspersonen) 0,0858—0,1682 für horizontale Bewegung 

1,1871 — 1,5038 für Steigarbeit 



o,8oi 
0,805 

0,799 
pro 1 Kilo (beklei- 
deter) Mensch 



Ausgeatmete Kohlensäure (g) pro Stunde und Tag 
bei beiden Geschlechtern 3 ) (Scharling) 4 ). 





Alter 


Gewicht 




pro Stunde 




w 


absolut 


pro Kilo Körpergewicht 


Gardesoldat 


28 


82 


36,6 g 


o,45 e 


Mann 


35 


65.5 


35,5 


0,51 


,j 


16 


57,75 


34.3 


o,59 


Magd 


19 


55,75 


25,3 


0.45 


Knabe 


9% 


22 


20,3 


0,92 


Mädchen 


10 


23 


19,1 


0,88 



pro 24 S tunde n 
Kohlensäure Kohlenstoff 



878,95 
804,72 
822,69 
608,22 
488,14 
459,87 



239,714 

219.47 

224,37 

165,877 

133, I2 6 

125,42 



Sauerstoff und Kohlensäure (g) bei Tag und Nacht 

(Pettenkofer und Voit) 5 ) 

Die Nacht von 6h abends bis 6h morgens. 
Versuchsperson 28 Jahre alt, 60 k schwer, 
absorbirter 0 ausgeatmete 00 2 0 00 2 

Tag : Nacht 

fast keine / Tag 234,6 532,9 33 0/ 0 58 0/ 0 

Tagesarbeit ' Nacht 474-3 3 7 8,6 67 42 

linsgesamt 708,9 91 1,5 

Tagesarbeit bis /Tag 294,8 884,6 31 69 

zur Ermüdung/ Nacht 659,7 399,6 69 31 

\ insgesamt 954,5 1284,2 



1) Recherches sur l'equivalent mecanique de la chaleur etc. 1858 Tableau E und F (am 
Schluss des Buchs). 

2) Archiv für Anatomie und Physiologie, Jahrgang 1890, physiologische Abtheilung 
p. 371 u. 372. Mann von 55,535 k Gewicht: je 4, 17, 16 Versuche im Tretrad. 

3) In allen Lebensaltern scheidet das männliche Geschlecht viel mehr CO 2 aus, das 
Verhältnis kann unter Umständen auf nahezu 2 : 1 steigen. Beim Weib tritt in den klimak- 
terischen Jahren vorübergehende Steigerung der 00 Ausscheidung ein. 

4) Annalen der Chemie und Pharmacie Bd. XLV 1843 p. 214. 

5) Sitzungsberichte der K. bayr. Akademie der Wissenschaften zu München 1866 
Bd. II p. 236 — (gleichlautend in) Annalen der Chemie und Pharmacie 141. Bd. 1867 
p. 295. 



176 



Physiologischer Teil 



Kohlensäureausscheidung pro Minute in verschiedenen 

Tagesstunden (Vierordt) 1 ) 
(nebst Puls- und Atmungsfrequenz, sowie Atmungsgrösse) 



Stunde 



Pulsschläge Atemzüge 
--- 



pro Minute 



9 


73,8 


12,1 


10 


70,6 


n,9 


ii 


69,6 


11,4 


12 


69,2 




127,-lh' 


Mittagessen 







Volum einer 
Exspiration 
37° C 758 mm 

cm 8 

503 

529 

534 
496 



Volum der 
pro Minute 
ausgeatmeten 



Luft Kohlensäure 



O/o Kohlensäure 
(dem Volum nach) 



6090 
6295 

6i55 
5578 



264 
282 
278 
243 



I 


8i,5 


12,4 


5*3 


6343 


276 


2 


84,4 


13,0 


5i6 


6799 


291 


3 


82,2 


12,3 


516 


6377 


279 


4 


77,8 


12,2 


5i7 


6179 


265 


5 


76,2 


",7 


521 


6096 


252 


6 


75,2 


11,6 


496 


5789 


238 


7 


74-6 


Il,l 


489 


5428 


229 



4,32 

447 
4-Si 
4,36 



4,35 
4,27 
4,37 
4,21 

4-13 
4,12 

4,22 



K 0 hlens ä ur eau s s chei dung pro 24 Stunden 
in verschiedenen Lebensaltern (g) 
a) Erwachsene (Andral und Gavarret) 2 ) 



Jahre 

15 
16 

18 — 20 

20—40 

40 — 60 

60—80 



765 
949 
1002 
1072 
887 
808 



b) Kindesalter 8 ) (Andral und Gavarret) 



Jahre absolut 



8 

9% 
10 

1 1 

12 

13 
H 



439-93 
488,14 

598,30 

668,68 
651,08 
73o,27 



72i,47 



Männlich 
pro 1 k Körpergewicht 

21,1 

22,l8 (Scharling) 
23,9 

24,3 
21,8 

23,6 



18,6 



Weiblich 
absolut pro 1 k Körpergewicht 



459-87 !9-93 (Scharling) 

527,91 21,9 

545,50 20,9 

536.40 15,3 (Speck) 

554,30 17,1 



1) 1. p. 155 c. p. 70. — „Respiration" in Wagner's Handwörterbuch II p. 883. 

2) Annales de chimie et de physique 3«ne serie, tome VIII 1843, auch separat: 
Recherches sur la quantite" d'acide carbonique exhale par le poumon dans l'espece humaine 
1843. 

3) Vereinfachte Tabelle nach V i e r or d t, Physiologie des Kindesalters p. 353. Für die 
Berechnung auf das Kilo Körpergewicht hat V. Q u e t e 1 e t ' sehe Zahlen zu Grunde gelegt. 



respiratorischer Gaswechsel 177 

Sauerstoffverbrauch und Kohlensäureausscheidung 
in ihrer Beziehung zur Nahrungsaufnahme 

a) beim Erwachsenen (Speck) 1 ) (Mittelwerte pro Minute in g) _ 

Eingeatmete Sauerstoff- Kohlensäure- Respirations- 
Luft verbrauch ausscheidung quotient 

cm B g cm 8 g cm 8 

normale Verhältnisse 7527 0,518 36 1 0,619 3H 

morgens nüchtern 7038 O l4 20 293 Q, 4 99 253 0,864 

kurz vor dem Mittagessen — 0,444 310 0,528 268 0,865 
*/„ — 1 Stunde nach dem Mit- 

tagessen 0,526 367 0,628 319 0,869 

morgens nüchtern 6446 0,397 277 0,458 233 0,841 

Obige Zahlen gelten ziemlich genau auch für 1 k und 1 Stunde, da das Gewicht der 
Versuchsperson (57 — )60 k war. 

b) bei Kindern (Scharling) ~ Kohlenstoff pro Stunde (g). 

9 8 / 4 j. Knabe 10 j. Mädchen 

frühmorgens nüchtern 4-735 
nach dem Frühstück 7>073 5.99 1 

sogleich oder 1 — 2 Stunden nach der 1 6,401 

Hauptmahlzeit 7>4 I 4 \ 6,153 

4,667 1 wirklicher 

schläfrig 4,049 4?o7l j Schlaf 



Einfluss der A t mun gs b e we gu n g en auf die Kohlensäure- 
ausscheidung (Vierordt) 2 ) 
a) Wechselnde Atmungsfrequenz und A tm ungsgrösse 

Volum (cm 8 ) 



Zahl der Atemzüge 
pro Minute 

12 (Norm) 

24 

48 

96 



der Atemluft der Kohlensäure 
pro Minute 



6000 
12000 
24000 
48000 



258 
420 

744 
1392 



12 



! 



pro Exspiration 
500 21 



IOOO 
1500 
2000 
3000 



36 

5 1 
64 

72 



Speck 3 ) beobachtete : 



Atmungsgrösse 



normal 

möglichst klein 
möglichst stark 



Volum der aus- 
geatmeten Luft 
pro Minute 

7527 
5833 
17647 



Ausatmungsluft 
O/o 0 0/ 0 N 0/ 0 CO 2 



16,29 79,49 

15.50 79.87 
18,29 78,53 



4.21 
4-63 
3.17 



O/o Gehalt an Kohlensäure 
(dem Volum nach) 

4.3 
3,5 
3.1 
2,9 

4,3 
3,6 
3.4 
3-2 
2,4 



Abnahme 
des Oge- 
halts der 

Ausat- 
mungsluft 

4,65 
5,45 
2,66 



Oauf- CO 2 aus- 
nähme Scheidung 

pro Minute 

,8 



in cm" 



358 
330 
437 



3i8 
269 
560 



1) Untersuchungen über Sauerstoffverbrauch und Kohlensäureathmung des Menschen 
1871 p. 31 — Archiv f. experimentelle Pathologie und Pharmakologie II 1874 p. 405 
und XII 1880 p. 1. Von Zuntz (1. c.) zusammengestellte Tabelle. 

2) Grundriss der Physiologie des Menschen 5. Aufl. 1877 p. 206. 

3) Archiv des Vereins für wissenschaftl. Heilkunde III 1867 p. 317. 

Vierordt Dat. u. Tabell. f. Med. 2. Aufl. 12 



178 



Physiologischer Teil 



b) Atemhemmung bei Verschluss von Mund und Nase (Vierordt) 1 ) 



Dauer der 
Atemhemmung 
in Sekunden 

20 

25 
30 
40 
50 
60 
80 
100 



A. 

ausgeatmetes Luftvolum 
= 1800 cm 3 
Kohlensäurevolum 



cm" 

108,5 
111,2 
115,0 
1 19,0 
119,0 
120,9 



% 

6,03 
6,18 

6,39 
6.62 

6,62 

6,72 



B. 

ausgeatmetes Luftvolum 
(nach tiefster Einatmung) 
= 3600 cm 8 
Kohlensäurevolum 



cm° 
183 

205 

228 
240 
265 



% 
5.09 

S-7I 

6.34 

6,67 

7,38 



Kohlensäureausscheidung in ihrer Beziehung zu 
Aussentemperatur und Luftdruck 

Für eine 6 stündige Versuchszeit erhielt Voit 2 ): 



Aussentemperatur CO 2 (g) 

4-4° C 210,7 

6,5 206 

9,0 192 

H.3 I55.I 

16,2 158,3 



Aussentemperatur CO 2 (g) 

23.7° 164,8 

24,2 166,5 

26,7 160,0 

30,0 170,6 



Vierordt 3 ) beobachtete (reduciert auf 37° C und 758 mm Baro- 
meterbestand) : 

Kohlensäure pro Minute (cm 3 ) 
absolut °/ 0 

29933 448 

257.81 4.28 

3,809 0,0183 



bei 8,47° C Mitteltemperatur 

». 194 » » 
für Erhöhung um 1° C ein Minus von 



Tür ein Steigen des Barometers um l*/ 4 cm rechnet Vierordt 4 ) 
eine Verminderung der absoluten Kohlensäure um 1,35 cm 3 

„ relativen „ „ 0,309 °/ 0 



Sonstige Einflüsse auf den Gaswechsel 



Schlaf 



Bei einem 42jährigen 177 cm grossen Arzt, der zu jeder Zeit 
schlafen konnte, fand Liebermeister 5 ) während der Nachmittags- 
stunden von 4 — 8 h : 



1) l. p 177 c. p. 208. 

2) Zeitschrift für Biologie XIV 1878 p. 80. 

3) 1. p. 155 c. p. 79 und 257. 

4) ibid. p. 86. 

5) 1. p. 156 c. p. 189. 



respiratorischer Gaswechsel 



179 



Kohlensäure (g) 

auf x / 2 Stunde 
berechnet 

1. Versuch : 

in 7a Stunde: ruhiges Liegen IS)^ 2 x 5'^ 

n i/ „ : anhaltendes Singen 10,41 20,8 

1/ „ ■ „ Vorlesen 9,33 18,7 

„ i/ 8 „ : fester Schlaf 12,35 12,3 

2. Versuch : 

in V„ Stunde: fester Schlaf 12,67 12,7 

„ V, „ : dto. 12,30 12,3 

,. V ,, : anhaltendes Vorlesen 9,43 l8 >9 

„ V 4 „ : „ Singen 10,20 20,4 

„ 7 2 „ : ruhiges Liegen (wachend) 14,67 14,7 

L. Lewin 1 ) fand beim Schlafenden pro Kilo und Stunde 0,34 — 
0,36 g, den respiratorischen Quotienten 0,65 — 0,83. 

A. Löwy 2 ) pro Minute Sauerstoffverbrauch im Wachen 209,72, 
im Schlaf 204,65 cm 3 (hei 14—16 resp. 10—12 Respirationen und je 
6,2 1 Atemvolumen) im Pettenkofer-Voit'schen Apparat. 

Sauerstoff- Kohlensäure- 
verbrauch ausscheidung 

Geistige Arbeit"! „ MlWo R uhe <M5 6 S 0,553 g 

(Speck)«) ) pr0lM ' nUte Arbeit 0,507 „ 0,589,, 



Wasserausscheidung (g) durch die Respiration 

24 Stunden ^Temperatur der 
Minute Stunde ^Ausatmungsluft 

Valentin 4 ) (Selbstbeobachtung) 0,267 *6,o 384 1 *6_5 8<> 

„ l8-23j. Männer 0,375 22,5 540 / 44 

Vierordt 6 ) — — 33° 

Aschenbrandt 6 ) — — 526 

P. A. Ho ff mann 7 ) 0,31 (bei 15 Respiration u.f36° der Exspirationsluft) ; 

3 a b 

genauer ist der Wert x = 0,31 — ■> w0 a die relative Feuchtigkeit, b die Dampf- 

spannung in mm für die mittlere Ortstemperatur und 760 mm Druck. 

Die angebliche Ausatmung von Ammoniak durch die Lunge bleibt unberücksichtigt. 



Spannung des Sauerstoffs und der Kohlensäure in den Lungen 8 ) 



Sauerstoff 

Luft der 



Lungen- 
kapillaren 



ruhige Einatmung j 
tiefe „ I 

ruhige Ausatmung j 
tiefe ,, 



44 mm 



Lungen- 
hläschen 

129 mm 
140 „ 
121 

HO „ 



Differenz 

85 
96 

77 
66 



Lungen- 
kapillaren 



Kohlensäure 
Luft der 
Lungen- 
bläschen 

30 mm 

82 mm 7 
38 
67 



Differenz 

52 
75 
44 
15 



1) Zeitschrift für Biologie XVII. Bd. 1881 p. 75. Arbeiter 76 k schwer. 

2) Berliner klinische Wochenschrift 28. Jahrgang 1891 p. 438. 

3) Archiv für experimentelle Pathologie und Pharmakologie 15. Bd. 1882 p. 138. 

4) 1. p. 113 c. p. 536 und 537. 

5) 1. p. 117 c. p. 201. 

6) I. p. 174 c. 

7) Vorlesungen über allgemeine Therapie etc. 1885 p. 140. 

8) Die Tabellen nach Beaunis 1. p. 156 c. p. 773 und 774. 

12* 



180 



Physiologischer Teil 



Blutdruck in den Lungengefässen 

(Narkotisierte) Hunde 29,6 mm Quecksilber (Beutner) 1 ) 
Druck der Pulmonalarterie : Carotis = ^3,05 

Beim Pferd der Pulmonalarteriendruck = J / 8 Carotisdruck (Faivre) 1 ) 
In den Lungenvenen wurde kein messbarer Druck wahrgenommen. 



Verdauung 

Gemischter Speichel (und Mundflüssigkeit) 
Menge: in 24 Stunden 300—1500 g (F. Bidder und C. Schmidt) 3 ) 
„ „ n 400—750 „ (Harley) 4 ) 
„ 1 „ 31,6 (Vierordt) 5 ) 

» 4 n 180 (Harley) 4 ) beim blossen Saugen m. d. Zunge 
500 — 700 g während des Kauens in 30 — 58 Minuten (Tucz ek) 6 ) 
in 1 Stunde 120 g durch willkürliche Speichelung ohne Reizung 
(N. Jacubo w its ch) 7 ) 
Für beide Drüsenpaare (Parotis und Submaxillaris) rechnet Oehl 8 ) in 
1 Stunde über 9 g, in 24 Stunden über 400 g. 
Specifisches Gewicht: 

1,003—1,004 (1,002—1,009), schwankend nach dem Schleimgehalt 
frisch 1,0026 (J a cub 0 wi t s c h) 7 ) 
filtriert 1,0023 „ 

1,004 (Harley s. 0.) 

100 g des alkalischen Speichels brauchen zur Neutrali- 
sation 0,150 g Schwefelsäure (Frerichs) 9 ). 

Analysen: in 1000 Teilen 

Wasser 
Feste Stoffe 

(Lösl.) organische Materie 
Anorganische Salze 



Wasser 
Feste Stoffe 

Schleim (und Epithelien) 

[Ptyalin] 
Lösliche organische Materie 
Rhodankalium 
Anorganische Salze 



Harley 4 ) 


Herter 10 ) 


Beaunis") 


Mittel 


993-31 


994,698 


994,584 


994,197 


6,69 


5>3°2 


5,416 


5,803 


3,9i 


3.271 


3,608 


3,596 


2,78 


1,031 


1,808 


1,873 


• z e 1 i u s 12 ) 


Frerichs 9 ) 


Jacubo- 


Hammer- 


witsch 7 ) 


b a c h er 18 ) 


992,9 


994.1 


995>i6 


994,203 


7,1 


5.9 


4.84 


5,797 . 


1,4 


2,13 


1,62 


2,202 


[2,9] 


[Mi] 




i,399 


3-8 




i,34 






0,10 


0,06 


0,041 


1.9 


2,19' 


1,82 


2,205 



1) Zeitschrift für rationelle Medicin N. F. II 1852 p. 97. 

2) Gazette mödicale de Paris XXVIe annee 1856 p. 729. 

3) Die Verdauungssäfte und der Stoffwechsel 1852. 

4) British and foreign medico-chirurgical Review XLIX 1860 p. 206. 

5) Die Anwendung des Spektralapparates zur Photometrie der Absorptionsspektren und 
zur quantitativen chemischen Analyse 1873 p. 150. 

6) Zeitschrift für Biologie XII 1876 p. 434. 7) De saliva. Dorpater Dissertation 1848. 

8) La saliva umana studiata colla siringazione dei condotti ghiandolari 1864. 

9) Artikel „Verdauung«« in R. Wagner's Handwörterbuch der Physiologie IH. Bd. 
1. Abtheilung 1846 p. 760 u. 766. 

10) Mitgeteilt von Hoppe-Seyler, Physiologische Chemie p. 188 (II 1878). 

11) Physiologie p. 639 — 19j. Mädchen. 12) 1. p. 126 1 p. 150. 

13) Zeitschrift für physiologische Chemie V 1881 p. 302 — junger Mann. 



Speichel 



181 



In 515cm 8 Speichel (24 Stunden Menge, Salivation bei Angina tonsillaris) fand 
E. Salkowski 1 ) 0,697 g Kali (Ka? 0) und 0,116 Natron (Na 2 0). 

In 100 Teilen Speichel ermittelte Vi er or dt 2 ) (bei sich selbst 
und einem 39jährigen Mann) 

0,0098—0,0239 % Rhodankalium 
und für 1 Stunde bei 23,7—36,4 cm 3 Speichel 0,0046—0,0059 g. Als 
Gesamtausscheidung für 24 Stunden können 0,13 g angenommen werden. 



Asche des gemischten Speichels : 
E n d e r 1 i n 8 ) 

Unlöslich 
Löslich 
und zwar: 

Chlorkalium 



Pbosphorsaures Natron 
Schwefelsaures „ 



5.509 
92,364 



6l,93 

28,12 
2.31 



Jacubowitsch 4 ) 



Salze 



und zwar : 
Chlorkalium 1 
Chlornatrium J 
Phosphorsaures Natron 

Kalk 
Magnesia 



18,2 

8,4 
9.4 

0,3 
0,1 



Alkalescenz des Speichels 

0/ 0 CO 3 Na? 

Wright 5 ) 0,16—0,6 Sticker 8 ) 0,068—0,34 

Mitscherli ch 6 ) 0,264—0,296 C h i 1 1 e n d e n u. El y 9 ) 0,05—0,15 

Frerichs 7 )(s.p. 180) 0,162 A.Schlesinger 10 ) 0,032(0,013-0,044) 



Die einzelnen Speiehelsorten 

a) Parotisspeichel 

Menge: pro 1 Stunde (aus 1 Drüse) über 2, pro 24 Stunden aus beiden 
80—100 g (0 ehl) *). 

Durch Katheterismus des Ductus Stenonianus erhielt Fubini 11 )^ 
30 Minuten bloss 5,9 (2 — 12) mm 3 . 

Spezi f. Gewicht: 1,0031—1,0043. 1012 (Fubini) 1 *). 



1) Virchow's Archiv 53. Bd. 1871 p. 216. 

2) 1. p. 180 cit. 

3) Annalen der Chemie und Pharmacie XLIX 1844 p. 317. 

4) 1. p. 180 cit. 

5) Der Speichel in physiologischer, diagnostischer und therapeutischer Beziehung etc. 
1844. Eckstein's Handbibliothek des Auslandes Bd. II. S. a. The Lancet 1841. 

6) Dissertatio de Salivae indole in nonnullis morbis. Berolini 1834. Parotisspeichel. 

7) 1. p. 180 c. p. 760. 

8) Die Bedeutung des Mundspeichels 1889. [Deutsche Medicinalzeitung 1889 Nr. 1 — 18]. 

9) American chemical Journal IV. 1882 Nr. 2. 

10) Virchow's Archiv 125. Bd. 1891 p. 355. auch Tübinger Dissertation (Berlin) 1891 : 
Zur Kenntniss der diastatischen Wirkung des menschlichen Speichels etc. 8 Erwachsene, 
14 Kinder. 

11) Untersuchungen zur Naturlehre des Menschen und der Thiere XII. Bd. 1881 p. 165 
und 169. 20j. Mann. 



182 Physiologischer Teil 

Analysen: in 1000 Teilen: 

Mitscherlich 1 ) Ho p p e -S e y 1 e r s ) van Betten«) 

ErSL*. *H-**A 993.16 983,8 



Feste Stoffe I4 , 6 _ l6 , 3 »Jg 

Organische Materie 9,0 
Rhodankalium 
Chlorkalium 
Chlornatrium 
Kohlensaurer Kalk 



3-44 

o.3 - 
S-° 3.4 



Grasge halt (Külz) *) : 

Sauerstoff 0,84—1,46 Vol. proc. 

Stickstoff o 4. 9 9 

Kohlensäure, direkt auspumpbar 2,3 — 4,7 

„ gebunden und durch Phosphor- 
säure frei gemacht, weitere 40 — 60 



b) Submaxi llarspeichel 

Menge: 3mal so viel als das Parotissekret (0 ehl) 5 ), pro Stunde liefert 

eine Drüse c. 7 g, beide Drüsen in 24 Stunden über 300 g. 
Spezif. Gewicht: 1,010 — 1,016, nach der Mahlzeit 1,020—1,025 (0 e h 1) 5 ) 

1,0026—1,0033 (Eckhard) 6 ), also weniger als der 

Parotisspeichel. 

Feste Bestandteile: 0,36—0,46%. 

Der Gehalt an Khodankalium ist zweifelhaft ; 0 e h 1 giebt 0,004 % an, 
die Menge pro 24 Stunden (für beide Drüsen) = 0,0108 g. 

Gase des Submaxillarspeichels beim Hund (Pflüger) 7 ) 
(0° ; Im Druck). 



Auspumpbare Kohlensäure 
Kohlensäure, durch Phosphorsäure 

ausgetrieben 
Stickstoff 
Sauerstoff 

c) Sublingualspeichel 

konnte bisher' nicht in genügender Menge gesammelt werden. Er soll Rhodankalium ent- 
halten (Longet) 8 ). 





pro 100cm 3 




I 


II 


Mittel 


19.3 


22,5 = 


20,9 


29.9 


42,5 = 


36,2 


0,7 


0.8 = 


0,75 


0,4 


0,6 == 


05 



1) Poggendorff's Annalen der Physik und Chemie XXVII 1833 p. 320. 

2) Physiologische Chemie II 1878 p. 199. — 3jähriges Kind. 

3) De saliva ejusque vi et utilitate. Groninger Dissertation 1837. 

4) Zeitschrift für Biologie 23. Bd. 1887 p. 321. — 31j. gesunder Mann. 

5) 1. p. 180 c. 

6) Beiträge zur Anatomie und Physiologie III. Bd. 1863 p. 46. 

7) Archiv für die gesammte Physiologie 1. Bd. 1868 p. 688. 

8) Trait6 de physiologie Bd. I 1861. 



Speichelsekretion 



183. 



Mundschleim des Hunds (Jacubowitsch) 1 ) 
Wasser 990,02 <>/ 00 

Organische Substanz, löslich in Alkohol 1,67 1 

„ „ unlöslich,, „ 2,18 J ' 

Chloride und phosphorsaures Natrium 5,29 I g ^ 

Phosphorsaures Calcium und Magnesium 0,84 / ' 

Speichelsekretion des Kinds (Korowin) 2 ) 
Im 1. Monat in 15—30 Minuten höchstens 1 cm 3 
vom 2. „ an wird sie deutlich. 

4 n i n 5 — 7 Minuten 1 — 1 ] / 2 cm 3 
im 11. „ wurde keine Abweichung vom Erwachsenen bemerkt. 

In den ersten Lebensmonaten soll kein Rhodankalium im Speichel 
sein (Pf ibram) 3 ). 

Sekretion der Submaxillardrüsen nach Reizung bez. Durchschneidung 
der Drüsennerven beim Hunde 

a) Speichel der Chorda tympani 
Spezif. Gewicht: 1,0039—1,0056 — Mittel 1,0046 

Feste Stoffe: 1,2—1,40/0, Mittel 1,3 (Eckhard) 4 ), wovon, Ys organischer Natur 

(Globulin, Albumin, Mucin). — Sekretmenge reichlich. 

b) Speichel des Sympathicus 

Spezif. Gewicht: 1,0134^-1,0181, Mittel 1,0156 

Feste Stoffe: 2,6— 2,8 0/ 0 , Mittel 2,7 — Sekretmenge gering. 

c) „Paralytischer" Speichel 

Wasser 6 ) 994,3 8 5 

Feste Stoffe 5.615 

Organische Substanzen 1,755 

Mucin 0,662 

Lösliche organische Salze 3,597 

Unlösliche ,, ,, 0,263 

Kohlensäure 0,440 
Asche : 



Schwefelsaures Kalium 0,209 
Chlorkalium 0,940 
Chlornatrium 1,54^ 



Kohlensaures Natrium 0,902 
„ Calcium 0,150 

Neutrales phosphors. Calcium 0,113 



Sekretionsdruck 

a) In der Submaxillardrüse bei Reizung der Chorda 

IOO mm und darüber Quecksilberdruck mehr, als der gleichzeitige Blutdruck in der Carotis 

(C. Ludwig). 

b) In der Parotis 

70 — 88 mm Hg vor der Chordareizung (Heidenhain) 
106— Il8 „ „ nach ,, 
Beim Menschen fand Oehl 145 mm Wasser, ein andermal II mm Quecksilber. 



1) . p. 180 c. 

2) Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung N. F. 8. Bd. 1875 p. 390. 

3) Mitgeteilt von Ritter v. Rittershain, Jahrbuch für Physiologie und Patho- 
logie des ersten Kindesalters. Erster Jahrgang 1868 p. 148. 

4) Beiträge zur Anatomie und Physiologie II. Bd. 1860 p. 209. 

5) Herter, Mündliche Mitteilung bei Hoppe-Seyler, Physiologische Chemie 
. 191. 



/ 



184 



Physiologischer Teil 



Zuckerbüdung aus roher Stärke bei Speichelwirkung 

(Hammarsten) 1 ) 



Aus Kartoffelstärke 


2 —4 


Stunden 


„ Erbsenstärke 


1|— 2 


»> 


„ Weizenstärke 




n 


„ Gerstenstärke 


10—15 


Minuten 


„ Haferstärke 


5—7 


T) 


n Roggenstärke 


3—6 


n 


„ Maisstärke 


2—3 


rt 



Wurde die Stärke gekaut, so trat schon nach 1 (Maisstärke) bis 
4 Minuten (Erbsen-, Gersten- und Haferstärke) Zucker auf. 

Eine Mischung von 10 cm 3 3% Kleisters, 3 cm 3 Speichel, 3 cm 3 
Wasser giebt in 30 Minuten bei 40° 0,781—0,878% reducierender Sub- 
stanz (A. Schlesinger) 2 ). 



Magensaft 

Menge: für 1 Stunde 580 g (C. Schmidt) 3 ). 

Rechnet man (wie für den Hund) 1 / 10 des Körpergewichts, so ergeben sich für den 
Menschen 6 — 6,5 k in 24 Stunden. 

Spezif. Gewicht: 1,0022—1,0024 (C. Schmidt) 3 ). 

Analyse eines (speichelhaltigen) menschlichen Magensafts 3 ): 



Wasser 994,404 

Organische Stoffe, bes. Ferment etc. 3,195 (Pepsin 3) 

Freie Salzsäure 0,200 

Chlornatrium 1,465 

Chlorkalium °>55° 

Chlorcalcium 0,061 

Calcium-, Magnesium- und Eisenphosphat 0,125 



Feste Bestandteile im menschlichen Magensaft bei einer Ma- 
genfistel giebt Berzelius (s. Beaumont) 4 ) zu 1,269 % an. 



1) Gemischter Magenspeichel. Upsala läkareförenings förhandlingar Bd. VI 1871 
p. 471. 

2) 1. p. 181 c. p. 353. 

3) Annalen der Chemie und Pharmacie XCII 1854 p. 42 — 46. 35j. 53 k schwere 
Bäuerin. 

4) Experiments and observations on the gastric juice and the physiology of digestion 
1833 (auch 1834). Übersetzt von Luden 1834: Neue Versuche aus Beobachtungen über 
den Magensaft. — Magensaft des Kanadiers St. Martin. 



185 



x> 

CO 
CO 

'S 

SX 

tß 



eB 
'S 

£ 

o 
a 



bO 

a 
s 

3 

* 

■3 

>- 

IS 
> 

'3 

is 
W 

a) 

'S 

£ 
in 
o 
a 



CS 
tsi 

3 

CA 

»H 

co 
ej 

s 



bc 



g 

ih 
> 



co 

«9 
J3 

a 



a eo 

OJ 

S 3 

J= CO 



:3 

b 



8 5 



3 • •*? 
« 3 « 



o 

3 

I- =* 

S co 

03 O 



^ bc bo£ 



O 00 
•1 N 

o d 



CO 
T3 

a 
3 



a 
o 

> 

CO 

3 

^ <n fl 
1 CS 



O vn.o 

CO 



X> 
o 



9 

CO 
ja 

o 

CA 

S 'S 

cS :3 

H .3 
:3 

aS 

3 

CJ 
TS 

9 
3 

*j> 
CG 



es 

J= 
O 

Ii 

Pm 

9 

•S 

CO 

öS :3 

* ts 

133 

fl 

'S 

a 
3 



. 1-§ 

• •Hu 
t- O JJ 

| 

3 c=i 

» 2 * 

J o q. 

cu 

3 

03 
J3 

u 

CS 
-D 

•2:1:1 



ja 

CJ 
CO 

■35 
N 



o q, 
0" o 

CU CJ 




Co 00 

■<*■<» 

cT N 



a «J b 

OJ T3 CJ 

ose 
3^3 

X CO 



q I o I 1 V-s 

0 O bß 3 

OJ '03 

« 9 

N O 

M 3 



| COS- M .2 N 



CO t-» 

O in 

M ^ 

<5 0 
£.15 

CJ CJ 

2 N 



bc O 1-1 



O O 



O <- 

6 6 



o ? 



H 

HH 



2 0.° 



00 

N 00 



-1 
eä eS •> 

3 3 

00 ^'«o 



03 ^! ^ 



O 
CJ 



9 -9 

<3J CO 

Mg 
^ u 

•M CO 

O .3 

cj cj 
*-* t^l 

CJ — 

.2 
3 ej 

'K 

N 03 



N 0\ 
N Q O « 



1^ 

o 
d 



IT) 

m 
O 



O o o 

o 

Ö" S 

1 1 

O. oä 'S 13 

o a a a 



vO 



ej 
-4 

cj 

T3 

9 

3 

9 

■ — 

03 




'V cj » 

O bn 'O 

- — 3 a c 



3^ 

CS ^c 



ej cj 
^3 JO 



o 



^ 0)513 N 

«*■ „2 
05 « S S 

0 :3 « 



CJ 
T3 
3 
3 

:cS 



CO 



I OJ 

3 co 

2 faß 

— B 

ü 3 

t^s eo 
> 




cS 

9 

O 

a cj 

cS 

s 



cj 
bt) 
3 
cS 

"3 

o 



3 
O 



oj 



cj 
13 

O 
j3 

-4-3 
CJ 

9 

.2 
"3 
© 
,3 

CJ 

3 



3 

CJ 
T3 
O 

XI 

■w 
CJ 

s 

CJ 

3 

0J 
T3 
OJ 

CJ 
Ol 

u 

OJ 

> 



3 
o" 

«'I 
£-3 

3 2 

:eS * 
CG 3 

cj cj 

Ss 

T3 CS 

3 
3 
,Q 

CB 

bc 



2 -u -o 3. —1 

□ O n O O 

co pq 00 W W 



S-v 3 

- fl 

3 cd 

1 J 

3 U 

cj -a 

• 3 



-3 

•a 

w 



3 

es 

es 
> 



a 

ü 



o 



bß 
3 

1-. 

es 

s 



T3 
B 



1 



J3 

O 
CO 

kl 

w 



.9 
a 



m 

CO 
03 



T3 

3 
3 

f— 1 

es 
bc 
«f-i 

CS 

« 



o 
es 

w 



u 

CS 

3 
-§ 

CS 

« 



h3 .*i cj 

cj 3 fl 

£> ^ t 

o , , 0J 

o co pq 

oa ^ 

0J ^ 

3 

OJ • 

bc ^ 



CM 



S.§ 

! * 1 

eS w 
t» k, 

U g 
OJ N 
T3 „ 

- bo 
:cS 

i3 



bb i w 
-3 'S .2 

es i-a 
^ es 



CO 



cä 

X> 

ifl 

'3 

CJ 
od 
3 



3 

c3 



CJ 

=3 •§ 
äs 1 « 



Bh CJ 

W 'S 

XI 
u •- 

CJ CJ 

£ > 

■-J 

tri 
cS 

T3 



XI 

u CO 



•^C75 



3 
es 

3 t~ 



I- 

CJ 

X> 

i3 



a 
co 
m ja 

CJ 
CJ 

-3 



£2 
»5 o 



CO 
00 - 

CJ 



-s 



cj "O 



*1 CJ 

i W 9 

fl ^. ö 

3 b«3 
3 

3 eo 
es bc OJ 

B r-l 

3 
3 

ei 



B 
CJ 

bc 
3 
D 

4-3 

XI 
CJ 

es 
X> 
o 

CJ 

M 



3 

CJ 

M P. fl " 

3 " - 
. 3 eo 
3.J3 00 
cj 00 
3 



cj 
i3 

cj 



C3 



9 
D 



p, cj 

-3 3 . 

i 00 N 

g ^ 'S ~ 

bc . CG 

eS T3 E 

g P3 £ 



OJ CO 

- eo 



2 c¥^i ■ 



bO 
3 

3 tB 

s 2 .2 o 
* S .2 cj 

CJ T3 



Ol 

00 • 
00 oj 3 

n "5 0 
O- OT CO 



*r3 3 

J»1 :eS 



3 
cj 
— 
3 

a. 

CG 

Ih 

3 
8 

fl 

CJ 

u 

53 

3 
ju 

3 
ej 

.SP 

*n 

40 

:3 

3 

es 

T3 



05 



CJ tfl 



s o 

CS 00 

CO • 

3 Ä 



3 „ 

Jh 



«5 



.H CO O 
C H H 



7 S ^ 



03 

OS :d 



I 

! xi 

CJ 



03 

bC-3 

:cS ej 

Ih 
< 



sö a 
9 



Q. 03 

00 _ «e 

fl 5 

u - 3 XI 

£ cj 



IS CO 

M 



^ 5 -i 3 S ö-xi 
o 

> 



CJ na 

■3 



CJ 
r3 

— - ü 
CD ^ G 

•° W '-3 



03 

'S 

CO 
-w 

3 

o) 

Q 



co 
co 

03 t-4 .> 

0,00 * 



TS 



03 

3 00 



03 ^ 



-33 N 



H 

3 
eS 

.9 io"-* 

B 

BS 

CO 
0) 

.t, >o m 
03 m 00 

rH 00 



Vh 

bC^ 

3 

3 



CJ OS 

bc 00 
H 
3 

N ^3 

•3 « 
so 



c 

cä 
3 
CT 



<M -^1 
CO <N 



t- O 
c- eo 

IM 



3 O 



Ph 



ö w cj 



Ph 



03 

£ 

£ 

o 



s; 
cj 
x: 

CJ 



03 pq 
3 M 



S W 

- g > 



3 
fl 

oJ 

CM S 
CM 00 M 

00 00 -3 

i-l 

bo — 
3 



C 

CJ 

3 
3 

co 

CJ 

o 



3 

ja 

CJ 



3 

:cS 



CO 



Q x> 



bSJ 
■- 

xs 

cS 



co 

CO 



Ih CO 
CJ CD 

boü 

3 CO 

J3 3 

CO 03 



8 

.§3 

0J 

tH 

:3 



CO hn .-H 



03 j-j 

•SS 

CO 

"3 .2 

XI 

ft CO~ 
t-i CM 



0 . ä 



7) 



CJD hi_> 
CO 



"'S rt S * S ^ 

» -2 ts g -E 



9 «, es 

03 b0 J3 
J3 cj 

o a .2 

cj q 
3 S 

3 J4 



03 
J3 
CJ 

CO 

o 



bD 
03 



03 
T3 



0J T3 



c« 2 



ti :cä 

es '3 

_, ■ '1-3 cS 

fl S u £ 

es is » 3 

bC Ih "3 &, 

a j= .2 K m 



3 ^ 

cS 'S 



CJ 

ja 

Ih 
CO 
• *3 
0 3 



cä 
E 

O 

s 



2« 



c 

CJ 
Ih CJ 

:3 O 



fac 



0.3 coOhMts S h ja c 



186 Physiologischer Teil 

Gase des Magens in Volumprocenten 

Planer 1 ) Tappeiner 2 ) 

I II 

Kohlensäure 20,79 33.83 16 *l 

Wasserstoff 6,71 27.58 0 % s 

Stickstoff 72,50 38,22 74,26 

Sauerstoff _ 0 'J 

Sumpfgas (CH*) - jf g§ 

Verschiedene Magensaftsorten, des Hunds 

a) Pylorussekret 
Alkalisch, pepsinhaltig, 1,65-2,050/0 f es te Bestandteile 

b) Pundussekret (Heidenhain) 8 ) 

s. sauer 0,52 0/ 0 °>45 % feste Bestandteile 

0,13—0,35 „ Aschenbestandteile 

Grützner 4 ) fand im (Hund) 

im Pylorus die Pepsinmenge um das 8fache 
„ Fundus „ „ 11 „ 4 „ schwankend. 

Während des Hungerzustandes enthält der Fundus 50mal so viel Pepsin als der Pylorus 
um die 9. Verdauungsstunde noch nicht einmal das Doppelte. 

Die Verdauung dauert c. 20 Stunden bei reichlicher Nahrung nach vorherigem 24- 
stündigeu Fasten. 



Mechanische Funktion der Verdauungsorgane 

a) Kauen (Tuczek) 5 ) 

Zum Verzehren von nicht ganz 200g Brod sind 15 Minuten er- 
forderlich. 

Bei 3 Mahlzeiten und gewöhnlichem gemischten Essen kaut ein 
Mensch 30 Minuten lang. — Ein Arbeiter, der in der Zwischenzeit noch 
zweimal Brot isst, kaut 58 Minuten lang. 



b) Saugen. 

Negativer Druck der Mundhöhlenluft : (Herz) 6 ) 

bei schwachen Saugbewegungen 3 — 4 mm Quecksilber 
„ mittelstarken „ 5 — 9 „ „ 

„ kräftigen „ 9—14 „ 

„ frühgeborenen Kindern 2 — 3 „ „ 

Über die Häufigkeit der Mahlzeiten beim Säugling s. u. „Stoffwechsel des Kinds". 

Für Erwachsene rechnet L. Auerbach 7 ) die maximale Saugwirkung = 700 
mm Hg, und die Raumbildung in der Mundhöhle = 77( — 82) cm 8 , J. R. Ewald 8 ) die 
Saugwirkung ebenfalls 700 mm und mehr. 



1) Sitzungsberichte der mathemat.-naturwissenschaftlichen Classe der K. Akademie der 
Wissenschaften zu Wien 42. Bd. Jahrgang 1860 p. 307. 

2) Arbeiten aus dem pathologischen Institut zu München herausgegeben von Bol- 
linger 1886 p. 228. — 30jähriger mit der Guillotine hingerichteter Mann. 

3) Archiv für die gesammte Physiologie (XVIII 1878 p. 169 und) XIX 1879 p. 152 
und 153. 

4) Neue Untersuchungen über die Bildung und Ausscheidung des Pepsins 1875. Bres- 
lauer Habilitationsschrift p. 30. 

5) 1. p. 180 c. p 554. 

6) Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung VII 1865 p. 48. 

7) Archiv für Anatomie und Physiologie, physiolog. Abteilung, Jahrgang 1888 p. 89 u. 113. 

8) Archiv für die gesammte Physiologie 20. Bd. 1879 p. 262. 



Schlingen, Magenbewegung 



187 



c) Schlingen. 

Beim Schlingen Zunahme des Drucks im Rachenraum um 200 mm 
Wasser (F. Falck und Kronecker) 1 ). 

Druck der Luft in der Speiseröhre in mm Wasserhöhe (Emming- 

ha us) 2 ) : 

negativer Druck 
(Inspiration) 
— 20 bis 40 
—220 
bis —100 



gewöhnliches Atmen 
tiefes 
explosives 



» 



sehr ruhiges 



—76 bis 80 



positiver Druck 
(Exspiration) 

+ 20 bis 40 
bis 160 

das Manometerwasser 
wird ausgestossen 

— 16 (Heynsius) 3 ) 



Ein grosser Hund überwindet beim Schlingen einen am Bissen angebrachten Gegen- 
zug von 450 g Gewicht (M o s s o) 4 ). 



d) Magenbewegungen. 
Tür die Bewegung des Mageninhalts während der Ver- 
dauung von der Cardia längs der grossen Kurvatur zum Pylorus und 
von da längs der kleinen Kurvatur wieder zurück rechnet Be au mont 6 ) 
1 — 3 Minuten. 

Bei einer im Magen liegenden Sonde fand Heynsius 3 ) den posi- 
tiven Druck bei der Inspiration = 76 — 80 mm, bei der Exspiration — 
25 — 37 mm Wasser. 



e) Beginnender Übertritt der Speisen vom Magen in das 

Duodenum 





Frühstück 

(1 Tasse Kaffee 
1—2 Brot) 


Ewald'sches 
Probe- 
frühstück 


einfache 
Leube'sche 
Probemahlzeit 


reichlicheres Mittag- 
essen 


H. Maurer 6 ) 
Kypke-Burchardi 7 ) 


I Std. io Min. — 
I Std. 30—35 Min. 


l 1 /, Std. 


4 Std. 45 Min. 


I Std. 25 Min. — 
I Std 55 M.(2 St. 35') 
4 Std. 25 Min. 



Brot, Fleisch, Eier sah W. Busch 8 ) nach 15—30 Minuten in der Duodenal, 
fistel einer 31j. Frau erscheinen. 



1) Archiv für (Anatomie und) Physiologie 1880 p. 296. 

2) Deutsches Archiv für klinische Medicin XIII 1874 p. 446. 

3) Archiv für die gesammte Physiologie 29. Bd 1882 p. 304. 

4) Untersuchungen zur Naturlehre des Menschen und der Thiere XI 1876 p. 337. 

5) 1. p. 184 c. 

6) Über eine einfache Methode zur Ermittelung der Zeit, in welcher der Mageninhalt 
sich in den Dünndarm zu entleeren beginnt. Erlanger Dissertation 1891 p. 16 u. 22. 
Salol- Jodkalipillen. 

7) Übertritt der Speisen aus dem Magen in den Darm. Erlanger Dissertation (Berlin) 
1891 p. 23. Jodoform in Gelatinekapseln. 

8) Virchow's Archiv 14. Bd. 1858 p. 140. 



/ 



188 



Physiologischer Teil 



f) Dauer des Aufenthalts der Speisen im Magen 
1) nach verschiedenen Beobachtern 

Für Flüssigkeiten angeblich oft nur wenige Minuten, was aber 
keinesfalls allgemein gültig ist. 

Im Durchschnitt kann man den Magen 4(— 6) Stunden nach der 
Mahlzeit als leer annehmen. 

Rieh et 1 ) fand die Milch (ohne Fett) aus dem Magen verschwunden 
in Va — 1 Stunde, Schnaps in 30—40 Minuten, Eier mit Zucker in 
3*/ 2 Stunden, Kartoffeln in 2»/ 2 , Nudeln mit Fett in l 8 / 4 — 3»/ 4 Stunden, 
Fett, Spinat in l 3 / 4 — 4 Stunden. 

Mittlere Dauer der Verdauung konsistenter Speisen 3—4 Stunden. 

Nach reichlicher Mahlzeit entleert sich der Magen in 3— 4 Stunden; 
von dem Abendessen kam ein Teil der Speisen erst am andern Morgen 
in einer Duodenalfistel (s. vorige Seite) zum Vorschein (W. Busch). 

2) nach Beaumont 2 ) 

Zeit der 



Nahrungsmittel Zubereitung „Verdauung" 







Std. 


Min 


Reis 


gekocht 






Schweinsfüsse 


n 


> i 




Geschlagene Eier 








Forelle und Lachs 


gekocht 


• i 


30 


Weiche süsse Äpfel 


roh 




Sago 


gekocht 




45 


Gehirn 


i> 


■ i 


Milch 


gekocht : 






Ochsenleber 


gebraten 






Stockfisch 


gekocht 


> 2 




Saure Apfel 


roh 




Eier 








Kohlsalat 


» ; 






Milch 


ungekocht 


2 


J 5 


Puter, wilder 


geröstet 


2 


18 


,, zahmer 


gekocht 


2 


25 


Wilde Gans 


geröstet 




Spanferkel 








Gesottene Bohnen 




I- 


30 


Kartoffeln 


geröstet 




Lammfleisch 


gekocht J 






Rückenmark 




2 


40 


Hühnerfrikassee 


1 




Ochsenfleisch 




■ 2 


45 


Harte saure Apfel 




2 


50 


Austern 




2 


55 


dieselben mit Brot 




3 


i> 


gedämpft 


3 


30 


Eier leicht gekocht 




Beefsteak 








Schinken 


roh 






Mageres Ochsen- 








fleisch 


geröstet J 


> 3 




Barsch 


gebraten I 






Kuchen 








Weizenbrot 









Nahrungsmittel 

Alter Käse 
Kartoffeln 
Harte Eier 
Hammelfleisch- 
suppe 
Austernsuppe 
Weisse Rüben 
Bratwürste 
Rindfleisch mit 
vielem Fett 

Hammelfleisch im 

Mittel 
Trockenes Brot mit 

Kartoffeln 
Butterbrot mit 

Kaffee 
Bohnen 

Schweinefleisch 

Zahmes Geflügel 

Rindfleisch 

Gesalzener Lachs 

Kalbfleisch 

Suppe von seh- 
nichtem Rind- 
fleisch 

Knorpel 

Zahme Enten 

Suppe von 

Schweinefleisch 
und Gemüse 

Pökelfleisch 

Wilde Ente 

Sehnen 
Rindstalg 



Zeit der 
Zubereitung „Verdauung" 
Std. Min. 



gekocht 



gekocht 



gekocht 
geröstet 

gekocht 
gebraten 

gekocht 
gebraten 



gekocht 
gebraten 



gebraten 
gekocht 



30 



38 



45 



5o 



4 
5 



15 

30 
30 



1) 1. p. 185 c. p. 162. 



2) 



1. p. 184 c. Beobachtungen an St. Martin. Die an- 
gegebene Zeit ist streng genommen für die Frist gültig, in welcher die Nahrungsmittel den 
Magen verlassen, nicht für die zur eigentlichen Verdauung und Auflösung erforderliche. 



Verdauung 189 



3) nach Erlanger Beobachtungen 1 ) 



Speise (Menge meist 
= 250 g) 


Gigglberger 


Speise (Menge meist 
= 200 g) 


Walther 


Kalbshirn gesotten 
Kalbsbrötchen gesotten 
Schweinefleisch gebraten 

160—170 g 
Huhn gebraten und ge- 
sotten 220—250 g 

Kalbfleisch gebraten 

Schinken gekocht und roh 

geschabt 160 g 
Schinken m 1 / 2 1 Wasser 
Beefsteak roh 

„ gebraten 
Wiener Schnitzel 

Rindfleisch gesotten 

Hammelfleisch gebraten 

„ mit Y 2 1 Wasser 
Gans gebraten 
Ente gebraten 280 g 
Rindszunge geräuchert 


2 Std. 25—30 Min. 

2V 2 Std. 

2^—4 Std. 

27 4 -37 2 std. 

2Std.5oMin. — 3 Std 

55 Min - 

3 Std. 

47. Std. 
3—3% std. 
3 Std. 50 Min. 

37. Std- 

3 Std. 30 Min. — 4 St 

40 Min. 

37. std. 

5 Std. 25 Min. 

4 Std. 

47* std. 
47* std. 


Austern roh 72 g 
Kaviar 72 g 

Hecht, Schellfisch, Stockfisch, 
gesotten, letztere in Salz- 
wasser 

Hummer (72 g) (in Büchsen) 
Karpfen (gegen Mittag) 

Aal in Gelee, Hecht, Karpfen 
gesotten 

Hecht gesotten (nüchtern), 
Reinlachs in Salzwasser ge- 
sotten 

Bücklinge geräuchert (gegen 
Mittag), Karpfen geotten 
(nüchtern) 

Hering (Salzlake) 


i"/ 4 Std. 
2— 27 4 Std. 

27 4 std. 
a 1 /, std. 

2 3 / 4 Std. 

3 Std. 
37. std. 

4 Std. 


Menge meist = 150 g 

Apfel roh 
Kirschen-Kompot 
Blumenkohl-Salat 
Schwarzbrot, Schrotbrot, 
Kartoffelbrei 

Spargel gekocht, Radieschen- 
Salat 

Weissbrot , Kohlrabigemüse, 

Gurkensalat 
gelbe Rüben, Kartoffeln als 

Gemüse 
Spinat, Reis (IOO g) 
Linsen, Erbsenbrei (200 g) 


Croce 

1 Std. 55 Min. 

2 Std. 

27. std. 

2 Std. 40 Min. 

3 Std. 

3 Std. 10 Min. 

37. std. 

4 Std. 



Eichenberg Wolffhardt Schwaneberger Kaudewitz Schiele 

190 g Thee 250 g 280 g I Tasse 250 g Thee 

70 g Weissbrot 37, 2% 2 27, 2\— 2% Std. 

250 g Beefsteak 4 7 4 57. 4-47« 474~57. Std. 

gebraten (200 g Beefsteak, 

38 g Weissbrot, 
I Teller Suppe) 



1) Die nachfolgenden nach gleicher Methode (Kontrolle mit der Magensonde!) aus- 
geführten Untersuchungen sind sämtlich in Erlanger Dissertationen enthalten : Giggl- 
berger, Über die Dauer der Magenverdauung von Fleischspeisen etc. 3 887 p. 48 und 49. 
Walther, Dauer des Aufenthalts von Fischspeisen im Magen 1889 p. 31. Croce, 
Dauer des Aufenthalts von Vegetabilien im Magen 1889 p. 30. Eichenberg, Aufent- 
haltsdauer von Speisen im Magen bei Zufuhr von Salzsäure etc. Leipzig - Reudnitz 1889 
Tab. I. Wolffhardt, Einfluss des Alcohols auf die Magenverdauung. München 1890 
p. 6 (auch Müncbener medic. Wochenschrift 1890 Nr. 35). S c h wa n e b e r g e r , Einfluss 
der Alkalisalze... Leipzig 1891 p. 44 u. 45. Kaudewitz, Einfluss des Pilocarpins... 
München 1890 p. 7 (auch Münch, med. Wochenschrift). Schiele, Einfluss der Schlaf- 
mittel. . . Brandenburg 1891 Tab. I. 



/ 



190 



Physiologischer Teil 



Dauer der chemischen Magenverdauung 

Gosse 1 ), welcher ruminieren konnte, teilt in unverdauliche, minder 
verdauliche und leicht zu verdauende Speisen ein, welch' letztere in 1— 
l x / 2 Stunden in Chymus verwandelt sind. 

Eine 25jährige Kranke mit Magenfistel verdaute (Kr e ts chy) 2 ): 
Frühstück 4^2 Stund en 

(Maximum der Säure in 4. Stunde, 

neutrale Reaktion der Schleimhaut l 1 ^ Stunden später) 

Mittagsmahl (Fleisch, Reis, Brot) 7 Stunden 
(Säuremaximum in der 6. Stunde — 3 cm 8 = 0,022 Oxalsäure — 
neutrale Reaktion der Schleimhaut in der 7. Stunde) 

Abendessen 7 — 8 Stunden. 

Bei einem 30j. gesunden Mann (Kontrolle mittelst Magenpumpe und 
Mikroskop) fand Jessen 3 ) als Dauer der Verdauung: 

für je 100 g mit 1 g Kochsalz versetzten geschabten Bindfleisches (da- 
neben je 300 cm 3 Wasser) 

roh 2 Stunden 

halb gar gekocht 2\ „ 

ganz gar „ 3 

mit 5 g f halb gar gebraten 3 „ 

Butter I ganz gar „ 4 „ 

Es ergab sich ferner für je 100 g geschabten rohen Fleisches 
vom Bind 2 Stunden 

„ Hammel 2 „ 
„ Kalb 2i „ 

„ Schwein 3 „ 

Bei verschiedenen Fleischsorten (Schinken, Beefsteak, Kalb, Schwein) 
fand Giggib erger 4 ) die Muskelfasern in 2 J / 2 — 3 l / 2 Stunden ver- 
schwunden, beim Huhn und Bebhuhn in 2 Stunden 20 — 30 Minuten. 

Für Milch in Quantitäten, deren Eiweissgehalt = dem von 100 g 
Bindfleisch (Jessen) 3 ) 

602 cm 3 roher Kuhmilch 3£ Stunden 

602 „ gekochter „ 4 „ 

602 „ saurer „ 3 „ 

675 „ abgerahmter Kuhmilch 3£ „ 

656 „ roher Ziegenmilch 3$- „ 



1) Herrn Abt Spallanzani's Versuche über das Verdauungsgeschäft des Menschen 
und verschiedener Thierarten nebst einigen Bemerkungen des Herrn Sennebier, übersetzt 
von Chr. Fr. Michaelis 1785 p. 401 ff. 

2) Deutsches Archiv für klinische Medicin XVIII 1876 p. 527. 

3) Zeitschrift für Biologie XIX 1883 p. 149. 

4) 1. p. 189 c. Quantität beim Schinken 160 g, sonst 230 — 250 g. 



Magentemperatur, Pankreassaft 



191 



Vergleichende Analyse von Eiweisskörpern und. Pepton 



Kohlenstoff 
Wasserstoff 
Stickstoff 
Schwefel 



Fibrin 



52-51 
6,68 

17.34 



Maly *) 

Fibrin- 
pepton 
51,40 
6,95 
17.13 



Eiweiss 

52,9 
7.2 

15.8 4 ) 
1,14 



Herth 2 ) 

Eiweiss- 
pepton 

52,5 
7.0 

16,7 4 ) 
1,14 



Henninger 0 ) 
Fibrin- Eiweiss- 



pepton 

5M 
7,0 
16,7 
Asche 0,3 



pepton 

52,3 
70 
16,4 

0.5 



Kasei'n- 
pepton 

52,1 

7.0 
16,1 

1,1 



Temperatur im Magen verglichen mit der Rectaltemperatur 

(Quincke) 5 ) 

Bei einem 16jährigen gastrotomierten Knaben war die Temperatur im 
leeren Magen durchschnittlich 0,12° C höher als im gleichzeitig ge- 
messenen Rectum. 

Temperatur des Getränks 
4-5—7,5° 
44-49 
18,5—28,4 

„ 394-49 

Die Temperatur des Speisebreis sinkt im Magen bei Hunden in 2 — 3 Stunden um 
0,2—0,6° (v. Vintschgau und Dietl) 6 ). 

Die für den Magen bekömmlichsten Temperaturen der Getränke und Speisen s. u. in 
den „praktisch-medic. Analekten". 



250 — 500 cm 8 Wasser 
,, 

500 cm 8 Milch 



gleich genähert auf 0,5° 
25 34 Minuten 

27 14 
48 63 
40 26 



Pankre atischer Saft 

Menge: schwer zu bestimmen, ist auf 200 — 350 g geschätzt; 

bei einer 70jährigen (mit einer Fistel behafteten) Trau wurden 
täglich 80 — 125 g Flüssigkeit gesammelt (Lacompte) 7 ). 
Für 1 k Tier giebt Colin 8 ) pro Tag an : 

Pferd 16,8 g 

H4 ,, 
12,0 ,. 

7,2 „ 
2,4 



Rind 
Schaf 
Schwein 
Hund 



Spezifisches Gewicht (b. Hund) 
bei frischer Fistel 
„ permanenter „ 
Reaktion alkalisch. 



1,03 



1,010- 



-1,011 (C. Schmidt) 9 ). 



1) Archiv für die gesammte Physiologie IX 1874 p. 585. 

2) Zeitschrift für physiologische Chemie I 1877—78 p. 277. 

3) De la nature et du r61e physiologique des peptones. These de Paris 1878. 

4) A damkiew iecz, Natur und Nährwerth des Peptons 1877, giebt 17,4 u. 16,9 an. 

5) Archiv für experimentelle Pathologie und Pharmakologie 25. Bd. 1889 p. 376 — 378. 

6) Sitzungsberichte der mathemat.-naturwissenschaftlichen Classe der K. Akademie der 
Wissenschaften 60. Bd. 2. Abtheilung Jahrgang 1869 (Wien 1870) p. 697. 

7) Observation d'une fistule pancreatique chez l'homme 1876. Dass hier eine echte 
Pankreasfistel vorlag, wird übrigens von manchen bezweifelt. 

8) Comptes rendus de l'academie des sciences Tome XXXII 1851 p. 374 u. XXXHI 
1851 p. 85. 

9) Annalen der Chemie und Pharmacie XCII 1854 p. 38 und 38. 



192 



Physiologischer Teil 



Analyse vom Pankreassaft des Hunds (C. Schmidt): 



Unmittelbar 
nach der Operation *) 
900,76 
99,24 



90,44 
8,80 

0,58 

7,35 
0,02 
0,41! 

_ ) °.53 
0,32 

0,12 



Permanente 
Fistel 
980,45 

19,55 



Wasser 
Feste Stoffe 
darin 

Organische Substanz 
Asche 

und zwar . 
Natron 
Chlornatrium 
Chlorkalium 
Phosphorsaurer Kalk 
Phosphorsaures Magnesium 
,, Natron 

Kalk 
Magnesia 

Der Gehalt an festen Stoffen scheint ein ziemlich wechselnder zu sein 
23 — 100 °/ 00 (verschiedene Beobachter). 



12,71 
6,84 

3,31 
2,50 
0,93 

0,01 
0,01 



beim Hund 



Quantitatives Verhalten der Sekretion während der Verdauung (H e id e n h ai n) 8 ) 

(beim Hund) 

Maximum der Sekretion in den ersten 3 Stunden 
Sinken bis zur 5. — 7. Stunde 

Wieder-Ansteigen „ „ 9. — 11. „ 

Dann wieder Absinken und Erlöschen innerhalb der ersten 24 Stunden. 



Sekretionsdruck (Henry u. W 0 1 1 h e i m) 4 ) 
(Kaninchen). 

Manometer im pankreatischen Gang ergab als höchsten Druckwert 
219—225 mm Wasser == 16,8 — 17,3 mm Quecksilber. 



Absonderungsgeschwindigkeit pro Minute 5 ). 

2. Tag nach Anlegung der Fistel (Hund) : 



3. Tag: 





g 


0/o feste Stoffe 


vor der Fütterung 


0,026 


i.7 


unmittelbar nach Milchfütterung 


0,079 


3,06 


gleich darauf 


0,152 


2,54 


2 Stunden 25 Minuten später 


0,032 


3,23 


vor der Fütterung 


0,095 


i.99 


gleich darauf 


0,124 


2,83 


gleich darauf 


0,348 


1-44 



Galle 

Menge: Vorrat in der Gallenblase s. p. 60 u. 196. 

Die 24stündige Menge der frischen Galle wird geschätzt auf 
532,8 cm 3 ( v . Wittich) «■) 

453—566 g (W e s t p h al e n) 7 ), rund 500 g mit 1,0104 specif. Gewicht u. 

2,253 °/ 0 festem Rückstand (pro Tag 1 1,2667 g fester Rückstand). 



1) Bidder und Schmidt, 1. p. 180 c. p. 244. 

2) 1. p. 191 cit. 

3) in Hermann's Handbuch der Physiologie V, 1 p. 182. 

4) Archiv für die gesammte Physiologie XIV 1877 p. 465. 

5) Heidenhain 1. c. p 198 

6) Frau mit Gallenfistel. Archiv f. die gesammte Physiologie VI 1872 p. 181. 

7) Deutsches Archiv f. klin. Medicin XI 1873 p. 588. 32j. Mann mit Gallenfistel. 



Gnllensekretion 



193 



652 (145 — 945) g, enthaltend 20,62 (11,74 — 37,0) feste Galle 

(J. Ranke) 1 ). 

Es wird gerechnet pro Kilo und Tag im Mittel (g) : 

J.Ranke 1 ) W e stphal en 2 ) 

Müssige Galle 14,0 (8,83—20,11) 7,34 

Feste Stoffe 0,44 (0,25— 0,8) 0,166 

(Ein Teil der Galle floss 
in den Darm ab) 

Sekretion (Bidder u. Schmidt) 3 ) 
a) pro Kilo und Tag 
Katze 14,5 g Kaninchen 136,8 g 

Hund 19,9 „ Meerschweinchen 175,8 „ (Friedländer u. Barisch) ) 
Schaf 25,4 „ 

b) 24stündige Menge und ihre Beziehung zu Körper- und Lebergewicht 

Schaf Kaninchen Meerschweinchen 

Mittleres Körpergewicht 23377 g I5 2 5> 8 g 5 l8 g 

Verhältnis zum Körpergewicht I : 37,5 I : 8,2 I : 5,6 

„ „ Lebergewicht 1,507 : I 4,064 : I 4,467 : I 

Trockene Galle auf 1 k Leber 

in 1 Stunde 4^3 g 3>74 g 2 &7 g 



Schwankungen in der Quantität und Qualität der Sekretion 
Aus einer, im einzelnen übrigens nicht übereinstimmenden, Reihe von Beobachtungen 
(Bidder u. Schmidt, Fr. Arnold, Kölliker u. H. Müller) entnimmt Hei- 
denhain 5 ) 

ein erstes Maximum der Absonderungsgeschwindigkeit um die 3. — 5. Stunde 



zweites 



nach der Nahrungsaufnahme 



13—15. 



Nach Bidder und Schmidt 3 ) berechnet sich für den Hund 
für die Absonderungsgeschwindigkeit 



von 0,7 — 0,9 g pro Kilo und Stunde 
>, 1)4 )> >, ,, ,, 

») *>5 t) J> »> M 



O/o Gehalt 
an festen Bestandteilen 
3.0—8,1 

3,5—9,5 
2,2—7,1 



Sekretionsdruck 

in den Gallenwegen des Meerschweinchens 200 (184 — 212) mm Gallenhöhe (Friedlän- 
der u. B a r i s ch). 

Der Gallendruck ist wesentlich höher als der Pfortaderdruck (H ei de n h ai n). 



1) 1. p. 128 c. p. 149. — 38j. 47 k schwerer Mann mit Lungenleberfistel. 

2) 1. p. 192 c. 

3) I. p. 180 c. 

4) Archiv für Anatomie , Physiologie und wissenschaftliche Medicin 1860 p. 646 
und 659. 

5) Hermann's Handbuch V, 1 p. 254 u. 289. 



Vierordt-, Dat. u. Tabell. f. Med. 2. Aufl. 



13 



/ 



194 



Physiologischer Teil 



Analysen von relativ normaler M ens ch en gal 1 e 
a) Galle bei plötzlichem (gewaltsamem) Tod 



Frerichs 1 ) 
18j. Mann 
(Sturz) 



Wasser s ) 
feste Stoffe 3 ) 
gallensaure Alkalien 
Fett 

Cholesterin 

Schleim und Farbstoff 3 ) 
Mineralisches 
und zwar : 

Chlornatrium 

phosphorsaures Natrium 

Erdphosphate 

Gips 

Eisenoxyd 



22j. Mann 
(Verwundung 
des Bauchs) 



Gorup-Besan ez 2 ) 
49j. Mann 29j. Frau 
(Enthauptuug) (Enthauptung) 



860,0 
140,0 
102,2 
3.2 
1,6 
26,6 

6,5 

2-5 
2,0 

1,8 
0,2 
Spur 



859.2 
140,8 

91,4 

9,2 

2,6 
29,8 
7,7 

2,0 

2-5 

2,8 
0,4 
Spur 



822,7 

177,3 
107,9 

47,3 

22,1 
10,8 



898,1 
101,9 

56,5 

30,9 

14,5 
6,3 



b) Bei Sektionen gesammelte Galle normaler Lebern 

Gerald 
Hoppe- F. Y e o und 
Seyler 6 ) Herroun 7 ) 

986,532 



Trifa- 
nowsky 4 ) 



N. S o c 0 1 0 f f 6 ) 



Wasser 
feste Stoffe 
glykocholsaures Natrium 
taurocholsaures Natrium 
Schwefel des taurocholsauren 
Salzes (6,2 0/ 0 desselben) 
Seifen der Öl- und Fettsäuren 
Cholesterin 
Lecithin 
Fette 
Mucin 

organische, in Alkohol un- 
lösliche Stoffe 
Eisen 



910,79 
89,21 



4,37 




30.3 


19,25 


15,67 


8-7 


16,32 


0,92 


0.516 


H,53 


13,9 


3,35 




3,5 


0,17 




5,3 


3-59 




7,3 


12,98 




12,9 




| 37,24 




H,59 




M 


0,039—0,115 


(P. A. Young 8 


) 0,066 



13-468 
1,65 

0,55 



0,38 
1,48 



c) Fistelgalle (0. J a c 0 b s e n) 9 ) 

(kräftiger Mann) 

Wasser feste Stoffe 

977,6 22,4 
977,2 22,8 



Mittel 977,4 



22,6 



1) Hannoversche Annalen für die gesammte Heilkunde V. Jahrgang 1845 (1. Heft) p. 43. 

2) Vierteljahrsschrift für die praktische Heilkunde , herausgegeben von der medicin. 
Facultät in Prag 8. Jahrgang 1851 (31. Bd. der ganzen Folge) p. 86. 

3) 2 Analysen von Gorup-Besanez (1. c. und Untersuchungen über Galle, Er- 
langer Habilitationsschrift 1846) bei einem 68,j. durch Sturz und einem 12j. durch Ver- 
wundung getöteten männlichen Individuum ergaben : 

Wasser 908,7 
feste Stoffe 91,3 
Schleim und Farbstoff 17,6 

4) Archiv für die gesammte Physiologie IX 1874 p. 492. 

5) ibid. XII 1876 p. 54. Mittel aus 6 Analysen. 

6) Physiologische Chemie II p. 301 ff. 

7) Journal of Physiology V 1884 p. 116. Fistel des Ductus choledochus bei einem 
48j. Mann. 

8) The Journal of anatomy and physiology V 1871 p. 163. 6 Analysen. 

9) Berichte der Deutschen chemischen Gesellschaft 6 Bd. 1873 p. 1026. 



828,1 
171,9 
23,9 



Gallenanalyse 



195 



Organische Bestandteile 
in O/o der trockenen Galle 



Asche 



in Äther 
löslich 

3,H % 

im Alko- 
holauszug 



2,49 
0,44 

0,21 



Cholesterin 

Fett u. ölsaures Natrium 
Lecithin (berechnet aus 

dem Phosphor) 
glykocholsaures Natrium 44,80 
Palmitin- und stearin- 
saures Natrium 6,40 
in Alkohol und Äther Unlösliches 10,00 



Chlornatrium 
Chlorkalium 
kohlensaures Natrium 
phosphors. Natrium 
phosphors. Calcium 



in 0/ 0 der 
trocknen 
Galle 

24,51 
1,27 
4-18 
5,98 
1,67 



in O/o 
der Asche 

65,16 

3-39 
II, II 

15,91 
4,44 



37,61 (100,01) 



(64,34) 

Grallenanalysen beider Geschlechter in verschiedenen 

Lebensaltern (E. Ritter) 1 ) 
(pro 1000 Teile) 



Alter 



a) Männer 

14 Jahre 
21 

23 » 

25 <> 

28 „ 

38 „ 

4° „ 

43 „ 

48 „ 

5i „ 

62 ,, 

69 



fester 
Rück- 
stand 



I3M 
129,0 

117,6 
128,2 

156,4 
120,0 

H7,5 
I364 
148,6 
109,2 
134,1 

H2,5 



Mittel 38,5 



b) Weiber 

17 Jahre 

35 „ 
39 „ 



i34,i 

126,1 
H9,7 
125,9 



orga- 
nische 



unorga- 
nische 



Stoffe 



glykochol- 
saures 



taurochol- 
saures 



Natrium 



in 



jj £ .5 

•— 6- jz 



:o 

Ih 

2 P.B 



Chole- 
sterin 



120,0 


n,4 


4i.9 


29,1 






118,8 


10,2 


39,6 


16,4 






111,7 


5,9 


4<>,9 


25,1 






122,2 


5,8 


44-9 


23,25 


3,i 


1,6 




9,3 


56,9 


32,04 


3,7 


1.6 


118,8 


10,2 


39,6 


16,4 






138,9 


8,6 


58,9 


30,1 


3,6 


1,8 






51,2 


21,14 










50,1 


42,88 






103,5 


5,7 


43,9 


29,1 


3,2 


o,9 


126,9 


7,2 


5i,4 


38,84 


2,8 




134,3 


8,2 


499 


361 


2,9 


1.7 


124,2 


8,25 


47,4 


28.36 


3,5 


i,5 


"9.4 


6.7 


53.1 


15,9 






112,3 


6.4 


5648 


25,52 


4,2 


i,9 






39,7 


24.32 






1 "5,8 


6,55 


4976 


21,91 


4,2 


1,7 


| 120,0 


7,40 


48,58 


25,13 


3,85 





Mittel 30,3 
Gesamtmittel 37 



J. 



123,9 
129,0 



Für 1000 Teile Galle stellt Heaunis 2 ) folgende runde Mittelzahlen auf: 



Wasser 


880 


feste Stoffe 


120 


. und zwar : 




gallensaure Salze 


75 


Farbstoffe 8 ) 


10 (?) 


Cholesterin 


5 


Fett und Seifen 


12 


Mucin 


10 


anorganische Salze 


8 



1) Bulletin de la Societe des sciences de Nancy 1876. — Es sind nur plötzliche 
Todesarten (Selbstmord, Enthauptung etc.) vertreten 

2) 1. p. 156 c. p. 708. 3) Die Schweinegalle enthält 0,3°/ n0 Bilirubin (Vierordt). 

13* 



/ 



» 

er 
e 
a 



c 

B 

a. 
n> 

S 
B 
&- 

B" 



o 
ET 



er 

3 



1*1 
1*1 



53 



oo 

CD 
CT) 



C 
B 

Ä 

Co 
CO 
O 



3 g* 

2. r - 

B" B- 

2. £. 

wi vT 

c p 



o a r 

2.- 2 2. 

7 B" E? 



ft oo 
S 

£. B 

n> B 

°> 5 

r-r CD 

o 



E ST 2- ° 



o 



g 3 3' 

02 I S 

* 8 I" 

2 *■ S- 

y I " 

03 



■ % 



I I 
P 



er 
b' 

*J 

CD 
ST 

B 



O Oo O p p^, 

10 I N »i I 



to 
Ol 
to 



O 
mJ 
4» 



Ol 



Ol Oi 



M P 
4> 



tO 

P OO O O O ^ 
ii CJiGJ >h | 
WM m | 

mm o 



p t c« o 
~bo' 
4* 

00 



öi 



O Oh 

00 



ro 



O | 

»•» I 10 

b 



oo o 
O oi 



O 

i- 



J-i o 
"to ö> 

01 P P P V 

. Ck> lo üi I 
h-i Ol C\ O 

4> 4- 
4» 



p 



Ol 
oi 



O 

-~J 
Ol 

I 

o 

4* 



o - 



10 

VI 



O 
4> 



O 
4* 



4» 



5' g> 

-I ^ B 

cd co, 

° II 

s* s 
cd ~. 

0C i 

oo 2. 
— ™ 

N B 



» « g 

SD 

oog- 
r* 3. _ 
» I) P 
m. B- » 

IT ST 



cd < 

s. » 

CD fü 



CD 



• CA 

N 



CT? 



-° o 



P P 
O O O « -v» 1-1 

? T TT 

o c ~ 



« 0 
o « 

OOmOJ 
0\-&» Ol 



Ol 



l-l "vj , 
004» 



CO •-> 

00 O 
OJ 



H 

CO 



03 OJ 
er oi 

© 



00 _ 

'P 0 

p p 00 00 00 o-^ O 



p p p 



o 

I 00 

Ol 



0 p p *p 
O 1-1 •--» 

i-i -P» 

Ol 



O 1-1 

o o 

o 00 



(0 1- 

• 

I o 



Ol 



O O 

8 0 

O 01 



P o P 

2-S^^pp 

-i O Ol 00 N 



0 o 

INI II 

OOO 00VO 11 1-1 



O to CTivO 

1-1 Ol Ol 



O 

o OJ 



O O 

o b 

Ol 



b p p 

l-l to Ol 
1- 01 to 



P P P 



o 

1-1 o 

HlOb"* 

O O CT\ to 

MM 

00VO M H 

« O 



g 

o 

B 



OO O w 

» u y ui ui o>-Pi -f» 01 

£2 II I M I 

co oi O O OovO >-i to 

03,",° " 
t» to 



to 



p\' 

001 
o 



CD 

s 

c 

B 
P 



» 

Cß 
CD 

Q 

CT 

CD 



CD 

a>9 

CD 

CT 

O 

»-S 

CD 

1=1 

CD 

P 

(=1 
P 

Pj 

cc 

ja: 
(K3 

! » 

P 

ort? 

CD 
P 



o 
p 
er 
o 

h-i • 

et- 
OD 
O 
P- 



01 
Ol 



o 



to 

4» 



tO Ol 1 
00 to I 



p 

to 

Ol 

I 

p 



000 

b b b I 

^ -Ii. to p o 
01 01 4» 



O 1-1 00 0 1- 
9 ^4» 01 O - M 

Ol Ol Ol Ol MJ to 

I I I I 

Ii Ol 

Ö\>b oo-T P oj 

tO Q tO 



B" 



Galle, Darmsaft, Darmgase 



197 



Analyse einiger Gr a 11 e n f a r bs tof f e 



Bilirubin C 32 H 3 °N*O e 

Biliverdin O 32 H 36 N* 0 B 

Choletelin O 32 H 36 N* O 12 

Bilifuscin C 32 H*°N*0* 

Biliprasin C 32 H« N* O 12 

Hydrobilirubin C 32 H u N* O 1 
(Urobilin) 

(Hämoglobin s. p. 143). 



enthält 



Sauerstoff 
16,8 0/ 0 

21,2 

3°,o 



Kohlenstoff 

6 1,7 % 
63,6 

55.5 



Stickstoff 
9,8 o/o 
9,3 
9, 1 



Gase der G-alle 



Für Kohlensäure schwanken die Angaben zwischen 3,16 — 79,6 °/ 0 

(Pflüger) 1 ), B ogo lj ub 0 w) 2 ) 
Stickstoff 9,13 °/ 0 (Noel) 3 ) — 

sonst werden für Stickstoff und Sauerstoff nur Spuren angegeben. 

Darmsaft (des Hunds) 

Menge: auf 30 cm 2 Darmfläche wurden pro Stunde im Maximum 4 g 

erhalten (Thiry) 4 ). 
Spezi f. Gewicht: 1,0115. 



Analyse (Thiry) 4 ) 

Wasser 975,861 

Eiweiss 8,013 

andere organische Stoffe 7,337 

Salze 8,789 

Im Duodenalsaft fand W. Busch 5 ) 3,8—7,4 °/ 0 feste Stoffe. 



Gase des menschlichen Dünndarms (Volumprocente) 

Magendieu. Chevreul 6 ) Planer 7 ) Tappeiner 8 ) 





I 


II 


III 


I 


II 


(30 J.) 




(34 Jahre) 


(25 J.) 


(23 J.) 






Kohlensäure 


24.39 


40,0 


25,0 


16,23 


32,27 


28.40 


Wasserstoff 


55.53 


51.15 


8,4 


4,04 


35,55 


3.89 


Stickstoff 


20,08 


8,85 


66,6 


79,73 


31,63 


} 67,71 


Sauerstoff 










0,05 (?.) 



1) Archiv für die gesammte Physiologie II 1869 p. 156. 

2) Arbeiten des Laboratoriums zu Kasan (russisch) 1872 II. Heft. 

3) Etüde generale sur les variations physiologiques des gaz du sang 1876. 

4) Sitzungsberichte der mathematisch-physikal. Classe der k. Akademie der Wissen- 
schaften zu Wien 50. Bd. Abtheilung I (Jahrgang 1864) p. 77. 

5) 1. p. 187 c. 

6) Annales de chimie et de physique Bd. II 1816 p. 294 u. 295. — Die Gase sind 
Hingerichteten entnommen. 

7) 1. p. 186 cit. 

8) 1. p. 186 cit. p. 229. — Die Gasestammen aus dem Ileum. Die Kost s. ibid. p. 227. 



198 • 



Physiologischer Teil 



Nahrung : 


Milch 




I 


II 


Kohlensaure 


16,8 


9,9 


Wasserstoff 


43-3 


54-2 


Sumpfgas 


0,9 




Stickstoff 


38,3 


36,7 



Gase des menschlichen Dickdarms 

a) nach Rüge 1 ) 
Fleisch 

II 

12,4 



I 

13-6 

3-o 

37,4 

45,9 



2,1 

27-5 
57,8 



III 

8,4 

o,7 
26,4 
64,4 



I 

34,o 
2,3 
44-5 
19,« 



Hülsenfrüchte 
II 
38,4 
i,5 
49,3 
10,6 



III 
21,0 
4,0 
55.9 
18,9 



^ Im Dickdarm, nicht aber im Dünndarm, von Hunden fand Planer bei Fleischkost 
3 Stunden nach der Fütterung 0,8 Volumprocente Schwefelwasserstoffgas. Es fehlte bei 
Fütterung mit Hülsenfrüchten. 



b) nach Tappeiner 2 ) 

Mastdarm 
Dickdarm (oberer Teil) 

Kohlensäure | 36,40 

Schwefelwasserstoff / 9 I ,9 2 — 

Wasserstoff 0,46 — 

Sumpfgas 0,06 0,90 

Stickstoff 7,46 62,76 

Darmgase der Kinder 

Magen und Darm Neugeborener enthalten erst, wenn geatmet wurde, Gas (Breslau) B ), 
z. Teil von abgeschluckter Luft. 

Säuglinge entleeren Gase, welche wahrscheinlich aus Stickstoff, Kohlensäure und Was- 
serstoff bestehen. 



Portbewegung des Darminhalts 

Bei Gemüse nahrung, die gänzlich abgebrochen wird, kann man das 
Chlorophyll noch 3 Tage lang im Darminhalt spektroskopisch nach- 
weisen (C h auta r d) 4 ). 

In einer 24 cm oberhalb der Bauhin'schen Klappe befindlichen Darm- 
fistel einer 49jährigen Magd erschien Suppe und Fleisch zuerst 3 Stunden 
nach der Mahlzeit, die letzten Portionen nach 5 — 6 Stunden (Braune) 5 ). 

An einer älteren Frau mit Anus praeternaturalis nach Resek- 
tion der untersten Ileumschlinge und des Coecum beobachteten Mac- 
fadyen, Nencki und Sieb er 6 ) bei einer vorwiegend animalischen 
Kost (100 g Fleisch, 100 Milch, 2 Eier, 1050 Bouillon, 260 g Brot, 200 
Griesbrei, Getränke (neben Kaffee) 200 Wasser, 200 Wein, 150 Grog etc.) : 
grüne Erbsen (200 g) mittags erscheinen, zuerst nach 5 1 | 2 , zuletzt nach 
23 Stunden, mit dem Kaffee genossene 125 g zuerst nach 2 x / 4 , zuletzt 
nach 10 Stunden. 



1) Sitzungsber. d. math.-nat. Classe der Akad. zu Wien 44. Bd. Abtheilung H (Jahr- 
gang 1861) 1862 p. 739. Die Gase sind durch den After am Lebenden aufgefangen. 

2) 1. p. 186 cit. p 229. 

3) Monatsschrift für Geburtskunde und Frauenkrankheiten XXVHI 1866 p. 1. 

4) Comptes rendus LXXVI. Bd. 1873 p. 103. 

5) Virchow's Archiv XIX 1860 p. 470. — Zu ähnlichen Resultaten gelangte Loss- 
nitz er, Archiv der Heilkunde V 1864 p. 550, auch Leipziger Dissertation 1864: Einige 
Versuche über die Verdauung der Eiweisskörper. 

6) Archiv für experimentelle Pathologie und Pharmakologie 28. Bd. p. 311. 



Exkremente 



199 



Mit der Kost gemischtes Salol giebt die erste Reaktion frühestens 
nach 2 Stunden, am stärksten nach 3 — 5, zuletzt noch nach 8 — 9 resp. 
14 — 16 Stunden. 

Im feuchten Darminhalt ist weniger als l°/ ö coagulier.bares Ei- 
weiss, 5°/ 0 Eixa, Zucker schwankend bis zu 4 3 / 4 %. Im trockenen 
Rückstand 5,39— 6,78 °/ 0 Stickstoff (entsprechend 30— 40°/ 0 Eiweiss), 
15 °/ anorganische Salze und Fette. Säuregehalt des Eiltrats bis zu 
0,21 o/ 0 . 

Von den Eiweissstoffen der Nahrung gehen nur 14 1 / 4 °/ 0 in den Dick- 
darm^über. — Das Rectum kann von eingeführtem Eiweiss 30 — 40 g 
resorbieren. 

Exkremente des Erwachsenen 

Menge in 24 Stunden: c. 170 g (60—250); ausnahmsweise (vegetabilische 

Kost) 400-500 g. 
Vegetarianer : 75 g trockener Kot gegen 31 g bei gewöhnlicher 
mittlerer Nahrung (Constantinidi) 1 ). 

Analyse der Faeces (Wehsarg) 2 ) 

Aus zahlreichen Bestimmungen ergab sich: 
Wasser und andere bei 120° flüchtige Stoffe 73,3 (82,6— 68,3) °/ 0 
bei 120° getrockneter Rückstand 26,7 (17,4 — 31,7) „ 

feste Stoffe pro 24 Stunden o. 30 g (16—57) 

unverdaute Stoffe 0,8 — 8,2 g 

Auf den trockenen Rückstand berechnet, betrug: 

Ätherextrakt (besonders Eett) im Mittel 11,5 °/ 0 (8,5—58,2) 
Alkoholextrakt „ „ 15,6 „ 

Wasserextrakt „ „ 20,0 „ 

Berzelius 3 ) fand 75,3 Wasser, 24,7 feste Stoffe, worunter 1,2 
Salze, 0,9 Eiweiss. 

Das die braune Färbung der Faeces (d. Erwachsenen) hauptsächlich 
bedingende Hy drob il irub in (s. p. 197) wird etwa in der Menge von 
0,36 g pro 24 Stunden ausgeschieden (Vierordt) 4 ). 

Bei (nahezu) stickstofffreier Kost fand Rieder 6 ) im erwachsenen Mann in dreitägigen 
Versuchsreihen pro Tag im Mittel 0,73 (0,54—0,87) g Stickstoff im Kot bei 7,16—9,50 
Stickstoff im Harn. 



1) Mitgeteilt von Voit: Sitzungsberichte der math.-naturwissenschaftl. Classe der 
k. b. Akademie der Wissenschaften zu München 1887 p. 63. 

2) Mikroskopische und chemische Untersuchungen der Faeces gesunder , erwachsener 
Menschen. Giessener Dissertation 1853. 3) 1. p. 126 c. 259. 

4) Die quantitative Spektralanalyse in ihrer Anwendung auf Physiologie , Physik, 
Chemie und Technologie 1876 p. 103 

5) Zeitschrift für Biologie XX. Bd. 1884 p. 378, auch Münchener Dissertation: Be- 
stimmung der Menge des im Kot befindlichen, nicht von der Nahrung herrührenden Stick- 
stoffes. 



200 



Physiologischer Teil 



Anorganische Bestandteile der Faeces (Enderlin) 1 ) 

in Wasser j 1,37 Kochsalz und schwefelsaures Natron 
löslich j 2,63 phosphorsaures Natron 
80,37 phosphorsaure Erden 
in Wasser I 2,09 phosphorsaures Eisen 
unlöslich l 4,53 schwefelsaurer Kalk 
7,94 Kieselsäure 



I 



4,0 



94,93 



Weitere Analysen (Porter) 2 ) 



Kali 6,io 0/ 0 18,49 0/ 0 

Natron 5,07 (F leitmann) 3 ) 

Kalk 26,46 

Magnesia 10,54 

Eisenoxyd 2,50 



als 
Anhydrid 

Kochsalz 



Phosphorsäure 36,03 0/o 
Schwefelsäure 3,13 
Kohlensäure 5,07 

4,33 



Chlornatrium der Faeces s. a. u. [Röhmann] „Chlornatriumausscheidung des Körpers". 



Meconium 

wird ausgeschieden in den ersten 2( — 3) Tagen nach der G-eburt 
in der Gesamtmenge von 60 — 90 g 
pro einzelne Entleerung 2 — 20 g (Bouchaud) 4 ). 



Analysen : 

J. Davy 6 ) Zweifel 6 ) 
I II 

Wasser 72,7 0/ 0 79,78 80,45 

feste Stoffe 27,3 20,22 19,55 

Asche _ 0,978 0,87 1,238 6 ) 

Cholesterin (und Margarin) J 0,797 — 
Fette \ °'7 
Schleim und Epithelreste 23,6 
Gallenfarbstoff und Olein 3 



0,772 



In 4 Aschenanalysen fand Z weifel 6 ) 2,53— 8,68 °/ 0 Chlor, 1,6—7,8 °/ 0 
Phosphorsäure, phosphorsaures Eisen 1,7 — 3,4 °/ 0 , Kalk 5,7 — 31,8 °/ 0 \ 

Die Asche ermittelte E. Müller 7 ) = 6,20 ö / 0 , in diesen 24,42 °/ 0 
Alkalien, 47,05 °/ 0 Schwefelsäure, 10,6 °/ 0 Phosphorsäure. 



1) Annalen der Chemie und Pharmacie XLIX 1844 p. 335. 

2) ibid. LXXI 1849 p. 109 u. 110. Er fand im Mittel 6,69 0/ 0 Asche, die Asche von 
4 Tagen = 11,47 g. 

3) Poggendorffs Annalen der Physik und Chemie LXXVI 1849 p. 356. 

4) 1. p. 14 c. 

5) Medico-chirurgical Transactions of the Royal medical and chirurgical Society of 
London XXVII 1844 p. 192. 

6) Archiv für Gynaekologie VII 1875 p. 474. 

7) Zeitschrift für Biologie 20 Bd. 1884 p. 332, auch Münchener Dissertation 1884 : 
über den normalen Kot des Fleischfressers. 



Exkremente 



201 



Exkremente des Säuglings 

Menge: 80g in 24 Stunden (Bouctaud) 1 ). 

Camer er 2 ) erhielt bei 2 Mädchen: (I, II) in 4— lOtägigen Beob- 



achtungsreihen 

Alter Versuchsperson Gewicht der Faeces (g) 

1 Tag I 51 

2 1 26 

5 Monat H 56 (35—87) 

7 „ I 53 

12 „ I 102 



Uf feimann 3 ) rechnet auf 1 k Körpergewicht des Säuglings c. 3 g 
Ausleerungen. 

Zahl der Ausleerungen: 1—3 pro Tag, nach andern 2—4. 

Analyse der Faeces (H. Wegscheider) 4 ) : 

frisch Trockensuhstanz 

Wasser 85,13 % 

14,87 | organische Stoffe- 13,71 92,09% 
feste Stoffe { Salze 1,16 7,91 

Im besonderen (Mittel aus 10 Analysen) : 

Mucin, Epithelreste und Kalkseifen 5,39% Asche derselben 0.062 

Cholesterin 0,32 

Fette und Fettsäuren 1,44 

Alkoholextrakt 0,82 

Wasserextrakt 5,35 

anorganische Salze 1,36 

Uf feimann 3 ) fand in 100 Teilen Säuglingsfaeces durchschnittlich: 
1,5 unorganische Substanz (30 % der Asche bestanden aus Kalk) 3 ) 
13,5 organische „ 
in letzterer: 

Fett und Fettsäuren 2 — 3 
Protein Spuren bis 0,2 

Cholesterin i. Mittel 0,1 (bis zu 0,2) = 0,8% der Trockensubstanz. 
Der grösste Teil des Restes (8,0 — 8,5) besteht aus Kokken, Epithel- 
zellen, Mucin, der kleinere aus Gallenbestandteilen, auch wohl Leucin und 
Tyrosin. 

In normalen Stuhlgängen von Brustkindern fand Tchernoff 5 ) 
durchschnittlich 5,26% Stickstoff (= 33,3% Eiweiss) , bei künstlich mit 
Milch ernährten gegen 4,4% Stickstoff. 



1) l. p. 14 c. 

2) Zeitschrift für Biologie XIV 1878 p. 383. 

3) Deutsches Archiv für klinische Mediän XXVIII 1881 p. 442, 466—470. 

4) Uber die normale Verdauung bei Säuglingen. Strassburger Dissertation. Berlin 
1875. 

5) Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung N. F. 28. Bd. 1688 p. 6 u. 7. 



202 Physiologischer Teil 

Trockenrückstand der Faeces von Säuglingen wurde gefunden 
14,8 °/ 0 (Reich ard) — 3monatliches Kind 
11,87 „ (Biedert) 1 ) 

15,1 „ (U ffel mann) 2 ) — Kinder von 32 und 38 Wochen 
16,72 „ (Camer er) 3 ) — Muttermilch 
2 ^,3 n „ — sehr reichliche Kuhmilchnahrung. 

Exkremente vom 2. — 17. Jahr 
a) 2 — 12jährige Kinder (A. S c h ab a n o w a) *) 



Alter 
in Jahren 

2 

»7. 

3 

4 

5 
6 

8 

8% 
9 
io 

1 1 
1 1 







auf 1 k 




24stiindige 
Kotmenge (g) 


Körpergewicht 




fester Bestand 


Nahrung 


teile der 






Nahrung 


50,0 




44,2 


220 


40,0 


3.2 


36,6 


210 


277 


2,5 


25,2 


200,3 


34-5 


3.1 


30,4 


134 


39,5 


2,6 


33,8 


153 


72,5 


4,6 


62,2 


281 


48,2 


2,3 


37,8 


190 


111,1 


6,0 


104,3 


386 


68,5 


3.0 


64,3 


237 


94-4 


35 


88,6 


320 


67,5 


2,6 


634 


235 


II5-7 


4-1 


107,0 


400 



b) Zahl der Entleerungen, Menge des Kots und dessen 
Fixa 5 ) vom 2. bis 17. Jahr (Camerer) 6 ) 



Versuchs- 
person 


Alter 


mittleres 
Körper- 
gewicht 

00 


Entleerungen 
pro 24 
Stunden 


Menge 

(g) 


% Fixa des fri- 
schen Aus- 
nützungskots 


Kot pro 1 k 
Körpergewicht 

(g) 


Mädchen 


2 


10,8 


1,6 


62 


20,6 


5.7 


dasselbe 


37. 


13 


1,05 


54 


21,6 


4,2 


i) 


5 


16,2 


0,83 


94 


17,3 


5,8 


Mädchen 


37« 


13-3 


1,2 


101 


24,6 


7,6 


dasselbe 


5 


«54 


0,87 


70 


23,6 


4,5 


}i 


7 


18,8 


0,58 


57 


23,5 


3>o 




10 


23,5 


0.96 


53.7 


23,7 


2,3 


Knabe 


57« 


18 


1,0 


134 


20,7 


7,4 • 


derselbe 


7 


21,1 


0,92 


129 


17,4 


6,1 


»j 


9 




0,83 


105 


23,5 


4-2 


,, 


'27, 


31.2 


0,58 


109,1 


24,07 


3,5 


Mädchen 


9 


22,7 


0,9 


117 


24,7 


5,2 


dasselbe 


1 1 


26,3 


0,92 


93 


23,7 


3,5 


,1 


»7. 


32.6 


o,54 


58 


25,9 


1,8 


»i 


15 


43,3 


0,50 


56,8 


22,72 


i.3 


Mädchen 


11 


23,4 


0,9 - 


128 


20,9 


5.5 


dasselbe 


13 


30,3 


0,71 


103 


15,6 


o,34 


.» 


«47. 


35-7 


0,46 


74 


23,4 


0,21 


i) 


17 


39,6 


0,58 


84,5 


17,63 


0,21 



l) Die Kinderernährung im Säuglingsalter 1880. 2) 1. c. p. 456. 
3) 1. p. 201 c. 395. 4) Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung. N. F. 
XIV 1879 p 294 3— 7tägige Beobaehtungsreihen. 

5) Der Stickstoffgehalt des Kots s. u. „Stoffwechsel des Kinds«'. 

6) Zeitschrift für Biologie XVI. Bd. 1880 p. 32 u. 33, XVIII. Bd. 1882 p. 230, XX. Bd. 
1884 p. 576 u 577, XXIV. Bd. 1888 p. 154 — je 4tägige Versuchsreihe bei gemischter Kost 
Kinder eines Arztes. In der 4. Untersuchungsreihe ist 4as als „kränklich" bezeichnete 
jüngste Mädchen unberücksichtigt geblieben. 



Leberfunktion 



203 



Leberfunktion (ohne Gallenbildung) 

(Galle s. p. 192 ff.) 

Analyse der menschlichen Leber (v. Bibra) 1 ) 

Wasser 76,17 °/o 

feste Stoffe 23,83 

unlösliche Gewebe 9,44 

lösliches Eiweiss 2,4 

Glutin 3.37 

Extraktivstoffe 6,07 

Fett 2,5 

Analyse der Leberasche (Oidtmann) 2 ) 

Erwachsener Kind 

Kali 25,230/0 34,72 

Natron 14,51 11 ' 2 7 

Magnesia 0,20 0,07 

Kalk 3- 61 °>33 

Chlor 2,58 4» 21 

Phosphorsäure 50,18 4 2 >75 

Schwefelsäure 0,92 0,91 

Kieselerde 0,27 0,18 

Eisenoxyd 2,74 \ - 

Metalloxyde 0,16 J D ^ D 

Bei einem 32j. und 42j. traumatisch verstorbenen Mann fand H. Stahel 3 ) pro 
100 g trockene Lebersubstanz 0,167 und 0,201 g Eisen (s. a. u. bei Milz), Zaleski 4 ) 
beim 8monatl. Fötus 0,1476 

Glykogengehalt der Leber 

Bei 3 neugeborenen Kindern fand A. Cr am er 5 ) 1,0— 1,2— 2,15 im Mittel 1,450/0 Glykogen. 
Bei verschiedenen Tieren sind 1,5—4% gefunden worden. 

Zuckerbildung in der Leber 

Eine dem lebenden Tier entnommene Leber zeigte nach D a lt o n 6 ) : 
nach 5 Sekunden 1,8 °/ 00 Traubenzucker 
„ 15 Minuten 6,8 „ „ 
„ 1 Stunde 10,3 „ „ 
für die normale Leber kann 0,2—0,6 pro mille angenommen werden. 

Die tägliche Zuckerbildung der Leber schätzt S e e g e n 7 ) (analog 
dem Hund) auf 700—800 g. 

Zuckergehalt des Bluts 

für den Menschen 0,90 p. mille (Cl. Bernard) 8 ) 

„ 20— 30j. gesunde „ 1,70,, „ (Seegen) 9 ). 

Andere Untersucher geben bloss 1 / 4000 — Vsooo an - 
Der von Bernard behauptete grössere Zuckergehalt der Lebervene gegenüber der 
Pfortader wird von anderen bestritten. 



1) Chemische Fragmente über die Leber und die Galle 1849. 

2) Die anorganischen Bestandtheile der Leber und Milz und der meisten anderen 
thierischen Drüsen. Würzburger Preisschrift (Linnich) 1858. 

3) Virchow's Archiv 85. Bd. 1881 p. 47. 

4) Zeitschrift für physiologische Chemie X. Bd. 1886 p. 475. 

5) Zeitschrift für Biologie 24. Bd. 1888 p. 75. Külz' Kalimethode. 

6) Sugar formation in the liver 1871. 

7) Die Zuckerbildung im Thierkörper, ihr Umfang und ihre Bedeutung 1890. 

8) 1. p. 130 cit. 9) Wiener medic. Wochenschrift XXXVI 1886 p. 1600. 



/ 



204 Physiologischer Teil 

Wasser-, Fibrin- und Fettgehalt des Bluts der Hundeleber 

Untersucher Pf ortader Lebervene 

' 72,50 27,42 74,339 25)66l 

y-. • « ji F i b r i n 0/ 0 

David4 ) 0.2-0,45 ' 0,6-0,8 

Drosdoff 0 , 7 < Fett ° /0 

Börnste in») $fS 

Genauere vergleichende Analyse von Pfortader- und Lebervenenblut 

des Hunds (Drosdoff) 3 ) 



Wasser 
feste Stoffe 



Pfortader Lebervene 
725,70 743,39 



274,20 256,61 

Hämoglobin, Albummstoffe, unlösliche Salze 2CI 7C in HR 

Cholesterin 3 'cn 

2 o9 2,73 

2 »45 2,90 

5.75 0,97 

1.27 1,36 



Lecithin 
Fette 

Alkoholextrakt 
Wasserextrakt 



anorganische Salze ^ 38 

schwefelsaures Kalium 



5.05 5,68 
5»o7 



Chlorkalium 
Chlornatrium 



0,17 0,13 
0,66 0,61 



2,75 2,84 
(einfach saures) phosphorsaures Natrium 0,63 0,55 

(neutrales) kohlensaures Natrium 0,53 046 



Perspiration und Schweissbüdung 

Sauerstoffabsorption der Haut 

ist etwa 1 j 127 der Sauerstoffabsorption durch die Lungen (s. p. 175). 

Kohlensäureausscheidung der Haut 
etwa 10 g in 24 Stunden 

Die Oberfläche des Körpers zu 1,6 m 2 gerechnet, würde sich nach 
den einzelnen Beobachtern ergeben pro 24 Stunden : 
C. Reinhard 6 ) 2,23 

Aubert und Lange 7 ) 3,87 — 29,6 ° C; 2,9, bei 33 0 6,3 
Fubini und Ronchi 8) 6,80 



1) Journal für praktische Chemie LIII 1851 p. 205 — LXVII 1856 p. 321. 

2) Zeitschrift für Biologie XIII 1877 p. 133 und 158. 

3) Zeitschrift für physiologische Chemie I 1877 — 78 p. 240. 4 Analysen , davou 
No. IV ausführlich. 

4) Ein Beitrag zur Frage über die Gerinnung des Lebervenenbluts etc. Dorpater 
Dissertation 1866 p. 22. Blut von Hund und Pferd. 

5) Einiges über die Zusammensetzung des Blutes in verschiedenen Gefässprovinzen . 
Breslauer Dissertation 1887 p. 18 u. 29 (12. — 16. Verdauungsstunde). 

6) Zeitschrift für Biologie V 1869 p. 33. 

7) Archiv für die gesammte Physiologie VI 1872 p. 539- 

8) 1. p. 35 c. p. 27. 



Hautperspiration 



205 



A. Gerlach *) 8,49 
Abernethy 2 ) c. 14,00 

Röhrig 3 ) 14,076 (berechnet aus dem Arm = % (?) des Körpers) 

Scharling 4 ) 32,08 

Für den ganzen Arm (bis zur Achselhöhle) erhielt Röhr ig 3 ) bei 
20° C Zimmertemperatur 0,032 g pro Stunde, in 3 anderen Versuchen 
in 2 Stunden im Mittel 0,067 g. 

Janssen 5 ) findet bei Erwachsenen für 1000 cm 2 Haut während 
.1 Stunde am häufigsten 0,02—0,04 g Kohlensäure. 

Bei einem fast lOj. Knaben und einem lOj. Mädchen (s. p. 175) 
ermittelte Scharling 1 / 68 des dem Lungengaswechsel entsprechenden 
Kohlensäurewerts. 

Verschiedene Einflüsse (Fubini und Ronchi) 0 ) 

a) Aussentemperatur 
Die ausgeschiedenen Mengen verhalten sich bei: 

16—20° : 20—24 0 C 100 : 121 CO* 

20—24 : 24—30 100 : 191 

16—20 : 24—30 100 : 283 

b) Nahrung 

Nüchterner Zustand : Verdauung 100 : 112 

Animalische : vegetabilischer Kost 100 : 116 

c) Beleuchtung 
Im Dunkeln : heller Beleuchtung 100 : 113 

Wassergasausscheidung 

a) Erwachsener 
wird angenommen zu etwa dem Doppelten der Wasserabgabe durch die 
Lungen (p. 179) 

585 g pro 24 Stunden (gegenüber 355 Lungenwasser) = 1,65 : 1 

(W. Wey rieh) 7 ). 
Eür den ganzen Arm findet Röhr ig 3 ) 1,614 g pro Stunde, in 3 
weiteren Versuchen für je 2 Stunden im Mittel 3,373 g; unter Zu- 
grundelegung der Meeh'schen Werte des 36j. Manns (p. 36), wo 
eine Oberextremität rund => der ganzen Oberfläche, würde sich für 

24 Stunden 426 — 445 g ergeben 8 ). 

1) Archiv für Anatomie, Physiologie und wissenschaftliche Medicin 1851 p. 433. 

2) Surgical and physiological essays (II) 1793, übersetzt von Brandis: A.'s chir- 
urgische und physiologische Versuche. Erster Theil 1795. 

3) Die Physiologie der Haut etc. 1876 p. 20 u. 35. 

4) Journal Jiir praktische Chemie XXXVI 1845 p. 455. 

5) DeutschJI Archiv für klinische Medicin XXXIII 1883 p. 352. 6) 1. p. 35 c. p. 29. 

7) Beobachtungen über die unmerkliche Wasserausscheidung der Lungen und ihr Ver- 
hältniss zur Hautperspiration. Dorpater Dissertation 1865 p. 45. 

8) Die Rechnung ist insofern nicht ganz richtig, als die Ausscheidung an verschie- 
denen Körperstellen wahrscheinlich eine ungleichmässige ist (s. nächste Seite). 



206 Physiologischer Teil 



(F. Weber ») und Peiper) 


2 ) 


Brust : Wange = 


1 : 


1,74 


„ : Hohlhand == 


1 : 


4,00 


„ : Oberschenkel = 


1,36 : 


1 


„ : Unterarm = 


1 : 


0,30 



Dabei war rechts die Perspiration fast ausnahmslos stärker als links. 
Das Maximum ist um Mitternacht. 

Nach A. Sauer 3 ) perspirirt die rechte Oberextremität in 15 Minuten 
im Mittel 0,15 g, im Jahr also 5,256 k. 

Mittel der Wasserverdunstung nach zahlreichen Bestim- 
mungen mit dem Regnault'schen Kondensationshygrometer: 

= 3,51 mm Quecksilber Dampfspannung (V. Wey rieh) 4 ), 
= 4 > 35 » « „ (W. 

Der Gang der durchschnittlichen täglichen Wa ss er abgab e schwankt (V Weyri ent- 
nimmt zu von 7— 12 h morgens von 2,832 auf 4,152 mm Hg-Spannun K , 
vermindert sich von 12 — lh auf 3,591, 

steigt bis 2 h auf 3,599, dann (mit Unterbrechung um 3 h ) auf ein zweites Maximum von 
3,949 (6 h abends) und mit weiterer 3 stündiger Unterbrechung auf ein drittes von 
3,927 (10 h nachts) 

das Minimum ist 2,710 (5 h morgens) 
(cf. Lungenrespiration p. 176). 

b) Kinder 

In der ersten Woche pro Tag 50—60 g (Bouchaud)j 5 ) 
Mit dem Kondensationshygrometer wurde bestimmt: 

Alter Autor mm Q uec ksilber-Dampfspannung 

Jahre Minimum Maximum Mittel 

2-5 A. Eckert 6 ) 3,77 4,38 4,05 

2—6 Arnheim 7 ) 2,25 5,96 3,93 



10 



5—10 Eckert 2,77 377 3,40 

8 — 12 Arnheim 7 ) 3,26 4,50 3,54 

-13 Eckert 3,21 3,88 3,56 



Perspiratio insensibilis 8 ) 

beim Erwachsenen pro Stunde c. 50 g 

„ Tag 1200 „ 



1) Ein Beitrag zur Lehre von der Perspiratio insensibilis. Greifswalder Dissertation 

1886 p. 26. 

2) Zeitschrift für klinische Medicin XII 1887 p. 157. 

3) Ein Beitrag zur Lehre von der Perspiratio insensibilis. Greifswalder Dissertation 

1887 p. 34. 

4) Die unmerkliche Wasserverdunstung der menschlichen Haut 1862 p. 113 und 245. 
Gemessen wurde in der Infraclaviculargegend. 

5) 1. p. ]4 c. \ 

6) 1. p. 157 c. p. 

7) 1. p. 158 c. Messung im Epigastrium. 

8) Stellt nicht den absoluten Verlust durch Haut und Lunge, sondern den Uber- 
schuss des Gewichts der Kohlensäure und des Lungen- und Hautwassers über den aus der 
Luft aufgenommenen Sauerstoff dar. 



Perspiration 207 

Durchschnittliche Perspirationsgrösse in den einzelnen Tag- und 
Nachtstunden beim Erwachsenen (A. Volz) *) 

morgens g mittags g 

6— 7 h 40—SO 3—4 h ) 

7— 8 30—40 4—5 ( c - 5° 



8—9 1 5 

abends 



J-9 ) 
>_il I 



9 
10 

11 — 12 

mittags 

12— I 

1 — 2 

2— 3 



5O-60 6 7 _ 7 S } 50-60 

8— 9 40-50 

9— 10 30—40 



40—50 



In 3 auf 2 3 / 4 Jahre verteilten Versuchsreihen fand Volz 1 ) den 
durchschnittlichen unmerklichen Verlust an sich selbst bei 56,0 k, 56,8 k, 
62,1 k Körpergewicht in runden Zahlen: 

Mittel 

I. II. III. (aus den TJrzahlen 

berechnet) 

in 24 Stunden 1179 g Hol g 1126 g H35'3 

pro Stunde 49 4& 47 47»3 

pro Tagstunde 47 \ 87 51 \ 86 54 \ 88 S^9 l Sy £ 

pro Nachtstunde 40 / ' 35 / 34 J 3 6 »7 J 

pro 1 k in 24 Stunden 21,1 I9>4 

18,1 19.5 

Es kommen vom täglichen Körpergewichtsverlust nach Volz bei 
56,5 k Körpergewicht auf 1 k Gewicht 

absolut (g) O/o 
Perspiratio insensibilis 18,7 35 
Urin 30,1 59 

Kot 2,4 6 



Perspiratio insensibilis im Kindesalter (Camerer) 2 ) 
a) im 1. Lebensjahr 1 ) — Mädchen am 3. Lebenstag 3113 g schwer. 



Lebenstag 



I 

2 

3 

4 

5 
6 



9-12 (Fieber !) 



24stündige 

Per- 
spiration 

(g) 
98 
79 

85 
92 

96 

99 
138 



tägl. Per- 
spiration 
pro 1 k 
Körper- 
gewicht 

29,5 
26 

27-5 

30 

30 

3 1 
42 



Lebenstag 



24 stündige 
Per- 
spiration 

(g) 



18—21 

31—33 
46 u. 67 — 69 
105— 113 
161 — 163 

211— 245I 

V 

( gemischte 

357— 359j Kost 



Kuh- 
milch u. 



132,2 
126,9 

154.7 

225 

291,7 

371 

459 



Per- 
spiration 
pro 1 k 
Körper- 
gewicht 

37 

34 

37 

42 

46 

55 

52 



1) Amtlicher Bericht über die 34. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte in 
Karlsruhe im Sept. 1858 (1859) p. 205, Kurventafel bei p. 206 u. p. 208 

2) 1. p. 201V c. p. 388 und 389. 



208 



Physiologischer Teil 
b) vom 2.— 17. Lebensjahr 1 ) 



Versuchs- 
person 



Alter 
(Jahre) 



Mädchen 
dasselbe 
i) 

Mädchen" 
dasselbe 



»> 

Knabe 
derselbe 



Mädchen 
dasselbe 



Mädchen 
dasselbe 



mittleres 


24stündii;e 


Körper- 


Perspiration 


gewicht 


Mittelwerte 


(k) 


(g) 


io,8 


356 




40 1; 


16,2 


SI7 




4?1 






18,8 


588 


2 3,5 


582,2 


18 


641 
1 


21,1 


6l7 


25,1 


67O 


3 1 » 2 


722,4 


22,7 


556 


26,3 


615 


32,6 


6lO 


43,3 


622,1 


23,4 


644 


3o,3 


709 


35,7 


684 


39,6 


682 


Schweiss 



sy, 
5 

3V 4 
5 
7 
10 

5V4 

7 

9 

»7. 

9 
11 

»V, 
15 

1 1 

13 

>47. 

17 



(Schweissdrüsen p. 94.) Specifisches Gewicht: 1,004. 

Die (sehr grossen Schwankungen unterworfene) 24stündige Menge 
wird auf 700 bis 900 g angegeben, kann aber leicht auf 1500—2000 steigen. 

Am Arm erhielt Funke 2 ) pro Stunde 4—48 g Schweiss; den 
letzteren Wert bei angestrengter Bewegung. 

An Vorderarm und Hand gewann Pub ini 3 ) pro Stunde 05424 
(0,0206—1,5622) g. 

Bei 13 — 27,5° und Bewegung oder Ruhe fand Funke für den 
ganzen Körper (= dem 17fachen (!) des Arms berechnet), pro Stunde 
53,04—815,337 g mit 0,923—6,967 g festen Stoffen; anorganische Salze: 
0,246—0,629% des sauer reagierenden Sekrets. 



in 1 Stunde 


Perspiration 






pro 1 k Kör- 


Tag Nacht 


pergewicht 




(g) 


(H) 


17 


12 


33 


20 


13 


3M 


27 


*5 


3i,9 


21 


. 16 


33,9 


22 


15 


30,1 


20 


20 


3i,3 


20 


22 


24,8 


33 


20 


35,6 


30 


20 


29,2 


30 


25 


26,7 


36 


25 


23,1 


26 


18 


24,5 


29 


21 


23,4 


26 


24 


18,7 


28 


22 


i4,4 


30 


23 


27,5 


36 


22 


23,4 


33 


22 


19,2 


32 


22 


17,2 



Analysen (pro 1000 Teile) 
Wasser 
feste Stoffe 
Epithel 
Fett 

Schweisssäure 
Milchsäure 
Extraktivstoffe 
Harnstoff 
Chlornatrium 
Chlorkalium 
phosphorsaures Natrium 
schwefelsaure Alkalien 
Erdphosphate 
Salze überhaupt 
Eiweiss 



Favre 4 ) 

999,573 
4,427 

0,013 
1,562 
0,317 
0,0O5 
0,044 
2,230 
0,024 
Spuren 
0,OIl 
Spuren 



Schottin 5 ) 

977,4° 
22,60 

4,20 



11,30 
3,6o 



Funke 2 ) 
988,40 
11,60 
2,49 



^55 



Mi 



0,39 
7,00 

Spuren (Leube) 6 ) 



4,36 



1) 1. 1. p. 202 c. c. XVI p. 31 u. 32, XVIII p. 229, XX p. 574 u. 575, AlV p. 151 — 153. 

2) 1. p. 35 c. p. 36. 3) 1. p. 81 c. p. 172. 4) Comptes rendus de l'academie 
des sciences XXXV 1852 p. 721. — Archives generales de medecine 1853 Vol. II p. 1. 

5) De sudore. Dissertat. Lipsiae 1851. — Archiv f. physiol. Heilkunde XI 1852 p. 73. 

6) Centralblatt für die medicinischen Wissenschaften VII 1869 p. 610. 



Hauttalg, Lymphe 



209 



Hauttalg und Hautschmiere (Vernix caseosa) 

Inhalt 
eines erweiterten 

Haarbalgs vom Vernix caseosa 

Menschen 
C Schmidt 1 ) 
31.7 
6i,75 



Wasser 

Epithel und Albumin 
Fett 

Fettsäuren (Butter-, Baldrian-, Kapronsäure) 

Alkoholextrakt 

Wasserextrakt 

Asche 



4.16 
I.2I 



1,18 



Lehmann 2 J 

66.98 
5,6 (eiweissartige 
Materie) 

} 47 ' 5 } 
15 
3-3 

6,5 °-3 



Buck 3 ) 
84.45 
SA 

10,15 



Lymphe 

Eine Durchschnittszahl für die Menge ist kaum zu geben. 

Aus einer Wunde am Oberschenkel einer 39j. Frau erhielten Gr übler 
und Quevenne 4 ) fast 3000 g in 24 Stunden. 

Aus der Lymphfistel eines elephantiastischen Beins bei einem 18j. 

Mädchen floss pro Stunde in nüchternem Zustand 70 — 120 g ? auf der 

Höhe der (Fett-) Verdauung 120—150 g (Rosenstein und Münk) 5 ). 

Für Lymphe und Chylus berechneten Bidder und Schmidt 6 ) bei Füllen 1 / 1S des 
Körpergewichts; für 100 k Tiergewicht 6,13 k Chylus, wovon 2,73 k als Lymphe zu be- 
trachten wären, 3,40 k als aus dem Darmkanal stammender Chylus. 

Specifisches Gewicht: 1,045 — im nüchternen Zustand 
1,017—1,023 (Rosenstein und Münk) 5 ). 

Analysen menschlicher (wohl nicht als ganz normal anzusehender) 
Lymphe pro 1000 Teile: 



G ub 1 e r und 
Quevenne 4) 
I 



SchererT) H.Nasses) H e n s e n und Dahnhardts) 



Odenius 10) 
und J . Lang 



äser 

te Stoffe 
rin 

bulinsubstanz \ 
imalbumin J 
t, Cholesterin, 
ecithin 
raktivstoffe 
:e 



939,87 
60,13 
0.56 

42,7 

3.8 
5-7 
7-3 



II 

934.77 
6523 
0,63 

42,8 



9.2 
4.4 

8,2 



957,6 

42.4 
o,37 

3472 



7.31 



I 

940-950 987,7 



60—50 
1,65 



12,3 
2,6 



II 



1,070 
0.894 
1.408 



III IV 
986,126 985,201 
13,874 14,799 



943,58 
5 6 .42 
1,60 



3,811 6,875 21,17 



0-3 

1,28 

8.38 



10,06 7,924 



24,85 

1,58 

7,22 



1) (Mitgeteilt von A. Vogel), Deutsch. Archiv für klinische Medicin V 1869 p. 522. 

2) Lehrbuch der physiolog. Chemie II. Bd. 2. Aufl. 1853 p. 327—329. 

3) De vernice caseosa. Dissert. Halae 1844. 2 andere Analysen ebenda. 

4) Gazette medicale de Paris 1854 Nr. 24, 27, 30, 34 (p. 361, 405, 452). 

5) Archiv f. Anatomie u. Physiologie, Jahrg. 1890, physiolog. Abth. p. 377 — 380. 

6) Bulletin de l'Academie de St. Petersbourg Tome 4 1861 p. 355. 

7) Verbandlungen der physikalisch-medicin. Gesellschaft zu Würzburg VII 1857 p 268. 

8) Zwei Abhandlungen über Lymphbildung. Marburger Universitätsschrift 1872.- — 
Lymphfistel. 

9) Virchow's Archiv XXXVII 1866 p. 55 u. p. 68. 30j. Mann mit einer Fistel am 
linken Oberschenkel. — Dähnhardt in Arbeiten aus dem Kieler physiologischen In- 
stitut 1868 p. 27. — Hensen, Archiv für die gesammte Physiologie X 1875 p. 94. — 
S. a. Anm. 3 auf Seite 211. 10) Nordiskt medicinsket Arkiv VI 1874 Nr. 13. 
Analyse von Lang. Lymphorrhoe am Schenkel; die Flüssigkeit sah wie Chylus aus. 

Vierordt, Dat u. Tab. f. Med. 2. Aufl. 1A 



210 



Physiologischer Teil 



Salze nach Analyse I von Dähnhardt und Hensen 



a) lösliche: 

Chlornatrium 

Natron 

Kali 

Kohlensäure (gebunden) 
Sch welelsäure, Phosphorsäure und 
Verlust 



°/oo h) unlösliche: 

6,148 Kalk 

0 573 Magnesia 

0,496 Eisenoxyd 

0.638 Phosphorsäure 

Kohlensäure 

0,221 kohlensaures Magnesium u Verlust 



100 
0.132 
0,01 1 
0,006 
O.M8- 
O.015 
0,021 



°l 
10 

Fixa 37—5.5 
[Albumin : Globulin = 1 ; 2.4—4] 

Ätherextrakt 0,06—0.13 

(Fett, Lecithin, Cholesterin), 

Zacker c . 0,0 1 

Stickstoff haltige'Extraktivstoffe 0,05 — 0.07 



Analyse der (nüchternen) Lymphe 

(Rosenstein und Münk) 1 ) 



Salze 
darunter 

Chlornatrium 
kohlensaures Natrium 
Phosphate (1*0*) 
Eisen 



0/ 

0,8 — 0.9 

0,55—0.58 
0,2 4 
0,017—0,021 
O.OOI 



Fett- und Zuckergehalt der Lymphe'-) während der Verdauung 

(Rosenstein und Münk) 



Stunde der 




Pettnahrung 


Ko hlehydratnahruug 


Verdauung 


41 g Lipanin 


41 g Hammelstalg 


100 g Stärke und Zucker 


nüchtern 










0095°/,, Zucker 






absolut 




absolut 




/ 0 


pro Stunde 


/ 0 


pro Stunde 








(g) 


fe) 




I 










0,13 


2 




0,18 


1,9 




I °/ 0 der Kohlehydrate erscheinen als Zucker 
in der Lymphe 


3 


i-37 










4 


3.H 










5 


434 


5,65 




47 




3-6 










0,164 


7-8(9) 






3,8 




0.21 


11 






o,77 


0,48 


Zufuhr von 103 g Eiiceiss zeigte sich für 
die nächsten 1 2 Stunden ohne Einfluss auf 
den Albumingehalt 


12 












13 




0.53 









Gase der Lymphe 

a) Mensch (Hensen) 3 ) 

Lymphe aus dem Oberschenkel eines 30jährigen Manns : 

I II 

(durch Kochen austreibbare) freie Kohlensäure pro 1000 g 1,109 g 0,972 3 ) 

d. h. c. 50 Vol. Proc. 



1) Anmerkung 5 auf der vorigen Seite. 

2) Fast der ganze Darmchylus floss (nach vergleichenden Blutanalysen zu schliessen) 
nicht durch den Ductus thoracicus in das Blut, sondern aus der Cisterna chyli durch die 
Fistel nach aussen. 

3) 1. p. 209 c. p. 75. — Von 0,972 kommen 0,207 auf kohlensaures Ammoniak. 



Chylus 



211 



b) Hund (Hammarsten) 1 ) 

pro 100 Volumina 



Kohlen - Stickstoff S s a t ^ F - 



säure 

Vollkommen blutleere Lymphe vom linken Vorderbein 41,89 1,12 O,0O 

dieselbe 47-13 ^5» 0,10 

überwiegend reine, blutfreie Gliederlymphe 44,07 1,22 0,00 

blutfreie Glieder- und Darmlymphe 37.55 *> 6 3 °' 10 

Kohlensäure-Spaimung der Lymphe 0,5— I 0/ 0 niedriger, als im venösen Blut (Strass- 
burg) 2 ). 



Lymphkörperchen (des Hunds) 
pro 1 mm 3 Lymphe 8200 (J. F. Ritter). 



Chylus 3 ). 

Menge ist mit irgend welclier Bestimmtheit nicht anzugeben Für den Menschen 
wurde die 24stündige, durch den Ductus thoracicus strömende Menge auf 3 k geschätzt 
(Vierordt). Aus einer seit 4 Wochen bestehenden Fistel des Ductus thoracicus erhielt 
Paton 4 ) pro Minute 1 cm 3 (vorher war es 2— 3mal so viel gewesen). Für 24 Stunden 
würde dies 1,44 k ergeben. 

Im Chylus des Ductus thoracicus eines Enthaupteten fand Owen 
Rees 5 ) : 



Wasser 


904,8 


feste Stoffe 


95,2 


Eiweiss und Fibrin 


70,8 


Wasserextrakt 


5,6 


Alkoholextrakt 


5,2 


Fette 6 ) 


9,2 


Salze 


4,4 



Für letztere werden sonst (bei Tieren) höhere Werte, 7 — 8 °/ 00 gegeben. 

Hoppe-Seyler 7 ) untersuchte die Punktionsflüssigkeit von Brust - 
und Bauchhöhle nach Bersten des Ductus thoracicus: 



1) Berichte der K. sächs. Gesellschaft der Wissenschaften zu Leipzig. Math. -physische 
Klasse. XXIII 1871 p. 617. — Die Gase reduciert auf 0° und 1 m Quecksilberdruck. 

2) 1. p. 165 e. p. 89. 

3) S a. Hensen 1. p. 209 Anmerkung 9 c. : [Uber die Zusammensetzung einer als 
Chylus aufzufassenden Entleerung aus der Lymphfistel eines 10jährigen Knaben], sowie 
ßos enstein und Münk auf p. 210. 

4) The Journal of pbysiology XI 1890 p. 109. 

5) Philosophical Transactions of the Royal Society of London 1842 Part. I p. 81. 

6) Zawilsky (Arbeiten aus der physiologischen Anstalt zu Leipzig herausgegeben 
von C. Ludwig 1876 p 147) fand beim Hund den Fettgehalt des Chylus wechselnd 
zwischen 2,5 und 146 p. mille. 5 Stunden nach der Nahrungsaufnahme ist ein Maximum 
vorhanden. 

7) Physiologische Chemie p. 597. 

14* 



212 



Physiologischer Teil 



In 1000 Teilen 



unlösliche 



Erste Zweite 
Punktion Punktion 

Wasser 940,724 
feste Stoffe 59,276 
Albuminstoffe 

Fibrin 6,045 
Globulinsubstanz 2,832 
Serumalbumin 38 gßg 

F«*" 1 ) ) ' 7,226 

Cholesterin J. 4,709 1,321 

Lecithin ) Q % 2() 
Seifen 2 ^53 

Wasserextrakt 0,578 
Alkoholextrakt 3.630 
lösliche anorganische Salze 6,804 



0,350 



In 1000 Gewichtsteilen vom Rückstand des Ätherextrakts 

Erste Zweite 

Punktion Punktion 

Cholesterin 113,2 140,9 

Lecithin 75,4 88.4 

Olein 381,3 \ \ 

Palmitin und Stearin 430,1 / ' 4 / 77 °' 7 



"Vergleich 2 ) zwischen Blut, Lymphe und Chylus 
In 1000 Teilen Plasma von 





Blut 


Lym p h e 


Chylus 


Wasser 


901,50 


957,6l 


958,50 


Faserstoff 


8,06 


2,18 


I.27 


Eiweiss 


81,92 


32,02 


3 0 ,85 


Salz 


8,51 


7,36 


7,55 


Kochsalz 


5,546 


5,65 


5,95 


Natron 


1,532 


1,30 


1,17 



In 1000 Teilen bei einem mit Heu gefütterten Füllen (C. Schmidt) 3 ) 





Serum 


Gerinnungskuchen 4 ) 






Lymphe 


Chylus 


Lymphe 


Chylus 


Lymphe 


Chylus 


Wasser 




955,36 


956,19 


957,6i 


958,50 


907,32 


887,59 


feste Stoffe 




44,64 


43,81 


42,39 


41,50 


92,68 


1 12,41 


Faserstoff 




2,18 


1,27 






48,66 


38",95 


Eiweiss 






29,85 


32,02 








Fett und Fettsäuren 


! 


' 34,99 


0,81 


1,23 


| 31,63 


34-36 


67,77 


Extraktivstoffe 






2,24 


1,78 








anorganische Salze 




7,47 


7,49 


7,36 


7.55 


9,66 


5,46 


und zwar : 
















Chlornatrium 




5,67 


5,84 


5,65 


5,95 


6,07 


2,30 


Natron 




1,27 


1,17 


1,3° 




0,60 


1,32 


Kali 




0,16 


0,13 


0,11 


0,11 


1,07 


0,70 


Schwefelsäure 




0,09 


0,05 


0,08 


0,05 


0,18 


0,01 


Phosphorsäure 


an Alkali ge- 












0,85 


bunden 




0,02 


0,04 


0,02 


0,02 


0,15 


phosphorsaures 


Calcium und 












0,28 


Magnesium 




0,26 


0,25 


0,20 


0,25 


1,59 



1) Siehe Anm. 6 p. 211. 2) Beaunis, Physiologie p. 326. 3) 1. p. 209 c. 

4) Bei der Lymphe 44,83 o/ 00 , beim Chylus 32,56 °/ 00 betragend. 

5) Einschliesslich Cholesterin und Lecithin. 



Lymphe, Milz, Thymus 



Druck und Geschwindigkeit des Lymphstroms 

Druck: 

Halsgefässe des Hunds 

8— 18 mm Sodalösung (Noll) 1 ) 
5 — 20 „ „ (Wold. Weiss) 2 ) 

Pferd 10—20 „ „ ,, 

Im Ductus thoracicus (des Füllens) fand Weiss 

11,59 mm Quecksilber Druck 
Geschwindigkeit.des Lymphstroms im Mittel 

4 mm pro Sekunde (Weiss). 



Analyse der Milz 

Grösse: p. 85. Gewicht: p. 20—24. Specif. Gewicht: p. 39. 
Blutkörperchen der Milzarterie: 1 ^ 
„ „ Milzvene: j P ' 

Analysen (Milz Erwachsener) : 
Wasser 69,4—77,5 0/ 0 (O i dtm a n n) 3 ) — 75,8 (E. Bisch off)*) -r 



organische Stoffe 21,6—30,1 
Asche 0,5—0,95 

Aschenanalyse (Oidtmann) 3 ): 



76,5 (A. W. Volkmann) 5 ) 





Mann 


Weib 


Kali 


9.6o 


17,51 


Natron 


44>33 


35.32 


Magnesia 


0,49 


1,02 


Kalk 


7,48 


7,30 


Chlor 


o,54 




Phosphorsäure 


27,10 


18,97 


Schwefelsäure 


2,54 


i,44 


Kieselerde 


0,17 


0,72 


Eisenoxyd 


7,28 


5,82 


Metalloxyde 


0,14 


0,10 



In der Milz eines 32J. und 42J. Mannes fand Stahel 6 ) den Gehalt an Eisen pro 
100 g Trockensubstanz 0,217 und 0,268 g. 



Analyse des Thymus 

Gewicht : p. 27 Anmerkung und p. 28. Grösse : p. 87. 

Specif. Gewicht : p. 39. 

Wasser 77 °/ 0 (E. Bisch off) 4 ). 

Fett: 3 wöchentliches Kalb 1,375 % (F r i e d 1 e b en) 7 ) 
18monatliches Rind 16,807 ,, 



1) Zeitschrift für rationelle Medicin IX 1850 p. 52. 

2) Experimentelle Untersuchungen über den Lymphstrom. Dorpater Dissertation 1860. 
— gleichlautend in: Virchow's Archiv XXII 1861 p. 526. 

3) 1. p. 203 cit. 

4) 1. p. 20 cit. 

5) Die Mischungsverhältnisse des menschlichen Körpers. Abhandlungen der natur- 
forschenden Gesellschaft zu Halle 1873. 

6) L p. 203 c. 

7) 1. p. 27 Anmerkung 2 cit. 



/ 



214 



Physiologischer Teil 



Von der Schilddrüse und den Nebennieren 

liegen quantitative Analysen nicht vor. 
Die Leukocyten der ersteren s. p. 130. 



Chemische Analyse der Nieren 

Wasser: 83,45 <>/ 0 (Volkmann)») 

75,8 „ (E. Bischoff) 2) 
Salze: 0,7 „ (0 i dtm ann) a ) — 14j. Kind 

0,099 „ „ •_ alte Frau 

0,8 „ (Volkmann)«). 

Mit 8 / 4 °/ 0 Kochsalzlösung ausgewaschene Niere (vom Hund) ergab nach Go tt w a 1 t *) 
in °/ 0 der frischen Substanz 

Seiumalbumin 1.116 — 1,394 

Globulinsubstanz 8,633—9.225 
durch kohlensaures Natrium 

extrahierte Eiweissstoffe 1,436 -1,598 

Leim aus Bindegewebe 0,996 — 1,849 

Mechanik der Harnentleerung 

Bewegungen des Ureters. 

Die mittlere Leitungsgeschwindigkeit des Ureters beträgt bei kräf- 
tigen Kaninchen 25 (20 — 30) mm pro Sekunde (Engelmann) 5 ). 

Druck in der Harnblase. Der zur Eröffnung der Harnblase 
erforderliche Druck beträgt beim Kind 

während des Lebens 680 und 730 mm Wasser — (Heiden ha in u. Colberg) 6 ) 
im Tod 380 (männlich), 130 (weiblich) 

Nach Alter und G-eschlecht ist der Druck in der Harnblase nicht sehr 
verschieden (P. Dubois) 7 ) und beträgt: 

in der Rückenlage 13 — 15 cm Flüssigkeitshöhe über der Symphyse 
beim Stehen 30-40 „ „ „ 

Bei mässiger Sekretion tritt aus den Ureteren etwa alle 3 / 4 Minuten 
ein Tropfen in die Harnblase über (Mulder) 8 ), bei sehr starker Se- 
kretion kommt der Urin in schwachem Strahl. 

Temperatur des frisch entleerten Urins 37,03° C. 

Der gegen die Thermometerkugel gerichtete Urinstrahl ergiebt eine 
durchschnittlich 0,3 — 0,4° C unter der des Rectums liegende Temperatur 
(R. Hausmann) 9 ). 



1) l. p. 213 c. 

2) 1. p. 20 c 

3) 1. p. 203 c. 

4) Zeitschrift für physiologische Chemie IV 1880 p 438. 

5) Archiv für die gesammte Physiologie VI 1869 p. 272. 

6) Archiv für Anatomie, Physiologie und wissenschaftliche Medicin 1858 p. 437. 

7) Deutsches Archiv für klinische Medicin XVII 1876 p. 148, auch Berner Dissertation 
(Leipzig) 1876 : über den Druck in der Harnblase. 

8) Nederlandsch Lancet 1845—46 p. 611. — Beobachtung bei Inversio vesicae. 

9) Internationale klinische Rundschau 5. Jahrgang 1891 p. 1960. 



Harnmenge 



215 



Harnmenge des Erwachsenen 

(s. a. u. Yvon & Berlioz (p. 223), Schleich (p. 225), Röhmann (p. 231), Ca- 
merer (p. 229), E. Pfeiffer (p. 229), Edlefsen (p. 234). 

24stündige Harnmenge bei massiger Getränkezufuhr 

1500—1700 cur' 

Bei einer ziemlich gleichmässigen Eiweisszufuhr von etwa 126,5 g = 
19,7 Stickstoff und einer Flüssigkeitszufuhr (inkl. des Wassers der Nah- 
rung) von 2970 g l ) erhielt Weigelin 2 ) an sich selbst (Alter 24 Jahre, 
-Gewicht 65,5 k). im Mittel aus 6 in den Sommer fallenden Versuchstagen : 

(Titrierungen nach 
Lieb ig) 



8 h Abendessen 
II h Schlafengehen 







2stündige 


Harnstoff 


Chlor- 


Stunden 


Harnmenge 


g 


natrium 






in cm 8 


g 


6-8 




112 ' 




3,046 


o,34! 


8—10 


■ abends 


HO 




3-568 


0,358 


IO— 12 




72 


6-61' 


2,792 


0,246 


12—2 




5« 


'1075 


2,6ll 


0,165 


2-4 




Min. 57 


2 535 


0,160 


4-6 


> morgens 


68 




2,741 


0,260 


6—8 


941 




2,989 


0,378 


8— io 




HO 




3-133 


0,492 


iO — 12 




188 


6-6h 


3 650 


0,741 


12 — 2 




216 


' 477 


3*976 


0,775 


2-4 


► mittags 


Max. 298 


4 348 


0.691 


4-6 J 


169 J 




3.604 


0.582 


Mittel 


p. 2 Std. 


130 (129,3) 


3-249 


0,432 


25stündige Menge 


1552 




38,993 


5,189 



7 h Aufstehen und 
1 Frühstück 

12^4 h Mittagessen 



Desgleichen fand Jos. Hoff mann (25—56 k Gewicht) in 9 Tagen 
durchschnittlich 1550 cm 3 (1090—2619), wobei 84,5 °/„ auf 16 Tages- 
stunden entfallen. 

In 2 Versuchsreihen von 36 und 82 Tagen erhielt Kaupp 4 ) 1351,6 
resp. 1357,4 cm 3 . 

Ein 22 j. Student, 58 k schwer, der 2mal Fleischnahrung zu sich 
nahm, mittags 0,3, abends 0,6 Liter Bier trank, erhielt im September an 
3 Versuchstagen im Mittel 5 ) : 

spec. Gewicht 



cm» 



5 — IO morgens 230 

10— 1 „ 93 

I — 6 nachmittags 300 

6 — IO abends 212 

IO—5 nachts 735 




46 pro Stunde 1,015 

31 I,Ol8 

60 1,028 

53 1,020 

105 1,013 



in 24 Stunden 



1570 cm 8 (1552) 65,4 pro Stunde 1,027 spec. Gewicht im Mittel 



Berechnete Zahlen Weigelin 's nach der vorigen Tabelle. 



1) 7 h 418 cm 8 (1 Schoppen) Milch, 8—10 h ebenso viel Wasser, zum Mittag 209 cm 3 
Wein, danach ebenso viel Zuckerwasser und eine Tasse Kaffee, 8 — 10 h abends 830 cm 3 
Bier. 

2) Versuche über den Einfluss der Tageszeiten und der Muskelanstrengung auf die 
Harnstoffausscheidung. Tübinger Dissertation 1869 p. 13. 

3) Zur Semiologie des Harns. Berliner Dissertation 1884 p. 11. 

4) Archiv für physiologische Heilkunde Jahrgang 1856 p. 555. 

5) Mitgeteilt in Lö bisch, Anleitung zur Harn-Analyse 2. Aufl. 1881 p. 5. 



216 



Physiologischer Teil 



Für Männer giebt Alfr. Becquerel») 1267 g, für Frauen 
1371 g an. 

Neubauer und Vogel 2 ) rechnen: 

lür 24 Stunden für i Stunde 
bei gut genährten, reichlich trinkenden Personen 1400- 1600 cm 3 50-70 cm 8 
bei weniger trinkenden 1200-1400 „ 40-60 „ 

In runder Zahl pro Stunde für 1 k Erwachsener 1 cm 8 

IOO cm „ 40 „ 
N. u. V. J. Hoffmann 
mittlere Urinmenge pro Stunde 77 cm a 76 cm" in den Nachmittagsstunden 
" " » )i 58 30 ,, während der Nacht 

" » » >) 69 ,, 56 ,, in den Morgenstunden 

Nach Beigel 8 ) beträgt das mittlere tägliche Harnvolum: 

für Männer 1668 cm 8 
„ Weiber 882 „ 



Specifisches Gewicht des Urins beim Erwachsenen (s. a. p. 215) 
1,020—1,017 bei 1500—1700 cm 3 täglicher Urinmenge. 
Grenze der Mittelzahlen 1,015—1,025 
bei übermässigem Wassertrinken bis herab zu 1 002 

„ starkem Schwitzen, nach starken Märschen bis zu 1,035—1,040 

Uber Reduktion des specif. Gewichts auf bestimmte Temperaturen s u. im Physi- 
kalischen Teil". " J 

Je 3° C erniedrigen das specif. Gewicht des Urins um 1 Teilstrich des Araeometers- 
(J. F. S i m 0 n) 4 ). 



(Ungefähre) Bestimmung der festen Stoffe aus dem 
specifischen Gewicht 

Für 1000 Volumteile Harn berechneter K 0 efficient, mit dem die 
beiden letzten Dezimalen zu multiplizieren sind: 



nach Trapp 2 j 

„ Lö bisch 5 ) 2,2 

„ Häser 2,33 J Mittel: 2,2337 

„ Neubauer 6 ) 2,3295 1 

„ E. Kitt er 7 ) 2,3092 ] 



1) Semeitoque des urines 1841, übersetzt von Neubert: der Urin im gesunden und 
kranken Zustande 1842 

2) Anleitung zur qualitativen und quantitativen Analyse des Harns 6. Auflage 1872 
p. 314. 

3) Nova Acta Acad. Leop.-Carol. nat. cur. Bd. XXV 1855 p. 477. 

4) Beiträge zur physiologischen und pathologischen Chemie und Mikroskopie etc. 
Erster Bd. 1844 p. 83. 

5) 1 p. 215 c. p. 10. 

6) Neubauer-Vogel (s. Anmerkung 2) p. 239. 

7) Citiert bei Beaunis, 1. p. 156 c. p. 795. 



Harnsekretion 



217 



Harnsekretion bei Nacht 

a) Vergleich von Nacht und Tag 





Tag Nacht 


feste Bestandteile 
Tag Nacht 


specif. Gewicht 
lag JNacnt 


Kaupp 1 ) 
je 6— 6 h 

Glum 2 ) 
je 7—7 11 


889,7 4677 
1,90 : 1 

911 662 
1.38 : 1 


42,742 28,357 
direkt bestimmt 

1,51 : 1 
37,06 24,43 
(3,08 I.52: I 2,03) 

pro 1 Stunde 
berechnet aus specif. 
Gewicht 


1021 — 
IO17 IOI7 



b) Sekretion während der Nachtstunden 





in 3 
Posner 3 ) 


Hammer 
Stunden 
Wollheim 4 ) 
daFonseca 


ige (cm 3 ) 
in 1 

Posner 


Stunde 
Wollheim 


berechnete feste 

Bestandteile 
pro 3 Stunden 
Posner | Wollheim 


specif. Ge- 
wicht 

Posner 


10— I 
4-4 h 

4-7 h 
1 — 7 h 


J 63 

113 

236 

349 


192 

94 
94 
188 


54-3 
377 
78,8 
58,2 


64 
3^3 
3i-3 
31-3 


77 
53 
7-8 
13.1 


10,2 

6.3 
6.4 

13.° 


1022,5 
1021,3 
1017,6 



An weiblichen Spitalpersonen (9 10 — 45jährige Personen mit 80 

Versuchstagen) fand Quincke 5 ) in cm 3 : 

Mittelwerte Maximum Minimum 
pro Stunde überhaupt 72 101 54 
in einer Nachtstunde 60 85 37 
„ Morgenstunde IOI 1 6 1 63 



Beziehung zwischen Körperhaltung und Harnabsonderung (Wen dt) 6 ) 



Datum 
des 
Versuchs 

25. EU. 

28. „ 
4. IV. 
6. „ 
8. „ 

10. „ 

12. „ 



Tage mit ausschliess- 
licher oder vorwiegen- 
der Seiten- und Knie- 
Ellenbogenlage 



cm- 



pro Minute 
6.0 

67 
4.0 
7.3 
5-4 
47 
4-4 



Datum 

des 
Versuchs 

26. III. 

27 ... 
3- IV. 

5- » 
7 
9 
1 1 



Tage mit ausschliess- 
licher oder vorwiegend 
sitzender Körper- 
stellung 
cm 3 pro Minute 

4.7 
4,7 

3.9 
4-2 
4,6 
4,0 
3.5 



Mittel 5,5 



Mittel 4,23 



1) 1. p. 215 c. p. 556. 82 Versuchstage. 

2) Beitrag zur Kenntnis der Einwirkung des Schlafes auf die Harnabsonderung. Kieler 
Dissertation 1889 p. 9. 16 — 57j. Männer. 

3) Archiv für Anatomie und Physiologie, physiologischer Abtheilung, Jahrgang 1887, 
p. 389. 

4) Beitrag zur Frage der nächtlichen Hainabsonderung und zur Physiologie der 
Harnansammlung in der Blase. Kieler Dissertation. Neumünster 1888 p, 9 

5) Archiv für experimentelle Pathologie und Pharmakologie VII 1877 p. 119. 

6) 1. p. 39 Anmerkung 1 cit. p. 535 resp. 11. 



218 



Physiologischer Teil 



Harnmenge bei wechselnder Wasserzufuhr (Rud. Ferber) 1 ) 
Die Versuchsperson trank innerhalb »/ 4 Stunde, von */ 4 G— 6* mor- 
gens, nachdem um 5" der 7stündige Nachtharn (262 cm* Min. 371 Max.) 
entleert war, wechselnde Wassermengen und sammelte bis 12 h stünd- 
lich bis halbstündlich den Harn. Die Lufttemperatur, um 10 h bestimmt 
schwankte von 10 — 19 U R. 



Menge des 




Getränks 


6— 


in cm 8 




o 


53 


300 


61 


600 


74 


900 


196 


I200 


346 


1500 


382 


1800 


325 


Während 


Gen 



7-8 


8-9 


9 — 10 


60 


80 


61 


56 


65 


50 


142 


155 


69 


287 


167 


82 


494 


191 


81 


468 


154 


83 


721 


237 


69 



10 — 1 1 


1 1 — 


12 


Gesamtmittel 






cm" 


Chlornatiium (g; 


47 


35 


337 


2,928 


35 


27 


294 


2.769 


4* 


32 


513 


3-34J 


52 


42 


826 


4,282 


62 


4i 


1 2 1 4 


5.429 


54 


44 


1 186 


6,572 


45 


36 


1433 


5 001 



») bei gleichmäßiger Diät 65 (58—69) g Fixa (durch Wägung 
direkt bestimmt) pro 24 Stunden ausschied, stiegen dieselben bei Genuss von 4 1 Wasser 
auf 78 (71,7—85). 



Erstmalige Harnentleerung des Neugeborenen 
Von 24 neugeborenen Knaben Hess die Mehrzahl, 67%, schon 
am 1. Lebenstag Harn, in den meisten dieser Fälle geschah es aber 
nicht vor der 12. Lebensstunde. Bei den übrigen 33% trat die erste 
Entleerung erst am 2. Tage, unter Umständen selbst am „Abend" des 
3. Tags, ein (A. Martin und C. Rüge) 3 ) 



Menge und Häufigkeit der Harnentleerung 
in den ersten 5 Monaten 
Im St. Petersburger Findelhause fand Cruse 4 ): 

Mittel der Ein- Zahl der 

Alter zelenrleerung Minimum Maximum Entleerungen 

cm 3 in 24 Stunden 

2 —5 Ta g e 22—23 5 50 c. 6—10 

5—10 26-27 5 55 

10—30 27 — 28 9 55 

30 — 60 28—29 10 60 c. 15 

Camerer 5 ) bei je llstündiger Beobachtung an 2 Versuchstagen 
5 Monate fast 32 (16 u. 14) 



1) Archiv für Heilkunde I 1860 p. 244 (Selbstbeobachtung). — Neben dem Getränk 
wurden 2 Milchbrote gegessen. 

2) Untersuchungen über den Einfluss des Wassertrinkens auf den Stoffwechsel 1856. 

3) Zeitschrift für Geburtshülfe und Frauenkrankheiten I 1876 p. 279; kurzer Auszug 
des chemischen Teils in: Martin, Rüge und Biedermann, Berichte der deutschen 
chemischen Gesellschaft zu Berlin 8. Jahrgang 1875 p. 1184. 

4) Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung N. F. XI 1877 p. 393. 

5) Medicinisches Correspondenz - Blatt des Württemberg, ärztl. Vereins 46. Bd. 1876 
p. 81. 



Harnsekretion 



219 



24 stündige Menge und speciflsches Gewicht des Harns 
im ersten Lebensjahr *) 



Alter 



I. Tag 
2. 

3- 

1-3. „ 
4- 
5- 

6. „ 



4- 6. „ 
8. „ 

5- 10 „ 
8. -io. „ 

9—12. „ 

8 — 17- „ 

18. — 21. „ 

6.-30. „ 
10 —30. „ 

3 1 — 33- „ 
30.— 6o „ 

47.-69. „ 
105.-113.,, 

5. Monat. 
161.— 163. „ 
221 —245. „ 

357 —359-,. 
8 Tage — 
2Vj Monate 



Menge in 
24 Stunden 
cm 8 



auf 1 k 
Körper- 
gewicht 



130 

208 
12—36 



210 
226 

70 bis über 200 
310,3 

77 

100 — 300 

369 
417. 1 

986 



250—410 



14.5 
17,6 

39,4 
54.o 
62,7 



72,0 
61,6 
57.0 
66,1 
65,0 



92,1 

107,0 

110,0 

97<o 
108 

95-3 
105,0 
98,0 

i45>o 
75<o 

122,5 
112,0 



specifisches 
Gewicht 



1,0054 

1,00457 

1,0097 

1,005 

1,00425 

1,0039 

1,0047 *) 
1,00233 
1,00357 
1,0033 



1,00378 
1,00362 

I,OH5 



Art der 
Ernährung 



1,005 — 1,007 



Muttermilch 
,» 

Amme 
Muttermilch 
Amme 



Muttermilch 
Amme 

Muttermilch 
Amme 

Muttermilch 



Amme 
Muttermilch 
Muttermilch 

Amme 
Muttermilch 

Amme 
Muttermilch 

,, 

Kuhmilch 
Muttermilch 
Kuhmilch und 
gemischte Kost 



Beobachter 



Camerer 2 ) 
,, 

Oruse 8 ) 

Camerer 

Gruse 

Bouchaud*) 

Martin und Rüge x ) 

Camerer 

Cruse 

Camerer 

Cruse 

Camerer 

Picard 6 ) 

Bouchaud 

Hecker 6 ) 

Cruse 

31 artin und Buge 
Camerer 
Heclcer 
Camerer 

Parrot und A. Robin ') 

Cruse 

Camerer 

Cruse 

Camerer 



Pollak 8 ), Bouchaud 



Das speci fische Gewicht des unmittelbar nach der Geburt 
mittelst Katheters entleerten Urins [Durchschnittsmenge 7,5 cm 3 ] beträgt 
im Mittel 1,0028 (1,0018—1,006) [Dohm 9 )], das Gewicht der ersten 
Spontanentleerung 1,012 (Martin und Rüge). 



1) Die auffallend niederen Werte von Martin und Rüge (Anmerkung auf p. 218) 
sind weggelassen ; sie schwanken für die 10 ersten Tagen zwischen 10,7 und 66 cm 8 und 
betragen im Mittel 39,3 p. Tag mit dem speeif. Gewicht 1,004. 

2) Zeitschrift für Biologie XIV 1878 p. 383. 

3) 1. p. 218 c. 

4) 1. p. 14 c 

5) 1. p. 130 c. 

6) Virchow's Archiv XI 1857 p. 217. 

7) Archives generales de medecine 1876 Vol. I p. 129. 

8) Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung N. F. II 1869 p. 27. 

9) Monatsschrift für Geburtskunde und Frauenkrankheiten XXIX 1867 p. 105. 



L>20 



Physiologischer Teil 



Menge und speeifisches Gewicht des Harns vom 2.— 17. Lebensjahr 

a) Verschiedene Beobachter (J. Ranke, Th. v. Bischoff etc.) 





Menge in 


auf 1 k 


Alter 


24 Stunden 


Körper- 




cm 3 


gewicht 


3 — 5 Jahre 


743 


53.03 


(Knaben) 




3 — 5 Jahre 


708 


48,0 


(Mädchen) 




6 Jahre 


1209 


78.0 


7 


I055 


47,06 


11 


1815 


75.64 


13 


756 


23,12 



speeifisches 
Gewicht 

1,0134 b >s 
1,0187 



b) 2 — 13jährige Kinder bei gemischter Kost (Anna Schabano wa) l ) 



2 Jahre 


675 


«V. 


525 


3 


6lO 


4 


1225 


5 


943 


6 „ 


1295 


7 


94i 


8 


822 


8% „ 


1152 


9 „ 


1205 


IG ,, 


1866 


1 1 ,, 


1205 


12 „ 


1201 


13 


1012 



68.5 

47.4 
56,2 
101,5 
62,5 
83,0 

57,7 
40,2 
62,6 
53-6 

65.7 
46,9 

43-5 
36,9 



1,012 

1,013 
1,011 
1,010 
1,012 
1,012 
1,014 
1,016 
1,013 
1,013 
1,010 
1,013 
1,014 
1,014 



c) 6 — 14jährige Kinder (Herz) 2 ) 



Knaben 


Mädchen 


Alter 


Zahl d 
Fälle 


cm 3 


Alter 


Zahl d. 
Fälle 


cm 8 


6-7 
8-9 
IO—I2 

12— 1 4 | 


6 
6 
8 
8 

2 


550—700 
600— 800 
650-850 
800—1200 
1200 — 1400 


8 
10 
II 
12 


6 
6 
12 
6 


600 
600 
800 
700 



1) J. p. 202 c. 

2) Wiener medicinische Wochenschrift 38. Jahrgang 1888 p. 1510. 



Harnsekretion 



221 



d) Mittlere Harnmenge, Zahl der Entleerungen, specif. Gewicht 

bei Tag und Nacht (Camerer) 1 ). 



56 °/o 

zw. 50 — IOO 

70 O/O 
zw. 50—150 

51-9 % 
unter IOO 

62 o/ 0 

50—150 

66.7 O/o 
zw. 50 — 150 

45-6 0/ 0 
unter IOO 

44- 2 % 
zw. 100 — 200 

62 o/ 0 

zw. 50—150 
50 O/o 
unter IOO 

39.1 O/o 
zw. IOO — 300 

60.8 O/o 
über 200 

50 O/o 
zw. IOO — 200 

37.5 % 
zw. IOO — 200 
60,8 O/o 
über 200 

83 % 
über 200 

58 0/0 
zw 100 — 200 

48.2 0/0 

über IOO — 200 
53,i 0/0 
über 200 

53,4 % 
über 200 



* Diese Zahl ist aus weniger Versuchsreihen berechnet als die 24stüudige Menge. 
Ider „Nachtzeit" s. u. in den „praktisch-medicinischen Analekten". 



Versuchs- 
person 


Alter 


■S § 
IN K 


Harnmenge 
Tag | Nacht 


stündliche 
Harn menge 

Tag | Nacht 


Zahl der 

Ent- 
leerungen 

Tag | Nacht 


Menge einer 
Entleerung 

Tag i Nacht 


Vr t\ n s* n A*t 

M Huciieu 


Z 


WlA 1 


410* 


242* 


31,8* 


21,8* 


6,9 




59 




f\ a c«p 1 H p 


3 /s 


762 


545 


217 


42 


20 


7-7 


2,5 


71 


°7 


?) 


5 




518 


220 


39,5 


20,2 


57 


17 


91 


1 29 


AI ü H phfM'i 

iM tlvlV-'llGIl 


3 /4 


619 


39i* 


253* 


30,3 


22,8 


4,8 




81 




dassp] bp 


c 

3 


842 


566 


276 


43 


25 


6,0 


2,0 


94 


138 




7 


727 


4 fi 5 


262 


35-2 


24,3 


3,8 


i,4 


122 


188 


» 


TO 
1 v 


07 1 

y/ 1 


698 


273 


49,i 


27,8 


3,9 


1,2 


179 


227 


TT rt ahp 


c 1 / 


720 

/ ^y 


473* 


290* 


36,5 


26,0 


5 




95 






n 

1 


y u q. 


fi 73 


291 


50 


28 


5,7 


1,1 


118 


264 


)) 


Q 


922 


677 


245 


48 


24,7 


4,6 


1,0 


147 


245 


7> 


I2 1 / 


1 128 


776 


352 


56,2 


34.5 


3,i 


I 


250 


352 


Mädchen 


Q 


IO? A 


757* 


321* 


58,7 


29 


4.4 




172 




dasselbe 


II 


II69 


824 


345 


61 


33 


5,i 


2,0 


162 


287 


» 




II 20 


757 


3 6 3 


52,6 


37,8 


3,3 


1,1 


229 


330 


»> 


15 


IO89 


662 


427 


45,7 


45,o 


2,2 


1,1 


301 


388 


? Mädchen 


11 


989 


604* 


369* 


46,8 


33-2 


4 




151 




1 dasselbe 


13 


II 14 


695 


419 


5i 


40 


4.6 


2,5 


151 


299 


» 




953 


663 


290 


46,0 


30,2 


3,4 


1,2 


195 


242 


7» 


17 


906 


607 


299 


41,6 


31,8 


3,o 


i,3 


202 


230 



von den 
Tagesentlee- 
rungen 
betrugen 



specifisch 


es 


Gewicht 




(15°) 




VI C l i 1 

Mittel 


lag 


iNäCIll 


1018 


1017* 


IOI9* 


1017 


1017 


IOI8 


1019 


1019 


I020 


1016 


1016* 


I0I8* 


1016 


1016 


IOI8 


1020 


1020 


1019 


1016 


1016 


I020 


1019 


1018* 


I020* 


1018 


1017 


I02I* 


I02I 


1020 


IO24 


I0l8 


1019 


I022 


IOI5 


1015* 


IOI9* 


1015 


1014 


IOI8 


IOI8 


1017 


I020 


IOI6 


1018 


IOI7 


IOIÖ 


1017* 


I0I6* 


IOI7 


1017 


1017 


1022 


1021 


IO24 


IOI9 


1020 


1022 



Ueber die Dauer 



1) 1. 1. p. 202 c. c. XVI p. 29—31, XVIII p. 226—228, XX p. 571 -575, XXIV p. 148- 



-151. 



1 



222 



Physiologischer Teil 



Analyse des 24stündigen Harns 



J. Vogel 1 ) 



Harnmenge 

specifisches Gewicht 

Wasser 

feste Stoffe 

Harnstoff 

Harnsäure 

Chlornatriura 

Phosphorsäure 

Schwefelsäure 

phosphorsaures Calcium 

„ Magnesium 
Gesamtmenge der Erd- 
phosphate 
Ammoniak 
freie Säure 



in 24 Stunden 0/ 0 
1500 cm 3 



1020 




1440 g 


96 


60 


4 


35 


2.33 


o.75 


0,05 


16.5 


1,10 


3.5 


0 23 


2,0 


0,13 


1,2 


0,08 


0,65 


0,04 


3 


0,2 



G. Kerner') 
23jähr. Mann 72 k schwer 

Mittel Minimum Maximum 
1491 cm 3 1099 2150 



I02I 


1015 


1027 


38,1 g 


32.0 


43.4 


0,94 


0,69 


i,37 


16.8 


150 


19,20 


3.4 2 


3,o 


4.07 


2.48 


2.26 


2.84 


O.38 


0.25 


°.5i 


0,97 


0.67 


1.29 


1.35 


0,92 


1.80 


O.83 


o,74 


1,01 


1 95 


i-74 


2,20 



Drechsel 3 ) giebt folgende Zusammenstellung (g) 

(* in der vorhergehenden Tabelle nicht aufgeführt) 

in 24 Stunden pro I 1 
Harnstoff 25 — 32 
Harnsäure 0,2—1 
Kreatinin* 1,12 

Rhodanwasserstoff* / °>°3 CySNa 

\ 0,11 CySK 

Oxalsäure* (s u ) bis 0,02 

aromatische Oxysäuren * — 0,04 

Hippursäure* (s. u.) I — 

Indigo* 0,005 — 002 0,0066 (M. J äffe) 4 ) 

Ammoniak (s. u.) 0,31—1,21 — 

Phosphorsäure 2 — 

Gesamtschwefelsäure 2 — 

Kali (K 2 0) 2—3 — 

Natron (A'a 2 0) 4 — 6 — 

Kalk (CaO) 0,12—0,25 — 

Magnesia (MgO) 0,18 — 0,28 — 

Eisen* 0,007 (Magnier) 6 ) 0,003—0,011 (Magnier) 8 ) 

0,0048 (Pleitmann) 6 ) 0,038 
0,0101—0,0156 (Hamburger) 7 ) 
0,00259 (G o 1 1 Ii e b) 8 ) 



1) Mittelzahlen aus zahlreichen 8tägigen Beobachtungen an verschiedenen Individuen. 

2) Archiv des Vereins für gemeinschaftliche Arbeiten III 1858 p. 626 Tabelle I. 

3) Hermann' s Handbuch der Physiologie V 1 1883 p. 530. 

4) Archiv für die gesammte Physiologie III 1870 p. 469. 

5) Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft zu Berlin 7, Jahrgang 1874 p. 1796. 

6) 1. p. 200 c. p. 383 u. 385. 

7) (Prager) Vierteljahrsschrift für die praktische Heilkunde 33. Jahrgang 1876 2. Bd. 
(130. Bd.) p. 149. 

8) Archiv für experimentelle Pathologie und Pharmakologie 26. Bd. 1890 p. 142. 
5 Versuchspersonen mit 3tägiger Beobachtung. 



Harnsekretion 



223 



Vergleich der Harnsekretion beider Geschlechter 

a) nach M o s 1 er 1 ) 
Mann (18—31 Jahre) Mädchen (17-26 Jahre) 

p. 24 Stunden p. k Körpergewicht p. 24 Stunden p. k 

Harnmenge 1875 cm 8 39 9 S 1812 cm 8 42,3 g 

Harnstoff 36,2 g O.75 2 5 . 7 9 g O.61 

Chlornatrium 15,6 O.326 13.05 O.302 

Schwefelsäure 2,65 0,053 I.966 0,04b 

Phosphorsäure 4,91 °. io 4 4- l6 4 ° °97 



b) nach Yvon und Berlioz 2 ) 



Männer 
347 Fälle 


Weiber 
314 Fälle 






1) in 24 Stunden 








Minimum 


Maximum 


Mittel 


Mittel 


Minimum 


Maximum 


Menge cm 3 
specif. Gewicht 
Harnstoff g 
Harnsäure g 
Phosphorsäure g 


1 135 
1019 
21.24 

o,4555 
2,617 


1440 
1027 

3095 
o,75! 
3.679 

2) p r 0 


1333 
1022,4 
26.52 
0,596 
3.I9I 
1 Liter 


1125 
1021.5 
20,6l 
0.556 
2,590 


935 
1017,5 

15,918 

o,5i5 
2,1257 


1375 
1024,7 

26,141 

0-775 
31658 


Harnstoff 

Harnsäure 

Phosphorsäure 


15-90 

o.334 
2105 


26,21 
0,638 
2,962 


21. 7 o 
0,501 
2-574 


1 19,28 

o,548 
1 2.371 


15.525 
0,337 
1,929 


25.550 
0,740 

2,982 



Einfluss der Häufigkeit der Urinentleerung auf die Zusammensetzung 

des Sekrets (Kaupp) 3 ) 
Der in 12 Stunden, von 6 h morgens — 6 h abends, in der Blase ange- 
sammelte Harn wurde entweder stündlich oder auf einmal, am Ende der 
Versuchszeit, entleert. Dabei durchaus gleiche Diät. 



12maliges lmaüt;es 

• Differenz 
Harnlassen 

Wasser 895,3 cm 3 808 cm 3 77 

Harnstoff 18,8 g 17,9 g 0,9 

Chlornatrium 12,3 „ 11,5 „ 0,8 

Phosphorsäure 1,86 „ 1,69 „ 0,17 

Schwefelsäure 1,09 „ 1,03 „ 0,06 

feste Stoffe überhaupt 43 ; 8 „ 41,7 „ 2,1 



1) Archiv des Vereins für gemeinschaftliche Arbeiten zur Förderung der wissenschaft- 
lichen Heilkunde III 1858 p. 431 und 441. 

2) Revue de medeeino IX 188S p. 713. Im ganzen 6000 Analysen des Harns ge- 
sunder erwachsener ,, typischer Individuen französischer Rasse". 

3) Archiv für physiologische Heilkunde Jahrgang 1856 p. HO u. 141 — auch Tübin- 
ger Dissertation 1860: Beiträge zur Urophysiologie : Über die Aufsaugung von Harnbe 
standtheilen in der Blase. 



224 



Physiologischer Teil 



Chlornatrium 
Kali 
Natron 
Kalk 



Asche des Urins '). 

G7,26 % Magnesia 
13,64 „ Phosphorsäure 

1,33 „ Schwefelsäure 

1,15 „ 



1,34 % 
11,21 „ 

4,06 „ 



Gase des Urins 

P f 1 ü g e r 2 ) fand in frischem Menschenharn in Volumprozenten 
berechnet auf 1 m Druck und 0° : 



Sauerstoff 

auspumpbare Kohlensäure 

durch Phosphorsäure ausgetriebene Kohlensäure 
Stickstoff 

E. Morin 3 ) erhielt mit der Quecksilberpumpe 



I 

0,07 
14,30 
0,70 
0,88 



II (Nachtharn) 

0,08 

13,60 
0,15 
0,92 



in 100 Volumteilen Gas 

Kohlensäure 65,40 
Sauerstoff 2,74 

Stickstoff 31,86 



in 1 1 Harn 

15,957 cm» 
0,658 „ 
7,773 _„ 
cm 3 



24,39 



100,00 

Planer 4 ) beobachtete für 100 cm 3 Harn: 

Stickstoff 

Vormittags 0,7 g 

2 Stunden nach dem Mittagessen 1,1 
Morgens, nach 14stündigem Hungern 0,6 „ 

Die Kohlensäurespannung im Harn ist im Mittel 9,15% 
einer Atmosphäre (Strassburg) 5 ). 



Kohlensäure 

4,5 cm 3 = 0,008 g 
9,9 „ = 0,017 „ 
4.4 .. = 0,008 .. 



Vergleich zwischen Blutplasma und Urin 





Hlutpiasma 


Urin 






(C. Schmidt) 
lo 

90,15 


(Vogel) 

°l 
10 

96,0 


Verhältnis 


Wasser 


1 : 1,06 


Erdphosphate 


0,0516 


0,08 


1 : 1,55 


Chlornatrium 


0,5546 


1,10 


1 : 1,98 


Schwefelsäure 


0,01 29 


0,13 


1 : 10 


Phosphorsäure 


0,0192 


0,23 


1 : 12 


Harnstoff' 


0,015 


2,33 


1 : 155 


Eiweissstoffe 


8,192 






Fibrin 


0,806 






Harnsäure 




0,05 





1) Beaunis, Physiologie p. 811. 

2) Archiv für die gesammte Physiologie II 1869 p. 165. 

3) Journal de Pharmacie et de Chimie 3 m <> Sdrie tome 45 1864 p. 399. 

4) Zeitschrift der K. K. Gesellschaft der Ärzte in Wien 1859 p. 465. 

5) 1. p. 165 c. p. 94. 



Harnstoffausscbeidung 



225 



Tägliche Harnstoffausscheidung 

X\ g (als Merkzahl!) bei guter Ernährung mit gemischter Kost mit 
Schwankungen zwischen 25—40. Die mittlere 24stündige Harnstoffmenge 
von 248 Erwachsenen fand C am er er 1 ) = 28,2 g, es hatten 22,G °/ 0 
im Mittel: 23,1 g (20-25), 22,2 »/ 0 27,4 g (25-30), 18,6 »/„ 32,3 g 
(30-35), 12,9 °/ 0 37,0 g (35— 40), somit 44,8 <7„ 20—30 g, 31,5 «>/ 0 30— 40 g. 

Im Hungerzustande und bei stickstofffreier Nahrung kann dieselbe auf 
15 — 20 g sinken. 

Bei sehr reichlicher animalischer Nahrung kann der Harnstoff vorübergehend bis auf 
100 g steigen. 

Gang der täglichen Harn st o f f au s s ch ei d un g (Schleich) 2 ) 
Über den Gang der täglichen Ausscheidung s. a. p. 215. 



Versuchsperson (Stu- 
dent) 22 Jahrealt,82,5 
k schwer. Die Stick- 
stoffzufuhr entsprach 
in der ersten Reihe un- 
gefähr 21, in der zwei- 
ten 19,8, in der drit- 
ten 20,5 g. 


Erste Versuchsreihe 

Mittel aus 
24 Normaltagen 


Zweite Versuchsreihe 
Mittel aus 
5 Normaltagen 


Dritte Versuchsreihe 

Mittel aus 
12 Normaltagen 


Harn- 
menge 
cm 3 


Harnst 
absolut 


off (g) 

7o der 
Tages- 
menge 


Harn- 
menge 
cm 8 


Hara 
absolut 


stoff 

°/o der 
Tages- 
menge 


Harn- 
menge 
cm 3 


Harr 
absolut 


stofif 

°/o der 
Tages- 
menge 


vormittags 7 — l h 

nachmittags 1 — 7 

^ f erste Hälfte 
Nacht < 

^ zweite „ 


386 

348 
492 
489 


11,42 
8,6 3 

10,90 
8,50 


28,9 
21,9 
27,6 
21,6 


398 

354 
302 

414 


13,07 
9-37 
8,99 

7,76 


33-4 
23-9 
22,9 
19,8 


517 
414 
522 
383 


12,62 
10,26 
11,90 
6,60 


30.5 
24,8 
28,7 
16,0 


in 24 Stunden 


1715 


39,45 


IOO 


1468 


39,19 | IOO 


1836 


41,38 


IOO 



Alter 



Harnstoffausscheidung im ersten Lebensjahr 3 ) 

Beobachter 4 ) 
Martin und Rüge 



mittlerer 
24stündiger 
Harnstoff (g) 

[ 0,0763 



°/ 0 Harnstoff 
im Mittel 



Tag 



2. 
3. 

4. 

5. 



0,0783 

0,736 

0,2504 

0,789 

0,1827 

o 870 

0.1358 

0,821 



0,634 

0,784 
0.732 
0,611 

0,963 
0,411 

0.486 
0,277 
0,469 
0.438 
0,381 



Harnstoff 
pro 1 k 
Körpergewicht 

0,0205 

(0,03 Parrotn, Robin) 4) 



— Picard 

— Martin und Rüge 
0,220 Gruse 

— Martin und Rüge 
0,224 Oruse 

— Martin und Rüge 

— Picard 
0,253 Oruse 

— Martin und Rüge 
0, 242 Oruse 



1) Zeitschrift für Biologie 28. Bd. 1891 p. 87, 88, 98. Bestimmung nach Hüfner = 
13,16 Stickstoff des Harnstofls und Ammoniaks. Ein Teil der Untersuchten war bezüglich 
des Stoffwechsels eher unter dem Normalen. 

2) Archiv für experimentelle Pathologie und Pharmakologie IV 1875 p. 82, auch Tü- 
binger Dissertation (Leipzig) 1875 : über das Verhalten der Harnstofifproduktion bei künst- 
licher Steigerung der Körpertemperatur. — Harnstoffbestimmungen nach der Knop- 
Hüfner'schen Methode, welche im Durchschnitt 2 — 3 g weniger als die Liebi g'sche 
Titrierung ergab. 

3) Abgekürzte Tabelle nach Vierordt, Physiologie des Kindesalters p. 372. Die 
Angaben von Martin und Kuge (s. p. 218) sind fett gedruckt. 

4) 1. 1. p. 219 c. c. 

Vierordt, I)at. u. Tabell. f. Med. 2. Aull. ^5 



22<; 



Physiologischer Teil 





Mittlerer 


°/ 0 Harnstoff 
im Mittel 


Harnstoff 


Beobachter *) 


Alter 


24stündiger 

Harnstoff (g) 


pro 1 k 
Körpergewicht 


G. Tag 


0,1üw 


0,491 




Martin and Rüge 


7. 




0,414 




11 


3—8. „ 




0.45 




Hecker 


C — 8. „ 




°>37 




Picard 


9. „ 


0,1624 


0,362 




Martin und Rüge 


10. „ 


A < PAP 

0,1505 


0,228 


0,0919 










(0,12 Parrot u. Robin) 1 ) 


6.— 10. || 






0,260 


Cruse 


a 17 

O. 11. ,, 




O 98/1 


(0,069) 


Hecker 




l )\JKJO 


u , z 7° 


0,263 


Cruse 


11. — 30. „ 


O.QI 




0,23 


Parrot und Robin 


30.— 60. „ 


1,148 


0,279 


0,262 


Cruse 


35. 


1,41 




0,34 


ültzmann (b. Poüak) 


2 l / 2 Monate 
127. Tag 


3 


1,00 


0,5 


Picard 


i»5 


0,3 




Camerer 


5. Monat 


3 


o,75 


0.5 


Picard 


204. Tag 


5 


0,61 




Camerer 



Harnstof fausscheidung v 

mittlerer 
Alter 24stündiger 
Harnstoff (g) 
/ 9,87 



0/o Harnstoff 
im Mittel 



2 Jahre 

27* » 

3 „ 

37e » 
37* 
37, »1 

-5 „ 

4 „ 



57 4 
6 



8 

87, 
9 

10 



12,1 

10,38 

13,38 

12,7 

11,1 

12,99 

13-993 
14,162 
14,96 

14,47 
12,37 5 
13,570 

14,6 6 
16,49 

14,74 
18,29 

15,35 
14.05 

17,75 
13,471 
17,89 
18,25 

19,51 
H,9 
17,27 
15,26 
20,42 



9 



1,29 
1,9 
i,97 
2,32 
1,8 
1,8 

1,70 
1,883 
2,00 
1,16 

i,77 
1,68 
1,61 
2,0 

1,364 
1,08 

i,733 
1,85 

i,93 
1,84 

2,37 
1,60 
1,66 

i>4 
1,87 
1,56 
1,21 



om 2. — 17. Lebensjahr 

Harnstoff 
pro 1 k 
Körpergewicht 
1,01 
0,64 
0,92 
1,23 
0,926 
0,66 



I,OI7 

0,961 

i,37 

o,95 

0,76 

0,81 
1,06 

°,97 
0,811 
0,81 
o,75 

0,61 

0,87 
1,00 
0,86 
0,66 
0,69 

0,71 



Beobachter 

Schabanowa 2 ) 
Camerer 3 ) 
Schabanowa 
,» 

J. Ranke*) 
Camerer 3 ) 
Camerer 5 ) 
Rummel 6 ), Uhle 1 ) 
Scherer 8 ), Rummel, Uhle 
Schabanowa 
»j 

Camerer 9 ) 
Camerer 6 ) 
Camerer s ) 
Moder 10 ) 
Schabanowa 
Scherer 
Schabanowa 
Camerer 9 ) 
Camerer 6 ) 
Le Canu 11 ) 
Schabanowa 



Camerer 3 ) 
Camerer °) 
Camerer 12 ) 
Schabanowa 



3) Zeitschrift für Biologie XVI 1880 p. 29. 



1) Siehe p. 225. 2) 1. p. 220 c. 

4) 1. p. 128 c. p. 135. Mädchen. 

5) Zeitschrift für Biologie XVIH 1882 p. 226. 

6) Verhandlungen der physikal.-medicinischen Gesellschaft zu Würzburg V 1854 p. 116. 

7) Wiener medicinische Wochenschrift IX 1859 p. 97. 

8) Verhandlungen der physikal.-medicinischen Gesellschaft zu Würzburg III 1852 p. 180. 

9) Zeitschrift für Biologie XX 1884 p. 571. 

10) Archiv des Vereins für gemeinschaftliche Arbeiten III 1858 p. 407. 

11) Mem. de l'Academie royale de medecine VIH 1840 p. 676. — Journal de Phar- 
macie et des sqiences accessoires XXV 1839 p. 697. 

12) Zeitschrift für Biologie XXIV 1888 p. 148. 



Harnstoff, Harnsäure 



227 



Alter 



11 „ 

12 „ 

13 „ 

15 „ 
17 



Mittlerer 
24stündiger 
Harnstoff (g) 
l6,8l 
21,3 

19,9 
19,62 

15. 1 
22,35 
17.79 
20.81 
19,814 
20,02 
18,83 
17,78 
18,96 
19,06 



0/o Harnstoff 
im Mittel 

1.44 
1,173 
1,60 
1,80 

i.5 
1,82 

i,59 
1,84 

(2,63) 

i,95 
1,69 

1,87 

1,74 
2,10 



Harnstoff 
pro 1 k 
Körpergewicht 

0,88 
0,73 
0,73 
0,64 
0,80 
0-54 

0,606 
0,71 

0,50 



Beobachter 

Oamerer ] ) 
M ' osler 
Schabanowa 

,, 

Oamerer 
Schabanowa 
Oamerer 2 ) 
Camer er 8 ) 
Uhle*) 
Schabanowa 
Oamerer x ) 
Oamerer 2 ) 
Oamerer 3 ) 
Oamerer 8 ) 



Harnstoffausscheidung vom 3. — 11. Jahr 
bei Tag und Nacht (C am er er) 5 ) 



8 

37J. Mädchen 5,7 
5VJ. Knabe 7,4 
9j. Mädchen 9,1 
Hj ,, 9,9 



Tagurin 

% 
Harnstoff 

1,63 
1,56 

M5 
I,6l 



am er er) 5 ) 

Nachturin 
% 



5.3 
5,8 

5-7 
7,o 



Harnstoff 
2,13 
1,93 
1,85 
1,98 



Harnstoff pro 1 k Körpergewicht (Uhle) 4 ) 



Erwachsener 
13 — 16j ähriger 

8-11 „ 

3-6 



0,35 g Harnstoff 
0,4—0,6 „ 
0,8 
1 



Weiteres über Harnstoffausscheidung s. u. beim „Gesamtstoffwechsel". 



Harnsäure 

Es sei bemerkt, dass die hier verzeichneten älteren, mit unvollkommenen Methoden 
ausgeführten , Bestimmungen der Harnsäure nur bedingten Wert haben und zu kleine 
Zahlen ergeben. 

24stündige Menge der Harnsäure beim Erwachsenen (s. a. p. 222). 
g 

0,495—0,557 (AI fr. Becquerel) 6 ) 

0,65 bei vegetabilischer Nahrung (H. Ranke) 7 ) 
0,88 „ reiner Fleischdiät „ 

0,2—1,0 (Neubauer) 8 ) 



1) s. Anmerkung 5 auf voriger Seite. 

2) s. Anmerkung 9 auf voriger Seite. 

3) s. Anmerkung 12 auf voriger Seite. 

4) s. Anmerkung 7 auf voriger Seite. 

5) Zeitschrift für Biologie XVI 1880 p. 30. — Der Tag wurde zu 12 Stunden 54', 
die Nacht zu 11 Stunden 6' gerechnet s. a. p. 221. 

6) 1. p. 216 c. 

7) Beobachtungen und Versuche über die Ausscheidung der Harnsäure beim Menschen. 
Münchener Habilitationsschrift 1858. 

8) Neubauer u. J. Vogel, Anleitung zur Analyse des Harns 6. Aufl. 1872 p. 27. 

15* 



228 



Physiologischer Teil 



0,7 
1,0 



(J. Ranke) ») 



bei gemischter Kost 
„ Fleischnahrung n 
„ übermässiger Fleischkost (J.Ranke) 2 ) 

(Beneke) 3 ) 
(Voit) 4 ) 

(Her t er und Smith) 6 ) 
C. Gr. Lehmann 6 ) fand an sich selbst in 24 Stunden: 

1,478 g bei animalischer Kost 
1,183 „ „ gemischter „ 
1,021 „ „ vegetabilischer „ 



1,5—2,11 

0,55 
0,4—2,0 
0,5—0,75 



0.735 



stickstofffreier 



Die mittlere Harnsäuremenge pro 24 Stunden müsste dem- 
nach für den Erwachsenen zu l / 2 — g veranschlagt werden (s. übrigens 
die Tabelle auf pag. 229). 

Harnsäureausscheidung beim Kind 





Harnsäure 
in 100 cm 9 
Harn 

(g) 


24stündige Menge 


Verhältnis 




Alter 




pro 1 k 


Harnsäure 


Beobachter 


absolut 


Körper- 
gewicht 


: Harnstoff 




Neugeborener 




0,14 






Martin und 






(berechnet aus 






Rüge 7 ) 






Gesamtstickstofl' 










minus Harnstoff) 


0,00609 






6—8 Tage 


0,0463 


0,0214 


1 : 14 


»1 


8-17 „ 


0,031 


0,024 


0,007 


I : 9,2 


Hecker 8 ) 


17—25 „ 




(0,OOl8) 




(I : 41?) 




5 Wochen 


0,049 


0,15 


0,036 


1 : 94 


Ultzmann 9 ) 


3 Jahre 2 Monate 


0,060 


0,423 


0,03 


1 : 31 


J. Ranke 10 ) 



(Mädchen) 



1) Grundzüge der Physiologie des Menschen 4. Aufl. 1880. 

2) Tetanus 1865 p. 275. 

3) Grundlinien der Pathologie des Stoffwechsels 1874. 

4) Sitzungsberichte der Akademie der Wissenschaften zu München 1867 Bd. U p. 279. 

5) The New -York medical Journal 1892 June. Bestimmung nach Salkowski- 
Ludwig. 

6) Wagner's Handwörterbuch der Physiologie II. Bd. 1844 p. 18. 

7) 1. p. 218 Anmerkung 3 c. 

8) 1. p. 219 c. 

9) Citiert von Pollakj 1. p. 219 c. p. 31. 
10) 1. p. 226 c. p. 135. 



229 



M 

(B 
Jh 

<D 

3 

ob" 

o 



h 
O 
ft 

w 

:0 

■a 

.d 

cfl 

r- 

0) 
Jh 

PI 

:cä 
0Q 

03 
W 

o 

oo 

o 

•iH 

oq 

a 

CO- 
cn 
© 

u 
Ö 

OD 
3 



auf 100 
Harnstoff 
Harn- 
säure 


<o> — i O O m O m 
Cfi> 00 OO 00 "t. 
©>» »1 IN ci (N N N (i 






Stickstoff der Xan- 
tbinkörper berech- 
net aus der Diffe- ^ 
renz beider Harn- 
säuren dividiert 
durch 3 


0,027 
0,037 

0,030 
O.O4O 

0,0047 


H »+- 

a T 
3 « 

-*-» 

* A4 

a P 

fr- 
ei, 

ea 

•*^> 

es bO 

CO 

a 

s t 

.2 vO 

0) ON 

£ -ä 

3 




ire (g) J 

aus Harn- 
säurestickstoff 

berechnet 
(nach Ludwig) 


1(5 Ol N v£> 1^. 

mm 00 on "->*o vq u-> 
t— m vo ^0 ^ * m N m_ 
<=><=> 0" ö 0" o'öoo" 


0,860 g 
Harnsäure 


Harnsäi 






'S; 

CD 

v,« C") «d- PI N 
"00 11 NvOOO tr>*^ 
3 N w O O00 lo 
•'cd h m" h O 0" ü" O 

CO 

H M 

* O 
öS 0 

w rt 

0 

*;« cn tj-co t^. cr> 
0 o'cSo'oo « d « 

CO 

H 


berechneter 
Harnstoff samt 

Ammoniak 
(Harnstoff nach 
Hüfner) 


O rr> t~v 00 
O O 'S- *Q 1 
CT\ pf «4- <~0 
NN N N « 




Stickstoffrest 
(der Extrak- 
tivstoffe) 


1 

CD - 

CO 0 ös~^ 0 00 

«in cd >• ™ 11 00 ^° 
i-Tw Jg +» „ 0 O 

-g al ö fr- M 

•g ~ ~ 

02 




a 
ja 

CD 

.M ~ - - - 

ja 

1-1 N vr> O 


Stickstoff 
(Hüfner) 


10,84 

vom täglichen 
Gesamtstick- 
stoff des Harns 
sind 13,4 g an 
Harnstoff ge- 
bunden (Pflü- 
ger und 
Bohland 4 ) 

3404 


(nach 
Kjeldahl) 




Gestamtstick- 
stoff (g) 
(Natronkalk) 


N 

OS 

OO CO *^ 
•«■< <-H «*J 

—1 -H 


0? 
n" 

P» 

•h ^ 




Harn- 
menge 
cm 8 


4) "aT 
bO OD 

■cj- CS 1 

-2 Eh h 
» ^ 

m f» 


rö 
N 
00 

tH 


(. 

'Ö - 


Geschlecht 


p a 
■| s 

a s 




5? 

ä 


Alter 


10 

J3 O 

3 ss 

_ N 
O "1 

*° | ^ 
Tf .2 »r> 3 O rt" NN« 
N *4r T3 « in w 


Bleibtreu und 
Bohland 6 ) 


1 

ro 
PO 



T3 
co 



O 

M 



na 



co O <» 



O 

a S 

CD 
fafj 



bD JD 

5-g 

O CO 

• —1 »r- 

cp a 

ja m 
Ph ^ 

a^ 

a ^ 

H cd 

& PQ 

CD 

bo^ 
tr- 
eu 
■3 



cS 

ja 



o 

CO 



CD 

o 



St 

CD 
N 
«5 

cd 

ja 
>-i 
o 

w 



3 >* s 

ja 0 

~* £ 2 



a 

SO 
:o 
u 

> „ 

^ja 

CO cö 



. CD 

n, " 



g02 

a -* 

CS CM 



cö 

CM 



CD 



CM 
^ — > C3S 



J3 
O 

a 
rs 

fr- 
CD 

bu ö 
:3 



C 
o 
> 

CD 

ja 

u 

"o 

CO 
TT 

c 
a 



co 



CD 

a 
a 

o 

02 



Ch 

s 

o 

> 



CD 

ä 9 
" o 



o 

Ol 

co 



CD 

"So 
o 

*o 

m 
I-, 



co 
fr- 
CC 

Ph 

CO 

a 

o 

> 

CD 

.9 
'C 

& 

c- 



CD 

ja 

CD 

Ii CM 
CD CO 

a 



CD 

bo 
a 
3 

ja 

o 
cS 
ja 
0 

CD 
PH- 
CD 
P 
CD 
bO 

w 



ü 

Q 

a 

o 

t> 
a 

"S 
ja 



2 «9 
p —> 



a 

CD 

bD ■ 

P Oh 
=3 

a cm 

p a> 

8 00 



ia cd 

sä« 



o CO 03 
P- 43 o> 

cS 

j= et 2 



TH CO 1C3 Oc 

CO 

00 

00 



bc 
p 

cä 

bß 

fr. 

ja 

cS 

>s 

CJ5 
CM 



230 



Physiologischer Teil 



Täglicher Gang der Ausscheidung an Gesamtstickstoff 
und Harnstickstoff (Camerer) 1 ) 





mittlere 
Gesamtstick- 
stoff 
(Natronknlk) 


stündliche Menge (g) 

Stickstoff Stickstoff 
(nachHüfner) Extrakt e . r vstoffe 


auf 100 Gesamt- 
stickstoff kommt 
Extraktivstickstoff 


8 — Ilh vormittags 


0,372 


0,328 


0,044 


11,8 


II — 3h nachmittags 


0,555 


0,480 


0,075 


13,5 


3-6 h 


0,644 


0,572 


0,072 


1 1,2 


6 — 9 h abends 


O.723 


0,651 


0,072 


10,0 


9 h abends — 8 h morgens 


0,513 


o,457 


0,056 


10,9 


Tagesmittel 


0,545 


0,483 


0,062 


n,4 



Täglicher Gang der Ausscheidung an Harnsäure etc. -Stickstoff 

(Camerer) 2 ) 



mittlere stündliche Menge (g) 



a 

es 

o 



M 

3 
M 
a 
o 
u 

+a 
eS 



« ä 

p 



o 

SP 2 

-5 x 



c 

.' 

öS 

•2 *< 

03 <u 
« - — ' 

SO — « 
O Ä ■ 

to tn 

« .2 
■■3 ^ 

C 



auf 100 Gesamtstick- 
stoff kommt 





0 




09 








ü 


xtra 
tick 


erst 




JO 

ö3 



7 — II vormittags 


0,503 


o,435 


0,068 


0,0088 


13.7 


i,75 


II — 3 nachmittags 


0,491 


0,421 


0,070 


0,0137 


14,6 


2,80 


3—6 


0,852 


0,722 


0,130 


0,0173 


15,3 


2,03 


6 — 9 nachts 


o,55l 


0,480 


0,071 


0,0106 


12,9 


1,93 


9-2 „ 


0,604 


0,529 


0,075 


0,0100 


12.5 


1,66 


2 — 7 morgens 


o,459 


0,376 


0,083 


0,0070 


18,1 


i,59 


,Tagesmittel 


o,4995 


0,4185 


0,081 


0,01084 


H,4 


i,93 



1) Zeitschrift für Biologie 24. Bd. 1888 p. 313. Mittel aus 4 Versuchspersonen, 2 männ- 
liche von 45 und 14 Jahren, 2 weibliche von 45 und 14 Jahren. 

2) ibid. 26. Bd. 1890 p. 110. 6 Versuchspersonen, 3 männliche von 46, 15 und 
11 Jahren, 3 weibliche von 46, 18 und 11 Jahren. 



Chlornatrium des Harns 



231 



Chlornatriumausscheidung beim Erwachsenen 

s. auch o. p. 215, 218, 220 und 222. 

24stündige C hl o r na t r iumm eng e 

10 46 o- Chlor = 17,5 g Chlornatrium (He gar) 1 ) 

' ^ 14,73,, „ (Th. Bischoff) 2) 

12 „ „ (Rabute au) 3 ) 

6—8 g Chlor = 10—13,, „ (J. Vogel) 4 ). 
Als runde Mittelzahl kann 15 g gelten. 

24stündige Zufuhr und Ausscheidung von Chlornatriuni 

(Kaupp) 5 ) 

Selbstbeobachtung, Alter 25 J., Gewicht 67 k: 

Ausscheidung 

Aufgenommen Ausgeschieden ^ ^ der Zufuhr 

33.6 25,7 76 

28.7 22,0 79 
23,9 17,4 72 (83) 



19,0 
14,2 

9,3 
i,5 



25,7 
22,0 

17,4 
17,0 

13, 6 
9,8 
3,8 



89 
96 
106 
246 



Chlornatrium- und Harnstoffaussoheidung des im Chlorgleichgewicht 
befindlichen Körpers bei Kochsalzzuruhr (Eöhmann) 6 ) 
Als tägliche Nahrung während der Versuchszeit nahm E, : 2 Tassen 
Milch (1,15 °/ 00 CINa), 2 Milchbrote, 300 g Brot, 50 g ungesalzenes 
Schmalz, 450 g fettfreies Bindfleisch (1,135 °/ öö CINa), */ s 1. Bier, c. 1 1 
Wasser, 5 g Kochsalz. 







Harn 




Pae ces 




Datum 












Harnstoff 


1878 


Tages- 
menge 


Spezif. 
Gewicht 


Chlornatrium 
g 


Gewicht 
g 


Chlornatrium 
g 


3. Jan. 
4- „ 

5. „ 

6. „ 
7- „ 


1275 

1375 
1480 

1305 
1395 


1,020 
1,018 
1,018 

1,019 
1,0225 


10,582 

8,937 
8,880 

8,220 
12,415 


147,8 
82,7 
203 

(dünnbreüg) 

87,3 
208,2 

(etwas 
diarrhoisch) 


0,045 
0,027 
0,162 

0,041 
o,l54 


41,25 
43,51 

43,48 
52,17 


8. » 

9. „ 
10. „ 


1325 
1430 
1270 


1,020 

1,0195 

l,OI95 


9,407 
10,153 
7,239 


67,35 


Spuren 


45,46 



1) Über die Ausscheidung der Chlorverbindungen durch den Harn. Giessener Disser- 
tation 1852. 

2) Der Harnstoff als Mass des Stoffwechsels 1853 p. 23. 

3) Gazette hebdomadaire 1870 Nr. 8. 

4) Neubauer und Vogel, Analyse des Harns p. 348. 

5) Archiv für physiologische Heilkunde 14. Jahrgang 1855 p. 401. 

6) Zeitschrift für klinische Medicin I 1880 p. 520. 



232 



Physiologischer Teil 



Chlornatriumausseheidung beim Kind 



A 1 tur und 
Geschlecht 

Neugeborener 
1—10 Tage 
3—8 



8—17 
5 



Wochen 



Chlomatrium 
in 

100 cm 3 Harn 



0,033—0.497 
0,107 
0,15 
0,089 
0,069 



24stündige Menge 



3— 



3 Jahre (w.) 

(m.) 
(m.) 
(m.) 



5 
6 
11 



0,946 

1,061 
O.546 
0,584 



absolut 



0,0418 

0.069 
0,211 

7,07 

7,88 
6,6 
10,6 



pro 1 k 
Körpergewicht 



0.013 



0,022 
0,051 

0.45 

°>579 

044 

0,44 



Beobachter *) 
Dohm 

Martin und Rüge 
H e c k e r 

u 

Ultzmann 

{S c h e r er,Ru m mel, 
Uhle, J. Ranke 
Rummel, Uhle 
M os 1 e r 



Chlornatriumausscheidung in den zwei ersten Lebensmonaten 

(Cruse) i) 

Chlornatrium 



Alter 



2 Tage 

3 „ 



4 

5 

5—10 
10—30 
30-60 



mittleres 
Körpergewicht 

3283 
35i8 
336l 
3363 
3485 
3791 
4397 



(im Mittel) in 
100 cm 8 Harn 

x >53 
1.44 

M7 
1,42 
1,08 
0,82 



24stündige Menge 





pro 1 k 


absolut 


Körpergewicht 




(Mittel) 


0,203 


0,060 


0,278 


0,074 


0,275 


0,078 


0.35° 


O.IOO 


0,419 


0,1 18 


0,408 


0,102 


0,344 


0,077 



Schwefelsäureausscheidung beim Erwachsenen 

24stündige Schwef elsäureausscheidung (berechnet als 
Anhydrid S0 a ) beträgt: 



1,509—2,371 g (Gruner) 2) 

und zwar pro Stunde: nachts 0,080, morgens 

0,067, nachmittags 0,107 
1,339—2,141 g (A. Krause) 3 ) 
1,858—2,973 „ (W. Cläre) 4 ) 
2,204—3,105 „ (Sick) 5) 

1,5—2,33 „ (Für bringer) 6 ) 

1,7—3,2 „ (Neubauer) 7) 
(Weidner) 8 ) 
Als rundes Mittel kann 2,0 — 2,5 gelten. 



Mittel 
2,094 



2,288 
2,46 

2,27 
2,1 



Giessener Dissertation 



1) l. p. 219, 226 und 228 c. 

2) Die Ausscheidung der Schwefelsäure durch den Harn. 
1852 p. 23. 

3) De transitu sulfuris in urinam. Dorpater Dissertation 1853. 

4) Experimenta de excretione acidi sulfurici per urinam. Dorpater Dissertation 1854. 

5) Versuche über die Abhängigkeit des Schwefelsäuregehaltes des Urins von der 
Schwefelsäurezufuhr. Tübinger Dissertation 1859 p. 12. 

6) Virchow's Archiv LXXII1 1878 p. 39. 

7) Neubauer und Vogel, Anleitung zur Analyse des Harns p. 355. 

8) Untersuchungen normalen und pathologischen Harns etc. Rostocker Preisschr. 1867. 



Schwefelsäure, Phosphorsäure 



233 



Die gepaarte Schwefelsäure im Harn wird in 24 Stunden in 
der Menge von 0,2787 g (0,0944—0,6 175) ausgeschieden (R. v. d. Velde n) 1 ). 
Das Verhältnis der in Sulfatform vorkommenden Schwefelsäure : der in 
gepaarter Verbindung ausgeschiedenen ist 1 : 0,1045. 

Bei 1750 cm 3 Urin vom specif. Gewicht 1,020 schied G. Hoppe- 
Seyler 2 ) aus: präformiert SO A 2,957 g, gebunden 0,157 g (entsprechend 
0,169 und 0,015%). 

Belative Menge der Schwefelsäure : Stickstoff (letzterer = 100) 

(Z uelz er) 3 ) 

für den Erwachsenen bei gewöhnlicher gemischter Kost 18 — 20 

nachts 18 — 22 

vormittags 16 19 

unmittelbar nach dem Essen 24 — 27 

mehrere Stunden nachher (wenn die Gallensekretion am stärksten) 12 — 15 



Schwefelsäureausscheidung beim Kind 



Alter 



3 — 8 Tage 
8—17 „ 

5 Wochen 

6 Jahre 
11 



Schwefelsäure 
in 

100 cm 8 Harn 

g 

0,15 
0,31 
0,12 



24stündige Schwefelsäure 



absolut 



O.024 
0,036 



pro 1 k 
Körpergewicht 



0,008 
0,0087 
0,08 
0,044 



Beobachter 



H e c k e r 

Ul t z m a n n 
M 0 sl er 



Phosphorsäureausscheidung beim Erwachsenen 

2 4stündige Menge, als Anhydrid (P' 2 0^) berechnet: 

3,7 (Breed) 4 ) 
2,4—5,2 (Winter) 0) 
1,6—3,1 (Neubauer) 6 ) 

2,774 (Aubert) 7 ) 

3,06 (Sick) 8 ) 



1) Centralblatt für die medicinischen Wissenschaften XIV 1876 p. 866. — Virchow's 
Archiv 70. Bd. 1877 p. 346. 

2) Zeitschrift für physiologische Chemie 12. Bd. 1888 p. 21, auch Kieler Habilitations- 
schrift Strassburg 1887 : über die Ausscheidung der Aetherschwefelsäuren im Urin bei 
Krankheiten. 

3) Lehrbuch der Harnanalyse 1880 p. 105. 

4) Annalen der Chemie und Pharmacie 78. Bd. 1851 p. 150. 

5) Beiträge zur Kenntniss der Urinabsonderung bei Gesunden. Giessener Dissertation 
1852. 

6) Neubauer und Vogel, Analyse des Harnes p. 360. 

7) Zeitschrift für rationelle Medicin N. F. II 1852 p. 234. 

8) Archiv für physiologische Heilkunde Jahrgang 1857 p. 490. 20j. 58 k schwere 
Versuchsperson. 



234 



Physiologischer Teil 



3,1 — 5,58 (v. Haxthausen) 1 ) 
2,7—2,9 (Ries eil) 2) 

2,76 (Weidner) 3) 
7,98 (!) (Ranke)*) bei 1917 g Kuhfleisch 

Als brauchbare Mittel zahl für den kräftigen Erwachsenen kann 
3 — 3,5 g gelten. 

Pro 1 k Erwachsener ist 0,06 Phosphorsäure zu rechnen. 



Täglicher Gang der Phosphorsäureausscheidung 

a) nach Zuelzer 5 ) 
Bei einem 31j. Arbeiter, Rekonvalescent, wurde gefunden 





Stickstoff 
g 


Phosphorsäure 
g 


mittags 1 — 3 h 


0,9 


0,165 


nachmittags 3 — 5 


I,OI 


0,298 


5- 7 


o,73 


0,095 


7— 9 


0,51 


0,078 


abends 9 — 7 h morgens 


4.93 


0,976 


vormittags 7 — 9 


1,21 


0,135 


9—11 


1,09 


0,177 


H— 1 


I,o8 


0,214 


in 24 Stunden 


11.56 


2,138 



relatives 
Verhältnis 
{N= 100) 

18,3 

2 9,5 

13 

15.2 

19,8 

11,1 

16,2 

18,1 



Mittel: 18,4 



b) nach Edlefsen 6 ) 



Versuchsperson: 41jähr., c. 70,5 k schwerer, gesunder Mann, gemischte 



Kost 



vormittags 6 — I2 h 
nachmittags 12 — 6 h 
abends 6 — 12 h 

nachts 12 — 6 h morgens 

in 12 Tagesstunden 
in 12 Nachtstunden 



Harnmenge 
cm 8 

653 
854 
33o 
232 

1507 
562 



Stickstoff 
g 

4,626 
4,604 
3,186 
3,270 
9,230 
6.456 



Phosphorsäure 

g 

0,407 
0,622 
0,490 

o,553 
1,029 

1-043 



relativer Wert 
der 

Phosphorsäure 

8,8 

13,5 
*5,4 
16,9 

11,15 
16,15 



in 24 Stunden 



2069 



15,686 



2,072 



13,2 



1) Acidum phosphoricum' urinae et excrementorum. Dissert. Halae 1860. 

2) Medicinisch-chemische Untersuchungen , herausgegeben von F. Hoppe-Seyler 
(3. Heft 1868) p. 320. 

3) 1. p. 232 c. 

4) 1. p. 228 Anmerkung 2 c. p. 267; daneben 86,3 g Harnstoff, 6,76 g Schwefelsäure. 

5) 1. 233 e. — Virchow's Archiv LXVI 1876 p. 223 u 282. 

6) Deutsches Archiv für klinische Medicin 29. Bd. 1881 p. 417, wo noch weitere 
Angaben über Phosphorsäureausscheidung verzeichnet sind. 



Phosphorsäure 



235 



J. Vogel 1 ) 



Säuregrad des Harns (als Oxalsäure berechnet) 

pro 24 Stunden pro 1 Stunde 



2,1—4 e 



nachts 0,19 
vormittags 0,13 
nachmittags 0,15 

2,375 
i,949 

0,955, Maximum 4 Stunden nach der Mahlzeit 
2,246 

überhaupt pro Stunde 
und zwar nachts 30O/0 3,8 O/o 

vormittags 31 „ 3,84,. 

nachmittags 39 „ 4,9 „ 

Sekretion einiger Harnbestandteile bei Tag und Nacht (Kaupp) 4 ) 



Winter 1 ) 
Kerner 1 ) 
F u s t i e r 2 ) 
Jos. Hoffmann 8 ) 



Tag 



Harnstoff 

Chlornatrium 

Phosphorsäure 

Schwefelsäure 

Harnsäure 

Pisa überhaupt 

Harnmenge 



18,337 
12,057 

1,721 
1,035 
0,223 

42,742 
889,7 ™ S 



% 
20,61 

I3.55I 
i,934 



48,04 



Nacht 
g 

14,081 
4,989 
2,078 



28,357 
467,7 cm 



% 
30,106 
10,667 

4,443 



60,63 



Nachtharu, 
wenn Tagharn = 100 

76,79 
4I.38 
120,74 



66,34 
52,56 



Verhältnis der Erdphosphate zu den Alkaliphosphaten 



Erwachsener 



11.-31. Tag 



1 : 1,35 

•1:1,324 (Sick) 5 ) 
1:2,88 (Cruse) 6 ) 



20monatl. Kind 1 : 1,3 (B en c e Jones) 
Phosphorsäureausscheidung beim Kind 



Alter und 
Geschlecht 

5-7 Tage 
3-8 „ 

8-17 „ 

5 Wochen 

3 Jahr 2 Monate (w.) 

6 Jahr (m.) 
II Jahr (m ) 



Phosphorsäure 
in 

100 cm 3 Harn 

(g) 
o,45 
0,14 
0,06 
0,22 
0,67 



24stündige Menge (g) 



absolut 



0,005 
0,067 
0,47 



pro 1 k 
Körpergewicht 



0,002 

0,016 

0,034 

0,18 

0,H5 



Beobachter 7 ) 

Martin und Rüge 
H e c k e r 

Ultzmann 
J. Ranke 
M osl er 



Phosphorsäureausscheidung und -Zufuhr in den zwei ersten 
Lebensmonaten 8 ) (Cruse) 6 ) 



Alter 
in Tagen 

2 

3 
4 

5 

5—10 
10—30 
30—60 



24stündige 
absolute Menge 

(g) 
o 

0,023 

0,024 

0,039 
0,073 

0,068 
0,084 



Phosphorsäurezufuhr 
in der Milch 
(der Amme) 
0,134 



CT 

0,2l6 
0,264 



1) 1. 1. p. 233 u. 222 c. c. 2) Essai sur la reaction de l'urine. These de Lyon. Paris 
1879. 3) 1. p. 215 p. 20. 9täg. Versuchsreihe. 4) 1. p. 215 c. p. 556 u. 557. 82 Ver- 
suchstage. Iii» Z u Bette. 5) 1. p. 233 c. p. 494. 6) 1. p. 218 c. 7) s. p. 232. 

8) Gekürzte Tabelle nach Vierordt, Physiologie des Kindesalters p 378. — Die 
Tabelle, i; welche Mittelwerte darstellt, umfasst auch eine Anzahl Kinder mit fehlendem oder 
nur spurweisem Phosphorsäuregehalt des Urins. Vergl. d. Phosphorgehalt der Paeces p. 200. 



236 



Physiologischer Teil 



Hippursäure 

24stündige Menge bei gemischter Kost: 

Lö bisch 1 ) 0,884 g (0,435—1,15) 

Hall wachs 2 ) c. 1 „ 
Beiice Jones 3 ) 0,30—0,39 „ 
Thudichum*) 0,169—1 „ 

Vor dem Essen ergab die mittlere Zusammensetzung des Urins pro 1000 cm 8 bei 
1015 spec. Gewicht 0,27 g Hippursäure (und 0,36 Harnsäure), n a c h dem Essen 1017,2 sp. 
Gewicht, 0,356 Hippursäure (und 0,5688 Harnsäure) (Bence Jones). 

Oxalsäure in 24 Stunden! 

bei gemischter Diät: Spuren— 0,02 g (P. Fürbringe r) 5 ) 

0,07 „ (Schultzen) 6 ) 
(0,1 „ oxalsaures Calcium) 

Ammoniak in 24 Stunden 

f? Verhältnis 
bei rein pflanzlicher Diät: 0,3998 auf 1727 cm 3 Harn (Co ran da) 7 ) 1 

bei gemischter Diät: 0,6422 „ 1862 „ „ „ 1 } 6 

bei Fleischnahrung: 0,875 „ 1990 „ „ „ 2,2 

0,7243 (0,3125— 1,2096) (Neubauer)«) 

0.625 (v. Knieriem) '•>) 

Männer 0,8 Weiber 0,5—0,6 (Koppe) 10 ) 

In 5 Tagen schied Hallervorden") bei gleichbleibender Diät 4,159 g aus, nach 
Salzsäuregenuss in derselben Zeit 6,194 g. 

Natrium und Kalium 

24stündige Menge beim gesunden Erwachsenen: 

Na 2 0 K*0 

Experimentator selbst bei ge- 
mischter Kost (Fleisch etwas 

vorwiegend 3,925 - 4,744 g 2,859— 3,130 g (E. Salkowski) 13 ) 

25j. Mann, eiweissarme Kost 5,116—7,038 „ 1,638 — 1,907 „ „ 
27j. Frau, reichliche Kost ohne 

Fleisch 7,095—8,188 „ 2,810—4,225 „ „ 

dieselbe, Kost mit Fleisch 5,513 — 7,977 „ 3,100—4,228 „ ,, 

2,9 „ (Dehn) 18 ) 



1) 1. p. 215 Anmerkung 5 c. p. 127. — 6tägige Versuchsreihe bei einem 24j. Mann. 

2) Annalen der Chemie und Pharmacie CV1 1858 p. 164. 

3) The Journal of the chemical Society of London Vol. XV 1862 p. 81. Männer von 
68,9, resp. 91,6 k Gewicht. 

4) ibid. XVH 1864 p. 55. 

5) Deutsches Archiv für klinische Medicin XVIII 1876 p. 143, auch Heidelberger Ha- 
bilitationsschrift: zur Oxalsäure-Ausscheidung durch den Harn. 

6) Archiv für Anatomie, Physiologie und wissenschaftliche Medicin 1868 p. 719. 

7) Archiv für experimentelle Pathologie und Pharmakologie XII. Bd. 1880 p. 76. 

8) Journal für praktische Chemie LXIV 1855 p. 281. 

9) Zeitschrift für Biologie X 1874 p. 275. Stickstoffzufuhr etwa 13—15 g. 

10) St. Petersburger medicinische Wochenschrift XIV 1868. 

11) Mitgeteilt von Cor an da 1. c. p. 83 u. 84. 

12) Virchow's Archiv LHI. Bd. 1871 p. 209. 

13) Archiv für die gesammte Physiologie Bd. XIII 1876 p 353, auch Rostocker Disser- 
tation 1876: über die Ausscheidung der Kalisalze. 



Ausscheidung von Kalk und Magnesia 



237 



Als Mittelzahl lassen sich annehmen: für l$(i*0 5—7 g 

„ K*0 3—4 „ 

Das gewöhnliche Verhältnis von Kalium : Natrium im Urin beträgt 
1 : 1,35 (Dehn). 

Calcium und Magnesium 

24stündige Menge des CaO: 

0,216 -0,273 gl (Soborow) i) _ 32j. und 22j. Mann 
0,2807—0,297 „ j 
0,353 -0,513 „ (Schetelig) 2 ) 
u. zwar (12tägige Versuchsreihe, gleichbleibende Kost, 74 k Körpergewicht) : 

am Morgen 0,206 
„ Mittag 0,038 
6 h abends 0,062 
10 h nachts 0,084 
Durch Unterdrücken der Mahlzeit an zwei Tagen sank die Kalkmenge auf 0,070 am 
Morgen und 0,005 am Mittag. 

Aus eigenen Beobachtungen [0,274] und anderen findet Senator 3 ) 
den Mittelwert 0,2—0,35 g (Grenzwerte 0,081—0,774). 

Die Tagesmenge des MgO beträgt 0,15-0,4 g, der phosphor- 
sauren Magnesia 0,64. 

Calcium- u. Magnesiumphosphat zus. i. Mittel 0,9441—1,012 g (Neu- 
bauer) 4 ), Erdphosphate bei gewöhnl. Kost 1,09, bei rein animalischer 3,56 
(Lehmann). 

Es wird ausgeschieden in 24 Stunden: 

0,31 —0,37 phosphorsaurer Kalk (Neubauer) 5 ) 
bei 14-28 Jahren 0,132-1,428 „ „ (L. Hirschberg) 6 ) 

„ 41—77 „ 0,014—0,51 

„ jungen Männern 0,32 (0,2-0,6) „ „ (Bödeker) 7 ) 

0,90 „ „ (Pacquelin und 

L. Jolly)*). 
Bei 16 gesunden Kindern fand Seemann 9 ): 

Kalk 
pro Tag u. k. 

5 Wochen (Muttermilch) 0,004 % Kalk 3,22 mg 

4. Monate (Kuhmilch) 0,002 ,, '„ 2,5 „ 

12\ „ (Kuhmilch und Fleischbrühe) 0,0087 u 1» 4»35 »i 

41 Jahre (Nahrung Erwachsener) 0,0093 „ ,, 3,3 „ 

2,5 und 4,35 sind das überhaupt beobachtete Minimum und Maximum. 



1) Centraiblatt für die medicinischen Wissenschaften X 1872 p. 609. 

2) Virchow's Archiv LXXXII 1880 p. 439. 

3) Charite-Annalen 7. Jahrgang 1882 p. 401. 

4) Neubauer und Vogel, 1. c. p. 59. 

5) ibid. p. 366. 

6) Über Kalkausscheidung und Verkalkung. Breslauer Dissertation 1877. 

7) Zeitschrift für rationelle Medicin 3. Reihe X. Bd. 1861 p. 165. 

8) France mddicale 1876 Nr. 80 und 81. 5-tägige Versuchsreihe. 

9) Virchow's Archiv LXXV1I 1879 p. 305. 



238 



Physiologischer Teil 



Absolute und relative Ausscheidung (g) von Calcium und 
Magnesium (Zuelzer) 1 ) 



Stickstoff Magnesia relativ 
23j. Mann 14,8 0,182 1,2 

ljj. Kind 0,88 o,or 1,1 

Nach Neubauer«) kommen von 100 Teilen Erdphosphaten 33 auf phosphorsauren 
Kalk und 67 auf phosphorsaure Magnesia. 



Kalk relativ 
0,151 1 
0,006 0,7 



Urobilin, Aceton und Zucker im normalen Harn (g) 

Urobilin 0,123 (0,08—0,15) G. Hoppe-Seyler 3 ) 

Aceton Spuren bis höchstens 0,01 (R. v. Jak sc h) «) 
„ 0,0068—0,0186 (R. v. Engel) 5 ) 

Zucker, als normaler Harnbestandteil nicht allgemein anerkannt, wird angegeben 
von Pavy auf c. 0,005 °/ 0 , von Abel es auf c. 0,01 0/ von E. Luther«) auf weniger 
als 0,1%. 

Milchsäure scheint nur zeitweilig im Harn vorzukommen. 



Wärmebildung 

Eigenwärme des^Erwachsenen 

Rectum 37,2 Jürgensen 7 ) 1 Tages- 

37,12 (36,95 — 37,35) H. Jäger 8 ) J mittel 
unter der Zunge 36,9 (98,4F) J. Davy 9 ) 
Achselhöhle 37,0 (36,25—37,5°) — Wunderlich« 0 ) 

Die Differenz zwischen Temperatur des Rectums und der Achsel- 
höhle findet Ziemssen 11 ) beim Erwachsenen im Mittel = 0,2°, Lieber- 
meister 12 ) zwischen 0,1 und 0,4°. Bei Greisen sollen Differenzen bis 
3 0 vorkommen (C h a r c o t) 1 3 ). 

Gang der Körpertemperatur 

Mittelwerte nach Jürgensen 14 ). 
Versuchsperson I 42j. Mann, c. 60 k Gewicht, 165 cm Körperlänge. 

13 Beobachtungstage, worunter 9 24stündige Perioden. 

1) 1. p. 233 c. p. 127. 

2) Neubauer und Vogel, 1. c. p. 366. 

3) Virchow's Archiv 124. Bd. 1891 p. 36. 

4) Zeitschrift für physiologische Chemie 6. Bd. 1882 p. 555. 

5) Zeitschrift für klinische Medicin 20. Bd. 1892 p. 521. 

6) Uber das Vorkommen von Kohlehydraten im normalen Harn. Freiburger Disser- 
tation Berlin 1890 p. 56. 

7) Die Körperwärme des gesunden Menschen 1873 p. 11. 

8) Deutsches Archiv für klinische Medicin 29. Bd. 1881 p. 322, auch Tübinger Disser- 
tation Leipzig 1881: über die Körperwärme das gesunden Menschen. 11 21 — 23j. Sol- 
daten (in Ruhe) mit leichten äusserlichen Affektionen. Stündliche Messung an je 2 Tagen. 

9) Physiological researches 1863 p. 15 Selbstbeobachtungen (55 J.) während 8 
Monaten ; 3malige Messung im Tag. 

10) Das Verhalten der Eigenwärme in Krankheiten 1. und 2. Aufl. 1868 u. 1870 p. 92. 

11) Z. und Krabler, Greifswalder medicinische Beiträge Bd. I 1863 p. 12. 

12) 1. p. 156 c. p. 44. 

13) Gazette hebdomadaire 1869 Nr. 21. 

14) Aus Jürgensen's Beobachtungen zusammengestellt von Liebermeister 
1. p. 156 c. p. 76. 



Körpertemperatur 



239 



Versuchsperson IL 41j. Mann, 71 k Gewicht, 173 cm Körperlänge, fast 

3 tägige Beobachtungszeit. 
Nahrungsaufnahme morgens gegen 7", mittags zwischen 12 und 1, 
nachmittags zwischen 3 und 4, abends zwischen 6 und 7. 

N achttemperatur 



Tagestemperatur 



Stunde 

6- 7 

7- 8 

8- 9 

9- io 

IO— II 
II — 12 
12— I 

1 - 2 

2- 3 

3- 4 

4- 5 

5- 6 



I 

36,7 
36,8 

36,9 
37,o 
37,2 
37,3 
37>3 
37,4 
37,4 
37,4 
37,5 
37,5 



II 

36,5 
36,7 
36,8 
37,o 
37,2 
37,3 
37,3 
37,4 
37,3 
37,3 
37,5 
37,6 



Stunde 


I 


II 


6-7 


37,5 


37,6 


7-8 


37,4 


37,7 


8-9 


37,4 


37,5 


9—10 


37,3 


37,4 


10 — 11 


37,2 


37,i 


11 — 12 


37,i 


36,9 


12— 1 


37,o 


36,9 


1 — 2 


36,9 


36,7 


2—3 


36,8 


36,7 


3—4 


36,7 


36,7 


4—5 


36,7 


36,6 


5-6 


36,7 


36,4 


für die Nacht 


37,i 


37,o 



Mittel für den Tag 37,2 37,2 

Mittel der S t un de n sc h w a n k ung des Gesunden ist 0,0816 (Jürgensen)— 0,116° 
(H. Jäger) — berechnet von Raudnitz 1 ). 

Vergleichende Tabelle der Körpertemperatur nach verschiedenen 

Beobachtern 

(Die eingeklammerten Zahlen bedeuten die Stunden) 



Liebermeister 2 ) 


Bären- 






Lichtenfels 


(Selbstbeobach- 


sprung 3 ) 


Gierse *) 


Hallmann 5 ) 


und 


tung) 




Fröhlich 6 ) 


Achselhöhle 


Mundhöhle 



Tageszeit 



Jürgensen 

Mittel aus 
I u. II (s. 0.) 
Rectum 



uinorgens im Bett 
wor dem Kaffee 

nach ,, „ 

vormittags 

vor dem Mittagessen 
mach ,, „ 

nachmittags 
wor dem Abendessen 
tnach ,, ,, 
wot dem Zubettegehen 



1 nachts 



36,6 

36,7 
36,8 

37,i 
37,3 
37,4 
37,5 
37,6 

37,4 
37,i 

37,o 

36,8 

36,8 



36,45 
36,61 

36,95 
37,29 
37,i9 
37,30 
37,44 

37,22 

37,o7 
36,81 
wachend, b. d. Arbeit 

36,55 
-wachend, i. Bett liegend 

36,16 

im Augenblick des Er- 
wachens aus festem Schlaf 

36,15 

in der ersten Stunde 
nach dem Erwachen 



(12) 
(3) 
(5) 
(?) 
(9) 



36,68 

37,16 
37,26 
36,87 
37,15 
37,48 

37,43 
37,02 

36,85 



(8) 
(10) 



(11) 



36,98 
37,08 
37,23 
37,13 
37,50 (2) 

37,43 (5) 
37,29 
36,81 (11) 



36,63 
36,80 

37,36 



37,2i 
37,3i 

37,o 
36,70 



(1) 



36,65 
36,31 



36,6 
36,9 
37,o 
37,o 
36,9 
37,i 
37,i 
37,o 
36,6 



1) Zeitschrift für Biologie 24. Bd. 1888 p. 438 u. 439. 

2) 1. p. 156 c. p. 78 u. 80. 

3) Archiv für Anatomie, Physiologie und wissenschaftliche Medicin 1851 p. 126 und 1852 p. 217. 

4) Quaenam sit ratio caloris organici partium inflammatione laborantium hominis dormientis et 
dormientis. Dissertat. Halae 1842. 

6) Über eine zweckmässige Behandlung des Typhus 1844. 
6) 1. p. 154 c. 



non 



240 



Physiologischer Teil 



Das Geschlecht übt beim Erwachen keinen merklichen Einfluss auf 
die Körpertemperatur, auch nicht der Schlaf. Im ruhigen Liegen ist die 
(Achselhöhlen-) Temperatur um einige Zehntel niedriger, als beim Sitzen 
oder Stehen (Kernig) 1 ). 

Für Ruhezeit gegenüber Arbeitszeit ermittelte H. Jäger 2 ) 
36,64 gegen 37,65. 

In den Tropen ist angeblich die mittlere Körpertemperatur 1° F 
höher; Li vi ngs tone 3 ) fand nach Messungen unter der Zunge die Ein- 
geborenen Afrikas 2° F = 1,11 C niedriger temperiert, als sich selbst 
[98 : 100°]. In den Tropen lebende Europäer sind 7 — 9 h morgens um 
0,5° C höher temperirt, als in Europa (Grl o gner) 4 ). 

Als mit dem Bestand des Lebens noch verträgliche Grenzwerte der 
Körpertemperatur sind beobachtet : 

50,0° C (= 122 F) in der Axilla — bei einer jungen (hysterischen?) Frau mit Kr- 
schütterung resp. Entzündung des Rückenmarks nach Sturz (T e a 1 e) 5 ). 

24,6o C im Rectum und in Axilla bei einem Betrunkenen in der Kälte (F r ä n t z e 1) 6 ). 

Eigenwärme des Kinds 7 ) 

Im Kindesalter überhaupt von der ersten Woche an Mitteltem- 
peratur = 37,5, also c. 0,3 mehr als im Erwachsenen. 

Differenz der Temperatur zwischen Rectum und Achselhöhle 
bei gesunden Kindern 0,3—0,9° C (R. Demme) 8 ) 
„ kranken „ 0,5 — 1,1 „ 
Rectum-Temperatur unmittelbar nach der Geburt: 

37.6 (Eröss) 9 ) 

37.7 (Lepine) 10 ) 

f 37,74 Knaben 
37,72 (C.Sommer)")^^^ 

37.8 (Schäfer) 12 ) 
37,81 (Bärensprung) 13 ) 

37.9 (Alexeeff) 1 *) 

f 38,32 Knaben 
38,13 (Fehling)-) { 37)99 Mädchen 

Mittel 37,8 

Achselhöhle 37,08 k (R oger) lc )— (1 .— 7.Tag) ; 3. bis 4.Mon.— 14 Jahr 37,21 . 

1) Experimeutelle Beiträge zur Kenntniss der Wärmeregulirung beim Menschen. Dor- 
pater Dissertation 1864 p. 41. 2) 1. p. 238 c. p. 532. Soldaten. 3) Missionary tra- 
vels and researches in South Africa 1857 p. 509 — auch deutsch von Lotze. 

4) Virchows Archiv 119 Bd. 1890 p. 256. 5) The Lancet 1875 Vol. I p. 340. Messung 
in beiden Axillae mit verschiedenen JNormalthermometern. 6) Charite-Annalen I. Jahrgang 
(1874) 1876 p. 372. 7) Viele Angaben anderer Autoren über Temperatur junger Kinder 
s. Raud n itz 1. p. 239 c. p. 428 — 450 in den Anmkgn. 8) Vierzehnter medicin. Bericht über 
die Thätigkeit des Jenner'schen Kinderspitales in Bern im Laufe des Jahres 1876. 1877 p. 7. 

9) Jahrbuch f. Kinderheilkunde und physische Erziehung, N. F. XXIV 1886 p. 793. 

10) Gazette mödicale 1870 p. 368. 

11) Deutsche medicinische Wochenschrift 6. Jahrgang 1880 p. 569, 581, 595, 605, auch 
Berner Dissertation (Berlin) 1880: über die Körpertemperatur der Neugeborenen. 

12) De calore et pondere recens natorum. Dissert. Gryphiswald. 1863. 

13) Archiv für Anatomie, Physiologie und wissenschaftliche Medicin 1851 p. 156. 

14) Archiv für Gynäkologie X 1876 p. 141. 15) ibid. VI 1874 p. 385. 

16) Archives g^nerales de mödecine 4. Sörie IX 1845 p. 265. — Recherches cliniques 
sur les maladies de l'enfance I. Bd. 1872 p. 221. 



241 



Das neugeborene Kind ist meist höher temperirt als die (Scheide 
oder der Uterus und Mastdarm der) Mutter, im Mittel um: 

0,1 (G. Wurster) *) 
0,2 (Lepine) 2 ) 
0,3 (Schäfer) 3 ) 

Beim Kind vor der Abnabelung findet Sommer 4 ) (Rectum): 

Kind Matter Unterschied 

Körperlänge unter 48 cm 37,72 37,57 0,15 

48—50 37,76 37,53 0,23 
über 50 37,67 37,44 0,23 



Temperatur des Neugeborenen in den ersten 24 Lebens- 
stunden (Schütz) 5 ) 

, „ t o « Stunden nach der 

bis zu 2 4 6 8 io 12 14 16 18 20 22 24 Geburt 

34.9° 35,4 35»9 36,1 3 6 ,i 36,2 36,3 36,4 36,7 36,65 36,7 37,*° 
Gebadet wurde erst nach 2 Stunden in Wasser von 35° C. 



Eigenwärme in der ersten Lebenswoche 



Tag 



1 
2 

3 
4 

5 
6 

7 
8 



Kind I 

4165 g schwer, 
51 cm lang 



37-13 
37,4S 
37,48 
37.IO 

37,29 
37-31 
37.30 



Max. 

37,6 
37,9 
37,8 

37,4 
37,6 
37,6 
37,6 



Min. 

36,3 
36,8 

37,2 
36,8 
37-o 
37,o 
37,o 



Mittel 37.30 



a) nach Jürgensen) 6 ) 

[Kind II] 

2215 g schwer (natürliche 
Frühgeburt, c. 35. Woche, 
45 cm lang) 

Max. Min. 

35,27 37,2 34,0 

38,15 39-4 36,8 

38,70 39,8 37,4 

38,41 39,2 37,2 

38,22 38,8 37,4 

37,93 39,0 37,0 

37-57 38,2 37,o 

36,56 37,6 35,8 

Trotz der Temperaturstei- 
gerung war das Kind nicht 
nachweisbar krank. 

37,60 



Kind HI 

2430 g schwer, 
47 cm lang 



35-77 
36,56 
36,71 
36,67 
36,97 
36,50 

36,73 
36,82 



36,59 



Max. 

36,6 

37,4 
37,6 
37,2 
37,6 

37,4 
37,2 
37,4 



Min. 

35,0 
35,6 

35,4 
36,2 
36,2 
36,2 
36,2 
36,o 



1) Berliner klinische Wochenschrift 6. Jahrgang 1869 p. 393 — Beiträge zur Toco- 
thermometrie mit besonderer Berücksichtigung der Neugeborenen. Züricher Dissertation 1870. 

2) s. p. 240 Anm. 10. 

3) s. p. 240 Anm. 12. 

4) s. p. 240 Anm. 11. 

5) 1. p. 12 c. 

6) 1. p. 238 c. Tabellen p. XXVI u. XXVII. Tagesmittel aus stündlichen, über 
den ganzen Tag sich erstreckenden, Einzelmessungen. 

Vierordt, Dat. u. Tabell. f. Med. 2, Aufl. -to 



242 Physiologischer Teil 

b) nach Erosa 1 ) und nach Förster 2 ) 
E r ö s s erhielt hei 100 Neugeborenen, die er in 2 Gruppen, gut und 
minder entwickelte, teilte, bei 4 maliger Temperaturmessung: 





1 


II 




Tag 


(3050—4550 g) 
Durchschnitt 3395 


(2450—3000 g) 
Durchschnitt 280 


R. Fö'rsti 


I 


36,51 


36,26 




2 


37.3 


37,04 


37,54 


3 


37.21 


37,14 


37,25 


4 


37,14 


37,09 


37,15 


5 


37,12 


37,0 


37,12 


6 


37,14 


37,05 


37,27 


7 


37,H 


37,ii 


37,24 


8 


37,2 


37,n 


37,u 



Im Verlauf der beiden ersten Lebensstunden erfolgt ein Sinken der 

Temperatur um c. 1,7°, im Durchschnitt auf 35,84 (Eröss), auf 36,25 

(Förster), ein Maximum von 37,59 zwischen 30. — 36. Stunde (F ö r s t e r). 

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. Tag 

Achselhöhle 36,85° 37,21 36,55 37,08 37,30 37,08 37.75 — — (Roger) 8 ) 
Rectum 37,2 36,95 37,35 36,91 37,0 37,5 37,46 37.4 37,4 (C. Wolff 4 ) 

Gang der Tageskurve heim Kind 

(R. D emme) 1 ) Eröss 

Minimum 6 — 8h morgens (Säugling) 6 — 7 h 37,2 

Ansteigen 8 — 11 ,, + 0,2 bis 0,4° — — 

Fallen Ii — 12 „ — 0,1 ,, 0,2 — — 

(Ansteigen und) Maximum 12 — 4 mittags -f 0,3 ,, 0,7 12 — 1 h 37,o8 

Fallen 5—7 abends — 0,1 „ 0,3 6 — 7 h 37, 11 

Ansteigen 7 — 10 ,, -f 0,1 ,, 0,2 12 — I nachts 37,16 
Fallen bis zum Minimum. 

Abends findet stärkeres Sinken statt: 

a) bei Kindern von 20 Monat — 10y 2 Jahr: um 0,6 — 1,7° bes. deutlich von 7 — 9 h , an- 
dauernd bis 2h nachts (Finlayson) 6 ) 

b) von 6 — 7 h an, 0,8 — 1,5 in einigen Stunden betragend (Pilz) 6 ), der Anstieg in den 
ersten Vormittagsstunden beträgt 1,2, die Tagesschwankung bis 2° C (Pilz). 

Verschiedene Einflüsse auf die kindliche Temperatur 
a) Beim Säugling sinkt die Rectumtemperatur in der ersten */» 
Stunde nach der Nahrungsaufnahme, dann steigt sie in den näch- 
sten 60—90 Minuten (0,2—0,8° höher als vor dem Trinken) und fällt 
wieder in den folgenden 30 — 60 Minuten (R. Demme). 

b) Schlaf und Wachen (All ix) 7 ) 
Alter Wachen Schlaf Unterschied 

0—12 Tage 37,78 37,40 0,38 

5 — 16 Monate 37,75 37,19 0,56 

20 Monate— 4 Jahre 37,60 37,26 0,34 



1) 1. p. 240 c. 

2) Journal für Kinderkrankheiten 39. Bd. 1862 p. 1 und 11. 

3) 1 p. 240 c. 

4) Über Temperaturschwankungen bei Neugeborenen. Berliner Dissertation 1882. 

5) Glasgow medical Journal 1869 February. 18 Fälle. 

6) Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung N. F. IV 1870 p. 414. 

7) 1. p. 76 c. p. 206. 



Temperatur der Körperhöhlen 243 

D e m m e veranschlagt die Temperaturabnahme im Schlaf auf 0,3-0,9° C, um so höher, 
je jünger die Kinder; Roger findet bei Säuglingen eine Zunahme von 0,35. 

c) Nach mehrstündigem Aufenthalt im Dunkeln 0,1—0,5° niedriger, 
als unter sonst gleichen Bedingungen im Tageslicht (R. Demme). 

Temperatur an verschiedenen Körperstellen und -Höhlen (J. Davy) 1 ) 

An einem frisch geschlachteten Hammel wurde gefunden : 

unter d. Haut über d. Tarsalknochen 32,22» Blut der Vena jugularis 40,84 

„ „ Metatarsal- an der unteren Leberfläche 4 1 ' 11 

knochen 36,11 im rechten Herzventrikel 4 1 » 11 

„ „ „ am Kniegelenk 38,89 „ Leberparenchym 41,39 

„ „ an der Schenkelbeuge 39,44 Blut der Carotis 41,67 

inmitten des Gehirns 40,00 im linken Herzventrikel 41,67 

im Rectum 4°'5 6 

Auge des Kanin chens: vordere Kammer 31,9, Mitte des Glaskörpers 36,1 [Rectum 

38,5— 38,9] — Michel 2 ). 

Cl. Bernard 8 ) stellt von den Organen des H u n d s die Leber mit 40,6 — 40,9° oben 
an ; es folgen Gehirn, Drüsen, Muskeln, Lungen. 

Temperatur einiger (zugänglicher) Körperhöhlen (Beaunis) 4 ) 
Uterus 37,77—38,28 
Scheide 37,55—38,05 
Rectum 37,5 — 38 

äusserer Gehörgang 37,3 — 37,8 ; 0,3 niedriger als der Mastdarm (M en d e l) 5 ) 
Mundhöhle 37,19 (s. 0. p. 238). 

Harnröhre : in der Tiefe von 5 cm 33,9, von 10 cm 34,4, noch tiefer, am 

Bulbus 36,1 (J. Hunt er) 6 ) 
Conjunctivalsack: Differenz zwischen demselben und der Achselhöhle 0,58 

(0,1—1,1) — Dohnberg 7 ). 
Ein Teil dieser Zahlen erscheint etwas zu hoch. 

Die verschiedenen Temperaturen innerhalb des Gefässsystems 

Das Blut des rechten Herzens ist (beim Hund) 0,1 — 0,3° höher tem- 
perirt, als das des linken, dagegen ist die Lunge nur in ihrem obersten 
Teil etwa 0,1 — 0,2 kälter, im unteren Teil wärmer als das arterielle Blut 
(H. Körn er 8 ) und Heidenhain) 9 ). 

Cl. Bernard 10 ) giebt das Leberblut um 0,17, Nierenblut um 0,05 
wärmer an, als das der Aorta, das der oberflächlichen Venen im Minimum 
als um 0,15 kälter. 

Temperatur des Unterhautbindegewebes 

1,25—2,25° geringer, als die der ruhenden Muskeln, deren Temperatur = der unter 
der Zunge (s. 0. p. 238) gesetzt werden kann (Becquerel und Br eschet) u ). 

1) Philosophical Transactions of the Royal Society for the year 1814 Part I p. 599. 

2) Archiv für Ophthalmologie 32. Bd. Abtheilung I 1886 p. 230. Thermo-Element. 

3) Lecons sur la chaleur animale 1876, übersetzt von Ä. Schuster 1876. 

4) 1. p. 156 c. p. 1069. 5) Virchow's Archiv 62. Bd. 1875 p. 132. 

6) Observations on certain parts of the animal oeconomy; second edition 1792 p. 108. 

7) Die Temperatur am Auge unter physiologischen und pathologischen Verhältnissen. 
Dorpater Dissertation 1876. 8) Beiträge zur Temperaturtopographie des Säugethierkörpers. 
Breslauer Dissertation 1871. 9) Archiv für die gesammte Physiologie IV 1871 p. 558. 

10) Leeons de physiologie ope>atoire (6dit6s par Duval) 1879. 11) Annales de chimie 
et de physique [2. Se>ie] LIX 1835 p. 129—131. 1 55j., 2 20j. Individuen. Messung mit 
Thermo-Element. 

16* 



244 



Physiologischer Teil 



Täglicher Gang der Temperatur in der geschlossenen Hohlhand 

(A. Römer) 1 ) 

Das Thermometer lag in der geschlossenen linken Hohlhand unter 
dem Daumenhallen, die Hand wurde in der Höhe des Herzens gehalten. 
Nahrungsaufnahme 8 h morgens, 12 1 / 2 h (Mittagessen), 5 h , 8 1 / 2 h (Abend- 
essen). Aussentemperatur 13 — 16° R, meist 15° : 



morgens 

6 7 8 9 io ii 12 

Hohlhand 33,3 32,8 32,9 32,5 32,5 33,6 34,2 

Rectum 36,45 36,90 37,16 37,24 37,26 37,42 37,37 



mittags 

123456 

35.S 34.5 33-5 33-9 33,2 34,2 
37,46 37,43 37,42 37,45 37,44 37-46 



8 



abends 
10 



12 



9 10 11 
Hohlhand 35,6 36,0 35,9 35,8 35,7 35,7 
Rectum 37,5 37,39 37,2 37,01 36,96 36,8 



nachts 

3 4 
34,7 35,0 



5 

35-5 35,2 34,7 35,o 35-o 
36,78 36,73 36,65 36,58 36,41 



Abweichungen vomT ages mittel für Hohlhand (34,5) und Rectum (37,1). 

mittags 



morgens 

6 7 8 9 10 Ii 12 

Hohlhand — 1,2 — 1,7 — 1,6 — 2,0 — 2,0 — 0,9 — 0,3 

Rectum — 0,65 — 0,20 -f-0,06 +0,14 +0,16 +0,32 +0,27 

abends 

78 9 10 II 12 

Hohlhand +1,1 +1,5 +1,4 +1,3 +1,2 +1,2 

Rectum +0,4 +0,29 +0,1 +0,09 +0,14 —0,3 



I 2 3 4 5 6 

+ 1,0 +0 —1,0 —0,6 —1,3 —0,3 
+ 0,36 +0,33 +0,32 +0,35 +0,34 +0,36 



nachts 
* 2 3 

+ 1,0 +0,7 +0,2 
—0,32 —0,37 —0,45 



4 5 
+ 0,5 +0,5 
-0,52 —0,69 



Die Temperatur der Hohlhand sinkt: 

beim Erheben des Arms 

0,9° in 50 Minuten (J. Wolff) 2 ) 
4,6 „ 35 „ „ 
0,19 „ 5 „ (Römer) 1 ) 
10 



8jähr. Knabe 



0,38 



}■ 



achts 11 — l h 



bei Kompression der Venen durch Binde 
um 0,25 (G. Zimmermann) 8 ) 
bis zu 2,0 (Lieberm eiste r) 4 ) 
um 2,45 in 30 Minuten (A d a e ) 5 ) 
» 1>2 „ 35 „ „ 
w 1>^ ), 40 „ „ 



; verschiedene Versuche 



1) Beitrag zur Kenntniss der peripheren Temperatur des gesunden Menschen. Tü- 
binger Dissertation 1881 p. 12, 13, 17. 

2) Archiv für Anatomie und Physiologie, physiolog. Abtheilung 1879 p. 161. 

3) Archiv für die Pathologie und Therapie I 1851 p. 13. 

4) 1. p. 156 c. p. 61. 

5) Untersuchungen über die Temperatur peripherischer Körpertheile. Tübinger Disser- 
tation 1876. 



Hauttemperatur 



245 



bei Kompression der Art. brachialis : 

um 2,4 in 15 Minuten (Adae) 
„ 2,5 „ 40 „ 
„ 2,7 „ 60 „ „ 
Die Temperatur der Hohlhand steigt: 
beim Senken des Arms : um 6,4 in 20 Minuten (W o 1 f f) 

„ 8,2 „ 45 

„ 0,17 „ 5 „ (Römer) 
„ 0,38 „ 10 

Couty 1 ) fand als Mittel 9 1 / 2 h morgens (an sich selbst) 
im Juli 35,4 Schwankungen 34—36,8° 
„ Januar 29,5 „ 27 — 32 

Hauttemperatur an verschiedenen Körperstellen (Kunkel) 2 ) 

20° C Zimmertemperatur 



Stirne 34,1- 


-34,4 (33,8)* 


Sternum 


34,4 


auf dem Jochbogen 34,1 (33,2—33,4) 


Pectoralis major 


34,7 


Wange unter dem 




Rumpf 


(33,1)* 


Jochbogen 


34,4 (33,6) 


Scrobiculus cordis 


34,6 


Ohrläppchen 


28,8 


Fossa iliaca dextra 


34,4 


Handrücken 


32,5—33,2 


„ „ sinistra 


34,6 


Vola manus (geschlossen) 34,8 — 35,1 


Kreuzbein 1 


34,2 


„ „ (geöffnet) 


34,4—34,8 


11. Rippe ) Rücken 


34,5 


Vorderarm 


33,7 


Gesäss 


32,0 


„ höher 


34,0 


Oberschenkel 


34,2 (33,1) 


Oberarm 


34,3 


Wade 


33,6 



unter den Fingernägeln 28° (M i 1 1 m a n ) 3 ) 
* Die ( ) Werte nach einem Gang in's Freie (Temperatur um 0°), bei einer Zimmertem- 
peratur von 10 — 12° C. 

Die Haut über Muskeln war um 1° und mehr wärmer, als die über 

Knochen und Sehnen. Muskelkontraktion erhöhte die Temperatur der 

überliegenden Haut um 0,6° (Kunkel) 4 ). 

Ziemssen 5 ) erhielt bei faradischer Reizung der Vorderarmmuskeln 

nach vorausgehendem kurzem Sinken der Temperatur (um 0,1 — 0,5°) ein 

Ansteigen von 1,25, einmal bis zu 4,4°. 

14jährige Knaben 27—29 ) 

2jähriges Kind 25—28 J ( Kunkel ) 

Temperatur auf der Kleidung (Kunkel) 4 ): 

bei 17,5° C Zimmertemperatur 
auf dem Rock 22,3 
„ der Weste 24,2 
„ dem Leinenhemd 28,2 
„ der Haut 31,2 



bei 19,5 °C Zimmertemperatur 
Kammgarnrock 25,3 
Leinenhemd 27,8 
Wollenhemd 28,9 
freie Hautfläche 31,4 



1) Archive» de Physiologie normale et pathologique 11. Serie VII. Bd. 1880 p. 125. 

2) Zeitschrift für Biologie 25 Bd. 1889 p. 69 u. 73. 3) Virchow's Archiv 113. 
Bd. 1890 p. 203, referirt nach Untersuchungen im Kunkel'schen Laboratorium. 

4) Sitzungsberichte der physikalisch-medicinischen Gesellschaft zu Würzburg Jahrgang 
1886 p. 79. Untersucht wurde mit einem Neusilber-Eisen-Thermoelement. 

5) Die Elektricität in der Medicin 4. Aufl. 1872 p. 88. 



246 



Physiologischer Teil 



Normale Wärmeproduktion 

pro 24 Stunden bei einem 82 k schweren Mann berechnet (nach 
Dulong's und Scharling 's Versuchen) zu: 

27.12,472 Kalorien (Helmholtz) 1 ) 
pro 1 Stunde 113,852 „ , pro Stunde und k 1,39 Kalorien. 

2843 „ (Rubner) 2 ) bei 67 k Gewicht 

und mittlerer Arbeit. 

Berechnete Wärmeproduktion pro 1 m 2 in verschiedenen 
Lebensaltern (Camerer) 8 ) 
(Kilo-Kalorien) 

Die Oberflächenberechnung geschah nach M e e h 's Formel (s. p. 36). Bei der Aus- 
wertung der Wärmebildung werden für je 100 g Eiweiss oder Kohlehydrat 410 (grosse) 
Wärmeeinheiten, für 100 g Fett 930 angenommen. 



a) Säuglinge 
i Monat 2 3 4 5678 Monat 

Muttermilch 

(Camerer) 1002 "5 2 I2 34 "37 1170 1201 - 



Ende des 
1. Jahrs 



künstlich ernährt 1051* 1131* 1373* 1789* 1860 — 1749* 2328* 1706 

2081 1654 
* von Biedert beobachtet. 

b) Kinder vom 2. — 14. Jahr 

2 Jahr 3*/ 2 6 7 8 10 i2 x / 2 14 J. 
1487 1483 1473 1431 1341 1375 131 1 1258 Kalorien 
IO,8 13,1 16,3 18,4 20,6 24,3 31,3 36,4 Gewicht (k) 

c) Erwachsene (Rubner)*) 



Mann in Ruhe 
hungernd ernährt 


Mann bei Arbeit 

Fortbewegung des 8stündige leichte 
eignen Körpers Arbeit 


schwerste 
Arbeit 


Greisenalter 

Mittel aus Mann und 
Weib 


1134 H89 


1210 14OO 


2300 


I IOO 



Für einen kräftigen Mann rechnet Masje 6 ) pro Sekunde und cm 2 0,001 (Gramm-) 
Kalorien , was für 20000 cm 2 Oberfläche in 24 Stunden nur 1728 Kilo-Kalorien ergeben 
würde. * 

Relative Wärmeabgabe an verschiedenen Körperstellen 

bei 2 — 12jährigen Kindern (Arnheim) 6 ) 

Epigastrium Regio interscapularis 

Jahre Temperatur 1 Ausschlag Ablenkung 1. Aus- nach 

(Achselhöhle) der Magnetnadel nach 1 Minute 

2 —6 36,5— 37i4° 19.7 282 

8-12 37 —37,4° 19,5 28,1 



schlag 1 Minute 

17.5 27,5 
16 25 



1) Es sind grosse Kalorien (Kilokalorien) gemeint. S. auch encyclopäd. Wörterbuch 
35. Bd. p. 555. 2) Zeitschrift für Biologie 21. Bd. 1885 p. 250, unter Abzug von 251 
Kalorien für unverdaute Nahrung (8,11 °/ 0 ). 3) Deutsche medicinische Wochenschrift 16. 
Jahrgang 1890 p. 453 u. a. a. O. O. 4) 1. c. [Anmerkung 2] p. 398. 

5) Virchow's Archiv 107. Bd. 1887 p. 296, auch Züricher Dissertation (Berlin) 1887 : 
Untersuchungen über die Wärmestrahlung des menschlichen Körpers. Untersucht wurde 
mit einem Thermoskop nach dem Princip des Langley'schen Bolometers. 

6) 1. p. 158 c. 1° des Galvanometers entsprach 1 / ao 0 C. 



Wäiraebildung 



247 



Abstammung der erzeugten Wärme von den einzelnen Nährstoffen 

(Camerer) 





Tages- 


von 100 g verzehrter Sub- 


von 100 erzeugten Wärme- 


Alter 


menge (g) der 
organischen 


Eiweiss 


stanz sir 


IQ 

Kohle- 


einhei 


ten stamr 


Ten von 
Kohle- 




Substanzen 


Fett 


hydrat 


Eiweiss 


Fett 


hydrat 


unüe aes 
















i. Monats 


5°,4 


21,1 


28,0 


t;o,o 


1 1 


CO 




2 - »» 


7°o 


19,1 


28,7 


^2,2 


1 1 


w 

j 


j 7 


3- »i 




17. C 


27.5 


55,o 


10 




43 


4 >> 


88 8 

00,0 


1 /,4 


2 7,5 


55, 1 


T T 


43 


40 


5- „ 


»9,2 




28,3 


56,6 


9 


49 


42 


6. „ 


103,6 


15,1 


28,3 


56,6 


10 


48 


42 


2 »Tahrp 

— V (IUI 


186,0 


25,3 


23,1 


51,6 


21 


37 


42 


3 ä l »i 


2II.O 


21,6 


17,7 


60,7 


18 


33 


49 


* „ 


257,3 


20,7 


11,0 


68,3 


18 


22 


60 


7 


295,3 


22,4 


11,2 


66,4 


21 


23 


56 


8 


280,5 


19.4 


11,8 


68,8 


17 


23 


60 


10 „ 


321,5 


18,3 


ir,i 


70,6 


16 


22 


62 


«i » 


375,7 


19,7 


8-3 


72,0 


18 


17 


65 


H 


399,o 


20,3 


9,0 


70,7 


18 


18 


64 


Mann bei leichter 












Arbeit 


671 


18,4 


7,9 


73,7 


16,7 


16,3 


66,9 



Wärmeproduktion pro 1 Stunde bei Ruhe und Bewegung (Hirn) l ) 



Ruhe 



Alter und Geschlecht 



42 Jahre 
42 

47 
18 
18 



(m.) 



(w.) 



Gewicht 
(k) 



63 
85 
73 
52 
62 



Bewegung 



geleistete 
Arbeit 



absorbierter 
Sauerstoff 

(g) 

27,7 
32,8 
27,0 

39.1 
27,0 



gebildete 
Kalorien 

149 
180 
140 
165 
138 



absorbierter 
Sauerstoff 

(S) 

120,1 
142,9 
128,2 
I00,O 
108,0 



gebildete 
Kalorien 

275 
312 

229 

274 

266 



Mittel 33,4 Jahre 



k. m. 

22 980 
34040 
32 55 0 

22 I4O 
21 63O 



67 



30,72 



154,4 



119,84 271,2 22 668 



Berechnete Wärmeproduction im Wachen und im Schlaf 2 ) 

Arb eitstag 



Ruhe 
(16 Stunden) 

2470,4 
(154,4 X lß ) 



Ruhetag 



Schlaf 
(8 Stunden) 

320 

(40 X 8) 



Summa : 



2790,4 



Ruhe 
(8 Stunden) 

1235,2 

(154,4 X 8 ) 



Bewegung 
(8 Stunden) 

2169.6 
(271,2 X 18' 



Schlaf 
(8 Stunden) 

320 

(40 X 8) 



3724,8 



Haut 



Verteilung der Wärmeabgabe 3 ) 

Absolut in Kalorien 
1822,5 

364 
182 



2186,5 
Atmung 266,5 



84-5 
47,5 



2500,5 



Strahlung 

Wasserverdunstung 6 ) 
Wasserverdunstung 5 ) 
Erwärmung der Atemluft ") 
Erwärmung von Urin und Kot 



Pro 100 Kalorien 
73,o \ 



H-5 
7,2 

3-5 
1,8 

100 



Haut 87,5 <) 
Atmung 10,7 



Die bei gewöhnlicher Inspiration und mittlerer Temperatur von der Nasenschleim 
haut abgegebene Wärmemenge veranschlagt Bloch 6 ) zu 6,29 Gramm-Kalorien. 

1) 1. p. 175 c. 2) Berechnung nach voriger Tabelle. 3) K. Vierordt, 1. p. 1 77 c . 
p. 282. 4) J. Rosenthal (Hermann's Handbuch der Physiologie IV, 2 p. 337) rechnet 
85 0/ 0 5) 3. p . 205 u. 179. 6) 8. p. 174. 



248 



Physiologischer Teil 



Speciflsche Wärme einiger Körperbestandteile (J. Rosenthal)') 

kompakter Knochen 0,3 

spongiöser „ 0,71 

Fettgewebe 0,712 

quergestreifter Muskel 0,825 

venöses Blut 0,892 

defibriniertes „ 0,927 

arterielles „ 1,031 

Als Mittel für den Gesamtkörper kann 0,83 (Grenzen etwa 
67 — 100) angenommen werden (L ie b e r m e i s t er) *). 



"Verbrennungswärme verschiedener Stoße 



Wasserstoff 

Kohlenstoff 

Kohlenoxydgas 

Grubengas 

Äthylalkohol 

Amylalkohol 

Wachs 

Essigsäure 

Buttersäure 

Stearinsäure 

Terpentinöl 

Phenol (Karbolsäure) 

Glykolsäure 

Fleischmilchsäure 

gewöhnliche Milchsäure 

Palmitin 

Stearin 

Olein 



Harnstoff j 

Harnsäure 
Glykokoll 
Hippursäure 
Sarkosin 
Leucin 
Kreatin 

Eiweiss (bei 100° getrocknet)* 
Rindsmuskel (mit Äther entfettet) 

* Für Nahrungseiweiss, 
Stoff wieder den Körper verlässt, 

lorien pro 1 g zu rechnen, für Rindsmuskel 4,368 Kai. 



Untersucher 
Favre u. Silbermann *) 



L. Hermann *) 



für 1 g Substanz 
Kilo-Kalorien 

34-462 
8,08 

2.403 
13,063 
7,148 

8,959 
10,496 

3,505 
5,647 

9717 
10,852 

7,842 

2,21 1 

3,5 
3,413 
8,883 
9,036 

8,958 
2,200 
2,206 
2,615 
2,887 
5,383 
4,487 
6,141 
4,118 
4.998 
5,103 

von dem c. 1 j 3 des eingeführten Gewichts als Harn- 
wäre als wirklicher Effekt 4,998—0,735 = 4.263 Ka- 



Frankland 6 ) 

,, 

Hermann 
Frankland 
Hermann 



Frankland 



1) Archiv für Anatomie und Physiologie, physiologische Abtheilung 1878 p. 215. 

2) 1. p. 156 c. p. 147. — Crawford (Experiments and observations on animal 
heat 2. Edit. 1788. Deutsch von Cr eil 1789) nahm rund 0,8 an. 

3) Annales de chimie et de physique 3. Serie XXXIV 1852 p. 357, auch Bd. XXXVI 
1852 und XXXVII 1853. 

4) Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft I. Jahrgang 1868 p. 18 u. 84. — 
Chemisches Centraiblatt für 1869 p. 529 u. 545. Die aus der Konstitution der Verbindung 
berechneten Zahlen bedeuten die intramolekulare Verbrennungswärme. 

5) Proceedings of the Royal Institution of Great Britain 1866, June. — Philosophical 
Magazine XXXII 1866 p. 182. 



Wärmebildung, Stoffwechsel 



249 



Verbrennungswärme (Kilokalorien 

(Frank 

im natürlichen 
Zustand 

4.647 
I.013 
0,66o 
4,004 

3.941 
3.936 

3.813 
3,912 

2,231 
4,458 
1,567 



Käse (Chester) 
Kartoffel 
Äpfel 
Hafermehl 
feines Weizenmehl 
Erbsenmehl 
Reis 

Arrowroot 
Brotkrume 
Brotkruste 
Rindfleisch (mager) 
Kalbfleisch 
Schinken 
Makrele 
Weissfisch 
Weisses vom Ei 
Gelbes „ „ 
hartgesottenes „ 
Gelatine 
Milch 
Mohrrüben 
Kohl 
Kakao 
Rinderfett 
Butter 
Leberthran 
Rohrzucker 

käuflicher Traubenzucker 
Bier (Ale) 
•i (Stout) 



I.3I4 
1.980 
1,789 
0,904 
0,671 
2,383 
3,423 

0,662 

o,527 
o,434 
6,873 

7,264 
9, io 7 
3,348 
3,277 

o,775 
1,076 



pro 1 g) 

land) 1 ) 

getrocknet 

6,114 
3,752 
3,669 



einiger Nahrungsmittel 



3984 

5,3i3 
4.5H 
4,343 
6,063 

4,520 
4,896 
6,321 
6,460 
4 520 
5,093 
3,767 
3,776 

9,069 



3,776 
6,348 



Stohmann u. Langbein 2 ) 

Rindfleisch 5,6409 
Kalbfleisch 5,6626 
Hämoglobin 5,8851 



Eieralbumin 5>735 2 
Eidotter 5> 8 409 



Milchkasein 



5,867 
8,2988 



} 



Pepton 

verschiedene Tier- 
fette s ) 9,365 



£7 | (Berthelot)*) 



Gesamtstoffwechsel 

Zusammensetzung des menschlichen Körpers (Moleschott) ö ) 



Wasser 


67,6 




Eiweisskörper 


15,2 


» 


Abkömmlinge derselben 


4,9 




Fett 


2,5 


n 


Extraktivstoffe 


0,6 


» 


Salze 


9,2 


n 



Wassergehalt des menschlichen Körpers 

Erwachsener (33-j. Mann) 58,5 °/ 0 (E. Bischoff) 6 ) 

„ (s. p. 251) 65,7 „ (Volkmann) 

67,6 „ (Moleschott) 8 ) 

Neugeborener 74,4 „ (Fehling) 7 ) 

5 Mädchen 66,4,, (E. Bischoff) 6 ) 



Mittel : 
64,1 0/0 

Mittel : 
™,4 o/ 0 



1) 1. p. 248 c. 2) Journal für praktische Chemie 152 Bd. (N. F. 44 Bd.) 1891 

p. 345. 3) ibid. 150. Bd (N. F. 42) 1890 p. 363. 

4) Journal de l'anatomie et de la physiologie II 1865 p. 652. 

5) Physiologie der Nahrungsmittel, 2. Aufl. 1859 p. 224. 6) 1. p. 20 c. 7) 1. p. 120 c. 



250 



2 c 

B g 
cd 

CD «— 

B 

BD 1 



er 2 

CD 1-1 



B 7 

St i 

es tvs 
er o 



3 

cd 

B 

w 

CD 
er 
o 

<t> 

B 

+o 2 



CO K> 

HO, 

<n 
a 



«o CS 



-i « 
es »-1 
1 er ^- 

► - « 

" CO »1 
o 00 c; ß 
►O >-> "* ' 

3 ?* 

aq «o -. 

S r es 
er 

o CD 

s* ss 

D <B 
CD — 

D 2. 
£ o< 

B w 

• £ 
-j CD 

B =: 



es 
er 



OS tO 

5B tu 
&. er 

B: Cu 

1 "O CO 
■1 

5 os S» 
o O c 
OS CP5 
CD 

B B 

cd 

OS 2' 

b 



o 
sg_ 

cd' 

■ — ■ 

oo 



03 

Cu 



00 



H 

— o 

C IQ 

3 5- 

er 



CO OD ' 

P S H 

-t er 

Je N CD 



er _ 

b? 

CS *■ ~ 

er—' 

b a -j 
5 ä » 

Ocd _, 
i ß 
-. « B 

«dg. 

2 B* h- 
5 3 ^ 

B B 
_ N 
00 = 

00 ^ 

" -z 

BS 

1? B 
"1 CO 

er 

&3 

cd 

er "i 

!* 

3 s 
• 3 
°- 2" 

CD CD 

1 B 



- 1 
vO ii o 
Cn o" 
B 



00 

CS 

er 
o 
Bi 



-° 
vo 

Cn 



w 

bd 
►— 

CO 

o 

er 
o 
«5 



B 
S» 

CS 

er 
W 

CD 



^1 00 
)P ~? 



00 

vb 



3 

5 

ß 

B 

oo. 

CD 

B 

■< 
O 
B 



CD 

o> 

CD 

er 

CD 
3 

8» 
B 



vO 



00 
o-i 

O 



00 

p 

vo 
oo 



oo 
i° 

00 



00 
cn 



^4 
oo 



w 

B 

o 

CS 

er 

CD 

B 



I 00 

st 

i 



O 



^1 



B 

CD 

cn 
Cu 



» 
3 
3 

Vi 



O0 © 
. w CO 
O 

Hl p 



CD 

cr 

CD 

B 

3 

CD 



00 
N 

1X1 





13 








00 


SO 










3 










>r 




h3 






"< 




go 






CD O0 


00 


B 


oo 







i° 


er 






w O 




1 


b 






>— < 


CD 


o 




t/3 




9 

CO 






_ CD 

CS p 








00 


=r 








— ' 










Oi 











"1 

C: 



CD 00 



^c5? 



OO er 

M B 2 
<** 3 §* 

CO 



^ B. 



5 sr 



=, 3 
B O 

CS CD 

er d 

2 » 
b er 



B 



PO 



t- 1 

B 

3 
Od 

CD 



CD 



-1 

CD 
3 



es 



ö 

SO 



B 
CD 

3 



3 a 



o 

CO 
B 



, Gl. 

ß 

CO VO 
^ CD 



Kl 
^1 



B B 



O 
"1 

CD 

B KIOJ 

(C » o 



J° I 
Co « ' 



CD 

er 
"i 

3 

cr 

B 



VO 



CS 

er 

o 



" 3 st- 
o 

» - - 

■ ■£? es 

B-S-- 

«85- 



CD 

sr 



OD 
O 

er 

o 
3! 



OO^J 
O Oi 
<jn b 



00 



^1 

b 

4- 



b 



oo 

i> 



^4 



C*> 

öo 



o 

# 



oov» 



^ oo 
? o 

CD 
3 



•=3 

PK 



DT M 



o 
oo 



vb 



CC Bi 

NM»? 

- - CO • 
^1 O -73 
OO 00 CO 



oa CD w> 
^- o O 

1 O flB 



tn 

bv 



00 



Ln 

b 



w SS 

B 
B 



OOUt 



K) 



w-^ er 



M *° 'S. w 



K) 

b 



M VO 
00 IH 



B e-- 

ei & 

W CD 
CS 



vO 



vO 

vb 

(0 

15 



•5 

CD 

ort) 

CD 
CD 

er 

CD 



00 00 oo 

l-l vO Ov 



00 



-*>• Ov 



cn 




00 ? ^ -P- 

-* S« — 

— • f- Jj 

DJ «8 
X 1 1 

^ I 5 

» sc 



« B* r* 

- co er 

CD 



B 
B 



B O 

CS CD 

Ii 

2 S 

B er 



B 

O 



5» 



CD 

er 

CD 



80 



CS 



9 



w 

CO 



3 
s 

ir. 
PT 
CD 



3 
O 
CS 

er 

CD 
3 



SO 
B 



CD 

er 



Analyse der Organe 



251 



Wassergehalt und Elementar-Analyse der Körperorgane 

(A. W. Volkmann) 1 ) — 61,8 k schwerer Mann 
% Wassergehalt 



nach 
Gorup- 
Besanez 2 ) 

29,9 
48,6 
69,3 
72 
75,8 
75,7 
75 



Fettgewebe 
Skelett 
Leber 
Haut 
Milz 
Muskeln 
Hirn ») 
Verdaungskanal 
Pankreas — 
Blut der grossen 

Gefässe 79,1 
Lungen — 
Herz — 
Nieren 82,7 
Rest des Körpers — 

Mittel : 



nach 
Volk- 
mann 

15 

5o(?) 
69,60 
70 

76,59 

77 

77,9 

77,98 

78 

79 

79.14 
793 
8345 
76,35 



°/ 
10 

Kohlen- 
stoff 

64,78 

18,06 

15.88 

14,6 

12,13 

ii,73 
12,62 

11,70 
11,13 

",53 
10,70 
10,96 

8,73 
12,13 



°/ 
10 

Wasser- 
stoff 

10,10 

2,74 
2,25 

2,12 

1,78 

i,7i 
i,93 
i,54 
1,92 

i,34 

1,46 

1,6 

1,29 

i,74 



10 
Stick- 
stoff 

o,45 
2,30 

3,09 

3,64 
3,ol 

3,°4 
i,37 
2,87 
2,11 

2,99 

2,H2 
2,5 

i,93 
3,01 



°/ 
10 

Sauer- 
stoff 

9,67 
4,78 
7,79 
8,93 

4- 99 
5,47 
4,4i 
4,88 

5- 79 

4,28 

5>oi 

4.58 

3,8 

5,73 



Ist 

Aschen- 
bestand- 
teile 

22,11 

1,38 
0,70 

1,50 

1,05 

1,41 

1,07 

1,05 

0,85 
I,l6 
1,06 

0,8 
1,03 



Zahnschmelz 


2 


Zahnbein 


10 


Kopf- u. Barthaare 


12,98 


Nägel 


13,74 


elastisches Gewebe 


49,6 


Knorpel 


55 


Rückenmark . 


69,7 


Thymus 


77 


Bindegewebe 


79,6 


Glaskörper 


98,7 



65,7 18,15 2 »7 2,6 

(absolut: 40694 H 357 l6 94 l62 6 

% 



6,5 
3682 



, phosphors. Kalk 59,90 % , organische Substanz 
kohlensaur. Kalk 12,93 „ , phosphors. Magnesia 
Wasser 4,2 9 „ (Conr. Cohn)*) 

(Moleschott) 5 ) 



4,7 
2716 g) 

28,93 O/o 
1,08 „ 



Aschengehalt der Organe und Gewebe 

a) nach Volkmann 6 ) — 62,5 k schwerer Mann 

Absoluter % 



Aschengehalt 



Von 100 Teilen Asche 
sind im : 



Skelett 


2247,3 g 


22,11 


83,1 


Milz 


2,8 


i,5° 


0,1 


Hirn 


19.8 


1,41 


o,7 


Leber 


22,6 


1,38 


0,8 


Lunge 


13,7 


1,16 


0.5 


Darmkanal 


17,8 


1,07 


0,6 


Herz 


3-4 


1,06 


0,1 


Muskeln 


281,7 


1,05 


10,4 


Pankreas 


1,0 


1,05 




Blut 


20,4 


0,85 


o,7 


Nieren 


2,4 


0,80 




Haut 


26,9 


0,70 


1,0 


Fettgewebe 








Rest 


55-7 


1,03 


2,0 




2715,5 ff = 


4,70 % 


100 



1) Berichte über die Verhandlungen der K. sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften 
zu Leipzig. Math.-physikal. Klasse XXVII 1874 p. 202. 2) Lehrbuch d. physiologischen 
Chemie 3. Auflage 1874 p. 69. 3) s. p. 250 u. unten bei Nervenphysiologie. 4) Uber den 
Einfluss der Caries auf die chemische Zusammensetzung des Zahnbeins. Berner Dissertation 
Berlin 1889 p. 30. 5) 1. p. 94 c. p. 179 und 184; auch Archivio per le scienze 

mediche Vol. III fasc. 1 Nr. 5. Der Wassergehalt verhält sich im Winter u. Sommer bei 
Kopfhaar 100: 134, Barthaar 100: 123, Nägel 100: 128. 6) 1. c. p. 243 u. 246. 



252 



Physiologischer Teil 



b) nach anderen Beobachtern 1 ) 



Zahnschmelz 

Zahnbein 

Knochen 

Knorpel 

Muskeln 

elastisches Gewebe 
Leber 

Pankreas (alte Frau) 

Hornhaut 

Glaskörper 

Linse 

Blutkörperchen 

Niere (14tägiges Kind) 

Hirn 

Milz 

blonde Haare 

Pankreas (14tägiges Kind) 
schwarze Haare 
Niere (alte Frau) 



« 7o 
96,41 
71.99 
6 5.44 
3,402 

1,18 
1,103 

0,950 

0,950 
0,880 
0,820 
0,725 
0,700 
0,512 
o,494 
o,474 
o,37o 
0,258 
0,099 



Untersucher 
v. Bibra 4 ) 

,, 

Z a 1 e s k y *) 
Fromherz 4 ) 
Mittel aus verschiedenen Analysen 
M. S. Schultz e B ) 
Oidtmann 8 ) 
,» 

His 7 ) 

Lohmeyer 8 ) 

Laptschinsky 9 ) 

C. Schmidt 10 ) 

Oidtmann 8 ) 

Geoghegan 11 ) 

Oidtmann 8 ) 

E. Baudrimont 1 *) 

Oidtmann 8 ) 

Baudrimont 12 ) 

Oidtmann 8 ) 



Den Aschengehalt trockner, fettreicher Knochen des Kinds fandBibra 2 ) 
6monatl. Fötus 59,5 °/ 0 

2 „ Kind 65,3 „ öjähriges Kind 67,8 °/ 0 



Eiweissgehalt des Körpers 

20,1 ö / 0 Erwachsener (M 0 1 e s c h 0 1 1) , für Eiweisskörper und deren Ab 
kömmlinge (s. p. 249) 

11,8 j 

12,6 l im Mittel 14 °/ 0 im Neugeborenen (Fehling) 13 ). 
17,8 J 



1) Tabelle nach Beaunis, 1. p. 156 c. 

2) Chemische Untersuchungen über die Knochen und Zähne des Menschen und der 
Wirbelthiere 1844. 

3) Mediciniseh-chemische Untersuchungen aus dem Laboratorium für angewandte Chemie 
in Tübingen herausgegeben von F. Hoppe-Seyler 1. Heft (1866) p. 19. 

4) Lehrbuch der medizinischen Chemie II. Bd. 1836 p. 237. 

5) Annalen der Chemie und Pharmacie 71. Bd. 1849 p. 277. 

6) 1. p 203 c. 

7) Beiträge zur normalen und pathologischen Histologie der Cornea. Basler Disser- 
tation 1856 p. 54. 

8) Zeitschrift für rationelle Medicin N. F. V 1854 p. 56. 

9) Archiv für die gesammte Physiologie XIII 1876 p. 631. 

10) 1. p. 127 c. 

11) Zeitschrift für physiologische Chemie III 1879 p. 332. 

12) Journal de Pharmacie XXXV 1859 p. 26. In den Menschenhaaren fand Baudri- 
mont 0,021, van Laer (Annalen der Chemie und Pharmacie XLX 1843 p. 147) 0,154 % 

Eisen. 

13) 1. p. 120 c. 



Analyse der Organe 



253 



Berechneter Gehalt der Organe an Eiweiss, leimgebendem Gewebe 
und Fett (C. Voit 1 ) — 68,65 k Beingewicht 
Glykogengehalt der Organe (A. Cramer) 8 ) 

Fett*) 



Bei 100° 
trocken 



leimgebendes 
Eiweiss „ , 
Gewebe 



Skelett 8637,6 

Muskeln 7<>74'9 

Zunge, Schlundkopf 42,7 
Gaumensegel, Speiseröhre 

Darmkanal 395»7 

Speicheldrüsen 23.3 

Leber 5 00 - 6 

Pankreas 15 '6 

Milz 3 1 , 8 

Schilddrüse II, 

Niere, Nebenniere 5 2 i 
Harnblase, Harnleiter | 

Penis, Prostata, Hoden \ 63.2 
Samenblasen j 

Kehlkopf, Luftröhre 15, 

Lungen 99: 

Herz 69, 

Gefässe 94 

Hirn, Rückenmark, Nerven 465, 

Auge 0. 

Thränendrüse O 

Ohr und Nasenknorpel 12 

Fett 8809 

Haut 1356 

Blnt 581 



4837,5 
32, 1 

297.3 



347.1 



5i,9 
186.5 
0,2 



48,8 
559.1 



2202,6 

573.2 
3,8 

35,2 



98,9 



15,3 
99,9 
6,2 

94.5 
0,2 



12,4 
1037,7 



2617,2 
636,8 



73,2 



226,9 



8809,4 3 ) 



28353,1 6 36o,5 4*79.9 12363,5 
= 22V 4 °/o ='4,8°/ 0 =44 ü /o 4 ) 

*) Den Fettgehalt des Foetus giebt Fehling 5 ) an : 

4. Monat 7a % 8. Monat 2% % 

6. „ I 1 /» „ 10. „ 7 „ 

Neugeborener c. 9 °/ 0 (296 g) — nach Bouchaud 6 ) 590 g : 



Glykogen 
°/o 



i,45 



o,45 



1,38 

Spuren 
(ohne 
Schilddrüse) 



0.14 
0,124 

0,013 (Hirn) 



0,058 



6,15 g 
pro 1 k 



18 0/0 



Zusammensetzung und Schmelzpunkt des (menschlichen) Fetts 

°/ ö Kohlenstoff °/ 0 Wasserstoff °/ ö Sauerstoff 
Fett vom Panniculus adiposus 7 ) 76,80 Ir >94 11,26 

von den Nieren 76.44 n,94 11,62 

Im Panniculus adiposus Erwachsener IO Ö / 0 fester Fettsäuren 8 ) 86°/ 0 Ölsäure _ L aneer "\8\ 
„ „ „ Neugeborener 30 „ „ „ 65 , „ 

{des Fetts Erwachsener 36 0 Langer) 8 ); 19- u. 26jährige 27 — 30 0 1/ Raud 
„ „ von Kindern 450 „ 2täg. Kind 42,3— 44,6°^ . a )\ 9 " 

2— 2%}. Kind 28,7— 30,8"J nitz ) I 
„ menschlichen Fetts 41 0 (Schulze und Reinecke)'). 

Die Zusammensetzung der anderen Gewebe und Organe s. an den betreffenden Stellen 
in früheren oder späteren Abschnitten dieses Buchs. 



1) Von Voit (Hermann's Handbuch der Physiologie VI, 1 p. 388 und 404) berechnet 
nach den Trockenbestimmungen von E. Bi s c h o f f , 1. p. 20 c. p. 115 — vgl. p. 20,26 — 28,250. 

2) 1. p. 203 c. Mittel aus 3 Analysen Neugeborener. 

3) = 12 570 abzüglich 29,92% Wasser. 

4) 18 °/ 0 des ganzen Körpers (s. p. 29 u. 27). — Voit, 1. c. p. 405. — Volkmann 
rechnet für das abpräparierbare Fett 15 °/ 0 Wasser und 2,5 °/ 0 Membranen — 1. c. p. 236. 

5) 1. p. 120 cit 6) 1. p. 14 c. p. 115. 

7) Annalen der Chemie und Pharmacie CXLII 1867 p. 206. 

8) Sitzungsberichte der mathemat.-naturwissenschaftl. Classe der Kaiserl. Akademie der 
Wissenschaften LXXXIV. Bd. Abtheilung 3. Jahrgang 1881 (Wien 1882) p. 94. 

9) 1. p. 239 p. 525. 



254 



Physiologischer Teil 



Eisengehalt des Körpers (GL Bunge) 1 ) lässt sich (nach 
Tieranalysen") für einen Mann von 70 k Gewicht auf 3,1 — 5,2 g veran- 
schlagen, wovon 2,4 — 2,7 auf das Blut kommen. 

Gesamtphosphorsäure des Körpers (Voit)' 2 ) 
wird geschätzt; 

in der gesamten Nervenmasse (höchstens) 12 g 
„ den Muskeln 130 „ i , i » 

„ „ Knochen über 1400 „ 



Zusammensetzung der menschlichen Nahrungsmittel 3 ) 

°/ ö Mittelwerte für das Fleisch der Säugetiere (ohne Knochen) 



Ochsenfleisch (mittelfett) 
Ochsenherz (fettes Tier) 
Kalbfleisch (fett) 
Hammelfleisch (mittelfett) 
Schweinefleisch (mager) 
Schinken (gesalzen) 
Hasenfleisch 
Rehfleisch 
Pferdefleisch 
Leberwurst 1. Sorte 
Fleischextrakt 













stickstoff- 




Stick- 




Stickstoff- 




haltige : 


Wasser 


stoff- 4 ) 
Substanz 


Fett 


freie 


Asche 


stickstoff- 




Extraktiv- 


freier 






stoffe 




Substanz 
wie 1 : 


73-03 


20,96 


5.41 


0,46 


1,14 


0,67 


65,66 


19,21 


13.75 


0,10 


0,88 


0,3 


72,31 


18,88 


7,41 


0,07 


1.33 


0,99 


75.99 


17,11 


577 




i,33 


0,84 


72.57 


20,05 


6,81 




1,10 


0,84 


62.58 


22,32 


8,68 




6,42 


o,97 


74-16 


23.34 


M3 


0,19 


1,18 


0,13 


75.76 


1977 


1.92 


1,42 


M3 


0,31 


74.27 


21,71 


2,55 


0,46 


1,01 


0,31 


48.70 


15.93 


26,33 


6,38 


2,66 


8.30 


21,64 


[60,47 organische Substanz — 


17,89 





mit 8,27 Stickstoff] 



100 g frisches Fleisch geben 56,7 g gesottenes Fleisch, der Wasser- 
gehalt des gesottenen Fleisches ist 44,3%. 

100 g frisches reines Kalbfleisch geben 78 g gebratenes mit 66,4% 
Wasser; fettfreier Schweinebraten enthält 50,6% Wasser (Voit) 5 ). 

Von 100 g Asche des Fleisches gehen in siedendes Wasser über 
(Keller)«): 

in die Brühe 
26,24 



Phosphorsäure 
Kali 

Erden und Eisenoxyd 
Schwefelsäure (?) 
Chlorkalium 



35,42 
3,15 
2,95 

14.81 



im Fleisch verbleiben 

10,36 
4,78 
2.54 



82,57 



17,68 



1) Lehrbuch der physiologischen und pathologischen Chemie 1887 p. 85. 

2) 1. p. 253 c. p. 80. 

3) Die Zahlen der nachfolgenden Tabellen über Nahrungsmittel sind zumeist der 
„Chemie der menschlichen Nahrungs- und Genussmittel" von J. König 1. Theil 3. Aufl. 
1889 p. 1100 ff. entnommen und stellen von diesem berechnete Mittel dar. Bezüglich 
näheren Details hinsichtlich der Einzelanalysen und deren Quellen wird auf das Original 
verwiesen. 4) In derselben sind 16 0/ 0 Stickstoff angenommen ; ihr Wert wird gewonnen 
durch Multiplikation der Stickstoffzahl mit 6,25. 

5) I. p. 253 c. p. 444. 6) Annalen der Chemie und Pharmacie LXX 1849 p. 91. 



Analyse des Fleisches 



255 



Pökelfleisch zeigte nach 14tägigem Einpökeln folgende Ver- 
änderungen (E. Voit) 1 ) pro 1000 g frisches Fleisch: 



aufgenommen : 
abgegeben : 





g 


% 


Kochsalz 


43 




Wasser 


79,7 


10,4 


organische Stoffe 


4,8 


2,1 


Eiweiss 


2,4 


1,1 


Extraktivstoffe 


2,5 


13,5 


Phosphorsäure 


0,4 


8,5 



*/ 0 Mittelwerte für das Fleisch der Vögel 



Huhn (mager) 
Taube 

Ente (wilde) 



Wasser 



76,22 

75-™ 
70,82 



Stickstoff- 
substanz 



19,72 
22,14 
22,65 



Fett 



1,42 
1,00 
3<n 



stickstoff- 
freie 
Extraktiv- 
stoffe 

1,27 

0,76 
2,33 



Asche 



1.37 
1,00 
1,09 



stickstoff- 
haltige . 
stickstoff- 
freier 
Substanz 
wie 1 : 

0,24 
0,15 
0,44 



10 


Mittelwerte 


für das 


Fleisch. 


der Fische 




Schellfisch 


81,50 


16,93 


0,26 




i.3i 


0,04 


Hering 


7464 


14.55 


9.03 




1,78 


i,55 


Rochen 


77.67 


i9,S r 


0,91 




1,11 


0,12 


Makrele 


71,20 


19,36 


8,08 




i>36 


1,04 


Meeraal 


7i.45 


18,46 


9,09 




1,00 


1,23 


Lachs 


64,29 


21,60 


12,72 




1.39 


i,47 


Karpfen 


76,97 


21,86 


1,09 




i,33 


0,12 


Hecht 


79.63 


18,42 


o,53 


0,46 


0,96 


0,09 


Seezunge 


86,14 


H.94 


0,25 


o,45 


1,22 


0,09 


Forelle 


75.5i 


19,18 


2,10 




1,21 


0,27 


Hummer (frisch) 


81,84 


J 4.49 


1,84 


0,12 


I.7I 


o,33 


Auster (Fleisch) 


80,52 


9.04 


2,04 


6,44 


1,96 


1,28 


Miesmuschel 


84,16 


8,69 


1,12 


4,12 


1,91 


0,80 


Kaviar 


43,89 


30.79 


15.66 


1,67 


8,09 


1,32 



/ 0 Mittelwerte anderer wichtiger tierischer Nahrungsmittel 2 ) 



Leber (vom Ochsen) 


71.39 


19,72 


5,55 


1,69 


1,65 


o,79 


Hirn (vom Kalb) 


74.H 


(8 Eiweiss) 


13.H 




1 




Kalbsbrösehen (Thymus) 


70 


28 


0.4 




1,6 




Schweinespeck (gesalzen) 


9,15 


9.72 


75,75 




5,38 


19,49 


Hühnerei 


73.67 


12,55 


12,1 1 


o,55 


1,12 


2,46 


Hühner-Eiweiss 


85,75 


12,78 


0,25 


o,77 


0,61 


0,1 1 


Hühner-Eigelb 


51,03 


16,12 


3i,39 


0,48 


1,01 


4.9o 



Ein Hühnerei (C. Voit) 8 ) wiegt im Mittel 51,1 g und besteht aus 

6,1 g (= 11,9%) Schale 

28,1 „ (= 55 „) Eiweiss 

16,9 ,, (= 33,1 „) Dotter 
Gänseei wiegt 120 — 180, Entenei 70, Kibitzei 25, Seemövenei 90 — 120 g. 



1) Zeitschrift für Biologie XV 1879 p. 493. 

2) z. Teil nach Molcschott, 1. p. 249 c. — Eiweisskörper, Leim und Leimbildner 
sind von mir als jY-haltige Substanz zusammengenommen. 

3) 1. p. 253 c. 



256 



Physiologischer Teil 



Kuhmilch 
(Frauenmilch 1 ) 

Kahm 

Käse (Fettkäse) 

,, (Magerkäse) 
Kuh-Butter 
Molken aus Kuhmilch 
Kumys aus Stutenmilch 
Kefir aus Kuhmilch 
kondensierte Kuhmilch 



Wasser 



87,41 
68,82 
38.OO 
46,00 

13.59 
9338 

90,44 
91,21 

25,61 



Stickstoff- 
substanz 



Fett 



Milch- 
zucker 



Asche 



355 


3.69 


4.88 


0,71 


2,20 


3,78 


6,21 


0,31 


3-76 


22,66 


4.23 


0,53 


25 25 


30,25 


1.43 


4-97 


34.06 


U,65 


3.42 


4.87 


O.74 


84.39 


0,62 


0,66 


1,86 


0,32 


4.79 


0,65 


2,24 


1,46 


i,77 2 ) 


1,07 


3-49 


1.44 


2.41/) 


0,68 


n.79 


I0.35 


50,06 


2,19 



stickstoff- 
haltige : 
stickstoff- 
freier 
Substanz 
wie 1 : 

3.98 
G.84) 
1,62 
3.00 
0,96 
258,92 
2,95 



2,94 



Die tierischen Nahrungsmittel nach dem aufsteigenden °/ 0 Gehalt 

an Wasser 5 ) 



Schweinespeck (gesalzen) 


9,15 


Hühnerei 


73,67 


Butter 


13,59 


Kalbshirn 


74,14 


Schinken (westf. geräuchert) 


28,11 


Hasenfleisch 


74,16 


Käse (Fettkäse) 


38,00 


Pferdefleisch 


74,27 


Kaviar 


43,89 


Hering 


74,64 


Leberwurst 


48,70 


Taube 


75,10 


Dotter des Hühnereis 


51,03 


Ochsenhirn 


75,40 


Flussaal 


57,42 


Rehfleisch 


75,76 


Schinken (gesalzen) 


62,58 


Hammelfleisch 


75,99 


Ochsenzunge 


63,80 


Karpfen 


76,97 


Lachs 


64,29 


Rochen 


77,67 


Ochsenherz (fettes Tier) 


65,66 


Hechtleber 


79,34 


Kalbsbröschen 


70 


Hecht 


79,63 


Huhn (fett) 


70,06 


Auster (Fleisch) 


80,52 


Ente (wilde) 


70,82 


Schellfisch 


81,50 


Makrele 


71,20 


Hummer (frisch) 


81,84 


Ochsenleber 


71,39 


Miesmuschel 


84,16 


Meeraal 


71,45 


Hühnereiweiss 


85,87 


Kalbfleisch (fett) 


72,31 


Seezunge 


86,14 


Schweinefleisch (mager) 


72,57 


Auster (Fleisch und Flüssig- 




Ochsenfleisch (mittelfett) 


73,03 


keit 


87,30 



1) Weiteres über Frauenmilch und einige Tiermilchen s. u. bei „Physiologie der 

Zeugung". 

2) Ausserdem 1,91 °/ 0 Alkohol, 0,91 0/ 0 Milchsäure. 

3) Ausserdem 0,75 0/ 0 Alkohol, 1,02 0/ 0 Milchsäure. 

4) Darin Rohrzucker in erheblicher Menge. 

5) Die Anordnung dieser und einer Anzahl anderer Tabellen nach M 0 1 e s c h 0 1 1 , 
1. p. 249 c, die Zahlen nach J. König (s. p. 254). 



tierische Nahrungsmittel 



257 



Die tierischen Nahrungsmittel nach dem aufsteigenden °/ 0 Gehalt 

an Stickstoffsubstanz 



Butter 


0,74 


Ochsenherz, fettes Tier 


19,21 


Molken 


1,86 


Makrele 


19,26 


Kuhmilch 


3,55 


Rochen 


19,51 


Rahm 


3,76 


Ochsenleber 


19,72 


Auster (Fleisch) 


9,04 


Huhn mager 


19,72 


Schweinespeck gesalzen 


9,72 


Rehfleisch 


19,77 


Seezunge 


11,94 


Schweinefleisch mager 


20,05 


Hühnerei 


12,55 


Ochsenfleisch mittelfett 


20,96 


Hühnereiweiss 


12,78 


Lachs 


21,60 


Flussaal 


12,83 


Pferdefleisch 


21,71 


Hummer frisch 


14,49 


Karpfen 


21,86 


Hering 


14,55 


Taube 


22,14 


Leberwurst 


15,93 


Schinken, gesalzen 


22,32 


Dotter vom Hühnerei 


16,12 


Ente 


22,65 


Stockfisch 


16,23 


Schweinespeck frisch 


23,31 


Schellfisch 


16,93 


Hasenfleisch 


23,34 


Ochsenzunge 


17,10 


Schinken, westfälischer (ge- 




Hammelfleisch mittelfett 


17,11 


räuchert) 


23,97 


Hecht 


18,42 


Käse (Fettkäse) 


25,25 


Meeraal 


18,46 


Kalbsbröschen 


28 


Kalbfleisch fett 


18,88 


Kaviar 


30,79 


Forelle 


19,18 


Käse (Magerkäse) 


34,06 



Die tierischen Nahrungsmittel nach dem aufsteigenden °/ 0 Gehalt 

an Fett 



Hühnererweiss 


0,25 


Schinken gesalzen 


8,68 


Seezunge 


0,25 


Hering 


9,03 


Schellfisch 


0,26 


Meeraal 


9,09 


Kalbsbröschen 


0,40 


Huhn fett 


9,34 


Hecht 


0,53 


Käse (Magerkäse) 


11,65 


Taube 


1,00 


Schweinespeck, frisch 


11,77 


Karpfen 


1,09 


Hühnerei 


12,11 


Hasenfleisch 


1,13 


Lachs 


12,72 


Auster, Fleisch und Flüssigkeit 1,15 


Kalbshirn 


13,14 


Huhn mager 


1,42 


Ochsenherz, fettes Tier 


13,75 


Hummer frisch 


1,84 


Kaviar 


15,66 


Rehfleisch 


1,92 


Rahm 


22,66 


Auster (Fleisch) 


2,04 


Leberwurst 


26,33 


Forelle 


2,10 


Flussaal 


28,37 


Pferdefleisch 


2,55 


Käse (Fettkäse) 


30,25 


Ente 


3,11 


Dotter vom Hühnerei 


31,39 


Kuhmilch 


3,69 


Schinken, westfälischer (ge- 




Ochsenfleisch mittelfett 


5,41 


räuchert) 


36,45 


Ochsenleber 


5,55 


Schweinefleisch fett 


37,34 


Hammelfleisch mittelfett 


5,77 


Speck, gesalzen 


75,75 


Schweinefleisch mager 


6,81 


Butter 


84,39 


Kalbfleisch fett 


7,41 


Knochenmark des Ochsen 


92,53 


Makrele 


8,08 







Vierordt, Dat. a. Tabell. f. Med. 2. Aufl. 



17 



258 



Physiologischer Teil 



Die tierischen Nahrungsmittel nach dem aufsteigenden °/ 0 Gehalt 

an Aschenbestandteilen 



Hühnereiweiss 0,61 Karpfen 1 33 
Butter 0,66 Makrele 136 
Kuhmilch 0,71 Huhn mager 137 
Ochsenherz 0,88 Lachs 139 
Hecht 0,96 Kalbsbröschen 160 
Taube 1,00 Speck frisch 164 
Kalbshirn 1,00 Ochsenleber 165 
Meeraal 1,00 Kalbsleber 168 
Pferdefleisch 1,01 Hummer frisch 1/71 
Dotter vom Hühnerei 1,01 Hering l'78 
Ente 1,09 Auster, Fleisch u. Flüssigkeit 2,03 
Schweinefleisch mager 1,10 Leberwurst 2 66 
Rochen 1,11 Käse (Magerkäse) 4^87 
Hühnerei 1,12 dto. (Fettkäse) 4^97 
Eehfleisch 1,13 Speck, gesalzen 5^38 
Ochsenfleisch mittelfett 1,14 Schinken, gesalzen 6^42 
Hasenfleisch 1,18 Kaviar 8*09 
Seezunge 1,22 Schinken, westfälischer (ge- 
Schellfisch 1,31 räuchert) 10,54 
Kalbfleisch 1,33 Fleischextrakt 17^89 
Hammelfleisch 1,33 Sardellen 23.27 



°/ 0 Mittelwerte für vegetabilische Nahrungsmittel 

Von den mit * bezeichneten folgen auf p. 263 u. 264 ausführlichere Analysen 
a) Getreidesamen und Hülsenfrüchte 





Jh 

CD 


i s 




CO 

CO 

et 


ickst 
ubsta 








Weizen* -) 


13.37 


12,04 


Dinkel (Spelt) 


13,37 


11,84 


Roggen* 2 ) 


13,37 


IO,8l 


Gerste* 


H-05 


9,66 


Hafer* 


12,11 


10,66 


Mais* 


1335 


9,45 


Reis enthülst* 


12,58 


6,73 


Hirse geschält 


12,04 


7,4° 


Buchweizen geschält 


12,68 


10,18 


Bohnen (Buff- oder Acker- 






bohnen)* 


13,49 


25,31 


dto. (Schmink- oder 






Vietsbohne)* 


11,24 


23,66 


Lupine (gelbe) 
Erbsen* 


13,98 


38,52 


13,92 


23,15 


Linsen* 


12.33 


25,49 



4-3 


u 

CD 


SP W -S 


u 

CO 

m 


CD 
JS 


.£ 


+1 

CD 
fa 


M 
0 

=> 
N 


a « « 


Cm 
N 

'S 


0 

CO 

< 


u £ 

Ja S n 








w 






1,85 


3,25 


65,40 


2-31 


1,78 


6,08 


1,85 


0,98 


67,24 


2,65 


2,07 


6,13 


i,77 


1,87 


68,34 


1.78 


2,06 


6,90 


i-93 


1,23 


65,76 


4,95 


2.42 


7-43 


4,99 


1,72 


56,65 


10,58 


3,29 


6.64 


4,29 


2,29 


67,04 


2,29 


1,29 


8,46 


0,88 


0,15 


78,33 


0,51 


0,82 


",99 


3,87 


74,21 




i,37 


1,1 1 


1 1.34 


1,90 


71,73 




1,65 


2,91 


5,86 


1,68 


48,33 




8,06 


3,13 


2.08 


1,96 


55,6o 




3,88 


3,66 


2,56 


4,38 


25,46 




14,12 


3,81 


0,90 


1,89 


52,68 




5,68 


2,68 


2,48 


i,93 


52,84 




3,92 


3,04 


2,22 



1) Dextrin, Gummi, Stärke etc. 

2) 100 k Getreidekörner liefern 83 k Weizenmehl, 85 k Roggenniehl und 114 k 

Backwerk (s. Anmerkung 1 auf nächster Seite). 



vegetabilische Nahrungsmittel 
b) Mehl- und Stärkesorten 



259 





u 






<x> 

Vi 


0 C 




Vi 

o3 


M vi 




£ 


■43 3 

co "> 


Weizenmehl *) (feines) 


13.37 


10,21 


Roggenmehl 


I3-7I 


ii,57 


Gerstenmehl 


14.83 


11,38 


Hafermehl 


9,65 


1344 


Buchweizenmehl 


I3.5 1 


8,87 


Stärkemehl 2 ) 


16,04 


1,18 


Nudeln 


13-07 


9,02 





M 


Ex- 
toffe 


Ol 
00 


0! 


.. £l r4 

« rr. <U 


Fett 


Zuck 


reie 
ktivs 


N 

'S 


Asch 


r° '? a 






tu 




fei 


0,94 


2,35 


72,36 


0,29 


0,48 


7.55 


2,08 


3,89 


65,82 


i,59 


1,44 


6,48 


i-53 


3," 


68,12 


o,45 


0,59 


6,39 


592 


2,26 


64,75 


1,86 


2,12 


6,09 


1,56 


1,06 


73,25 


0,67 


1,14 


8,82 


0,06 




82^7" 


0,13 


0,36 


69,89 


0,30 




76,77 




0,84 


8,59 



c) Brot- und 

feines Weizenbrot 8 ) 35,59 7>°6 

grobes „ • 40.45 6,15 

Roggenbrot 4 ) 42,27 6,1 1 

Pumpernickel (westfälischer) 43,42 7,59 

Biskuit (englische) 7,45 7,18 



Konditorwaren 



0.46 


4,02 


52,56 


0,32 


1,09 


8,18 


0,44 


2,08 


49.04 


0,62 


1,22 


8,49 


0,43 


2,31 


46,95 


o,49 


1,46 


.8,01 




3,25 


41,87 


o,94 


1,42 


6,44 


9,28 


17,02 


58,08 


0,16 


0,83 


13,69 



d) Wurzelgewächse 



Kartoffel* 


74,98 


2,08 


0,15 


0,28 


20,73 


0,69 


1,09 


10,28 


Topinambur 


79,24 


1,76 


0,14 


3,48 


12,81 


i,49 


1,08 


9,45 


Runkelrübe 


87,50 


1,34 


0,14 


7,22 


1,68 


0,98 


1,14 


6,90 


Zuckerrübe 


82,25 


1,27 


0,12 


12,52 


1,88 


1,14 


0,82 


n,57 


Möhre grosse Varietät 


86,79 


1,23 


0,30 


6,71 


2,46 


M9 


1,02 


8,07 


(gelbe Rübe) kleine ,, 


88,84 


1,07 


0,21 


1,58 


6,59 


0,98 


o,73 


9,o7 


Teltower Rübchen 


81,90 


3,52 


0,14 


1,24 


10,10 


1,82 


1,28 


3,32 


Kohlrübe (weisse Rübe) 


90,78 


1,18 


0,22 


5 


$9 


M3 


0,80 


5.46 





e) 


Gemüse; 


arte 


n 








( Einmach-)Rotrübe 


87,07 


i,37 


0,03 


o,54 


9,02 


1,05 


0,92 


7,04 


Rettich 


86,92 


1,92 


0,11 


i,53 


6,90 


i,55 


1,07 


445 


Radieschen 


93,34 


1,23 


0,15 




15,89 


2,78 


1,63 


13,23 


Meerrettich 


76,72 


2,73 


o,35 




15,89 


2,78 


1,63 


6,00 


Schwarzwurzel 


80,39 


1,04 


0,50 


2,19 


12,61 


2,27 


o,99 


1543 


Sellerie, Knollen 


84,09 


T, 4 8 


o,39 


o,77 


11,03 


1,40 


0,84 


8,81 


,, Blätter 


8i,57 


4,64 


o,79 


1,26 


7,87 


1,41 


2,46 


2,89 


Kohlrabi, Knollen 


85,89 


2,87 


0,21 


0,38 


7,8o 


1,68 


1,17 


3,03 


,, Blätter 


86,04 


3,03 


o,45 


0,51 


6,77 


i,55 


1,65 


4,12 


blassrote Zwiebel, Knollen 


85,99 


1,68 


0,10 


2,78 


8,04 


0,71 


0,70 


6,59 


„ ,, Blätter 


88,17 


2,58 


0,58 




5,66 


1,76 


1,25 


2,75 


Perlzwiebel 


70,18 


2,68 


0,10 


5,78 


I9,9i 


0,81 


o,54 


9,68 


Lauch, Knollen 


87,62 


2,83 


0,29 


0,44 


6,09 


i,49 


1,24 


2,57 


„ Blätter 


90,82 


2,10 


o,44 


0,81 


3.74 


1,27 


0,82 


2,79 


Knoblauch, Zwiebel 


64,66 


6,76 


0,06 




26,31 


0,77 


i,44 


6,91 



1) 100 k Weizenmehl liefern 125—130 k Brot nach Beaunis (1. p. 156 c. p. 446) 
in Paris 180 k weisses Brot. 

2) Mittel aus verschiedenen Sorten. 

3) Eine aus Weizenmehl bereitete Semmel enthält: feste Teile 71,4, Eiweiss 9,6, 
Fett 1,0, Kohlehydrate 60,1 (Voit, 1. p. 253 c. p. 467). 

4) Schwarzbrotkrume (1 Tag alt) enthält: 53,7 °/ 0 Trockensubstanz, 8,3 °/ 0 Ei- 
weiss, 44,3 0/ 0 Kohlehydrate, der ganze Brotlaib (im Mittel) 63,29 0/ 0 feste Teile, 8,5 0/ 0 
Eiweiss, 1,3 0/ 0 Fett, 52,25 0/ 0 Kohlehydrate (Voit). 

17* 



260 



Physiologischer Teil 







in n 














1 




Wassel 


Sticksto 
substan 


Fett 


Zucker 




Mreie E 
traktivsto 


Holzfase 


Asche 


So 50 .2 
oe .2 

^1 


Si»h iiittlauoh 

%J l L a J 1 1 Vit CA 14 v £ 1 


82,00 


3,92 


0,88 




n nS 




2,46 


1,66 


2,öö 


Gurke 


95.20 


1,18 


0,09 


0,96 






0,78 


o,44 


2 »»5 


IVf pl nnp 

1UCIUUD 


9°>38 


1,00 


0,32 


2,13 




4,40 


1,09 


0,68 


7-33 


Kürbis (Fruchtfleisch) 


90,32 


1,10 


0,13 


l»34 




5,16 


1,22 


o,73 


6,2 1 


Liebesapfel (Tomate) 


9 2 ,37 


1,25 


0,33 


2-53 




i,54 


0,84 


0,63 


3,92 


SDArffcl 


93,75 


»>79 


0,25 


p,37 




2,26 


1,04 


o,54 


1 ,82 


Gartenerbse (grün, unreif) 


78,44 


6,35 


o,53 




[2,00 




1,87 


0,81 


2,10 


Saubohnen (grün, unreif) 


84,07 


5,43 


o.33 




7-35 




2,08 


o,74 


».5 1 


Schnittbohnen 


8ö,75 


2,72 


0,14 


1,16 


5,44 


1,18 


0,61 


2,55 


Blumenkohl 


90,89 


2,48 


o,34 


1,21 




3,34 


0,91 


0,83 


2,18 


Winterkohl 


80,03 


3,99 


0,90 


1,21 


10,42 


1,88 


i,57 


2 -37 


Savoyer Kohl (weisser Wir- 
















sing) 


07,09 


3>3i 


o,7 1 


1,29 




4-73 


1,23 


1,64 


2.^6 


Rosenkohl 


85,63 


4,83 


0,46 




6,22 




1,57 


1,2g 




Kotkraut 


90,06 


1,83 


0,19 


i,74 




4,12 


1,29 


0,77 


3,47 


Spitzkohl (Sauerkraut) 


92,60 


1,80 


0,20 


i,39 




2.40 


o,94 


0,64 


2 »3 Ö 


Weisskraut 


89,97 


1,89 


0,20 


2,29 




2,58 


1,84 


1,23 


2 ,54 


Spinat 


SS ,1 1 

00,47 


3,49 


0,50 






4,34 


0,93 


2,09 


T An 

1,09 


Endivien-Salat 


94 »3 


1,76 


0 »»3 


0,76 




1,82 


0,62 


0,78 


1,65 


Kopfsalat 




I A I 






2,19 




u ,/3 


T f\0 


2,11 


Feldsalat 




2 OQ 


O A T 




2,73 




0,57 


°>79 


1,80 


Dill fRlättpr Rliitpn'» 


°i,°4 


3,4° 






7,30 




2,00 


2,42 


2-73 


Petersilie 


85,05 


?,66 


0,72 


0,75 




6,69 


I.dS 


1,68 


2.52 


Bohnenkraut 


71,88 


4,15 


1,65 


2,45 




9,16 


8,60 


2,11 


3-79 


Garten-Sauerampfer 


92,18 


2,42 


0,48 


o,37 




3,06 


0,66 


0,82 


i,9i 






f) G 


ewü 


rze 


















Öl *) 


Stärke 












Pfeffer (schwarzer) 


13,05 


11,98 


8,21 


3 2 <6o 




7,39 


12,45 


4,02 




Senfmehl 


5,12 


3L55 


36,08 


I 


3^9? 




8,85 


4,45 




Zimt (Ceylon) 


8,94 


3,66 


3,65 


48,62 




3i,39 


3,74 












Zucker 










Muskatnuss 


7,38 


549 


37,32 


1,58 


35>6i 


9,92 


2,70 





g) S c h w ä 



Champignon (Agaricus cam- 



pestris) frisch 


91,28 


3.74 


,, trocken 


1404 


37,45 


sonstige Agaricusarten, frisch 


88,77 


304 


„ ,, lufttrocken 


18,03 


20,27 


Trüffel (Tuber cibarium) 




frisch 


72,80 


8,60 


Steinmorchel, trocken 


16,36 


25,22 


(Helvella esculenta) 




Speisemorchel, trocken 


19,04 


28,48 


(Morchella esculenta) 






Hahnenkamm trocken 


21,43 


19,19 


Steinpilz (Boletus edulis) tr. 


12,81 


36,12 


sonstige Boletusarten frisch 


91,30 


i,59 



me und Pilze 

Trauben- 
zucker 



Fett 
0,15 
i,45 


Mannit 

11,66 


2,34 
22,43 


0,84 
8,25 


0,48 
4,72 


1,04 

I.Ol 


o,35 
2,55 


8,87 


T9Ö~ 

35,68 


1,04 

7,59 


0,90 
7,01 


2,23 
2,51 


0,62 
1,65 


6,25 


8^10 
37.05 


7,57 
5,63 


2,31 
7,84 


1,12 
1,88 


i,93 


5.8o 


31,62 


5.5o 


7.63 


1,47 


1,67 
1,72 
0,26 


6,13 
4,48 

2-53 


40,87 
32,78 
2,87 


5,45 
5,7i 
0,92 


5,26 
6,38 
o,54 


2,67 

»,»5 
3.8i 



1) flüchtiges und fixes Öl ist zusammengenommen. 



vegetabilische Nahrungsmittel 
h) Zucker und Honig 



261 



Rohrzucker 

Rübenzucker 1 ) (mittel) 
Melassenzucker (Kolonial- 
rohzucker) 
Stärkezucker-Syrup 
Bienenhonig 

y Schleimzucker. 



2,16 
0,23 

35-°6 
19,58 
20,60 



CG 

Ol -3 



0,35 



0,76 



M 

a 

N 
t-i 

ja 

o 



93,33 
98,70 

18,30 

1,76 



QJ Cü 



1,78 



• s2 



34,70t 
41,69 

72,88 ff 



5>W 

In » > 

9 ® '-ö 
<" 13 

1,21 
0,23 



38,37 



tu 
< 



0,76 
0,84 

2,88 
0,36 
0,25 



ff Laevulose 38,65, Pollen und Wachs 0,71. 



Obstsorten und sonstige Früchte 





U 

CD 




-u 


äure 


u 

co 


■ sä 


iser 
Kern 


CO 

ja 


&«>.2 


frisch 


tn 

CO 
CS 


2 * 
2 » 
2 'S 


-*J 
Ol 


* 
'5 


M 
0 
s 


» .2 

w ST CS 


Holzfs 
(ev. mit 


ü 

CO 

< 


Zu* 

* .2 

J} CB N 


Apfel* 
Birne * 


84,79 


0,36 




0,82 


7,22 


4,81 


1,51 


0,49 


38,5 


83,03 


0,36 




0,20 


8,26 


3,54 


4,30 


0,31 


33,3 


Zwetschge 


81,18 


0,78 




0,85 


6,15 


4,92 


5,41 


0,71 


15,3 


Pflaume * 


84,86 


0,40 




1,50 


3,56 


4,68 


4,34 


0,66 


24,3 


Reineclaude 


80,28 


0,41 




0,91 


3,l6 


11,46 


3,39 


0,39 


37,9 


Mirabelle 


79,42 


0,38 




0,53 


3,97 


10,07 


4,99 


0,64 


38,3 


Pfirsich 


80,03 


o,75 




0,92 


4,48 


7,17 


6,06 


0,69 


193 


Aprikose 
Kirsche * 


81,22 


o,49 




I,l6 


4,69 


6,35 


5,27 


0,82 


24,9 


79,82 


0,67 




0,91 


10,24 


1,76 


6,07 


0,73 


19.3 


Weintraube 


78,17 


o,59 




0,79 


14,36 


1,96 


3,6o 


o,53 


29,0 


Erdbeere * 


87,66 


o,54 


o,45 


0,93 


6,28 


1,01 


2,32 


0,81 


16,6 


Himbeere 


85,74 


0,40 




1,42 


3,86 


i,44 


6,66 


0,48 


16,8 


Heidelbeere 


78,36 


0.78 




1 66 


5,02 


0,87 


12,29 


1,02 


9,7 


Brombeere 


86,41 


0,51 




i,i9 


4,44 


2,76 


5,21 


0,48 


14,5 


Maulbeere 


84,71 


0,36 




1,86 


9,19 


2,31 


0,91 


0,66 


37,1 


Stachelbeere * 


85,74 


o,47 




1,42 


7,03 


1,40 


3,52 


0,42 


21,0 


Johannisbeere 


84,77 


0,51 




2.15 


6,38 


0,90 


4,57 


0,72 


18,5 


Preisseibeere 


89,59 


0,12 




2,34 


i,53 


6,27 


0,15 


32,3 



getrocknet 



Apfel 


27,95 


1,28 


0,82 


3,6o 


42,83 


16,96 


4,99 


1,57 
1,67 


42,8 


Birne 


29,41 


2,07 


0,35 


0,84 


29,13 


29,67 


6,86 


29,1 


Zwetschge 


29,30 


2,25 


0,49 


2,75 


44.41 


17,91 


i,52 


i,37 


29,3 


Kirsche 


49,88 


2,07 


0,30 




31,22 


14,29 


0,61 


1,63 


22,2 














(ohne 


















7,48 


Kern) 




26,0 


Traube (Rosine) 


32,02 


2,42 


0,59 




54,56 


1,72 


1,21 


Feige 


31,20 


4,01 






49,79 






2,86 


12,4 



sonstige Früchte 



Mandeln (süsse) 


6,02 


23 49 


53,02 - 




7,84 


6,51 


3.12 


5-98 


Wal dhss kern 


7,18 


15,77 


57,43 — 




13,03 


4-59 


2,09 


9,93 


Haselnuss 


7," 


I7,4i 


62,60 — 




7,22 


3,i7 


32,49 


9.41 


Kastanie * (geschält) 


7,34 


10,76 


2,90 




73,04 


2,99 


2,97 


7,56 



1) Zuckerrübe s. p. 259. 



262 



Physiologischer Teil 



Die pflanzliohen Nahrungsmittel nach dem aufsteigenden °/ 0 Gehalt 

an Stickstoffsubstanz 



Preisseibeere 


0,12 


Rotkraut 


1 83 


Rohrzucker 


0,35 


Weisskraut 


1,89 


Birne 


0,36 


Rettich 


1,92 


Apfel 


0,36 


Birne, trocken 


2,07 


Maulbeere 


0,36 


Kirsche 

77 


2,07 


Mirabelle 


0,38 


Kartoffel 


2,08 


Pflaume 


0,40 


Feldsalat 


2,09 


Himbeere 


0,40 


Lauch, Blätter 


2,10 


Reineclaude 


0,41 


Zwetschge, trocken 


2,25 


Stachelbeere 


0,47 


Garten-Sauerampfer 


2,42 
> 


Aprikose 


0,49 


Traube (Rosine) 


2,42 


J ohannisbeere 


0,51 


Blumenkohl 


2,48 


Brombeere 


0,51 


blassrote Zwiebel, Blätter 


2,58 


Erdbeere 


0,54 


Perlzwiebel 


2,68 


Weintraube, frisch 


0,59 


Schnittbohnen 


2,72 


Kirsche 


0,67 


Meerrettich 


2,73 


Pfirsich 


0,75 


Lauch, Knollen 


2,83 


Honig 


0,76 


Kohlrabi, Knollen 


2,87 


Zwetschge (frisch) 


0,78 


„ Blätter 


3,03 


Heidelbeere 


0,78 


Agaricusarten, frisch 


3,04 


Sellerie (Stengel) 


0,88 


Savoyerkohl 


3,31 


Melone 


1,00 


Dill 


3,48 


Schwarzwurzel 


1,04 


Spinat 


3,49 


Möhre, kleine Varietät 


1,07 


Teltower Rübchen 


3,52 


Kürbis, Fruchtfleisch 


1,10 


Zimt 


3,66 


Kohlrübe 


1,18 


Petersilie 


3,66 


Gurke 


1,18 


Champignon, frisch 


3,74 


Stärkemehl 


1,18 


Schnittlauch 


3,92 


Möhre, grosse Varietät 


1,23 


Winterkohl 


3,99 


Radieschen 


1,23 


Feige, trocken 


4,01 


Liebesapfel 


1,25 


Bohnenkraut 


4,15 


Apfel, trocken 


1,28 


Sellerie, Blätter 


4,64 


Runkelrübe 


1,34 


Rosenkohl 


4,83 


Einmachrübe 


1,37 


Saubohnen 


5,43 


Kopfsalat 


1,41 


Bibernell 


5,65 


Sellerie, Knollen 


1,48 


Roggenbrot 


6,11 


verschiedene Boletusarten, frisch 1,59 


gröberes Weizenbrot 


6,15 


blassrote Zwiebel, Knollen 


1,68 


Gartenerbse, unreif 


6,35 


Endiviensalat 


1,76 


Reis, enthülst 


6,73 


Topinambur 


1,76 


Knoblauch, Zwiebel 


6,76 


Spargel 


1,79 


feines Weizenbrot 


7,06 


Spitzkohl (Sauerkraut) 


1,80 


Biskuit, englische 


7,18 



Hirse, geschält 

Trüffel, frisch 

Buchweizenmehl 

Nudeln 

Mais 

Gerste 

Buchweizen, geschält 

Weizenmehl 

Hafer 

Roggen 

Gerstenmehl 

Boggenmehl 

Dinkel 

Weizen 

Hafermehl, Grütze 



Genauere Analysen einiger pflanzlicher Nahrungsstoffe 

(Moleschott) ») 



a) 


Getreides am 


en, K 


astanien, 


Kart 


0 ff ein 






Weizen 


Roggen 


Gerste 


Hafer 


Mais 


Reis 


Kastanien 


Kartoffe 


eiweissartige 






12,26 








4,46 




Stoffe 


13-54 


10,75 


9,04 


7.91 


5.07 


1,32 


Cellulose 


3,24 


4,96 


9.75 


11,65 


5,25 


1,02 


3,79 


6,44 


Stärkemehl 


56,86 


55.52 


48,26 


50,34 


63.74 


82,30 


I5.50 


15.43 


Dextrin 


4,67 


8,45 \ 




4,96 


2,35 


0,98 


H.74 


1,89 


Zucker 


4,85 


2,88 / 


9-95 


6,54 


1,85 


0,17 


8,36 




Fett 


1,85 


2,11 


2,63 


3,99 


4.84 


o,75 


0,87 


0,16 


Extraktivstoff 










o,75 






0,90 


Salze 


2,00 


1,46 


2,65 


2,59 


1,29 


0,50 


1,52 


1,02 


Kali 


o,45 


o,34 


o,35 


o,34l 




0,10 


0,60 


0,63 


Natron 


0,19 


0,18 


0,19 


0,02 j 


> 0,40 


0,01 


0,29 


Spuren 


Kalk 


0,06 


0,08 


0,06 


0,09 


0,02 


0,03 


0,12 


0,03 


Magnesia 


0,22 


0,16 


0,18 


0,20 


0,22 


0,02 


0,12 


0,05 


Eisenoxyd 


0,02 


0,02 


0,04 


0,03 




0,01 


0,01 


0,005 


Phosphorsäure 


1,00 


0,66 


I.I3 


o,49 


0,64 


0,31 


0,12 


0,18 


Schwefelsäure 


0,002 


0,005 


0,005 


0,02 






0,06 


0,05 


Kieselsäure 


0,02 


0,02 


0,69 


1,41 


0,001 


0,007 


0,03 


0,02 


Chlornatrium 


0,04 












0,07 


0,01 


Wasser 


13,00 


13.87 


14,48 


10,88 


12,01 


9,20 


53,71 


72,75 



1) Die zweite Dezimale abgerundet. — Andere Analysen dieser Nahrungsstoffe [mit 
bezeichnet] s. o. p. 268, 259 und 261. 



vegetabilische Nahrungsmittel 263 

7,40 Walnuss, Kern 15,77 

8,60 Haselnuss 17,41 

8,87 Hahnenkamm, trocken 19,19 

9,02 Agaricusarten, „ 20,27 

9,45 Erbse 23,15 

9,66 Ackerbohne 23,66 

10,18 Mandel 24,18 

10,21 Linse 24,49 

10,66 Steinmorchel, trocken 25,22 

10,81 Vietsbohne 25,31 

11,38 Speisemorchel, trocken 28,48 

11,57 Senfmehl 31,55 

11,84 Steinpilz, trocken 36,12 

12,04 Champignon, trocken 37,45 

13,44 Lupine, gelbe 38,52 



264 



Physiologischer Teil 



b) Hülsenfrüchte* 

Erbse Schminkbohne JjgJJ» Lin8e 

eiweissartige Stoffe 22,35 22,55 22,03 26,40 

Cellulose 4.97 4,40 5,03 222 

Stärkemehl, Dextrin, 5 ' J 

Fp f t UCk6r 52,65 49,90 52,63 55.90 

£ e " , • „ I)9 7 1,95 1,60 2,40 

Extraktivstoffe 1,18 277 i\? 

| al , ze 2 'H 2,41 2)53 l66 

* ah 0,86 0,98 0,62 o, 57 

°' 16 °' 2 + °'34 0,22 

* alk . . °> l ° 0,24 0,15 0,10 

Magnesia 0,18 0,18 0,20 0,04 

Eisenoxyd 0,02 0,001 0,03 00? 

Phosphorsäure 0,85 0,65 0.90 060 

Schwefelsäure 0,08 0,07 0,09 _ 

™°\ r - °'° 2 0.05 0,008 

Chlorkahum 0,07 

Cblornatrium 0,04 

Kieselsäure 0,005 0,02 0,14 

Wasser 14,50 16,02 I2,'8s 



0,02 
H,32 



c) Obstsorten* 
Pflaume Kirsche Birne Apfel s jachel- Erdbeere 



beere 

eiweissartige Stoffe 9,37 0,82 0,23 0,39 0,47 0,51 
lösliche Pektinstoffe , 

Dextrin, Farbstoff, I , 0 

Fett, gebundene f 0)62 *'9 8 3,24 5,52 l,H 0,10 
ore r aniso.ho Sünrcn / 



organische Säuren 
Pektose 

Schalen und Zellstoff 

Kerne 

Zucker 

freie Säure 

A sehen b estandteile 

Kali 

Natron 

Kalk 

Magnesia 

Eisenoxyd 

Phosphorsäure 

Schwefelsäure 

Chlornatrium 

Kieselsäure 

Wasser 



o,44 


0,67 


0,96 


1,20 


0,6l 


0,47 


o,74 


0,63 


2,78 


^52 \ 


3,40 


3,82 


4,8o 


0,38 


0,22 / 
7,96 


4,25 


6,44 


11,72 


8,78 


6,93 


5,09 


0,92 


1,02 
0,66 


0,03 


0,69 


I,6o 


1,36 


0,48 


0,36 


0,36 


0,50 


0,76 


0,26 


o,34 


0,20 


0,13 


0,19 


0,18 


0,04 


0,008 


0,03 


0,09 


0,05 


0,23 


0,02 


0,05 


0,03 


0,01 


0,o6 


0,12 
Spuren 


0,02 


0,03 


0,02 


0,03 


0,03 


0,01 


0,01 


0,004 


0,005 


0,02 


0,05 


0,08 


0,10 


0,05 


0,05 


0,10 


0,IO 


0,01 


0,03 


0,02 
Spuren 


0,02 


0,03 


0,03 


0,003 


0,01 
0,06 




0,006 


0,02 


0,01 
80,58 


0,005 


0,02 
82,13 


0,01 

85.37 


0,02 


77,70 


83,24 


8745 



Getränke 



265 



Getränke 



A. Trinkwasser 



Feste Bestand 


teile 


v 0 n W 


asse 


r au 


s v ers c 


hie ö 


enen 


(t a V) l v er 


sform 


L atione 


n (E. 


Rei 


chardt) 


x ) 










'S , 


a> 
3 




? 
3 

•1-1* 










bdamp 
ickstan 


ganiset 
ubstan 

sile = 1 
iumpenn 

petersä 


Chlor 


iwefelsi 


Kalk 


ilagnesi 


w 

O) 
•*-> 

:S 

w 


Für 100 000 Teile: 


< % 




15 

xn 




■s 
00 






Granitformationen I 


2,44 


t,57 


0 


0,33 


0,39 


0,97 


0,25 


1,27 


II 


7,0 


0,4 


0 


0,12 


0,34 


3,o8 


0,91 


4,35 


III 


21,0 


047 


0 


Spur 


1,03 


4,48 


2,10 


7,72 


Melaphyr 


16,0 


1,92 


0 


0,84 


1,71 


6,16 


2,25 


9,3i 


Basalt 


15.0 


0.18 


0 


Spur 


0,34 


3,i6 


2,80 


6,08 


Thonsteinporphyr 


2,5° 


0,80 


0 


O 


0,34 


0,56 


0,18 


0,81 


Thonschiefer I 


12,0 


0 


0,05 


0,25 


2,4 


5,04 


0,73 


6,06 


II 


6,0 


i-73 


0 


0,88 


0,17 


0,28 


0,36 


0,78 


III 


7,o 


1,70 


Spur 


0,2O 


0,50 


0,56 


0,18 


0,80 


IV 


, 18,0 


2,10 


,» 


I 06 


1,0 


4,4 


1,08 


5,9i 


Bunter Sandstein 


12,5 
l 25,0 


1,38 


,, 


0,42 


0,88 


7,30 


4,8 


13,96 


Muschelkalk (b. Jena) * 


32,5 


0.9 


0,021 


0,37 


1,37 


12,9 


2,9 


i6,95 


Dolomitisches Gebirge 


41,8 


o.53 


0,23 


Spur 


Spur 


14,0 


6,5 


23,1 


Gr en z z ahlen 


10-50 


1,0—5,0 


0,4 1 


9,2-0, 


3-4 
8 0,2—6,3 






18 


dto. (n. Perd. Fischer) 


3 ) 


4,0 


2,7 


3,55 


8,0 


11,2 


4,0 


16,8 



Der Luftgehalt des Regenwassers beträgt etwa 1 / 2 0 seines Volumens, 
und zwar Sauerstoffgehalt pro Liter 5,97 cm 3 , Stickstoff 16,60, Kohlensäure 
4,47 cm 3 (Reichardt). Sonstiges Wasser enthält 1 / 30 — 1 / 25 Luft. 



B. Alkoholische Getränke 

a) Bier 







p 


— ~p 


+3 






a 






Wasse 


Kohlens i 


s * 

< cö 


Extra] 


Stickstc 
substai 


Zucke 


Dextr i 


Ascht 


gew. Winterschankbier 


91,11 


0,197 


3,36 


5,34 


0,74 


o,95 


3,11 


0,204 


Lager-(Sommer-)Bier 


90,08 


0,196 


393 


579 


0,71 


0,88 


3,73 


0,228 


Export-Bier 


89,01 


0,209 


4,40 


6,38 


o,74 


1,20 


2,47 


0,247 


Porter 


88,49 


0,215 


4.70 


6.59 


0,65 


2,62 


3,o8 


0,363 


Weissbier 


91,63 


0,297 


2,73 


5-34 


0,58 


1,62 


2,42 


o,H9 



1) Grundlagen zur Beurtheilung des Trinkwassers etc. 4. Aufl. 1880 p. 33 ff. 

2) 1 Härtegrad = 1 Teil Kalk (CaO) in 100 000 Teilen Wasser. 1 Teil Magnesia 
(MgO) wird mit rund 1,4 in Rechnung gebracht. 5 englische Härtegrade = 4 deutschen ; 
100 französische = 56 deutschen. 

3) Die chemische Technologie des Wassers 1876. 



266 



Physiologischer Teil 



b) Wein 



Sorte 



"S .2 



Weinmost 1,0780 — 

Württemberger, rot — 5,92 

,, weiss 0,9995 6,10 

1885 Elsass-Lothringer — 6,23 

Badener 0,9946 7,42 

Frankenwein 0,9962 7,75 

französischer Rotwein 0,9982 7,80 

Niederösterreich, weiss 0,9949 7,93 

Moselwein 0,9964 7,99 

Rheingauwein, weiss 1,0005 8,00 

Schweizer, rot 0,9963 8,00 

Ahrwein, rot 0,9941 8,02 

Pfälzer, weiss — 8, II 

Niederösterreich, rot 0,9958 8,49 

üngarwein, rot °,9952 9,02 

Tiroler, rot 0,9940 9,08 

Rheinhessen, weiss — 9,91 

Rheingau, rot 0,9966 10,08 

Italiener — 10,63 



Extrakt 


"reie Säure 
: Weinsäure 


Glycerin 


t£ 

IM 

0 
to 
'cC 
u 
e» 
_C 


O 
s- 

•■et 

CO 

Ii 
0 

JZ 

Ol 

CO 

0 




II 






Oi 


18,78 


O.Q2 


{ 16.01; > 


i 0,266 


0.03Q 






, Zucker > 




2,64. 


1,14. 


0 4.6 


0,250 


0.04.0 


2,27 


» y d 


O 57 


0.250 


0 0/13 

' T J 


1,97 


0,74 


0,54 


O.IQQ 


O 030 


2 '35 


0,39 


0,6l 


0,184 


0.0?6 


2,31 


0,74 


O.90 


0,217 


0,014 


2,56 


0,57 


o,73 


0,248 


0,030 


2,13 


0,67 


0,68 


0,189 


0,034 


2,24 


0,79 


0,72 


0,175 


0,036 


2.60 


0,81 


0,85 


0,230 


0,046 


2,31 


0,79 


0,61 


0,22 


0,030 


2,58 


0,48 




0,212 


0,052 


243 


0,67 


1,12 


0,210 


0.034 


2,54 


0,62 


0,81 


0,241 


0,037 


2,54 


0,67 


o,79 


0,215 


0,038 


2-34 


0,62 


0,65 


0,222 


0,027 


2,52 


0,56 


1,02 


0,250 


0,046 


3,04 


0,52 




0,249 




3,44 


0,52 


i,45 


0,290 


0,032 



Bei den genannten Weinsorten schwankt der Gehalt an: Stick-stoff 0,013 (Italiener) 
—0,047 0/ 0 (Ahrwein), Gerb- und Farbstoff (des Rotweins) 0,110 (Niederösterreich) 
—0,204 (Ahrwein), Schwefelsäure 0,008 (roter Württemberger)— 0,048 (Rheinhessen, 
weiss), Kali 0,068 (Mosel)— 0,117 0/ 0 (Frankenwein). 



aussweine: 










Zucker 




Rüster Ausbruch 


1 ,0800 


9,55 


26,05 


0,44 


23,77 


0,32 


Malaga 


1,0694 


n,93 


2 i,73 


o,55 


17,11 


0,41 


Tokayer, herb 


0,9943 


12,05 


3,26 


0,68 


0,63 


0,24 


Madeira 


1,0003 


15,40 


5,52 


o,43 


3,23 


o,35 


Marsala 


1,0022 


15,85 


5,27 


o,49 


3-53 


0,38 


Portwein 


1,0081 


16,69 


8,05 


0,40 


5,82 


0.23 


Sherry 


0,9932 


17,45 


3-98 


o,45 


2,12 


0,38 


Champagner (Veuve Cliquot) 


1,0565 


10,20 


19,75 


0,60 


17,52 


0,12 


moussierender Rheinwein 


1,0392 


10,35 


I4-3 1 


0,72 


12,50 


0,15 


(Mattheus Müller) 










Apfelwein, deutscher 


1,0087 


5,08 


348 


0,69 


0.70 


0.36 








(Äpfelsäure) 





0.040 

0,049 
0.035 

0,060 
0,029 

0,031 
0,031 
0,514) 
0,521 

0.028 



Die Weine können eingeteilt werden in 1 ) : 

schwache Weine starke Weine 

Wasser 92 — 90 0/ 0 89 — 80 0/ 0 

Alkohol 5 — 7 7—16 

Säure 1,2 — 0,8 0,8—0,5 

Extrakt 1,8 — 2 2—4 

Asche 0,16 — 0,20 0,16 — 0,30 



1) Bei Beaunis, 1. p. 156 c. p. 634. 



alkoholische Getränke, Genussiriittel 



267 



c) Branntwein und Liqueure 

(in 100 cm 3 sind g) 





CD 
CO 


0 


4-a 

M 


<D 


ineral- 
stoffe 




CO 

ei 


Alko: 


03 

M 


M 
3 






H 


N 


53 


gew. xjraniitvveiu 


Ayl OO 


35,1 








Chartreuse 


27,69 


36,2 


36,H 


34.35 




Curacao 


32,87 


40,01 


27,03 


26,55 


0,040 


Creme de Menthe 


31.1 2 


40,06 


28,28 


27,63 


0,068 


Ingwer 


32.01 


40,2 


27,79 


25,92 


0,141 


Bonekamp of Maag-Bitter 


5545 


42,5 


2,05 




0,106 


Kirschwasser 


56,0 


43,9 


0,055 




0,018 


Cognak 


55.6 


43,9 


0.385 




0,024 


Benediktiner 


19,60 


44,4 


36,00 


32,57 


0,043 


Absynth 


47,8 


5i,7 


0,499 






Arrak 


47,4 


52,5 


0,082 




0,024 


Rum 


36,5 


61,4 


i,975 




0,060 



d) Essig- 



gewöhnlicher Essig 

Essigsprit 

Weinessig 



Alkohol 

Spur 
0,63 
1,05 



Extrakt 

0,43 
0,30 
1,066 



Essigsäure 

4,02 

",55 
5,77 



Mineralstoffe 

0,113 
0,031 
0,184 



u 

CO 
CA 

co 



von 100 Teilen wer- 
den gelöst 
Thee 

von 100 Teilen 
trockenem Thee 
werden gelöst 



Alkaloidhaltige Genussmittel 



0 S 

CO 

M CO 

o ■£ 

•3 3 



T3 

■ rH 

o 
13 



CD 



hl 
CD 

O 

=5 



CD ^D 

•53 <o 

Jt-i +^ CD 

1 

SS £ 

'S « o 

S ? w 



CD 

ja 

o 

CO 



Kaffee (gebrannt) 1,15 13,98 



1,24 14,48 0,66 45,09 19,89 4,75 

(Coffein) 



— 3,12 (=0,5 5,l8 13,14 — 4,06 

9,51 24,50 3,58 7,07 15,65 26,04 n,58 5,65 

(Thein) (Gerbsäure) 



Summa 25,5 0/ 0 



— 12,38 (= l,gSN) — 
(süsse) Chokolade 1,89 



17,61 



3,65 = Summa 33,640/0 



6,18 0,67 21,02 54,40 13,27 1,35 1,89 

(Theobromin) 

Tabak trocken x ) (8— 13) 25,06 1,32 4,32 — — — 22,81*) 

(= 4,01 N) (Nikotin) 



1) Ferner Ammoniak 0,57 0/o, Salpetersäure 0,49, Salpeter 1,08, Kali 3,29, Natron 0,49 0/ 0 , in der 
Asche 15,05 0/ 0 kohlensaurer Kalk. — In den frischen Blättern 85 — 89 0/ 0 Wasser. 



268 



Physiologischer Teil 



Zusammensetzung einiger Speisen und warmen Getränke 

(Voit 1 ) u. a.) 



1 1 i ' ■/ < ■ f c 1 1 i 1 1 1 1 1 i ' dar S i n ■ i s i ■ 


W assfir 


Stickstoff- 
substanz 


r eil 


Kohle- 
hydrate 




Untersucher 


Sunne fMittal aus 10 SorfcprA 




T » 
I , I 


*»5 


5.7 


Renk 


Rpis- Gflrstpn- Riftre'ftrsf pn. 








suppe 


86.7 


1 ,1) 


3)° 


8 -5 




Sunnpn iihprhfiii nf 




I 


1 


7 


,, 

Camerer 2 ) 


Rindfleisch, gesotten | 


66,6 




T A 




Schuster 


75^8 


21,8 


0,9 


— 


Renk 


Kalbsbraten 


78,0 


i5>3 


5.2 






Ochsenfleisch , mager , ge- 








,» 


braten 


59.o 


38,2 


i.7 




Voit 


Hammelbraten, mager 


74,o 


19,3 


5.8 






Schweinebraten, mager 


69,0 


20,0 


10,0 






Wildbret 


58,5 


38,2 


1,8 




» 


gebratenes Fleisch , Beef- 












steak, Wildbret, Geflügel 


58,0 


38,2 


2,7 






Haschee 


72,0 


9.7 


6,3 


9,o 


Renk 



Beim Braten findet ein durchschnittlicher Wasserverlust des (frischen) Fleisches von 
22 (20—25) °/ 0 statt (vergl. p. 254), wonach auch aus der Tabelle p. 254 u. 255 die Zu- 
sammensetzung des gebratenen Fleisches berechnet werden kann. 



Mittel aus leichteren Mehl- 












speisen 


59.9 


6,4 


10,6 


22,5 


Renk 


Mittel aus Mehl-, Reis- und 






Griesbrei 


65,7 


4.9 


3.2 


3,5 


,» 


grüne Gemüse im Durch- 








schnitt 


87 


2 


3 


6 


Camerer 2 ) 


grüner Salat 


96 


1 


1 


2 


M 


Kartoffel, geröstet 


72,4 


i-9 


3.3 


21,3 


Schuster 


Kartoffel, gesotten 


77 


2 


3 


18 


Camerer 


Kaffee mit Milch 


93-3 


1,6 


2,2 


1,6 


Renk 


Chokolade mit Milch 


89,0 


3.7 


3-6 


3,8 


»» 



Im Mittel von 60 Versuchstagen fand Camerer 2 ) in den Getränken (Suppe einge- 
schlossen) 940/0 Wasser, 6 0/ 0 Fixa, in den festen Speisen 550/0 Wasser, 45 0/ 0 Trocken- 
substanz. 



Nährgeldwert der Nahrungsmittel (J. König) 3 ) 
Für 1 Mark erhält man Nährwerteinheiten: 

A. Animalische Nahrungsmittel 
Schellfisch, getrocknet 3153 Magerkäse 1987 

Leber vom Kalb 2916 Pferdefleisch 1944 

Kuhmilch 2247 Speck (gesalzen) 1839 

Rindstalg 2197 Lunge vom Ochsen 1736 



1) Untersuchung der Kost in einigen öffentlichen Anstalten etc. 1877. 

2) Zuckerharnruhr, Korpulenz, Gicht etc. 1888 p. 135. 

3) 1. p. 254 c. — Bei den Nährstoffen ist für Stickstoffsubstanz, Fett und Kohle- 
hydrat ein Wertverhältnis von 5:3:1 angenommen, entsprechend den herrschenden Markt- 
preisen. Der Berechnung sind die durchschnittlichen Detailpreise (pro 1 k) von ver- 
schiedenen grösseren Städten zu Grunde gelegt. 



Nährgeldwert 



269 



Schweineschmalz 


1658 


Hammelfleisch, mittelfett 


714 


Mettwurst (westfälisch) 


1633 


kondensierte Milch (ohne Rohr 


- 


Erbswurst 


1589 


zucker) 


696 


Sülzen wurst 


1471 


Ochsenzunge 


659 


halbfetter Käse 


1432 


Ochsenfleisch, mager 


622 


Hering (Pökel-) 


1396 


Kalbfleisch, mager 


617 


Herz von fettem Ochsen 


1394 


Eier 


586 


Laberdan (gesalz. Kabeljau) 


1240 


Rauchfleisch vom Ochsen 


567 


Schweinefleisch, fett 


1200 


Gänsebrust (pommersche) 


564 


Fettkäse 


1152 


Cervelatwurst 


561 


Schellfisch, frisch 


1139 


Kaninchenfleisch, fett 


550 


Kuhbutter 


1120 


Ente, wilde 


521 


Hammelfleisch, sehr fett 


1115 


Haushuhn, fett 


507 


Leberwurst 


1031 


Hasenfleisch 


501 


Ochsenfleisch, sehr fett 


1021 


Sprotten (Kieler) 


478 


Schweinefleisch, mager 


882 


Hecht 


471 


Knackwurst 


823 


Niere vom Kalb 


421 


Büchsenfleisch, eingemachtes 


817 


junger Hahn, mager 


421 


trockenes Fleischpulver 


812 


Neunauge, mariniert 


399 


geräucherte Zunge vom Ochsen 787 


Lachs oder Salm, frisch 


365 


kondensierte Milch (mit Rohr 




Sardellen 


295 


zucker) 


778 


Lachs, geräuchert 


285 


geräucherter Schinken (westfäl.) 774 


Feldhuhn 


229 


Bücklinge 


771 


Seezunge 


226 


Ochsenfleisch, mittelfett 


745 


Kiebitzeier 


207 


Blutwurst 


741 


Kaviar (Astrachanscher) 


203 


Kalbfleisch, fett 


729 


Krammetsvögel 


196 


Rahmkäse 


725 


Austern (Fleisch u. Flüssigkeit) 18,4 


B. Vegetabi 


lische Nahrungsmittel 




Mohrrübe, grosse Varietät 


6488 


Hafermehl (Grütze) 


3166 


Ackerbohnen 


6140 


Bohnenmehl 


3133 


Graham-Weizenmehl 


6068 


Graupen 


3050 


Erbsen 


5803 


Weizengries 


2997 


Vietsbohnen 


5623 


Rispenhirse, geschält 


2870 


Pumpernickel 


5475 


Weizenbrot, gröberes 


2773 


Linsen 


5231 


Mohrrübe, kleine Varietät 


2358 


Roggenmehl 


5146 


Champignon, getrocknet 


2257 


Kartoffeln 


4902 


Weizenbrot, feines 


2221 


Weizenmehl, gröberes 


4864 


Kohlrabi 


1930 


Roggenbrot 


4506 


Reis, enthülst, Kochreis 


1913 


Erbsenmehl 


3784 


Winterkohl 


1714 


Weizenmehl, feines 


3570 


Walnusskern 


1693 


Buchweizenmehl 


3246 


Nudeln (Maccaroni) 


1535 



270 


Physiologischer Teil 




Weisskraut 


1492 


Rettich 


612 


Rohrzucker 


1320 


Teltower Rübchen 


419 


otarKemeni 


1260 


Rosenkohl 


397 


Spinat 


1074 


Biskuits, englische 


347 


unrene vrarteiiui uacii 


1031 


Champignon, frisch 


227 


„ Saubohnen 


934 


Spargel 


82,2 


Obst, getrocknet 


783 


Blumenkohl 


56,2 



Stoffwechsel des Erwachsenen 
Menge der Nahrung beim Erwachsenen 

Nach Voit 1 ) bedarf (g): 



Eiweiss Fett 



Verhältnis 
der stickstoff- 
Kohle- Stick- Kohlen- haltigen 
hydrate stoff stoff zu den 

stickstofffreien 
Stoffen 



Arbeiter im Mittel 
Arbeiter in der Ruhe 
Arbeiter bei Arbeit 



n8 


56 


500 


18,3 


328 


1 


137 


52 


352 


19.5 


283 


1 


137 


173 


35 2 


19,5 


356 


1 



5,0 

3 
4 



i) 



s. die beiden 
nächsten Tabellen 



69,5 



Ein 
mischter 

Einnahmen 8 ) (g) 



k schwerer Mann ergab 
Kost und möglichster Ruhe: 

Kohlen- 



nach Voit 2 ) bei reichlicher ge- 



Fleisch 

Eiereiweiss 

Brot 

Milch 

Bier 

Schmalz 

Butter 

Stärkemehl 

Zucker 

Kochsalz 

Wasser 

Sauerstoff 



139.7 
41.5 
45°.o 
500,0 
1025,0 
70,0 
30,0 
70,0 
17,0 
4,2 
286.3 
709.0 



Wasser 

79.5 
32,2 

208,6 

435.4 
96l,2 

2,1 
I 1,0 



286,3 



stoff 

31.3 
5.0 
109,6 
35.2 
25,6 
53.5 

22,0 
26,1 
7,2 



Wasser- 
stoff 

4-3 
o,7 
15-6 
5,6 
4-3 
8,3 
3,i 
3,9 
1,1 



Stick- 
stoff 

8,50 
i,35 
5-77 

3.15 
0,67 

0,03 



Sauerstoff Asche 



12,9 
2,0 
100.5 

17.0 

30,6 
8,1 
2,8 

29.0 
8,7 



709.0 



3.2 
o,3 
9-9 
3.6 

2,7 



4,2 





3342,7 2016,3 

es 224,0 Wasserstoff 
und 1792,3 Sauerstoff 


3i5,5 


46,9 
224.0 


19,47 


920,6 
1792,3 


23.9 






2016,3 


315,5 


270,9 


19,47 


2712,9 


23,9 


Ausgaben 
Harn 
Kot 

Atmung 


2 ) <g) 
1343. 1 

1739,7 


1278,6 
82,9 
828,0 


12,6 

HS 

248,6 


2,75 
2,17 


17.35 
2,12 


13.7I 
7,i9 
663,10 


18,1 
5,9 




3197,3 2189,5 

= 243,3 Wasserstoff 
und 1946,2 Sauerstoff 

2189,5 


275-7 
275,7 


4,92 
243.30 
248,22 


19.47 
19,47 


684,00 
1946,2 
2630,20 


24,0 
24,0 


Differenz: 


145,4 




39-8 


22,7 


0 


82,7 


—0,1 



1) Über die Kost in öffentlichen Anstalten 1876 p. 39. 
. 2) 1. p. 253 c. p. 513. 

3) Es werden 117 g Fett aufgenommen, davon 52 zerstört, so dass 65 angesetzt werden 
können; vom Eiweiss werden die eingeführten 137, von den Kohlehydraten 352 g zerstört. 



Stoffwechsel bei Arbeit und Hunger 



271 



Derselbe Mann ergab bei ebenso gemischter Kost und starker Arbeit: 



Einnahmen (g) 



Fleisch 

Eiereiweiss 

Brot 

Milch 

Bier 

Schmalz 

Butter 

Stärkemehl 

Zucker 

Kochsalz 

Wasser 

Sauerstoff 



151.3 
48,1 

450.° 
500,0 

1065,9 

60,2 

3°.o 
70,0 
17,0 

4-9 
480,1 
1006,1 



Wasser 

91,05 
38,78 
208 60 

43540 
999 60 

2,10 
11,00 

0,09 
479-91 



Kohlen- 
stoff 

31,30 
5,oo 
109,60 
35,25 
26,57 
46,05 
22,00 
26,10 
7,20 



Wasser- 
stoff 

4,32 
0,70 
15,60 

5,55 
4,48 

7,i6 
3,10 
3,90 
1,10 



Stick- 
stoff 

8,50 
1,35 
5.77 
3,i5 
0,69 

0,03 



Sauerstoff Asche 



12,90 
2,00 
100,50 
17,00 

31,77 
6,98 
22,90 
29,00 
8,70 



1006,10 



3,20 
0,30 
9,9° 
3-65 
2,83 



4.81 
0,19 





3883,6 
u. 


2266,53 

: 251,83 Wasserstofi 
2014,70 Sauerstoff 

2266,53 


309.17 
309,17 


45,9i 
251,83 
297,74 


19.49 
19,49 


1217,75 
2014,70 

3232,45 


24,88 
24,88 


Ausgaben 
Harn 
Kot 

Atmung 


(g) 
I26l,I 

126.O 
2545,5 


1194.2 
94.1 
1411,8 


12,6 

14.5 
309,20 


2,75 
2,17 


17.41 

2,12 


i4,74 
7,i9 
824,50 


19,4 
5,9 




3932,6 

u. 


2700,1 

= 300.00 Wasserstoff 
2400.10 Sauerstoff 


336,30 


4,92 
300,00 


i9,53 


846,43 
2400,10 


25-3 






2700,1 


336,30 


304.92 


19,53 


3246,53 


25,3 


Differenz: 


—49,0 




-27.13 


-7,18 


—0.04 


— 14,08 


—0,42 



Die täglich aufzunehmende Eisen menge beträgt 0,059 (Galeeren- 
sträfling) — 0,091 g (englischer Arbeiter), im Mittel (Soldat) 0,078 g pro 
Tag und Mensch (Boussingault) 1 ). 



Beim 24stündigen Hungern verhielt sich die genannte Versuchs- 
person mit 71 k Gewicht nach Pettenkofer und Voit 2 ): 



Einnahmen 


(g) 


Wasser 


Kohlen- 
stoff 


Wasser- 
stoff 


Stick- 
stoff 


Sauerstoff 


Asche 


Fleischextrakt 
Kochsalz 
Wasser 
Sauerstoff 


12,5 

i5-i 
1027,1 

779-9 


3,97 
0,27 

1026,79 


2,44 


0,49 


1,18 


2,02 
779.90 


2,40 

H,83 
0,41 




i834,7 

u. 


1031,03 

114,56 Wasserstoff 
916,47 Sauerstoff 

1031,03 


2,44 

2,44 


o,49 
114,56 

115,05 


I,l8 
1,18 


781,92 
916,47 
1698,39 


17,64 
17,64 


Ausgaben 
Harn 
Atmung 


(g) 8 ) 

"97.5 
1567.2 


1147,44 
828,90 


8,25 
201,30 


2,00 


12.51 


7,60 
537,oo 


19,70 




2764,7 

u. 


1976,34 

; 219,59 Wasserstoff 
1756.75 Sauerstoff 

1976,34 


209,55 
209,55 


2,00 

219,59 
221,59 


12,51 
12,51 


544,60 

1756,75 
2301,35 


19,70 
19,70 


D i f fer en z: - 


-930,0 




-207,11 


— 106,54 


—ii,33 


— 602,96 


— 2,06 



1) Comptes rendus de l'academie des sciences LXXIV 1872 p. 1353, wo noch weitere 
Angaben über Eisengehalt des Körpers und verschiedener Nahrungsmittel (s. a. p. 254). 

2) Zeitschrift für Biologie II 1866 p. 480. 

3) Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben entsprechen 80 g trockenem Fleisch, 
216 g Fett, 889 g Wasser. 



272 



Physiologischer Teil 



Gesamtgewicht der täglichen Nahrung (s. a. p. 206, 207 u. 280) 

wird gerechnet (ohne die atmosphärische Zufuhr) : 

3,25 k (Studemund) 1 ) für junge Soldaten im Dienst 

3,448 „ worunter 2,800 Wasser (Molesch ott) * ) = */ Jq des 

Körpergewichts. 

2,75 — 3 k, wovon 52°/ 0 auf Speisen incl. Suppe (Volz) 2a ) 

Grösse des täglichen Stoffumsatzes 

(nach den vorhergehenden Tabellen) 



es werden 
umgesetzt 



in der Ruhe 
bei der Arbeit 
im Hunger 



vom 

Gesamtkohlenstoff 



vom 
G esamtsticksto ff 



von den Ausscheidungen 
treffen auf 



des Körpers 

% o/o 

2,1 1,1 

2,6 1,1 

(i,6 o,6) 



Harn 


Kot 


Atmung 


% 


% 


% 


42 


4 


54 


33 


2 


65 


43 




57 



Weitere Angaben über die tägliche Nahrungsmenge 

a) nach verschiedenen Beobachtern 



36j. Arbeiter, Dienstmann 
40j. „ Schreiner 
junger Arzt 
dto. 

kräftiger 60jähr. Mann 

37j. Arzt 
dessen 35j. Frau 

Normalration eines Er- 
wachsenen 
Mann bei mittlerer Arbeit 
dto. 

Soldat im leichten Dienst 
„ „ Feld 
,, „ Dienst 

Brauknecht bei angestreng- 
tester Arbeit 

englischer Preisfechter 

abgemagerte Individuen bei 
Bettruhe 



Eiweiss 


Fett 


Kohle- 
hydrate 


Stick- 
stoff 


Kohlen- 
stoff 


üntersucher 


133 


95 


422 


21 


331 


J. Forster 3 ) 


131 


68 


494 


20 


342 


(München) 


127 


89 


362 


20 


297 


>, 


134 


102 


292 


21 


280 


ij 


116 


68 


345 






>, 


135 


140 


250 






Chr. Jiirgensen*) 


95 


105 


220 






(Kopenhagen) 



119 


51 


530 


18 


337 


Playfair 5 ) 


130 


40 


550 


20 


325 


Moleschott 6 ) 


120 


35 


540 


19 


33i 


M. P. Wolf 1 ) 


117 


35 


447 


18 


288 


Hüdesheim 8 ) 


146 


44 


504 


23 


336 




113 


54.3 


552 






Studemund *) 


190 


73 


599 






Liebig 


288 


88 


93 






Playfair 5 ) 


40—5O 


15—20 


70 






Klemperer 9 ) 



1) Archiv für die gesammte Physiologie 48. Bd. 1891 p. 586. 24tägige Versuchsreihe 
an 37 Rekruten. 

2) 1 p. 249 c. 

2») 1. p. 207 c. p. 206. 

3) Zeitschrift für Biologie IX 1873 p. 381, bei Voit, 1. p. 268 c. 

4) Zeitschrift für Biologie XXII 1886 p. 489. 

5) Medical Times and Gazette 1865 Vol. I p. 460 u. 461. 

6) 1. p 249 c. p. 223. 

7) Die Ernährung der arbeitenden Klassen 1885. 

8) Die Normaldiät 1856 p. 32. 

9) Zeitschrift für klinische Medicin 16. Bd. 1889 p. 605. 



Kostraass 



273 



Für den Soldaten wird gerechnet (g) x ) 



(unter Weglassung des weibl. Indi- 
Tiduums, des Preisfechters und 
der Abgemagerten) 



retnes 
Fleisch 



in 


der Garnison 


120 


56 


500 


191 


im 


Manöver 


135 


80 


500 


214 


im 


Feld 


H5 


100 


500 


233 




Grobes Mittel 


135 


71 


462 


20 



Stick- 
stoff 



Fleisch mit 




Knochen 


Brot 


und Fett 




230 


750 


258 


750 


28l 


750 


3 r 9 




Kohlen- 




stoff 





Für den Soldaten fordern Meinert 2 ) und F. H. Buchho ltz 3 ) 
115 Eiweiss, 50 Fett, 500 Kohlehydrate zum Preise von etwa 27 Pfennig. 



b) Mittelwerte bei verschiedener Leistung 

(Moleschott) 4 ) 

massige anstrengende übermässige Mittel nach König 6 ) 



Eiweiss 126 g 151 181 141 g 

Fett 80 55 9° 75 

Kohlehydrate 407 555 718 553 

Salze 23 [26] 30 

Wasser 2791 — — 2858 



Tagesbedarf an Stickstoff und Kohlenstoff, berechnet für einzelne 

Nahrungsmittel (Voit) 



Es müssten verzehrt werden (s. a. p. 270): 





für 18,3 g 


Ordnungszahl beim 


für 328 g 




Stickstoff 




Stickstoff 


Kohlenstoff 


1) Käse 


272 


1) Speck 


II 


45° 


2) Erbsen 


520 


2) Mais 


6 


801 


3) fettarmes Fleisch 


538 


3) Weizenmehl 


4 


824 


4) Weizenmehl 


796 


4) Reis 


8 


896 


5) 18 Eier 


905 


5) Erbsen 


2 


919 


6) Mais 


989 


6) Käse 


1 


Il6o 


7) Schwarzbrot 


H30 


7) Schwarzbrot 


7 


1346 


8) Reis 


1868 


8) 43 Eier 


5 


2231 


9) Milch 


2905 


9) fettarmes Fleisch 


3 


2620 


IO) Kartoffeln 


4575 


10) Kartoffeln 


IO 


3124 


Ii) Speck 


4796 


11) Milch 


9 


4652 


12) Weisskohl 


7625 


12) Weisskohl 


12 


9318 


13) weisse Rüben 


8714 


13) weisse Rüben 


13 


10650 


14) Bier 


17000 


14) Bier 


14 


13160 



100 g Fett entsprechen im Nährwert 175 g Kohlehydrate 



1) Ernährung des Soldaten im Frieden und im Kriege. Bericht der über die Er- 
nährungsfrage des Soldaten niedergesetzten Spezial-Commission. (München) 1880. 

2) Armee- und Volksernährung Bd. I 1880. 

3) Rathgeber für den Menagebetrieb der Truppen 1882. 

4) Rivista militare italiana 1883. Berechnet nach eigenen Untersuchungen und 
solchen von Playfair, Forster, Pettenkofer und Voit, Voit, Hildes heim 
(s. o.), Valentin, Payen, J. Ranke. 

5) 1. p. 254 c. p. 152. Mittel (aus 18 Beobachtern) für die arbeitende Klasse 
bei verschiedener Berufsart. 

Yierordt, Dat. u. Tabell. f. Med. 2. Aufl. 



274 



Physiologischer Teil 



Kostmass unter besonderen Verhältnissen 

Eiweiss Fett Kohlehydrate Beobachter 

alte Pfründnerin 79 49 265,9 J. Forster 1 ) 

Untersuchungsgefangene 

(ohne Arheit) 87 22 305 Schuster 2 ) 

dto. (Minimalsatz) 85 30 300 Voit 3 ) 

°/ 0 Verteilung der Nahrungsmenge und Nährstoffe auf die einzelnen 

Mahlzeiten (Camerer) 4 ) 
von je 100 g zugeführter Nahrung kommen auf 



Vorcil ohcnürt'ATi 

v craUCiiopcrbüU 


ü.ner i o an re ) 


... .. 
Frühstück 


vormittags 
10 h 


Mittag- 
essen 


nach- 
mittags 
4 n 


Nachtessen 


Mädchen 


»7. 




5,6 


26,4 


21,7 


21.3 


dasselbe 












[nachts 11,2] 
24 


18 


c 
b 




2 I 




5 


22,4 


£ T 


~ U , .£ 


1 jü 


2 5>4 


Mädchen 


?L 


17,7 


5,° 


32,4 


2 3,4 


20,7 


dasselbe 


5 


22 


6 


12 


TO 


- 1 


,, 


7 


22,4 




26,1 


21 A 


26,2 


>» 


10 


18 


4 


33 


24 


20 


Knabe 




16,6 


7,o 


35,5 


16,4 


23.1 
[nachts 1,7] 


derselbe 












7 


19 


5 


36 


13 


27 


,» 


9 


18,3 


2,1 


33,3 


15,2 


3l,r 


»» 


»7* 


12 


5 


3i 


24 


27 


Mädchen 


9 


17,1 


3,4 


39,4 


16,4 


23,8 


dasselbe 


11 


17 


4 


36 


19 


24 


»> 


»Vi 


17,4 


3,2 


33.o 


18,4 


27,9 


i» 


15 


18 


1 


32 


21 


28 


Mädchen 


II 


16,7 


5,2 


41,0 


14,6 


22,0 


dasselbe 


13 


17 


2 


34 


19 


25 


>» 


14*/. 


18,3 


3,i 


29,5 


18,9 


3°>2 


» 


17 


18 


2 

Zwischeuspeisen 
am Vor- und 
Nachmittag 


29 


24 


26 


Erwachsene 


. Eiweiss 14% 


5 


43% 




38 


verschiedenen 


1 J.Forster 5 ) Fett 9 


4 


61 




26 


Alters und 


j (Mittelwerte) Kohle- 










Standes 


' hydrate2l 


7 


32 




40 



Anteil der Mittagsmahlzeiten an der Gesamtnahrung 

Dieselbe enthält von: 

Eiweiss Fett 
in Procenten 50 61 

c. 50 c. 60 



n 11 

absolut 



59 



34 



Kohlehydrate 

32 des Tagesbedarfs (C. Voit) 
c. 33 (Förster) 6 ) 
160 7 ) (Voit) 



1) 1. p. 272 c. p. 401 — bei Voit, 1. p. 268 c. p. 186. 

2) Bei Voit, 1. p. 268 c. p. 143. 

3) Hermann's Handbuch der Physiologie VI, 1 p. 530. 

4) I. 1. p. 202 c. c. XVI p. 34, XVIII p. 234, XX p. 578, XXIV p. 155. 

5) 1. c. 7 Versuchspersonen. 

6) 1. c. 7) Unter Zugrundelegung des V 0 i t ' sehen Normalsatzes von 118 
Eiweiss, 56 Fett, 500 Kohlehydrate (s. p. 270). 



Nährwert und Ausnützung von Nahrungsmitteln 



275 



Vergleich des Nährwerts von Fett, Eiweiss und Kohlehydraten 

(Eubner) 1 ) 

100 Teile Fett sind gleichwertig für die Ernährung (isodynam) mit: 

direkt gefunden kalorimetrisch bestimmt 2 ) 



Eiweiss 211 201 

Syntonin 3 ) 225 213 

Stärke 232 (260 Kellner) 4 ) 221 

Rohrzucker 234 231 

wasserfreier Traubenzucker 256 243 

wasserhaltiger „ 282 271 



100 g Fett sind im Mittel isodynam mit 240 Teilen Kohlehydraten. 
Nach V o i t können sich aus dem Eiweiss bei einem Zerfall in sich 
selbst 51,4 °/ 0 Fett abspalten. 

Beispiel einer Tagesration (Voit) 



Eiweiss Fett Kohlehydrate 
750 g Brot = 470 g Roggenmehl 5 ) 62 331 

212 „ Fleisch 42 23 — 

33 „ Fett zum Kochen — 33 — 

200 „ Reis oder entsprechend Gemüse 15 — 154 

Summe 119 56 485 



Ausnützung einiger animalischer Nahrungsmittel (Eubner) 6 ) 



es kommen im K o t 

zum Vorschein 
bei verschiedenen 
männlichen Ver- 
suchspersonen : 


Rinder- 
braten 


Milch 7 ) 


Käse mit Milch 


21 hart- 
gesottene 
Eier 

948 g 


Milch 


frisch 884 g 
trocken 366,8 


frisch 738 g 
trocken 306,4 


bei 2050 g 


bei 3075 g 


bei 4100 g 


200 g Käse 
+ 2291 Milch 


218 g Käse 
+ 2050 Milch 


517 g Käse 
+ 2209 Milch 


O 6o~^ 
0 Ö 

■ a 


N 

O *3 

s 

O tn 
CO 0 
o3 
5h 

Ph 




% 


% 


% 


% 


% 


% 


0/0 


% 


% 


% 


% 


Trockensubstanz 


4-7 


5,6 


8,4 


10,2 


9-4 


6,0 


6,8 


"»3 


5,2 


9,0 


9,0 


Stickstoff 


2.5 


2,8 


7,o 


7-7 


12,0 


3-7 


2,9 


4,9 


2,9 




11,2 


Fett 


21,1 


17,2 


7,i 


5.6 


4,6 


2,7 


7,7 


11,9 


5,o 






Asche 


iS-° 




46,8 


48,2 


44,5 


26,1 


30,7 


45-6 


18,4 


47,7 


37,i 


organische Substanz 






5,4 






4,6 








6,9 


6,9 










Eisen 0,0099— 






















0,0115 


t (H. v. 






















II 0 e s s 


lin 10) 















1) Zeitschrift für Biologie XIX 1883 p. 384. 

2) Die Bestimmungen nach Danilewsky, Centraiblatt für die medicinischen Wissen- 
schaften XIX 1881 p. 465 u. 486, und Rechenberg, Über die Verbrennungswärme 
organischer Verbindungen. Leipziger Dissertation 1880. 

3) Zeitschrift für Biologie XXII 1886 p. 52. 

4) Zeitschrift für physiologische Chemie XII. Bd. 1888 p. 114. 5) s. a. p. 258. 

6) Über die Ausnützung einiger Nahrungsmittel im Darmkanal des Menschen. Mün- 
chener Dissertation 1880. 7) Über die Ausnützung der Milch durch den Säugling und 
das Kind s. p. 282 u. 283. 8) Archiv für die gesammte Physiologie 29. Bd. 1882 p. 354. 

9) Zeitschrift für Biologie 25. Bd. 1889 p. 539. 10) Zeitschrift für Biologie 18. Bd. 
1882 p. 637. Kot von 2 Rubn er' sehen Milchversuchen. 

18* 



/ 



276 



Physiologischer Teil 



Ausnützung des Fetts (Rubner) 1 ) 



aufgenommen 


g 


%Fett im Kot 


Fett resorbiert (g) 


Speck 


99 


17,4 


82 


Speck 


195 


7,9 


180 


Butter 


214 


2,7 


208 


Speck und Butter 


351 


12,7 


306 



Ausnützung einiger vegetabilischer Nahrungsmittel 





pro Tag verzehrt 
samt der Zuthat (Fett) 


im Kot ausgeschieden 


CT 

u 

g 


Trocken- 
substanz 


Stickstoff 




Kohle- 
hydrate 


Asche 


Trocken- 
substanz 


Stickstoff 


*a 
4ä 
a> 

fc 


Kohle- 
hydrate! 


Asche 
















% 


% 




% 


% 


weisses Weizenbrot 2 ) 




439 


8,8 






IO,0 


5,6 


19,9 






30.2 


(Semmel) 
























dto. (Weissbrot) 3 ) 


500 


421 


7,6 




391 


9,9 


5,2 


25,7 




1,4 


254 


Mehl 






















dto. 3 ) 


860 


779 


13.0 




670 


17,2 


3,7 


18,7 




0,8 


17,3 




Mehl 






















Roggenbrot 2 ) 




438 


10,5 






18,1 


10,1 


22,2 






30,5 


grobes Roggenbrot 8 ) 


1360 


765 


13,3 




659 


19,3 


i5,° 


32,o 




10,9 


36,0 


norddeutscher Pum- 
























pernickel 2 ) 




423 


94 






8,2 


19,3 


42,3 






96,3 


Spätzeln 8 ) (dasselbe 
























Mehl wie oben das 
























Weissbrot) 




743 


n,9 




558 


25,4 


4>9 


20,5 




1,6 


20,9 


Makkaroni 


645 


626 


10,9 


72,2 


462 


21.8 


4-3 


17,1 


5,7 


1,2 


24,1 


dto. mit Kleber 


695 


664 


22,6 


734 


418 


32,0 


5,7 


11,2 


7,o 


2,3 


22,2 


Mais 




738 


14-6 


48,6 


563 


26,8 


6,7 


19 2 


17,5 


3,2 


30,0 


Reis 




638 


8,9 


74-i 


493 


238 


4,i 


20,4 


7,i 


0,9 


15,0 


Erbsenbrei 




521 


20,4 




357 




9,i 


17,5 




3,6 


32,5 


dto. (übermässige 
















27,8 






38,9 


Portion) 




960 


3 2 ,7. 




588 


44,8 


H,5 




7,o 


Weizenkleber 8 ) 


200 














2,5 








(trocken) 






















Kartoffeln 


3078 


968 


n,4 


H3.8 


718 


64,0 


94 


32,2 


3,7 


7,6 


I5>8 


gelbe Rüben 8 ) 


2566 


352 


6,5 


47,3 


282 


41,2 


20,7 


39,0 


6,4 


18,2 


33,8 


Wirsing 3 ) 


3831 


493 


13,2 


87,8 


247,0 


73.3 


14.9 


18,5 


6,1 


154 


19,3 


Kuchen 


821 


758 


1,36 


157,8 


585 




3-3 




1,8 


i,9 





1) 1. p. 275 Anmerkung 6 c. 

2) Gustav Meyer, Zeitschrift für Biologie VII 1871 p. 21 ff. 

3) Diese und die meisten folgenden Bestimmungen von Rubner (1. c). Die den 
Wirsing und die gelben Rüben betreffenden von Breuer; die für den Weizenkleber von 
Constantinidi (Zeitschrift für Biologie 23. Bd. p. 433), auch Müncherer Dissertation 
1887. Die Zahlen sind abgerundet. 



Mahlzeiten des Säuglings 



277 



Stoffwechsel beim Kind 

Häufigkeit und Dauer der Mahlzeiten beim Säugling 

Am 1. Lebenstag saugen 44 °/ 0 aller Neugeborenen von Erstgebärenden 

und 10 „ der „ „ Mehrgebärenden 

gar nicbt 

n 2. „ saugen sie 6mal 

„ 3. 4. 5. „ „ j) 8 „ 

„ 6.-11. „ „ „ 9 „ (Gr. Krüger)^). 



Es ergaben sich als Mittelwerte: 

C. Deneke 2 ) 

1. Tag 2,lmal 6. Tag 6,8mal 

2. „ 5,7 „ 7. „ 6,3 „ 

3. „ 6,2 „ 8. „ 6,8 „ 

4. „ 6,7 „ 9. „ 6,7 „ 

5. „ 7,0 „ 

Dauer der Einzelmahlzeit 6 — 35 Minuten. 



Ahlfelds) 

1. Monat — 

2. „ 5 — 6 Mahlzeiten 
bis zur 40. Woche 4 — 5 „ 

Dauer 15 — 35 Minuten. 



Hähner 4 ) 

1. Monat 6,3—7,1 Mahlzeiten 

2. „ 5,0—5,7 
3. u. 4. „ 4,4—5,2 

5. „ 4,3-5,0 
6. u. 7. „ 4,4—5,7 
Dauer 10 — 35 Minuten, meist annähernd 20, 



1) Archiv für Gynaekologie VII 1875 p. 59 — Entbindungsinstitut zu Dresden. 

2) ibid. XV 1880 p. 281, auch Jenenser Dissertation (Leipzig) 1880: über die Ernäh- 
rung des Säuglings während der ersten neun Tage. — Entbindungsanstalt zu Jena. 

8) Über Ernährung des Säuglings an der Mutterbrust 1878. 

4) Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung N. F. XV 1880 p. 23. 



278 Physiologischer Teil 

Die vom Säugling aufgenommenen Milchmengen 

a) 24stündige Menge für den ersten Lebensmonat (g) 



Alter 
des 
Kinds 
(Tage) 


r-t 

u 

<D 
(30 


n 
•ö 

aJ 

1 


O 


5>~* 
■*» 

j 


10 

1 


kl 
3 
E 


O 

M 


ffillebrand T ) 


•2 

M 


O 

n 


pq 


0 

Ö 

0 
pq 


•3 
« 


8 

i 

OJ 

0 


O 

s 
s 
fi 


Erst- 
gebärende 


Mehr- 
gebärende 


I 
2 

3 
4 
5 
6 

7 

o 
ö 

9 

10 

1 1 

12 


12—15 
96 
192 
234 

303 
441 

Soi 
5" 
621 
648 
705 


28 
212 

450 
402 

53o 


20 
162 

500 
630—750 


30 
!5o 
450 
55o 




10 

91,5 
247 

337 
288 

379 


44 
135 
192 
266 
352 
365 
383 
411 

425 


4 

78 

183 
199 
236 

2QQ 

77 

303 

274 
362 

384 


' 6 
129 
238 
324 
344 

361 
365 
384 
415 


9 — 12 

17 












495 








20 
l8— 21 

25 










590—649 


534 








30— 38 

31- 33 




606 




630 


6 90—759 


555 









Lebens- 
tag 

1 

2 

3 
4 

5 



b) Menge der Einzelmahlzeit für das erste Halbjahr 

(Durchschnittswerte in g) 

Camerer 6 ) Deneke Lorch 8 ) 



10 


19 


5,7 


18,3 


23 


14,8 


35 


3i 


24,1 


37 


40 


34,6 


58 


5i 


34,2 



Tag Camerer 


Deneke 


Lorch 


Tag 


Camerer 


6 54 


55 




18—21 


100 


7 — 


60 


39,8 


31—33 


97 


8 - 


61 


45,9 


46—69 


108 


9 — 


65 


5i,7 


105 — 113 


134 


9-12 71 




58 


161 — 163 


109 








(211 — 245 


207) 








(Kuhmilch) 





1) S. vorige Seite. 

2) 1. p. 14 c. 

3) Archiv des Vereins für gemeinschaftliche Arbeiten V 1861 p. 123. 

4) Gazette des höpitaux 1874 p. 617. 

5) Jahresbericht des Petersburger Findelhauses von 1874. Im Auszug in Österreich. 
Jahrbüchern der Pädiatrik VII 1876 — s. a. Reitz, 1. p. 128 Anmerkung 7 c. p. 40. 
S. rechnet für den 1. Lebenstag Vi 00 aes Körpergewichts an Milch in der einzelnen Mahl- 
zeit. Bis zum Schluss des 1. Monats nimmt die Quantität täglich um 1 g für jede Mahl- 
zeit zu. Er setzt 10 — 11 Mahlzeiten pro Tag. 

6) Zeitschrift für Biologie XIV 1878 p. 388. 

7) Untersuchungen über die Milchzufuhr und über die Jodkaliumausscheidung des 
Säuglings. Archiv f. Gynaekologie XXV 1885 p. 453, auch Bonner Dissertation 1885. 

8) Uber Kinderwägungen zur Bestimmung des Nährwerths von Frauenmilch , Kuh- 
milch etc. Erlanger Dissertation 1878 p. 25. Die Kinder wurden 8mal im Tag (alle 3 Stun- 
den) angelegt. 



Milchbedarf des Säuglings 



279 



b) in den 34 ersten Leb enswochen 







I. (Ahlfeld) 1 ) 

tägliche Milchmengo 


mittlere 


Körper- 
gewicht 
(Ende der 
Woche) 


II. (Hähner) 2 ) 

titgliche Milchmenge 


mittlere 


nr. 

(E. Pfeiffer)' 


S) 

O 

o 


Körper- 
gewicht 
(Ende der 
Woche) 


absolut 


v 1 q ues 

Körper- 
gewichts 


Menge 
für die 
einzelne 
Mahlzeit 


absolut 


0 1 o des 
Körper- 
gewichts 


Menge 
iür die 
einzelne 
Mahlzeit 


mittlere tägliche 
Menge 


I 

2 

3 
4 


g 

3620 


g 

576 


g 

15-9 


g 


g 

3039 
3251 

3394 
1670 


g 

291 
497 
550 
594 


g 

9-5 
15-3 
16,5 
16,0 


g 

5° 
70 

77 

Q4 


cm 3 

254 • 
334 ! 
449 
55° 


5 
6 

7 

Q 
Ö 


3865 
4055 
4150 
4400 


655 
791 
811 
845 


16,7 

i9>5 
i9>5 
19,2 


128 

150 
157 
IO3 


3961 
4261 
4581 

A *7H3 

4/yi 


663 
740 
808 
834 


16,7 
17,6 
17,6 

i7>4 


"3 
144 

!57 
162 


680 
818 
828 
899 


9 

IO 

ii 

I"2 


461O 
479O 
4985 

5 I 7° 


8lO 
821 
838 
842 


17,6 

17,1 
16,8 

16,3 


167 
164 
162 
1H1 

L /5 


4968 
5133 
5243 

CiQO 


765 
818 
742 
805 


154 
i5<9 
14,1 

H-9 


153 
*59 
153 
171 


9*3 
939 
885 
907 


13 
"4 
15 

IO 


537o 
5615 
5835 
6220 


974 
974 
980 
970 


18,1 

17,3 
16,8 

15,6 


200 
200 
225 

£ 1 Ä 


5510 

5660 

5790 


817 
850 

835 
760 


14.9 
15.0 
14,4 
i3>o 


168 

175 
182 


964 

974 
976 
971 


17 
18 

19 

20 


6385 
6490 

6750 

6975 


IOIO 

1042 
992 
994 


i5»8 
16,0 

147 
14.3 


208 

241 

231 


6020 
6210 

6360 

f\i in 
03/U 


795 
883 
888 

847 


13.2 
14,2 
14,0 
13,0 


150 
176 
207 
iq8 


985 
1007 
996 
qq6 

y y 


21 
22 

23 
24 


7115 
7310 

7480 

7700 


1098 
1032 
1019 


H'4 
14,1 
i3> 6 

T "2 O 


233 
200 
217 

O T A 


664O 
667O 
669O 
°74 u 


870 
870 
870 
807 


I3ii 
13^ 
13.° 
12,0 


I96 
I90 
I84 

I ZA 


1000 
1002 
1O02 
IO88 


25 
26 
27 
28 


7850 
8010 
8170 

8325 


1028 
1063 

1094 
1189 


I3- 1 
13-3 
13.4 
14.3 


205 
207 
224 

215 


6960 
6980 
7O0O 
7300 


969 

994 
108 1 

1220 


13.7 
14,2 

15.4 
16,7 


I69 
191 
199 
219 


IO58 
IO76 
I06l 
IOO9 


29 
30 
31 
32 


8485 
8580 


1306 
1316 


i5>4 
15^3 


261 
263 


7465 
7650 
7800 
7830 


1229 

"95 
1097 

1009 


16,4 

i5> 6 
14,1 
13.2 


215 
220 


860 

753 
7i4 
635 


33 
34 










7920 
804O 


1104 
1 100 


13,9 
13.6 




563 
400 



1) s. p. 277. Kind weiblichen Geschlechts. Die verhältnismässig grosse Quantität 
der Einzelmahlzeit erklärt sich aus der geringen Anzahl (6—4) derselben. Vergl. p. 277. 

2) s. p. 277. Kind weiblichen Geschlechts. 

3) Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung N. F. 20. Bd. 1883 p. 381. 
Berechnet aus Ählfeld, Hähner und eignen mittelst der Milchpumpe gewonnenen Bestim- 
mungen. Zusammen 5 Fälle. 



1 



280 



Physiologischer Teil 



24stündige Zufuhr an festen Stoffen und Wasser 









in verschiedenen Lebensaltern 










tägliche Zufuhr 


p. 1 k Körper- 














(g) 




gewicht in g 






Alter und 
Geschlecht 


0 


0 
■*-» 


u. 
9 


a 
a 

CD 


,0 

m 

0 


s 


Beobachter 


Art der 








feste S 


OQ 

£3 
cfl 


feste S 


CO 

ÖB 
08 




Ernährung 


8 Tage 


3.2 


51.6 


378 


430 


10,1 


1 18 




Muttermilch 


3° » 




3,6 


70,8 


519 


590 


197 


144 




>! 


60 „ 




4-3 


91,2 


669 


760 


21,2 


156 




1» 


130 „ 


w. 


5-45 


79 


681 


760 


r 4,5 


I2 5 


Camerer 2 ) 


>> 


5. Monat 




5,53 


130,8 






23,6 


— — 


Förster 8 ) 


kondensirte 
Milch v. Cham 


Ende desselben 


w - 6,75 174,4 H°2 1576 
6,69 162,5 1182,5 J 345 


25,0 


208 


Camerer 2 ) 


Kuhmilch 


nr\* I n fr 


w. 


24,3 


177 


,7 


,» 


359- >» 


w. 


8,96 206 


1357 


1563 


23,0 


I5 2 




Kuhmilch und 


»1/ T n k„ 

1/2 tlanr 


















gemischte Kost 




10,0 


213 






21,3 




Forster 




2 >» 


w , 


10,8 


197 


988 


U85 


1 0, 2 


9Ö 


Camerer ö ) 




QlO. , , 




— 








19,5 


95 


Schabanowa 4 ) 




2 /3 " 




— 








10,0 


91 


,» 




3 »> 




— 








,00 
Iö,ö 


96,7 


ij 




,1/ 

V/ 4 " 


w. 


13.3 


197 


1006 


I203 


14,8 


75-6 


CaiTiej^r 5 ) 




0 /a >» 


w. 


i3»i 


243,6 1013,8 1257,4 


18,7 


77,9 


Camerer 6 ) 




4 )i 


w. 


— 








2 34( ? ) 


iJ-7,4 


Scliabanowa 




5 ,» 




— 








I0,O 


75>6 


» 




5 i) 




15.4 


262,1 


1140,9 1403 


17,0 


74, 1 


Camerer 6 ) 




5 „ 




16,2 


300 


1040 


I340 


I8.5 


64,2 


Camerer *) 
Camerer 5 ) 




3 /4 n 


m. 


18,0 


3ii 


1199 


I5IO 




09,7 




0 i> 




17,5 


234 


1260 


1494 


r 3>3 


720 






dto. „ 












17, 1 


00,0 


Schabanowa 4 ) 




7 












x 5,2 


OO,0 






dto. „ 


m. 


21,1 


337 


1387 


1724 


10,0 


65.7 


Camerer 6 ) 




dto. „ 


w. 


18,8 


280 


1084 


1364 


14.9 


57,6 


Camerer *) 




8 












I 2,0 


5^7 






«V, » 












15,6 


02,0 






9 




22,7 


328 


1331 


1660 


14,4 


60,0 


Camerer 5 ) 




dto. ,, 


m. 


25,1 


380 


1306 


1686 


15, 2 


52,0 


Camerer 7 ) 




dto. „ 












13,0 


55,o 


Schabanowa 




dto. „ 












10,1 


67,3 






IO 


w. 


23.5 


346 


1296 


I642 


6,47 




>» 






j> 


23.4 


397 


1301 


I698 


17,0 


55,6 


Camerer 8 ) 




dto. 


i> 


26,3 


319,3 


^05,5 


1824,8 


12,1 


57,4 


Camerer 6 ) 




dto. „ 










IM 


33-3 


Camerer ^ 
















10,4 


38,8 


Schabanowa 




i 2 Y a » 


w. 


32,6 


375 


1400 


1775 


",5 


42,9 


» 




dto. „ 


m. 


31,2 


399 


1499 


I898 


12,79 


48,03 


Camerer 7 ) 




13 












10,3 


40,0 


Camerer H ) 




dto. „ 


w. 


'30,3 


39i,4 1526 


1917,4 


12,9 


50,3 


Schabanowa 




I 4 1 /» 




35-7 


430 


1265 


1695 


12,1 


35,4 


Camerer 6 ) 








43,3 


280 


1342 


1622 


6,47 


3 1 , 0 


Camerer 7 ) 




17 ., 




39.6 


302 


1297 


1599 


7,63 


32-75 


Camerer 8 ) 




(Erwachsener 


63,5 


572 


2818 


3390*) 


9,i 


44,8) 


*) vgl. p. 272. 





1) Die Anlage der Tabelle nach Vier or dt, Physiologie des Kindesalters p. 403. 

2) Zeitschrift für Biologie XIV 1878 p. 383. 

3) Zeitschrift für Biologie IX 1873 p. 381. 

4) 1. p. 202 c. 

5) Zeitschrift für Biologie XVI 188O p. 33. 

6) ibid. XVIII 1882 p. 232. 

7) ibid. XX 1884 p. 579, 580 (berechnet!). 

8) ibid. XXIV 1888 p. 156, 161. 



Nahrungsmenge des Kinds 



281 



Tagesbedarf des Säuglings pro 1 Kilo in den 27 ersten Leben s- 

wochen (E. Pfeiffer) ") 



Muttermilch 



cm" 



I. 


Woche 




I. 


Tag 




2. 


1! 




3- 






4- 






5. 






6. 


)l 




7- 


)) 


98 


2. 


Woche 


3- 


,> 


132 


4. 


u 


138 


5. 


,, 


l60 


6. 


, j 


l80 


7- 


jj 


175 


8. 


>> 


l80 


9- 


u 


174 


10. 


» 


I70 


11. 


)> 


155 


12. 


,j 


154 


J 3- 


i) 


IÖO 


14. 


i» 


155 


IS- 


11 


153 


16. 




"45 


17- 


» 


144 


18. 


)> 


"45 


19. 


)> 


139 


20. 


»> 


136 


21. 


)> 




22. 


i) 




23- 


>> 




24. 


11 




25- 


>» 




26. 


,» 




27. 







Eiweissstoffe 


Fett 


Zucker 


saize 


3.6 g 


2,5 


3,4 


0,2 


0,5 


0,13 


0,15 




2,5 


°,7 


1,2 




2.5 


1,2 


2,7 




3.6 


2,0 


3>o 




3-9 


4.4 


A 8 

4,0 




4.7 


3,2 


5.9 




4,3 


4,8 


8,3 




2,25 


2,95 


4, 8 




3.2 


4,0 


7, 1 




3.2 


4,12 


7,2 


0,4 


3.5 


4,8 


8,8 




3.4 


5.5 


10,0 




3,2 


5-3 


9,7 




3.3 


5.4 


9,9 


°,4 


3.3 


5-2 


10,4 




3.2 


5." 


10,3 




2,9 


4,6 


9,3 




2,9 


4.6 


9,2 


0,3 


3.2 


4,8 


9,7 




3." 


4,6 


9-4 




3," 


4,6 


9,4 




2,9 


4.4 


8,9 




2,9 


4.3 


o,ö 


0,2 


2,6 


4,3 


8,7 




2.5 


4,2 


8.3 




2,5 


4," 


8,2 


0,2 


2,3 


4,3 


8,2 




2,2 


4.i 


7,7 




2,2 


4.0 


7,8 




2,2 


4.2 


7-9 




2,1 


3.9 


7.7 


0,2 


2,0 


4,0 


7,6 




2,0 


4,° 


7,6 





Summe 



14-92 



19,0 



17,0 



16.2 



15,0 



13-9 



Bedarf an Nährstoffen (g) 



4 — 5monatl. Kind (kondensierte Milch) 
l^jähr. Kind (gemischte Nahrung) 
6 — iojähr. Kinder 



6 — I&jähr. 



dto. 



bis zu 15 Jahren 



(Münchener Wai- 
senhaus) 
(Frankfurter Wai- 
senhaus) 







CO 
-*-> 






08 


CO 

'S 




13 
>-. 




<D 


.a 

CD 


w 




0 






w 


21 


18 


98 


36 


27 


150 


69 


21 


210 


79 


35 


251 


62 


25 


300 


75 


20 


250 



Verhältnis der 
stickstoffhal- 
tigen zu den 
stickstofffreien 
Stoffen wie 1 : 

6,1 

5<4 
3,6 

4,o 

5,5 
3,8 



Beobachter 



Forster 2 ) 
Hildesheim 2 ) 
Voit 8 ) 



Simler 4 ) 



1) 1. p. 279 c. p. 385 u. 387. 

2) 1. p. 272 c. 

3) 1. p. 268 c. p. 125. 

4) Versuch einer Ernährungsbilanz der Schweizer Bevölkerung 1872 p. 6 [separat aus 
„Zeitschrift für schweizerische Statistik"]. 



282 



Physiologischer Teil 



Menge der 24stündigen Zufuhr an Nährstoffen und Betrag der 

Stickstoffausscheidung 



a) von 4 Monat — l x / g Jahr (Camerer 1 ), Forster) 2 ) 



Alter 



Körpergewicht g 
(g) 



125- 

204. 



-135 

-206 



Tag 8 ) 
4 ) 



4 — 5 Monate 
l 1 /, Jahre 



5 500 

6 700 



5 530 



22,9 
53.8 



21 
36 



CD 



CD 

M 
u 
B 

N 



CD 



CD 



absolut 



26,6 27,3 4,2 4,8 

37,1 61,7 8,0 5,5 
Kohle- 
hydrat 

18 98 — — 

27 150 — — 



u 

<o 

o 
3 



pro 1 k 



5,o 
9,2 



Stickstoff 



Harn 



im Kot 



0,73 — 
2,34 0,67 



a 

"O co 

G 

*j o »• 

CO rl 

a 

o q cd 

bo cd -r 

2 • * 

1.92 
1,84 



5-5 
4,92 



b) von 2 — 17 Jahren (Camerer) 5 ) 



Versuchsperson 


Durchschnittsalter 
des Jahrs 


Gewicht 6 ) im An- 
fang 


Zunahme im dar- 
auffolgenden Jahr 


Eiweiss 


Fett 


Kohlehydrat 


f Eiweiss 


Fett 


Kohle- 
hydrat 


Sticke 

. CS 

£ ja 
es 3 
B t 


tott (g) 

■ rO 

öS es 

- 2. 
•5 " 
a 


Verhältnis der 
Mialtig. : ^freien 
Stoffen = 1 : 


pro 1 


k 


Mädchen 


2 


(8958 


1 700.) 












8,9 










9 7i6 


1624 


47,1 


43-3 


95-9 


4-4 


4 




0,77 


3,o 


dasselbe 


37, 


12 171 


1395 


456 


34-0 


153,1 


3,5i 


2,62 


11,78 


6.41 


0,91 


4,1 


»» 


5 


15 770 


1416 


48 


34 


208 


2.96 


2,10 


12,84 


578 


1,21 


5,o 


Mädchen 


37* 


12 610 


1620 


44,8 


4 1 5 


102,7 


3,4 


3,1 


7-7 




1,42 


3,2 


dasselbe 


5 


14894 


521 


47-5 


33,o 


170,9 


3 03 


2,21 


I I.IO 


6,62 


o,93 


4,3 


u 


7 


18 375 


1205 


5i 


28 


191 


2,71 


1,49 


10,26 


6.56 


o,9 


4-3 


K 


10 


22 267 


245 1 


62,9 


21,6 


248,9 


2,7 


0,92 


io,59 


778 


1,11 


4,03 


Knabe 


57* 


17 426 


1824 


637 


458 


197,3 


3,5 


2,5 


1 1 




1,67 


37 


derselbe 


7 


20 in 


1860 


61,6 


41,2 


219,6 


2,92 


i>95 


1041 


8,73 


i>49 


4,2 


» 


9 


24 438 


1360 


70 


28 


267 


2,79 


1,12 


10,64 


8,41 


i,93 


4,2 




I2l / 2 


30304 


2408 


77-2 


28,5 


278,2 


2,47 


0,91 


8,9 


1070 


I-5 1 


4,0 


Mädchen 


9 


21 760 


2361 


61,3 


47 


207,7 


2,7 


2,1 


9,2 




i,94 


4,i 


dasselbe 


11 


25 377 


H93 


56,0 


38,4 


210,9 


2,13 


1,46 


8,02 


8,17 


1,40 


4,4 


>» 


I2 7 2 


3i 714 


1846 


66 


29 


265 


2,02 


0,89 


8,13 


8,31 


1,12 


4,5 


u 


15 


42025 


3475 


57,3 


23.1 


187.6 


1,32 


o,53 


o,43 


9-83 


1,0 


37 


Mädchen 


11 


21 860 


39'o 


67-5 


457 


268,6 


2,9 


2 


n,5 




2,42 


4,6 


dasselbe 


13 


28 433 


3538 


645 


398 


271,6 


2,13 




8.96 


9,i7 


hS l 


4,8 




»47, 


34 940 


1060 


66 


32 


317 


1,85 


0,90 


8,89 


8,30 


1,27 


5,3 


» 


17 


39 384 


524 


59 


26,3 


204,1 


LS 


0,66 


5,2 


9,9o 


1,25 


3,9 


( 


über 


5 / 0 Anteil der 


einzel 


nen N. 


ihrstoffe 


in der Nabi 


ung s. 


0. p. 


247). 





1) 1. p. 280 Anmerkung 2 c p. 394. Analysen von O. Hartmann. 

2) 1. p. 280 c. 

3) 750 g Kuhmilch pro Tag. 

4) 1345 g Kuhmilch pro Tag. 

5) 1. 1. p. 202 c. c. XVI p. 26, 27, 33, 35, XVIII p. 223, 232—235, XX p. 569, 
573,~577, 579, XXIV p. 145, 156, 157. 

6) Das für die Berechnung pro 1 k massgebende Durchschnittsgewicht für 
das betreffende Jahr s. nächste Tabelle. 

7) 24stündiger Harnstoff im Harn mit 4 6,6 7 °/ 0 Stickstoff bei diesen 5 Ver- 
suchspersonen s. o. p. 226. 



Stickstoffausscheidung 



283 



24stündige Stickstoff-Ein- und Ausfuhr (g) in verschiedenen 
Lebensaltern (Camerer) 1 ) 




Stickstoff im Harn 



absolut 



absolut 



p. 1000 g 

Stickstoff der , 

VT , (berechnet) 
Nahrung y- ' 



Stickstoff im Kot 



p. 1000 g 
Stickstoff der 
Nahrung 



Mädchen 


. 1 / 

2 2 


10,8 




dasselbe 




«3>i 


6,41 


,» 


5 


16,2 


5,779 


Mädchen 


37« 


13.3 




dasselbe 


5 


15.4 


O,o2 


» 


7 


18,8 


6,561 




10 


23,5 


7,78 


Knabe 


57* 


18 




derselbe 


7 


21,1 


8,73 


>) 


9 


25,1 


8,406 


,i 


"7. 


31.2 


10,70 


Mädchen 


9 


22,7 




dasselbe 


11 


26,3 


8,17 


)5 


"7. 


32,6 


8,308 


J, 


15 


43<3 


9,83 


Mädchen 


11 


234 




dasselbe 


13 


30.3 


9,i7 


,5 




35*7 


8,303 


J, 


17 


39,6 


9,90 


Erwach- 








sener 2 ) 









827 
861 

814 

852 

794 



Summe der 
relativen 

Aus- 
scheidung 



°»77 


t r\f\ 
l\J\J 


Q77 


a nr 
<j,y 1 


1 ^ J 




T 1 T 

1,21 


TAI 




1,42 


83 


944 


o,93 


122 




0,90 


100 




1,11 


no,5 




1,67 


181 


995 


i,49 


151 




i,93 


153 






122,4 




1,94 


105 


957 


1,40 


156 




1,12 


95 




1,00 


109,1 




2,42 


168 


962 




146 




1,27 


110 




1,25 


123,6 






17,0 





Die Zahlen für den aus dem Harnstoff berechneten Urinstickstoff, ebenso wie die des 
Kotstickstoffs, sind etwas zu klein. 



Ausnützung der Milch durch ältere Kinder (Camerer) 3 ) 

Die Nahrung bestand beim 1. Kind in 1750 cm 3 Milch und 250 cm 8 Kaffee, bei 
den beiden andern in Milch nach Belieben und 125 cm 3 Kaffee. 

auf 100 Teile 
eingeführter 
Nahrung kom- 
men entspre- 
chende Kot- 
ausfuhren 



tägliche Mflchzufuhr 



Milchkot 



fast 8jähr. Mädchen 
lOj. Mädchen (24,3 k 

schwer) 
12j. Mädchen (26,3 k) 



bß 
a 

K 

2000 



sä 

o 
w 



o 
B 
N 



Menge 



43 
o 



a 

M 

u 
o 



SB 
o 

M 

o 



^05 



SB 
o 

03 



SB 

2 £ 



in 

M 
o 
'-*-> 

02 



2039 239 11,3 53,7 97,6 70 10,3 0,38 1,60 4,4 3,4 2,8 
1915 224 10,59 57,4 9i,3 67,5 15,9 0,58 1,50 7,1 5,5 2,8 



1) 1. 1. p. 202 c. c. XVI p. 33 u. 35, XVIII p. 234 u. 235, XX p. 573, 577 (unten), 
579, XXIV p. 155, 157. 

2) 1. c. XVIII p. 234. 

3) Zeitschrift für Biologie XVI 1880 p. 493. Ausnützung der Milch durch Er- 
wachsene s. p. 275. 



284 



Physiologischer Teil 



Monatliche relative Wachstumszahlen des Kinds l ) 

Alter 

I 1 /, Jahre 





Alter 




Kind 




Alter 




nach 


dem I. 


Monat 


0,231 


nach 


dem 6. 


Monat 


» 


,, 2. 


n 


o,i75 


11 


.» 7- 


11 


II 


„ 3- 


n 


0,138 


11 


„ 8. 


11 


|) 


M 4- 


n 


0,112 


11 


., 9 


11 


)) 


», 5- 


j» 


0,0924 









Kind 

0,0769 

0,0643 

0.0537 
0,0446 



% 

s 1 /, 
7 



Kind 
0,017 
0,009 
0,010 
0,009 
0,0087 
0,0085 



Vergleichung der Zufuhren mit den Ausscheidungen und dem 
Massenwachstum im ersten Lebensjahr (C am er er) 2 ) 

Auf 1000 g Nahrung 



Lebenstage 



1-3 

4 

5 
6 

9 — 12 
18—21 

31—33 
46. 67—69 

105— 113 
161— 163 
211 — 245 ] 
357-359 / 



Art der 
Nahrung 

Muttermilch 



kommen 

•'S— 



1 g Zuwachs 



Kuhmilch und 
gemischte Kost 



GQ 
XI 
O 


ui 


s 


-atio 
bilis 


erfordert 


N 


Faec 


ei 

w 


erspii 
usensi 


Muttermilc 












98 


7 


600 


303 


10 


98 


7 


600 


303 


10 


98 


7 


600 


303 


IO 


46 


7 


680 


267 


21,5 


59 


7 


699 


2 35 


17,6 


5i 


7 


714 


228 


I9>7 


37 


7 


715 


241 


27 


24 


7 


686 


283 


40,9 


23,6 


7 


608 


36i 


42,0 


11,1 


40 


652 


297 


89,3 


6 


66 


630 


298 


176 



Der Tagesbedarf an Kalk für den Säugling ist 0,32 g, die Chlor- 
natrium aufnähme pro 1 Liter Frauenmilch 0,79 (Voit) 3 ). 

"Vergleich zwischen Brust- und Kuhmilchnahrung (Uffelmann) 4 ) 



A. Brustnahrung 

8tägiges Kind (3500 g schwer) 

pro 1 k 



eingeführt 

insgesamt 
Eiweiss 
Fett 

Kohlehydrate 
Salze 



absolut 



Körpergewicht 
118,57 
2,72 

3.75 
5,63 
0,23 



4i5.o 

9.54 
13.11 

19,71 
0,83 

lOOtägige s Kind (6200 g schwer) 

insgesamt 830,0 T 33.87 

Eiweiss 19,08 3,07 

Fett 28,24 4,52 

Kohlehydrate 39, 42 6,35 

Salze 1,66 0,26 

210 tag ig es Kind (8000 g schwer) 
insgesamt 975,o 

Eiweiss 22,4 2,80 

Fett 33,1 4,14 

Kohlehydrate 46,3 5,78 

Salze 1,95 0,24 



B. Künstliche Ernährung mit Kuhmilch 

25tägiges Kind (3600 g schwer) 

absolut T7-..^ r0 1 k. 

Korpergewicht 

710,0 197,0 

I5.07 4,!3 
12,42 3 45 

19.95 5.54 
1,98 0,55 

lOOtSgiges Kind (6150 g schwer) 
1100,0 178,00 
32,8 5,33 
26.3 4,28 
36,0 5.85 
4.3 0,69 
240 tägigesKind (8200 g schwer) 
1500,0 182,0 
64,5 8,00 
54.0 6,58 

75-o 9.H 
9,0 1,09 



1} Die Tabelle nach Vierordt, Physiologie des Kindesalters p. 416. 

2) Von Vierordt 1. c. p. 417 zusammengestellt nach Ca m er er, Zeitschrift für 
Biologie XIV 1878 p. 383. 3) s. Hermanns Handb. d. Physiologie VI 2 p. 378 u. 364. 

4) Handbuch der öffentlichen und privaten Hygiene des Kindes 1881. Die Berech- 
nung geschah auf Grund der vorhandenen Analysen. 



KÖrperentwicklung bei verschiedener Ernährung 



285 



Entwicklung bei Brust- und künstlicher Nahrung (Russow) 1 ) 

Gruppe 1 umfasst Kinder mit mittlerem Körpergewicht und darüber 
„ II solche unter dem Mittelgewicht. 

Gewicht (g) 



15 3 
Tage Mon. 

3564 5701 



6 

Mon. 



I. a) Brustnahrung 

b) dto. , daneben Kuh- 
milch und Amylacea 3525 5310 6317 7916 

II. a) Brustnahrung 

h) dto. mit Kuhmilch u. 
Amylacea 

c) bloss Kuhmilch und 

Amylacea 



3027 4225 5775 6490 
2928 4143 5598 593 2 
2900 4089 4744 5254 6128 



Im ersten Lebensjahr 

a) Brustnahrung 

b) künstliche Nahrung 



1 

Jahr 



4 
Jahr 



8 

Jahr 



9930 14212 20704 
7436 12044 18368 





Körperlän| 


r e (cm) 


12 


1 15 
Tage 


6 

Mon. 


12 

Mon. 


9930 


51 


67 


73 


8480 


49 


64 


°9 


7910 


49 


59 


69 


6823 
6128 


Y* 


55 


63 




1 

Jahr 


4 
Jahr 


8 

Jahr 




73 
66 


93 
87 


116 
113 



Vergleich der Entwicklung ärmerer und wohlhabender Kinder 

a) nach Bowditch 2 ) 



Knaben 





Übergewicht 


Alter 


der wohl- 


Jahre 


habenden 




(g) 


5-6 


ioo 


6-7 


200 


7-8 


380 


8-9 


440 


9 — 10 


300 


10— II 


500 


11 — 12 


970 


12 — 13 


2040 


I3—H 


235° 



Verhältnis, 
die ärmeren 
= 1000: 

1005 
IOO9 
1017 
1018 
IOII 
1017 
103 1 

I059 
1062 



Mädchen 

Ubergewicht 
der wohl- 
habenden 

(tf 
480 
460 

34° 

444 

920 

810 
1120 
1210 



Verhältnis, 
die ärmeren 
= 1000: 

1027 
1024 
1016 
1018 
1036 
1028 
1036 
1034 





Differenz (g) 


Alter 


zu gunsten 




der Mädchen 


10 


2770 


II 


2290 


12 


3420 


13 


5820 




9960 


15 


6240 


16 


4270 


17 


5260 


18 


3050 


19 





Differenz (cm) 
zu gunsten 
der Mädchen 



b) nach Pagliani 3 ) 
(wohlhabende Mädchen und^ärmere Knaben) 

G ewi cht 

Verhältnis, 
wenn die 
ärmeren 
= 100 

111 4-3 
108 5,4 

112 7-3 
118 8,9 
130 12,1 
116 5-5 
110 4,1 
112 2,6 
106 0,7 
— — 1 



Körperhöhe 

Verhältnis 



wenn die 
ärmeren 
= 100 

103 
104 

105 
106 
108 
104 
103 
102 
IOO 

99 



1) 1. p. 6 c. p. 104, 112, 113, 121, 130. 

2) 1. p. 7 c. 

3) 1. p. 169 c. p. 91. 



286 



Physiologischer Teil 



Stoffwechsel des hungernden Menschen (Luciani) 1 ) 

(Versuche an Succi) 



•. der Fast- 
tage 


Gewicht (k) 
Harnmenge 
(cm 8 ) 


:ickstoff des 
Barns (g) 


Chlor des 
Harns (g) 




hwefelsäure j 

s Harns (g) 


CD 

■•es " tr 

CO * — ' 
M 

O to 
Am a 

CL, 


uregrad des 
Harns 
Oxalsäure) 


Atmungs- 
frequenz 
> 30 Minuten 


09 

'/> s 
bc 5 
q 

£ 0 

S X 
< fi> 


Kohlen- 
säure 


^ Sauerstoff 


4M 

a 

•s 0 0 

<y 


SB 


CO 




O CD 

r n -0 


% 3 


U 
Q, 


pro 


k u. Stunde 


Mittel aus 


62,4 k 






















5—6 Tagen 


1690 cm 8 






















vor dem Fasten 


Harnmenge 


16,230 


6,322 


















I 




13,806 


1,35° 


2,295 


!,93o 


0,765 














[Wasserzufuhr 


















während der 






















2 


ersten 1 0 Tage 


11,026 


0.539 


2,199 


2,051 


1,292 














im Mittel 


















3 


577,7 cm 3 l 


I 3> 8 57 


1,155 


2,288 


2,090 


1,342 


Sauerstoff ( V 

3—6. Tag 4 


ersuch 

,65 cm 3 


cm Ppft 


■ s. u.) 


4 


584 cm 3 


12,801 


0,848 


2,183 


2,120 


1,028 


pr. Kilo 


u. Min. 


5 


12,835 


0,817 


2,093 


2-394 


1,326 


9.-11. „ 4,73 „ 


,j „ 


>» „ 


6 




12,120 


0,840 


1,814 


2,150 


!,232 














Kreatinin 


















7 


0,8011 g 


9,374 


0.800 


I,68o 


1,865 


0,870 












8 


425 cm 3 Urin 


8,427 


0.736 


i,497 


1,601 


0-773 












9 


7,782 


o,55o 


1.309 


i,3öo 


0,705 












10 


56,7 k 


6,754 


o,5i3 


1,277 


1,246 


0,687 














mittl. Harn- 




















menge in den 
























ersten 10 Ta- 






















ii 


gen 536,9 cm 3 


7,880 


0,332 


I.387 


1,420 


0,655 














Kreatinin 












g 

o,433l 


g 

0,4070 




12 


0.7IS9 g 


7,162 


0.405 


1,311 


1,012 
0,363 


0,874 


604 


260,52 


0.7737 


13 


350 cm 8 


3,509l?J 


0,230 


0.906 


0,525 




H 




5 336 


0,199 


1,020 


0,996 


0,672 


536 


260,24 


0,2818 


0,2515 


0,8029 


*5 


370 cm 3 




0.137 


0,862 


1,029 


0.525 






16 


Kreatinin 


5.504 


0,113 


o,79i 


1,077 


0,628 


563 


263,94 


0,1713 


0,2462 


0,5056 


17 


0,4029 g 


6,160 


0,130 


0,988 


I .2 I ö 


0,679 












18 


410 cm 8 


5,456 


0,2580,653 


1,005 


0,521 


468 


321,98 


0,1093 


0,1352 


0,5872 


19 




5,036 


0,298 


0,660 


°953 


0.655 






20 




4.385 


0,311 


0,742 


0,875" 


0,560 


492 


299.5 1 


0,3135 


0,4137 


0,6765 


21 




3,880 


0.234 


0,653 


o,747 


0545 








22 




3.202 


0,216 


o,594 


0.718 


0,489 


496 










23 




4,756 


0,219 


0,884 


1,049 


0-379 












2 4 




5,557 


0,235 


1,058 


0.790 


0,739 


484 


306,07 


o,4l73 


O.3980 


0,7623 


25 




6,042 


0,204 


0,842 


0,592 


0,352 












26 




5,061 


0,118 


0,590 


0,783 


O479 


484 


398,99 


0,3536 


0,3196 


0,8047 


27 
28 




5,368 


0,139 


0,510 


0,861 


o,374 










5,599 


0,239 


0.584 


o.945 


0,506 


47i 


299,32 


0,3625 


0,4098 


0,6432 


29 


340 cm 8 


4,080 


0,428 


0.436 


0,789 


0.367 










30 


6,620 


0,688 


0.719 


1,019 


0357 


567 


390,35 


0.49 11 


0,5817 


0,6138 


1. Tag nach 
dem Fasten 






6,379 






Mittel: 


5" 


3H,2i 


0,3259 


0,3514 


0,6855 



1) Fisiologia del digiuno 1889, übersetzt von W. 0. Frankel: das Hungern 1890 p. 50, 139, 138, 
172, 146, 153, 165, 185. Versuchsperson c. 40 Jahre alt, 165 cm gross. Analyen von Pons, Pelliz- 
z ari und Bai d i. 



Stoffwechsel beim Hungern 



287 



Harnstoff und TXrinstickstoff des Hungernden (Patonu. Stockman) 1 ) 

(Versuche an A. Jacques, 47 Jahre alt, von 62 k auf 51,7 abnehmend) 

Die Normaleiweisszersetzung bei vorgeschrit- 
tener Inanition bestimmt Klemperer 2 ) auf 3 — 5 g 
Stickstoff. — Für Hungertage fand J. Ranke 8 ) 
bei 71*/ 4 k Gewicht 9,01 g Stickstoff des Urins, 
180,85 Kohlenstoff von Lunge und Haut, (4 von 
Urin). — Der am zweiten Hungertag ausge- 
schiedene Stickstoff betrug bei. 71,6 k Gewicht 
13,7 g = einer Zersetzung von c 90 g Eiweiss 
(Pr au sn i t z) 4 ). 

Bei 40tägigem Fasten nahm Tanner von 71,6 auf 60,0 k ab 5 ) s. a. o. p. 271. 





Harnstoff 


Stickstoff 




(g) 


Gö 


1-5 Tag 


25,7 


11,99 


6—io „ 


11,6 


5,4 


ii— 15 >» 


10,9 


5,1 


16 — 20 „ 


9,3 


4,3 


21—24 „ 


9.2 


4,29 


25—30 „ 


7,3 


3,4 



Blutkörperchen, Haemoglobin, Perspiration beim Hungernden 

Versuche an Succi und an Cetti 6 ) 



Hungertag 


Versuchs- 
person 


rote Blutkörperchen 
pro 1 mm 3 


Haemoglobin 
(n. Fleischl) 


Perspira- Hftrn 
tion 

cm 3 


vor dem Hungern 


Cetti 


5720000—5730000 


115— 118 


600—650 1000 


1. 


Succi 


4526000 


85 




4. 


Cetti 


5287000 






5. 


>) 




beide gleich 


9. 10. 


>) 


6830000 rote 


85—90 


900 600 






4200 weisse 










weiss I rot 1 : 1619 






am 2. Tag nach dem 










Fasten 


» 


6560000 rote 








12300 weisse 










weiss : : rot 1 : 533 






14 Tage nach dem 










lOtägigen Fasten 


>» 


5720000 


HO 






5730000 






2 Tage später 


>> 


weiss : rot — 1 : 720 






29. Hungertag 


Succi 


4805000 


77 





1) Proceedings of the Royal Society of Edinburgh. Vol. XVI 1890 p. 121. 

2) 1. p. 272 c. 

3) 1. p. 228 c. p. 264. 

4) Münchener medicinische Wochenschrift 38. Jahrgang 1891 p. 319, Mittel aus 9 
20 — 35 j. Individuen. 2tägige Hungerversuche. 

5) British medical Journal Vol. II for 1880 p. 171. 

6) Berliner klinische Wochenschrift 24. Jahrgang 1887 p. 425. Untersuchung von 
Senator, Zuntz etc. 



288 



Physiologischer Teil 



Gewicht der Organe beim verhungernden Tier (V o i t) ') 

Bei einem vorher mit Fleisch gefütterten Kater wurde nach 13tägigem Hungern ge- 
funden ein Gesamtverlust von 1017 g, welche sich verteilten : 



Fettgewebe 
Milz 
Leber 
Hoden 
Muskeln 
Blut 
Nieren 

Haut (und Haare) 
Lunge 
Darm 
Pankreas 
Knochen 

Hirn und Rückenmark 
Herz 
Augen 

Bei Kaninchen findet Raum 8 ) für je 5 0/ 0 Gewichtsabnahme eine mittlere Zunahme 
der Färbekraft des Bluts um c. 2 Teilstriche der Fleischlichen Skala. 



a Vi sn 1 Ii t 


% der frischen Organe 






nach Ch 0 s s a t 2 j 


207 


97 


933 


0 


67 


71,4 


49 


54 


52,0 


1 


40 


Gesamtgewicht 40,0 


429 


31 


42,3 


37 


27 


75.o 


7 


26 


31.9 


89 


21 


33-3 


3 


18 


22,2 


21 


18 


42,4 (39,7 Magen) 


1 


17 


64,1 


55 


14 


16,7 




3 


1.9 


1 


3 


44-8 






10,0 



Muskelphysiologie 

Mittlere °/ 0 Zusammensetzung des Säugetiermuskels 4 ) 

21,7—25,5 % 
74,5 
20,8 



Mensch 



feste Stoffe 
Wasser 

organische Stoffe 



unorganische „ 

geronnenes Erweiss, Sarkolem etc. 

Kalialbumin at 

Kreatin 

Sarcin 

Xanthin und Hypoxanthin 

inosinsaurer Baryt 

Taurin 

Inosit 

Glykogen 

Milchsäure 

Phosphorsäure 

Kali 



0,9- 



-78,3 
-24,5 

-1 



s. p. 250 u. 251 



(hauptsächlich 
p. 251 phosphorsaures 
Kalium) 



0,2820—0,316 5 ) 



14,5—16,7 
2,85—3,01 

0,2 

0,02 

0,02 

0,01 

0,7 (Pferd) 
0,003 

0,41 — 0,5 ; Neugeborner 1,31 (Cramer) 6 ) 
0,04—0,07 
0,34—0,48 
0,3—0,39 



1) Zeitschrift für Biologie II 1866 p. 351. Die Gewichtsbestimmungen der Organe 
bei Beginn des Büngerns wurden an einem gleich schweren ebenso gefütterten Kontroll- 
tier ausgeführt. 

2) Recherches experimentales sur l'inanition 1843 p. 92. Mittel aus Untersuchungen 
von 10 Taubenpaaren. 

3) Archiv für experimentelle Pathologie und Pharmakologie 28. Bd. 1891 p. 73. 

4) Tabelle bei Beaunis, 1. p. 156 c. nach K. B. Hofmann. 

5) F. Hofmann bei Voit, Zeitschrift für Biologie IV 1868 p. 82. 

6) 1. p. 203 c. 



physikalische Eigenschaften des Maskeis 



289 



Natron 
Kalk 
Magnesia 
Chlorkaliuin 
Eisenoxyd 
s. a. p. 



0,04—0,041 
0,016—0,018 

0,04—0,043 
0,004—0,01 
0,003—0,01 



254. 



Gehalt der Muskeln an Blut s. p. 128.. 



Elasticität und Kohäsion der Muskeln der Mensehen 



Muskel 

Sehne des Plantaris \ 
Sartorius / 
dto. 

» 

Armbeuger am Lebenden 



Ge- Alter specif. 
schlecht (Jahre) Gewicht 1 ) 



w. 

m. 
w. 
m. 
m. 
m. 



1 



41 
i 

21 

3° 
74 



1,071 
1,049 
1,058 
1,04 s 



Elasticitäts- 
Koefficient 
in k 



1,271 
0,857 
0,352 
0,261 
0,069 



Kohäsion 

in k 
pro 1 mm 2 

2,264 
0,1296 
0,070 
0,040 
0,026 
0,017 



Beobachter 

Valentin 2 ) 

G. Wertheim 8 ) 



Mansveü 4 ) 



Eine einzelne menschliche Muskelfaser verlängert sich durch 1 mg um etwa 1 0/ 0 
(Ma ns v el t). 



Reizung des Muskels 

Die Zuckung beginnt 0,01 Sekunde nach der Reizung (Helm ho ltz) 5 ) 
— „Stadium der latenten Reizung". 

Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Erregung (in der nega- 
tiven Phase) am lebenden (menschlichen) Muskel 

10 — 13 m p. Secunde (Hermann) 0 ). 
Leitungs widers tand (galvanischer) : 

Y 4 von dem des Nerven (Matteucci) 7 ) 
»/l,B— VM ,, „ >, (Eckhard) 8 ) 
(im eben getöteten Kaninchen) 3 Millionen mal so gross wie bei Quecksilber (J. Ranke) 9 ) 

115 „ „ „ „ „ „ Kupfer „ 
ungefähres f Längswiderstand: 2 1 / n Millionen mal so gross wie b. Quecksilber (Hermann) 10 ) 
Mittel \Querwiderstand: 15 ,, „ „ ,, ,, „ Kupfer „ 



1) s. a. p. 37. 

2) 1. p. 113 c. p. 791 (vergl. p. 160). 

3) 1. p. 160 c. 

4) Over de elasticiteit der spieren. Utrechter Dissertation 1863. — Hieraus obiger 
"Wert berechnet von Hermann, desseii Handbuch der Physiologie I 1 p. 13. 

5) Archiv für Anatomie, Physiologie und wissenschaftliche Medicin 1850 p. 276, 1852 
p. 199. 

6) Archiv für die gesammte Physiologie XVI 1878 p. 410. 

7) Traite des phonomfenes ülectro-physiologiques 1844 p. 49. 

8) Beiträge zur Anatomie, Physiologie I Bd. 1855 p. 55. 

9) 1. p. 228 c. p. 46. 

10) Archiv für die gesammte Physiologie V 1871 p. 223. 

Vierordt, Dat u. Tab. f. Med. 2. Aufl. 19 



290 



Physiologischer Teil 



Wärmeleitung und speciflsche Wärme des Muskels (Adamkiewicz) 
Leitung 0,0431, d. h. 2mal kleiner als bei Wasser 

1542mal „ „ „ Kupfer 
13mal grösser „ „ Luft. 

Specifische Wärme 0,7692 

0,825 (Rosenthal) 1 ) — kalorimetrisch bestimmt. 



Muskelkraft 

Es wurde berechnet pro cm 2 : 





k 


Beobachter 


Wadenmuskeln 


1,087 


Ed. Weber«) 


,, 


4 


Knorz 3 ), Henke 4 ) 


,, 


9—10 


Koster 5 ) 


Eussstrecker (Tibialis antic. etc.) 


5,9 


Knorz, Henke 


Unterschenkelbeuger 


7,78 


S. Haughton 6 ) 


Armbeuger 


6,67 




„ rechts 


8,991 


Knorz, Henke 


„ links 


7,38 


» » 


„ im Mittel 


8,178 


,, ,, 


„ rechts und links 


7,4 


Koster 



Über mögliche Kontraktionsgrössen menschlicher Muskeln, sowie über 
Beispiele von Muskelmomenten und die Bestimmung der auf ein arthrodisches resp. 
Gewerb-Gelenk wirkenden Muskelkomponenten s. bei Fick, in Hermann's Handbuch der 
Physiologie I 1 p. 288, 305 und 309. 



Alter 
(Jahre) 



Umfang der Extremitätenmuskulatur bei Knaben vom 
9. — 14. Lebensjahr (Kotelmann) 7 ) 

(Mittelwerte in cm) 

Oberarm 
Strecklage 



jährliche 
absolute 
Zunahme 



Beugestellung 

jährliche 
Zunahme 



9 


16,89 




18,43 




24,65 




26,38 




IO 


i7,4i 


0,52 


18,87 


o,44 


25.42 


o,77 


27,26 


0,88 


ii 


17.93 


0,52 


19,61 


o,74 


26,23 


0,81 


28,00 


o,74 


12 


18,53 


0,60 


20,34 


0-73 


27,08 


0,85 


29,14 


i,H 
0,48 


13 


18,94 


0,41 


20,82 


0,48 


27,65 


o,57 


29,62 




20,08 


1,14 


22,24 


1,42 


29,30 


1,65 


3i,45 


1,83 


15 


25.04 




28,32 




34.6o 




36,94 





Unterschenkel 
Strecklage Beugestellung 



Muskula- .... .. , 

, lahrhche 
tur der „ , 
... , Zunahme 
Wade 



Vergl. auch p. 10 und p. 18. 



Wade 



jährliche 
Zunahme 



1) Monatsberichte der Berliner Akademie 1878 p. 306. 

2) Wagner's Handwörterbuch der Physiologie III, 2. Abtheilung 1846 p. 86. 

3) Ein Beitrag zur Bestimmung der absoluten Muskelkraft. Marburger Dissertation 
1865. 

4) Zeitschrift für rationelle Medicin 3. Reihe XXIV 1865 p. 247, XXXIII 1868 p. 148. 

5) Nederlandsch Archief voor Genees- en Natuurkunde III 1867 p. 31. 

6) Proceedings of the Royal Society of London XVI 1867 p. 19. — Principles of 
animal mechanics 2. Edit. 1873 p. 63. 

7) 1. p. 6 c. 



Muskelkraft 



291 



Durchschnittliche jährliche Zunahme des Umfangs der Extremitäten 
bei Mädchen von 3—14 Jahren (Wassilj e w) x ) 



rechter Oberarm, 
linker „ 
rechter Unterarm 
linker „ 



Muskeln 



ruhend kontrahiert 

J 0,70 cm 0,71 cm 



| 0,54 



0,58 „ 



Mittlere^Lendenstärke (Quetelet) 2 ) 

Es ist das grösste mit beiden Händen vom Boden aufzuhebende Gewicht (k) gemeint. 
Die Hubhöhe ist nicht angegeben. 

Verhältnis 



Alter 
in Jahren 



männlich weiblich Differenz 



des weiblichen zum 
männlichen Geschlecht 
wie 1 : 



5 
6 

7 
8 

9 

io 
Ii 

12 

13 

15 
16 

17 
18 

19 

20 

21 

22 

23 

25 
27 

30 8 ) 

35 

40 

50 
60 



21 
24 
29 

35 
41 
45 
48 

52 
63 
7i 
80 

95 
110 

118 

125 
132 

138 
143 
H7 
153 
154 
154 
154 
122 
101 
93 



25 

28 

3i 
35 
39 
43 
47 
5i 
57 
63 
67 

7i 
74 
76 

78 
80 
82 
83 

83 

59 



10 
13 
H 
13 
13 
20 

24 
29 
38 
47 
5i 
54 
58 
62 

65 
67 
70 

7i 
7i 
42 



1.4 
i>4 
1.4 
1.4 
1.4 
i»5 
i.5 
i,6 

i.7 
i,7 
i,8 

1,8 
1,8 
i,8 
i,8 

1,9 
1,9 
1,9 

1,9 

i,7i 



1) Citiert bei Reitz, 1. p. 128 c. p. 56. 

2) 1. p. 4 c. p. 360. Die Zahlen stellen das Mittel aus 2 im Jahre 1835 und in der 
Zeit danach berechneten Versuchsreihen dar. 

3) Die Zahlen von hier ab (mit Ausnahme der für das 35. Jahr) ergänzt aus Q u e- 
telet's Physique sociale II 1869 p. 111, wo die Lendenstärke mit Hilfe des Dynamo- 
meters ermittelt wurde. 

19* 



292 



Physiologischer Teil 



Druckkraft der Hände (Q u e t e 1 e t) J ) 



gemessen mit Regnier' schem Dynamometer (k) 



Alter 
in 
Jahren 


männlich 






weiblich 






Differenz der Mittel j 


I 

(1835) 


II 

(nach 1835) 


Mittel 
für 
beide 
Hände 


I 


II 


Mittel 
für 
beide 
Hände 


beide 
Hände 


rechts 


links 


beide 
Hände 


rechts 


links 


beide ! 
Hände 


rechts j 


links 


beide 1 
Hände 


rechts 


links 


6 


10,3 


4,0 


2,0 


8,5 






9,4 


















7 


14,0 


7-0 


4,0 


























8 


17,0 


7,7 


4,6 


18,0 


7,0 


6,0 


17,5 


11,8 


3-6 


2,8 












9 


20,0 


8,5 


5,o 










15.5 


4>7 


4-0 












10 


26,0 


9,8 


8,4 


23,1 


10,7 


9,7 


2 4>5 


16,2 


5-6 


4-8 


19,0 


9,0 


6,0 


17,6 


6,9 


ii 


29,2 


10,7 


9,2 


28,9 








19-5 


8,2 


6,7 










12 


33,6 


13,9 


n,7 


13,2 


12,0 


3i,3 


23,0 


10,1 


7,o 


22,0 


9,4 


7,9 


22,5 


8,8 


13 


39,8 


16,6 


15,0 










26,7 


11,0 


8,1 








14 


47,9 


21,4 


18,8 


34, 1 


,16,2 


12,0 


41,0 


33,4 


136 


n,3 


30,0 


12,0 


11,0 


\ 1.7 


9-3 


15 


57,i 


27,8 


22,6 










35,6 


15,0 


14,1 










16 


63,9 


32,3 


26,8 


49,1 


24,4 


22,0 


56,5 


37,7 


17.3 


16,6 


36,0 


16,3 


13,6 


l6 Q 


19,6 


17 


7i,o 


36,2 


3 r ,9 










409 


20,7 


18,2 












18 


79-2 


38,6 


35,o 


57,o 


27,2 


24,9 


68,1 


43,6 


20,7 


19,0 


44,1 


20,9 


18,6 


AI Q 


24,2 


19 


79,4 


35-4 


35o 


66,9 


29,7 


25,7 


73,i 


44-9 


21,6 


19,7 


45-1 


21,9 


19,3 




28.1 


20 


84,3 


393 


37,2 


72,8 


33,6 


3!,o 


78,6 


45,2 


22,0 


19,4 


48,0 


21,4 


21,0 


46,6 


320 


21 1 ) 


86,4 


43,o 


38,0 










47,o 


23,5 


20,5 








23 


87,5 


43,6 


390 


78,7 


37,6 


36,3 


83,1 


48,5 


24,0 


21,0 


52,4 


24,9 


22,6 


50,5 


32,6 


25 3 ) 


88,7 


44- 1 


40,0 










50,0 


24,5 


21,6 










27,5 


88,9 


44,4 


40,6 


77,2 


35,4 


34,5 


83,1 








52,6 


25,6 


23,1 






30 


89,0 


44,7 


4i,3 


























35 


88.0 


43,0 


39,8 


83,7 


38,9 


39,3 


85,8 


















40 


87,0 


41,2 


38,3 


























50 


74,o 


36,4 


33,o 










47,o 


23,2 


20,0 












60 


56,o 


30,5 


26,0 























Mittlere Muskelkraft (k) von 10 — 19j. Knaben und Mädchen 

(Pagliani) 2 ) 
(Eegnier's Dynamometer) 



Alter 
(Jahre) 


Knaben 


Mädchen 


Differenz 


Verhältnis 
1 : 


10 


66,85 


36,4 


3°.I 


0,55 


11 


68,5 


38,4 


30,1 


0,56 


12 


79,o 


52,4 


26,6 


0,66 


13 


95,0 


58,4 


36,6 


0,62 


14 


105,0 


68,6 


36,4 


0,65 


15 


H8,5 


69,1 


49,36 


0,58 


16 


121,0 


69,2 


51,78 


0,57 


17 


136,0 


70,0 


66,0 


0,52 


18 


142,0 


66,0 


76,0 


0,46 


19 


150,0 









Es ist nicht ersichtlich, was unter „Muskelkraft" zu verstehen ist (Quetelet's 
Lenden stärke?) 

1) Anthropometrie p. 364 ; 21., 25., 30., 40. — 60. Jahr ergänzt nach Physique sociale 
II p. 115. — Das Dynamometer, das eigentlich hinzugerechnet werden sollte, wog 1 k. 

2) 1. p. 169 c. p. 91. 250 ländliche Kolonisten, 400 Mädchen aus einem Erziehungs- 
institut. 



Arbeitsleistung 



293 



Druck- und Zugkraft von Knaben (Kotelmann) 1 ) 
(Mittelwerte gemessen mit C o 1 1 i n ' Schern Dynamometer.) 

Verhältnis der 



Alter 
in Jahren 



9 
io 

Ii 

12 



13 



Druckkraft 
beider Hände 



20,88 
21,39 
23-33 
25.51 
26,74 

31. 10 



Zugkraft 
beider Arme 



1 1,01 
13,00 

14,22 

16,13 
18,05 

19.73 



Druckkraft 
der Schenkel 



25,84 
26,29 

27,09 

27, 5 1 
29,54 
34,36 



Druckkraft 
: Zugkraft 
für die Arme 



Druckkraft 
der Hände 
zu der 
der Schenkel 



wie 1000 : 



527 
607 
609 
632 

675 
634 



1237 
1229 
1161 
1078 
1104 
1104 



Arbeitsleistung des Menschen 

Sekundenleistung 0. 7 k. m. (Vj 0 Pferdekraft) 

Die Leistung eines gesunden Arbeiters bei 
lOstündiger Arbeitszeit wird veranschlagt 
zu rund 300 000 km. 

bei Einrechnung der Ruhezeit und 8stün- 

diger Arbeit 201 600 k. m. Nutzeffekt p. Tag 

Arbeitsleistung des Herzens s. o. p. 162. 



Beispiele von Arbeitsleistungen (J. Weisbach) 2 ). 



ein Mensch , 70 k schwer, 
steigt ohne Last eine sanfte 
Auffahrt od. Treppe hinauf 

4 Mann heben einen 56 k 
schwer. Eammklotz 34mal 
in der Minute 1,25 m hoch 
und machen nach je 260 
Sekunden Arbeit ebenso 
lange Pause 



Last 

(k) 



70 



16 



Geschwin- 
digkeit 



Arbeit 



(m) 



pro Sekunde 

(m. k. resp. 
k. m.) 8 ) 



0,15 

(vertikale 
Erhebung) 



10,5 



Arbeitszeit 
(Stunden) 



tägliche 
Leistung 



302 400 m. k. 8 ) 



178 500 m. k. 



1) 1. p. 6 c. 

2) Lehrbuch der Ingenieur- und Maschinenmechanik 2. Theil 2. Abtheilung (Mechanik 
der ümtriebsmaschinen) bearbeitet von G. Herrmann 5. Auflage 1883 — 1887 p. 83. 

3) m. k. (Meterkilogramm) für die eigentliche mechanische Arbeit (vertikale Hebung 
der Last), k m. (Kilogrammmeter) für die Transportarbeit (horizontale Fortbewegung). 



294 



Physiologischer Teil 



ein Mensch , 70 k schwer, 
geht unbeladen auf hori- 
zontalem Weg 

derselbe mit 40 k belastet 
(das Eigengewicht ver- 
nachlässigt) 

Ein Mensch von 55,535 h Ge- 
wicht leistet bei horizontaler 
Fortbewegung {berechnet aus 
dem Sauerstoffverbrauch) 



Last 

(k) 



70 



40 



Geschwin- 
digkeit 



Arbeit 



pro Stunde 

(m. k. resp. 
k. m.) 1 ) 



(m) 



1.5 



o,75 



105 



30 



Arbeitszeit 
(Stunden) 



10 



tägliche 
Leistung 



4,2369 pro 1 m Weg 
3 I 5i56 pro Minute 



3 780000 k. m. 
756000 k. m. 

(Zuntz)*) 



Die thatsächliche mechanische Leistung berechnet sich zu 34,85—35,4 0/ 0 der theoretisch 
möglichen (Zuntz) 2 ). 



Vergleichende Angaben über Zugkräfte für den Menschen 
und einige Nutztiere (Gerstner) 8 ) 



Mensch 

(dto. 
Esel 
Ochs 
Maulesel 
Pferd 



Gewicht 
k 

70 

70 
180 
300 
250 

375 



mittlere 
Kraft 

k 

10,16 4 ) 

35 
56 
47 
56 



mittlere 
Geschwin- 
digkeit 
m 

0,785 

l 4 ) 

0,785 

0,785 

1,10 

1,25 



mittlere 
Arbeitszeit 

(Stunden) 

8 
8 
8 
8 
8 
8 



Leistung 
p. Sekunde 



tägliche 
Leistung 



m. k. 



II 


316 800 


10,16 


292 608) 


27,5 


792 OOO 


44 


I 267 200 


52 


I 497 600 


70 


2 Ol6 OOO 



Vergleich zweier Gangarten nach der Arbeitsleistung 

(Hildebrandt) 5 ) 
Bei einem 75 k schweren Mann, dessen Beinlänge (bis zum Hüft- 
gelenk) bei 166 cm Körperlänge zu 88 angenommen wird, ist gerechnet: 



I 

gewöhnlicher Geschäfts- 
schritt („Postbotenschritt") 
80 cm Schrittlänge, Schrittzahl 
pro Sekunde 2. 
Arbeit in k. m. 



pro Schritt 
„ Sekunde 
„ Stunde 
,, Kilometer 
„ Meile (= c. 7,5 km) 
„ 5 Meilen 



7,215 
14,43 
51 948 
9 018,75 
67 640,5 
338 202,5 



II 

langsamer Promenaden- 
schritt 
48 cm Schrittlänge, Schrittzahl 
pro Sekunde 1. 
Arbeit in k. m. 



} 



4,333 

15 588 
9027,1 

&7 703,25 
338 516,25 



1) s. p. 293 Anmerkung 3. 

2) 1. p. 175 c. p. 373 und 376. 

3) Weisbach-H e r r ma n n, 1. c. p. 87. 

«\ 

4) Es ist die G er st n er 'sehe Formel zu Grunde gelegt: F = (2 — — J K, wo K 

die mittlere Kraft, c die mittlere Geschwindigkeit, v die geforderte Geschwindigkeit be- 
zeichnet. 

5) Berliner klinische Wochenschrift 13. Jahrgang 1876 p. 442. 



Arbeitsleistung 



295 



Den beim Ausschreiten auf einer horizontalen Strecke (*) gemachten 
Arbeitsaufwand setzt Weisbach *) gleich dem Arbeitsaufwand beim 
senkrechten Steigen auf die Höhe V ia *. — Bei 70 k Gewicht, 90 cm 
Schenkel- und 60 cm Schrittlänge ist die Anstrengung, um sich selbst 
auf horizontalem Wege fortzubewegen = der, die nötig ist, um ein Ge- 
wicht von 5,83 k zu heben. 

Weitere Beispiele, hauptsächlich nach Coulomb, s. bei Wund t: die Lehre von 
-der Muskelbewegung 1858 p. 214. 

Arbeitsleistung des Menschen am Druckhebel bei sehr kurzer 

Arbeitszeit (H artig) 2 ) 
Die an Spritzen arbeitende Mannschaft bestand aus Infanteristen, 
die Arbeitszeit war nur 2 Minuten mit sehr langen, zur vollständigen 
Erholung ausreichenden Zwischenpausen. 

mittlere Sekunden- sekundliche Arbeits- 
geschwindigkeit leistung eines Manns 
der Griffstangen (Pferdekraft) 
m e 

1,576 0,329 
1,584 0,265 

1,503 °»3 01 
1,608 0,315 

i,43i °>3 6 9 
1,692 0,312 

2,575 °> 2 4i 

1,625 0,230 

1,491 0,410 

2,041 0,372 

2,117 °A 10 

1,969 0,272 

1,680 0,291 

1,834 0,211 

1,641 0,264 

1,813 °> 226 

1,900 0,401 

Es ergiebt sich hieraus als Mittelwert der Griffstangengeschwindig- 
keit 1,77 m, als Mittelwert der Arbeitsleistung eines Manns 0,301 e 
== 22,58 m. k., d. h. das 4,lfache der Arbeit, welche Morin und Weis- 
bach bei 8stündiger Arbeit für den am Druckbaum arbeitenden Menschen 
annehmen (5,50 m. k. p. Sekunde). 



mittlere Höhe 


La'nge 


Hubhöhe der 


Zahl der 


der Griffstangen 


der beiden 


Griffstangen 


minutlichen 


über dem Boden 


Druckhebel 


(„Angriffsbewegung") 


Doppelhübe 


m 


m 


m 


1,048 


1,250 


0,985 


48 


0,963 


1,020 


0,914 


52 


1,220 


I,3IO 


0,920 


49 


0,915 


1,155 


0,910 


53 


1,034 
0,828 


1,212 


0,818 


52,5 


1,244 


0,832 


61 


1,156 
0,983 


1,875 


1,236 


62,5 


1,185 


0,889 


55 


0,979 


1,105 


0,913 


49 


1,173 


1,940 


1,225 


5o 


1,253 


1,790 


1,155 


55 


1,178 


1,490 


1,055 


56 


0,9O0 


1,085 


0,900 


56 


0,890 


1,020 


0,840 


65,5 


I,Il8 


1,270 


0,975 


5o,5 


1,233 


1,635 


1,265 


43 


o,975 


1,092 


0,950 


60 



1) 1. p. 293 c. p. 89. 

2) Nach dem „Civilingenieur" 1880 p. 380 in Dingler 's polytechnischem Journal 
CCXXXVII (1880) p. 474. 



Physiologischer Teil 



cd 
er 

CD 



CO M H 



d 
S 

g 
B 

et 



CS) 

s» 

CT 

• 

fr 

c 
l 

cd 
er 



o 



so 



cd 

=r 



4 ? 

& o 
• ts 

CO 

B 

CT? 



cd 

er fr 

CA CD 

05 CSJ 

a §: 

Q» g 

5" • 

M* B 



- 3 

2 2. 



a 



er 
o: 
►i 
a> *a 

1 CD 
MJ 

fr 

cd so 
"< B 

■< ct> 
O B 

Mi O 

£ i 

* 2 

B 



o 
MJ 

Ol 
CD 

CT 

CD 

B 
& 

CB 

B 
CD 

CD 



CD 

CT 

£0 



c 

B 

crej 



fr 

SO 

cn 



B 

p 



tu 



fr 

CD 



3 

CA 

er 

CD 

i— i 

CD 

B 



CD 

er 

CD 

►— * 

e-M 
CD 

B 



CD 

er 

CD 

3 
— 



W 

So: 



er 



00 
OD 




O CT» m 
O m CT» 



I "m ~<T»v] 
1 O VO er» 

H N M 

O OJ 4» 



tO Oo Cn 

U M ^ 

00 tO 00 
Otn 00 
VO VI 



in MOJ O 

4i m c» 
* mOj 00 
CT» CTOo 4» 
M t/i CT» h 



OO M (s) -)S> 

Cn 0\ O -p» 

C» mm OOCn 
+ Mto O» 

i-i o o o 



o 

Cn 

00 
tO 
Cn 



So: 

Ol CT» 

CD 00 



4» 

00 



CT 

Cn 

CT» 



CD Cn 

. VJ 



CD 



to 

CT 
tO 



to 

CT\ 
M 

VI 




mOjm 

»o»o »O 
ooo»o 



Cn VI 10 

M 

NW OO 

mW 10 

00 O O 



to Oo Cn 

i M 00 
i-i CT» 10 
Cn 00-f 

M HVO 



4» OO CT 

"bo4* oo i> 

M |0 M M 

CT»0 Oo Cn 
MW OW 



O0 h N4i 

to CT to CT 

l-t M-t O *H 

MIO 00O 
m Ln CT» to 



O 
CT» 

to 

Cn 
O 



SP: 

a co 
cn i-i 
cd vO 

CD M 

► 2 

CO 



to 
»O 
O 

CT» h 
er 

CD 



CT 

MM 

o 
vr 
4» 



oo 

o 
to 
4» 



I s 

CO OTCä 
v — CD 



cm 



W 

SO 



o 
OS 



o 
05 



CV2 
t-t- 

S" 
er 

CA 
eM- 

o 

es 



CD 

er 



o 
et? 



O 

CD 

CA 

I 



*r 

O: 
"i 
•O 

CD 



IS 

CD 



fr J£ 

CD *Ö 

o 3 

_ CD 

er 



Cu 



CD CD 

E B 



© rr 

a ST 

CA CD t— - 

§ 8. U g er 

B CD CD 2 



so TO oo. 

r~i B 1 

er b 
cd ertj 



fr 

CD 

M( 



CD W 

g CD O- 

Mt 0 N SO 2 

2. a d § 

B B 
5 P- 



g. CD CD 

mS S 2. 

— C/5 

& 3 ? 

CD CD B 

Ü I" B 

S C g 

FS o. 

B R CD 

B N B 



CD »-t 

B CD 

B 

1 ^ 
•t* s 
er 

« s" 

erg. 

CD 

B 



a 
5 



2 B 

B O 

* B 

£ CD 
P 

»r 9 



OD 

2 

CB 



CO 

CS 
CD 

?r 



4 

& 

MJ 

OD 
B 



El 2 

S B 

p 

ev" os 

CD — 



IS 

m 

4 

B 



fr 

So 



co 
Cn 
OD 



CD 



er 

o 



$ 5 

B 

N - 

< tf 

CD_ B 

CD ^ 

, CD 



•s 

So 
B_ 

er 
o 



cr 

CD 



er 
so 

3 



CS 



d 

►1 
fr 

CD 



B CTO) 
So 

CD 

ET 

CD C 

5' 3 

CD ' 
1 



(TO » 
OD 



C5 



fr 

S 5 ' 

CD 

o' fr 

er so 

M- *1 

CD Sä 

3 O 



CS CD 

0 fr I 

CD « 

OS ° 

55 CO o 

CD S" M. 

B 1 S tf 

so 5 cd 

Mi Q- M. 

^ 2. 

2. ^ 

01 er m< 

N 2 fr 

2. • » 



fi 1 

CD 



CD 

er 



OD 



OD 



er 
S 
er 

CD 



B5 ». 

2, »' 

CD 

B 



er 



fr . 

CD - 

P , B 5 
CD TO 

3 er * 

CD 2 



CA 

g. Q 



B 

So 

er 



SB 

er 
i 

B 
B 
TO 



Sb: 
3 

5f ^ 

2 CD 



-J 

CT 
O 

MM» 
Ct- 

09 
I— ' 

o 

MMi 

09 
et- 

PS 
ö 

a 

o 

p» 
< 

CD 

i-i 

er 
■n 
p 

P3 
O 

C»* 

G5 



2. OD 



P co 

CD 



bd 
© 

orej 
ir 

O 

Ott 
trt- 
CD 

M» 

(W 
PS 
B 



o 
a> 
P 

09 



Gehen 



297 



Alter 


W 


10 — 12 


4 


12 — 14 


5 


I4—16 


6 


16—18 


7 



Weitwurf („Stossen") x ) 

Fallraum berechneter 

Stossweite (m) des Gewichts Nutzeffekt 

(Mittelwerte) • ^ ( km .) 

3,82 I,H I3, 1 

4,12 1,21 16,5 

4,74 W 2 5>7 

5,70 1,41 40,3 



Zeitliehe Verhältnisse beim Gehen mit verschiedener 

Geschwindigkeit 

a) Mittelwerte nach W. und Ed. Weber 2 ) 

** Z aT f w Schrittdauer " Geschwindigkeit 

43,43 m Weg Schrittlänge c , „„ , 

Schrittzahl , cm 8 P ro Sekunde 



51 
52 
54 
55 
55 
57 
60 
61 

65 
66 

69 
69 
73 
76 
82 
80 
88 

97 
101 
109 



Sekunden 



18,12 
20,48 


o,335 


85,1 


2,397 


o,394 


83,5 


2,119 


22,55 


0,417 


80,4 


1,928 


24,83 


0.460 


80,4 


1,748 


26,38 


0,480 


79,0 


1,646 


28,90 


0,507 


76,2 


i,503 


33,70 


0,562 


72,4 


1,288 


34-92 


0,572 


71,2 


1,245 


39,27 


0,604 


66,8 


1,106 


41,60 


0,603 


65,8 


1,044 


45,72 


0,663 


62,9 


0,949 


46,07 


0,668 


62,9 


0,942 


53,02 


0,726 


59^5 


0,819 


57,72 


0,760 


57,2 


o,753 


69,40 


0,846 


53<o 


0,627 


68.78 


0,860 


54,3 


0,631 


79,67 


0,905 


49,3 


o,545 


93,67 


0,966 


44,8 


0,464 


104,08 


1,030 


43,o 


0,417 


114,40 


1,050 


39.8 


o,379 



b) Marschgeschwindigkeiten in der deutschen und 

österreichischen Armee 3 ) 

Schrittlänge Schrittzahl Weg p. Stunde 

(cm) p. Minute (km) 

Deutschland: 

naturgemässer Schritt 76,128 113 5,16 

Vorschrift des Exercier-Reglements 80 112 5.37 

0 sterr eich : 

gewöhnlicher Schritt 75,86 HO 5,01 

durchschnittliche tägliche Marschleistung 2 ) 22,5 km 

maximale Marschleistung : für 1 Tag 50 ,, 

„ 2 Tage 70 „ 



1) Vier or dt, 1. p. 15 Anmerkung 1 c. p. 448. Die Gewichte wurden in Schulter- 
höhe gehalten. Dieselbe wurde berechnet aus Quetelet's Körperlängen abzüglich der 
L ih ar2 ik 'sehen Werte für die Kopfgrössen (vergl. p. 6 und 17). 

2) 1. p. 40 c. p. 260. 

3) Roth und Lex, Handbuch der Militär-Gesundheitspflege III 1877 p. 222. 



/ 



Physiologischer Teil 



c) Marschgeschwindigkeiten in der französischen und 

englischen Armee 1 ) 

Schrittlänge 
(m) 

Pas ordinaire (gewöhnlicher Schritt) \ 
„ de route (Reiseschritt) l 66 

„ accelere (Qeschwindschritt) 
„ de charge (Eilschritt) 75 
,, gymnastique (Turnschritt) 83 

Slow time (langsamer Schritt) \ 

Quick „ (schneller „ ) j 75 

Stopping out (Ausschreiten) 82 

Double (Laufschritt) 90 



Sclirill '/-t Ii 1 

III l Ll6t7.il l 


weg p. stunde 


pro iviinurc 


(km) 


76 


3 


90 


3-56 


HO 


4,41 


120 


5.40 


165 


8,16 


75 


3-57 


110 


4,95 


1 10 


5.4i 


150 


8,10 



d) Direkt im Einzelschritt gemessene Werte nach H. Vierordt 2 ) 

(Sekunden) 



Gangart 



sehr langsam 

langsam 

gewöhnlich 

gewöhnlich 

sehr schnell 

Sprunglauf 

Gehen (2jähr. 
Mädchen) 



4> IT 
OD O 


mittlere 


Dauer 


■ .5 V 
'S | 2 


bo 
n 


u 


CS 

1 §1 


i »<- 
005 


P v — ' 






£ W 




Dauer des 
bwickelns d 

Fusssohle 
vom Boden 


: 5 -3 fe 


"3 2 * a 


axierte Lä 
s Schritts 


Doppel- 
chritts 


des einfachen 
Schritts 


auer des j 
ens eines 
if dem Bo 


Dauer de 
einschwing 


ssspitze sp 
if den B01 
tzt als die 


uer des gl 
itigen Stel 
der Beine 
dem Bode 


+J CO 
T3 


» m 
<o 

T3 


Q -g s 

OO 


PQ 




ö 3 « 
fe g 


Cx & 


47,0 


2,562 


1,275 


1,748 


0,810 


0,611 


0,102 


0,475 




1.576 


o,779 


o,938 


0,643 


o,373 


0,079 


o,i45 


J6i,4 


1,205 


0.606 


0,672 


0,524 


0:315 


0,044 


0,080 




1,195 


0,601 


0,719 


0.479 


0,310 


0,077 


0,122 


72,7 


0,832 


0,418 


o,433 


0,415 


0,229 


0,036 


O.OI2 


72,7 


o,773 


o,39i 


0,262 


0,504 


0,183 


0,023 


— 0,129 
(Schweben 








0,683 








in der Luft) 


22,9 


1,054 


0,527 


0,385 


0,185 


0,083 


0,149 



Leistungen im Hochsprung (Vierordt) 3 ) 



Alter mittlere Höhe Nutzeffekt 

(Jahre) (m) (km.) 

IO — 12 0,945 25,61 

12 — 14 1,060 36,92 

14—16 1,203 5243 

16—18 1,375 72,67 



1) Bronsart v. Schellendorf, Der Dienst des Generalstabes II. Theil 1876. 
— Dictionnaire encyclop^dique des sciences mödicales II m <> Sene T. 8 me 1874 p. 28 
(Artikel Militaire von Morache). 

2) Das Gehen des Menschen in gesunden u. kranken Zuständen 1881 Tabelle p. 196. 
Die Tabelle ist vereinfacht, die mit einem elektrischen Registrierapparate (s. Original) ge- 
wonnenen Werte sind bloss im Endmittel mitgeteilt ; sie beziehen sich (ausgenommen das 
letzte zum Vergleich gegebene Beispiel) auf den Autor. Über die in Kürze nicht wieder- 
zugebenden räumlichen Verhältnisse des Gehens s. 1. c. p. 24 ff. 

3) 1. p 15 Anmerkung 1 c. p. 447. — Die Versuchspersonen sind Tübinger Schüler. 
Bei Berechnung des Nutzeffekts sind Q u e t e 1 e t' sehe Gewichtszahleu (s. p. 13) zu 
Grunde gelegt. 



Stimmbildung 



299 



Kraft der Flimmerbewegung 

Rachenschleimhaut des Frosches: 

berechnete „absolute" Kraft pro 1 cm 2 = c. 336 g (Jeffreys 
Wymen) 1 ) 

Minutenleistung pro 1 cm 2 bis zu 6,805 g.mm (B o w ditch) 1 ). 

Stimmritze in ihrer Verschiedenheit nach den Lebensaltern 
und dem Geschlecht (cm) 
(s. a. p. 85) 

, J? a °, h 9, männlich weiblich 

J. Bi sh o p ^ 

1 Jahr 0,635 (J. Bishop) 2 ) 

8 0 847 , 

9 " 1,058 • „ 0,95(E.Harless)3) 
14 „ 1,270 1,025 (Harless) 

nach der Puber- j 1,82 (J.Müller) 4 ) 1,26 (J.Müller) 

tätsentwicklung — { 1,75 (Harless) 1,345 (Harless) 

im höheren Alter — 1,855 „ 1,47 „ 

sagittaler Durchmesser 

zwischen Ringknorpel und grössere Kehlköpfe 3,2 — 3,7 (Fournie) 5 ) 

vorderem Ansatz der kleinere „ 2,6 — 2,7 

Stimmbänder 

Stimmumfang in verschiedenen Lebensaltern 

a) nach Grarbini 6 ) 

Grenzen 

erstes Schreiea : f"_f" 
erste 2 Monate {*>—{<" 

2—8 Monate c"— c'" 

8—1 8 ,; c"— c'" 

18-24 „ h' — e" 

2 — 3 Jahre d — a 

*-i " 1 3-6 a - d : 

5—6 „ / * g— e" 



1) Citiert aus American Naturalist von Bow ditch, Boston medical and surgical 
Journal 1876 August 10. 

2) R. Todd's Cyclopaedia of anatomy and physiology Vol. III 1847 p. 105. 

3) Wagner 's Handwörterbuch der Physiologie IV. Bd. 1853 p. 685. 

4) 1. p. 85 c. 

5) Physiologie de la voix et de la parole 1866. 

6) Memorie delP Accademia d'Agricoltura, Arti e Commercio di Verona Vol. 68 Ser. 3 
1892. 



300 



Physiologischer Teil 



männlich s ) 
Jahre (Bruststimme) unt. Grenze 

5 6 h' 



8- 9 7.5 

9— io 8,5 
10— ii 9,2 
II — 12 9,0 

12— 13 9,1 

13— H 9 



b) nach Vierordt 1 ) 
Jahre 



} 



gis 



(3 8 A 
6 

7 

8—10 
11 

13 



12 



weiblich 2 ) 
(Brust- und Fisteltöne) 

6) 

9 
10 

13 
15 



Erwachsener etwa 2 Oktaven (bei guter Singstimme). 



unt. Grenze 

d" 
h 
a 
f 



Umfang der menschlichen Tonskala 

Schwingungszahlen 
nach nach der Töne p. Sekunde 

A.B.Marx 8 ) J. Müller 4 ) (für die M ü 1 1 e r 'sehe 

Aufstellung) 

Bass F— e' E— P 80—341 

Tenor c — h' c — c" 128 — 512 

Alt g— d" f— f" 170—683 

Sopran c'— b" c'— c'" 256—1024 

c' — P (256 — 341 Schwingungen) sind allen Stimmlagen gemeinsam. 



Allgemeine Nervenphysiologie 

Wassergehalt des Nervensystems 

(s. a. p. 250 und 251) 

a) Gehirn 

Beobachter graue Einde weisse Substanz Gesamthirn 

M. Bernhardt 5 ) 85,86 0/ 0 70,08 0/ 0 _ 

Bourgoin 6 ) 83 73,5 79 

Forster 7 ) 85,4 70.1 79,2 

id. (9tägiges Mädchen) 86,9 83,46 86,57 



Rundes Mittel f. d. Erwachsenen 84% 0/ 0 7^U % 79% 

Weisbach 8 ) 20— 94j. Männer 93,88 0/ 0 70,170/0 

20— 9lj. Weiber 83,35 >, 69,95 



1) Physiologie des Kindesalters p. 451 — 453. 

2) Den Knaben aller Altersklassen sind 5% Töne (c' bis gis') gemeinsam , den Mäd- 
chen 6 Töne (e' bis c"). 

3) Die Lehre von der musikalischen Komposition 1. Theil. 5. Ausgabe 1858. 

4) 1. p. 85 c. p. 212. 

5) Virchow's Archiv 64. Bd. 1875 p. 297. 

6) 1. p. 58 cit. 

7) 1. p. 52 Anmerkung 4 c p. 19. 

8) Medicinische Jahrbücher (Zeitschrift der K. K. Gesellschaft der Ärzte zu Wien) 
XVI 1860 p. 46. 



Analyse des Gehirns 



301 



b) Rückenmark. 

Medulla 

Cervikalmark Lendenmark oblongata Rückenmark 

v. Bibra 1 ) 66,03 65,99 — — 

Bernhardt 2 ) 73,05 76,04 73,9 

E. Bischoff 3 ) 33j. Manu — — 69,74 

„ neugebor. Mädchen — — — 81,78 

c) Nerven 

Bernhardt 2 ) Grenzstrang des Sympathicus 64,3 o/ 0 

v. Bibra 1 ) periphere Nerven 40 — 70 

Voit N. ischiadicus 68,98 



11 



Ii 



Birkner 4 ) • dto. 68,18—72,46,, (30 — 40j. Hingerichtete) 



Analyse des menschlichen Gehirns 

Die Asche des frischen Gehirns fand Geoghegan 5 ), nach Ent- 
fernung des Lecithins durch Äther und Ausziehen der unlöslichen Salze 
mit Salzsäure, alkalisch und Karbonate enthaltend (s. a. p. 251 und 252). 
Für 1000 g frisches Gehirn ergab sich: 





1 


II 


III 


IV 


so*c 2 




0,184 %o 


0,246 °/ 00 


0,218 


KCl 


2 ,5 2 4 


0,904 


2,776 


2,038 




0,266 


0,052 


0,472 


0,534 


Ca\PO,r- 


0,013 


0,052 


0,036 


0,056 


MgEPO i 


0,084 


0,34° 


0,300 


0,360 


HNa^PO* 


i,752 


0,824 


2,212 


1,148 
0,748 


Na 2 OO s 


1,148 


0,392 


0,440 


übrige ! CO 3 


0,082 






0,004 


übriges Na 




0.034 


0,064 




Fe(PO*) 2 


0,010 


0.096 


0,048 


0,016 



Organische B es ta n d t e i 1 e : Fett, Eiweiss etc. des Gehirns s. o. p. 250 u. 253. 

Atherextrakt des Gehirns I4,44°/ Q (v. Bibra) 

„ „ Rückenmarks 25,45 Q/ 0 „ 

In 100 Teilen frischer, bei 100° getrockneter Subs tan z bekam 
Breed 6 ) 21,51 Rückstand und 0,027 Asche. 100 Teile Asche enthielten: 



pyrophosphors. 


Kali 


55,24 


5) 


Natron 


22,93 


„ 


Eisen 


1,23 




Kalk 


1,62 


I) 


Magnesia 


3,40 


Chlornatrium 




4,74 


schwefelsaures 


Kali 


0,64 


freie Phosphorsäure 


9,15 


Kieselsäure 




0,42 



1) Annalen der Chemie und Pharmacie 91. Bd. 1854 p. 1. 

2) L p. 300 c. 

3) 1. p. 20 cit. p. 115 u. 116. 

4) Das Wasser der Nerven in physiologischer und pathologischer Beziehung 1858. 

5) Zeitschrift für physiologische Chemie I 1877 — 78 p. 335. 

6) Annalen der Chemie und Pharmacie 80. Bd. 1851 p. 124. 



302 



Physiologischer Teil 
Analyse der Cerebrospinalflüssigkeit 



F. Hoppe 1 ) 


Stscherbakoff 2 ) 




Spina bifida 


Hydrocephalus 


Spina bifida 




1. Punktion 


2. Punktion 






Wasser 
feste Stoffe 


98.933 
1,067 


98,980 
1,020 


98,953 
1,047 


99 % 
I 


Albumin 

Extraktivstoffe und 


0,025 


°.055 


0,070 


0,18 


lösliche Salze 
unlösliche Salze 
Chlornatrium 


0.997 
0,045 


0,920 
0,045 


0,924 
0,053 


0,81 
o,54 



Leitungsgeschwindigkeit im (menschlichen) Nervensystem 

a) im sensibeln Nerven 

m. p. Sekunde 
Helmholtz 3 ) c. 60 

Ad. Hirsch 4 ) 34 

Schelske 5 ) 31—32 

Kohlrausch 6 ) 94 

de Jaage r 7 ) 26 

v. Wittich 8 ) 34—44 

Riebet 9 ) c. 50 

b) im motorischen Nerven 
Helmholtz und Baxt 10 ) 33,9 
v. Witti ch 8 ) 30,3 

Place und van West 11 ) 3 5,25 — 52 im allgemeinen 

12 — 23,9 am Oberarm 
52 — 62 ,, Vorderarm 



c) im Rückenmark 

Leitung c. 8 (S. Exner) 12 ) 

( 11-12 

\ 14-15 

dto. 8— 14(G.Burckhardt 13 ) 

Tasteindrücke 27 — 50 „ 
Schmerzeindrücke 8 — 14 ,, 



sensible 
motorische 



1) Virchow's Archiv 16. Bd. 1859 p. 392, 393 u. 395. Die Hydrocephalus - Flüs- 
sigkeit aus der Leiche eines ömonatlichen Mädchens. 

2) Deutsches Archiv für klinische Medicin 7. Bd. 1870 p. 225. Knabe von 3 Monaten. 

3) Königsberger naturwissenschaftliche Unterhaltungen II. Bd. 2. Heft 1851 p. 169. 

4) Untersuchungen zur Naturlehre des Menschen und der Thiere IX. Bd. 1865 p. 183. 

5) Archiv für Anatomie, Physiologie und wissenschaftliche Medicin 1864 p. 151. 

6) Jahresbericht des physikal. Vereins zu Frankfurt a/M. 1864 — 65 p. 60. — Zeit- 
schrift für rationelle Medicin 3. Reihe XXVIII 1866 p. 190, XXXI 1868 p. 410. 

7) De physiologische tijd bij psychische processen, Utrechter Dissertation 1865. — 
Archiv für Anatomie und Physiologie 1868 p. 657. 

8) Zeitschrift für rationelle Medicin 3. Reihe XXXI 1868 p. 87 und 106. 

9) Citirt bei Beaunis, Physiologie p. 540. 

10) Monatsberichte der Akademie der Wissenschaften zu Berlin Jahr 1867 p. 233. 

11) Archiv für die gesammte Physiologie III 1870 p. 424. 

12) ibid. VII 1873 p. 632. 13) Die physiologische Diagnostik d. Nervenkrankheiten 1 875. 



physiologische Reaktionszeit 



303 



Leitungswiderstand (galvanischer) des Nerven vom Frosch: 
Längswiderstand 2 */a Mill. mal so gross als bei Quecksilber (L.Hermann) 1 ) 
Querwiderstand 12 1 / 2 „ „ „ „ „ „ „ 

Das Leitungsvermögen des Froschnerven ist 14,8 mal (12,6 — 17,8 
mal) so gross, als das des destillierten Wassers (E. Harless) 2 ). 



Elasticität und Kohäsion der Nerven des Menschen 



Nerv 

Ischiadicus 
Tihialis posticus 



Hautnerv 



Ge- 
schlecht 



w. 
m. 



w. 



(vergl. p. 289) 



Alter 
(Jahre) 

21 
40 
60 

74 

(4. 



specif. 
Gewicht* 

1,030 
1,041 
1,028 
1,014 
* vergl. 
p. 40 



Elastici- 
tätskoef- 
flcient 
in k 

10,053 
26,427 

13.517 
14,004 



Kohäsion 

in k 
pro 1 mm 2 

0,900 
1,300 
0,800 

0,590 
0,807 
1,271 



Beobachter 



G. Wertheim 3 ) 



J7 

Valentin 4 ) 



Reaktionszeiten 5 ) („physiologische Zeit") 

von Hand zu Hand "(elektrische Reizung) 

1,12776 Sekunden H e 1 m h 0 lt z 
0,12495 

1,1733 A. Hirsch 

0,1911 „ 
0,1697 Kohlrausch 
0,153 v. Wittich 

0,166 „ 
0,1276 Exner 
0,1283 „ 

0,1087 v.Vintschgau u.Hönigschmied 6 ) 

0,1449 „ 

0,1747 

0,1860 

0,117 J. v. Kries>und F. Auerbach 7 ) 

0,146 

(rundes Ge- 
samtmittel) 0,15 Sekunden) 



1) Archiv für die gesammte Physiologie V 1871 p. 229. 

2) Abhandlungen der mathemat.-physikal. Classe der K. bayerischen Akademie der 
Wissenschaften VIII 2. Abtheilung 1858 p. 345. 

3) 1. p. 160 c. 

4) 1. p. 113 c. p. 791 (cf. p. 160). 

5) Zusammenstellung nach E x n e r , Hermann's Handbuch der Physiologie II 2 p. 263. 
Die Beobachter s. Anmerkungen auf voriger Seite. 

6) Archiv für die gesammte Physiologie XII 1876 p. 115. Schwache elektrische Rei- 
zung einer Fingerspitze. 4 Versuchspersonen. Mittelwerte. 

7) Archiv für Anatomie und Physiologie, physiolog. Abtheilung 1877 p. 297. 



304 



Physiologischer Teil 



Beobachter 

77jähriger Mann 0,9952 Sek. Exner 

rechte Hand : rechter Hand (elektr. 

Reizung) 0,1390 „ 

Berührung der Hand: 0,236 v. Wittich 

0,1299-0,1790 v. Vintschgau und 

Hönigschmi ed 

Berührung des Vorderarms 

derselben Seite 0,1546 Sek. Hankel *) (Signal mit 

der Hand) 



Stirn : Hand (elektr. Reizung) 


0,1374 


Exner 




0,1301 


v. Wittich 


Gresicht:Hand (elektr. Reizung) 


0,111 


Hirsch 


(Berührung) 


0,107 


Men denhall 2 ) 


Fuss : Hand (elektr. Reizung) 


0,1749 


Exn er 




0,208 


Schelske 




0,256 


v. Witt ich 


Grehör:Hand (Schallempfindung) 


0,179 . 






0,1360 


Exner 




0,149 


Hirsch 




0,151 


Hankel 




0,180 


D o nd er s 




0,128 


Wundt 


Knall des Induktionsfunkens 


0,120 


v. Kries 




0,122 


Auerbach 


Auge : Hand (direkte elektr. Rei- 






zung der Netzhaut) 


0,1139 


Exn er 


V 


0,162 


v. Witt ich 


(Sehen eines elektr. Funkens) 


0,1506 


Exner 




0,186 


v. Wittich 


» 


0,213 


Mendenhall 


V 
» 


0,2268 
0,2447 


» Hankel 




0,1974 : 
0,2038 


. Hir s ch 


(Sehen einer weissen Karte) 


0,292 


Mendenhall 


( „ e. Stücks hellen Himmels) 


0,2057 


Hankel 


Auge : Unterkiefer (Sehen 






eines elektr. Funkens) 


0,1377 


Exner 



1) Annalen der Physik und Chemie CXXXII 1867 p. 134. — Berichte über die Ver- 
handlungen der K. sächs. Gesellschaft der Wissenschaften zu Leipzig XVIII 1866 p. 46. 

2) American Journal of sciences and arts II 1871 p. 156. 



Unterscheidungsempfindlichkeit, Terminalkörperch'en 305 

Beobachter 

Auge : Fuss 0,1840 Exner 

Leistengegend:Hand (elektr. 

Heizung) 0,1 78 Schelske 

Zunge : Hand (Berührung) 0,1211—0,1742 v. Vintschgau und 

Hönigschmied 

Als physiologische Zeit rechnet Donders 1 ): 
für das Gefühl 1 j 7 Sekunde 
„ „ Gehör i/s » 
„ „ Gesicht V 5 „ 

Zunahme der „richtigen Fälle" mit zunehmenden Reizgrössen 

resp. Reizunterschieden 

o/o Zahl der richtigen Fälle Reizgrösse (Vierordt) 2 ) Reizunterschied (Pechner) 8 ) 



IOO 


1000 


(99 %) 1.644 


95 


851 


1,163 


90 


776 


0,906 


85 


680 


o,733 


80 


634 


o,595 


75 


599 


o,477 


70 


559 


o,37i 


65 


524 


0,272 


60 


495 


o,i79 


55 


467 


0,089 


50 


439 




45 


411 




40 


385 




35 


359 




30 


332 




25 


306 




20 


277 





Tastsinn 

Dimensionen (mm) und Vorkommen der Terminalkörperchen 4 ) 

a) Vater'sche Körperchen 5 ) 
lang breit 



an Vola manus * ^ 
„ Planta pedis ( 

Stiel 3,4 0,09 

Innenkolben 0,9 0,45 

Terminalfaser — 0,014 — 0,002 dick 



1) Archiv für Anatomie, Physiologie und wissenschaftliche Medicin 1868 p. 664. 

2) L p. 177 c. p. 416. 2 Zahlen sind korrigiert. 

3) Abhandlungen der mathematisch - physischen Classe der K. sächsischen Gesellschaft 
der Wissenschaften XIII 1887. 

4) Krause, Nachträge zur allgemeinen und microscopischen Anatomie 1881 p. 165 ff. 

5) nach H e n 1 e und K ö 1 1 i k e r , Über die Pacini'schen Körperchen an den Nerven 
des Menschen und der Säugethiere 1844. 

Vierordt, Dat. u. Tabell. f. Med. 2. Aufl. 20 



306 



Physiologischer Teil 



Anzahl (Minimalzahlen) 1 ) 
an der ganzen Hand oder dem ganzen Fuss 
„ den Gelenken und in der Tiefe der oberen Extremität 



c. 
c. 



600 
530 



» n » n n n n n unteren „ c. 317, 

und zwar: Volarfläche des Daumens (im Unterhautbindegewebe) 65, Zeigefinger 95, an 
allen 5 Fingern 385, Phalangealgelenke der Finger, an jedem Gelenk 15—22, Metakarpal- 
gelenke 16—31, Carpus 10, Handgelenk 4, Nervus interosseus antibrachii dorsalis 12, 
Ellbogengelenk (Beugeseite) 96, Schultergelenk 8 — Phalangealgelenke des Fusses 6—17 
Metakarpalgeleuke 5—18, Tarsus 9, Fussgelenk 11, Nervus ligamenti interossei cruris ö! 
Kniegelenk 19, Hüftgelenk 4. 

b) Zahl der Vater-Pacini'schen Körperchen in den 
tieferen Hautschichten (Hartenstein) 2 ). 



Mamillarregion 
Oberarm, unteres Drittel 
Beugeseite 
Streckseite 
Vorderarm, unteres Drittel 
Beugeseite 
Streckseite 



Handteller 
Finger, 
>) 

Fusssohle 
Zehen, 



Volarfläche 
Dorsalfläche 



Volarfläche 
„ Dorsalfläche 

An zahlreichen anderen Stellen wurden keine gefunden. 



Grösse der unter- 


Zahl 


suchten Hautstiicke 


der 


cm 2 


Körperch 


30 


10 


3 


2 


2 


2 


4 


2 


4 


0 


8,5 


5 


12 


8 


5 


0 


11 


9 


9 


9 


4 


0 



Vola manus 
Planta pedis 
Dorsum manus 
Mittelwerte 



c) Tastkörperchen 
lang 

j 0,11—0,16 



breit 

0,045—0,056 



0,034 



0,034 
0,066—0,11 

Nervenfasern innerhalb der Papille 0,005 — 0,0065 dick 

Abstand des Körperchens vom Gipfel der Papille 0,0022 
Es kommen auf 1 mm 2 Haut Tastkörperchen (G. Meissner) 
am 3. Glied des Zeigefingers c. 21 

9 9. 

n 7? n 11 ° 

1 R 

» n n n ** 

„ Metacarpus des 5. Fingers 1 — 2 

an der Plantarfläche des letzten Glieds der grossen Zehe 7 
in der Mitte der Fusssohle 1 — 2 

Am unteren Teil der Volarfläche des Vorderarms kommt auf 35 mm 2 
Haut 1 Körperchen. — An den Zehen kommt 1 Tastkörperchen auf 3 Ge- 
fässpapillen (Meissner). 



1) Krause, Anatomie I p. 502. 

2) Die topographische Verbreitung der Vater'schen Körperchen beim Menschen. 
Dorpater Dissertation 1889 p. 30—32. 



Hautsensibilität 



307 



Ortsinn der Haut (E. H. Weber) ') 



1. Zungenspitze 

2. Volarseite des letzten Fingerglieds 

3. roter Teil der Lippen 

4. Volarseite des zweiten Pingerglieds 

5. Dorsalseite des dritten Glieds der Finger 

6. Nasenspitze 

7. Volarseite der Capitula ossium metacarpi 

8. Mittellinie des Zungenrückens 1 2,7 mm weit 

9. Rand der Zunge J von der Spitze 

10. nicht roter Teil der Lippen 

11. Metacarpus des Daumens 

12. Plantarseite des letzten Glieds der grossen Zehe 

13. Rückenseite des zweiten Glieds der Finger 

14. Volarfläche der Hand 

15. Backen 

16. äussere Fläche des Augenlids 

17. Mitte des harten Gaumens 

18. Haut auf dem vordem Teil des Jochbeins 

19. Plantarseite des Mittelfussknochens der grossen 
Zehe 

20. Rückenseite des ersten Glieds der Finger 

21. Rückenseite der Capitula ossium metacarpi 

22. innere Oberfläche der Lippen nahe am Zahn- 
fleisch 

23. Haut auf dem hintern Teil des Jochbeins 

24. hinterer Teil der Stirn 

25. hinterer Teil der Ferse 
behaarter unterer Teil des Hinterhaupts 
Rücken der Hand 
Hals unter der Kinnlade 
Scheitel 



Erwachsener 
mm 

1,1 

2,3 



4,5 



26. 
27. 
28. 
29. 



6,8 



30. Kniescheibe und Umgegend 



\ 11,3 



13,6 
15,8 



15,8 



18 

20,3 

22,6 

27,1 
31,6 



33,9 



36,1 



12j. Knabe 2 ) 
mm 

1,1 

1,7 



3,9 



4,5 



6,8 



6,8 
9,0 
9,0 
9,0 
9,0 
11,3 
11,3 



9,0 



13,5 



13,5 
15,8 
18,0 
20,3 
22,6 
22,6 
22,6 
22,6 
31,6 



1) Wagner's Handwörterbuch der Physiologie III 2. Abteilung 1846 p. 539. — 
Entfernung der Zirkelspitzen, die noch eine Doppelempfindung geben ; die Zahlen sind um- 
gerechnet und abgerundet. — Nr. 9, 14, 33 sind ergänzt aus : Annotationes anatomicae et 
physiologicae (Programmata). Fasciculus I 1834. 

2) Diese Tabelle bei Landois, Lehrbuch der Physiologie des Menschen 2. Aufl. 
1881 p. 929. 

20* 



308 



Physiologischer Teil 



31. Kreuzbein 

32. Glutaeus 

33. Akromion 

34. am oberen und unteren Teil des Unterarms 

35. am oberen und unteren Teil des Unterschenkels 

36. auf dem Rücken des Fusses in der Nähe der 
Zehen 

37. auf dem Brustbein 

38. Rückgrat und Nacken unter dem Hinterhaupt 

39. Rückgrat in der Gegend der 5 oberen Brust- 
wirbel 

40. Rückgrat in der Lenden- und unteren Brust- 
gegend 

41. Rückgrat an der Mitte des Halses 

42. Rückgrat an der Mitte des Rückens 

43. Mitte des Oberarms und Oberschenkels 



Erwachsener 12jähr. Knabe 
mm mm 

33.8 



40,6 



45,1 



54,2 



67,7 



33,8 



36,1 
36,1 



36,1 
33,8 
36,1 



40,6 
31,6 



Raumsinn der Haut 1 ) 



Oberarm 

Vorderarm 

Hand 

Mittelfinger 

dto. 3. Glied (Grenze des 1. u. 2. Viertels) 
dto. 2. Glied (Mitte) 

dto. 1. Glied (Grenze des 3. u. 4. Viertels) 
dto. 1. Glied (Grenze des 1. u. 2. Viertels) 

Oberschenkel (Hüfte bis Knie) 

Unterschenkel (Knie bis Fussgelenk) 

Fussrücken 

grosse Zehe 



kleinster 



grösster 



Stumpfheitswert (mm) 



44,58 
22,54 
7,78 
2,47 
3,60 
5,31 
6,15 
7,04 
43,88 
27,5 
19,44 
10,33 



53,75 
41,21 
20,41 
7,50 



72,52 
35,6 



c. 32 



17,25 



1) s. K. Vierordt, 1. p. 177 c. p. 343 ff. Es ist der kleinste Abstand zweier 
zugleich berührter Hautstellen gemeint, welcher in allen Fällen eine Doppelempfindung 
ergiebt. Die Versuche sind von Kottenkamp und Ullrich, Zeitschrift für Biologie 
VI 1870 p. 37, Knöller, Paulus, ibid. VII 1871 p. 237, Riecker, ibid. IX 1873 
p. 95, X 1874 p. 177, G. Hart mann, ibid. XI 1875 p. 79. Paulus, Eiecker [X] 
und Hartmann auch Tübinger Dissertationen: Versuche über den Raumsinn der Haut 
der unteren Extremität. Tübingen s. a. — Versuche über den Raumsinn der Kopfhaut. 
München 1874. — Der Raumsinn der Haut des Rumpfes und des Halses. München 1875. 



Hautsensibilität 



309 



Kinnspitze 

weisser Teil der Unterlippe 
roter „ „ » 

n Oberlippe 

Nasenspitze 
Glabella 

oberer Eand der Stirnhaut 
Mitte des Stirnbeins 
Pfeilnaht 
Scheitel 

Angulus occipitalis (des Scheitelbeins) 
Os occipitis 

Dornfortsatz des 7. Halswirbels 
Zungenspitze 

Mitte des Unterkieferrands 

Mundwinkel 

Wange 

unteres Augenlid 
oberes „ 
über den Augenbrauen 
oberer Rand der Stirnhaut 
Scheitelbein (oben) 

dto. (hinten) 
Unterkieferwinkel 
Mitte des Unterkieferastes 
Kiefergelenk 
Schläfengegend 

dto. in der Höhe der Augenbrauen 
Scheitelbein (ungefähr die Mitte) 
Processus mastoideus 

Schamfuge 

Mitte zwischen Schamfuge und Nabel 
Nabel 

Mitte zwischen Nabel und Schwertfortsatz 
Schwertfortsatz 
Mitte des Brustbeins 
Incisura semilunaris sterni 
Mitte zwischen Incisura thyreoidea sup. und 
Incisura semilunaris sterni 



kleinster grösster 

■y 1 

Stumpfheitswert (mm) 



10,69 




9,0 




4,58 




5,19 




8,40 




18,83 




19,42 




25,23 




26,93 




23,19 




19,37 




19,86 




38,87 




1,91 




18,90 




17,68 




14,30 




11,19 




9,05 




18,90 




26,95 




25,71 




25,06 




30,31 




27,32 




28,96 




22,83 




25,59 




24,26 




25,03 




vordere 




Medianlinie 


Seitenwan 


42 2 




41,6 


49,5 


39,0 


64,1 


42,0 


58,4 


52,039 


64,35 


38,0 


47,1 


37,0 




29,2 





310 



Physiologischer Teil 



kleinster 



grösster 



Incisura thyreoidea superior 
über dem Hüffcpfannenrand 
unter dem Schlüsselbein 

über dem Steissbein 

5. Lumbalwirbel 

unterhalb des 12. Brustwirbels 

6. Brustwirbel 

unterhalb des 7. Halswirbels 
4. — 5. Halswirbel 
2. Halswirbel 



Stumpfheitswert (mm) 



29,6 



hintere 
Medianlinie 

52,2 

50,2 

48,2 

52,8 

38,8 

33,85 

28,69 



48,7 

52,2 



Temperatursinn (Nothnagel) 1 ) 
Es werden unterschieden an: 

Vorderarm 1 Streck- und 1 

> > 0 2 ° C 

Oberarm J Beugeseite ' 

Handrücken 0,3 

Wange 0,4—0,2 

Schläfen 0,4—0,3 

Brust, oben aussen 0,4 

Oberbauch, seitlich 0,4 

Hohlhand 1 

Fussrücken | ' ' 

Oberbauch, Mitte 0,5 

Oberschenkel, Streck- und Beugeseite 0,5 

Unterschenkel, Wade 0,6 

Brustbein 0,6 

Unterschenkel, Streckseite 0,7 

Rücken, seitlich 0,9 

dto. in der Mitte 1,2 

Die grösste Unterscheidungsempfindlichkeit für Temperaturen finden: 

Nothnagel bei 27—33° C 

Fechner 2 ) „ 12—25° 

Lindemann 3 ) „ 26—39° 

Alsberg*) „ 35—39° 



1) Deutsches Archiv für klinische Medicin II 1867 p. 284. 

2) Elemente der Psychophysik 1. Theil 1860 p. 201. 

3) De sensu caloris. Dissertation. Halis 1857. 

4) Untersuchungen über den Raum- und Temperatursinn. Marburger Dissertatiou 
1863. 



Temperatursinn, Drucksinn 



311 



Temperaturpunkte (Golds cheider) 1 ) 
Minimalwerte (mm) der Entfernungen, bei welchen eine Doppel- 
empfindung erfolgt: 





Kältepunkte 


Wärmepunkte 


Stirn 


0,8 


A EL 

4 — 5 


Wange 


0,8 


3 


Kinn 


0,8 


4 

4 

■ 


Brust 


2 


4 — 5 


Bauch 


1 — 2 


4 — 6 


Rücken 


1,5—2 


4 — 6 


Oberarm (Beugefläche) 


1,5 


2 — 3 


Oberarm (Streckfläche) 


2 


2—3 


Vorderarm (Beugefläche) 


2 


2 


Vorderarm (Streckfläche) 


3 


3 


Hohlhand 


0,8 


2 


Handrücken 


2—3 


3—4 


Oberschenkel 


2—3 


3—4 


Unterschenkel 


2—3 


3—4 


Fuss 


3 


ohne Resultat 



Drucksinn 

a) empfundene minimale Druckwerte (Aubert und Kammler) 2 ) 

(mg) 

Stirn, Schläfe, Ohrmuschel, Nase, Wangen 2 

Augenlider, Lippen, Kinn 5 

behaarter Teil des Kopfes 15 

Schlüsselbeingegend, Axillargegend, Bauch vorn, Oberarm vorn 5 

Bauch seitlich, Darmbeinkamm, Nacken, Rücken, Schultern, 

Oberarm hinten, Steissbeingegend 5 — 15 

Nates, Trochanteren, Oberschenkel 15 

Vorderarm, Volarseite (3 — )5 

Handteller 5—15 

Daumenballen 35(— 115) 

Finger, Volarseite, 1. Phalangen 35 — 115 

2. „ 15—115 

3 35—115 

Vorderarm, Dorsalseite, oben und unten 2( — 15) 



1) Archiv für Anatomie und Physiologie Jahrgang 1885. Supplementband zur phy- 
siologischen Abtheilung p. 72. 

2) Untersuchungen zur Naturlehre des Menschen und der Thiere V 1858 p. 149. — 
Die Tabellen sind vereinfacht in der Art, dass nach Massgabe der bei 4 Versuchspersonen 
am häufigsten vorkommenden (übrigens ziemlich schwankenden) Werte Durchschnittszahlen 
aufgestellt sind. — S. a. Kammler, Experimenta de variarum cutis regionum minima 
pondera sentiendi virtute. Dissert. Vratislaviae 1858. 



312 



Physiologischer Teil 



Handrücken 

Finger, Dorsalseite, 1. Phalangen 

2. 

3- „ 

Ferse 

äusserer Fussrand 

Plantarseite des Fusses, sämtliche Zehen 

Fussgelenk 

Fussrücken 

Dorsalseite des Fusses, sämtliche Zehen 
Nägel der Finger und Zehen 



2—5 
5—115 
15—115 
35—115 
(35— )115 
115 
(115— )515 
15—215 
10—115 
10—215 
1000 



b) Unterscheidungsvermögen für 

(F. A. Rud. 
Um die Veränderung fühl 



Druck hei 1 g Grundbelastung 
Dohm) !) 

bar zu machen, ist nötig 



Ringfinger 

3. Phalanx der Finger 
Vola „ 
Zeigefinger 
Daumen 

Finger im allgemeinen 
2. Phalanx 
kleiner Finger 
Fingerrücken 

Volarfläche von Hand und Fin- 
gern zusammengenommen 
1. Phalanx 
Mittelfinger 
Vola der Hand 

Dorsalfläche von Hand und Fin- 
gern zusammengenommen 
Hand im allgemeinen 
Handrücken 

Radialseite des Vorderarms 
Ulnarseite „ „ 
Vorderarm im allgemeinen 



Gewicht 
wegge- 
nommen 

(g) 
0,196 

0,294 

o,358 
0,260 
0,412 
0,378 

0.355 
0,550 
0,398 

0,449 
0,480 

0,483 
0,541 

o,55 6 
0,636 
0,714 
0,741 
0,766 
0,857 



Erwachsener 

Gewicht 
zugelegt 

(g) 
0,425 
0,465 
0,526 
0,625 
0,487 

0,549 
0,631 

0,475 
0,653 

0,650 
0,682 
0,736 

o,774 

0,822 
0,883 
0,992 

1.555 
1,688 
1,904 



Mittel aus 
den vorher- 
gehenden 

(g) 
0,310 

o,379 
0,442 
0,442 
0,449 
0,463 

0,493 
0,512 

0,525 

o,549 
0,581 
0,609 

0,657 

0,689 
o,759 

0,853 
1,148 
1,227 
1,380 



llj. Knabe 

Gewicht 
zugelegt 

(K) 
0,88 

0,52 

0,99 
o,66 

0,72 

0,86 

0,631 

1,08 

o,73 

1,18 
1,06 
0,91 
1,38 

1,09 
1,42 
1,46 

2,47 
2,72 
2,60 



c) relatives Unters cheidungs vermögen für Druck (A. Eulenburg) 2 ) 
Stirn 
Lippen 

Zungenrücken 
Wangen 
Schläfen 



V 3 0(- 1 /40) 



1) Zeitschrift für rationelle Medicin 3. Reihe X. Bd. 1861 p. 362. — Auch : De varia 
variarum cutis partium ponderum impositorum discrimina sentiendi facultate. — Kieler 
Dissertation 1859 p. 7. — Die Werte sind nach der mittleren Empfindlichkeit des Erwach- 
senen geordnet. 2) Berliner klinische Wochenschrift 6. Jahrgang 1869 p. 469. 



Schmerzempfindung, elektro-kutane Sensibilität 



313 



1 /io V20 



Dorsalseite des letzten Fingerglieds 

n n Vorderarms 

Handrücken 

Dorsalseite des 1. und 2. Fingerglieds 
Volarseite der Finger 
„ Hand 
des Vorderarms 

Oberarm 

Ober- und Unterschenkel, Streckseite nahezu = dem des Vorderarms 
Fussrücken 

Dorsalseite der Zehen 
Plantarseite „ „ 
Fusssohle 

Ober- und Unterschenkel, Beugeseite 



mit allmählich ab- 
nehmender Empfind- 
lichkeit 



Druckschmerzempfindung (Pacht) 1 ) 
elektro-kutane Sensibilität (M. Bernhardt) 2 ) 



Körperstelle 


Minimum für 
Druckschmerz 
kg 


elektro-kutanes 
Schmerzminimum Empfindungsminimum 
(Rollenabstand in cm) 


Stirne 


2,0 


12,6 


H-4 


Augenlider 


i,3—i,4 


14,2 


15-2 


Wange 


1,8 


12,5 


14,8 


Nasenspitze u. -flügel 


1,0 


13.0 


15,7 


Lippen 


1,2—1,3 


12,5 


r 5,i 


,, Philtrum 


i,6 


13,0 


14-5 


Hals, seitlich oben 


2,3 


11,8 


12,7 


,, hinten 


2,8 


n,5 


13,0 


Brustbein, Mitte 


3-2 


n,4 


13,0 


Dornfortsätze, Brustgegend 


3-4 


11,6 


12,7 


Lendengegend, Mitte 


3-8 


11,2 


12,7 


Kreuzbein, Mitte 


4,2 


11,25 


12,35 


Glutäalgegend 


2,9-3.5 


11,1 


12,8 


Akromion 


3-0 


11,25 


13.7 


Oberarm vorn 


4,i 


10,1 


12,8 


hinten 


2,6 


10,1 


12,8 


,, innen 


37 


10,1 


12,8 


,, aussen 


2,6 


10,1 


12,8 


Vorderarm vorn 


' ■ -3,5 • 


• • 93 ■ • • 


12,6 


hinten 


3,° 


9-3 


12,6 


,, Ulnarseite 


3-6 


9-3 


12.6 


,, Radialseite 


3,o 


9-3 


12,6 



1) Anordnung der Tabelle nach Pacht, über die cutane Sensibilität. Dorpater Disser- 
tation 1879 p. 83. Die Druckschmerzmessungen sind mit dem Bjö r n ström'schen 
Algesimeter (1. c. p. 27) angestellt, von der ausführlichen Tabelle vergleichshalber nur 
diejenigen Werte aufgenommen, die auch bei der elektro - kutanen Sensibilität ver- 
treten sind. 

2) Die Sensibilitätsverhältnisse der Haut 1874. Die Zahlen beziehen sich auf den 
Rollenabstand eines du Bois-Reymond' sehen Schlittenapparats ; der konstante Abstand 
der Elektroden des Zirkels betrug 0,5 cm. 



/ 



314 



Physiologischer Teil 



Körperstelle 


[Y 1 1 1 Irl 1 1 tYl i 1 1 I- 

IM 1 1 1 1 1 1 1 U 1 1 1 IUI 

jL»r uck hcn merz 
Irr» 


elektro-kutanes 
Schmerzminimum Empfindungsminimum 
(Rollenabstand in cm) 


Hohlhand 


4-i 


7.5 




Daumenballen 


47 


8,0 


I0.5 


Handrücken 


4,0 — 4.2 


9.9 


11. 6 


Köpfchen der Mittelhand 


5-8 


Q.2 


11,6 


1. Fingerglied 








Beugeseite 


4-9 






Streckseite 


4,0 


9-7 


1 2,0 


2. Fingerglied 








Beugeseite 


4,3 


/ * y 


IO c; 


Streckseite 


3-5 


8,7 




3. Fingerglied 






TIC 
* *' J 


Beugeseite 


3-3 


8,4 


Oberschenkel vorn 


3.i 


10,2 


12,3 


„ hinten 


3-6 


10,2 


12,3 


,, innen 


3-3 


10,2 


12,3 


„ aussen 


3.4 


10,2 


12,3 


Kniescheibe 


7.7 


9,8 


"»3 


Tibia 


3-7 


10,2 


",5 


Fibula 


3-3 


10,2 


11. 5 


Wade innen 


2-9 


10,2 


ii.S 


hinten 


3,o 


10,2 


ii,5 


Fussrücken 


4,0 


9.2 


12,0 


Fusssohle Mitte 


4,6 


4,0 


10,2 


3. Zehenglied 








Beugeseite 


3-1 


6,5 


10,6 



Gehörssinn 

Dimensionen des Ohrs und Gehörapparats p. 99 — 101. 
Chemische Zusammensetzung des Ohrenschmalzes 



(Petr equin) *) 

1 II 

Wasser io0/ 0 n,5% 

Fette 26 30,5 

Kaliseife, löslich in Alkohol 38 17 

„ „ „ Wasser 14 24 

unlösliche organische Stoffe 12 17 

Kalk und Natron Spur — 



(Angeblicher) Einfluss der Ohrmuschel auf das Hören 

(Rinne) 2 ) 

(Ticken einer Uhr) 
Hörweite Muschel frei Muschel mit Brotteig ausgefüllt 



vorn 18,27 cm 6,1 cm 

rechts 1940 H,°5 

links 18,27 15.35 

hinten 12,86 3-6i 



1) Comptes rendus de l'academie des sciences T. LXVIII 1869 p. 941. — Nr. I 
(Analyse von Chevalier) sind Individuen mittleren Alters, U Greise. 

2) Zeitschrift für rationelle Medicin 3. Reihe XXIV 1865 p. 12. Die Zahlen sind um- 
gerechnet. 



Grenze des Hörens 



315 



Eigenton des Ohrs 

bei Perkussion des Processus mastoideus = h mit 244 Schwingungen 
(Helmholtz). 

Hör vermögen 

Untere Grenze der Empfindung (Preyer) 1 ): 
ein Ton wurde gehört von P. schon hei 16 Schwingungen (Metallzungen) 

von andern erst bei 19 — 23 Schwingungen. 

Obere Grenze für die Empfindung höchster Töne nach : 
Chladni 2 ), Biot 3 ) bei 8192 Schwingungen 1 
Wollaston*) „ 20000—25000 „ J ( 61 6n) 

Savart 5 ) „ 25 000 „ (Zahnrad) 

Despretz 6 ) „ 32 000 „ (Stimmgabeln) 

Preyer 7) „ 40000 

im übrigen aber grosse Unterschiede. 

Es wird noch gehört : 
1 mg schweres Korkkügelchen, aus 1 mm Höhe auf eine Glastafel fallend 
(Schafhäutl) 8 ). 

Bei verschiedenen Individuen wurde — über die Einheit des 
Schalls s. p. 163 — gefunden (K. Vierordt) 9 ): 

an V. selbst 12,84 (8,78—18,07) 

bei 4 Studenten je 2mal 5,3 u. 5,0 
von H. Vierordt 10 ) anfänglich 7,9—3,4, später 11 ) 0,78 (0,78mg schweres 
Bleikügelchen aus 1 mm Höhe) und weniger. 



1) Über die Grenzen der Tonwahrnehmung 1876 (Physiolog. Abhandlungen, 1. Reih» 
1. Heft) p. 10 u. 11. 

2) Die Akustik 1802 p. 34. 

3) Lehrbuch der Experimentalphysik, übersetzt von G. Th. Pechner 2. Aufl. 2. Bd. 
1829 p. 21. 

4) Philosophical Transactions of the Royal Society of London for the year 1820 
(Part II) p. 312. 

5) Poggendorffs Annalen der Physik und Chemie XX 1830 p. 292. 

6) ibid. LXV 1845 p. 440. — Comptes rendus de Pacad<5mie des sciences XX 1845 
p. 1215. 

7) s. o. Anmerkung 1 p. 23. 

8) Abhandlungen der mathematisch-physikalischen Classe der bayrischen Akademie der 
Wissenschaften VII 1853 p. 501. 

9) Die Schall- und Tonstärke und das Schalleitungsvermögen der Körper, heraus- 
gegeben von H. Vierordt 1885 p. 68 u. 74. 

10) ibid. p. 73. 

11) 1. p. 163 (Anmerkung 4) c. p. 9. 



316 



Physiologischer Teil 



Unterscheidungsempfindlichkeit für Schal 1 stärken 

(Renz und A. Wolf) ') 

Relative Schallst firke W. 



K. 



IOOO : 919,5 56,5% richtiger Entscheidungen coo/,, 

1000 : 846 84,6 6 

IOOO : 778 81,1 

1000 : 716 100 joo 

Nach Angaben der physikalischen Handbücher hört man: 

eine starke Männerstimme auf 0 2 k m 

„ Eskadron Kavallerie od. schweres Geschütz im Trab bis auf 0^8 

einen Flintenschuss auf g " 

„ Kanonenschuss auf jr 0 
der Ausbruch eines Vulkans auf St. Vincent (kl. Antillen) wurde 

gehört auf 4 g 0 ^ 

Unterscheidungsempfindlichkeit für Tonhöhen (Preyer) 8 ) 

Q . . , , absolute relative 
Scliwingungszahlen y ■ 

Unterscheidungsempfindlichkeit 
120 2,39 287 

440 2,75 I2 i 2 

SOO 3-33 1666 

1000 2,00 2000 

Gewöhnlich kann etwa 1 / S0Q gerechnet werden. 

Bei 64—1024 Schwingungen betragen die Unterschiedsschwellen im Durchschnitt 
0,2 Schwingungen (E. Luft) 8 ). 



Gesichtssinn 

Chemische Zusammensetzung des Auges (Michel 
und Henry Wagner) 4 ) 

Frische Sklera (des Schweins): 65,51% Wasser 0,867% Asche 

Hornhaut: 

Epithel 72,11 % Wasser 

eigentliches Hornhautgewehe 72,75 „ „ 0,66 % Asche 

Membrana Descemeti 78,16 „ „ 

Kammerwasser (Schwein): 

Wasser 98,710 % 

Aschesubstanzen 0,890 „ 

Eiweiss 0,107 „ 

übrige organische Substanzen 0,293 „ 



1) Archiv für physiologische Heilkunde Jahrgang 1856 p. 191. — Poggendorff's 
Annalen der Physik und Chemie XCVIII 1856 p. 602. — Die Versuche wurden mit einer 
in verschiedene Entfernung vom Ohr gehaltenen Taschenuhr angestellt. 

2) 1. p. 315 c. p. 32. 

3) Philosophische Studien, herausgegeben von W. Wundt 4. Bd. 1888 p. 529. 

4) Archiv für Ophthalmologie XXXII. Band Abtheilung II 1886 p. 155, woselbst auch 
ältere Analysen von Lohmeyer (s. p. 252), Schneyder etc. 



Analyse des Auges und der Thränen 



317 



Linse (ohne Kapsel) l ) : 
Wasser 

lösliche Eiweisskörper 
unlösliche „ 

Fett mit Spuren von Cholestearin 
Asche höchstens 
Glaskörper (Ochse): 
Wasser 
Asche 
Eiweiss 

übrige organische Substanzen 



60,0 % 
35,0 „ 
2,5 „ 
2,0 „ 
0,5 „ 



98,81 % 
0,94 „ 
0,09 „ 
0,16 „ 



Chemische Zusammensetzung der Thränen 



Wasser 

feste Bestandteile 

Albumin 

Epithelium 

Chlornatrium (Hauptbestandteil) 

phosphorsaures Alkali 

Erdphosphate 

Schleim 

Fett 

Asche 



Prerichs 2 ) 
I II 
99.o6 o/ 0 98,70 O/o 
0,94 1,30 



Lerch 3 ) 



0,08 
0,14 



0,72 



0,42 



0,10 
0,32 

0,88 
o,54 



98,223 o/o 

i,777 
0,504 



anorg. Salze 0,016 
Chlornatrium 1,257 



0,520 



Spuren von Fett 



Magaard 4 ) fand bei der Veraschung 98,12 0/ 0 Wasser, 1,4638 0/ 0 organische, 0,416% 
anorganische Bestandteile. 

Grrössenverhältnisse der knöchernen Augenhöhle s. p. 64, 101, 

102, 122. 

„ des Auges und seiner Teile s. p. 101 

-107. 



Distanz beider Bulbi 

Die Entfernung beider Augenhöhlenachsen von einander an 
der Gesichtsapertur der Orbita beträgt im Mittel 62 mm. 



Hy p ermetr op en 

Emmetropen 

Myopen 



a) bei verschiedener Refraktion 

Entfernung der Entfernung der 

beider verglichen mit äusseren Orbitalränder 
Pupillen („Orbitaldistanz") 



58,64 mm 

59.6 „ 

59.7 „ 



85.8 mm 
86,6 „ 

86.9 „ 



Differenz 
(einseitig) 
(Emmert) 6 ) 

13,5 mm 

13.5 „ 

13.6 „ 



1) Kühne, Lehrbuch der physiologischen Chemie 1868 p. 404. 

2) Artikel Thränensekretion in Wagner's Handwörterbuch der Physiologie III. Bd. 
1. Abtheilung 1846 p. 618. 

3) mitgeteilt von Arlt im Archiv für Ophthalmologie I. Bd. Abtheilung II 1855 p. 137. 

4) Virchow's Archiv 89. Bd. 1882 p. 270, auch Freiburger Dissertation 1882: Über die 
Secretion und das Secret der menschlichen Thränendrüse. 

ö) Auge und Schädel 1880 p. 19. 



318 



Physiologischer Teil 



b) in verschiedenen Lebensaltern (Holmgren) 1 ) 

(männliche Individuen) 



l 9l 



Alter 
(Jahre) 

7— 
15- 
17 
18 

19 
20 

21 
22 
20 — 22 

23 
24 

25 
26 

27 
28 
29 
30 
31 



(E. Pßügerf)^ 



-59 



(Pflüger) 2 ) 



62 
61,00 

65-97 

62,75 
62.58 
63,66 
62.46 
61-63 
63.64 
61,63 

63.07 
62,86 
62.04 
60,76 

64.95 
61,66 
61,83 



Alter 
(Jahre) 

32 
33 
34 
35 
36 
37 
38 

39 
40 

44 
45 
46 
47 
49 
50 
51 
54 



mm 
62.94 

62.75 
63,00 

59,75 
6i,33 
6333 
64.50 
58,00 

64,5° 
60,00 

63.25 
64,00 
65,00 

59,50 
64,00 

64,00 

62,80 



Mittel 26,38 Jahre 



62,64 mm 



Nach Beselin 3 ) nimmt (bei 5 — 18j. Mädchen) die Pupillendistanz 
pro Jahr um durchschnittlich 0,5 mm zu. 

Durchmesser der Pupille beim Nahesehen (Olbers) 4 ) 

Entfernung des Objects (mm) Durchmesser der Pupille (mm) 

4,04 
4-93 



108 
216 

324 
432 
540 
648 

756 



5,31 
5,62 

5.89 
6,07 
6,16 



Pupillenverengerung nach Lichteinfall 
beginnt im Mittel nach 0,49 Sekunden 
erreicht ein Maximum ,, 0,58 „ 



18 — 22jähr. Emmetropen 
bei Individuen in den 40er Jahren 



Pupillenweite 

a) im Dunkeln 

8 — 9 mm Durchmesser (H. Cohn) 5 ) 



6 



bei 13 mm Hornhaut- und 1,5 Irisbreite 10 



(Cl. du Bois- 
B-eymond) 6 ) 



an 



1) Archiv für Ophthalmologie XXV. Bd. Abtheilung 1 1879 p. 157 (und 154). 

2) Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde XIII 1875 p. 451. 

3) Archiv für Augenheilkunde XIV 1885 p. 132 , auch Heidelberger Dissertation 
(Wiesbaden) 1884: Untersuchungen über Refraktion und Grundlinien der Augen . . 
Mädchen von 5 — 18 Jahren. 

4) De mutationibus oculi internis. Göttinger Dissertation 1780. 

5) Breslauer ärztliche Zeitschrift 9. Jahrgang 1888 p. 73. 

6) Archiv für Anatomie u. Physiologie Jahrgang 1888, physiologische Abtheilung p. 394 



Pupillenweite, brechende Medien 



319 



b) mittlere Pupillenweite bei Akkommo d a t io nsruh e 
Woinow 1 ) 4,14 mm 

He nie 2 ) (Kadaverauge) 3—6 „ [Iris 3,5—4,5 breit] 

2,87 „ (55 Jabre) 



Adamük und Woinow 8 ) S 



2,455 „ (57 „ ) 



c) sonstige (relative) Pupillenweite (Heddaeus) 4 ) 

rel. Verhältnis 

Maximalweite der Pupillen, beide Augen verdunkelt 7 (6,8) 

Weite der Pupille des einen Auges, das andere verdunkelt 5 (5,1) 
Weite der Pupillen, bei Erbellung beider Augen 4 (4,1) 

Für je 1 Jahr (bei 9 — 16jährigen Schülern) nehmen die absoluten 
Werte um c. 0,05 mm zu. 



Brechungsindices der durchsichtigen Augenmedien des Menschen 





Ol 


a 


m 
03 

u 


05 


u m 


% 

tri 


Linse 


"® 

Ol 

CD Q< 
St. CS 


ä 
a> 
Ot 


Beobachter 


ö S -2 
r K «2 J 


s> 
a 

■■öS 


.2 ™ 

— cc 

CO & 

«> 


V 

a 
>- 
0 
ü 


2 3 
I | 


t. aS 

,2 

£ <u 

> a 

3 


0 

13 

a 

2 


.1 ij 


Ö 
u 

a> 

M 


1s 
0 

-»-» 


2 

a H 
M a 

3 


u 

•■0 
M 

tn 

OB 

3 


Th. Young 5 ) 
Ch. Chossat e ) 
Brewster 7 ) 
W. Krause 9 ) 
Helmholtz 9 ) 
8. Fleischer 10 ) 
Hirschberg lx ) 
Woinow 12 ) 
Aubert 1S ) 


E 
D— E 
E 

| D — E 
E 


1,3371 


1,3358 

58 

42 

54 
40 

i,3354 
10 


i,33 
i,3507 

i,377 


1,338 
3366 
3420 

3365 

3373 
3375 


1,35 


1,383 
3767 

4053 
4189 

1,3968 
1,3967 


1,395 
3786 

4294 

1,4216 
1,4067 


1,4026 
420 
3896 

454 1 

i,435i 
1,4093 


1,4385 

1,4467 
[1,4371] 

1,4387 




1,339 
3394 
3485 
3382 
3369 
3366 

i,3348 


L. Matthiessen 1 *) 
Valentin 1B ) 


D 


1,3394 


26 


i,3754 




1,3835 


1,4058 


1,4106 




i,3547 


1,3343 



Mittelwert: für Hornhaut, Kammerwasser, Glaskörper 1,3376 

„ Krystalllinse M545 ( s - P- 32 °) 



1) Ophthalmometrie 1871 p. 84. 

2) Handbuch der systematischen Anatomie des Menschen 2. Bd. 2. Aufl. 1873 p. 653. 

3) Archiv für Ophthalmologie 16. Bd. Abtheilung 1 1870 p. 150. 

4) Die Pupillarreaction auf Licht, ihre Prüfung, Messung und klinische Bedeutung 1886 
p. 29, 41, 44. 

5) Philosophical Transactions of the Royal Society of London for the year 1801 
part I p. 23. 

6) Bulletins des sciences par la Soci^te philomathique de Paris 1818 (Juin) p. 95. 

7) Edinburgh Philosophical Journal 1819 Vol. I p. 43. 

8) Die Brechungsindices der durchsichtigen Medien des menschlichen Auges 1855. 

9) Handbuch der physiologischen Optik 1867 p. 78 und 84. — 2. Aufl. 2. Lieferung 
1886 p. 98 u. 106. 

10) Neue Bestimmungen der Brechungsexponenten der durchsichtigen, flüssigen Medien 
des Auges. Jenenser Dissertation 1872 p. 26. 

11) Centralblatt für die medicinischen Wissenschaften XII 1874 p. 193. 

12) Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde XII. Jahrgang 1874 p. 407. 

13) Gräfe u. Sämisch, Handb. d. gesammten Augenheilkunde II. Bd. 1876 p. 409. 

14) Archiv für die gesammte Physiologie XIX 1879 p. 493. 

15) ibid. p. 84. 



1 



320 



Physiologischer Teil 



,908 



6° 9' 



Krümmung der brechenden Flächen und ihre 
Entfernungen von einander 1 ) 

Hornhaut: horizontaler 

Meridian 

Krümmungsradius der (kugelig angenomm.) Hornhaut 7 611 mm 
„ im Scheitel der Hornhautellipse* 7,625 „ 

halbe grosse Achse 1 

• / 10 

„ kleine „ 

Abweichung der Gesichtslinie von der grossen Achse 

der Hornhautellipse 

Hornhauthöhe (= Entfernung der Basis vom Scheitel) 

Durchmesser der Basis* 

vordere Brennweile 

hintere „ 

Abstand des Linsenscheitels vom Hornhautscheitel 
Abstand des Mittelpunkts der Pupille von der Horn- 
hautachse 
Linse: 

Krümmungsradius der vorderen Linsenfläche* 
„ „ hinteren „ * 

Dicke der Linse* 



2,684 
11,957 



22,506 mm 
30,190 „ 



vertikaler 
Meridian 

7,668 mm 
7,659 „ 

10,297 „ 
—10 9' 



22,535 mm 
30,144 . 



3,430 
0,229 

9,1 (rund 10) 

6,125 (bei verschieden 
. gebauten Augen) 



Das akkommodierte schematische Auge 2 ) 



angenommen: 

Brechungsindex der wässrigen Feuchtigkeit 
„ „ Linsensubstanz 

„ „ Glaskörpers 

Krümmungshalbmesser der Hornhaut 

„ ,, vorderen Linsenfläche 

„ „ hinteren 

Ort des vorderen Linsenscheitels 
,, ,, hinteren „ 

berechnet: 

Ort des vorderen Brennpunkts 
ersten Hauptpunkts 
zweiten 

ersten Knotenpunkts 
zweiten „ 
hinteren Brennpunkts 



i) i) 
>> »» 

)! )> 



akkommodiert für 
die Ferne die Nähe 



103/ 

In 
8,0 mm 

io,o 

6,o 
3,6 

7,2 



12,107 

1,940 
2,356 

6,957 

7373 
22,231 



mm 



10S /n = 1,3376 
16 /u = M545 
108 /„ = 1,3376 

8,0 mm 

6,0 

5,5 
3,2 

7,2 



— 11,241 mm 

2,033 
2,492 
6,515 
6,974 
20,248 



1) nach den Zusammenstellungen von Aubert, 1. p. 319 c. p. 419 ff. Die früher 
(p. 103, 104 u. 106) erwähnten Werte sind mit * bezeichnet. 

2) nach Helmholt z bei Fick, Hermann's Handbuch der Physiologie III, 1 p. 91. 
— Weiteres über schematische Augen bei Matthiessen, 1. p. 319 c. p. 480 — bei 
Nagel in Gräfe u. Sämisch's Handbuch VI 1880 p. 465. 



kindliche Refraktion, Empfindlichkeit für Licht und Farbe 32 t 



Refraktion im Kindesalter 



Alter 


Autor 


Anzahl der 
Augen 


Hyperopie 
(Dioptrien) 




Neugeborene 

bis zu 8 Tagen 
bis zu 12 Stunden 
12 — 24 Stunden 
1—8 Tage 
4 Stunden — 14 Tage 

1 Monat 

2 Monat 
6 Jahr 

10 „ 

11 » 

12 „ 

13 » 
14 

Unters c h e i 


Königstein *) 

Schleich 2 ) 

ti 
i> 

u 

Gr. Ulrich 8 ) 

Oermann 4 ) 

>) 
n 

W. Hansen 6 ) 

>i 
11 

Jt 
»1 
.) 

d un gs e m p 


600 

300 
60 
106 
134 
204 

220 
60 

findlic 


2—3-25 

4.4 
4-2 
4.4 
4.5 

vorwiegend 2 

4,84 

5 37 

3.30 
2,0 

1.75 

i,5° 

1.0 

1.0 

o-75 

,hkeit für 


„sehr viele" 1 / 12 H. 
„die grosse Anzahl" 1 L e 

/20 

124 2 D. 
34 1 etc. 

Lichtstärke 



1/ — i/ 8ö als gewöhnliche Leistung; unter günstigen Umständen 
V100 (Volkmann) — Vj 20 , selbst 1 I lb0 an der Masson'schen Scheibe 
(Helmholtz). 

Anbert 6 ) findet bei verschiedenen Lichtintensitäten: 
relative Lichtstärke 13 656 5625 1306 56 5 

Unterscheidungsempfindlichkeit 1 / 3o 1 / 27 x /n 

Untei s cheidungsempf in dlichkeit für farbige Kreis- 
flächen (Dor) 7 ) 

auf 5 m Entfernung 
Tageslicht künstliche Beleuchtung 



grün 


2 


mm 


Durchmesser 


2 1 /, 


mm 


orange 


2V 2 






2 


n 


gelb 




r> 




5 


n 


rot 


3 


n 




2V 2 


» 


violett 


6 


n 


» 


4 




braun 


8 






1 




blau 


8 






18 





1) Medizinische Jahrbücher, herausgegeben von der k. k. Gesellschaft der Arzte, Jahr- 
gang 1881 (Wien) p. 49. 

2) Mittheilungen aus der ophthalmiatriscben Klinik in Tübingen, herausgegeben von 
A. Nagel, 2. Bd. 1. Heft 1884 p. 52 u. 53. 

3) Refraction und Papilla optica der Augen der Neugeborenen. Königsberger Disser- 
tation 1884 p. 11. 

4) Archiv für Ophthalmologie 31. Bd. Abteilung 2 1885 p. 130. St. Petersburger 
Findelhaus. 

5) Untersuchungen über die Refraktionsverhältnisse im 10. — 15. Lebensjahr etc. Kieler 
Dissertation 1884. 808 10— 15 j. Landbewohner der Kieler Gegend, von denen 94,4 0/ 0 
Hypermetropen. 

6) 1. p. 320 c. p. 489. 

7) Echelle pour m&surer l'acnitß de la vision chromatique 1878. 

Vi er 0 rat, Dat. u. Tabell. f. Med. 2. Aufl. 21 



/ 



322 



Physiologischer Teil 



S ehschärf e 
Es wird ein Gegenstand noch gesehen : 
bei einer minimalsten Grösse des Netzhautbildes von 0,0025 mm (A u b e r t) 1 ) ; 
rundliche Körper sind sichtbar bei einem Sehwinkel von 20—30 Sekunden 
lineare „ 3 ^ 

„ und dabei glänzende Gegenstände x / 5 „ 

und selbst noch weniger. 
Um 2 Objekte getrennt sehen zu können, muss der Gesichtswinkel 
mehr als 60 Sekunden betragen. 



Ausdeh 


nung des Gesichts 


felds 


Beobachter 


horizontal 


vertikal 


A. v. Graefe 2 ) 


I740 


160° 


Aubert 3 ) 


140 


105 


Uschakoff 4 ) 


142—120 


120—114 


M. Reich 5 ) 


149 


129 


Schön ti ) 


145 


125 


v. Hippel 7 ) 


135 


117 


Land olt 8 ) 


135 


120 


Mauthner 


143 


124 


W. Erhardt 9 ) 


148—162 


120—136 


rohes 


Mittel: 145° 


125° 



Brillenbezeichnung nach metrischem und Zollmass 1 ) 



Nummer 


Brennweite 


Brechkraft 


in 


in Meterlinsen 


pariser Zollen 


0,25 


H7.76 


°.5 


73-88 


o,75 


49.25 


I 


36,94 


1,25 


29,55 


i.5 


24,62 


1.75 


21,10 


2 


18,47 


2,25 


16,41 



nächstliegende Nummer 
des preussischen Masses 
(Bezeichnung der deutschen 
Brillenkästen) 

80 

50 
40 

33 

27 
22 

20 

18 



1) 1. p. 320 c. p. 578. 

2) Archiv für Ophthalmologie 2. Bd. Abtheilung 2 1856 p. 263. 

3) Physiologie der Netzhaut 1865 p. 254. 

4) Archiv für Anatomie, Physiologie und wissenschaftliche Medicin Jahrgang 1870 p. 454. 

5) Materialien zur Bestimmung der Gesichtsfeldgrenzen etc. St. Petersburger Disser- 
tation 1871 [russisch], auch in französischer Übersetzung. 

6) Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde 11. Jahrgang 1873 p. 171. 

7) Über die Wirkung des Strychnins auf das normale und kranke Auge 1873. 

8) Annali d'Ottalmologia 1872 Gennajo. 110° von oben aussen nach unten innen, 
135° von oben innen nach unten aussen. 

9) Über den Einfluss elektrischer Ströme auf das Gesichtsfeld. Münchener Dissertation 
1885 p. U. 

10) nach Nagel, 1. p. 320 Anmerkung 2 c. p. 308. — Ein pariser Zoll ist 2,707 cm, 
ein preussischer 2,615, ein englischer 2,5399 cm. 



Brillenmass, Geschmack 



323 



Nummer 
Brechkraft 
in Meterlinsen 

2.5 

2,75 

3 

3- 25 
3.5 
4 

4- 5 
5 

5.5 
6 

6.5 
7 

7.5 
8 

8,5 
9 

9,5 
10 

10,5 

11 

12 

13 

14 

15 
16 

17 
18 

19 
20 



Brennweite 
in 

pariser Zollen 

H.77 

13.43 
12,31 

H.3 6 
io,55 

9,23 

8,20 

7.38 

6.71 
6,15 

5,68 
5-27 
4.92 
4,61 

4,34 
4.10 

3.88 
3,69 
3.5 1 
3.35 
3.07 
2,84 
2,63 
2,46 
2,30 

2,17 
2,05 

i,94 
1,84 



nächstliegende Nummer 
des preussischen Masses 
(Bezeichnung der deutschen 
Brillenkästen) 

16 

I S 

13 

12 
I I 
IO 

9 
8 

77, 

6% 
6 

s e U 

57, 
5 

4% 
4% 
4V4 
4 

37 4 
37, 
37 4 
3 

274 
27, 

2 7 4 



Geschmackssinn 

Über die Dimensionen etc. der Geschmacksorgane der Zunge s. p. 74. 

Reaktionszeit (Sekunden) einer Geschmacksempfindung 
(v. Vintschgau und Hönigschmied) 1 ) 



Chlornatrium 

Säure 

Zucker 

Chinin 

(Berührung 



einfache 
Wahrnehmung 
der Substanz 
(Zungenspitze) 

0,1598 
0,1676 
0,1639 
0,2176 
0,1507) 



Unterscheidung von 



Wasser 

0,2766 

0,3315 
0,3840 
0,4129 



Chlor- 
natrium 

o,3749 
0,3688 
0,4388 



Säure 
0,3338 

0,4373 
0,5095 



Zucker 

0,3378 
0,4081 

0,4210 



Chinin 

0,4802 
0,4096 
0,4224 



1) Archiv für die gesammte Physiologie XIV 1877 p. 557. 



21 * 



324 



Physiologischer Teil 



Feinheit des Geschmackssinns 
a) nach Valentin 1 ) 



Zucker 
Kochsalz 
»i 

wasserfreie Schwefelsäure 
>> 

Aloeextract 
>, 

schwefelsaures Chinin 



Gehalt 



Viru 

1 /-12t; 
1/ 

M00 000 

1/ 

n ooo ooo 

/lJ2Ji 

|/|2 500 

' /'JOO 000 

1 /s8 000 
1/ 

h ooo ooo 



Gesamtmenge 


absoluter 




uenait 


geschmeckten 


der 


Flüssigkeit 


Lösung 


cm 8 


g 


20 


0,24 


'Vi 


10,007) 


12 


(0,027) 


v7 


(0,0008) 


IO 


(0.0008) 







Strychnin (die bitterste bekannte Substanz) schmeckt 

stark bitter in wässriger Lösung 1 : 40 000 
merkbar bitter 1 : 400 000 

noch erkennbar 1 : 640 00 0 



Intensität 
der (specifischen) 
Empfindung 

noch eben erkennbar 
deutlich 
äusserst schwach 
eben noch wahrnehmbar 
nicht deutlich 
sehr deutlich 
noch merkbar 
schwach. Nachgeschmack 
deutlich 
höchstens Spur von 
bitterem Geschmack 



b) nach C amerer 2 ) 
Es wurden jeweils 30 cm 3 Flüssigkeit in den Mund genommen: 
Chinin 



in der 
verschluckten 
Flüssigkeit 
enthaltene 
Menge 
(mg) 
0,029 
0,044 
0,059 
0,074 
0,089 



Ver- 
dünnung 



V 



103 400 

168 000 

/51 000 
II 

uo 000 
1/ 

'34 000 



%Zahl der 
richtigen 
Empfindungen 



32 
62 

77 
88 

89 



Chlornatrium 
in der 
verschluckten 



Flüssigkeit 
enthaltene 
Menge 
(mg) 
4,8 
9-5 
H.3 
I9,i 
28,6 



Ver- 
dünnung 



1 /a 1 26 
1 /20 !> X 
1 /l562 
1 /l 04 9 



t M V ■* 

Die Empfindlichkeit für Chinin ist 211mal grösser, als die für Chlornatrium 



0/oZahl der 
richtigen 
Empfindungen 

9 
49 
80 
86 
100 



c) nach Fr. Keppler 3 ) 



Konzentrationsunterschied 
der beiden mit einander zu 
vergleichenden Lösungen 

2,5 % 

5.o 

7,5 
10,0 



%Zahl der 
richtigen 
Entscheidungen 

53.4 
61,2 

73,2 
80,8 



1) Lehrbuch der Physiologie des Menschen IL Bd. 2. Abtheilg. 2. Aufl. 1848 p. 301. 

2) nach Vierordt, 1. p. 177 c. p. 486. 

3) Archiv für die gesammte Physiologie II 1869 p. 449. — Sämtliche untersuchte 
Geschmackskörper (Chlornatrium, Chinin, sulfur., wasserfreie Phosphorsäure, Glycerin) sind 

zusammengenommen. 



Geschmack, Geruch 325 

d) nach Camer er 1 ) bei verschieden grosser schmeckender Fläche 
Schmecken einer Kochsalzlösung von 1 / 400 Verdünnung, die in 
einer auf die Papillae fungiformes gestellten Kapillare enthalten war. 
Papillen 

innerhalb des richtig unrichtig 

Röhrchens 

1 32 % 38 % der Urteile 

2 50 26 

3 66 18 

4 74 20 



Geruchssinn 

Feinheit des Geruchssinns 



a) nach Valentin und Clemens 2 ) 





Gehalt 


fllA 7.11 Pin AI* 

deutlichen 
Empfindung 


Intensität 




dem Volum 
nach 


pro 1 cm 3 
(mg) 


nötige 
Menge s ) 
(mg) 


der Empfindung 


Brom* 

Phosphorwasserstoff 

Schwefelwasserstoff 

Ammoniak 

Moschus 

Rosenöl 

Pfefferminzöl 

Reinfarnöl 

Nelkenöl* 


1 koo 000 

X /56 000 
1/ 

Ii 700 000 
1 /s3 000 


1/ 

(30 000 

1 /boo 000 

1/ 

12 000 000 

Vl70 000 

000 
1 /io 000 


1/ 

(600 

1 lso 
weniger als 

Vsooo 

' /200 000 
eines alkohol. 
Extracts 'l) 

1/ 
/200 000 

weniger als 

3 /l700 


deutlich 
starke Empfindung 
schwach 

nicht mehr riechbar 
Grenze der Merklich- 
keit 

deutliche Empfindung 

schwache ,, 
sehr stark 
deutlich 


Mercaptan (Äthylsulf- 
hydrat 

(E. Fischer und 
Penzoldt 5 ) 
Chlorphenol 


C 1 /ö0 Milliard. 
C '/l Milliard. 


1 /23 Milliard. 

1/ 

(230 000 000 


' /46O 000 000 
1/ 

(4 600 000 


schwach aber noch 
deutlich 

sehr deutlich 


Essigsäure 

(Dibbits) 6 ) 






4/ _B/ 
/ 10 000 / 10 000 





1) Zeitschrift für Biologie VI 1870 p. 440. 

2) Valentin, I. p. 324 c. p. 281. 

3) Es ist dabei vorausgesetzt, dass 50 cm 8 Luft durch die Nase gesogen werden müssen, 
bis eine Geruchsempfindung erfolgt. 

4) Das Extrakt (wieviel?) hatte weniger als 1 mg Moschus aufgelöst. 

5) Annalen der Chemie und Pharmacie 239. Bd. 1887 p. 131. 

6) Feestbundel aan F. C. Donders 1888 p. 497. 



326 Physiologischer Teil 



b) nach Aronsohn 1 ) 





günstigste 
Temperatur 


Gehalt pro 1 cm 8 
(mg) 


günstigste 
Concentration 


Minimalgrenze 
der Empfindung 


für 100 cm 8 o,6%ige Kochsalz- 
lösung 


Nelkenöl* 

Campher 

Eau de Cologne 

Cumarin 

Vanillin 

Brom* 


40 0 C 

38 
40—44 

44 
44 


1/ 

MO 000 

MOO 
I 

*/ — 1/ 

MO 000 MOO 000 
MOO 

''10 000 


0,05-0,1 
o,5—0,I 
0,8—1,0 

°-5 
0,05 -0,1 


' /wo mg 
1 

100 

Moo Mooo 
I 

MOOO 



Physiologie der Zeugung 

Anatomische Verhältnisse der Samenfäden s. p. 89. 

Chemische Zusammensetzung des Smegma praeputii 

(Lehmann) 8 ) 
Ätherextrakt (Fett) 52,8% 
Alkoholextrakt 7 4 

^ J . f Erdsalze 9,7 „ 

essigsaures Extrakt \ ' " 

l „eiweissart. Salze" 5,6 „ 



Wasserextrakt 6 1 

Unlösliches 18 5 



»•"■ n 
j5 » 



Chemische Zusammensetzung des Samens (Vauquelin) 3 ) 
Specifisches Gewicht: 1036. 

Bei 3 Individuen 1027—1046, im Mittel 1036,4 (Lode)*) 
Wasser 90,0 82 0/ 0 Stier (Mittelwerte 

feste Stoffe 10,0 nach K ö 1 1 i k e r) 6 ) 

Schleimstoff 6,0 

Extraktivstoffe organ. Stoffe 15,3 
Fett 

f Natron 1,0 \ 4,0 2,6 



Salze 



l phosphors. Kalk 3,0 



1) ^Archiv für Anatomie und Physiologie, physiologische Abtheilung, Jahrgang 1886 
p. 330 und 331, auch Berli ner Dissertation Leipzig 1886 : Experimentelle Untersuchungen 
zur Physiologie des Geruchs. 

2) Berichte über die Verhandlungen der K. sächs. Gesellschaft der Wissenschaften zu 
Leipzig II (Jahr 1848) 1849 p. 206. 

3) Annales de chimie IX. Bd. 1791 p. 77. 

4) Archiv für die gesammte Physiologie 50. Bd. 1891 p. 287. Mittel aus 9 Bestimmungen. 

5) Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie VII 1856 p. 255. 



Same, Spermatozoon 327 

Zusammensetzung des reinen (trocknen) SamenB vom Lachs (Piccard) 1 ) 
Fett 4,53 % Nuclein 48,68 O/o 

Cholesterin 2,27 Protamin \ 26,76 

Lecithin 7,47 Xanthinstoffe j 7 

Eiweissstoffe 10,32 

Prostatasaft des Hunds (Eckhard)*) 
Specifisches Gewicht 1,012. 

Pixa 2,4 0/ 0 , worunter gegen 1 0/ 0 Chlornatrium, 1 0/ 0 Albumin, 

Prostatasteine des Menschen (Iversen) 3 ) 

Wasser 8 0/ 0 Natron 1,76 % 

organische Substanz 15,80 (worunter 2 0/ 0 Stickstoff) Kali 0,50 
Kalk 37,64 Phosphorsäure 33,70 

Magnesia 2,38 in Säuren unlöslich 0,15 

Geschwindigkeit der Spermatozoon 
1,2—2,7 mm pro Minute (Henle, Krämer, Hensen) 
3,6 „ „ „ . (Lott)*) 
in 3 Stunden können sie vom Orificium externum des Hymens zum Hals 
des Uterus gelangen (Sims). 

Die günstigste Temperatur für die Beweglichkeit ist 35° (Engel- 
mann) 5 ). 

Lebensdauer und Widerstandsfähigkeit der 

S p ermat 0 z oen 
Bewegung an den der Cervix uteri des Weibes entnommenen Sperma- 
tozoon wurde noch gefunden nach 5 (selbst 7V 2 ) Tagen (B. Haus- 
mann) 6 ). Bei — 17° C wird das (menschliche) Spermatozoon kältestarr 
(Mantegazza) 7 ), bei +47° erlischt die Bewegung noch nicht (idem) 8 ) 

Menge des Samens und der Samenfäden 



Alter der 
Individuen 
(Jahre) 


Autor 


Menge des 
Ejaculats 
(cm 8 ) 


Samenfäden 
pro 1 mm 3 


Gesamtmenge 
derselben 


17 
29 

c. 30 
35 
40 


Lode 9 ) 

,» 

Mantegazza 
Lode 

,, 


1,8 
2—4,8 
o,75-6 
3,5—5 

2>5 

3 


105 600 
19 400 

— 135 °4<> 

78740 

— HO 200 

24 280 
584OO 


190 080 OOO 
38 800 OOO 

— 333 200 000 

375 830000 

— 551 000 000 
607 000 000 
175 200 000 


Mittel 


Lode 


3,373 


60 876 


226 257 900 



1) Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft VII 1874 p. 1714. 

2) Beiträge zur Anatomie und Physiologie III 1863 p. 155. 

3) Nordiskt Medicinsket Arkiv VI 1874 p. 20. 

4) Zur Anatomie und Physiologie des Cervix uteri 1872. 

5) Jenaische Zeitschrift für Medicin und Naturwissenschaft IV 1868 p. 321. 

6) Über das Verhalten der Samenfäden in den Geschlechtsorganen des Weibes 1879. 

7) Rendiconti del reale instituto lombardo di scienze e lettere II 1867 p. 183. 

8) Gazzetta medica lombarda 1866 Nr. 34. 9) 1. p. 326 c. 



328 



Physiologischer Teil 



Vorkommet» von Samen bei Greisen (Duplay 1 ), Dieu)*) 
Unter 1(55 Greisen wurde Sperma gefunden: 

bei 70jährigen in 68,5 °/ 0 
» 80 „ „ 59,5 „ 
n 90 „ „ 48,0 „ 
über 90 „ „ _ n 

Menstruation 

Zeit des Eintritts derselben 
In Deutschland: Berlin Anfang des 15. Jahrs (E. Krieger) 3 ) 

Ostpreussen 16 Jahr (Lullies)*) 

Ba yern 16 „ (Schlichting)*) 
Württemberg (Landbewoh- 
nerinnen ohne Jüdinnen) 16— (17) „ (J. A. Eis äs s er) 6 ), 

(Her de gen) 6 ) 

österreichischer Staat 15 „ 7i/ 2 Monat (Szukits) 7 ) 

Indier in Calcutta 11 n XI „ (Tilt) 8 ) 

Neger in Jamaica 14 10 

Eskimo in Labrador 15 3 

Dänemark und Norwegen 16 

Norwegen: Lappinnen 16,7 „ (H. Vogt) 9 ) 

Kwäninnen 15 2 

Einland 1 5,818 Jahr (Heinricius) 1 °) 

Raitzische Mädchen 13—14 „ (Joachim) 11 ) 

Ungarn: Jüdinnen 14 — 15 „ 

Magyarinnen 15 — 16 „ „ 

Slovakinnen 16 — 17 „ 

Siebenbürgen: Deutsche \ 

Ungarinnen l 15 ^ (G6th) 
Szeklerinnen 
Rumänierinnen 

Armenierinnen ^ ^4 
Jüdinnen 



1) Archives generales de medecine 4. S^rie XXX 1852 p. 385. 

2) Die Zusammenstellung von Dieu: Journal de l'anatomie et de la physiologie IV 
1867 p. 449. 3) Die Menstruation. Eine gynäkologische Studie 1869. 

4) Uber die Zeit des Eintritts der Menstruation nach Angaben von 3000 Schwangeren. 
Königsberger Dissertation 1886 p. 66. 5) Archiv für Gynaekologie XVI 1880 p. 203, 

auch Münchener Dissertation (Leipzig) 1880: Statistisches über den Eintritt der ersten 
Menstruation und über Schwangerschaftsdauer. 10522 Fälle. 

6) O. Köstlin in: Das Königreich Württemberg. Zweiten Bandes erste Abteilung 
1884 p. 54 u 35. Im ganzen 1397 Fälle. 7) Zeitschrift der K. K. Gesellschaft der 

Arzte zu Wien XIII 1857 p. 509 — in Wien durchschnittlich 6 Monate früher, als auf dem 
Lande. 8) Edinburgh monthly Journal of medical science 1850 p. 289. 

9) Norsk Magazin for Lägevidenskaben 2. Reihe XXI (1. Heft) 1867. 

10) Centralblatt für Gynaekologie 7. Jahrgang 1883 p. 83. 3500 Individuen. 

11) Zeitschrift für Natur- und Heilkunde in Ungarn IV 1853 p. 20 u. 28. — Pester 
medicinisch-chirurgische Presse 1879 Nr. 42 — 49. 



Menstruation 



329 



Für einige Städte Europas giebt Marc d'Espine 1 ) (als Mittel- 
werte) an : 

Marseille 13,940 Jahre 

dto. und Departement Bouches-du-Rhone 13 J. 4 Mon. 7 Tage (Queirel 

und Rou vier) 2 ) 

Toulon 14,081 Jahre 

Paris 14,965 „ 

Manchester 15,191 „ 

Göttingen 16,058 „ 

Moskau u. umliegende Provinzen : 14 J. 8 Mon. 15 Tage (Bensenger) 3 ) 
St. Petersburg: 16 „ 1 „ 16 „ (Rodzewitsch) 4 ) 

14 „ 7 „ 2 „ (F. Weber)-^) 
Minorca 11 J. (Cleghorn)* 3 ) 

Smyrna 11 „ 

Persien 9 — 11 „ (Chardin) 

Arabien 10 „ (Niebuhr) 

Jamaica 12 „ (Long) 

Italien und Spanien 12 „ 
Eboe (Guineaküste) 8—9 „ (Oldfield) 
Die Menses treten ein : 

nach Clay 7 ) nach Tilt 8 ) 

in ganz tropischen Ländern 8 — 11 J. heisses Klima 13 J. 6 Tage 

„ Abyssinien, Indien, der Türkei 9 — 1 1 „ mittleres „ 14 
„ Frankreich, Italien, Spanien 11 — 13 „ kaltes „ 15 „ 10 „ 
„ England 13—15 „ 

„ Island, Lappland, Grönland 17 — 20 „ 

nach Rou vi er 9 ) 
Beobachtungen in Syrien bei Beirut : 
bei Drusinnen 12 Jahr 2 Monat 10 l j 2 Tag 

„ kathol. Armenierinnen (s. o.) 13 „ 4 „ 20*/ 2 „ 
[Menopause mit 45 Jahren]. 
In Japan (Frauen von Tokio) 15 — 16 Jahre (Moriyasu) 10 ). 



1) Archives geniales de medecine II. Serie IX 1835 p. 315. 

2) Annales de gynecologie et d'obstetrique 1879 Decembre. 

3) Referirt im Centraiblatt für Gynaekologie IV 1880 p. 577 aus den Verbandlungen 
der physico-medicinischen Gesellschaft zu Moskau [russisch]. 5611 Individuen. 

4) Vratcbebnija Wedomosti, [„ärztliche Nachrichten" russisch] 1881 Nr. 51 — 35. 12 439 
Individuen. 

5) St. Petersburger medicinische Wochenschrift 8. Jahrgang 1883 p. 330. 2371 In- 
dividuen. 

6) Diese und die folgenden citirt bei Litzmann, Artikel Schwangerschaft in Wag- 
ner's Handwörterbuch der Physiologie III. Bd. 1. Abtheilung 1846 p. 31. 

7) The medical Times XI (1844/45) 1845 p. 179. 

8) 1. p. 253 c. 

9) Annales de Gynecologie XXVII 1887 p. 178. 

10) Iji-sinbun 1887, November — ref. in Centraiblatt für die med. Wissenschaften XXVI 
1888 p. 144. 



:VM) 



Physiologischer Teil 



Menstruation bei Blondinen und Brünetten, sowie bei 
verschiedener Konstitution 



Brünetten 
Blondinen 
Rothaarige 

(nur 33 Individuen) 



Westhoff 1 ) 
17,229 Jahre 
17,161 „ 
16,878 



Osterloh 2 ) 
16,69 Jahre 
16,39 „ 



S. Marcuse 3 ; 
16,54 Jahre 



kleine Individuen 17,422 

17,398 



mittelgrosse 
grosse 



grosse 



17,385 



Individuen 



mittelgrosse 
kleine 



Brünetten 1 ) 
17,50 Jahre 



17,30 



17,02 „ 
Westhoff 

schwächliche Individuen 17,559 Jahre 
kräftige „ 



17,362 



16,06 



Blondinen *) 
17,70 Jahre 
17,40 „ 
17,14 „ 

Osterloh 
16,53 Jahre 
16,55 



Beziehung der mittleren Jahrestemperatur und der geo- 
graphischen Breite zur Pubertät (Raciborski) 4 ) 











Eintritt 


der 










Jahres- 




Menstruation 




geographische 


Örtlichkeit 


Nr. 


temperatur 
C° 


Nr. 








Nr. 


u 
« 

ha 


a 

0 

SS 


0 

bD 

OS 

EH 


Breite 


südliches Asien 


I 


25.6 


I 


12 


10 


27 


I 


18° 56' — 22°35' 


Korfu 


2 


18 


3 


H 






2 


39° 38' 
43° 7' 28" 


Toulon 


3 


i6,75 


4 


14 


0 


5 


4 


Montpellier 


4 


15.30 


5 


14 


1 


26 


6 


43° 36' 


Florenz 


5 


15-3 


7 


H 


6 


I 


7 


43° 47' 
43° 17' 52" 


Marseille 


6 


14.75 


2 


13 


7 


24 


5 


Nimes 


7 


14.32 


6 


H 


3 


2 


8 


43° 5°' 


Madrid (u. Nordspanien) 


8 


14,02 


12 


15 


0 


13 


3 


40° 25' (39-43^ 
45° 45' 45" 


Lyon 


9 


12,44 


16 


15 


5 


16 


9 


Sables d'Olonne (Vendee) 


10 


12,25 


8 




8 


II 


10 


46° 29' 48" 
49» 26' 29" 


Roaen 


1 1 


11,57 


9 


14 


9 


3 




London 


12 


11,04 


10 


14 


9 


18 


15 


5i°3i' 


Paris 


13 


10,50 


11 


14 


1 1 


9 


13 


48° 50' 13" 

48° 13' 
48° 30' 
51° 3 2 ' 


Wien 


»4 


IO.I 


18 


*5 


8 


15 


11 


Strassburg 


*5 


9.8o 




15 


3 


1 1 


12 


Göttingen 


16 


9.1 


20 


16 


0 


10 


16 


Manchester 


17 


8,7 


13 


15 


2 




21 


58° 29' 


Kopenhagen 


18 


8,2 


24 


16 


9 


25 


19 


55° 4i' 


Warschan 


19 


7,5 


19 


15 


9 


0 


17 


52° 13' 


Berlin 


20 


7.03 


21 


16 


1 


5 


18 


52° 3°' 


Stockholm 


21 


5,6 


17 


15 


8 


0 


22 


59° 21' 


Christiania 


22 


5.6 


22 


16 


1 


15 


23 


59° 54' 


Kasan 


23 


2,2 


l S 


15 


3 


20 


20 


55° 48' 
68° 


Lappland 


2 4 


0 


23 


16 


7 


27 


24 



1) Über die Zeit des Eintritts der Menstruation, nach Angabe von 3000 Schwangeren etc. 
Marburger Dissertation 1873. — Marburger Entbindungsanstalt. 2) Jahresbericht der 

Gesellschaft für Natur- und Heilkunde in Dresden. Sept. 1877 — August 1878 p. 40. — 
Deutsche Zeitschrift für praktisch* Medicin 1878 p. 512. Mehr als 3000 Individuen des 
Dresdner Entbindungsinstituts. — Unter den „Brünetten" keine Jüdinnen. 

3) Über den Eintritt der Menstruation, nach Angabe von 3030 Schwangeren. Berliner 
Dissertation 1869. 4) 1. p. 90 c. p. 200. An einigen Stellen ist die Tabelle verbessert ; 
sie bezieht sich auf 25592 Beobachtungen. 



Menstruation 



331 



Menge des Menstrualbluts 



beträgt 100—200 g. 

Nach älteren Angaben 1 ): 
England u. nördl. Deutschland 



120 g (Smellie u. Dobson) 
90—150,, (de Haen) 2 ) 
150 „ (Pasta) 



Holland bis zu 

südl. Deutschland „ „ 
Italien und Spanien „ „ 
griechischer Archipel 



180 
240 
360 
90 



Dauer und Häufigkeit der Menstruation 



Dauer der einzelnen Menstruation 4 — 6 Tage (auch wohl 
7 Tage) 5,03 (Westhoff) 3 ), 5 (Weber 4 ), St. Petersburg), 4,793 
(Lullies) 5 ) 4 (Queirel und Rouvier)*), 3,7 Tage (Vogt) 6 ) 



37,8 Tage (Brierre de Boismont) 7 ) 
27,39 Tage (Schweig) 8 ) 
Aufhören der Menses 45. — 50. Jahr, für Norwegen: 49. Jahr 
(Vogt 6 ) — Menstruationsepoche dauert 30 — 35 Jahre (s. a. p. 329). 

Es wird angegeben im Mittel: 



wird meist normal angegeben, von einigen eine geringe Erhöhung beob- 
achtet ; z. B. Kersch 10 ), besonders am 1. Tag, 0,7 — 1° in Axilla am 
Morgen, C. Hennig 11 ) 0,8 — 1,5°. 



1) Citirt bei Litzmann, I. p. 329, Anm. c. p. 34. Die Unzen (ä 30 g) umge- 
rechnet. 

2) Pars quarta Rationis medendi in nosocomio practico (Vindobonae) 1759 (cap. VI 
§ 2) p. 205. 

3) 1. p. 330 c. 

4) 1. p. 329 c. 

5) 1. p. 328 c. 

6) 1 p. 328 c. Durchschnitt aus 1448 (norwegischen) Fällen. 

7) De la menstruation consider^e dans ses rapports physiologiques et pathologiques 
1842 Deutsch von J. C. Kr äfft 1842. 

8) Archiv für physiologische Heilkunde III. Jahrgang 1844 p. 485. 

9) Bibliothek for Laeger 3. Reihe XX p. 307. 

10) Memorabilien 27. Jahrgang 1882 p. 71. 

11) ibid. p. 216. 



Wiederkehr der Periode 



26.-28. Tag 



für Österreich 30 Jahre (Szukits) 5 ) 
„ Norwegen 33 „ (Vogt 6 ) 
„ Earoer 37,7 „ (Berg) 9 ) 



Temperatur während der Menstruation 



332 Physiologischer Teil 



Dagegen fand Reinl bei 8 24 — 41 j. Frauen, 1 21j. Mädchen in der: 





Zahl 
der Fälle 


Mittelwerte 


Zahl 
der Fälle 


Mittelwerte 


Praemenstrualzeit 
(4 dem Eintritt vorangehende Tage) 
gegenüber Intervall 


7 


morgens 
+ 0,04—0,4 

abends 
+ 0,02—0,3 


5 


morgens 

— 0,05—0,2 
abends 

— 0,02 — 0,07 


AT O Vt Q f r li o I a i f 

gegenüber Praemeustruum 
gegenüber Intervall 


T T 
1 1 

f. 

r ^ 

[im ganzen 
8 Fälle] 


morgens 

— 0,02—0,5 
abends 

— 0,02—0,43 

morgens 

— 0,02-0,29 
abends 

— 0,05—0,15 


1 


morgens 
+ 0,4 
abends 
+ 0,15 


Postmenstrualzeit 
(4 dem Aufhören nachfolgende Tage) 
gegenüber Menstrualzeit 


7 


morgens 

— 0,01—0,27 

abends 

— 0,09—0,20 


4 


mehr 


Postmenstrualzeit 
gegenüber 1. Hälfte des 
Intervalls 


3 


+ 0,01—0,24 


I 


weniger 


1. Hälfte des Intervalls 
gegenüber der zweiten 
(Prae- u. Postmenstrualzeit abge- 
rechnet) 


3 


— 0,11—0,49 


1 


mehr 



Blutkörperchen und Haemoglobin während der Menstruation 

(Rein er t) 2 ) (cf. p. 140) 













Haemoglobin 












nach Vierordt 














Exstinctions- 














coefficient 


nach Fleischl 












(V100 Verdünnung) 




1 Tag vor der Men- 














struation 


21 J. 


4320 OOO 


5712 


I : 750 


1,05712 


85% 


1 Tag nach Aufhören 














der Menses 


>i 


47360OO 


7800 


I : 607 


1,01448 


84 


(6 Tage später) 














1. Tag der Menses 


20 J. 


4 188 OOO 


II475 


I : 360 


0.92186 


80 


1 Tag nach Aufhören 




4 472 000 


11985 


1 •• 375 


1,01448 


84 


(4 Tage später) 













Vermehrung der weissen Körperchen während der Menses um IOOO — 2000 pro I mm 
findet Hayem 8 ). 



1) Die Wellenbewegung der Lebensprocesse des Weibes 1884 (Volkmann's Sammlung 
klinischer Vorträge Nr. 243). 

2) 1. p. 133 c. p. 105. 

3) Comptes rendus de l'Academie des sciences Tome 90 1880 p. 615. 



Menstrualblut, Dauer der Schwangerschaft 



333 



Analyse des Menstrualbluts 



Denis 1 ) 

(27 j. Frau) 

Wasser 82,5 % 

(Blutkörper- 
chen 6,44) 

Eiweiss 4,83 

Extraktartige 

Stoffe o, 1 1 

Fett 0,39 

Salze 1,20 

Schleim 4,53 



J. F. Simon 2 ) 



Wasser 
feste Be- 
standteile 
Fett 

Albumin 

Hämoglobin 

Extraktartige 

Materien u. 

Salze 



78,5 % 

21,5 
2,58 

7,65 
12,04 



0,86 



J. 



Vogel 8 ) 
Anfang 



Wasser 

feste Stoffe 

Wasser des 
Serums 

feste Be- 
standteile 
desselben 

feuerbestän- 
dige Teile 
desselben 



Ende 



der Menstruation 



83,9 
16,7 

93,53 



6,47 



0,64 



°/ 
10 



83,7 % 
16,3 



Aus dem Eisengehalt nach Denis 1 ) berechnet sich 8,33 0/ 0 Haemoglobin. Rehberg 4 ) 
fand neben Serum und Schleim einen Blutgehalt von 25,6 — 76,9 O/o in der Menstrualflüssigkeit. 



Dauer der Schwangerschaft 





Zahl der 
Fälle 


nach dem Ein- 
tritt der 
letzten 
Menstruation 


Zahl der 
Fälle 


nach der 
fruchtbaren 
Begattung 




Hippocrates 5 ) 
Leuckart 6 ) 
(Hensen) 

Hasler 7 ) 


128 
195 


280 Tage 
280,96 


665 


272,5 
272 


195 Fälle von Hecker, Lö- 
wenhardt u Ilasler. 

665 Fälle von Ahlfeld, 
Hecker, Faye, G, Veit, 
H a s 1 e r. 


Schlichting 8 ) 




Erstgebärende 




270 




M. Zöllner 9 ) 




279,H 
Zweitgebärende 








Glüsing 10 ) 
Voituriez u ) 

Winckel 12 ) 


1700 


281,99 
279,6 




274,83 
bei 6,8 0/ 0 über 
300 Tage 





Nach Antfeld 13 ), der 270,37 Tage rechnet, fallen: 
in die 39. Woche 27,56 °/ 0 der Geburten 
i, „ 40. „ 26 ; 19 „ „ 



1) 1. p. 126 c. p. 166. 

2) Handbuch der angewandten medicinischen Chemie II. Theil 1842. 

3) s. R. Wagner, Lehrbuch der speciellen Physiologie 3. Aufl. 1845 p. 230. 

4) Über den Modus der Blutabsonderung bei der Menstruation. Rostocker Disser- 
tation 1874. 

5) rcspl oxTafrrj'vou. Edit. Kühn I p. 455. 

6) Artikel Zeugung in Wagner's Handwörterbuch der Physiologie 4. Bd. 1853 p. 885. 
— Die obige Zahl aus den dortigen Angaben berechnet bei Hensen, Hermann's Hand- 
buch der Physiologie VI 2 1881 p. 73. 

7) Uber die Dauer der Schwangerschaft Züricher Dissertation 1876. 

8) 1. p. 328 cit. p. 227. 

9) Zur Kenntniss und Berechnung der Schwangerschaftsdauer. Jenenser Dissertation 
1885 p. 6. 

10) Zur Frage der Schwangerschaftsdauer. Würzburger Dissertation 1888 p. 15. 

11) Considerations sur la duree de la grossesse. These de Paris (Lille) 1885 p. 62. 

12) Lehrbuch der Geburtshülfe 1889 p. 78. 

13) Monatsschrift für Geburtskunde und Frauenkrankheiten XXXIV 1869 p. 304. 



334 



Physiologischer Teil 



Dimensionen des Uterus während der Schwangerschaft 1 ) (s. a. p. 91 ) 









Länge 


Breite 


Tiefe 








cm 


cm 


cm 


det. 


3- 


Monats 


12-13,5 


II 


8 


,» 


4- 


>» 


15—16 


'3-5 


11 


>i 


5- 


,j 


16 — 19 


IS 


!3-5 


>» 


6. 


»» 


21,5—24 


17,5 


16 


>» 


7- 


,, 


27—30 


20 


*7i5 


>> 


8. 




3<>—32,5 


21,5 


19 


», 


9- 


»> 


32,5-37,5 


25-5 


21,5-24-5 



22.-26 
28. 
30. 

32.(-330 

34- 

35- 

36. 

37- 

38. 
39-— 4°- 



Woche 



Stand des Uterus und Bauchumfang in den einzelnen 
Schwangerschaftsmonaten 2 ) 

Stand des Uterusgrunds 
(Entfernung vom oberen 
Rand der Schamfuge) ] 
(cm) 
24—24,5 
26,7 
28,4 . 
29,5—30 
31 
3L8 
32 
32,8 

33,i 
33,7 



», 



grösster Bauchumfang 
(s. a. p. 344) 

(cm) 
90,8 



91,3 
96,4 



(Vergleich zwischen Schwangerschaft und Wochenbett s. u. p. 



947 
94-7 
344.) 



Körpergewichts - Änderung in den letzten Schwangerschaftswochen 

(Geburt und Wochenbett s. p. 343 u. 344) 



Zeit der 
Schwanger- 
schaft 


Beobachter 


Zahl der 
Fälle 


davon 
haben zu- 
genommen 


Mittel (g) (der 
Zunahme) aus 
allen Fällen 


mittl. Gewicht| Zunahme in 0/ 0 
der des mütterl. 
Schwängern | Körpers 


29. Woche 


Gassner 3 ) 


3 


3 


670 






30 „ 


,, 


3 


3 


790 






31 „ 


,, 


6 


4 


235 






3 2 - „ 


,, 


7 


7 


905 






8. Monat 


,, 


8 


8 


2400 


63 300 


3,79 o/o 


33. Woche 


,, 


H 


10 


720 




34- „ 


,, 


19 


14 


485 






35- » 


,, 


28 


21 


7i5 






,, ,, 


Baumm 4 ) 


2 


2 


740 


62 875 


1,18 


36. „ 


Gassner 


41 


30 


525 






Baumm 


2 


2 


745 


63 615 


1,17 


9 Monat 


Gassner 


23 


21 


1690 


62 300 


2,7 


37- 


,, 


61 


46 


745 








Baumm 


6 


5 


545 


61 063 


0,89 


38 


Gassner 


77 


53 


40 








Baumm 


10 


9 


586 


61 449 


o,95 


39 


Gassner 


80 


54 


53 






1» 


Baumm 


13 


11 


502,3 


61 768 


0,81 


40. 


Gassner 


54 


34 


37o 








Baumm 


16 


13 


535 


63 677 


0,84 


10. Monat 


Gassner 


106 


89 


1540 


62 260 


2,473 



1) nach Farre, Todd's Cyclopaedia of Anatomy und Physiology, Artikel „Uterus and 
its Appendages" p. 645 und Tann er, Signs and diseases of pregnancy 1860 p. 90. 

2) S p i e ge 1 b e r g- Wi e n e r 1. 12 c. p. 111. — Genaueres in den Lehrbüchern der 
Geburtshilfe. 3) Monatsschrift für Geburtskunde und Frauenkrankheiten 19. Bd. 1862 
p. 16 u. 17, auch [Münchener] Dissertation 1861: Uber die Veränderungen des Körper- 
gewichtes bei Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen. 

4) Münchener medicinische Wochenschrift 34. Jahrgang 1887 p. 98 ff. , auch Mün- 



Schwangerschaft 



335 



Gewichtsänderung einiger Organe in der Schwangerschaft 

Die hauptsächlich von Larcher, Ducrest u. a. behauptete geringe Hypertrophie 
des H e r z e n s in der Schwangerschaft wird vielfach bestritten. Neuerdings giebt Dreysel 1 ) 
für 1 k Körpergewicht eine Zunahme von c. 0,44 g = 8,8 °/ 0 des Herzgewichts an. 

Gewicht der Milz zunehmend von 140 auf 180 g (B i r c h - H i r s c h f e 1 d) 2 ) 



Temperatur während der Schwangerschaft 

(Geburt und Wochenbett s. p. 343, 346 u. 348) 





Zahl der 










Fälle (resp. 
der Mes- 


Achselhöhle 


Vagina 


Uterus 




sungen) 








Winckel s ) 


6 




morgens 37,4 




(IOO) 




abends 37,475 




L. Lehmann 4 ) 






37,4 




A G Gruber 6 } 


59 




37,39 




(1834) 




m. 37,46 bei 82 Pulsen 








a. 37,32 „ 79 „ 




C. Schröder 6 ) 


7 


(s. b. Uterus) 


(s. b. Uterus) 


0,29 (0,1—0,5) 


(17) 






höher als Axilla 








0,156 (0,05-0,32) 
höher als Vagina 


Matthey 7 ) 


(1236) 


36,91 


37,42 








m- 37.445 
ab. 37,38 




i> 




abends im Mittel 


morgens im Mittel 








0,143 höher als 
morgens (bei Auf- 
enthalt ausser Bett 

und Bewegung) 


0,082 höher als 
abends 




)? 




mittlere Differenz 
zw.' Maximum und 
Minimum 
0,85 


mittlere Differenz 
zw. Maximum und 
Minimum 

0,53 




Kuhn 8 ) 


47 




37,493 . 






(1405) 




m- 37,5 2 9 








a. 37,488 





chener Dissertation 1887: Gewichtsveränderungen der Schwangeren, Kreissenden und 
Wöchnerinnen bei der in der Münchener Frauenklinik üblichen Ernährungsweise derselben. 
— [90 g Eiweiss, 27 Fett, 200 g Kohlehydrate.] 

1) Über Herzhypertrophie bei Schwangeren und Wöchnerinnen. Münchener Dissertation 
189 t p. 28. 

2) Berliner klinische Wochenschrift 15. Jahrgang 1878 p. 324. 

3) Monatsschrift für Geburtskunde und Frauenkrankheiten 22. Bd. 1863 p. 323 An- 
merkung ; letzte 2 Monate der Schwangerschaft. 

4) ibidem 27. Bd. 1866 p. 229. 

5) Temperatur- und Pulsverhältnisse bei Gebärenden. Berner Dissertation 1867 p. 2 ff. 

6) Virchow's Archiv 35. Bd. 1866 p. 259. 

7) Temperaturbeobachtungen in der Schwangerschaft. Züricher Dissertation (Daven- 
port) 1880. 

8) ' mitgeteilt von Matthey 1. c p. 16 u. 31. 



336 



o 
a 

&> 

n 

B 
TO 



s 

B 
b* 

^ B 

TO 



*-» b «1 O l-l 



Ol 



B 
o 
TO 
-j >— ■ 
p: o 

-1 er 



£ B 

■ CO 



T3 Mi 
■ B 



c 

3 
P. 

I b 8 

b £- B 
5? o B 
d'o £ 

Ü ~" TO 

5 " » 
CO 

o !° 2* 
3! 



er; 

CD 



Da 

o. CO 
2 00 S 

CD 



CS 
p 

n 
s= 
3 

B 

cd 
p 



N 
P 
B 
TO 

& 

cd 

ca 



03 

O 



cm 
s 



T3 



CS 2 

er 2. 
a 

so 2 

CA B 

5* 



2 * 5 



Ei 

es 

er _ 
8 3. 

s E 

CA o 

cd a 

CS 

fc*" 3 " 

2-to 
er 

o >-i 

a. <x) 

CD CO 



«i 

DO 

<! «o 

CD > — - 
>1 • 

er 
a 
& 

> B 

' erq 

- co co 
B Ä 

p. 

CO 

" "O 

O. ' 

CD t— » 

3 w 

ff W 

&p 

CD 
B 

Q 

CD 
Ol 
CD 

5T 

C5 

er 

03 



DO 

- \ — / 

er ^ 
_. 

P cd' 
B 

TO <5 

B -i 
So: 

« 3 

_ B 

2 CD 

B B 

'TS O. 

C CD 



ö ff 



w 

ED 

CO 

3 

o 
3 

CD 
CD 



er 
o 

5 

SB 

CS 

CD 



B 

CA CD 

c« er 
- p 

M B 
S'TO 
» ' 

B 
o 

00 



< 

o 

B 

es ^ 

B — 

rj- CD 

CD 

i-, CO 
Co CD 

er 



p: 

er 

CD 

-. 



w 

K 

CD 



B ® 
S» 

CD 

er 



CS 

CD 
CA 
CD 

er 



CD 

er 
B 

B 
P- 

o 

o 
33 

CD 



Cd 
00 

CD 

B >o 

er • 

2. - 

~ o 
p. 

CD p 



© 

B 

09 

CD 

K 
o 
>— • 
o 
TO 



w 

o 

B 

TO 



er 

CO 

»I 

SS 

p 

CA 

TO 

CO 

TO 

CD 

er 

CD 
B 

< 
O 
B 



CD 

or 



ff | 



CD 
(3 

CD CD 

r—t co 
C 

B CO 

TO 2. 

2 c 

SO 
T3 

S» ^ 

CD <i 
Ä » 

er b 

CD PL, 
i. — . 

P 

CO B 

CD CT? 

Cr cd 
Sä p 

B P- 
00 CD 
CD w 

CD B 
B S« 

r-t- 
P 

5* ff 

01 w 

o> 2. 

Ö CK) 

c?& 

D 3 

>= 2 
a & 

P- CD 

CA 

o: o 

cd er 
er cd 
B b 

CO 

2. < 

g 2 

2 2 - 

P B 

00 N 
00 B 

— - 

i— CD 

^ 2 

i — i TO 

CO 

*~ l 
. 00 

<5 00 

o ?* 

B 

So 
B 
B 



w 

B 
CJQ 

CD 



CD CO 



S EE 



CD 

B 



ü 

B 
er 
B 

CD 
•1 



W 

CD 

er 

►i 
Ol 
P- 
CS 



CD 

es 



ETO 
CS 

B CA 

^S 1 «1 



SD oo B 

w CD oa 

^ er g 

O B 



B 
P. 



P. 
CD 

CO 

CD 

er 

3) 
P 
B 
TO 

CD 



O HH P 

B C3 

So • TJ 

rf SO 

C i 

B 3 



o 
p 

(0 



CT. 



^ ob 

I 

So: ^p 
CD e_. 



o 

B 
SO 



00 

I 



I I 

<~n i-i 



U< O « O O l^W CD 



Ol 
OS 

O 
O 

o 



vO 
Ol 



<; 

2 co 

b 2. 
S" w 
|2 

S = 

- b ew 

Sgl 

OJ^ 

° 9, 
88 

o 



Ol 

o 
o 

Ooi 

0 g 

1 n 
w O 

o 
o 
o 
o 



OJ 
OJ 

o 

8' 

0 -P- 

1 ° 

8 

^ o 

Ol 

o 

o 
o 
o 





33 




• 




5* 


n 


03 




•• -f- 


w 


O 


Ol 


rt- o 


oo 


»1 


1 




OJ 


M O 


oo 






M 




CO 







oi vO 
vO 



O B 

i- p, 
B 

- B 

CD 

er 





09 


G0 

rt- 


00 




CD 


oo 


pr to* 


OJ 


CD 


CD 


Ol 


p 


3 






3 


"■OJ 

to 




3 


1 




n 


t— 1 




to 


8 


Co 


\b 




M 


M 












o 



vO 

H MM 

vO^ OS, 

2^ J 



OS 



OJ 



ß - » 
B co 

et- 

CD o. 

8S 



2,- B 

SD 

£■ oj os 



hei O 
lg 



CD 

S 2 i 
8 g. 

co PTto cd 

er cd co 

1 S" "1 OJ 

p B — ^ 

B * 

05 6 33 
cc 



p 

CD 
■t 

3) 

CD 



CD 
3 



Os 



CS 

hl " 
~ er 



CD 



CD 



*E D3 



B ? : 

B CD 
CO -t 
CS 

er 

CD 

B 



2s 

CD O 
E' TO 

Ii: 



O: 

CD 
C5 
CD 



w 

CD 

O 
09 
i — i 
o 

er 



<1 W 

CD CD 
W CD 



< 
CD 
►1 

ts* 

P 
i— ■ 
r+ 
CD 
P 

CD 

Q 



to 



^1 

00 

CD 

C^ 
ES 



o 

OD 
CD 

CD 
CD 



00 

o 



p 


*t 

O 




c 




t-i 
p 








Hl. 

o 


CO 


ts 


«s 


CO 




P 


CD 


•0 


CS 


par 


CD 


p 




CS 


CO 


N 




T3 


* 




P= 


O 






en 


ti • 


P< 


ES 




c: 




crl- 


CD 


CD 


►1 



CQ 
o 
P" 

■4 
P 

P 

(W 
CD 

CD 

o 
p 1 

p 

3? 



cn 
co 



337 



0) 



O 



8tS 
o 



X 





vO 






vO 


vO 


vO 




o 


HM 




o 


o 


o 


o 




d 


d 


o" 


6 



OS 



03 



.5 *• 

© ► 

'S tü 

oo m . % — 

.2 * 

03 — 

* M 



- 



et 
— 
V. ° 

% g 
<o öS 

— 

O 
/. 



e> 
o3 

O 

» 



in 



O O 



ro 
O 



**■ 
O 



in in 



vO 
O 



* o 

dl 



Bj 



00 
VO 
rn 
O 

O 



O vO 

1 o 



inOO 
00 M 
— N 

o o 

6 6 



T3 
03 >, 

q 

= Et, 



vO 
O 



00 
vO 




•Cf-vO 

O 00 (vi 

- O -3" 

d d o" 



vO 

6 



<-> ri-oo vO 
tJ- t^oo moo 

<o o~ d d d 



M 
00 

o 



cn 
m 

IT) 
«VI 



LT) 



O 



-3- 
00 
in 

Ov 



Ov 
Ov 



ro 

Ov 

O0~ 
Ov 



o 



« S D O 
B« B • ~ 

w a h a 

*» £ *> 
s ■= < 

a £ a 



s= bc 
3 c 

'-'fei 

-.2 Ja -= 



93 03 

a c 

o o 

a a 

d d 



iiodvo -od ~ ö\ d a JS 

CM h ^ 



M jx im 

;T d rp» d * « 

h o 5 o "t; 

.d O J=| O .H ^ 

03 In o Vi CU 03 

pH Ph CO FM CO 1-3 



00 Vi 

d « 

• S Vi 

•d .3 
03 o 
PH «3 



cd 

■d 
d 

V. 
-O 

0J 
1-1 



d 

o 
M 

C3 

o 

Vi 
Pm 



00 

d 
»d 

03 



tv) 

d 6 



CS fO 



03 yi 

■° 5 
oj ar 



q 

CS 

p 
_= 

CJ 

X 



IT) 

o 
d 



T3 
C 



PO 



I 



. o 



ff 













00 










„ 






in «d- 








" d 


00 00 


o 


a\ 


tvi , 


1^ o 


m (S 


o 


« 1 




h4 1-4 


d" 


o o 


o" o 


d d 




M 








d^ 















° "vo" " 
m ov »o Ov 

•+M O ^ 



I I I 



N 6 O Ov 

m t p-t «r? 
o 



o~ - 

O On 
ii m 

o" d 



o 
H 

o - 

a 

03 
03 

w 

. 

o "* 

vd o 

O 00 



03 - 
^3 " 



"u 'S 03 

cn cd * J 

^4 03 -h 03 

- s a e 



«r 



03 
T3 



>».s? 

- 0 'S t 
Q..2 

t, g :sS 

33 »O 
CO 

O 03 -l • 

03 "3 » 
aß -t 

IO 

- - * W 

a =) - d. 

* T3 CO Ä . 
'S „ . 00 ° 

'IIa 00 

_J CM O p, 

& H 
- o,»S 

ÜloJO 
10 ^ • 

^ s« 

Oi 



v. 



y_a 5 

< 00 



| £ 

CQ a 2 S2 

^< % 2 

jä vT 

43 

C3 IQ bj * 

CM 03 "-5 

- s * 

■ *» <N 

di'TJ öS 

.♦_» — i 

!3 oc 2 

tS S g 

— ■ m 



03 co c 

« fe 03 
•= 

* (2 
<J a p 

03 



J3 



CO 



l£3 
CO 
CM 



3 ^ „ 

03 'd _ 

— — « V. «3 
CM S » 

CN .2 J= - q 

2 -d 

e» -3 - — ^ 

- ^ 



Vi 

CB 

CS 

I 

d 

0] 

ca 



r=4 
ü 

03 

s 

öS 

H 



OD 

d 

• IH 
I — I 

CD 



CO B 3 

CO es 
•Ö CM .2 
00 



■* 3 
r-l ^2 

03 2 

IS 

O 

J4 d 

03 N 
03 

s.« 

>-> 03 

O -a 

C3 

v, 



03 

CO 



oo 

lO 

au 
oo e 

00 s 
00 ^ 

^ fe' 

6 
a 



ja 
o 



CO 

c 

C 

03 
J= 

o 



CJ 

03 
T3 



c • b». 



03 
Ä 
C3 
00 
— 
03 
bC 
■ B 
öS 
pt 

C3 
I» 

t. 
CD 

»o 

03 
■3 

a 



Vierordt, Dat. u. Tabell. f. Med. 2. Aufl. 



22 



338 



Physiologischer Teil 



b) Menge des Fruchtwassers (vergl. u. p. 343) 



Zeit der 
Schwanger- 
schaft 
(Monat) 


Beobachter 


Zahl 
der 
Fälle 


g 


pro 1 k 
Gewicht der 
Mutter 

(g) 


7- 
8. 

9- 

Mitte des 9. bis 
Mitte des 10. 
10. 

>! 
)) 


Gassner x ) 

)> 

Fehling 2 ) 
Gassner ' ) 
Baumm 1 ) 
Fehling 2 ) 


3 
2 

4 

154 

60 


1004 

1365 
1618 

423 
1877 
1300 

680 


•17,87 
24,40 

27,0 

30,0 

21,1 



c) Specifisch.es Gewicht 

1004— 1008; 1006 — 1007 (Labruhe) 3 ) 
1008 (1004—1010) (Sandmeyer) 8 ) 

Hydramnionflüssigkeit 1007 — 1008 bei 21° C (Harnack) 8 ) 
1003,6—1006,7—1008,6 (Win ekel) 8 ) 



Placenta 

a) Gewicht (vergl. u. p. 343) 

Ende der Schwangerschaft: 501,8 g (Spiegelberg) 4 ) 

791 „ (Fehling) 



Placentar- und Kindsgewicht (R. Krüger) 5 ) 



Gewicht der 
Placenta 

(g) 

400—499 
500—599 
600—699 
700—799 
800—899 
900—999 

400—999 



Zahl 
der 
Fälle 

88 
212 

212 
113 
61 
14 

700 



Gewicht der Kinder 
(g) 

Erstgebärende Mehrgebärende 



2963 
3097 
3225 
3428 
3517 
3806 

3199 



2945 
3195 
3339 
3571 
3766 
3550 

3350 



1) 1. p. 334 c. p. 31. 

2) 1. p. 337 Anmerkung 1 c. p. 224. 

3) 1. p. 337 c. 

4) 1. p. 12 c. p. 73. 

5) Die Beziehungen zwischen der Entwickelung der menschlichen Nachgeburtsorga 
zu derjenigen der Frucht. Rostocker Dissertation (Schwerin) 1877 p. 7. 



Placenta 



Die Placenta ist schwerer durchschnittlich (Issmer) 1 ) um 
75 g hei Knaben gegenüber Mädchen 

82,6 „ „ älteren Müttern „ jüngeren 
100 „ „ Mehrgebärenden „ Erstgebärenden 

Wachstum (Spiegelberg) 2 ): 

bis zur 28. Woche c. 100 g pro Monat 

7. — 8. Monat c. 60 „ „ „ 

8. -9. „ c. 40 „ „ 

9. — 10. „ c. 6 „ „ 

Gewicht der Eihäute samt Nabelschnur: 
70—100 g (Leop. Meyer) 3 ). 

b) Dimensionen (Spiegelberg) 2 ) 

Längendurchmesser 13,5 — 18,9 cm 
Dickendurchmesser 1,5 — 1,75 „ 



c) Blutgehalt (vergl. p. 15) 







gewöhnliche Zeit 




Beobachter 


frühe 


der Abnabelung 


späte 


Abnabelung 


(nach Aufhören 
der Pulsation) 


Abnabelung 




g 


g 


g 


Budin*) 


c. IOO 




IO 


Zweifel b ) 
Mayring e ) 




192 


92 


184 


III 


88,8 


Illing 7 ) 






c. 50 


Schücking 8 ) 


105 




12,4 (8—24) 


Wiener 9 ) 


129,725 


100,95 


99.14 


Leop Meyer 3 ) 




16 mehr 



1) 1. p. 6 c. 

2) 1. p. 338 c. 

3) Centraiblatt für Gynaekologie 2. Jahrgang 1878 p. 222 u. 221. 

4) Bulletin general de therapeutique 1876 (15. fevrier) p. 123. 

5) Centralblatt für Gynaekologie 2. Jahrgang 1878 p. 1. 

6) 1. p. 15 c. 

7) 1. p. 125 c. 

8) 1. p. 125 Anmerkung 5 c. p. 7 — 3 resp. 6 Fälle. 

9) Archiv für Gynaekologie 14. Bd. 1879 p. 36. 



22* 



340 



Physiologischer Teil 



Nabelschnur 

a) Dimensionen 

Minima Maxima 

Länge: 50 — 55cm Spiegelberg 1 ) 

51 Winckel J ) 

32 100 (Br utt an) 8 ) 

— 183 (Neugebauer) 4 ) 

'94 (J- J. Schneider) 6 ) 
56 Stutz«) 34 io 7 ' 

Länge der Nabelschnur und Kindsgewicht (R. Krüger) 7 ) 

Durchschnittsgewicht 
des Kinds (k) 

3430 
3326 

3257 
3288 
3306 
3320 
3365 
3243 
2900 



Nabelschnur 


Zahl der 


(cm) 


Fälle 


20—29 


4 


30-39 


32 


40—49 


229 


50-59 


226 


60 — 69 


129 


70-79 


51 


80—89 


23 


90--99 


5 


loo— 109 


1 



Summe 700 3288 

Dicke 0,8 — 1,5 cm. 

Windungen (vom Fötus aus meist links gehend) % — y bis 30 — 40 an der Zahl 
A. Neu geb au er)*). 

b) Insertion der Nabelschnur 

in der reifen Frucht : 4,5 — 5 cm über der Symphyse (W i t z i n g e r) 8 ) 

3,5—4.5 ,, „ „ „ (Bulan) 9 ) 

c) Grefässe und Druck in denselben 

Arterien Vene 

mm mm Durchmesser 

3—3,5 6,8—7,7 (Hyrtl) 10 ) 

3,4—4,i 8,1—8,6 (Stutz)") 

gegen die Placenta um 1 — i 1 ^ mm zunehmend 
4 9 (A. v. Haller) 12 ) 

4 x / 9 4 1 /« (Neugebauer 18 ) 

Blut der Nabelgefässe : specif. Gewicht s. p. 126. 
Haemoglobingehalt der Nabelarterie = 22°/ 0 (Denis) 14 ) 

(Venenblut der Mutter 13,99) 
Druck in der Nabelarterie: = 63,7 mm Quecksilber (Ribemont) 16 ) 



1) 1. p. 12 c. p. 78. 

2) 1. p. 333 c. p. 37. 

3) Ein Beitrag zur Lehre von den Nabelschnurverschlingungen etc. Dorpater Disser- 
tation 1890 p. 55. — Esthnische Frauen. 

4) Morphologie der menschlichen Nabelschnur 1858. 

5) Archiv für medicinische Erfahrung Jahrgang 1811 1. Bd. p. 107. 

6) Archiv für Gynaekologie 13. Bd. 1878 p. 317 (100 Fälle), auch Erlanger Disser- 
tation (Leipzig) 1878 : Der Nabelstrang und dessen Absterbeprocess. 

7) 1. p. 338 c. p. 19. 

8) 1. p. 12 c. p. 31. 

9) Die reife Frucht. Berner Dissertation 1878 p. 12. 

10) Die Blutgefässe der menschlichen Nachgeburt 1870 p. 37. Corrosionspräparat«. 

11) 1. c. p. 323. 

12) Elementa physiologiae corporis humani, tomus VIII (Lausannae 1778) Hb. 29, sectio 3 
p. 225. 

13) L c. (s. Aum. 4) p. 16. 

14) 1. p. 126 c. Berechnet aus dem Eisengehalt. 

15) Archives de Tocologie 1879 p. 641 (Octobre). 



fötale Pulsfrequenz 



341 



Placenta in der Scheide 
„ im Uterus 

ii >» " 
bei freiem Blutstrom 
„ abgesperrter Vene 



Druck in der Nabelvene 

30,3 und 35 mm Quecksilber (Schücking) ') 

40, während der Wehe 85 „ „ 

45> » » » 100 n " 

33.5 mm Ribemont-Dessaignes 2 ) 

51.6 )i ,1 



d) Festigkeit der Nabelschnur 
Die Nabelschnur reisst bei einer Belastung von 

6161 g Chiari, K. Braun, Späth 3 ) 

4.125 ,, 2250—8000 g Schatz 4 ) 

— 2500 — 11500 „ Win ekel 6 ) 

6131 „ bei allmählicher Belastung Kehr er 6 ) 



Fötale Pulsfrequenz am Ende der Schwangerschaft 

(vergl. pag. 152) 

Grenzzahlen Knaben Mädchen 

P. Dubois 7 ) 144 140—150 — 

J acquemier 8 ) 126,5 
H. F. Nägele 9 ) 135 130—140 

Churchill 10 ) 136 120—160 

Spiegelberg 11 ) 120-180 

{■» 120 132 \ 
° 138 _ 150 | 124 144 

C. Hennig 13 ) 143 150 

Haake 14 ) 145 143 

Steinbach 15 ) 131 144 

Ziegenspeck 16 ) 136,01 139,39 

Mittelzahl: 133—144 

v. Wer dt 17 ) (Anfang der Geburt) 144—156 — Steigerung um 50 
und mehr durch Bewegungen der Frucht. 



1) 1. p. 125 Anmerkung 5 c. p. 18. 

2) Annales de gynecologie 1887 (Janvier). 

3) Klinik der Geburtshülfe und Gynaekologie 1855 p. 77. 11 ü. (5—23) österreichisch. 

4) Archiv für Gynaekologie 9. Bd. 1876 p. 45 

5) 1. p. 333 c. p. 354. 

6) Beiträge zur vergleichenden und experimentellen Geburtskunde 1868 p. 81. 

7) Archives generales de medecine XXVII 1831 p. 448. 

8) 1. p. 152 c. 

9) Die geburtshülfliche Auscultation 1838 p. 35. 

10) The Dublin quarterly Journal of medical science XIX 1855 p. 326. 

11) 1. p. 12 c. p. 101. 

12) Monatsschrift für Geburtskunde und Frauenkrankheiten 14. Bd. 1859 p. 168. 

13) ibid. 15. Bd. 1860 p. 448 u. 455. 5 Knaben, 7 Mädchen. 

14) ibid. 15. Bd. p. 460. 24 Knaben, 27 Mädchen. 

15) ibid. 18. Bd. 1861 p. 440. 31 Knaben, 12 Mädchen. 

16) Welche Veränderungen erfährt die fötale Herzthätigkeit regelmässig durch die Ge- 
burt. Jenenser Dissertation 1882 p. 71. 

17) Uber den Einfluss des Geburtsactes auf die Herzthätigkeit des Fötus. Berner 
Dissertation 1883 p. 39 



342 



Physiologischer Teil 



Zeitliche Verhältnisse der Geburt 

Die Zahl der in der Tageszeit (9 h morgens — 9 h abends) 
beendeten Geburten verhält sich zu der der anderen Tageshälfte 
(Nachtzeit) wie X : 1,19. 

Dauer der Geburt 
Beobachter Erstgebärende Mehrgebärende 

6- Veit 1 ) 22,04 Stunden 15,15 Stund. 

Ahlfeld2 ) 20 „ 48 Min. 13 42 Min. 

(über 32jährige) 27,6 „ 
Spiegelberg 8 ) 17 „ I0 8^ ^ 

und zwar ist die Eröffnungsperiode 7— 8mal so lang, als die Aus- 
treibungsperiode, welche dauert : 

Erstgebärende Mehrgebärende 

1,72 Stunde^ 0,99 Stunden (Veit) *) 

für Knaben l,8l „ \ kein „ 

„ Mädchen 1,62 „ / Unterschied „ 

Dauer einer Wehe (im Durchschnitt) 106 Sekunden (P 0 1 a i 1 1 on) *). 

Druck im schwangeren und gebärenden Uterus 

Druck durch blossen Tonus und Elasti- 

cität der Wand 5 — 13 mm Quecksilber höher, als in der Bauch- 
höhle (Schatz) 6 ) 

Druck mit Hinzurechnung der Wasser- 
säule (= 18,5 mm) bei aufrechter 

Stellung 20—40 „ „ 

Gesamtdruck, einschliesslich der Bauch- 
presse 80—250 „ „ 

Die zur Austreibung des Kopfes nötige 

Kraft 8—27 kg 

dto. bei leichten Geburten (berechnet 

aus der Resistenz der Eihäute) 2,134—4,876 „ (Poppel) 6 ) 

dto. 3— 13,5 „ (J. M. Dunau)') 

dto. 7,125 — 17,301,, (Ribemont-Dessaignes) 8 ) 

Gesamtdruck auf ein Ei von 1400 cm 2 88,244 ,, (P o 1 a i 1 1 0 n) *) 

Oberfläche = 178 g pro 1 g Uterussubstanz 

Wehendruck auf der Höhe der Wehe 154 „ 

Druck nach Ausstossung des Kinds 50, 72, 65, 75, 60 mm Hg (Ahlfeld) 9 ) 
In der Pause 10 — 11 mm, Eigendruck des Ballons 8 mm. 



Häufigkeit der einzelnen Kindslagen 

Schröder 10 ) Spiegelber g u ) 
Schädellagen 95 °/ 0 97,3 °/ 0 

Gesichtslagen 0,6 0,3 

Beckenendlagen 3,11 1,59 

Querlagen 0,56 0,78 



1) 1. p. 12 c. p. 108. 2) l. p. 333 c. p. 105. 3) 1. p. 12 c. p. 129. 

4) Archives de Physiologie normale et pathologique II. S6r. tome VII 1880 p. 1. 

5) Archiv für Gynaekologie III 1872 p. 58. 

6) Monatsschrift für Geburtskunde und Frauenkrankheiten XXII 1863 p. 1. 

7) Researches in obstetrics 1868 p. 229. — In den „Contributions to the mechanism 
of parturition" 1875 giebt D. 1,85—17,642 k an. 

8) Annales de gynecologie et d'obstetrique 1879 p. 81 (FeVrier). 

9) Berichte und Arbeiten aus der geburtshülflicb-gynaekologischen Klinik zu Giesseu 
1881—1882 (1883) p. 69. 5 aufeinanderfolgende Wehen 

10) 1. p. 5 c. p. 131. 

11) 1. p. 12 c. p. 142 nach Zusammenstellung von Schwörer, Hegar und eigenen 



Geburt 



343 



Geburts- und Wehenthätigkeit 

(vergl. p. 334 und 335) 
Arbeit einer Wehe = c. 9 k. m. 

Peristaltik der Wehe braucht von der Tubenmündung bis zum 
innern Muttermund 20 — 30 Sekunden (Schatz) 1 ). 

Puls der Mutter steigt während der Wehe um 2 — 5 Schläge 
(H örning) 2 ). 

vor 

dem Blasensprung 



nach 



Puls des Foetus 139,46 
dto. 10—20 

weniger in der Wehe, 
als in der Pause 



137,27 



Respirationsfrequenz (der Mutter) 
(Winckei) 5 ) 



(Zie genspeckj 3 ) 
10—20 (v. Werdt)*) 

unter der Norm, in 
der Wehe noch stär- 
kere Abnahme 

während der Greburt 



u. zwar Anfang 
Mitte 
Ende 



Wehe 
17,8 

18,9 
15,7 
19,3 



Pause 

24,6 



Körpertemperatur während der G-eburt 

37i399— 37,819 37,4° (Winckel) 6 ) Eröffnungsp. 37.53 1 Austreibungsp. 37,59 2 
37,42 (Gr über) 6 ) „ 37,5« » 37,49 

Nachgeburtsperiode 37,37 (Gruber) 

Zunahme d. Temperatur des U t er us während d. Wehe 0,O2— 0,1 (F r an ke n häus er)*) 

während der Wehe in maximo 0,1 (Hennig) 8 ) 
Während der Geburt ist der Uterus durchnittlich 0,383° höher temperirt, als die Axilla und 
0,175° höher als die Vagina (Schröder) 9 ). 

Gewichtsverlust während der Geburt 



überhaupt (g) 
Gassner 10 ) Baumm 11 ) 





(189 


60 


Fälle) 


insgesamt 


6564 


6242 




u. zwar 








Kind 


3283 


3265 




Fruchtwasser 


1877 


1300 


(berechnet) 


Placenta 


600 


628 




Blut 


250 


308 




Harn und Kot 


404 


366 




Lungen- u. Haut- 






(berechnet) 


ausdünstung 


I50 


375 


Sa. 


6564 g 


6242 


g 



O/o des Körpergewichts 
Gassner Baumm 



10,45 



10,165 



Primiparae Multiparae 

Gassner 10 ) Baumm 11 ) Gassner Baumm 

3225 3220 3325 3317 

1672 820 1910 1020 

580 614 610 626 



1) Tageblatt der 58. Versammlung deutscher Naturforscher und Arzte in Strassburg 
1885 p.,106. 

2) Über den Einfluss der Wehen auf die Herzthätigkeit der Mutter und Frucht. 
Züricher Dissertation 1876 p. 43. 3) 1. p. 341 c. p. 54. 4) 1. p. 341 c. 

ö) Klinische Beobachtungen zur Pathologie der Geburt 1869. 6) 1. p. 335 c. 

7) Verhandlungen der Versammlungen deutscher Gynaekologen 1877 p. 92. 

8) Archiv für Gynaekologie 14. Bd. 1879 p. 361. 9) 1. p. 335 c. p. 264. 
10) 1. p. 334 c. p. 20 u. 43, 44. 11) 1. p. 334 c. 



/ 



344 



Physiologischer Teil 



Blutverlust bei normaler Geburt (Asayama) 1 ) 
(vergl. p. 343 unten) 



£rstgebärend 
Mehrgebärend 
Vielgebärend 
(über 5) 



Fälle 

*95 
324 

56 



spotane Lösung 
g 

356 
382 

442-5 



Expression der 
Fälle Placenta 
g 

2 °3 354 
185 400 

37 401 



Gewichtsverlust durch die puerperalen Processe 

(Lochien, Milch, vermehrte Diurese etc.) 



Beobachtungszeit 
(Stunden) 


Beobachter 


Zahl der 
Fälle 


absolut 

(g) 


% des Körpergewichts 
der Neuentbundenen 


172—143 
Primiparae 
Multiparae 

H8,3 


Gassner 3 ) 
Baumm 


238 
73 

165 
60 


4571,5 

4359 

4666 

3643 


8,127 

7,844 
8,302 

6-577 



grösster Brustumfang 
„ Bauchumfang 
(s. p. 334) 
Bauchumfang in Nabelhöhe 
grösste Brustbreite 
oberer Schenkel der Linea alba 
unterer „ „ „ „ 
rechte u. linke Hüftnabellinie je 



(cm) 

Ende der 
Schwangerschaft 
81 
98,2 

96,5 
26,8 

19.6 
20,1 
22,7 



Wochenbett 


(Keh 


rer) 2 ) 


Wochenbett 




Differenz 


bis z. 3. Tag 


cm 


% 


74,1 


7.2 


8,8 


84,1 


14.1 


H.3 


81,9 


14,6 


16,1 


25,0 


1,8 


6,7 


15.4 


4-2 


21,4 


15,4 


47 


23,3 


16,7 


6,0 


26,4 



,1 



Menge der Lochien (Grassner) 3 ) 

im Mittel innerhalb 8 Tagen 1485 g 
Lochia cruenta 1. — 3. Tag 
„ serosa 4. — 5 
„ alba 6. — 8 

bei Stillenden 

Nichtstillenden 

einer Stillenden 
(Körpergewicht 53 k) 

400 

195 

15° 
70 
130 
60 
60 
20 



24 Stunden nach der Geburt 

48 

72 

96 
120 
I44 
168 
192 



1000 ,, 

280 „ 

205 „ 

1085 „ 
1880 



= 745 g 
L. cruenta 

== 200 g 
L. serosa 

= 140 g 
L. alba 



und zwar bei 

einer Nichtstillenden 
(Körpergewicht 51 k) 

670 

1250 g 
360 „ 
270 ., 




Innerhalb der ersten 9 Tage findet Fehling 4 ) einen durchschnittlichen Verlust an 
Lochialsekret bei Erstgebärenden von 350 g, bei Mehrgebärenden von 485 g. 

1) Über das Verhältniss des Blutverlustes bei normalen Geburten bei der rein exspek- 
tativen und der Expressionsmethode. Münchener Dissertation 1889 p. 9 u. 12. 

2) Beiträge zur klinischen und experimentellen Geburtskunde und Gynaekologie II. Bd. 
(2. Heft) 1879 p. 207. 3) 1. p. 334 c. p. 51. Erstgebärende. 

4) Die Physiologie und Pathologie des Wochenbetts 1890 p. 18. 



Rückbildung des Uterus 



345 



Rückbildung des Uterus nach der Geburt 

a) Erhebung des Uterus über die Scham fuge 
Breite desselben (cm) 



Tag des 
Wochenbetts 



J. Schneider 1 ) 

(2 Messungen 
im Tag) 



Parthey ?) 






Breite (cm) 


ürst- 


Menr- 


Zinsstag 8 ) 


E. Börner 4 ) 




Parthev s ) 


gebärend 


gebärend 






Erst- 


Mehrgebärend 


12,2 


12,9 


14,6 


11,4 


10,8 


11,4 


I I.I 


II. 7 


12,4 




10,2 


IO.Q 


10 


io,6 


TO 8 




9,6 


10,4 


9.2 


9,9 


9,8 




9,2 


9,8 


8,3 


8,8 


9,1 




8,8 


9,i 


• ' 7,6 


7,8 


8,3 




8-3 


8,2 


6,8 




7-7 




7,6 


7,7 


6-5 


6,2 


7,0 




7,3 


7,i 






6,5 












5,9 












5,5 












5-i 


5-2 




7,2—7,4 












Börner *) 








4,6 





I 

2 

3 

4 

5 
6 

7 

8 

9 
10 
1 1 
12 

22 



12,1 

n,3 
10,4 

9,o 

9,9 

8,9 

8,7 

8,7 
8,6 

8,1 
7,9 
7,7 
7,3 
7,i 
7.2 

6,9 



b) Länge der Uterushöhle (Th. B. Hansen) 5 ) 
Dimensionen der Muskelfasern (Sänger) 6 ) 



Länge der Uterushöhle (cm) 
Mittel Minimum Maximum 



schwangerer Uterus 








erste Stunden nach der 








Geburt 


14,8 








(Börner 4 ) 






4. Tag des Wochenbetts 






8- „ 








10. „ 


10,6 


8 


13,5 


15- ,, 


99 


8,3 


",5 


3. Woche 


8,8 


7-5 


10,5 


4- ,, 


8,0 


7,0 


93 


5- ,, 


7,5 


6,5 


9,0 


6. „ 


7,1 


6,2 


9,i 


7- „ 


6,9 


6,0 


8,5 


8. „ 


6,7 


5>6 


8,5 


10. „ 


6.5 


5,4 


7,5 


normaler Uterus 









Faserlänge 



Faserdicke 
u 



208,7 
I58.3 

H7,4 
82,7 



IO,6 
10,2 
IO,5 

8,0 



(Anfang g 

32,7 der Woche) 0,1 

(Ende , 

24,3 der Woche) °'° 



Sonstige Dimensionen des puerperalen Uterus s. 



34,1 
p. 91. 



5,1 



1) Monatsschrift für Geburtskunde und Frauenkrankheiten 31. Bd. 1868 p. 357. 

2) Uber die Involution des Uterus in den ersten 8 Tagen des Puerperiums. Berliner 
Dissertation 1882 p. 24 u. 25. 3) mitgeteilt von Fehling (1. p. 344 c. p. 8); die 
Messungen der ersten 10 Tage aus durchschnittlich 3 — 400 Fällen. 4) Uber den puerperalen 
Uterus 1875. 5) Zeitschrift, für Geburtshülfe und Gynaekologie 13. Bd. 1886 p. 16. 

6) Beiträge zur pathologischen Anatomie und klinischen Medicin (Festschrift für 
E. L. Wagn er) 1887. 



/ 



346 



Physiologischer Teil 



c) Gewicht des puerperalen Uterus (vergl. p. 91) 





Autor 


Gewicht 
g 


Volum 
cm 1 


am Ende der Schwangerschaft 

gleich nach der Geburt 

4 Tag des Wochenbetts 

4- Tag 

14- »» 
dto. 

22. Tag 

2. Monat 


Krause 1 ) 

Heschl 2 ) 
Polaillon 8 ) 
Heschl 

t j 

Oarrigues 

ii 

Heschl 


700 

770-805 

495 
665-735 
350-385 
300-330 
150 — 210 
45-75 


IOOO 
(samt Inhalt 
5960— 6160 ) 



Temperatur im Wochenbett 

na«h der Geburt durchschnittlich (in Axilla) 37,46° (o,2° höher als sonst) — Winckel 4 ) 

37,6 Kehr er 5 ) 

37,1 v. Grünewald t 6 ) 

36,93 Brennstuhl 7 ) 

Aus Angaben von Winckel, v. Griinewaldt, Schröder 8 ), Ose. Wolf 9 ) be- 
rechnet Brenn stuhl 

für die ersten 12 Stunden 0,47 Steigerung 

(0,37 Brennstuhl) 7 ) 
,, „ zweiten „ ,, 0,56 Abfall 

(0,5 Brennstuhl) 7 ) 
höchster Stand 4 — 6 Stunden, niedrigster 20—22 Stunden nach der Geburt (S c h r ö d e r) 10 ) 

Abfall 1,43" 1 im ^gleich 
' TJ ^ zur höchsten 



SmJeTatTgleich 1 Erstgebärende Steigerung 0,825« 
nach der Geburt | Mehrgebarende „ o, 4 75 



1,22 



Temperatur 



Bei Geburten zwischen 11h vormittags und 2h mittags kann (abendliche) Steigerung 
(um 5h) bis zu 38,55° eintreten (Schröder) 10 ) 

Schwankungen in den ersten Tagen von 37,0 — 37,9° (Fehling) 11 ) 

vom 5. — 6. Tage morgens unter 37,0 

bei Mehrgebärenden auch schon vom 2. Tage an 

Ende der 1. und 2. Woche abends höchstens 37,4 — 37,6 

Der Uterus ist im Durchschnitt 0,284° höher temperiert, als die Axilla und 0,1 11° 
höher, als die Vagina (Schröder) 12 ). 



1) s. oben p. 91. 

2) Zeitschrift der K. K. Gesellschaft der Ärzte zu Wien 8. Jahrgang 1852 2. Bd. p. 230. 

3) 1. p. 342 c. 

4) 1. p. 335 c. p. 326. 

5) P. Müller 's Handbuch der Geburtshülfe I. Bd. 1888 p. 569. 

6) St. Petersburger medicinische Wochenschrift 5. Bd. 1863 p. 1. 

7) Das Temperaturverhalten des normalen Wochenbettes. Würzburger Dissertation s. a. 
[1883?] p. 8 u. 11. 

8) Monatsschrift für Geburtskunde und Frauenkrankheiten 27. Bd. 1868 p. 108. 

9) ibid. p. 241. 

10) Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett 1867 p. 183 und 182. 

11) 1. p. 334 c. p. 29. 

12) 1. p. 335 c. p. 264. 



Wochenbett 347 

Verhalten des Circulationsapparats während des Wochenbetts 

a) Pulsfrequenz 



Der Puls ist bei normalem Verhalten verlangsamt 





IUI 

Durchschnitt 


VfiriniiififtriiiiP' 
bis auf 




Blot x ) 


52-58 


34 




Kehrer 2 ) 








(Hahausen s ) 






60 und weniger bei 63 °/ 0 


Löhlein 4 ) 




3 


50 „ „ „ 6,5% 


Fehling 5 ) 




36 




Mac Clintock 




30 




Vejas 7 ) 




43 


bei der Geburt 66% 



b) Blutkörpereben und Haemog'lobin 
(Schwangerschaft s. p. 336) 







Zahl 
der 
Fälle 


rote Körperchen 


Haemoglobin 








pro 


1 mm 3 


(Fleisch!) 








Mittel 


Grenz- 


Mittel 


Grenz- 








werte 




werte 




Fehling 8 ) 




83 




2 333 OOO 






in 47 Fällen = 56,6 % 








—4750 OOO 






Abnahme gegenüber der 














Schwangerschaft 


P. J. Meyer 9 ) 


4 Tag 


Milli- 
onen 


4,62 


2 70O OOO 


66,7 


46-83 




)> 


15- Tag 


5-IO 


— s 400 000 
3 1 30' 000 
— 6 430 000 


74-3 


61—94 




Sadler 10 ) 


4 — 12. Tag n. 


8 


IO 788 


8400 — 


weisse 








d. Entbindung 




(weisse) 


13 100 


Körperchen 






Eeinl 11 ) 




37 








Abnahme bei 21 Fällen, 












geringe Zunahme bei 14 
Fällen 


Dnbner 12 ) 


bis z. 10. Tag 






3 000 000 
— 5 560 000 




74-93 




Winkel- 


am Abend der 


3 2 






98 


80—115 




mann 13 ) 


Niederkunft 














>) 




30 




/ 


94.907 












7 1 ,43 % der Minima fallen auf die ersten 5 Tage 












50% „ 




» » )> ji 3 >» 


Engelsen 1 *) 










61 % (48- 


-74,8) von dem des Kinds 












(s. p. 147) 





1) Bulletin de l'Academie imperiale de medecine 1862/23 Tome XXVIII p. 926. 

2) 1. p. 346 c. p. 530. 

3) Centralblatt für Gynaekologie 5. Jahrgang 1881 p. 49. 

4) Zeitschrift für Geburtshülfe und Gynaecologie I. Bd. 1876 p. 482. 

5) 1. p. 344 c. p. 29. 

6) Dublin quarterly Journal 1881 May. 

7) 1. p. 336 c. p. 1946 [6]. 

8) 1. p. 336 c. p. 53. 

9) 1. p. 134 c. 

10) Fortschritte der Medicin, Supplementheft zum 10. Bd. 1892 p. 4. 21—29 Jahre. 

11) 1. p. 134 c. p. 68. 

12) 1. p. 145 c. 

13) 1. p. 336 c. p. 11, 45, 44. 

14) 1. p. 132 c. p. 56. 



348 Physiologischer Teil 

c) Blutdruck (Lebedef'f u. Poro chj ak o w) J ) 
im Wochenbett verglichen mit der Geburt 

im Mittel 18 mm weniger, 

bis zum Verlassen des Betts am 8 —9. Tag, worauf Steigerung folgt. 

d) Alkalescenz des Bluts (W. Jacob)*) 

235 mg Natron im Wochenbett, während die Schwangerschaft nichts ab- 
weichendes bietet. 



Verhalten des Respirationsapparats. 

(Brustmasse im Wochenbett s. p. 344) 

a) Atmungsfrequenz 
von ruhenden Schwangeren u. Wöchnerinnen 20 pro Minute (Kelirer) 8 ) 

für Wöchnerinnen 14 — 18 (Win ekel) 

b) Vitalkapacität 
Während vielfach keine merkbare Veränderung gefunden wurde, wird 
andererseits angegeben für das W o ch e n b e 1 1 verglichen mit der letzten 
Schwangerschaft : 



Beobachter 


Zunahme 


Gleichheit 


Abnahme 


Dohm *) 

>» 

Vejas 6 ) 

i» 

Winckel 6 ) 


12 - 14 Tag [ 

des Wochen- < 
betts 


Erstgebärende 
Mehrgebärende 

SO Fälle 

letzte Wochen der 
Schwangerschaft 


53 7o 
64 .. 

34 »1 

grösste absolute Zu- 
nahme betrug 500 cm 3 
b. 42 Pulsen (3100 cm 8 
vor der Geburt) 
2700—3500 cm 3 


22 \ 
27 „ 

52 „ 


2 5 % 
9 „ 

14 



Puls, Respiration, Temperatur im Wochenbett bei verschiedener 

Diät (Klemmer) 7 ) 



Fleischkost 
Eierdiät 
gemischte Diät 



Puls 

morgens abends 
73 7 65,2 
73.59 75.03 
72,38 7', 51 



Respiration 

m. a. 
17,73 22,0 
21,3 22,73 
20,71 22,19 



Temperatur 
m. a. 
36,94 37.27 
37,08 37,47 

37.15 37.31 



1) Centraiblatt für Gynaekologie 8. Jahrgang 1884 p. 5. Basch's Sphygmomanometer. 

2) 1. p. 131 c p. 11. 

3) 1. p. 346 c. p. 528. Beobachtungen von Baumfelder, S c h r ö d e r und eigene. 

4) Monatsschrift für Geburtskunde und Frauenkrankheiten 28. Bd. 1866 p 457 

5) 1. p. 336 c. p. 1953 [13]. 

6) 1. p. 333 p. 194. 

7) Berichte und Studien aus dem k. sächs. Entbindungsinstitute in Dresden von 
F. Winckel 2. Bd. 1876 p. 166, 175, 184. 



Wochenbett 



349 



Harnsekretion im Wochenbett 

a) Erste Harnentleerung nach der Geburt (Kehrer) 1 ) 

erfolgt im Mittel nach 10,3 Stunden 
und zwar bis zu 8 Stunden, im Mittel in 5 Stunden, bei 46,3 % 
von 8—16 „ „ „ „ 11,4 „ „ 32,6 „ 
» 16-24 „ „ „ „ 20,3 „ „ 21,1,, 

Die erste freiwillig entleerte Menge beträgt 801 cm 3 
und zwar 40m al 500—1000 cm 3 
25 „ 1000—1500 „ 
23 „ 230-500 „ 
2 „ 1500—2000 „ 

b) Zahl der Entleerungen ;K ehr er) 1 ) 

in den ersten 8 Tagen alle 8 Stunden, durchschnittlich 498 cm 3 
in der Schwangerschaft nahezu 7mal (4 — 8mal) in 24 Stunden 2 ). 



c) Die einzelnen Harnbestandteile in 24 Stunden 
(Kl ein wacht er u. a.) 3 ) 





Beobachter 


Menge in cm 3 


specif. 


Harnstoff 


Chlornatrium 

g 


Phospbor- 




Ge- 
wicht 


absolut (g) 


°/ 


säure 
g 


Hochschwangere 


Kehrer 2 ) 


1792 












i. Tag Erstge- 
















bärende 


Kleinwächter 


1714 




24,68 


M39 


I5, 0 37 


2,590 


dto. Mehrge- 






im 








bärende 


1) 


1567 


Mittel 


26,366 


1,689 


17,79 


2,156 


2. Tag 




1292 1195* 


IOI5 


21,05 22,69* 


1,63 1,90* 


14,13 15,07* 


2,25 1,80* 


3- Tag 


)) 


1231 1085 


bis 


27,71 28,39 


2,3 2,62 


15,53 H,23 


2.37 1,96 


4. „ Erstge- 






IOl6 










bärend 


>> 


1330 


in den 


31-13 


2,34 


14,0 


2,56 


dto. Mehrge- 






ersten 










bärend 


1) 


1050 


8 


27,54 


2,62 


lo,75 


1,98 


5- Tag 


1» 


135° !342 


Tagen 


31,05 28,18 


2,3 2,27 


15,58 11,51 


2,36 2,17 


6. „ 


»1 


1238 1298 




28,17 2 7'5 2 


2,27 2,12 


15,45 i3,8o 


i,99 1,87 


7. „ Erstge- 
















bärend 


» 


1243 




24,57 


1,98 


15,29 


i,95 


dto. Mehrge- 














bärend 


>! 


I3H 




25,86 


i,97 


12,71 


i,99 


8. Tag 


J) 


1230 1254 




21,62 28,30 


1,69 2,26 


15,57 15,25 


1,70 1,70 


in den ersten 8 
















Tagen 


Kehrer 2 ) 


1415 

(59cm 8 p. Stdej 












Fleischkost 


Klemmer 4 ) 


2028 g 




51,816 


2,629 






Eierdiät 




2029 „ 




32,96 


1,896 






gemischte Diät 


»» 


1485.95 




26,16 


1,85 







* die erste Zahl bezieht sich auf Erst-, die zweite auf Mehrgebärende. 



1) 1. p. 346 c. p. 567. 95 Individuen. 

2) ibid. p. 565. 

3) Archiv für Gynaekologie 9. Bd. 1876 p. 387 ff. 

4) 1. p. 348 c. p. 160, 170 und 179. 



350 



Physiologischer Teil 



Analyse der Frauenmilch 

Specifisches Gewicht: 1,032 (Grenzen bei guter Milch 1,028 1,034) 

F. Simon 1 ) 
1,0288 A. Molt*) 

Temperatur bei der Entleerung 38° C. 



a) die wichtigeren Bestandteile 





























8 
© 


CO 


8 

3 'S 






CO 


s 


■ — s 

e 

H 
2» 




r-t 






Fr. Sim 


Vernoi 
A. Becqu 


* 5S 


Meym 
Tidy 
(Mitte 


Bül ' 
(Mitte 


Gerber 


Doyere 
(Mitte 


Christen: 


h 


Szalardi 


Mittel 



Wasser 
feste Stoffe 
Kasein 
Albumin 
Fett 

Milchzucker 
Salze 



88,36 
11,64 
3,43 



88,91 
11,09 
3-92 



87,46 
12,64 
0,98 



86,27 
13.73 
[ 2,95 



87,6 
12,4 

2,21 



3,9 
5,5 
0.3 



3.38 

7,o 

0,20 



2,53 2,67 4,75 5,37 3,81 3,30 3,80 4,32 

4,82 4,36 5,91 5.14 6,08 5,39 7,0 5,97 

0,23 0,14 o,u 0,22 0,28 0,42 0,18 0,28 

(worunter 
0,09 lös 
lieh) 

Analyse der Frauenmilch (Durchschnitt nach J. König s. p. 256 und 353). 



89,0587,38t 

10,95: — ! 

i r79 0,34 
1,30 

3,3o 3.80 



87,24 
12,75 

} i>9o } 



87,8 
12,2 

2 -5 



! 1,83 



87,79 

12,21 

| 2,11 

3-79 
5,71 
0,24 



b) einige andere (organische) Bestandteile 

(Schmidt -M ühlh eim) 13 ) 

Pepton 0,13—0,33 o/ 0 

Harnstoff 0,0079 
Lecithin 0,0038 

[Albumin s. vor. Tab. 0,38] 



1) 1. p. 333 c. p. 283. 

2) The american Chemist 1876 (April) p. 366. 

3) 1. c. p. 284. — [Die Frauenmilch 1838 ] 

4) Annales d'Hygiene publique XLIX 1853 p. 257 u. L 1853 p. 43. — Du lait chez 
la femme dans l'etat de sante et dans l'etat de maladie 1853. 

5) Memoires des concours et des savants etrangers publies par l'acad&nie royale de 
medecine de Belgique 1855. Tome troisieme. 

6) Clinical lectures and reports of the London hospital IV 1867 — 68 p. 77. 

7) Untersuchungen über den Kumys und den Stoffwechsel während der Kumyskur 1874. 

8) Chemisch-physikalische Analyse der verschiedenen Milcharten und Kindermehle 1880. 

9) Annales de l'institut agronomique 1855. l ere livraison. 

10) Vergleichende Untersuchungen über die gegenwärtigen Methoden der Untersuchung 
der Milch. Erlanger Dissertation 1871. 

11) Zeitschrift für Biologie XVII 1881 p. 501, auch Heidelberger Dissertation (München) 
1881 ; über die Zusammensetzung der Frauenmilch. 

12) Gy'ogyaszat 1891 Nr. 37 [ungarisch]. 26 Ammen. 

13) Archiv für die gesammte Physiologie 28. Bd. 1882 p. 287. 



Analyse der Milch 



351 



Anorganische Salze der Frauenmilch (Gr. Bunge) 1 ) 



Kali 

Natron 

Kalk 

Magnesia 

Eisenoxyd 

Phosphorsäure 

Chlor 



Frauenmilch 
0,0703 0/5 
0,0257 

0,0343 
0,0065 

0,0006 [0,000254] 2 ) 

0,0468 

0,0445 

0,2287 % 



Kuhmilch 
0,18 % 
o,I I 
O.16 
0,02 

0,0004 [0,000404] 2 ) 

0,2 

0,17 

0,8404 % 



Gase der Kuhmilch (P f 1 ü g e r) ■) 



in 100 Vol. Milch 



Kohlensäure 
und zwar 
auspumpbare 
durch Phosphorsäure 
ausgetriebene 
Sauerstoff 
Stickstoff 



I 

7,60 



0,00 
0,10 
0,70 



II 

7,60 



7,60 7,40 



0,20 
0,09 
0,80 



Mittel 
7,60 



0,095 
o,75 



in 100 Vol 
I II 
90,48 89,52 



M9 
8,33 



1,06 
9,42 



Gas 

Mittel 

90,00 



1,125 
8,875 



Milchkügelchen (Bouchut) 4 ) 

Zahl pro 1mm 3 1026 000 grosse und kleine — Mittel aus 158 
Ammen — und zwar bei 66 1—200000, bei 27 2—4000000, bei 24 
800000—1 000 000. 

Durchmesser 0,0033—0,01 mm 
Über Colostrumkörperchen s. u. p. 354. 



Analyse der Milchasche 





Wilden- 


Frauenmilch 






Kuhmilch 


auf 100 Teile Asche 






Mittel 






stein 5 ) 


Bunge 1 ) 


Bunge 


R. Weber 6 ) 






I 


II 






Kali (K 2 0) 


31,59 


32,H 


35,i5 


32,96 


22,14 


23,77 


Natron (Na 2 0) 


4,21 


n,75 


10,43 


8,8 


13-91 


(16,23 CINa) 


Kalk (CaO) 


18,78 


15,67 


14.79 


16,41 


20,05 


17,31 


Magnesia (MgO) 


0,87 


2,99 


2,87 


2,24 


2,63 


1,90 


Eisenoxyd (Fe 2 0 3 ) 


O.IO 


0,27 


0,18 


0,18 


0,04 


o,33 


Phosphorsäure (P 2 0 5 ) 


19,11 


21,42 


21,30 


20,61 


24,75 


29,13 


Chlor 


19,06 


20,35 


19,73 


19,17 


21,27 


(9,49 C1K) 


Schwefelsäure 


2,64 










M5 



Inhalt einer vollen Brust (Mendes de Leon) 7 ) 

90—129 cm 3 



1) Zeitschrift für Biologie X 1874 p. 295, auch Dorpater Dissert. 1874 : Der Kali-, 
Natron- und Chlorgehalt der Milch verglichen mit dem anderer Nahrungsmittel etc. 

2) Mendes de Leon, Archiv für Hygiene 7. Bd. 1887 p. 305. 

3) Archiv für die gesammte Physiologie II 1869 p. 166. 

4) Gazette des hopitaux 5le annde 1878 p. 75 u. 66. 

5) Journal für praktische Chemie LVIII 1853 p. 28. 

6) Poggendorfi's Annalen der Physik und Chemie LXXXI 1850 p. 412. 

7) 1. p. 350 c. p. 509. 



352 



Physiologischer Teil 



Wechselnder Gehalt der Milch 

a) an Fett (Mendes de Leon) 1 ) 

Milch voller Brust halb entleerter fast ganz ent- 

entnoniinen aus : Brust leerter Brust 

I !.<»% 2.39% 3.H% 

II i.7i 2,77 4-5i 

III 1-94 3.07 4.58 

IV 1,23 2,50 4,61 

v l«36 471 8,19 

Mittel: 1,23 3,<H 5,0 



b) an festen Bestandteilen 
Einzelanalysen Durchschnittswerte 
(J. Reiset) 5 *) (Mendes de Leon) 3 ) 



vor nach 
Anlegen des Rinds 
I 10,58 o/o I2 ,9 3 o/ 0 

II 12,78 15,52 

in 13,46 14,57 



volle Brust 
halb entleerte ,, 
fast ganz „ „ 



9,38 O/o 
11,04 
13,23 



Wechselnder Gehalt der Milch während der Laktation 

(E. Pfeiffer) 4 ) 



Zeit 



u. 2. Tag 1 
•-7- J 



2 

3 
1 

2 

3 

4 

5 
6 

7 
8 

9 

10 
11 

12 

13 



Woche 
Monat 



,» 
>, 

i, 



Eiweisskörper Fett 



8,604 0/ 0 
3.442 

2,288 

3,498 

1,843 
1,909 
2,016 
I.750 
1,552 
1,521 
1,645 

1,549 

1,732 
1,405 

1756 
1,641 



} 4.236 



Milchzucker 



2,702 

3.077 
2,260 

4,030 

5.257 
2,628 

3.271 
3,875 
2,414 
4,285 
3,347 
4,051 
2,699 




5,866 

5,747 
5,848 
6,011 

5.933 
6,179 
6,036 



Salze 



0,2700/0 

0,199 
0,185 
0,158 

0,175 5 ) 
0,190 

0,H7 
0,168 

0,117 
0,149 
0,145 



Durchschnitt überhaupt 3,036 % 

für die 6 ersten Monate 2,867 
6. — 12. Monat 3,275 



5.454 % 
5,219 
13- 5,9" 



2.-6. Monat 0,188 
7—13. „ 0,157 



1) l. p. 350 c. p. 512. 

2) Annales de chimie et de physique III. Serie XXV 1849 p. 89. — 27j. Amme 
(5. Kind). 

3) Dieselben Personen und Analysen wie in der vorhergehenden Tabelle. 

4) Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung N. F. XX. Bd. 1883 p. 372 
—377. 

5) Dabei ist eine Analyse mit 0,434 unterdrückt. 



Milch, Colostrum 



353 



Einfluss 


des Alters 


und der 


Geburtenzahl 


aui aie 


ivjLiicsn 






(E. Pfei 


ffer) i) 






Gesamteiweiss 


Fett 


Zucker 


Salze 


zusammen 


20 — 30 Jahre 


1.613% 


3,228 


5794 


0,165 


10,800 ü /o 


30—40 „ 


1.724 


2,915 


5992 


0,209 


10,840 


Erstgebärende 


1-559 


3.195 


5.818 


O.166 


10,738 


Melirgebärende 


1,669 


3 358 


5,76o 


0,166 


10,953 



Wechselnder Gehalt der Milch bei verschiedener Beköstigung 





Wasser 


Eiweiss 


Fett 


Zucker 


Salze 


sehr schlechte Kost 


89.75 % 


3.87 % 


1,88% 


4.75 % 


°>» % 


armliche ,, 


88,30 


2,41 


2,98 


6,07 


0,24 


sehr gute ,, 


87.65 


37 1 


4.35 


4.16 


0,13 


reichliche ,, 


85 79 


3.65 


4.46 


6.71 


o,39 






feste 
Teile 






Zucker u. 




Wasser 


Kasein 


Butter 


Extraktiv- 
stoffe 


sehr spärliclie Diät 


91,4 


8,6 


3.55 


0,8 


3 95 


I Woche später nach 












sehr fleischreicher 












Nahrung 


88.1 


ll,9 


3-75 


34 


4.54 



Vernois und 
A. Becquerel 2 ) 
Decaisne s ) 
V. und B. *) 
Decaisne B ) 



F. Simon*) 



Vergleich zwischen Frauen 





Weib 




Kuh 




(s. p. 256) 






Wasser 


87,41 




87,17 


Kasein 


} 2,29 


l 
/ 


3,55 


Albumin 


Fett 


3,78 


3,69 


Zucker 


6,21 




4.88 


Asche 


, 0,31 




0,71 



und Tiermilch (J. König) 5 ) 



Ziege Esel Stute 

85,71 89,64 90,78 

3' 2 \ 4 ,2 9 °' 6 7) 2 ,22 1,24 1 1,99 

1,09 / 4 ' y 1,55 / ' 0,75 / 1 >W 

4.78 1,64 1,21 

4 46 5-99 5,67 

0,76 0,51 0,35 



Analyse des menschlichen Colostrums 

Speci fisch es Gewicht 1056 



.faß faß — OX _, faß 

«r r g Sg |g SS 

e ^4 Wochen vor S,* * | « J « •§ « 

® d. Entbindung S Jap 18 bclS ^'2 g>;8 

I II ^ • * • ^ 



T3 U 95 T3 13 



Wasser 
feste Stoffe 
Kasein 
Albumin 
Fett 

Milchzucker 
Salze 



82,8 


84,077 


94524 


85 197 


85,172 


85,855 


84.299 


86,788 


86,09 


17,2 


15,923 


5476 


14,803 


14,828 


H.H5 


15.701 


13,212 


I3,9i 


1 4,0 


} 3.228 


2,881 


6,903 


7,477 


8,073 




2,182 


2,182 
6,33 


50 


5,781 


0,707 


4,130 


3.024 


2,347 




4,863 


3,69 


7,0 


6,513 


»,727 


3.945 


4369 


3,637 




6,099 


4,75 


0,31 


0,335 


0.441 


0,443 


0,448 


o,544 


0,512 




o,43 



Wasser unlöslich) 



1) 1. p. 352 c. p. 389 u. 390. 2) 1. p. 350 c. 

3) Gazette mddicale de Paris XLII 1871 p. 317. — Coinptes rendus de l'academie 

des sciene.es LXX1II 1871 p. 128. 4) 1 p. 260 c. II p. 286. 

5) 1. p. 254 Anmerkung 3 c. p. 1112. 6) 1 p. 350 c. p. 283. 7) 1. p. 350 c. 

8) Inquisitiones chemicae ac microscopicae in mulierum ac bestiarum complurium lac. 
GÖttinger Dissertation, 1845. 

Vierordt, Dat. u. Tabell. f. Med. 2. Aufl. 23 



354 



Physiologischer Teil 



Colostrumkügelchen in den ersten Tagen 0,013—0,026, vom 10. Tag ab bis 
zu 0,045 mm Durchmesser (B u ch h o 1 z) 1 ). Bei 300facher Vergrösserung zählte derselbe 
in einem Gesichtsfeld am 1. Tag 5 — 6 Körperchen, am 5. 2, am 10. 10 — 12, am 15. 20, 
am 20. 22, am 25. 40, am 30. Tag 50—60 Körperchen. 



Zusammensetzung des Sekrets der Brustdrüse von Neugeborenen 

(sog. Hexenmilch) 



Wassei- 
feste Stoffe 
Kasein 
Albumin 
Fett 

Milchzucker 



anorganische Salze 



Schloss- 
berg e r 

und 
Hauff 2 ) 

96.75 % 
3.7 



G u b 1 e r und 
Qu^venne 3 ) 

89,4 
19,6 



0,82 
(Kasein und 
Extraktivstoffe 
2,83) 
0,05 



v. Gens er 4 ) Faye 5 ) Mittel 



95.705 
4-295 
0,557 
0,490 
1,456 



0,956 
0,826 



0,56 
0,49 
1,46 



0,96 
0,83 



93,8 
6,2 



Sekret einer männlichen Brustdrüse (Schmetzer) 6 ) 

(21 jähr, gesunder Soldat) 

Fett 1,234 

Alkoholextrakt 3,583 

wässriges Extrakt 1,500 

unauflösliche Substanzen 1,183 



Festigkeit des Schlafs beim Erwachsenen 

a) nach E. Kohlschütter 7 ) 

Die Einheit des Schalls wurde hergestellt durch einen aus einer Elevation von 90° 

auf eine Schieferplatte fallenden 52Y 2 cm langen Pendelhammer, der 12" vom Ohr entfernt 

war. Einheit der Entfernung der Leipziger Fuss = 31,3 cm. Die Schallintensität ist 
21 

228 sin — p 

jeweils = , wo p der Elevationswinkel, e die Entfernung des dem Pendel 

e 2 

nähern Ohrs in Zollen. 



1) Das Verhalten der Colostrumkörper bei unterlassener Säugung. Göttinger Disser- 
tation 1877 p. 15 und Tabelle bei p. 13. 

2) Annalen der Chemie und Pharmacie LXXXVII 1853 p. 324. 

3) Gazette medicale de Paris 1856 p. 15. 

4) Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung N. F. IX 1876 p. 160. 

5) Nordiskt medicinsket Arkiv VIII 1876. 

6) Medicin. Correspondenzblatt des Württemberg, ärztlichen Vereins VI 1836 p. 253. 

7) Messungen der Festigkeit- des Schlafes. Leipziger Dissertation 1862. — Zeitschrift 
für rationelle Medicin 3. Reihe XVII. Bd. 1863 p. 209. — Die Zahlen sind aus der (auf 
8 Versuchsreihen basierten) beigegebenen Kurve abgeleitet. 



Festigkeit des Schlafs 



355 



Stunde Zehntausendstel 

nach dem Einschlafen Schalleinheiten 

0,5 620 

1,0 780 

i,S 220 

2,0 110 

2,5 35 

3.0 25 

3,5 16 

4,0 12 

4,5 c - 4 
von hier ab ganz langsames Absinken bis zur 8. Stunde auf 0. 



b) nach Mönninghoff und Piesbergen 1 ) 

Schallquelle eine 16211 mg schwere Bleikugel, die senkrecht auf eine 5,5 mm dicke 
Eisenplatte fiel. Die Schallintensität entspricht der Formel ^>.A0,59 ( s . a. p. 163), wo p das 
Gewicht, h die Fallhöhe. Einheit des Schalls ist das Milligramm-Millimeter. 



Zeit 



I Stunde 



2 Stunden 



»» 



»» 



15 Minuten 
30 
45 

15 
30 
45 

15 
30 
45 

15 
30 
45 

15 
30 
45 

15 
30 
45 



Reiz, der das Erwachen 
definitiv herbeiführt 

2 781 mg. mm 
4 186 

9 485 
17 229 
14277 
10456 



9 485 

8 766 
8372' 

7 977 
7 582 
7 188 

7 596 

7 977 

7718 
7460 



Summe der Reize 

5 562 mg. mm 

8 372 
104 064 
492 445 
300774 
»45 542 



104 064 

85093 
76 707 
68 322 
59 936 
5i 550 

59 555 
68 322 

62 887 
56887 



1) Zeitschrift für Biologie XIX 1883 p. 114. 



356 



Physiologischer Teil 



c) nach E. Michelson 1 ) 

Schallquelle Messingkugelu, die auf ein Eichenbrett fielen. Als Mass galt Gewicht V 
Höhe — Gramm-Centimeter. — Versuchsperson der in den 20er Jahren stehende 
Autor selbst In 71 Versuchsnächten mit 127 Einzelversuchen in der Zeit von Juli bis 
Oktober. 



Zeit nach dem 
Einschlafen 
Stunden Minuten 


schwächster 
Schallwert, der 
gerade noch wirkte 
M Oberwert" 


omi ix o Lei OCIlall*' 
WPrt flpr nipVif 

" L i UCi JIM Iii 

inelir wirlrtp 


\ 1 l ' t , . 1 Q11U 

Irl II Lei ttUS 
UCIUKIJ V» ci Leu 


15 


I OOO 






30 


12 OOO 


10 OOO 


I I OOO 


45 




20 OOO 




i — 


20 OOO 


18 000 


19 OOO 


15 


20 OOO 


18 000 


19 000 


30 


10 OOO 


8 000 


9000 


45 


6 000 


3 000 


4 5 00 


2 — 


4 000 






15 




6 000 




30 


5 000 


5 000 


5 000 


45 


3 000 


2 000 


2 500 


3 15 


2 OOO 


2 000 


2 000 


30 


8 000 


2 250 


5 125 


4 


4 000 


3 000 


3 500 


15 


1 000 






30 


1 000 


1 000 


I OOO 


45 


2 000 


2 000 


2 OOO 


5 




2 000 




30 


2 000 


1 000 


I 5OO 


45 


1 000 






6 


1 000 






15 


2 000 






30 


1 000 






7 — 


1 000 







Festigkeit des Schlafs im Kindsalter (A. Czerny) 2 ) 

Geweckt wurde mittelst eines Schlitten-Induktionsapparats. Die Elektroden waren an 
den Oberarmen befestigt. Die Werte bedeuten Milli-Ampere. 



Stunden nach dem 
Einschlafen 


3 2 / 8 j Mädchen 


9monatl. Brust- 
kind (m.) 


I 


1300 M.-A. 


1250 M.-A. 


2 


450 


700 


3 


300 


500 


4 


200 


450 


5 


180 


spontan erwacht 
zur Nahrungs- 
aufnahme 


6 


15° 


Istündiges 
Wachen 


7 (1) 


250 


900 


8 (2) 


350 


650 


9 (3) 


600 


500 


10 (3 S /J 


800 


spontan erwacht 


11 


350 




»V» 


Erwachen 




Reizschwelleuwert 






im wachen 






Zustand 


IOO 


250 



1) Untersuchungen über die Tiefe des Schlafes. Dorpater Dissertation 1891. Von de* 
4 Versuchsreihen ist die ausführlichste gewählt. 2) Jahrbuch für Kinderheilkunde und 

physische Erziehung N. F. 33. Bd. 1892. Kurven auf pag. 11 und 17. 



Sterbetafel 



357 



Deutsche Sterbetafel (1871/1881) für das männliche Geschlecht x ) 



Alter 
in 
Jahren 



Zahl der 
Lebenden 
(Gleichaltrige) 
beim Alter n 



Zahl der 
Sterbenden 

im Alter 
n bis n -f- i 



Sterbenswahr- 
scheinlichkeit 
beim Alter n 
für die Frist 
eines Jahrs 



mittlere (durch- 
schnittliche) 
Lebensdauer 
(Jahre) 



Lebenserwar- 
tung (= der 
Absterbefrist 

von Ys c ' er 
Überlebenden) 



0 


100 000 


25 273 


0,25273 


35.58 




38,1 


I 


74 727 


4851 


06492 


46,52 




53,2 


2 


69 876 


2 319 


3319 


48,72 




54,6 


3 


67 557 


1 560 


2309 


49-38 




54-6 


4 


65 997 


I 126 


1705 


49-53 




54,4 


5 


64 871 


843 


1300 


49-39 




53.9 


6 


64 028 


659 


1030 


49.03 




53,2 


7 


6} 369 


520 


0820 


4854 




52,5 


8 


62 849 


418 


0665 


4793 




5i,7 


9 


62 431 


342 


0548 


47-25 




50,9 


IO 


62 089 


289 


0,00466 


46,51 




50,1 


Ii 


61 800 


253 


409 


45.72 




49,2 


12 


61 547 


227 


368 


44.91 




48.3 


13 


61 320 


212 


347 


44,07 




47,4 


«4 


61 108 


216 


352 


43-23 




4 6 ,5 


*5 


60 892 


235 


387 


42.38 




45,6 


16 


60 657 


274 


45 1 


4»-54 




447 


17 


60383 


320 


53 1 


40.72 




43,8 


18 


60 063 


367 


610 


3994 




42,9 


*9 


59 696 


409 


685 


39 !8 




42,1 


20 


59 287 


444 


0,00750 


38,45 




41,2 


21 


58843 


474 


805 


37,73 




40,4 


22 


5 8 369 


498 


853 


37,04 




39,6 


23 


57 871 


493 


852 


36-35 




38,8 


24 


57 378 


486 


847 


35 66 




38,0 


25 


56892 


482 


848 


34,96 


[38,66] *) 


37,2 


26 


56 410 


483 


855 


34-25 


[3787] 


36.4 




DJ 7 / 


485 


868 


33-55 

JJ JJ 


h7>07l 


35.6 


28 


55 442 


491 


885 


32.83 


[36.28] 


34-8 


29 


54 951 


497 


905 


32.12 


[3548] 


34,o 


30 


54 454 


505 


0,00928 


3M 1 


[34,691 


33-2 


3i 


53 949 


515 


954 


30,70 


[33891 


3 2 4 


32 


53 434 


526 


984 


29.99 


[33,10] 


316 


33 


52908 


539 


01019 


29.29 


[32.31] 


30,8 


34 


52369 


554 


058 


28,58 


[31.52] 


30,0 


35 


5i 815 


57i 


IOI 


27,88 


[30.731 


29,2 


36 


5> 244 


588 


148 


27,19 


[29.951 


28.4 


37 


5° 656 


607 


199 


26.50 


[29,17] 


27,6 


38 


50049 


627 


253 


25,81 


[28.39] 


26.8 


39 


49 422 


647 


308 


2513 


[27,61] 


26,1 


40 


48 775 


665 


001363 


24,46 


[26.84] 


25,3 


41 


48 110 


682 


418 


23,79 


[26.07] 


24,5 


42 


47 428 


699 


475 


2313 


[25.31] 


23,8 


43 


46729 


719 


537 • 


22 46 


[24.55] 


23,0 


44 


46 010 


738 


605 


21,81 


[23 8o] 


22,3 


45 


45 272 


761 


680 


21,16 


[2305] 


21,6 


46 


445" 


783 


761 


20,51 


[22.31] 


20,8 


47 


43 728 


809 


848 


1987 


[21.58] 


20,1 


48 


42919 


833 


941 


1923 


[20,86| 


19.4 


49 


42 086 


858 


02040 


18,60 


[20,14] 


18,7 



1) Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 12. Jahrgang 1891 p. 10 u. 11. 

2) Die [ ] Werte nach : Monatsblätter für die Herren Vertrauensärzte der Lebensver- 
sicherungsbank f. D. zu Gotha 1. Jahrgang 1884 (Nr. 2) p. 15. Die 19 999 Sterbefalle 
umfassende Tabelle erstreckt sich auf die Jahre 1829—1877/78. 



358 



Physiologischer Teil 



Alter 
in 

Jahren 



Zahl der Zahl der 

Lebenden Sterbenden 
(Gleichaltrige) im Alter 

beim Alter n n bis n -f- I 



Sterbenswahr- 
schcinlichkeit 
beim Alter n 
für die Frist 
eines Jahrs 



5° 


41 228 


885 


0,02145 


17.98 


5» 


40 343 


910 


256 


!7,3 6 


5 2 


39 433 


936 


374 


l6 75 


53 


38 497 


963 


5 QI 


16,1 5 


54 


37 534 


990 


639 


I5<55 


55 


3 6 544 


1020 


79o 


14,96 


56 


35 524 


1050 


956 


M-37 


57 


34 474 


1082 


03139 


13.79 


58 


33 392 


11 16 


34 2 


13.22 






1 Tr-i 
1 1 i) Z 


5t)ö 


I 2,00 


60 


31 124 


II89 


0,03820 


12,1 I 


61 


29 935 


1227 


O4IOO 


H-57 


62 


28 708 


1266 


4409 


II.05 


63 


27442 


I303 


4748 


IO-53 


64 


26 139 


1337 


5118 


10,03 


65 


24 802 


1369 


5520 


9.55 


66 


23 433 " 


1396 


5956 


908 


67 


22037 


1417 


6429 


8,62 


68 


20 620 


1431 


6942 


8,18 


09 


1 y 1 oy 


1 a 1 n 
1439 


7500 


7)75 


70 


17 750 


I44O 


0,08l08 


7-34 


71 


16310 


I430 


8770 


6,94 


72 


14880 


1412 


9489 


6,56 


73 


13 468 


1383 


10267 


6,19 


74 


12085 


1342 


II05 


5.85 


75 


10743 


1289 


2004 


5.51 


76 


9454 


1226 


2965 


5.20 


77 


8 228 


H5I 


3989 


4,90 


78 


7 077 


IO67 


5077 


4,62 


70 


6 010 






A IC 

4 3b 


80 


5 035 


879 


O.I7448 


4,10 


81 


4 156 


778 


I873I 


3-86 


82 


3 378 


678 


20074 


3.64 


83 


2 700 


580 


I467 


3 43 


84 


2 120 


485 


29OO 


3.24 


85 


1 635 


399 


4363 


3,06 


86 


1 236 


3*9 


5846 


2 90 


87 


917 


251 


7344 


2,74 


88 


666 


192 


8852 


2,60 


80 
ö 9 


474 


T A A 

144 


30370 


— . 40 


90 


33° 


io 5 


0,31902 


2,34 


91 


225 


75 


3457 


2,22 


92 


I50 


53 


5047 


2,10 


93 


97 


36 


6689 


1,99 


94 


61 


2 3 . 


8404 


1,89 


95 


38 


15 


40217 


1,80 


96 


23 


10 


2158 


t,68 


97 


13 


57 


4259 


i-57 


98 


7-3 


3-4 


6560 


i,49 


99 


3-9 


1,9 


9102 


1,41 


100 


2,0 


1,0 


0,51930 


1,36 


IOI 











mittlere (durch- 
schnittliche) 
Lebensdauer 
(Jahre) 



I 9 43l 1 ) 

18.73] 
18.04] 

I7-36] 
16.68J 
16.02] 
15-381 

14.74] 
14,11] 

!3.5o] 



12.90 
12,32 

"75 
11,19 

10,65 

10.12 

[9.6i: 

[9. 11 

[8.63 

[8,17 

[7.72] 

17.29] 
[6 88] 
[648] 
[6,09] 

15-73 
[5.381 

15-04] 
14721 

[4-42] 

[4-13] 
13-86] 
[3.6o] 
[3-36] 
[3-13] 
12-91] 
[271] 
[2,51] 
12,34] 
[2.17] 

201] 
i-8 7 ] 

174] 
163] 

[1.48! 

11.36] 
1.26] 
1,18] 

.1.15] 
1.06] 

[0.93] 



Lebenserwar- 
tung (= der 
Absterbefrist 
von Y, der 
Uberlebenden) 

18,0 

17-3 
16,6 
16,0 

15,3 
14,6 
14,0 

13,4 
12,7 

12,1 

11. 5 
10,9 
10,4 
9,8 

9,3 
8,8 

8,3 
7,8 
7,3 
6,9 

6,5 
6,1 
57 
5,3 
5.o 
47 
4-4 
4.1 

3.8 
3,6 

3.3 
3.i 
2,9 
2,7 
2,6 

2,4 
23 
2,1 
2,0 
1.9 

1,8 

i,7 
1,6 

!,5 

i,5 
i.4 
i,3 
1,2 
1.1 
1,1 

1,0 



1) s. Anmerkung 2 auf voriger Seite. 



III 



Physikalischer Teil 



Umwandlung der Fahrenh eit'schen und Röaumur 'sehen Skala 

in die Celsius' sehe 



Pahrenheit Celsius R^aumur 



+ 212° 


+ 100° 


+ 80° 


211 


99.44 




2IO 


98,89 




209 s / 4 


98,75 


79 


209 


98,33 




208 


9778 




207V0 


97,50 


78 


207 


97,22 




206 


96,67 




205 1 /. 

/ 4 


96,25 


77 


20 5 


96, 1 1 




204 


95.55 




203 


95 


76 


202 


94.44 




201 


93.89 




200V. 


93.75 


75 


200 


93-33 




199 


92.78 




198 1 /« 

/ 2 


92,50 


74 


108 


92,22 




197 


91.67 




196 1 /. 


91,25 


73 


106 


91,11 




195 


90.55 




194 


90 


72 


i93 


89.44 




192 


88,89 




191 8 / 4 


88,75 


7i 


191 


88,33 




I90 


87,78 




189»/, 


87,50 


70 


189 


87,22 




188 


86,67 




i8 7 y 4 


86,25 


69 


187 


86,11 


186 


85.55 




185 


85 


68 


184 


84,44 




183 


83.89 




182 s / 4 


83,75 


67 


182 


83.33 




l8l 


82,78 




180»/. 


82,50 


66 


180 


82,22 




179 


81,67 




17 8>/ 4 


81,25 


65 


178 


8l,Ii 


177 


8o,S5 





Fahrenheit Celsius Reauraur 



176° 


+ 80° 


64° 


1 7S 


79.44 




*74 


78,89 






78,75 


63 


173 


78,33 


172 


77.78 




i«V. 


77,50 


62 


171 


77,22 




170 


76,67 




1697 4 


76,25 


61 


169 


76,11 




168 


75.55 




167 


75 


60 


166 


74.44 




165 


73.89 




164 8 /, 


73,75 


59 


I64 


73.33 




163 


72,78 




1B2 1 /. 


72,50 


58 


l62 


72,22 




161 


71,67 




160 1 /, 

r 1 4 


71.25 


57 


l60 


71,11 




159 


70.55 




158 


70 


56 


157 


69,44 




156 


68.89 




155 3 / 4 


68,75 


55 


155 


68,33 




154 


67,78 




18S»/ S 


67,5 


54 


153 


67,22 




152 


66,67 






66.25 


53 


151 


66,11 




150 


65.55 




149 


65 


52 


148 


64.44 




i47 


63,89 




146% 


63,75 


5i 


I46 


63,33 




H5 


62,78 




144'/, 


62,50 


50 


144 


62,22 




M3 


61,67 






61,25 


49 


142 


6i.it 




l 4 l 


60 55 





362 Physikalischer Teil 



Fahrenheit 


Celsius 


Rdaumur 


Fahrenheit 


Celsius 


Rdaumur 


110 


-1- 60" 




y* 


+ 33 33 




• 39 


5Q A.A. 




y 1 


3 2 '/ 8 




•3 Ö 


58 8q 




unl / 
90 / 2 




20" 


137 U 


SS, 75 


47 








1 77 


^8.77 




8q 

°y 


■2 I f\*7 




n fi 

1 jD 


C7.78 
3/ '/ v 




»81 / 


q 1 t> r. 
O 1 , £ 0 


25 


10.1 / 0 


57,50 


46 


88 




l 33 


57,22 
3 / ' 




87 


3°33 




'34 


56 67 




0 \i 






133 / 4 


56, '25 


45 


85 

°3 


2Q 44 




1 33 


c 6. 1 1 




84 

°4 


20,09 




T 2 2 


JJ'JJ 


44 


0 /4 


0 a 7 k 
60, 1 0 


23 


131 


55 


87 

°3 


20.33 


I 70 


54.44 

3 T II 




82 


77 78 




T 2Q 


57.80 




«11/ 


9 7 RH 


22 


1 28 8 /. 


53,75 


43 


81 


27,22 




128 


53 33 




80 


26 67 




T 27 






7Ql / 
79 /4 


Vfi 9R 


21 


126 1 /» 
x ä u / «j 


52,50 


42 
1 


7Q 


26 1 1 




I 26 


52.22 
3 1 




78 
/° 


2 C C C 

z 5o5 




T25 


5 I.67 
3 * / 




77 


SrO 


ZU 


124 / 4 


51,25 


41 




2444 




I 24 


5 1 . 1 1 




75 
/ 3 


72 8n 




127 


50,55 


40 


74 8 / 
'* /4 


fad, 1 u 




122 


50 


74 


22 7 7 


121 


4Q 44 

"7 TT 




77 


7 7 78 




1 20 


48,89 




791/ 


9 9 'S!) 


1 0 


HO 8 / 
11» / 4 


48,75 


3Q 


72 


22 22 




I IQ 


48.77 

T 133 




71 


2 1 67 




Il8 

1 1U 


47 78 




70 /4 


9 1 9*» 


T 7 


1 1 71/ 
111/2 


47,50 


^8 


7o 


21 II 




I 17 


47 22 




6q 
u y 


20 5 5 




Il6 


46 67 




68 


20 


16 


110 / 4 


46,25 


77 
Ol 


67 






ITC 
1 *3 


46, 1 1 




66 


18 8q 




T T A 


45 55 




on / 4 


1 8,75 


1 e 

1 3 


113 


45 


36 


65 


l8,77 




T T 7 


A A AA 
11 1 4 




64 

"4 


T7 78 




III 


47 80 




HS 1 / 


1 7,50 


14 


HO 8 / 
11U / 4 


43,75 


35 


67 
u 3 


I 7.22 






47 77 
f-0 - 3 3 




62 


16,67 




IO9 


42 78 
t / " 




61 1 / 


16 25 


13 
3 


lue / 2 


42,50 


2 yl 
34 


6l 


l6,II 




108 


42,22 




60 


15 55 
1 333 


12 


I07 


41 67 

t 1 1 / 




59 


15 


lüo / 4 


41,25 


2 2 

33 


58 

3" 


14 44 






41,11 


c 7 
3/ 


17 8q 




TOS 


40 5 5 




56 8 /. 
JD Ii 


13,75 


11 


104 


40 


O ~ 


■,6 


*o jj 




TOS 


1C\ A A 

3y 44 




t c 
33 


12.78 




102 


78 8q 




54 1 / 


12,50 


10 


101 u 


38 75 


1 T 


54 


12,22 




TO F 
IUI 


78 17 
3°, 3 3 




57 
33 


I 1,67 




IOO 


77 78 




/ 4 


1 1 ,25 


9 


aal / 


37 IO 


3° 


5 2 
3* 


1 1 1 1 




yy 


7 7 9 2 




C T 
3 1 


10.55 


8 


08 

y° 


76 67 




50 


10 


97V4 


36.25 


29 


49 


944 




97 


36,11 




48 


8,89 




96 


35-55 






8,75 


7 


95 


35 


28 


47 


833 




94 


3444 




46 


7,78 




93 


33-89 




«Vi 


7,50 


6 


92 8 / 4 


33,75 


27 


45 


7.22 





Thermometerskalen 



363 



Fahrenbeit 


Celsius 


Rdaumur 


Fahrenheit 


Celsius 


Reaumur 


M * U 

44 


T °> D 7 










4 3 l / 4 


ß 25 


b 


4- V 
^ 12 


1 7 50 

F7 78 

1 / ./O 




43 


6 1 1 




0 




42 


5>55 




j 


l8 17 

10 33 


IC 


i i 
41 




4 


l 8 / 


18 75 


4° 


4-44 




2 






39 






O 




—16 


«a 8 / 


3,75 


7 


— 4 


— 20 


*8 






c 


20 CC 




3/ 


2 78 




6 


21 IT 
— 1,11 




i6 7* 


2,50 


2 


6 1 / 


2 1 25 


17 


7.6 i 


2,22 




7 


21 67 




35 


T 67 
1,0/ 




8 




18 


Q * 1 / 

34 /4 


If flu 


1 


8 12 




34 


III 




Q 


22.78 




33 


+ °o5 


0 




2 3-33 




oZ 


n 

u 


10 8 / 


7 5 


IQ 


7 1 






II 


22 8q 




3° 


1,11 




I 2 


^4 44 


—20 


9Q 3 / 

29 / 4 


1,25 


— 1 


— 13 


— 25 




1 67 






2C.CC 

^j'bb 




oK 
«o 


2,22 




I c 


26,1 1 




orrl / 

27 7ä 






1 Rl/ 

1& -74 


9R 9 5 


2 1 


*7 


2,78 




l6 


26 67 




20 


3,33 




17 


4 / -Ii 




o k1 / 
25 /4 


7fi 


7 
J 


17 1 / 
1 ' 12 


27 5n 


22 




2. 8q 




18 


27 78 




24 


A A A 

4 44 




IQ 


28 7* 




zo 


Ii 


1 


19 3 / 
13 /4 


28.75 


27. 




CEC 

bob 




20 


28.89 






6,11 




21 


20 A A 


—24 


9n 8/ 


6,25 


c 
0 


—22 


—30 


-y n 
*u 


6 67 




2? 


o u 'bb 






7 22 




24. 


7 T TT 




1 ai/ 


7,50 


6 


24 1 / 
*4 /4 


31,25 


2C 
J 


18 


7 78 




2t 

j 


?I 67 




T H 


8 77 




26 


7 ? "7 9 


26 


16 U 


8,75 


7 


^ b /2 


^2 50 


16 


8,89 




27 


?2 78 




t r 

*5 


f\ A A 

9)44 




28 


77 77 

ij-33 




14 
11 


— 10 


» 


9» 8 / 


33.75 


27 


*3 


r o,55 




29 


33 89 




X — 


1 1 II 






IA A A 

34-44 


28 


1 I 8 / 


1 | OR 
I I 67 




— öl 


— 00 


1 1 




12 


K Ct 
OoO J 




rfl 


1 ^ . t ^ 






7 A TT 

0",1 1 




Ol / 

9 7i 




T /-V 

1 w 


33 Ii 


•jfi 9K 


zy 


O 

y 

R 

0 


12.78 




o4 
35 


7.6 67 
37-" 




7 /« 




T T 
1 1 


0=1/ 
35 12 


!17 lift 


70 


7 


13 89 




36 


37.78 




6 


H-44 




37 


38 33 




5 


-15 


—12 


37 V4 


38.75 


31 


4 


1555 




38 


38,89 




3 


16,11 




39 


39,44 


-32 


2% 


16,25 


13 


-40 


-40 


2 


16.67 











F = 0,055.. 0.1 11. 0,1388.. 0.166.. 0,185 . 0,222.. 0,277.. o,333 - 0.3737 - 0,388- 0,4166 . 0,444. ° 499 • 0,555... °C 



10 



V» V5 Vi I 3 /s 7s V10 % Vß /10 1 

IR = 0,125 0.25 0.3125 0.3750,4166 . 0,5 0,625 °75 °- 8 33 0,875 0,9375 I 1.125 1-25 °C 



7, 



364 



Physikalischer Teil 



Sauerstoff 
Stickstoff 
Kohlensäure 



Ammoniak 
Ozon 



Zusammensetzung der atmosphärischen Luft *) 

20,96 Volumprocente [Gewichtsprocente s. p. 174] 
79.0 



0,03 -0,04 



n 



I mg pro 1 m 6 



; genauer wird die Kohlensäure angegeben : 
0,0385 auf freiem Feld 
0,0318 im Innern der Städte 



c. 1 Teil auf 700 000 Teile Luft. 



Gewicht der atmosphärischen Luft 

1 1 Luft bei 760 mm Quecksilberdruck und 0° C: 



unter 0° geogr. Breite, in der Meoresfläche 
45° 



» 90° „ 
in Florenz 
„ Wien 
,, Paris 
,, London 
,, Berlin 

St. Petersburg 



g 

1,28932 
1,29274 

1,29617 

1.29257 
1,29306 
1,29319 
1,29346 
1,29361 

1,29443 



trocken bei 0,04 0/ 0 Kohlensäure 
1,293052 g (Broch) 



trocken bei 0,04 0/0 Kohlensäure 
1,293909 g 



Der auf dem Menschen lastende Luftdruck 

Unter der Annahme von rund l 3 / 4 m 2 Körperoberfläche für den Er- 
wachsenen (s. p. 35) ergiebt sich in runden Zahlen: 



Höhe über Meeresfläche 


Quecksilberdruck 


Druck auf den Körper 


(m) 


mm 


k 


O* 


760* 


18 OOO 


IOO 


750 


17 760 


200 


741 


17 550 


500 


7H 


16 910 


IOOO 


670 


15 860 


2O00 


591 


13 950 


3000 


522 


12 260 


4OOO 


460 


IO 89O 


5000 


406 


9 600 


6000 


358 


8470 


7000 


316 


7 58o 


80OO 


279 


6 600 


9OOO 


246 


5 820 


IOOOO 


217 


5 130 


I IOOO 2 ) 


191 


4520 



*) Wenn H = Höhe eines Orts über dem Meeresspiegel, [B = Barometerstand in 
der Meeresfläche (760)], b = (gesuchter) mittlerer Barometerstand, so ist 

760 

H = 18 363 log 



1) grossenteils nach Renk, Die Luft 1886 p. 7 ff. (Z i e m s s e n's Handbuch der 
Hygiene I. Theil 2. Abtheilung 2. Heft) — daselbst auch die Literaturnachweise. 

2) Von Glaisher (1862) im Luftballon angeblich erreichte Höhe = c. */ 7 der Höhe 
der ganzen Atmosphäre, welche auf 75 — 90 km geschätzt wird. 



atmosphärische Luft, specif. Gewicht der Körper 



365 



Änderung der Lufttemperatur 

a) mit Erhebung über die Erde 
für je 100 m Erniedrigung der Temperatur um 0,5 — 0,6° C; in den 
Alpen wird auf 166 ml 0 Erniedrigung gerechnet (d. h. auf 100 m 0,6°). 

b) mit zunehmender Tiefe unter der Erde 

wird auf je c. 30 m eine Temperaturerhöhung von 1° 0 angenommen. 
Hann 1 ) rechnet 1° für je 33,7 m. 
In der Tiefe von c. 30 m ist die Wänne konstant. 

Höchster möglicher Feuchtigkeitsgehalt der Luft 2 ) 



8 



Temperatur Wasser Wasser 

o C pro 1 m 8 Temperatur pro x m 

g °° e 

_20 i.ob4 + 5 6.79 1 

_i5 1.571 10 9.37 2 

—10 2.300 15 12,763 

—5 3,360 20 i7- l6 4 

o 4,874 2 5 22,867 

+ 3° 3o,i39 

Bei passender Kleidung ist, bei einer Temperatur der Luftschicht 
zwischen Kleidern und Haut von 31° C, die relative Feuchtigkeit 
derselben in der Regel 30 °/ 0 (Casimir Wurster) 3 ), 

Speeiüsches Gewicht einiger Körper 

(Wasser bei 4° = 1) 
a) Starre Körper (die Körperorgane s. p. 37 — 40) 

Blei 11,35 

Butter 0,94 

Eis (bei 0°) 0,91—0,93 

Glas : Crownglas 2,447—2,657 

Fensterglas 2,6 

Flintglas 3,2—4,8 

Jenenser Silicatgläser 2,24—6,33 

Krystallglas 2,89 

Gutta-Percha 0,966 



1) Zeitschrift der österreichischen Gesellschaft für Meteorologie XIII 1878 p. 21. 

2) nach Flügge, Lehrbuch der hygienischen Untersuchungsmethoden 1881 p. 570. 

3) Zeitschrift für Hygiene III 3. Heft 1887 p. 466 — s. a. o. p. 245. 



366 



Physikalischer Teil 



Holz (dürres Derbholz) 



J. dU Uol 




Anrwn nnn n.QPnP 


u,uu 


l^.vl p T ji n ri p 




T T V J.UIJ KJ y~A \_* LI V_> 


0,72 


i£\ n n p 


0 72 


Eiche 


0,74 


Hi vlrp 


0 77 


. \ i l LI lül/ i-L LI IV 




Kochsalz 


2 2 


J.TJL O ö o 1 1-1 Ii 


«4. ö 7 


PrtV7Dl i Q VI 

_L UX .< 1 1 . 1 II 




Silber (gegosserj) 


10,10—10,47 


Thon 


1,80— 2,63 


Wachs 


0,96 


Zink (gegossen) 


6,86 


Zinn 


7,18—7,30 


Zucker 


1,6 



b) Flüssigkeiten 1 ) 
(Wasser bei 4° C = 1) 



Äther 
Aldehyd 

Alkohol (absoluter) 
Bier 

Kochsalzlauge (gesättigt) 

Leinöl 

Olivenöl 

Quecksilber bei 0° 
Eüböl 

Salpetersäure, gemeine 
Salzsäure, concentr. 
Schwefelsäure „ 
Terpentinöl 
Weine s. o. p. 266 



0,736 



0,790 
0,792 
1,023—1,034 
1,208 
0,94 
0,915 
13,59593 
0,913 
1,22 
1,208 
1,841 
0,869 



c) Gase 

(atmospärische Luft bei 760 mm Druck und 0° = 1) 



Ammoniak 


0,596 


Chlor 


2,470 


Kohlenoxyd 


0,967 


Kohlensäure 


1,5290 


Sauerstoff 


1,10563 


Schwefelwasserstoff 


1,191 


Stick oxydul 


1,520 


Stickstoff 


0,97137 


Sumpfgas 


0,559 


Wasserstoff 


0,06926 



1 1 im Meeresniveau unter 45° Br. 1,428836 g 
(Ph. Jolly) 



1 1 im Meeresniveau unter 45° Br. 0,08952289 g 



1) Das Arzneibuch für das Deutsche Reich 3. Ausgabe 1890 p. 366 giebt eine Tabell 
des specirischen Gewichts verschiedener flüssiger Arzneistoffe bei wechselnder Tem 
peratur. 



Dichte und Volum des Wassers, Schmelzpunkte 



367 



Dichte und Volumen des Wassers bei verschiedenen 

Temperaturen 1 ) 



atur 


Dichte 


Volum 


Dichte 


Volum 


atur 


Dichte 


Volum 


Dichte 


Volum 


«J 


bei 


bei 


bei 


oei 


c 
Q. 


bei 


bei 


bei 


1 

bei 


Teno 


0°= 1 


0°= 1 


4°= 1 


4°= 1 


6 


0° = 1 


0° = 1 


4°= 1 


4° = 1 


— IO 


0,998 274 


1.001 729 


0,998 145 


1,001 858 


+ 20 


0,998 388 


■\ 

1,001 615 


0,998 259 


1,001 744 


—9 


cc6 

DJ 


449 


427 


C7 e 

ji j 


21 


1 76 


828 


047 


Q^7 


—8 


814 


191 


685 




22 


O.QQ7 Qt;6 

"177/ 7J U 


I 002 048 


O.QQ7 828 


I 002 177 


—7 


u >yyy 


1,000 963 


911 


089 


2 3 


730 


276 


ÖO I 


40 c; 


— o 


247 


756 


0,999 118 


1,000 883 


24 


4.Q 1 ; 


^ 1 1 


367 


64I 


—5 


428 


573 


298 


702 


2 5 


24Q 


7 ^Q 


1 20 


888 


—4 




416 


455 


C4S 


26 


0 qq6 OQ/1 
^iW" yyt 


I OOI OI4 


0 qq6 866 


I 003 144 

') UU J l TT 


—3 


7IQ 


281 


590 


4IO 


27 


732 


278 


603 


408 


— 2 


8l2 


168 


703 


2Q7 
*yl 


2ö 


460 


c c -j 
JJJ 


331 


682 


— I 


O QQQ Q2Ö 

u >yyy 


1,000074 0,999 797 


I OOO 203 


29 


O.QQ6 I7Q 


I 003 83 s 


O.QQÖ OSI 

U I7 7 j" 


1.003 q6^ 

' J 7 W J 


O 


1,000 000 


1,000 000 0,999 871 


I.OOO 129 


30 


0,99589 


1,00 412 


0-99 577 


1,00 425 


+ 1 




o,999 943 


928 


O72 


3 1 


c6o 

jV7VJ 


442 

TT 


C47 

Jt/ 


TJJ 


2 


O98 


902 


969 


O? I 


32 


530 


471 


C T 7 


486 


3 


1 20 


880 


991 


OO9 


33 


4Q8 

T 77 




48c: 


c 18 

J 


4 


I 2Q 


871 


1,000 000 


I,O0O 0O0 


34 


46:; 


538 


4C2 


J D 


5 


I IQ 


881 


0,999 99o 


OIO 


35 


43 I 


^7 2 
j' ^ 


418 


t86 


6 


OQQ 


901 


970 


010 


36 


306 

jy^ 


608 


383 


621 


7 


062 


938 


933 


067 


37 


3Ö0 


64S 

U TJ 


347 




8 


OH 


985 


88b 


IIA 


38 


321 


682 


3IO 


6Q4 

7T 


9 


O QQQ 0^3 
v-iyyy yjJ 


1,000 047 


0,999824 


I OOO 176 


39 


O QQ 286 


1,00 7 19 


O QQ 273 
u '77 0 


1,00 732 


IO 


0,999 876 


1,000 124 


o,999 747 


1,000253 


40 


0,99 248 


1,00 757 


0.99 235 


1,00 770 


ii 


784 


216 


655 


345 


4i 


210 


796 


197 


809 


12 


678 


322 


549 


45 1 


42 


171 


836 


158 


849 


13 


559 


441 


430 


570 


43 


'31 


876 


118 


889 


14 


429 


572 


299 


701 


44 


091 


917 


078 


929 


15 


289 


712 


160 


841 


4 l 


050 


958 


037 


971 


16 


131 


870 


002 


999 


46 


009 


I,OI 001 


0,98 996 


1.01 014 


17 


0,998 970 


1,001 03 1 


0.998 841 


1,001 160 


47 


0,98 967 


044 


954 


057 


18 


782 


219 


654 


348 


48 


923 


088 


910 


IOI 


19 


0,998 588 


1,001 413 


0,998 460 


1,001 542 


49 


0.98 878 


1,01 134 


0,98 865 


1,01 148 



Schmelzpunkt einiger Körper 



Baumöl 


+ 2,2" C 


Blei 


332 


Butter 


32 


Eis 


0 


Kohlensäure 


— 57 


Meerwasser 


- 2,5 


Quecksilber 


— 39,5 


Schwefel 


+111 


Terpentinöl 


— 10 


Wachs 


+ 61 bis 68. 



1) abgeleitet von Rossetti, Poggendorff's Annalen der Physik und Chemie, Er- 
gänzungsband V 1871 p. 268 nach Beobachtungen von Kopp, Despretz, G. Hagen, 
A. Matth iessen, Rossetti. 



Physikalischer Teil 



Äther 
Alkohol 
Kohlensäure 
Meerwasser 



Siedepunkte 

bei 760 mm Druck 

34,9° C Quecksilber 

78,4 Terpentinöl 

- 78 Wasser 

104 



350« 

156 

100 



Ausdehnung durch die Wärme für 1° C 





Ii n e a r e 


kubische 


Blei 


0,00002035 


0,000089 


Eisen 


1182—1258 


37 


Glas 


0700—0897 


23 


Holz (Tanne) 


0352 




Kupfer 


1700—1717 


51 


Messing 


1855—1893 




Platin 


0884 




Silber 


1909—2083 




Zink 


2942 


0,000089 


Zinn 


2283 


69 


Quecksilber 


0,0001812 (Matthiessen) 




für t° 


0,00017902 t + 0,0000000252 




Luft 


0,003665 





Mechanisches Äquivalent der Wärme 

1 Kilokalorie = 425 m.k. = 425 X 10 3 X 981 D V n X 100 cm 

(4 2 4) 



Speciflsche Wärme 



(Wasser = 


1) 


Blei 


0,0314 


Eisen 


0,1138 


Glas 


0,1937 


Kupfer 


0,0951 


Messing 


0,0939 


Platin 


0,0324 


Quecksilber 


0,0319 


Silber 


0,0570 


Zink 


0,0955 


Zinn 


0,0562 


menschlicher Körper 


(s. p. 248) 



Schall, Spektrum, elektrische Masse 



369 



Geschwindigkeit des Schalls 

bei 0° rund 333 m (332,8) 

für je + 1° 0 + 0,6 m, also bei + 10 rund 339 m 

„ „ - 10 327 „ 



Relative Lichtstärke etc. des Sonnenspektrums 

Lichtstärke 

Ort Schwingungs- Wellenlänge • 

des Spektrums zahl der Luft nach nach 

U F Fraunhofer 1 ) Vierordt J ) 

bei B rot 450 Billionen 0,0006878 mm 0,032 0,022 

C orange 472 „ 0,0006564 „ 0,094 °> 128 

? J) rötlichgclb 526 „ O,000 5888 „ 0,64 0,78 

zwischen D u. E gelb — I.«> I f OO 

bei E grün 589 „ O.OOO 5260 „ 0,48 0,37 

JT blaugrün 64O „ 0,0004834 „ 0,17 0,128 

0 blau 722 ,, 0,000 4291 „ OO3I 0,008 

" H' violett 790 „ O OOO3928 „ 0,0056 0,O0O7 

Die elektrischen Masse und Einheiten 

Vorbemerkungen. Im Gramm/Centimeter/Sekunden-System ist 1 Dynamie 

= JÜL. = . j „es— 2 = Kraft, welche 1 Sekunde wirkend, 1 Gramm die Geschwindigkeit 

(Beschleunigung) 1 [cm/sec] erteilt. 

1 Energie = 1 Erg = 1 Dyn X 1 cm = 1 9 C ~ S 
(Mass der verrichteten Arbeit) 

1 Siemens-Einheit = Widerstand einer Quecksilbersäule von 100 cm Länge, 
2jM 1 mm 2 Querschnitt bei der Temperatur des schmel- 

zenden Eises == 0,953 Ohm 

1 legales Ohm (Sl) = Widerstand einer Quecksilbersäule von 106 

cm Länge, 1 jmm 2 Querschnitt bei 0° C 

1 Daniell (Z?) = elektromotorische Kraft eines Daniell-Elements 

= 1,10 Volt 

1 Volt giebt in 1 Ohm den Strom von 1 Ampere = 

0,9 eines (guten) Daniell 
1 Ampere 3 ) (^) = Strom, den 1 Volt in 1 Ohm hervorbringt, 

/ Volt \ 

\Ohm ) 

= 0,33 mg Kupfer oder elektrochemisch äquiva- 
lente Mengen pro Sekunde niederschlagend 

== Sekunden- Arbeit von 10 7 Ergs, äquivalent 
mit 0,24 Gramm-Kalorien 



1) Denkschriften der K. bayrischen Academie der Wissenschaften zu München für die 
Jahre 1814 und 1815, Classe der Mathematik und Naturwissenschaften p. 19. 

2) Die Anwendung des Spectralapparates zur Messung und Vergleichung der Stärke 
des farbigen Lichtes 1871 p. 51. 

3) So ziemlich = 1 Weber der englischen Physiker ; genauer ist der zuweilen noch 

1 D aniell 

gebräuchliche Miüiweber = jqqo Ohm 

Vierordt, Dat. u. Tab. f. Med. 2. Aufl. 24 



370 



Physikalischer Teil 



1 TVT-1T A ! 1 V0lt 

1 Mi lh - Ampere 



1000 Ohm 

736 Volt-Ampere sind (theoretisch) = 1 Pferdekraft = 1 HP = 75 

Kilogramm X 1 Meter in 1 Sekunde (s. p. 294 u. 293). 

Die frühere Jacobi'sche Einheit der elektromotorischen Kraft war diejenige Elek- 
tricitätsmenge , welche in der Minute 1 cm 8 Wasser zersetzt. Sonst ist 1 Jacobi-Einheit 
= 0,0936 Volt. 

Die magnetische oder elektrostatische Einheit übt auf 
eine gleiche in 1 cm Abstand die Kraft von 1 Dynamie aus. 

1 elektrostatische Einheit ladet eine Kugel von 1 cm Radius auf 
das Potential von 3000 Volt. 

3000 Millionen elektrischer Einheiten können 1 Sekunde lang einen 
Strom von 1 Ampere liefern. 

Specifischer Widerstand für den elektrischen Strom 

Quecksilber 1 

Silber 0,017 

Kupfer 0,018 

Zink 0,057 

Platin 0,092 

Eisen 0,099 

Gaskohle 43 

Schwefelsäure (specif. Gewicht 1,84) 47 000 

käufliche Salpetersäure 18 000 

Zinkvitriollösung 288 000 

Kupfervitriollösung 306 000 
reines Wasser 120000 000 
menschlicher Körper (s. u. p. 387) 



Anhang 



Praktisch-medicinische Analekten 



24* 




J 



Höhenangabe der bekannteren klimatischen Kurorte 1 ) 



a) Voralpenklima 

m ü. M. 

Axenstein, Vierwaldstätter See 750 

Beckenried „ » 437 

Berchtesgaden, Bayern 576 

Brienz, Berner Oberland 604 

Bürgenstock, Vierwaldstätter See 870 

Flühli im Entlebuch, Kt. Luzern 892 

Gersau, Vierwaldstätter See 440 
Gmunden a. Traunsee, Ob er Österreich 422 

Heiden, Kt. Appenzell A. Eh. 806 

Heiligenberg, Baden 720 

Interlaken, Berner Oberland 568 

(Wildbad) Kreuth, Oberbayern 849 

Oberstdorf, bayr. Algäu 843 

Reichenhall, Bayern 440 

Sonnenberg auf Seelisberg, Kt. Uri 845 

Sonthofen im Algäu 738 

Tegernsee 7 ^2 

Thun, Berner Oberland 565 

Thusis, Kt. Graubünden 750 

Weissbad, Kt. Appenzell 819 

b) Hochgebirge 

Arosa, Kt. Graubünden 1860 

Les Avants bei Montreux (380) 1000 

St. Beatenberg, Berner Oberland 1150 

Churwalden, Kt. Graubünden 1270 

DavosDörfli „ „ 1556 

„ Platz „ „ 1560 

Engelberg, Kt. Unterwaiden 1019 

Felsenegg ob Zug 927 

Gais, Kt. Appenzell A. Rh. 934 



1) Die das „einfache Bergklima" umfassenden binnenländischen Höhen und Tbäler 
(Erhebung 400— 900 m über Meer) sind nicht aufgenommen; es seien nur genannt : Falken- 
gtein i. Taunus 400 m, Görbersdorf in Schlesien 561 m. 



374 



Praktisch-inedicinische Analekteu 



m ü. M. 

Gossensass an der Brennerbahn, Tirol 1100 

Höchenschwand, bad. Schwarzwald 1012 

Klosters im Prättigau, Kt. Graubünden 1212 

Kursaal Maloja, Oberengadin 1811 

St. Moritz,*? Bad 1769 

Dorf 1856 

Murren (über dem Lauterbrunnerthal) 1650 

Pontresina, Oberengadin 1803 

Bigi Kaltbad, Kt. Luzern 1441 

„ Klösterli, Kt. Schwyz 1317 

„ Scheidegg „ „ 1648 

» Staffel „ „ 1594 

Samaden, Oberengadin 1747 

Seewis, Kt. Graubünden 950 

Stoos a. Vierwaldstätter See, Kt. Schwyz 1293 

(Kurhaus) Tarasp, Kt. Graubünden 1188 

Waldhaus- Vulpera „ „ 1270 

"Wiesen „ „ 1454 

Die bekömmlichsten Temperaturen für Getränke und Speisen 1 ) 



Wasser 


12— 13°C 


Milch kalt 


16—18° C 


So da- Wasser 


14—16 


„ kuhwarm 


34—35 


Botwein 


17—19 


Fleischbrühe 


38—45 


leichter Weisswein 


15 


Normaltemperatur der 




schwerer „ 


10 


Speisen 


38 


Champagner 


8—10 


Getreidemehlsuppe 


37—45 


Bier 


12 


Kindermehlsuppe 


38 


Kaffee und Thee 


40—43 


Speisen in Breiform 


37—42 


„ durstlöschend 


15—20 




Bei weniger als 7° 


tritt Kältegefühl an 


den Zähnen , bei mehr als 55 


0 Brennen im 



Mund und Schlund auf. 



Durchschnittliche Dauer der Bettruhe bei 2 — 17jährigen Gesunden 

(Camerer) 2 ) 



Alter (Jahre) | Stunden 



Alter (Jahre) 


Stunden 


9 


10,6 


Ii 


10,5 


"Vi 


9.6 




9.5 


1 1 


n,6 


13 


10,4 


wu 


9,6 


17 


9,4 



Mädchen 

dasselbe 
>. 

Mädchen 
dasselbe 



Knabe 
derselbe 



3Vi 
5 

37* 

5 

7 

io 

5 Vi 

7 

9 

»Vi 



11,17 

(ausserdem 1—2 b. Tag) 

10,9 
10,9 

H.5 
10,8 
iö,8 
9.8 

",3 
io,s 

9.9 

10,2 



Mädchen 
dasselbe 



Mädchen 
dasselbe 
?. 



1) nach Uffelmann, Wiel etc. 2) 1. 1. p. 202 c. XVI p. 30, XVIII p. 228, XX p. 574, 
XXIV p. 150. Die für das Auskleiden nötige Zeit ist mitgerechnet. 



Inkubationszeiten 375 

Inkubationsdauer der wichtigeren Infektionskrankheiten 



Bezeichnung 
der Krankheit 



Gewährsmann 



Zeit (Tage) 



Bemerkungen 



Masern 

" bis zum Ausbruch 



u 
>> 
u 
i> 
»> 



des Exanthems 



bis z. d. Prodromen 
durch Nasensekret 
inokulirt 
Scharlach 



Röteln 



Blattern (Variola) 



„ b. Einimpfung 
Vaccine 



"Varicellen 



„ bei Impfung 
exanthematischer Typhus 



Abdominaltyphus 



Febris recurrens 



Panum *) 
Pfeilsticker 2 ) 
Silberberg 8 ) 
Sevestre 4 ) 
Heger 6 ) 

F. Mayr b ) 

Murchison 7 ) 



Sevestre 8 J 
Marchand 9 ; 

Kehn 10 ) 

v. Heusinger 11 ) 
Flood 1J ) 

v. Bärensprung 

Ziemssen 

Gerhardt 
Marchand 9 ) 
Eichhorst 1S ) 



Thomas 14 ) 
Liebermeister 15 ) 
Steiner 16 ) 

Griesinger 1V ) 
0. Wyss 18 ) 
Liebermeister 19 ) 



bei Impfung 



(9— )io Tage 

(13— )H 

13-15 » 

I3-H » 

8-9 » 

12,1 „ (6—19) 

13 

7 (4 — 8) Tage (auch weniger) 
nicht über 6 Tage 



nicht über 5 — 6 Tage 
genau 3 Tage 
2 1 / 2 Wochen 
genau 17 Tage 

l6(— 17) 

15 Tage 
10 — 14 Tage 

13 — 14 » 

10 „ 
9 Tage 8 Stunden 
7 Tage 
(2— )3 Tage 

13-17 .1 

13 — 15 II 

8 

7—H 1. 
8 — 9 und mehr Tage 

9(— 14) Tage 

2 — 3 Wochen 



6 — 9 Tage 
5—8 „ 



345 Fälle 



44 Fälle nicht über 4 
16 „ „ „ 2 

*5 " M '» * 



erste lokale Ver- 
änderungen 



in seltenen Fällen 
weniger, oder bis 
zu 4 Wochen 



1) Virchow's Archiv I. Bd. 1847 p. 492. 

2) Beiträge zur Pathologie der Masern. Tübinger Dissertation 1863 p. 65. 

3) Die Inkubation und Verbreitungsweise der Masern. Breslauer Dissertation 1885 p. 9. 

4) Revue mensuelle des maladies de l'enfance 1886 (juillet) p. 293. 

5) Verhandlungen des Congresses für innere Medicin. Elfter Congress 1892 p. 502. 

6) Virchow's Handbuch der speciellen Pathologie und Therapie IH. Bd. (Acute Exan- 
theme und Hautkrankheiten) 1860 p. 106. 7) The Lancet 1878 Vol. I p. 833. 75 Fälle. 

8) Le Progres medical, 19e annee 1891 p. 186. 

9) Berliner klinische Wochenschrift 13. Jahrgang 1876 p. 406. 

10) Jahrbuch für Kinderheilkunde und physische Erziehung, N. F. 29. Bd. 1889 p. 285. 

11) Tageblatt der 61. Versammlung der Naturforscher und Ärzte zu Köln 1888. Wissen- 
schaftlicher Theil (1889) p. 186. 12) The British medical Journal Vol. I for 1890 p. 542. 

13) Deutsche medicinische Wochenschrift XII 1886 p. 37. 

14) Ziemssen's Handbuch der speciellen Pathologie und Therapie II. Bd. 2. Theil 
1874 p. 15 — Zeit der Eruption des einen bis zu der des anderen Kranken. 

15) Vorlesungen über specielle Pathologie und Therapie I. Bd. 1885 p. 185. 

16) Wiener medicinische Wochenschrift 25. Jahrgang 1875 p. 305. 

17) Infektionskrankheiten in Virchow's Handbuch der speciellen Pathologie und Therapie 
II. Bd. 2. Abtheilung 2. Auflage 1864 p. 124. 

18) Gerhardt's Handbuch der Kinderkrankheiten II. Bd. 1877 p. 405. 19) 1. c. p. 131. 



376 



Praktisch-medicinische Analekteu 



Bezeichnung 
der Krankheit 



Gewährsmann 



Zeit (Tage) 



Bemerkungen 



Pest 

Diphtherie 
Keuchhusten 



Meningitis cerebro- 
spinalis epidemica 
Malaria 
eingeimpfte Tertiana 
Quartana 



>) n 
Cholera asiatica 



Dysenterie 
Gelbfieber 
Mumps 

(Parotitis epidemica) 



Pneumonie 



Influenza 



Syphilis 



Girat ») 
Löschner a ) 



S. Richter 3 ) 

Baccelli 4 ) 
Gualdi und 

Antolisei 6 ) 
Baccelli 4 ) 

Banti 6 ) 

P. Gattmann 7 ) 
Hänisch 8 ) 



Fr. Roth 9 ) 
Rilliet 10 ) und 

Lombard 
R Demme u ) 
Caspar 12 ) 
N. Flindt 13 ) 
J. RaU u ) 
Netter 1B ) 
Bäumler 16 ) 

Grassmann 17 ) 



2—7 Tage 
2—3 Tage (auch weniger) 
höchstens 5 — 6 Tage 
(höchstens) 5 — 6 ,, 



4(— 5) Tage 
c. 14 (6—20) Tage 
6 Tage 

12 „ 

H „ 

2 — 4 Tage (auch weniger) 
36 — 45 Std. (auch bloss 24 — 30) 

längstens 4 x / 2 Tage 

3— 8 Tage 

I — 2—3 Tage (auch mehr) 

7— 14 Tage 

4— 25 » 
20—22 Tage, seltener 14 — 18 

8- 15 Tage 

4 (2-7) 
höchstens 2 ,, 
(mindestens) 3 ,, 

5 Tage (im Mittel) 
2 — 4 Tage 

sehr wechselnd ; 
12 Stunden bis zu 3 — 8 Tagen 



6—8 Tage (bei Ka- 
ninchen) nach ex- 
perimenteller ln- 
fection des Larynx 



a) bis zum Au/treten örtlicher 
Erscheinungen : 
3 — 4 Wochen, 
gewöhnlich 15 — 25 Tage 



unter Umständen 
weniger als 24 Std. 

zum Ausbruch einer 
Massenepidemie im 
Anschluss an ver- 
einzelte Fälle sollen 
12 — 14 Tage nötig 
sein 



1) L'ünion medicale 1891 Nr. 50. 

2) Aus dem Franz- Josef- Kinderspitale in Prag, II. Theil 1868 p. 164. 
Breslauer ärztliche Zeitschrift IX 1887 p. 161. 
Deutsche medicinische Wochenschrift 18. Jahrgang 1892 p. 723. 

5) La Riforma medica Anno V 1889 (Novembre). 

6) Lo Sperimentale LX 1887 p. 3 (Luglio). 

7) Deutsche medicinische Wochenschrift 18. Jahrgang 1892 p. 928. 

8) Ziemssen's Handbuch der Pathologie und Therapie 2. Bd. 1874 p. 480. 

9) Münchener medicinische Wochenschrift 33. Jahrgang 1886 Nr. 20. 

10) Gazette medicale de Paris 1880. 11) Wiener medicinische Blattei XI 1888 p. 1614. 

12) Berliner klinische Wochenschrift 24. Jahrgang 1887 p 553. 

13) Den almindelige croupase Pneumonis Stilling blandt Infektionssygdommene 1882- 

14) Medicinisches Correspondenzblatt des Württemberg, ärztl. Landesvereins 58. Bd 
1888 p. 77, auch Tübinger Dissertation (Stuttgart) 1887 : über eine Pneuraonieepidemie mit 
häufigen Wanderpneumonien. 15) Archives generales de mddecine 1888 Vol. II p. 44. 

16) Verhandlungen des Congresses für innere Medicin. Neunter Congress 1890 p. 298. 

17) Klinische Erfahrungen aus der Influenza-Epidemie 1889/90 im Königreiche Bayern. 
Münchener Dissertation 1891 p. 62. 



Inkubationszeiten, Maximaldosen 



377 



Bezeichnung 
der Krankheit 



Gewährsmann 




Syphilis 



Milzbrand 

Rotz 

Erysipel 

bei Impfung b. z. 
initialen Schüttel- 
frost 

Lyssa humana 



Fournier 
J. Rollet 1 ) 



Fehleisen 2 ) 
Ph. Bauer s ) 
Pasteur 



21 Tage (im Mittel) 
25 (9—42) Ta g e 

b) bis »um Auftreten des 
Exanthems : 

9 — II Wochen 



4. — 7 Tage bis zum Auftreten 
des Karbunkels 
3—5 Tage 



Bemerkungen 



also 6 — 7 Wochen 
auf die sog. „zweite 
Inkubation" 



15, längstens 61 Stunden 

20 — 59 Tage in 49,6 0/ 0 der Fälle 

40 — 60 ,, 



Maximaldosen-Tabelle (g) der Pharma copoea Germanica, 

Helvetica, Austriaca 





Ph. Germanica 

3. Ausgabe 
1890 


Supplementum Ph. Helveticae 
1876 


Ph. Austriaca 
VII 




für 

Erwachsene J 


für Kinder 
bis z. 2 Jahren 


1889 




dosis 
simpl. 


pro die 


dosis 
simpl. 


pro die 


dosis 
simpl. 


pro die 


dosis 
simpl. 


pro die 


Acetanilidum 

Acetum Digitalis (II) 4 ) 

Acidum arsenicosum 

„ carbolicum [cryst] 
,, hydrochloricum 
„ hydrocyanicum 


0,5 
2,0 
0,005 
0,1 


4,0 
10,0 
0,02 

05 


0,005 

0,05 

1,0 

0,05 


0,01 

o,5 
4,0 

0.2 


0-5 


2,0 


0,005 
0,1 

0,05 

(gutt. II) 


0,02 
0,5 

0,2 


„ nitricum 

„ sulfuricum dilutum 
Aconitinum (I) 4 ) 
Agaricinum 
Amylenum hydratum 
Amylium nitrosum (ad in- 
halationem) 


0,004 
0,1 

4,0 


0,03 
8.0 


1,0 

2,0 
O.OOI 

0,25 

(gutt. V) 


4.0 
8,0 
0,005 

o,75 

(gtt. XV) 


o,5 


2,0 







1) Traite des maladies veneriennes I 1865. 

2) Die Ätiologie des Erysipels 1883 p. 35. 

3) Münchener medicinische Wochenschrift 33. Jahrgang 1886 p. 687, auch Munchener 
Dissertation 1886: über die Incubationsdauer der Wuthkrankheit beim Menschen. — ferner 
kommen 28,4 0/ 0 auf den 20.— 39., 21,2 0/ 0 auf den 40.-59. Tag, 15V 8 % auf den 60.— 79. 
8 1 /. 0/ 0 l. — 19. Tag u.s. f. allmählich abnehmend. 

4) Die mit (I) und (II) bezeichneten Arzneistoffe sind solche, welche in der ersten 
(1872) und zweiten (1882), dagegen nicht in der dritten Ausgabe der Ph. Germanica ver- 
zeichnet sind. — Aus der Ph. Helvetica sind einige, selten ordinierte Medikamente (Acidum 
arsenicicum, Aether phosphoratus, Argentum oxyd., Bulbus Scillae, Butylchloralum, Chininum 
arsenicicum, Oleum Sinapis aethereum, Oleum Sabinae) ausgelassen worden. 



378 



Praktiscli-medicinische Analekten 



Apomorphinum hydrochloricum 



Aqua Amygdalarum amarar. 

,, Laurocerasi (I) 
Argentum nitricum 
Atropinum sulfuricum 
Auro-natrium chloratum 
Baryum chloratum (I) 
Cantharides 

Chloralum formamidatum 

„ hydratum 
Chloroformium 
Cocainum hydrochloricum 
Codeinum (II) 

,, phosphoricum 
Coffeinum 
Colchicinum 
Coniinum (I) 

Crotonchloralum hydratum 

Cuprum sulfuricum (I) 

id. [pro emetico] 

Cuprum sulfur. ammoniat. (I) 

Curare, ad inject, subcut. 

Digitalinum 

Extractum Aconiti [tuberum] (II) 



Belladonnae [foliorum 
Cannabis indicae (II) 
Colocynthidis 
Codü (I) 
Digitalis (II) 
Fabae Calabar. (I) 
Hyoscyami 
Lactucae (I) 
Opii 

Pulsatillae (I) 
Sabinae (I) 
Scillae (II) 



,, Secalis cornuti (Er- 
gotina) ad inject, 
subcut. 
,, Stramonii 
„ Strychni (spirit.) 
Faha Belladonnae 
„ Digitalis 

Hyoscyami (I) 
„ Stramonii 
„ Toxicodendri 
Fructus Colocynthidis [prae- 
parati] 
Sabadillae (I) 



Ph. Germanica 

3. Ausgabe 
1890 


Supplcmentuvi Ph. Helvetica 
1876 


Ph. Austriaca 
VII 

1889 


für 

Erwachsene 


für Kinder 
bis z. 2 Jahren 


dosis 
simpl. 


pro die 


dosis 
simp). 


pro die 


dosis 
simpl. 


jpro die 


dosis 
simpl. 


pro die 




u, 1 




0,06 


0,005 


0,015 


0,01 


005 








ad usum 


internum 








0,005 


1 0,015 


1 0,002 


1 0,006 








8,0 


ad 


njectionom subeutaneam 






2,0 


2,0 


IO 


0 c 


T r 


1,5 


5,0 


2,0 


7-0 


2,0 


10 


0 c 


T P 
l O 


i»5 


5,° 


0,03 


0,2 


0,05 


0,2C 


0 00 c 




0,03 


0,2 


0,001 


0,003 


0,OOI 


O,005 






0,001 


0,003 


0,05 


0,2 












0,12 


1.5 


0,2 


1,0 










0,05 


0,15 


0,05 


0,25 






0,05 


0,2 


4,0 


8,0 












3>o 


6,0 










3,° 


6.0 


0-5 


1,0 












0,05 


0,15 










0,1 


°-3 


0,05 


0,2 


0,05 


0,25 








0,1 


0,4 












0.5 


1.5 










0,2 


0,6 






0,002 


0,01 








0,OOI 


0,003 


0,OOI 


0,004 














hS 


6,0 










0,1 


0,4 


0,05 


0,5 










1,0 




0.5 


1,0 


0,1 


0,5 


0,4 




0,1 


0,4 


0,05 


0,5 














0,002 


0,006 














0,002 


0,01 










0,02 


0,1 


0,2 


0,6 






0,03 


0,12 






(folia) 








0,05 


0,2 


0,05 


0,15 






0,05 


0,2 


0,1 


0,4 


0,2 


0,8 






0,1 


o,3 


0,05 


0,2 


0,05 


0,25 






0,05 


0,2 


0,18 


0,6 


O.I 


0,4 






0,2 


0,6 


0,2 


1,0 


0,1 


o-5 


0,01 


0,05 




0,02 


0,06 


0,02 


0,06 








0,2 


1,0 


0,2 


0,8 


°,°5 


0,2 


0,1 


o,5 


0,6 


2,5 






n t 


°,5 




0,15 


°-5 


0,05 


o,5 


0,003 


0,015 


0,1 


0.4. 


0,2 


1,0 














0,2 


1,0 




0,8 










0,2 


1,0 


0,2 


0,05 


0,20 


0,2 


1,0 














0,5 


r,5 






0,2 


0,8 


0,05 


0,2 










O.I 


0,4 








0,05 


0,15 


0,05 


0,2 


0,005 


0,02 


0,05 


0,15 


0,2 


1,0 


0,1 


o,5 






0,2 


0,6 


0,2 


1,0 


0,1 


o,5 






0,2 


0,6 








4,0 














ad infusionem 










0.3 


1,0 










0,3 


1,0 


0,2 


1,0 


0,2 


0,8 






0,3 


1,0 


0,4 


1,2 














o-5 


1.5 










0,3 


1,0 


0,25 


1,0 















Maximaldosen 



379 



— - — ----- 






Sxmplementum 


Ph. Helvetica 








Ph. Germanica 

3. Ausgabe 
1890 




1876 




Ph. Austriaca 
VII 




für 


für Kinder 


1889 








Erwachsene 


bis z. 2 Jahren 








dosis 
simpl. 


sro die 


dosis 
simpl. 


pro die 


dosis 
simpl. 


>ro die 


dosis 
simpl. 


pro die 


\yMlll 




t n 


0,1 


°'5 










Herba Aconiti 










0.1 


2,0 


VJ'J JJli 


°)5 


2,0 


O.I 


o,5 






iiyoscyauu 


o.5 


1.5 


0,2 


1,0 










QahinnA pf Summit. Sab. 


















HomatroDinum hydrobromicum 


o,ooi 


0,003 


0,02 
0,02 


0,05 
0,05 






0,03 
0.01 


/-V x 


iiy ui ai 2 yrum ui^lhui aium 

biiodat (rubr.) 


0,02 
0,02 


o,i 
o. 1 






o, 1 

0,1 


ohlfirat. mite 






0,2 


1,0 




o,5 






rltn (n<\ lisum laxativ.) 






0,5 


2,0 


0,1 






cyanatum 


0,02 


0,1 


0,01 


0,04 










jj joaatum ^nav.j 














0 oc 


0.2 


V A -v 


0,05 


0,2 


0,05 


0.2 






5 nitricum oxy- 




0,06 














dulatum (I) 


0,015 


0,01 


0,05 










nvT/dfit frubr 1 

jj UAJ U a, l • ^i 


0,02 


0,1 


0,02 


0,05 










via hu- 


















i da nara tum 


0,02 


0,1 




o,5 








O I 


oxydulat. nigr. 






0,1 










Hvn«p,niim hvdrobromicum 
0 OQOiormiuni 


0,0005 
0,2 


0,002 

1,0 










0,2 


1,0 


JOQUm 


0,05 


0,2 


0,05 


0,25 




2,0 


O.O'K 


O.I 


Kalium bromatum 






4.0 


10,0 






„ cyanatum 






0,02 


0,05 


0 c 


2,0 






jodatum 






2,0 


8,0 






,, nitricum 






4,0 


i5'0 


0 c 


2,0 




o,5 


Kreosotum 


0,2 


1,0 


0,05 


0,2 






0,1 


T . q dfiipor. n iTi ( TT 1 
AJciL lULcll 1 Ulli V / 


o,3 


1,0 


0.5 


i.5 


O T 


0 5 


o,3 


1,0 






germanicum 










T .nimr T^nwi cpcnili Piilfji'ati 

±jiuu.ur x giia aco4 Ui vyu.iv*c%v» 






1,0 


4,0 


0,2 


1,0 






Hydrargyri nitrici oxydu- 


0,1 

o>5 


0,5 














lati (1) 
„ Kali arsenicosi 


o,5 


1.5 


0,1 


o,5 


o,5 


2,0 






(gutt. X) 


(g. XXX) 


(gutt. II) 


(gutt. X) 






• • • 
„ Natri arsemci 






0,5 


i.5 
















(gutt. X) 


(g.XXX) 










TVf rtvn n 1 n 11 m n 0 ^tii i^il m 1 T 1 

1X1. \J 1 l) LI 1 1 1 U LLi < V V. Y< l. i V_- Li AJ ' V / 


0,03 


0,12 


0,02 


0,06 


0,001 


0001; 


0,03 


0,12 


j ( ny uruciiiun^uiii 


0,03 


0,1 


0,02 


0,06 


O OOI 


0 00 c 


11t t / tt\ 

,, sulfuricum (11) 


0,03 


0,1 


0,02 


0,06 


U,UU1 








,, „ ad inject. 


















subcutan. 






0,OI 


0,05 










Oleum Amygdalarum aetbereum 






0,05 


0,2 






0,05 


0,1 


„ Crotonis 


0,05 


0,1 


0,05 


0,2 










(gutta 1) 


(gutt. IV) 






0,15 


o,5 


On.. im 

v_y LJ 1 LA Iii 


0,15 


0,5 


0,10 


0,5 


0,005 


0,02 


Pa vq 1 H o Tiv ii »n 

' evl itlUCLi V U Ulli 


5,o 


IO,0 














P Vi nn a not. nn m 


1,0 


5-0 














Phosphorus 


0,001 


0,005 


0,005 


0,05 






0,001 


0,003 
0,06 


PTi vSftstic min lim saliovlip.um 


0,001 


0,00; 










Pilciparninum h vdroohlorioiim 


0,02 


0,05 










0,03 


"Plnmbum arftticum 

1 x IA 11-1 L/ vi 1X1 CA* v . i , 1 1 Vj Hill 


0,1 


0,5 


0,1 


0,5 






0,1 


o,5 


Pulvis Doveri 






1,0 


4,0 


0,05 


0,2 






Radix Belladonnae (I) 


0,1 


0,4 


0,1 


0,5 






0,07 


0,3 


Hellebori viridis (I) 


0,3 


1,2 














Jalapae 






1,0 


5.0 


0,5 


1 2,0 






„ Ipecacuanhae 






0,2 


1,0 


0,05 


0.2 






„ „ ad infusum 






0.5 


2,0 


0,2 


0,8 







380 



Praktisch-medieinische Analekten 









Supplementum Ph. Helvetica 








Ph. Germanica 




1876 




Ph. Austriaca 




8. Ausgabe 










VII 


















1890 


für 


für Kinder 


1889 








Erwachsene 


bis z. 2 Jahren 








CIOSIS 


pro die 


dosis 




dosis 


pro die 


dosis 


pro die 




simpl , 


simpl. 


pro die 


simpl. 


simpl. 


Radix Ipecacuanliae ad us. emet. 






1,0 


4.o 


0.5 


1,0 






„ „ ad us. em. pro infus. 






2.0 


0,0 


1,0 


2,0 






Resina Jalapae 






0,5 




0,1 


0,5 






Rhizoma Veratri (I) 


o,3 


1,2 


0,2 


O.ö 








fcsantoninum 


0,1 


°-5 


0,1 


0.5 


O.025 


0,15 


o,i 


0,3 


Seeale cornutum 


1,0 


5.0 


1,0 


50 


1,0 


5-0 


„ „ ad infusum 






2,0 


10,0 


o,5 


i.5 




Semen Stiychni (Nux vomica) 


0,1 


0,2 


O.I 


0.5 




0,12 


0.5 


Stibium sulfuratum aurantiac. 










0.05 


0,25 




Strychninum nitricum 


0,OI 


0,02 


0,005 


0,02 


0,007 


0,02 


,, sulfuricum 






0,005 


0,02 








„ „ ad in- 
















ject, subeut. 






0,001 


0,005 










Sulfonalum 


4,o 


8,0 












Summitates Sabinae (II) 


1,0 


2,0 


1,0 

2,0 


4.0 

8.0 
















ad infusionem 










Tartarus stibiatus 


0,2 


o,5 


0,05 


0,2 


0,01 


0,05 


0,2 


o,5 


dto. ad usum emetic. 






0,2 


0,8 


0,05 


0,15 






Thallinum sulfuricum 


o,S 


i.5 










Tinctura Aconiti 


o,S 


2,0 


1,0 


5.0 






0,5 


hS 


„ Belladonnae fol. (I) 


i,o 


4,0 


0,5 


2,5 






1,0 


4,o 


„ Cannabis indicae 






2,0 


15,0 










,, Cantbaridum 


o-5 


1.5 


0,5 


2.0 






0,5 


1,0 


„ Colchici 


2,0 


5.o 


1,0 


5,0 






1,5 


5»o 


,, Colocynthidis 


1 ,0 


5t° 


1,0 


5.0 








Conii 






1,0 


50 










Iii fr i f a lic 


i.5 


5,o 


1,0 


50 


0,5 


1,5 


i,5 


5,o 


jj Jodi 


0,2 


1.0 


0,25 


1,0 






o,3 


1,0 


Lohfliafi Tinflatapl 


i,o 


5.o 


1,0 


5.0 






1,0 


5.o 


,j Opii benzoica 






[0 0 


40,0 










„ „ crocata 


i.5 


5.o 


1,0 


5.0 


\o T 

>o,i 


0,5 


i.5 


5.o 


,, simpiex 




5-o 


1,0 


5.0 


1 fett III 


feutt X) 


i,5 


5.o 


„ Stramonii (I) 


1,0 


3,o 


1,0 


5>o 










„ Strophanthi 


0,5 


2,0 










1,0 


3,o 


„ Strychni 


1,0 


2,0 


1,0 


5.0 , 


0.5 


1 0 


1,0 


3.o 


„ Toxicodendri (I) 
Tubera Aconiti 


1,0 


3,0 














o,i 


o,5 










0,1 


o,5 


„ Jalapae 




1,0 


5-o 


0-5 


Z,U 




Veratrinum 


0.005 


0,02 


0,005 


0.02 






0.005 


0,02 


Vmum Colchici 


2,0 


5.o 


2,0 


6,0 






i-5 


5.o 


„ stibiatum 








4,o 


10,0 






Zincum chloratum 






0,02 


0.1 








,, eyanatum purum 






O.Ol 


0,05 










,, lacticum (I) 


0,06 


0,3 






0,03 


0,15 






„ oxydat. (flores Zinci) 






0,2 


1,0 


0,05 


0,2 






„ sulfuricum (I) 


0.06 


0.3 


O.IO 


0.5 










„ ,, [pro emetico] 


1,0 




I.O 








0,8 




,, valerianicum (I) 


0 06 


0,3 


0.2 


1.0 











Medicinalgewicht 381 

Das alte deutsche Medicinalgewicht 

Medicinalpfund, Libra, tt — (24 Loth =) 12 Unzen = 96 Drachmen = 

288 Scrupel = 5760 Gran 
Unze, Uncia 5=8 Drachmen = 24 Scrupel = 480 Gran 

Drachme, Drachma 5=3 Scrupel = 60 Gran 
Scrupel, Scrupulus 9 = 20 Gran. 

Im besonderen war: 
das preussische Medicinalpfund, auch eingeführt in Hannover, 
Sachsen, Sachsen-Weimar, Braunschweig = 350 78348 g 

bayrische Medicinalpfund = 360,000 

schweizerische, russische, das alte Nürnberger 
Medicinalpfund = 357,954^ 

württembergische Medicinalpfund = 357,6337 

„ badische « 357,780 

österreichische „ = 420,0088 



Umwandlung des deutschen Medicinalgewichts in Grammgewicht 



)) 
)t 
)) 
)) 
I» 
)> 

>! 



g 

Gran */,„ = o,OOi 

Vso = °' 0 ° 2 

V20 — °' 0 °3 

Vi. = °' 0 °5 

7io = °> 0 ° 6 

7e = 001 

Vs = °' 012 

7 4 = 001 5 

l/ 3 = 0,02 

7, = °'°3 

7 3 = 0,04 

1 = 0,06 

2 = 0,12 

3 = 0,18 
5 = 0.3 

8 = 0,5 

10 = 0,62 

12 = 0,75 

15 = °-94 

16 = 1,0 
Scrupel I =l7 4 



*7* = \ 



2 = 27 

3 = 37* (••<»•) 

4 = 5 



» 5 = % 

Drachme i = yj^ (s. o.) 

» i 1 /. = 57s 

2 = 77 e 



3 = "74 



Drachme 


4 




15 


ii 


5 




1874 


>» 


6 






>i 


7 




2674 


Unze 


1 




30 


t> 


'7, 




45 


1! 


2 




60 


)' 


»Vi 




75 


>' 


3 




90 


)' 


37* 




105 


>l 


4 




120 


t) 


47. 




135 


f 


5 




!5o 


>) 






165 


)1 






180 


»1 






195 


t> 


7 




210 


>) 


77, 




225 


)) 


8 




240 


)l 


*7. 




255 


»1 


9 




270 


»1 


97, 




285 


» 


10 




300 


)) 


11 




330 


t) 


12 




360 


1) 


13 




390 


»» 


14 




420 


») 


15 




45° 


I> 


16 




480 


)' 


167. 




500 = I Zollpfund 



Umwandlung des englischen und nordamerikanischen Medicinalgewichts 

1 pound = 16 ounces = 7000 grains 

England Vereinigte Staaten 

I 453»5927 g 497,656 g 

1 Unze 28,3495 ,. 3I,X ? 3 o " 

I grain 0,0648 „ 0,0648 



382 



Praktisch-medicinische Analekten 



Umwandlung des englischen und amerikanischen Medicinalmasses in metrisches Mass 

England Vereinigte Staaten 



A gallon, Congitis = 8 pints 

,, pint, Octarius = 20 (16) fluidounces 
,, Üuidounce = 8 fluiddrachms 

«so 66" minims 



fluiddrachm 
minim 



4-543458 
5 6 7.932 
28,397 
3.550 
0,059 



3,78551 Kter 



473.li 
29,57 
3.7o 
0,0616 



cm 1 



Dosenbestimmung nach den Lebensaltern (H u f e 1 a n d 1 



berechnet auf das 
durchschnittliche 
Körpergewicht 2) 

Dosen : 
Jahre : 



Monate : 
Dosen : 

berechnet auf das 
Körpergewicht 2 ) 



IOO 91,1 101,2 107 

40 35 30 29 



20 20 



15 H 



120,8 125,5 129,9 134,2 
28 27 26 25 24 
13 12 II 10 9 



141 145,2 151,1 151 153,8 151,9 134,3 
23 22 21 20 18 16 13 IO 
8765432 I 



1 1 

9 



10 



9 
8 



8 



7 
7 



5 
6 



3 
5 



2 
4 



V, 

I 



142,4 135,1 130,6 129,6 128,2 

Im allgemeinen soll man geben: 
(Hufeland) 



128,8 117,6 69,4 37,9 



in Russland festgesetzte 
Maximaldosis 



Ende 


des 1. 


Jahrs 


v 4 


bis zu 


1 Jahr 












2—3 


Jahre 


% 


» 




n 


V. 


4—5 




v 6 










6—8 


» 












9—11 


n 


V. 


n 


„ 15. 


n 


'4 


12—15 


n 


v, 










16—19 


n 












Ende 


des 25. 


Jahrs 1 



Berechnete relative Menge der Arzneigaben verglichen mit 
dem Körpergewicht (Falck) 3 ) 



Alter 

25 Jahre 
22,5 „ 
20 
18 

17 
16 

15 

14 
12 

II 

IO 

9 

8,5 
8 

7 



»1 
»1 



I 



J. Juncker 4 ) 

I 100 

90,2 
82,1 

77,4 

2/ 76 
/» 78,6 

83.5 
87,7 
98 

101,2 
104 

7* I0 3.8 
103 
102,1 

IOO 



Th. Young 6 ) K. Chr. Anton 6 ) 



für Kindei- 
unter 
12 Jahren 
ist die Dosis 
n 

~ n + 12 



7* 



100 


1 


100 






1 


88,4 






83,8 








82,2 








81,8 








84,1 




; 




88,7 






!•<• 


92,2 


89,5 




97 


92.3 
94.4 


1 




96,5 
93-3 


96 




89,5 


95.6 




> 7 8 


86,6 


95,7 




85 


94,4 




80 



1) Lehrbuch der allgemeinen Heilkunde. (Ans dem System^der praktischen Heilkunde 
[erster Teil] besonders abgedruckt) 1818 p. 113. 

2) F. A. Falck, Archiv für die gesammte Physiologie XXXIV 1884 p. 526. 

3) 1. c. Den Berechnungen wurden Tabellen der nachstehenden Autoren zu Grunde 
gelegt. Dieselben erscheinen rationeller, als die viel benützte H u'f e 1 a n d 'sehe. 

4) Conspectus formularum medicarum exhibens tabulas XVI etc. 1723 p. 4. 

5) An introduetion to the medical literature 1813. 

6) Taschenbuch d. bewährtesten Heilformeln f. innere Krankheiten 4. Aufl. 1857 p. 1. 



letale Dosen 



383 



Alter 



Juncker 



You n g 



Anton 



6 Jiilire 

5-5 » 
5 
4 
3 

2 >, 

i,S •» 
i » 

II Monate 

9 
7 
6 

5 

4.5 », 
3 

2 
I 

% 



Vi 



V: 



12 



)» 
)> 
>» 



M 
<1 



97 
96 
92,1 

83,9 
64,2 

58,4 
55-3 
51.2 
48,7 
4i,9 
36.6 

33.3 
30, 
27,7 
21,7 



7« 



1J t 

/13 



91,7 
90,2 

88,8 
83.9 

76,9 
66,8 

58,5 
47,5 



6—12 Monate 

1- 3 

2- 4 

beide erste Wochen 



/« 



so 



21 



/GO 



74.9 
72,1 
67.9 
58,7 
48,1 

45.8 

44. 2 
42,6 

42,9 

41.9 

42,5 

43 

44.4 

44,6 

46,4 

49,4 
48,6 

47.8 

37.9 

27 



Letale Dosen einiger differenter Stoffe (g) x ) 



kleinste Dosis c. 4 (1 Drachme) (C h r i s t i s 0 n) 2 ) 
für ein ljähriges Kind 20 Tropfen (Taylor) 3 ) 
4—120 (Tartra) 4 ) 
13jähriger Knabe 7—8 (Taylor) 3 ) 
63jährige Frau 15 (Taylor) 5 ) 

1 Kind 4 (Gr. Johnson) 6 ) 

sehr ungleich 7 ); 3 — 4 schon tötlich, anderer- 
seits wieder nicht 15 — 40 
30 — 50 8 ) (?) bei innerer Vergiftung — 
weniger als 1 g bei Einfuhr in eine Körper- 
höhle, jedenfalls genügen 8 9 ) 
salpetersaurer Baryt: 3 — 15 10 ) 



Sch w efelsäure 
Salpetersäure: 
Salzsäure: 
Oxalsäure : 
Karbolsäure: 



1) Die Tafel ist unvollständig schon aus dem Grunde, weil bei verschiedenen Stoffen, 
zumal auch einigen Alkaloiden, die letale Dosis wegen allzugrosser individueller Schwan- 
kungen nicht zu bestimmen ist. Die Angaben sind Maschka's Handbuch der gericht- 
lichen Medicin IL Bd. 1882, sowie Kobert's Compendium der praktischen Toxikologie 
1887 (nach A. Werber's Lehrbuch umgearbeitet) entnommen. — Ersteres Werk ist in den 
Anmerkungen mit M., das Kobert'sche Buch mit K. bezeichnet. 

2) Abhandlung über die Gifte. Aus dem Englischen 1831. 

3) Die Gifte in gerichtlich-medicinischer Beziehung. Aus dem Englischen von R. S e y - 
deler 2. Bd. 1863. 

4) Trait6 de l'empoisement par l'acide nitrique. These inaug. Paris An 10 (1802) — 
M. p. 101. 

5) The Lancet 1859 July p. 59. — M. p. 105. 

6) British medical Journal, March 4, 1871 p. 221. — M. p. 105. 

7) M. p. 120. 

8) M. p. 130. 

9) K. p. 68. 
10) M. p. 173. 



384 



Praktisch-medicinische Analekten 



Phosphor: 



in fein zerteiltem Zustand schon 0,06 — 0,1 x ) 
für Kinder 0,006 



Auf ein Phosphorzündhölzclien kommen 0,006 gelber Phosphor, so dass'für die letale 

Dosis 10 Stück geniigen •). 



0,06 bis mehrere g (Lew in) 3 ) 
0,1—0,2 *) 
c. 30 6 ) 



Tartarus stibiatus: 
Arsenik (acid. arsenic.) : 
Argentum nitricum: 
Chlor zink: 
Cuprum s u 1 f u r i c u m : 

„ aceticum (krystallisir- 
ter Grünspan) : 

Sublimat: 

rotes Quecksilberoxyd: 
wasserfreie Blausäure: 
kauft. Bittermandelöl: 
Cyankalium: 
schwefelsaures Kali: 
(freies) Jod 

(frischest Kanthariden pulver : 

Tinct. Cantharidum 

Emplastrum Cantharidum 

Kantharidin 
Krotonöl: 

Koloquinten (Pulver) 
Mirbanöl (Nitrobenzol) : 
Opium: kleinste Dosis 4,0 Tinct. Opii = 0,4 Opium 19 ) 

2,0 (bei Normalopium von 10°/ 0 Morphingehalt) 19 ) 

bei Kind unter 4 Wochen 0,001 1 

„ 5jährigen 0,01-0,03/ schon beobachtet 2 «) 

Morphium: 0,2 19 ); 0,4 2 °) ( durchs chnittl. Dosis bei Einverleibung p. os 

für nicht daran Gewöhnte) 
Atropin: 0,1 von einer Vesicatorwunde aus* 1 ) 

Semen Stramonii: 15 Stück Samen (bei einem Kind) 28 ) 

Kockeiskörner (Pikrotoxin) : 2,4 beobachtet 23 ) 



5 6) 
10«) 



l,0(-3,0)*) 
0,25-0,5»); 0,8 9 ) 
1,5 9 ) 

0,05—0,06 1 o) ; 0,065 1 1 ) 
17 Tropfen 11 ) 
0,15 10) 
c. 36 12 ) 
c. 4 13 ) 

1,5 u ) 
30 14 ) 

15 14 ) 

(über) 0,01 li ) 

20 Tropfen und mehr 1 5 ) 

4 16) 

20 Tropfen 17 ); einige g 18 ) 



1) M. p. 185. 2) K. p. 88. — Weitere Angaben M. p. 185. 3) K. p. 55. 

4) M. p. 237. 5) K. p. 60. 6) K. p. 62. 7) M. p. 288. 8) M. p. 296. 

9) K. p. 57. 10) M. p. 309. 11) K. p. 111. 12) M. p. 151. 13) K. p. 79. 
14) K. p. 70. 15) K. p. 74. 16) K. p. 75. 17) K. p. 100 18) M. p. 330. 
19) M. p. 406. 20) K. p. 118. 21) K. p. 113; Angaben sehr wechselnd, M. p. 653. 
22) K. p. 135. 23) K. p. 140. 



Zuckerbestimmung 



385 



Aconitin: 0,003 - 0,004 » ) 

Co 1 chi ein: c. 0,05 2 ) 

salpetersaures Strychn in: 0,03 (Erwachsener) 3 ) 

0,004 (Kind) 3 ) 
(reines) C o n i i n : c. 0,13—0,20 *) 

Nikotin 5 ): Aufguss von 2 g trockenen Tabaksblättern (Copland) 

„ „ 0,8 „ präparirten „ (Pereira) 

„ „ 1,2 „ Schnupftabak (Taylor) 

Berechnung des Zuckergehalts diabetischen Harns durch 
Bestimmung des speeifischen Gewichts 

a) nach B ouch ar da t ' s 6 ) Formel 

Die 2 letzten Ziffern des auf 1000 bezogenen speeifischen Gewichts 
werden mit 2, das Produkt mit der 24stündigen Harnmenge (/) multipliciert 
und sodann 30—40 (bei reichlicher Harnmenge 50 — 60) subtrahirt. Das 
Resultat giebt die Zuckermenge in g. 

Beispiel: Specifiscb.es Gewicht 1025 
Harnmenge 4 1. 

25 X 2 = 50 
50 X 4 = 200 
200 — 30 = 170 g Zucker 
40 = 160 „ „ 

b) durch Gärung (Roberts) 7 ) 

Ist s und s das (auf 1000 bezogene) speeifische Gewicht des Harns 
vor und nach der Gärung desselben mit Hefe, so ist der Zuckergehalt 
desselben in °/ 0 : 

z = (s—s) 0,23 (Roberts) 7 ) 

(s—s) 0,219 (Man a ss ein) 8 ) 
= («-+- 22—/) 0,218 (Antweiler und Breidenben d 9 ) 
— (s—s) 0,230 (Worm-Müller und J. Pr. Schröter) 10 ) 

Beispiel: vor der Gärung 1032 (I032 _ I002) 0 2 j = 6)9 o/ 0 
nach „ „ 1002 v 0 ' ' 0 



1) K. p. 143. 

2) K. p. 145. 

3) K. p. 147. 

4) K. p. 152. 

5) M. p. 453. 

6) De la glycosurie ou diabete sucr6 1875. 

7) Edinburgh medical Journal Vol. VII 1861—62 p. 326. 

8) Deutsches Archiv für klinische Medicin 10. Bd. 1872 p. 73. 

9) Archiv für die gesammte Physiologie 28. Bd. 1882 p. 179. Die Erhöhung ist 
durch Zusatz von 4 g Nährsalzen zu 100 cm 8 Harn bedingt, s. a. Breidenbend, über 
Gährung und Bestimmung des Zuckers durch dieselbe, Bonner Dissertation 1882. 

10) ibid. 40. Bd. 1887 p. 305. 

Vierordt, Dat. u. Tabell. f. Med. 2. Aufl. 25 



386 



Prnktisch-medicinische Analekten 



Das speciflsche Gewicht und der Eiweiasgehalt von Exsudaten 

und Transsudaten 

a) nach Reusa *) 

reine Exsudate 



specif. 
Gewicht *) 



% 
Eiweiss- 
gehalt a ) 



reine Transsudate 

.% 
Eiweiss- 
gehalt *) 



specif. 
Gewicht *) 



höher als 



Pleuritis 
Peritonitis 
Hautentzündung 
b. entzündlichen 
Exsudaten 



1018 
1018 
1018 

1016 



Hydrothorax 
Ascites 
Anasarca 
Hydrocephalus 
Hydropericardium 



3 (Citron) 3 j 
dto. mindestens 10 14 (Luniu) 4 ) 

Doch schliessen niedrigere Werte die Entzündung nicht aus 

b) nach Neuenkirchen 5 ) 

peritonaeale Ergüsse 
Krankheitsprocess 
*Morbus Brightii 

» Cirrhosis hepatis 

Cirrhosis hepatis 

>i „ *allgemeine venöse Stase 

Ii leichte Peritonitis 

Carcinoma hepatis 
carcinomatöse Peritonitis 



niedriger als 

""5 2,5 

1012 i,5(-2,<rt 

1010 i,o(-i,5) 

1008,5 o,5(— 1,0) 



5,25 
1,11 
0,58 
0,144] 
>,83] 



Maximum 


Minimum 


Mittel 


1007 


1005 


IO06 


1009 


1006 


1007 


1014 


1006 


1008.4 


IOl6 


1007 


IOI2.4 






1014 


1015 


1012 


1014 


1022 


1014 


1017.7 



pleurale Ergüsse 
*Morbus Brightii 10 10 

*allgemeine venöse Stase 10 1 6 

carcinomatöse Pleuritis 1022 
Pleuritis tuberculosa et idiopathica 1022 
„ purulenta 1022 



1005 
1007 
1014 
1014 
1021 



1006,9 

1012,2 

1017,4 

1018 

1021,3 



Verhältnis von speciflschem Gewicht und Eiweissgehalt 
in serösen Flüssigkeiten 

Der °/ 0 Eiweissgehalt (E) lässt sich berechnen aus dem specifischeu 
Gewicht (S): 

a) nach Reuss x ) 
E = 3/ 8 (S— 1000)— 2,8. 

b) nach Runeberg 6 ) 
für nicht entzündliche Transsudate : 3 / 8 (5—1000) — 2,73 
„ entzündliche „ */ 8 (S— 1000)— 2,88. 



1) Deutsches Archiv für klinische Medicin XXVIII 1881 p. 322 und 320. 

2) 1. c. XXIV 1879 p. 600, auch Tübinger Dissertation: Beiträge zur klinischen Be- 
urtheilung von Exsudaten und Transsudaten. Leipzig 1879. 

3) Deutsches Archiv für klinische Medicin 46. Bd. 1890 p. 129. 

4) Zur Diagnostik der pathologischen Trans- und Exsudate mit Hilfe der Bestimmung 
des spec. Gewichts. Dorpater Dissertation 1892 p. 41. 

5) Uber die Verwerthbarkeit des specifischen Gewichts und des Eiweissgehalts patho- 
logischer Trans- und Exsudate und klinische Beurtheilungen derselben. Dorpater Dissertation 
1888 p. 42 u. 59, auch St. Petersburger medicinische Wochenschrift XIV 1889 p. 103. 

6) Deutsches Archiv für klinische Medicin XXXV 1884 p. 293. 



seröse Ergüsse, Leitungswiderstand des Körpers 



387 



c) nach K. Schmidt 1 ) 
Wenn S das specifische Gewicht, 0 der Prozentgehalt an organischen 
Bestandteilen, so ist: 

s _383 141,8 
~~ 380,6— 0 • 

e) nach K. Ranke 2 ) 
Si n d e = Eiweissprozente , o = organische Eixa in °/ 0 , /' = Gesamt- 
fixaprozente, S = specifisches Gewicht (in Aräometergraden), so ist: 

e = 0,52 (.V— 1000)— 5,406 
o = 0,37 (.V- 1000)— 2,074 
f = 0,399(5— 1000)— 1,745 
^+^074 1()00 
0.3 ^ 

Der Gesamtaschegehalt seröser und eitriger Exsudate aus 
Pleura- und Peritonaealraum beträgt ziemlich konstant 0,83 °/ 0 (berechnet 
von Runeberg 3 ) nach Mehu 4 ), Reuss, Ranke). 

Elektrischer Leitungswiderstand des menschlichen Körpers 

Er ist für den gesamten menschlichen Körper nach Poore 5 ) auf 
das Doppelte des ganzen transatlantischen Kabels berechnet worden. 

Der Widerstand beträgt nach : 
J. Rosenthal 6 ) bei unpolarisirbaren Elek- 
troden von 2,8 cm Durchmesser 8000—24 000 S.E. 

Der grösste Wert bei Durchleitung von Handrücken zu Handfläche. 

A. Eulenburg 7 ) bei zollgrossen trocknen 

Elektroden 20 000 S.E. und mehr 

von Handteller zu Handrücken 28 000 

» » i) 

Handteller 1 trockene Elektroden 19 960 „ 

zu Handteller J feuchte „ 10110—11000 „ 

beide Supraclaviculargruben 12 040 „ 

Den Widerstand des Gesamtkörpers (bei feuchten, mittelgrossen 
Metallelektroden) veranschlagt E. auf 10 000—14 000 S.E. 
Möbius 8) Handfläche zu Handfläche 3600 S.E. 

K. Er. E. Runge 9 ) (dto., bei Elektroden von 2 — 3 

cm Durchmesser) 2000—5000 „ 



1) 1. p. 126 cit. 

2) Gerhardt und F.Müller, Mittheilungen aus der medicinischen Klinik zu Würz- 
burg II. Bd. 1886 p. 216. 3) 1. p. 386 e. p. 273. 

4) Archives generales de medecine 1877 Vol. II p. 519 — 521. 

5) A textbook of electricity in medicine and surgery 1876. 

6) Rosenthal und Bernhardt, Elektricitätslehre für Mediziner und Elektro- 
therapie 3. Auflage 1884 p. 190. 

7) Die hydroelektrischen Bäder 1883 p. 11. 

8) Centralblatt für Nervenheilkunde, Psychiatrie und gerichtliche Psychopathologie VI 
1883 p 27. 

9) Deutsches Archiv für klinische Medicin VII 1870 p. 604. 

25* 



388 



Pruktisch-medicinische Analekten 



vom 



M. Eosenthai 1 ) an der unteren Extremität (Ober- 
und Unterschenkel) je nach den eingeschalteten 
Muskelmassen und Gelenken 
Derselbe fand an sich selbst: 
Querstrom durch die Schläfen 

durch Warzenfortsatz und Stirn derselben Seite 
durch beide Warzenfortsätze 
1. — 7. Halswirbel 
7. Hals- bis letzten Brustwirbel 
obersten Hals- bis letzten Steisswirbel 
6. Brustwirbel (als Querstrom) durch die Brust zur 

anderen Seite 
der Schulter znm Handrücken 
„ „ „ äusseren Oberarmrand 
Ibogen zum Handrücken 
durch Schultergelenk 
„ Ellbogengelenk 
„ Handgelenk 
„ oberes Daumengelenk 
Silva und Pescarolo 2 ) 
Herzblatt, Kathode von 9,5 am r 
15j. Knabe 



von 
vom 



6500—9800 S.E. 

3650 ,. 

3690 „ 

3600 „ 

3700 „ 

2180 „ 
4700 



5570 „ 

5800 ,. 

5500 „ 

5000 „ 

2890 „ 

3690 „ 

5600 „ 

5510 „ 

Anode von 72 cm 2 am 



anfänglich 
in 2 Minuten 
„ 10 „ 

„ 20 



37 516 Ohm 
10 179 „ 
7 943 „ 
7 489 „ 
7 809 „ 



bei 0,5 
„ 0,7 



1,5 
1,48 
1,5 



ermittelten — 
Vorderarm — : 

1,82 m grosser Mann 
M.A. 9137 Ohm 

4100 „ bei 2,7 M.A. 

2700 „ „ 3 

2400 „ „ 3,5-3,7 „ 

2360 „ „ 3,7 „ 



Vergleich 



Hohlhände 

Handrücken 

Unterarm 

(Streckseite) 
Schläfen 
Wangen 
Oberschenkel 
Unterschenkel 
Fussrücken 
Eusssohlen 



zwischen faradischem und galvanischem 
Widerstand 

(Elektroden auf symmetrischen Hautstellen) 
faradisch 



(M. v. Frey und 
W i n d s c h e i d) 8 ) 

Elektrode = 25 cm 2 
784 Ohm 

595 
705 

539 
513 
329 
462 
941 
1400 



galvanisch 
(F. Jolly) 4 ) 
Elektrode = 12,5 cm s 

41300 S.E. 
304 000 

375 000 (640 nach Abtra- 
gung der Haut 

92 500 

42 300 
275 000 
331 000 
236 000 

23 000 



1) Die Elektrotherapie 2. Auflage 1873 p. 97. 

2) Deutsches Archiv für klinische Medicin 47. Bd. 1891 p. 337. 

3) Verhandlungen des Congresses für innere Medicin. Zehnter Congress 1891 p. 382. 

4) Untersuchungen über den elektrischen Leitungswiderstand des menschlichen Körpers 
[Festschrift für Ph. Jolly] 1884. 



elektr. Widerstand und Erregbarkeit 



389 



Die Haut (10 cm langes, 4 breites, c. 1 dickes, dem Oberarm einer 
Leiche entnommenes Stück) gab zwischen zwei trocknen Metallplatten 
4450 S.E. Widerstand, zwischen zwei feuchten 3060 S.E. Widerstand, 
der bei längerer Einwirkung des Stroms und dadurch bedingter Maceration 
bis auf 282 S.E. sank. Bei trockenem Metallpinsel wurden 3960 S.E. 
gefunden (A. Eulenburg) 1 ). 

Nach Entfernung der Haut leitet der menschliche Körper 10— 20mal 
besser, als destilliertes kaltes Wasser (Ed. Weber) 2 ). 

Die perkutane Eeizung erfordert bis zu 40mal grössere Stromdichte, 
als die am enthäuteten Präparat (Stintzing) ;1 ). 

Die kompakte Substanz grosser Röhrenknochen leitet 16— 20mal 
schlechter als der Muskel, lOmal schlechter als Nerv, Sehne und Haut 

(C. Eckhard) 4 ). 

Nach Ziemssen 5 ) ist der Leitungswiderstand: 

vom Augapfel 2651,2 S.E. 

von einem ebenso grossen Stück Gehirn 1693,3 

dto. Muskelsubstanz 6192 

Leber 11592 
Über Leitungsvermögen von Muskel und Nerv s. p. 289 und 303. 



Galvanische Erregbarkeitsskala der Nerven (Stintzing) 6 ) 



Nervus 


Grenzwerte {M.-Ä.) Reiz-Elektrode = 3 cm 2 
von unten nach oben |von oben nach unten 


Mittelwerte 
(M.-A.) 


musculo-cutaneus 


I) 


0,05- 


-0,28 


0 


0,28- 


-0,05 


0 


0,17 




(0,04- 


-0.30V) 


2) 






2) 




accessorius 


2) 


0,10 


-0,44 


0,44- 


-0,10 


0,27 








(o.45) 7 ) 












ulnaris c. 5 cm oberhalb d. 


















Olecranon 


3) 


0,2- 


-0,9 


3) 


0,9- 


-0,2 


3) 


o,55 


peroneus 


4) 


0,2- 


—2,0 


7) 


2,0- 


-0.2 


7) 


1,1 


medianus 


5' 


0-3 


-1.5 


5) 


1.5- 


-0,3 


4» 


0,9 


cruralis 


6) 


0,4 


-1,7 


6) 


1-7- 


-0,4 


6) 


1,05 


tibialis 


7) 


0,4 


-2,5 


10) 


2,5- 


-0,4 


9) 


i-45 


r. mentalis 


8) 


0-5 


-1.4 


4) 


1,4- 


-0,5 


5) 


o,95 


ulnaris zw. Olecranon u 














11) 




Condyl. int. 


9^ 


0,6 


-2.6 


12) 


2,6- 


-0,6 


1,6 


r. zygomaticus 


10) 


0,8 


— 2,0 


8) 


2,0- 


-0,8 


8) 


1,4 


r. frontalis 


11) 


o,9 


— 2.0 


91 


2,0- 


-0,9 


10) 


145 


radialis 


12) 


0.9 


-27 


13) 


2-7- 


-0,9 


13) 


1,8 


facialis 




1,0 


-2,5 


11) 


2,5- 


- 1.0 


12) 


i,75 



1) 1. p. 293 c. p. 10 

2) Quaestiones physiologicae de phaenomenis galvano-magneticis in corpore humano 
observatis 1836. 3) Über Nervendehnung 1883. 4) Beiträge zur Anatomie und Phy- 
siologie 1. Heft 1855 p. 70 und 73. 5) Die Elektricität in der Medicin 5. Aufl. 1887. 

6) Deutsches Archiv für klinische Medicin 39. Bd. 1886 p. 120. Die indifferente 
Elektrode von 72 cm 2 auf dem Sternum. 

7) Verhandlungen des Congresses für innere Medicin. Fünfter Congress 1886 p. 111. 



390 Praktisch-medicinische Analekten 



Paradische Erregbarkeitsskala der Nerven (S ti n tz i n g) l ) 



Nervus 


Grenzwerte 

Rollen abstand 
min 




Mittelwerte 


Ordnungszahlen 
für die galvanische 
Erregbarkeit (s. 0.) 


0 


accessorius 


H5— 130 


137,5 


2 


2 


2 


2) 


musculo-cutaneus 


145-125 


135 


I 


1 


1 


3) 


mentalis 


140 — 125 


■32,5 


8 


4 


5 


4) 


ulnaris 5 cm oberhalb 








5) 


des Oleeranon 


140 — 120 


130 


3 


3 


3 


r. frontalis 


'37 — 120 


128,5 


Ii 


9 


10 


6) 


r. zygomaticus 


J 35— HS 


I2 5 


10 


8 


8 


7) 


medianus 


135 — 110 


122,5 


5 


5 


4 


8) 


facialis 


132— 110 


121 


13 


1 1 


12 


9) 


ulnaris zw. Oleeranon 








u. Condyl. int. 


130-107 


118,5 


9 


12 


1 1 


10) 


peroneus 


127 — 103 


"5 


4 


7 


7 




cruralis 


120— 103 


111. 5 


6 


6 


6 


12) 


tibialis 


120-95 


107,5 


7 


10 


9 


13) 


radialis 


120—90 


io 5 


12 


13 


13 



Erregbarkeitsskala für die Minimalzuckungen der Muskeln 

(Stintzing) 2 ) 



Musculus 


galvanische faradische 

Erregbarkeit 
M. A. |mm Rollenabstand 


Querschnitt 
der Elektrode 
cm 2 


cucullaris 


1.6 


116 


12 


deltoideus 


1,2— 2 0 


123—100 


12 


pectoralis major 


0,4 


117 


6 


pectoralis minor 


0,1-2,5 


133 -107 


6 


serratus ant. major 


I-O-8.5 (!) 


115-70 


12 


supinator longus 


1,1 — 1.7 


109 — 106 


3 


extensor digit. comm. 


O.6-3.O 


115-95 


3 


extensor carpi radialis 


0.8 


112 


3 


extensor pollicis brevis 


1-5-35 


1 18 — 107 


3 


Pronator teres 


2.5-2,8 


"5 


3 


fiexor digitorum sublimis 


o-3-i-5 


138 — 116 


3 


ulnaris internus 


0,9—2,9 


133-96 


3 


abduetor digiti minimi 


2-5 


115 — HO 


3 


rectus femoris 


1,6 —6,0 


123-95 


20 


vastus internus 


o,3-i,3 


II5-II3 


20 


tibialis anticus 


1,8-5,0 


I23 - 106 


12 



Schwankungen der normalen Erregbarkeit (Stintzing) 2 ) 





(bei 3 cm 5 


'• Elektrode) 






an demselben Individ. 
(an verschiedenen 
Nerven) 
Mittel 


an verschiedenen 
Individuen 
in maxinio 


Differenzen an denselben 
Nerven zw. verschied. 
Individuen 
Mittel 


galvanisch 
faradisch 


2,3 M. A. 

44 mm Rollenabstand 

• 


3>o 
80 


1.2 M. A. 
21 Rollenabstand 



1) 1. p. 389 c. 

2) 1. p. 389 c. p. 124 und 138. 



Festigkeit der Knochen 



391 



Festigkeit der menschlichen Knochen (Messer er) 1 ) 
Schädel: Bruchbelastung bei Längsdruck 650 k 

„ „ Querdruck 520 „ 

Spongiosa der Wirbelkörper: Druckfestigkeit 22 — 92 k pro cm s 
Bruch der Schambeine bei Druck auf die Symphyse von 250 k. 
Es erfolgt Zerknickungsbruch im Mittel bei: 

Clavicula 
Humerus 
Radius 
TJlna 

Femurschaft 
Femurhals 
Fibula 

Patella (Dru 

Biegungsbruch bei Belastung der Mitte und seitlicher Unter- 
stützung : 



Männer 


Weib er 


192 k 


126 k 




600 „ 


334 " 


220 „ 


» 


132 „ 




756 k 


815 „ 


506 „ 


61 „ 


49 „ 


600 „ 


420 „ 







Männer 


Weiber 


Clavicula 




100 k 


62 k 


Humerus 




276 „ 


174 „ 


Radius 




122 „ 


68 „ 


TJlna 




125 „ 


83 „ 


Femur 




400 „ 


263 „ 


Tibia: Druck 


auf die 






innere 


Fläche 


275 „ 


190 „ 



Durch Torsion mittelst eines Torsionshebels von 12 cm Länge 
wurde gebrochen: 

Clavicula bei 8 k Femur bei 89 k 

Humerus „ 40 „ Tibia „ 48 „ 

Radius „ 12 „ Fibula „ 6 „ 
Ulna „ 8 „ 

Elasticitätsmodul für Biegung der Knochen 150 000—180 000 k pro cm 2 

„ Torsion 2 ) 46 660 u. 53 420 „ „ „ 
Biegungsfestigkeit für Knochen des mittle- 

• ren Lebensalters (Mann) 1 800—1 980 „ „ „ 

Massstab für englische Schlundsonden 

Nr. mm Nr. mm 

i 5 7 9 1 /-. 



2 6 8 io 2 

3 6 V, 9 II 

4 7 10 "V. 
58 11 12 

69 12 13 



7) Über Elasticität und Festigkeit der menschlichen Knochen 1880 p. 89 ff. 
2) Theoretische Verdrehung um 360°. 



392 



Praktisch-medicinische Aualekten 



Französischer Massstab für elastische Bougies und Katheter, 
sowie für Darmsaiten-Bougies 



Nr. 

I 

2 

3 
4 
5 
6 

7 
8 



mm 

l 

I 

2 



Nr. 

9 
10 

1 1 

12 
13 

H 

15 
16 



3 

3V, 
3 2 A 
4 

4V. 
47» 
5' 

5% 



Nr. 


mm 


Nr. 


mm 


17 


57« 


24 


8 


18 


6 


2 5 


!% 


19 


6% 


26 


*% 


20 


67a 


27 


9 


21 


7 


28 


9V S 


22 


7 # 
7% 


29 


97n 
IO 


23 


30 



Englischer Massstab für elastische Bougies und Katheter, 
für Wachs-, Zinn- und Laminariabougies 

Nr. 



Nr. 

I 
2 

3 

4 

5 
6 

7 
8 



mm 
2 

«Vi 

3 

37, 
4 

47, 
5 



9 

10 
11 
12 

13 

H 

15 
16 



mm 

57, 

6 

67* 
7 

«V. 

9 



Druckfehler und Berichtigungen 

Seite 15 Zeile 7 v. u. lies: gekürzte Tabelle statt Tabelle teilweise. 

„ 41 Kolumnentitel: Knöcherner Schädel statt Körpergewicht. 
„ 49 „ Schädelmessung statt Körpergewicht. 

„ 102 Zeile 10 v. u. lies: 96 und 97 statt 90 und 91. 

„ 120 „ 6 v. u. lies: 74,4 statt 74,7. 

„ 169 „ 2 v. u. lies: 91 statt 913. 

„ 193 „ 1 v. u. lies: 256 statt 289. 



Sach-Register 



Im Eegister bedeutet eine eingeklammerte Zahl eine Notiz von untergeordneter Wich- 
tigkeit gegenüber der nicht eingeklammerten, Ä, dass die betr. Notiz in den Anmerkungen 
zu suchen ist, E das kindliche Alter, L Angaben über die verschiedenen Lebensalter. 

Einzelne Teile von Organen findet man, wenn sie nicht besonders aufgeführt sind, bei den letzteren, z. B. 
Alveolen bei Lungen, Cervix bei Uterus, Labyrinth bei Ohr u. s. w. 



Abdomen, Umfang in der Schwangerschaft 

334, 344 
Abnabelung 15, 339 
Aceton des Harns 238 
Achillessehne 71 
Alkalescenz des Bluts 131 
Alkalien des Harns 235—237 
Alt(stimme) 300 
Ammoniak des Urins 222, 236 
Amniosflüssigkeit 337 

Analyse der Körperorgane 250 — 253, 300, 

301, 316, 317 
Aorta (31) 112, 113 

Äquivalent, mechanisches der Wärme 368 

Arachnoidealflüssigkeit 55, 302 

Arbeit, geistige, Respiration 179 

Arbeitsleistung des Menschen 291 — 297 

Arm s. Extremitäten 

Arterien, grosse, Gewicht 28 
„ „ Umfange 112 

„ ,, Querschnitt 31 

,, grössere, Durchmesser 112 — 117 
„ Wanddicke einzelner 113 — 116 

Arterienpuls s. Puls 

Aschengehalt der Organe 251, 252, 301, 

316, 317 
Atemluft, Druck derselben 173 
„ Temperatur 174, 179 
,, Zusammensetzung 174 — 179 
Atmosphärische Luft s. Luft 
Atmung, Atmungsgrösse 167, 168 
„ Druck der Luft 173 
„ Frequenz 165 — 167 
Augapfel 103 

Auge, Abitand derselben 317, 318 
,, Analyse 250—253 
„ brechende Medien u. Flächen 319, 320 
„ Dimensionen 103 — 107 
,, Gewicht 27 



Auge, kindliches 107 

,, schematisches 320 
Augenbrauen 102 

Augenhöhle (64) 101, 102, 122, 317 
Augenlid 102 
Augenmuskeln 107 
Augenwimpern 96, 97, 102 
Ausatmungsluft, Temperatur 174, 179 

„ Volumen 167 

,, Zusammensetzung 174 — 17 9 

Ausdehnung durch die Wärme 276 
Ausnützung der Nahrungsmittel 275, 276, 
283 

Auster 255, 256, 269 

Bass 300 

BaucMell 93 

Bauchspeichel 191, 192 

Bauchspeicheldrüse, s. Pankreas 

Bauchumfang in d. Schwangerschaft 334, 344 

Bauchwand, Dicke 93 

Becken, Gewicht 64 

Beckenmasse 69, 70 

Beerenfrüchte 261, 264 

Bergbesteigung 296 

Bier 265 

Bindegewebe, Analyse 25 1 
Blandin'sche Drüse 74 
Blase s. Harnblase 
Blinddarm, Dimensionen 80, 81 
Blut, Analyse 128—131, 143, 203 (251, 
252) 

,, menstruelles 331, 333 

„ spezifisches Gewicht 126 — 128 

,, Verteilung desselben im Körper 128 

Blutbewegung, Geschwindigkeit 161 — 163 

Blutdruck 157—159, 180, 348 

„ in den Nabelgefässen 340 

Blutgase 163—165, 179 



394 



Sachregister 



Blutgehalt des Körpers und der Organe 126, 
128 

Blutgerinnung 131, 132 • 
Blutkörperchen, Analyse 130, 252 

„ farblose 137—143, 148, 347 

„ rote 132—143, 148, 336, 347 

,i quantitatives Verhältnis bei- 

der 138—143, 148, 336 
Blutleiter des Gehirns 56, 117 
Blutmenge d. Körpers 125 
,, ,, Organe 128 
,, in den Kapillaren 163 
Bougies, Massstäbe 295, 296 
Branntwein 267 

Breite geographische verschiedener Städte 330 
Brillenbezeichnung 322 
Bronchien 85, 86 
Brot 259 

Brotkrume 259 (A) 
Brustbein 65 
Brustbreite 67, 68 
Brustdrüse, männliche 93 
„ weibliche 92 

n „ Milchmenge in derselben 

351 

Brustkasten s. Thorax 

Brustkorb, respirator. Bewegungen 172, 173 
Brustmasse .66 — 68 

Brustumfang (14), 16 (K), 17, 66—68 
Bulbus oculi 103 
Bursa pharyngea 75 
Butter 256—258, 269 

Calcium des Harns (222), 237, 238 
Capillaren 158, (159), 162, 163, 179 
Cardiogramm 150 
Cerebellum 56, 57 
Cerebrospinalflüssigkeit 55, 302 
Chlornatrium der Nahrung 231, 270, 271, 
284 

Chlornatrium des Harns 231, 232, 349 

Choanen 108, 122 

Chokolade 267, 268 

Chylus 211, 212 

Chymus 187, 190 

Cilien 96, 97, 102 

Climacterium (329), 331 

Coecum, Dimensionen 80, 81 

Colon s. Darm 

Colostrum 353, 354 

Complementärluft 169 

Conjunctiva 102, 103 

Conjunctivalsack, Temperatur in dems. 243 
Crista aortica 113 
Cutis 93 

„ Gewicht 27 (29) 

Darm, Analyse 250, 251, 253 

„ Blutgehalt 128 

,, Dimensionen (33), 78, 80 

,, Durchmesser und Umfang 81 

„ Flächeninhalt 81 

„ Gewicht 26 (29) 

„ Kapacität (L) 33, 81 

,, relative Länge 79 
Darmdrüsen, Anzahl 82 



Darmdrüsen, Dimensionen 82, 83 
Darmgase 197, 198 
Darmsaft 197 
Darmwand 83 
Darmzotten 82, 83 
Defaecation 199 — 202 
Dentition 72, 73 

Diastole dor Arterien 157, des Herzens 150 

Dickdarm s. Darm 

Dosen, letale von Giften 383—385 

„ medikamentöse (L) (377—380) 382 
Drucksinn 311 — 313 
Ductus arteriosus (Botall i) 117 
thoracicus 118 

,, venosus Arantii 84 
Dünndarm s. Darm 
Duodenum 80, 81 (82) 
Dura rnater, Volumen 56 

Ei (menschliches) 90 
„ (Vogelei) Ausnützung im Darm 275 
» ,, Zusammensetzung 255 — 258 
Eierstock, Dimensionen 90 
„ Gewicht 28, 29 
Eigenwärme 238 — 243 
Eisen (tägl Einnahme) 271 
Eisengehalt des Bluts 129, 130, 143 

„ der Haare 252 A 

,, des Harns 222 

,, „ Körpers 254 

,) „ Kots (bei Milcbnahrung) 275 

,. der Milch 351 
Eiweissgehalt des Körpers 249, 252, 253 
Eiweisskörper, Analyse 191 
Elasticität der Herzklappen u. der Gefässe 
159, 160 

,, der Lungen 174 

,, „ Muskeln 289 

,, ,. Nerven 303 
Elastisches Gewebe, Analyse 251 
Elektrische Masse 369 
Embryo, Dimensionen u. Gewicht 120 
Epidermis 94 

Erdphosphate des Harns 235, 237, 238 
Ernährung, künstliche 284, 285 
Essig 267 

Exkremente 199—202 

Exsudate, ehem. u. physik. Verhalten 386, 
387 

Extremitäten, Gewicht 19 

„ Läuge 8, 9, 17—19 (121 A) 

„ sonstige Masse 8—11, 290, 

291 

Faeces 199—202, 282—284 

Fett, Ausnutzung im Darm 275, 276 

,, menschliches , Zusammensetzung und 
Schmelzpunkt 251, 253 
Fettgehalt d. Körpers 27 (29), 253 

„ der Organe 250, 253 
Fettgewebe, Analyse 250, 251, 253 

Gewicht 27 (29) 
Feuchtigkeit der Luft 365 

„ des bekleideten Körpers 365 
Fibrocartilagines intervertebrales 60 
Fischfleisch 255 



Sachregister 



395 



Fleisch, Ausnützung im Darm 275 

Zusammensetzung 254, 255 
Fleischbrühe, Aschenbestandteile 254 
Flexura sigmoidea, Dimensionen 80, 81 
Flimmerbewegung, Kraft derselben 299 
Flüssigkeiten, specif. Gewicht 366 
Follikel, Graafscher 90 
Fontanelle grosse 71, 72 
Fötus, Dimensionen u. Gewicht 120, 121 

Pulsfrequenz (152) 341 
Frauenmilch (256) 350—353 
Fruchtwasser 337, 338, 343 
Fuss, Dimensionen 9—11, 18, 19 
Gewicht 19 

Galea aponeurotica 93 
Galle 192—197 

,, des Säuglings- 196 
Gallenblase 84 

Gallenfarbstoflfe 195, 197 (238) 
Ganglienzellen des Gehirns 59 
Ganglion cervicale superius 111 

,, Gasseri 110 

,, geniculi 110 

„ jugulare 110 

„ maxillare 111 

,, oticum 110, 111 
Gase, spezif. Gewicht 366 
Gaswechsel, respiratorischer 174 — 179 
Gaumen 73, 122 
Gebärmutter s. Uterus 
Geburt 342—344 
Gefässe s. Arterien und Venen 
Gehen, Arbeit bei demselben 294, 295 
„ Geschwindigkeit 297, 298 
,, sonstige Funktionen während des- 
selben 115, 168 
Gehen, zeitliche Verhältnisse des Einzel- 
schritts (294) 297, 298 
Gehirn, Analyse 250- 253, 300, 301 
Gehirn (Kalb) als Nahrungsmittel 255 
Gehirnflüssigkeit 55, 302 
Gehirnfurchen 58 

Gehirngewicht 20—25, 52 — 54 (119) 
„ (L) 21—25, 29 

„ relatives 23, 24, 29, 54 

,, specifisches 40 

Gehirnhäute, Gewicht 55 
Volumen 56 

Gehirnlappen 59 

Gehirnnerven 105, 109, 110 

Gehirnoberfläche 57 

Gehirnrinde 59 

Gehirnsinus, Dimensionen 117 
„ Volumen 56 

Gehirnsubstanz, graue und weisse 58 

Gehirnteile einzelne , Dimensionen, Gewicht, 
Volumen 56, 57 

Gehirn, Wassergehalt 250, 251, 300 

Gehirnwindungen (56) 58 

Gehirn, Zusammensetzung 250 — 253 

Gehörorgan 99—101 

Gehörssinn 314 — 316 

Gemüse 259 

Genitalien s. Geschlechtsorgane 
Geruchsorgan 108, 109 



Geruchssinn 325, 326 

Geschlechtsorgane, Dimensionen männliche 

88, 89 
„ weibl. 90—92 
„ Gewicht 28, 88 

,, Volumen 88 — 92 

Geschmackssinn 323 — 325 
Geschwindigkeit des Gehens 297, 298 
Gesichtsfeld 322 
Gesichtssinn 316—323 
Getränke 265—268 
Getreidesamen 258, 263 
Gewebe, elastisches 251, 252 

„ leimgebendes, Gehalt der Organe 
daran 253 

Gewicht s. Körpergewicht u. die einzelnen 
Organe 

,, der Organe, relatives zum Gesamt- 
körper 23, 29 
„ relatives zum Neugeborenen 24, 29 
„ specifisches des Gesamtkörpers 37 
„ der Organe u. Gewebe 

37—40 (289, 303) 
,, des Wassers 367 
,, verschiedener pbysikal. 
Körper 365, 366 (367) 

Gewürze 260 

Gifte, letale Dosen 383—385 
Glaskörper, Analyse 251, 252, 317 

,, Dimensionen und Gewicht 106 
Glottis (85) 299 
Glykogengehalt der Leber 203 

„ anderer Organe 253 

Gravidität s. Schwangerschaft 
Grosshirn, Gewicht 56, 57 

Haare, Anzahl 96 

„ Aschengehalt 252 
,, Dimensionen etc. 95 
„ Eisengehalt 252 A 
„ Farbe 96, 97 
,, Gewicht der Kopfhaare 96 
,, specifisches Gewicht 38 
„ Wachstum u. Lebensdauer 96, 97 
„ Wassergehalt 251 
Hals, Masse 8—10, 18 
Hämoglobin 143—149 
Hand, Dimensionen 9 (10) 11, 18, 19 

,, Gewicht 19 
Harn, Asche 224 

„ Bestandteile (215—218;, 222—238, 

282, 283, 349 
„ Entleerung 214, 218, 349 
„ Gase 224 
„ Säuregrad 235 

„ specifisches Gewicht 215—217, 219 

—221, 223, 349 
„ Temperatur 214 
Harnbestandteile (215—218), 222—238, 

282, 283, 349 
Harnblase, Dimensionen u. Kapacität 88 
„ Druck in ders. 214 
„ Gewicht 88 
Harngase 224 

Harnmenge 215—218, 221, 223, 225 (231) 
234, 349 



396 



Sachregister 



Harnmenge, (E) 218 — 221 (284) 
Harnröhre männliche 89 

„ weibliche 92 
Harnsäure im Harn 222, 227—229 
Harnsekretion bei Tag u Nacht (215) 217, 
221, 235 

Harnsekretion, Unterschied der Geschlechter 

216, 217, 220 (221) 223 
Harnstoff im Blut 130 

„ „ Harn (215) 222, 223, 225— 
227 (231) 235, 349 
Haut, Analyse 2Ö0, 251, 253 

,, Blutgehalt 128 

,, Dicke 93 

„ Gewicht 27 (29) 
Hauttalg und Hautschmiere 209 
Herz, Analyse 250, 251, 253 

„ Arbeit 162 

„ Dimensionen einzelner Abteilungen 
31, 32 

„ Gewicht 21—25, 30, 335 

„ (L) 21—25, 29, 30 
» >, der einzelnen Abteilungen 

30 (31) 
,, Kapacität 32 
„ Klappen 30—32, 159 
„ Töne, Intensität 163 
„ Vene 117 
„ Volumen 32, 33 
Hexenmilch. 354 

Hippursäure (des Harns) (222) 236 

Hirn s. Gehirn 

Hochsprung 298 

Hode, Dimensionen 88, 89 

„ Gewicht 28, 29 
Honig 261 

Hornhaut. Analyse 252, 316 

,, Dimensionen 103, 320 
Hörvermögen 315 
Hülsenfrüchte 258, 264 
Hungern, Gewicht und Stoffwechsel 271, 
286, 287 

Indices des Schädels 48 — 50 
Inkubationsdauer von Krankheiten 375 

Kaffee 267, 268 

Kalium des Harns (222) 236, 237 
Kalkzufuhr (Säugling) 284 
Kapillaren 158 (159) 162, 179 
Kartoffel 259, 263 
Käse, Analyse 256 

,, Ausnützung im Darm 275 
Kastanie 261, 263 
Katheter, Massstäbe 392 
Kauen (180) 186 
Kaviar 255, 269 
Kefir 256 

Kehlkopf, Dimensionen 85 

„ Gewicht 27 
Kindskopf, Gewicht 19 
Kindslagen, Häufigkeit 342 
Kindsschädel, Masse 71, 72 
Kleider, Gewicht 13 

„ Feuchtigkeit unter denselben 365 



Kleider, Temperatur auf und unter denselben 

245 (365) 
Kleinhirn 5G, 57 
Klimakterium (329) 331 
Knochen, Analyse 250 — 253 
tt Anzahl im Körper 61 
,, Blutgehalt 128 
„ Dimensionen (59, 60) 64 (65), 

(69, 70) 
„ Festigkeit 391 
,, Gewicht 60, 64, 65 (119) 
Knochenkerne fötale 121 
Knorpel, Analyse 251, 252 
Kohlehydrate in der Nahrung 270, 272 

—275 
Kopf, Gewicht 19 
„ Maße 8—10, 51 
„ (E) 18, 51, 71 (72) 
,, Wachstum 18, 51 
Kopf schwarte 93 
Körpergewicht 11—15 (19), 285 

ii im 1. Lebensjahr 12 — 16, 

284, 285 
Körperlänge 3 — 8 

(K) 5—8, 16, 153 
,, Schwankungen derselben 8 
Körperoberfläche 35, 36 

Berechnung aus dem Kör- 
pergewicht 36 
Körpervolumen 34, 35 
Körperwärme 238 — 243 
Kostmass 270—275 
Kot 199—202, 282—284 
Kreislauf, Zeit eines solchen 161 
Kuhmilch, Ernährung damit (K) 280 — 285 
Kumys 256 

Kurorte, Höhe derselben 373, 374 

Iiarynx s. Kehlkopf 
Laufen 298 

Lebensalter, verschiedene Dosirung (377 — 
380) 382 

Lebensdauer, durchschnittliche 357 
Leber, Analyse 203, 250—253 

„ Blutgehalt 128 

,, Dimensionen 83 

„ Gewicht 20—25 

„ „ (K) 21—24, 29 

„ {L) 21—25, 29 

„ Volumen 33, 34, 83 
Lebervenenblut, Analyse 204 
Leguminosen 258, 264 
Leimgebendes Gewebe, Gehalt der Organe 

daran 253 

Leitungswiderstand des menschl. Körpers 

387 

„ „ Muskels 289 

„ „ Nerven 303 

Letale Dosen 383—385 
Leukocyten 130, 137—143, 148 
Lichtstärke, Unterscheidungsempfindlichkeit 

für dieselbe 321 
Liegen 154, 159, 166, 168, 214, 217, 240 
Ligamentum duetus. venosi 84 
„ Gimbernati 71 

„ ileo-femorale 71 



Sachregister 



397 



Ligamentum, Pouparti 71 

Linse des Auges, Analyse 252, 317 

„ Dimensionen und Gewicht 106 

„ (Frucht) 258, 264, 269 
Liqueur 267 
Liquor amnii 337 

,, cerebrospinalis 55, 302 
Lochien 344 

Luft, atmosphärische, Feuchtigkeit 365 
Gewicht 364 
j Temperatur 365 

t n Zusammensetzung 174, 

364 

Luftdruck 364 
Luftröhre 85, 86 
Lungen, Alveolen 86 

Analyse 250, 251, 253 
„ Areal derselben 86 

Blutgehalt 128 
,, Dimensionen 33, 86 
„ Gewicht 20—24 (119) 

„ (L) 21-24, 29 
„ Spannung der Gase in denselben 
179 

„ Volumen 33, 34 
Lymphdrüsen, Anzahl 118 
„ Gewicht 28 

Lymphe 209—211 
Lymphgefässe, Zahl derselben 118 
Lymphocyten 137 
Lymphstrom 213 

Magen, Bewegungen 187 

,, Dimensionen 76, 77 
Gase 186 

„ Gewicht 26 (29) 

„ Kapacität 33, 77, 81 
Magensaft 184—186 

Magenverdauung, Dauer derselben 188 — 190 
Magnesium des Harns (222) 237, 238 
Mahlzeit, Nahrungsmenge der einzelnen 274 
Mahlzeiten, Häufigkeit beim Säugling 277 
Mamma s. Brustdrüse 
Mandel 73 

„ (Frucht) 261 
Mark verlängertes s. Medulla oblongata 
Marschgeschwindigkeit 297, 298 
Masse, elektrische 369 

Massstäbe für Sonden, Bougies etc. 391, 392 

Mastdarm 80, 81 

Maximaldosen 377 — 380 

Meconium 200 

Medicinalge wicht 381 

Medicinalmass 382 

Medulla oblongata, Dimensionen und Ge- 
wicht 56 

,, ,, Wassergehalt 301 

„ spinalis s. Rückenmark 
Mehl 259 

Menopause (329) 331 

Menstrualblut 331, 333 

Menstruation (90, 140), 328, 332 

Milch, Analyse 256, 353 

„ Ausnützung im Darm 275, 283 
„ Frauenmilch (256), 350 — 353 
„ Tiermilch 256, 353 



Milchmenge, vom Säugling aufgenommen 
278—281 
,, in einer Brustdrüse 351 

Milz, Analyse 213, 250 — 253 
Milz, Blutgehalt 128 
„ Dimensionen 85 
„ Gewicht 20—25 (335) 

„ (L) 21-25, 29 
„ Volumen 33, 85 
Mittagsmahlzeit 274 
Mundhöhle 72, 73 
Mundlänge 75 

Muskelfaser, Dimensionen 63 (345) 
Muskeln, Analyse 250—253, 288 

,, Anzahl im Körper 62 

„ Blutgehalt 128 

„ Elasticität 289 

„ Gewicht 27, 29, 62 (119) 

„ Kohäsion 289 

,, Kraft derselben 290—293 

„ Leitung in denselben 289 

,, Reizung derselben 289 

,, specifisches Gewicht 37, 289 
Wärmeleitung 290 

Nabelgefässe 116, 118, 340 

„ Blut derselben 126, 340 

Nabelschnur 340, 341, 343 
Nägel 38, 98, 99, 251 
Nährgeldwert der Nahrungsmittel 268 
Nahrungsmenge 270—275 

„ (K) 278—284 

Nahrungsmittel, nach dem aufsteigenden 
Gehalt an : 

Aschenbestandteilen 258 

Fett 257 

Stickstoffsubstanz 257, 262 

Wasser 256 
Nahrungsmittel, tierische 254 — 258 

„ vegetabilische 258—264 

Nährwert ''(einiger Nahrungsmittel) 275 
Nase 108 

Nasen-Rachenraum 75 

Natrium des Harns (222), 236, 237 

Nebenhode, Dimensionen u. Volumen 88, 89 

„ Gewicht 28 
Nebennieren, Dimensionen u. Volumen 88 

„ Gewicht 28, 29 

,, Wassergehalt 250 

Nerven, Analyse 250, 301 
,, Anzahl 108 

„ Dimensionen 105, 109 — 111 
„ Elasticität 303 
,, Gewicht 27 
,, Kohäsion 303 
„ Leitungsgeschwindigkeit 302 
„ Leitungswiderstand 303 
„ Querschnitt 105, 109 
„ specif. Gewicht 40, 303 
„ Wassergehalt 250, 301 
Nervenfasern, Anzahl und Dicke 109 
Neugeborener, Atmungsfrequenz 165 — 167 

„ Blut 125, 126, 147 

„ Blutdruck 157 

,, Blutkörperchen 136, 142 

,, Blutmenge 125 



398 



Sachregister 



Neugeborener, Darmgase 108 

Dimensionen von Organen 
und Teilen des Körpers 1 — 7 
19, 32—34, 36, 51, 60, 71, 
72, 75—82, 87 -92 

„ Eiweissgehah des Körpers 252 

„ Exkremente 200, 201 

„ Fettgehalt 253 

„ Galle 196 

,, Gewicht des Körpers 12 — 15 

,, „ der Organe 21 — 24, 

26 — 29 
,, Haemoglobin 147 

,, Harn 218, 219, 225, 232 

., Körpergrösse 5, 6 

,, Magensaft 185 

„ Mahlzeiten, Häufigkeit 277 

„ Nahrung 278, 281 

„ Pulsfrequenz 151 — 153, 155 

„ Temperatur 240—242 

,, Volum des Herzens 32, 33 

„ „ anderer Organe 33, 34 

,, Wassergehalt des Körpers 

und der Organe 249, 250 
Nieren, Analyse 214, 250—253 
„ Blutgehalt 128 
„ Dimensionen 87 
„ Gewicht 20—25 (119) 

(K) 21 — 24, 29 
„ „ (L) 21—25, 29 
„ Volumen 33, 87 
Nüsse 261 

Oberfläche des Gehirns 57 

,, des Körpers 35, 36 

„ ,, Schädels 41 

Obst 261, 264 

Oesophagus, Dimensionen 75, 76 
„ Druck in dems. 187 

„ Gewicht 26 

Ohr, Dimensionen 99 — 101 
„ Gewicht 27 (38) 

Ohrenschmalz 314 

Opticus 104—106 

Organgewichte 20—30 

(L) 21—30 

Ortssinn der Haut 307—310 

Ostien des Herzens 31 

Ovarium s. Eierstock 

Oxalsäure des Harns (222), 236 

Pankreas, Analyse 250 — 252 

„ Dimensionen und Volumen 84 
„ Gewicht 26, 29 
Pankreatischer Saft 191, 192 
Panniculus adiposus, Dicke 93 

„ „ Gewicht 27 (29) 

,, „ Zusammensetzung (250) 

(251), 253 
Papille der Brustdrüse 93 
„ „ Niere 87 
„ „ Zunge 74 
„ des Opticus 105 
Parotis 26, 73 
Parovarium 90 
Pepton, Analyse 191 



Peritonaeum 93 
Perspiration 204 — 208 
Pferdekraft (161 A), 294, 370 
Pfortader 118 

,, Blut, Analyse 204 
Pharmakopoen (366 A>, 377— 380 
Pharynx 74 

Phosphorsäure d. Harns 222, 223, 233— 

235, 349 
»i „ Körpers 254 

Pilze (essbare) 260 
Placenta 338, 339, 343 
Plexus coeliacus 112 
Pökelfleisch 255 
Processus vermiformis 80 
Proportionen des Körpers 8 — 11 
Prostata, Dimensionen u. Volumen 89 
„ Gewicht 28 
„ -Saft und -steine 327 
Puerperium 344—349 
Pulmonalarterie (31), 32, 112, 116, 117 
Pulmonalkapacität 169 
Puls, Fortpflanzungsgeschwindigkeit 158 
Pulsfrequenz 151—156 

(K) 151, 152 
(L) 151—153 
„ des Fötus 152, 341 

,, in Beziehung auf Körperlänfre 

153, 154 
Pupille, Weite 318, 319 

Quecksilber, Ausdehnung d. die Wärme 36.^ 
,, Schmelzpunkt 367 
,, specifisches Gewicht 366 
Querschnitt von Gefässen 31, 114 — 116 
Quotient, respiratorischer beim Hungern 286 
„ „ im Schlaf 179 

Raumsinn der Haut 307 — 310 
Reaktionswerte, specif. der Nerven und 

Muskeln 389, 390 
Reaktionszeiten 303 — 305 
Rectum s. Darm 
Refraktion 317, 321 

Reizgrösse, verschiedene und Zahl der rich- 
tigen Fälle 305 
Rekruten 4, 11, 170 
Residualluft (169), 172 
Retina 106 

Rhodankalium (des Speichels) 180 — 182 
Rippen, Dimensionen und Gewicht 65 
Rübenzucker, Wassergehalt 261 
Rückenmark, Blutgehalt 128 
„ Dimensionen 61 
„ Gewicht 27 

„ (E) 27, 57 
,, Leitungsgeschwindigkeit 302 
„ Wassergehalt 250, 251, 301 
Rumpf, Gewicht 19 

„ Länge 8, 17, 19 

,, Oberfläche 36 

,, sonstige Maße 9, 10 

Same (89) 326—328 
Sauerstoff, bei der Atmung 175, 177 
,, der Luft 174, 364 



Sachregister 



399 



Saugen 186 
Schädelindices 48—50 
Schädel (knöcherner) 41 — 51 

„ „ Maße 41 — 51, 122 

„ Oberfläche 41 
Rauminhalt 52 
Schädelwinkel 50, 51 
Schallgeschwindigkeit 369 
Schallstärke, Unterscheidungsemprindlichkeit 

für dieselbe 315 
Schematisches Auge 320 
Schilddrüse, Analyse 250, 253 

Dimensionen und Volumen 86 
„ Gewicht 28, 29 
Schlaf, Atmung 167, 168, 179 

„ Festigkeit desselben 354 — 356 
,, Pulsfrequenz 155 
,, respirat. Quotient 179 
„ Temperatur (240), 242, 243 
„ Wärmebildung 247 
Schlagvolum des Herzens 161 
Schlingen 187 
Schlundkopf 74 
Schlundsonde, Massstäbe' 391 
Schmelzpunkt d. menschlichen Fetts 253 

„ verschiedener Substanzen 367 

Schmerzempfindung (Druck, Elektricität) 313 
Schrittdauer und Schrittlänge 297, 298 
Schwangerschaft, Dauer 333 

,, Veränderungen im Körper 

334—336 
Schwämme, essbare 260 

Schwefelsäure d. Harns (222, 223), 232, 233 

Schweiss 208 

Schweissdrüsen 94, 95 

Schwerpunkt des Körpers 40 

Sehorgan 101—107 

Sehschärfe 322 

Semilunarklappen der Pulmonalis 32 (159) 
Semmel 259 A 
Sensibilität s. Tastsinn 

„ elektro-kutane 313 
Septum cordis 30, 32 
Siedepunkt verschiedener Substanzen 368 
Sinus (Knochenhöhlen) des Schädels 108 
„ venosi durae matris : Durchmesser 117 
,, Volum 56 

Sitzen 154, 159, 166, 168, 217, 240 
Skelett, Analyse 250—253 

„ (frisch) Gewicht 27, 29, 64 
„ Dimensionen (41 ff., 69, 70) 64 
{L) 64 
Smegma 326 
Sopran 300 

Specifisches Gewicht des Körpers 37 

>. „ der Organe u. Gewebe 

37—40 (289, 303) 
» „ der flüssigen Bestand- 

teile d. Körpers s. bei 
diesen 

)) ii d. Wassers b. verschie- 

dener Temperatur 367 

>' » seröser Flüssigkeiten 

386, 387 

Specifisches Gewicht verschiedener (physi- 
kalischer) Substanzen 365, 366 



Speichel u. Speichelwirkung 180 — 184 
Speicheldrüsen, Dimensionen 73 

„ Gewicht 26, 29 

Speiseröhre s. Oesophagus 
Spektrum, Lichtstärke 369 
Sperma 326—328 
Spermatozoon 89, 327, 328 
Sprunglauf 298 

Stehen 154, 159, 166, 168, 214, 240 
Sterblichkeitstafel 357 
Sternum 65 

Stickstoff des Harns (224), 229, 230, (233) 
234, 282, 283 
„ des Kots 199, 201, 275, 276, 
282, 283 

Stickstoffzufuhr 270—273, 275, 276 

(JS) 283 
Stimmbänder 85 
Stimmritze 85, 299 
Stimmumfang 299, 300 
Stirnhöhle 108 

Substanz, graue und weisse des Gehirns 58 

(300) 
Sympathicus 111 
Systole der Arterien 157 

„ des Herzens 150, 161, 162 

Tabak 267 
Tagesration 272—275 

„ für den Soldaten 272, 273 
Talgdrüsen 98 
Tastkörperchen 305—306 
Tastsinn 305—313 

Temperatur der äusseren Bedeckungen 243 
—245 

„ dos Körpers 238—243, 335, 

343, 346 
„ einiger Körperhöhlen 243 
„ im Gefässsystem 243 
„ in der Schwangerschaft 335 
„ im Wochenbett 346 
„ auf und unter der Kleidung 245, 

365 

,, während der Menstruation 331, 
332 

Temperatur, mittlere verschiedener Städte 330 
Temperatursinn 310, 311 
Tenor 300 

Terminalkörperchen 305, 306 
Thee 267 

Thermometerskalen 361 — 363 

Thorax, Bewegungen respiratorische 172, 173 

,, Dimensionen 66 — 68 
Thränen, Analyse 317 
Thränendrüsen, Dimensionen 103 

„ Gewicht 27 

Thymus, Analyse 213, 250, 251 

„ „ (b. Kalb) 255—258 

i) ,, der Leukocyten in dem- 

selben 130 
„ Dimensionen u. Volumen 84 
„ Gewicht 28, 29 
Thyreoidea glandula s. Schilddrüse 
Tiermilch (256) 353 

Tonhöhe, Unterscheidungsempfindlichkeit für 
dieselbe 316 



400 



Sachregister 



Tonsille 73 

Tonskala, menschliche 300 
Trachea 85, 86 
Tragkraft des Haars 95 

einiger Ligamente 71 
,, der Gefässo 1G0 
Transpiration 205 

Transpirationskoefficient des Bluts 162 
Transsudate, ehem. u physik, Verhalten 386, 
387 

Traubenzucker s. a. Zucker 

„ Bestimmung im (diabetischen) 

Harn 385 
„ Nährwert 275 

„ Verbrennungswärme 49 

Trigeminus 110 

Trinkwässer 2G5 

Trommelfell 99 

Typus, blonder und brünetter 97 

Unterkiefer, Dimensionen 47, 48 

,, Gewicht 41 

Unterscheidungsempfindlichkeit 
für Druck 312 

„ Farben 321 

„ Geruch 326, 327 

„ Geschmack 324, 325 

,, Lichtstärke 321 

,, Schallstärke und Tonhöhe 316 

„ Temperatur 310 
Ureter, Bewegungen desselben 214 
Urethra s. Harnröhre 
Urin s. Harn 
Urobilin 197, 238 

Uterus, Dimensionen, Gewicht u. Volumen 91 
„ Druck in demselben 342 
„ Temperatur 243, 335, 343 
,, Rückbildung im Puerperium 345 

Valvula, Bauhini 83 
„ Eustachii 117 

„ mitralis u. tricuspidalis, Areal 31 

„ mitralis, Resistenz 159 
Valvulae semilunares Dimensionen 32 

» Resistenz 159 

Vater'sche Körperchen 305, 306 
Vena portarum 118 
Venae pulmonales 118 
Venen, Durchmesser 117, 118 
Verbrennungswärme organischer Stoffe und 

Nahrungsmittel 246, 248, 249 
Verdaulichkeit der Speisen 188—190 
Verdauungskanal 26, 74—83 
Vergleich zw. männlichem und weiblichem 
Geschlecht 122 

,, zw. rechter und linker Körper- 
hälfte 119 
Verhungern 288 
Vernix caseosa 209 
Vitalkapacität der Lunge 169—171 



Vogelfleisch 255 

Volumen der einzelnen Organe s. b. diesen 
i, des Körpers 34, 35 

„ Wassers bei verschiedener Tem- 
peratur 367 

Wachstum, Breiten- 17 

„ Längen- 4—8, 16 — 18 

>> »i Ende desselben 5 

„ einzelner Körperabteilungen 17 

18 

d. Körperorgane 21— 24, 26— 29 
Wachstumsgrösse, relative der Organe 29 
Wärme, speeifische von Körperteilen 248 

»i ii verschiedener Stoffe 368 

Warmeproduktion 216—218 
Wasser (Trinkwasser) 265 
Wassergehalt der Atmungsluft 179 
des Fötus 120 
» >i Gesamtkörpers 249 

„ der Nahrungsmittel 254—256, 

258—261, 263, 264 
»' >) Neugeborenen 249 

» >. Organe 250, 251, 300, 

301, 316, 317 
» „ Speisen (254) 268 

Wehen 259 
Wein, Analyse 266 
Weitwurf 297 

Widerstand, elektrischer des menschlichen 

Körpers u. seiner 
Teile 387—389 
» der Muskeln 289 

»> >t „ Nerven 303 

>i j, verschiedener Sub- 

stanzen 370 

Wirbelkanal 61 
Wirbelsäule 59 
Wochenbett 344—349 

Xanthinkörper des Harns 229 

Zahndurchbruch und -Wechsel 72, 73 
Zähne, Analyse 251, 252 

„ Gewicht 64 
Zelle, Analyse derselben (Leukocyten) 130 

„ Anzahl im Körper 118 
Zolle, Verwandlung in cm 322 A 
Zucker 261 

Zuckergehalt des Bluts 203 

„ „ Harns 238 [385] 

„ der Leber 203 
Zufuhren 270—275 

„ (K) 274, 278-284 
Zunge, Dimensionen 74 

„ Gewicht 26 
Zusammensetzung der Organe 25D — 253, 

300, 301, 316, 317 
Zwillinge, Körpergewicht 12 
,, Körperlänge 6 



Froinmannsche Buchdnickerci (Hermann Pohle) In Jona. 



— 1067 



I